Ausgabe 
28.6.1933 Erstes Blatt
 
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Justizrat Brink-Berlin über

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märker beizutragen haben. Dorf-Gill, den 27. Juni 1933.

Hessische Bürgermeisterei.

die Räume des Museums an.

Mitgliederversammlung der Gutenberg-Gesellschaft.

Nach altem Herkommen sand auch in diesem Jahr wieder im Kurfürstlichen Schloß die ordentliche Mitgliederversammlung der Gutenberg-Gesellschaft statt. Dabei hielt Geh. Regierunasrat Dr. Adolf D y r o f f, Professor an der Universität Bonn, einen Festvortrag überDie Bedeutung der Drucktunst für das Menschenleben".

Der Abschluß der Gutenberg-Gesellschaft für das Rechnungsiahr 1932/33 weist rund 53.500 Mark Einnahmen und rund 21 000 Mark Ausgaben aus, so daß ein Vermögen von rund 32 500 Mark übrig bleibt. Der Voranschlag für das Jahr 1933/34 weist je 18 000 Mark Einnahmen und Ausgaben auf.

5)ie

ftluge

Hausfrau

nützt die Reifezeit von Erd­beeren, Kirschen, Johannis­beeren, Stachelbeeren und kocht die Früchte fleißig ein, um für den Winter genügend Vorrat zu haben.

Alles, was die Hausfrau hierzu gebraucht, findet sie bei uns. Auch stehen wir mit guten Ratschlägen jederzeit gerne zur Verlügung.

Opekta und Frutapekt, flüssig und in Pulver, die bewährten Gelatmiermittel für Gelees, Marmeladen usw.

Zucker, rotgefärbt, zum Einmachen von Erdbeeren, damit diese die schöne rote Farbe behalten.

Weinsteinsäure und Zitronensäure für die Saltbereitung.

Ferner:

Salicyl, Elnmachhllle, Cellophan, Salicyl- uapier.

Weinhefen in reinen Kulturen für die Obstweinbereitung.

Korbflaschen, Korken und Korkmaschinen, Schwefel in Stangen.

Wirtschaft.

Frankfurt: Aktien fester, Renten abgeschwächt.

Frankfurt a. M., 28. Juni. (WTB. Drahtmel- düng.) Nachdem im Bureauverkehr heute vormittag starke Zurückhaltung geherrscht hatte, konnte sich an der Mittagsbörse recht lebhaftes Geschäft zu- mindestens in M.-Farben entwickeln-, an den übri­gen Gebieten des Aktienmarktes blieb die Unter­nehmungslust gering. Immerhin sprach man ver­schiedentlich von Anlagekäufen, die man mit Den festeren Auslandbörsen besonders die Bewegung an den Warenmärkten war viel beachtet in Zu­sammenhang brachte. Auch die günstigen Beurteilun­gen des Entschlusses Dr. Schachts in der Frage der Zinszahlung auf langfristige Auslandanlech n konnten die Tendenz befestigen. Farben eröffneten behauptet, wurden aber nach den ersten Kursen 2 v. H. fester genannt. Von anderen Werten notier­ten Scheideanstalt, Kali Westeregeln und Metall­gesellschaft um 1,5 v. H. fester. Im übrigen gingen die Erhöhungen nicht über 1 v. H. hinaus, dagegen waren mehrfach Abschwächungen im gleichen Rah­men zu bemerken. So lagen Siemens, Süddeutsche Zucker und Akkumulatoren, Berlin je 1 v. H., Be- kula 0,75 v. H., Klöcknerrberke, Phönix, Junghans und AEG. bis 0,5 v. H. niedriger.

Im Verlaufe waren IG. neuerlich mit plus 1 v. H. zum Kurse von 133 fester und die anderen Aktien wurden meist mitgezogen, so daß sich die kleinen Anfangsverluste meist ausgleichen konnten. Stärker befestigt waren Kali Aschersleben mit 3,75 v. H., Reichsbank gewannen 1,40 v. H.; stärkere Beachtung fand die erneute Abschwächung des Dollarkurses.

Am Rentenmarkt wirkte sich das Rücktritts- gesuch Hugenbergs in einer gewissen Zurückhaltung aus. Altbesitz waren 0,65 v. H. schwächer, auch Reichsschuldbuchforderungen und Schutzgebietsan. leihen waren niedriger. Neubesitz lagen gut behaup­tet, Reichsbahnvorzugsaktien waren 0,50 v. H. ab­geschwächt. Dagegen lagen Stahlverein sehr fest und 2,25 v. H. gebessert. Die Werte der Rheinischen Hy­pothekenbank waren eher gesucht, während Gold- Pfandbriefe der Frankfurter Institute und ihre Ligut- dationspfandbriefe teilweise fester, ihre Kommunal­obligationen aber schwächer lagen. Von Auslands­werten waren 5prozentige äußere Goldmexikaner behauptet. Der Tagesgeldsatz blieb mit 3,50 v. H. unverändert.

Die Gutenberg-Feier in Mainz.

Mainz, 25. Juni. (WSN.) Ein Festakt voll Stimmung und tiefer Eindrücke bei aller Einfachheit war die Eröffnung des neuen Gutenberg-Museums im Haus zumRömischen Kaiser" am ßiebfrauery platz, die den Auftakt zur Gutenbergfeier der Stadt Mainz bildete. Kurz nach 11 Uhr erschien der Reichs­statthalter, Gauleiter Sprenger, der es sich nicