Ausgabe 
28.6.1933 Frühausgabe
 
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Handball der Soldaten.

Tgm. Friedberg 2. Komp. IR. 15 7:12 (4:5).

Die Handballmannschaft der 2. Kompanie folgte einer Einladung der Tgm. Friedberg zu einem Abenspiel. Man war allgemein gespannt auf den Ausgang des Treffens, da erst am Vorsonntag die Ligamannschaft der Frankfurter Eintracht nur knapp mit 12:10 Sieger wurde. Die Zuschauer be­kamen einen rassigen Kampf zu sehen, die die Sol­daten, dank ihrer Ausdauer, mit 12:7 für sich ent­scheiden sonnten. Von beiden Seiten wurde äußerst fair gespielt. Der Schiedsrichter amtierte gut.

Von Spielbeginn an legten die Friedberger ein mächtiges Tempo vor, das die Soldaten einiger­maßen verblüffte. So kam es auch, daß Friedberg nach den ersten zehn Minuten schon mit 3:0 in Führung lag. Die Freude dauerte jedoch nicht lange, denn die Soldaten fanden sich immer besser, bis sie endlich zur gewohnten Form aufliefen. Bei Halbzeit lag der Bataillonsmeister 5:4 in Führung. Nach der Pause änderte sich das Spiel vollkommen, denn jetzt zeigten die Soldaten, daß sie ihrem Geg­ner an Ausdauer weit überlegen waren. Deshalb lautete auch das Ergebnis am Schlüsse 12:7. Der Sieg, auch in dieser Höhe, war verdient.

Friedberg stellte eine einheitliche Elf, in der kein Spieler abfiel. Besonders gefielen Torhüter und Mittelläufer. Bei den Soldaten ragten hauptsächlich der Mittelläufer und der gesamte Sturm hervor. Die restlichen Spieler konnten ebenfalls vollauf befriedigen.

Luh OSC siegt in Münster.

Am vergangenen Sonntag startete L u h (OSC.) in Münster und brachte das Kugelstoßen mit der beachtlichen Leistung von 13,33 Meter an sich. Er siegte hier über die Besten Westfalens sicher. Leider regnete es den ganzen Tag. Um so beachtlicher sind die gezeigten Leistungen. Der OSC. errang außer­

dem noch einen 3. Sieg mit einer ebenfalls guten Leistung im Weitsprung (6,29 Meter). Im Diskus­werfen siegte Altmeister Hoffmeister mit 45,91 Meter.

Die Ergebnisse:

Kugelstoßen: 1. Luh, OSC., 13,33 Meter: 2. Lange, S. u. S. Bielefeld, 13,10 Meter: 3. Schwedt mann, Polizei Bottrop, 12,64 Meter. Außer einem gingen alle Stöße Luhs über 13 Mtr.

Weitsprung: 1. Korte, Münster, 6,47 Meter; 2. Aßmus, HC. Hannover, 6,34 Meter; 3. Luh, OSC., 6,29 Meter. Auch diese Leistung bei Regen und schlechten Sprungverhältnissen ist beachtlich. Ein Sprung Luhs mit 6,70 Meter war leider wegen Uebertretens ungültig.

Beginn derTour de $rance//.

21m Dienstagmorgen wurde in Paris die 27. Rad°Rundfayrt durch Frankreich, dieTour de France", im Beisein einer riesigen Menschen­menge gestartet. 60 Fahrer traten die beschwer­liche Reise an. Die deutsche Mannschaft, die aus denAssen" Stöpel, Thierbach, Geher. Dulloi, Altenburger, Buse, Sieronski und Kuhschbach be­steht, konnte sich auf der ersten Etappe, die über 262 Kilometer nach Lille führte, recht gut halten. Die Berliner Stöpel und Buse sowie der Schwein­furter Geyer waren immer in der Spitzengruppe zu finden. Schon kurz nach dem Start übernahmen die Belgier die Führung, denen sich als einziger Franzose Archambaud anschliehen konnte. Archam- baud gewann schließlich auch die Etappe in 7:48:45 Stunden vor dem Einzelfahrer Louhet (Belgien), Aerts (Belgien) und Lemaire (Bel­gien). Stöpel kam mit der zweiten Gruppe- ein und wurde auf den 3. Platz gesetzt. Den 14. Platz belegte Buse, dagegen kam Geyer erst auf den 21. Platz ein.

Die Senioren der GRG. in Würzburg.

Die Senioren der GRG. starteten wie schon kurz berichtet am vergangenen Samstag und Sonntag in den beiden ersten Vierer- und Achter­rennen in Würzburg. Die Wettet- und Wasserver­hältnisse waren schlecht. Die Mannschaft hatte sehr unter dem hohen Wasserstand zu leiden. Auf der im Verhältnis zur starken Strömung sehr kurzen Strecke (1800 Meter) kamen die Gießener nicht recht zur Entfaltung ihrer Kräfte.

Einen eindrucksvollen Sieg errang am Samstag die Senior-Vierer-Mannschaft (W. Flimm, W. Bek- ker, C. Georgi, Gg. Hartmann, St. Loh) imDeut­schen Ruderverbands-Vierer" (Ehren-Wanderpreis des Deutschen Ruderverbandes).

Es gelang ihr, den bisher noch nie geschlagenen Deutschen Meister im vierer,Undine" Saar­brücken, zu besiegen.

Rach gut gelungenem Start beider Mannschaften übernahmUndine" Saarbrücken die Führung, die sie auf eine Länge ausdehnen konnte. Sie behielt den Vorsprung bis zum Einsatz des Endspurts der Gießener, die in harten, wuchtigen Schlägen, un­ter großem Beifall der Zuschauer, kurz vor dem Ziel an der Meistermannschaft vorbeiging und mit Luftkastenlänge Vorsprung das Rennen für sich ent­schied.

Am Sonntag starteten die Gießener im Kaiser- Vierer gegen die gleiche Mannschaft. Diesmal ka­men die Saarländer zu einem knappen Sieg. Gie­ßen führte nach sehr gutem Start mit einer Boots- Innge bis 1000 Meter. Mehrere Spurteinlagen auf der zweiten Streckenhälfte brachte Saarbrücken in Führung. 3m Endspurt bot sich wieder das gleiche Bild wie am Vortage. Die Gießener kamen mächtig auf, ober das Zielband war leider schon zu nahe. Saarbrücken wurde mit Luftkastenvorsprung Erster.

Eine Ueberraschung war die zweimalige Nieder­lage des bisher ungeschlagenen Gießener Achters. Leider mußte der Achter in der vergangenen Woche durch plötzliche berufliche Versetzung ihres Nr. 5 eine Umsetzung erfahren. Wenn auch der Ersatz gleichwertig ist, so wirkt sich doch jede Umsetzung ungünstig auf die Zusammenarbeit aus. DieserUm- stand und die vorher schon betonten schlechten Wos- serverhältmsse, dazu noch ein nachteiliger Start­platz sprachen sehr zu Ungunsten der Gießener. Ne­ben diesem muß betont werden, daß der Gegner Würzburger RV., mit dem die Gießener schon im Vorjahre harte Kämpfe bestanden hatten, eine gleichwertige gute Mannschaft darstellt, und auf eigenem Gewässer schon von vornherein sicherer war. In dem Achterrennen am Samstag war die Zusammenarbeit des Gießener Achters' unausge­glichen und nervös, die in Saarbrücken und Kastel

erwiesene Durchschlagskraft schien wie gelähmt. Sa kam Würzburg zu einem überlegenen Sieg. Am Zweiten Tag dagegen war die Arbeit im hiesigen Boot wieder viel ausgeglichener und ruhiger. Würzburg siegte diesmal nur mit halber Boots- länge Vorsprung.

Die Trainingsleitung ist der Ueberzeugung, daß durch weitere Verfeinerung der Technik die Mann­schaft bald den toten Punkt überwunden hat.

Friedel Zödt und die Zungniannen der GRG. in Bad Ems.

Ain gleichen Tage startete Jödt im Einer und der Iunginann-Vierer in Bad Ems. Zum 1. Einer hatten gemeldet: Schneider (Kölner Club für Wchserspart), Leitz jr. (Wetzlarer RCl.), Jödt (GRG.). Nach Abmeldung van Schneider (Köln) gingen beide Boote gut vom Start. Jödt setzte sich bald in Führung und gewann leicht und unange­fochten mit mehreren Längen.

ImLahn-Jungmann-Vierer landete die GRG. (Mannschaft: Georg, Krevert, Euteneuer, Luill, et.: Dr. Breitenbach) auf dem zweiten Platz, gewann aber dafür den Ermunterungs- Vierer überlegen vor RD. Bad Ems, Rhenania Koblenz, die an zweiter Stelle im toten Rennen durch das Ziel gingen.

Kurze Gporinoiizen

V o n denA d a l f - H i t l e r - P o k a l s p i e - le n" wird die Begnung zwischen Niedersachsen und Bayern bereits am Samstag in Hannover ausge­tragen.

*

Reichspräsident von Hindenburg hat für die am kommenden Samstag stattfindende Deutsche Sternfahrt zum Großen Feldberg" einen Ehrenpreis für den Sieger gestiftet.

®' n Fußball-Länderspiel zwischen DIK.-Mannschaften von Deutschland und Holland endete am Sonntag in Hannover mit 2:1 zu Gun­sten der deutschen Mannschaft. 7000 Zuschauer wohnten dem Treffen bei.

*

®in neues Talent im Hammerwer- i e n wurde in Frankfurt entdeckt, wo der Reu- Isenburger L i st den Hammer bei einer internen Beranstaltung 45,20 Mcttrr warf.

Walter Neusel, der im Ausland lebende westdeutsche Schwergewichtler, zwang in London i)or 2°000 Zuschauern den englischen Riesen Jack Pettifer m der achten Runde zur Aufgabe.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 22. Juni. Die Ehefrau B. hatte die Pflegschaft über ihre Schwägerin geführt, da diese infolge geistigen Gebrechens ihre Ange­legenheiten nicht mehr zu besorgen vermochte. Als die Schwägerin wieder gesund geworden war, vermißte diese eine Anzahl von Wert­papieren, die sie vor Beginn ihrer Krankheit bei sich zu Hause aufbewahrt hatte. Auf Anfrage der Schwägerin hatte die Angeklagte angegeben, daß sie bei Llebernahme der Pflegschaft keine Wertpapiere im Hause vorgefunden hatte. Plötz, lich fand die Schwägerin im Hause der Ange­klagten, wohin sie inzwischen übergesiedelt war,

DeutscheZugend hin zurLustsahrt!

zwei sich auf ihre Wertpapiere beziehende ilr« künden. 3n dem bald darauf gegen die Ange­klagte wegen Unterschlagung der Wertpapiere eingeleiteten Verfahren ergab sich, daß die An­geklagte die Wertpapiere bei ihrer Bank aus eigenes Konto gelegt hatte, ferner daß sie in einer dem Amtsgericht gegenüber abgegebenen eidesstattlichen Versicherung über das bei Lleber- nahme der Pflegschaft vorgefundene Vermögen der Schwägerin die fraglichen Wertpapiere und auch noch sonstige der Schwägerin gehörige Ge­genstände verschwiegen hatte. Außerdem hatte sie dem Wohlfahrtsamt gegenüber falsche An­gaben über die Vermögensverhältnisse ihrer Schwägerin gemacht und so durch das Wohl­fahrtsamt für ihre Schwägerin Unterstützung erhalten, die sie bei richtigen Angaben nicht erhalten hätte. 3n der heutigen Hauptverhand­lung verteidigte sich die Angeklagte damit, daß sie aus gewissen Erklärungen ihrer Schwägerin angenommen habe, daß sie Eigentümerin der Wertpapiere geworden sei. Auf Grund der Be­weisaufnahme erachtete das Gericht diesen Ein­wand jedoch für widerlegt. Schon die eigenen Angaben der Angeklagten ergaben, daß die an­geblichen Erklärungen der Schwägerin derart un­

bestimmt gehalten waren, daß daraus vernunft­gemäß niemals auf eine Eigentumsübertragung der Papiere geschlossen werden konnte. Rach Aussage der als Zeugin vernommenen Schwä­gerin selbst waren solche Erklärungen von ihr auch nie abgegeben worden. Was die Angaben gegenüber dem Wohlfahrtsamt anlangt, so gao die Angeklagte zu, daß sie in diesem Fall, tote sie sich ausdrückte, nicht richtig gehandelt haoe. Das Urteil lautete wegen Unterschlagung, Av- gäbe einer falschen eidesstattlichen Versicherung und Betrugs auf eine Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis.

Der wiederholt, darunter auch wegen Dieb­stahls vorbestrafte Kaufmann St. war angeklagt, aus dem Zimmer eines Hotels, in dem er ab­gestiegen war, 503 Mk. in bar und einen Reise­kreditbrief über 1203 Mk. gestohlen zu haben. Er war deshalb vom Schöffengericht wegen Rück- saUdiebstahls zu einem Fahr sechs Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Angeklagter hatten gegen dieses Urteil Be­rufung eingelegt; die Staatsanwaltschaft zum Zwecke der Erhöhung der Strafe, der Angeklagte zum Zwecke seiner Freisprechung. Auch in der zweiten Instanz bestritt der Angeklagte hart­näckig, den ihm zur Last gelegten Diebstahl be­gangen zu haben. Wie in erster Instanz ergab sich jedoch auch in der heutigen Hauptverhand- lung aus einer ganzen Reihe von Gesichtspunkten^ daß der Angeklagte der Täter gewesen war. Ganz offensichtlich handelte es sich bei ihm um einen gewerbsmäßigen Hoteldieb. Wie aus der Verhandlung zu erkennen war, wird er noch wegen ähnlicher Diebstähle von einer Anzahl von Gerichten verfolgt, in verschiedenen Fällen :ft er bereits verurteilt. Das Gericht sprach daher auch heute den Angeklagten schuldig. Mii Rück­sicht auf die Gemeingefährlichkeit des Angeklagten erhöhte es auf Antrag der Staatsanwaltschaft die vom Schöffengericht verhängte Zuchthausstrafe aus eine solche von zwei Jahren. Bei der Ab­erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren behielt es sein Bewenden.

Wirtschaft.

Oie Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer.

In einer amtlichen Mitteilung über die Be­schäftigung von ausländischen Arbeitnehmern heißt es u. a.: Die Bestimmungen, die zum Schuhe des deutschen Arbeits- ni a r k t e s für die Beschäftigung ausländischer Arbeiter erlassen sind, finden vom 1. Juli d. I. ab auch auf die ausländischen Angestellten An­wendung.

Qlrbeitgeber dürfen ausländische Arbeiter und Angestellte nur noch beschäftigen, wenn der aus­ländische Arbeitnehmer entweder einen Be­freiungsschein besitzt oder der Arbeitgeber eine Beschäftigungsgenehmigung und Der Arbeitneh­mer eine Arbcitserlaubnis erhalten. Bestimmte Ausnahmen sind zugelassem

Besonders sind zwei Punkte zu merken:

1. Der Arbeitgeber hat in der Zeit vom 1. bis 15. Juli d. I. bei dem Arbeitsamt, in dessen Bezirk die Arbeitsstelle liegt, einen An­trag auf Erteilung der Beschäftigungsgenehmi- S zu stellen. Der Antragsoordruck ist beim ntsamt erhältlich.

2. Der ausländische Arbeitnehmer oder fein Ar­beitgeber hat bei der Ortspolizeibehörde, in deren Bezirk die Arbeitsstelle des ausländischen Arbeit­nehmers liegt, einen Antrag auf Erteilung der Ar­beitserlaubnis zu stellen. Der Antragsvordruck ist gleichfalls beim Arbeitsamt erhältlich. Falls Zweifel bestehen, ob ausländische Arbeitnehmer, die bisher noch keinen Befreiungsschein besessen haben, einen solchen erhalten können, ist bei dem zuständigen Arbeitsamt (am zweckmäßigsten persönlich) anzu­fragen. Bis zur Entscheidung über die Anträge be­halten die bisherigen Befreiungsscheine ihre Gültig­keit.

Der ausländische Angestellte, der bisher einen Be­freiungsschein oder eine Beschäftigungsgenehmigung und Arbeitserlaubnis nicht benötigten, dürfen bis Zur Entscheidung über ihren Antrag weiter beschäf­tigt werden.

Arbeitgeber und ausländische Arbeitnehmer, die! gegen die zum Schutze des Arbeitsmarktes gelten­den Bestimmungen verstoßen, machen sich st r a f- b a r.

Zur Vermeidung von Irrtümern in der Oeffent- lichkeit wird darauf hingewiesen, daß es sich bei den zur Zeit noch in Deutschland befindlichen aus­ländischen Arbeitern und Angestellten fast aus­schließlich um solche Ausländer handelt, die schon seit Jahren, zum Teil schon seit Jahrzehnten in

Deutschland ansässig sind meid) deutschstämmige oder um solchen ausländischen Arbeitnehmer, in deren Heimatstaaten in erheblicher Anzahl deutsche Arbeiter und Angestellte^eschäftigt werden oder mit deren Heimatsstaaten Gegenseitigkeit vereinbart worden ist.

* Harpener Bergbau - AG., Dort­mund. Die Generalversammlung der Harpener Bergbau°AG., Dortmund, in der 41 Aktionäre ein Aktienlapitel von 62,11 Mill. Mark vertraten, erledigte einstimmig die Regularien. Die turnus­mäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder S. Dodenheimer (Dresdner Bank) und H. M. Gut­mann (Berlin) wurden wiedergewählt. Zur der­zeitigen Geschäftslage wurde ausgeführt, daß vom Januar bis einschließlich Mai 1933 der Absatz auf 103 Prozent der entsprechenden Vorjahresmcnge gesteigert werden konnte.

Sronffurfer Abendbörse behauptet.

Srantfürt a. M., 27. Juni. Die Frankfurter ZIbenöbor|e war in Anbetracht der wieder festen Au-landbörsen freundlich gestimmt, wenn auch das Geschäft unentwickelt blieb. Gegenüber den Ber­liner Schlußkursen zogen IG.-Farben % v. H., und von Montanwerten Harpener, Klöckner und Nhein- stahl bis zu % o. H. an. AEG. blieben gehalten.

21m Kenten mar ft waren Alt- und Neube. sitzanleihe unverändert, ebenso blieben Stahlverein- Vonds nach der prägnanten Steigerung im Mit- tagsverkehr im Zusammenhang mit den Ausfüh­rungen des Sparerbundes mit 58,25 v. H. be­hauptet. Der Verlauf blieb im ganzen still und wenig verändert. Neubesitz 11,40, Altbesitz 76 75 6proz. Stahlverein-Bonds 58,25, Schutzgebiete 7,15' Zolltürken 6,20, 4proz. Rumänen 4,65, Dedibank 57, Dresdner Bank 46, Reichsbank 142, Buderus 72,75, Gelsenkirchen 57,75, Harpener 99,75, Klöck­ner 54,50, Mannesmann 66, Rheinstahl 91,50, Laurahutte 17,25, Stahlverein 36%, AEG. 24 50 Vekula 112,25, Bemberg 50,25, Chade 189, Cem'ent Heidelberg 80,50, Conti Gummi 159,75, Daimler 31, Scheideanstalt 170, Dt. Linoleum 47,50, Liefe- rungsgesellschast 89, JG.-Farben 130,50, IG.-Far- ben-Bonds 115%, Gesfürel 90, Goldschmidt 48, 2Äman 56' Lahmayer 121,50, Metallgesellschaft 60,75, Rutgerswerke 60,75, Siemens 162,50, Reichs­bahn-Vorzuge 99,25, Hapag 16,25, Nordd. Lloyd

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. Neuner.

Sranhun o. UI.

Berlin

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Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M.

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Banknoten.

82,75

Berlin, 27-Juni

(Selb

10

von 1911

Sertr I

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77,75

6 6 0

90,75

98,5

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163

122

76,75

11,35

6 0

Schluß- Iure

24,5

89,5

105,5

54

16

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22

17

47

91

50,75

Echluß- furd

4% Ccflcnetd)i|(tie fflolbrenie...

4,20% Oeslerreichische GilOcrrente 4% Ungarische (Dolbrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4>/r% beogl. von 1913..........

6% abflcfi. Golbmexikaner von 99

57,25

46

142,65

Schlugt. Miilaq. börle

4° rOrfilche Zollanleihe .

4% Türkische Bagbadbahn-Anleihe

non Dividende an Reichsbankdiskoni 4 d. H..

18

1,2

6,5

5,5

5,4

9,9

6,275

72,75

112,75

58,5

99,13

64,5

150,5

114,75

54,25

66.13

6% Tcutldic rHctrt).?rtnieilie v. iirj, 6% cbcm.7% Dl.Reichsanl. v. 1929 t>¥i% Doung-Anleihe von 1930 .

Deutsche Aul.-AblSs.-Schulb ml1 AuSIos.-Rochlen ..........

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte

6% cbem. R% Hess. Volksstaat 1929 «rückzahlb. 102%)

Oberhessen Provinz. Anleihe ml AuSIos.'Nechten ............

6% Hess. Lanbesbank Darmltadl Wold R. 12........

b^,% Hess. Landes Hupolheken.

banl Darmstadt Liaui

Deutsche Komm. Saminclab l.An leibe Eeriei mit AuSIos.-Rechten

6% eheni. 8% Frank). Hyp.-Ban' Goldpse. 15 unlünbbac bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban Goldpse. 16 unkünbbac bis 1936

ty;% ehern. 4'/.% Franks. Hyv.

Äank-Liau.-Pfanbbriese

6y.% ehem. 4'/z% Rheinische Hyv-Bank-Liau.-Goldpse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landespsand briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. LanbeSpfanb bricfamfalt, Psanbbriese R. V

Verrechnungskurs

Hamburg-Amerika-Pakei <

Hamburg.Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff........... 0

0

0

10

4,6

27,75

Norddeutscher Lloyd W.®. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft.... Commerz, und Privat-Bauk... Deutsche Bank und Dtsronlo-

4% besgl. Serie ll ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4!4%Rum,in.vcreinh.Renlkv.l913 <% Rumänische vereinh. Rente .

3%% Anatolier ..............

AEG Elektr. LieserimgSgesellschast!. Licht unb Krast Felten & Guilleaume Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen...............

Rheinische Elektrizität Echuderl L Co..............

Siemens & Halske Lohmeyer L Co..............;

AL'

©uberuc

Deutsche ErdSI .............4

Gelsenkirchener 0

Harpener................... 0

Hoesch EisenKöln-Neueiien.. 0

Ilse Bergbau .............. 7

Ilse Bergbau Genüsse 7

SUdtfnenoerfe ...............0

Mannesmann.Rohren i

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlösse

Schluß!. Miliag- börse

27.6.

Gesellschaft.. Dresbner Bank

Retchsdank ...

«** AL

Frantturi a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußl. Abcnd-

Mrf®

Schluß- lurs

Schlußl. Minag- dörse

Oatum

26.6.

27.6.

26-6.

27.6.

jJiiineieiber Bergbau......

Kokswerke . ............

Pbdnir Bergbau..........

Rheinische Braunkohlen ..

Rheinstabl .......

öcrelnfnte Stahlwerke.....

Otavi Minen ............

Kaliwerke Aschersleben.....

Kaliwerke Westeregeln.....

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... 0 ... 0 ... 0 ...10 ... 0 ... 0 ... 0 ... 6 ... k

23

36,65

208

90,25

36,65

17

121,5

122

23,5

37 209,5 91,5 36,65

17 124,5 126,5

_

23 76,25 36.25

208 90,25 36.13 16,75

120 121 167

23,13

78,75

36,13

209,25

91

36,5

16,9

124,75

127

170,25

I G. Faichen-Industrie .... Lcheibeanstalt............

Golbschmlbl .............

...10

128,5

170,75

45,25

58.5

60.5

130.5

170

48

60,75

60,75

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45,5

58,9

130,13

47.75

60,9

RütgerSwerke............

Mctallgesellichaft..........

... 0

60

60,25

Bhilivv Holzmann........

Zementwerk Heidelberg ...

Cemenrwerk Karlstadt......

=1

54,5

80

79

56

80,5

79

54,5

55,5

Schultheis Payenhoser.....

119

38,25

46,5

45,5

20,5

119,5 41

?Uu (Allgemeine Kunstseide)

Bemberg................

.. 0

39,13

45.75

46

50.25

45

21

Zellstoff Waldhos.........

50

Zellstoff Aschaffenburg ....

Dessauer Gas............

... 0

45

21,5

Daimler Motoren.........

9-4 47

108,65

29,75

46

43,5 j

20,5 |

189 ;

111,25

Deutsche Linoleum .......

47^5

30,5

Orenstcln « Kopps .......

47

Leonhard Dietz ...........

Chade...................

..12

20,5 189

189

44.75

20.5

189

Griyner ..

24,5

24.5

64.75

152 |

25 |

Mainkraftwerke HSchs, a.M.

24,75

süddeutscher Zucker .....

e!

152^5

152]

150,25

26. Juni

27. Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Isolierung

meld

Brick

Geld

Brie

Helsingior-.

6,324

6,336

6,334

6,346

Wien......

46,95

47,05

46,95

47,05

Prag......

Budapest ...

12,54

12,56

12,54

12,56

Sofia.....

Holland ...

3,047

3,053

3,047

3,053

169,33

169,67

72,07

63,91

167,83

168,17

72,17

64,11

Oslo.......

71,93

63,79

72,03

63,99

Kopenhagen.

Stockholm...

73,58

73,72

73,78

73,92

London .....

14,305

14,345

14,35

14 39

Buenos Aires

0,928

0,932

0,928

0,932

Neuyori....

3,382

3,386

3.397

3,403

Brüssel ....

58,89

59,01

58,94

59,06

Italien.....

Paris.....

22,16

16,59

22,20

16,63

22,20

16,59

22.24

16,63

Schweiz ...

81.42

81,58

81,27

61,43

Spanien...

35,41

35,49

35,41

35,49

Danzig....

82,27

82,43

82,22

82 38

Japan.....

0,894

0,396

0,894

0 898

Rio be Jan.

0,229

0,231

0,229

0.231

Jugoslawien

5,195

5,205

5,195

5 20.6

Lissabon...

13,02

13,04

13,05

13,07

6.525

6,65

5,5

5,5

9,85

10

4,65

4,7

4,7

28

28

28

16,5

16,25

16

26

-

22

16,75

17,25

16,65

45,5

46,5

45,5

90,5

90,5

90,5

50,25

50,5

50,75

57,25

57

57,25

46,5

46

45,5

141

142

141,5

23

24,5

23,25

87

89

87,5

104

104

103,5

51,5

54,9

49

88,5

90

88,5

98

99

97,5

105

106,5

104

163

163

121,25

121,5

120,75

68,75

72,75

69,25

110

113,75

110

58,25

57,75

57,75

98,5

99,75

98,25

-

64

151

154

116.5

114

116,75

53,25

54.5

52,9

65.5

66

65.25

82

82,5

82,5

82,75

86

86

86

16,3

1,2

1,15

1,25

6,45

6,25

5,7

5,5

5,5

10

9,9

9,9

6.25

6,2

6.2

6.13

Amerttanische Roten.............

3,36

Belgische Noten..................

58,78

Dänische Noten .................

63,67

63,93

14,37

16,61

168,14

22,16

72, W

Englische Noten .................

14,31

Französische Noten...............

16,55

167,46

22,08

71.86

Hoilänbische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling

Rumänische Stolen..............

«chwebtsche Noten..............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten..............

73,60

81,09

35,28

73,90

81,41

35,42

Ungarische Äotre ................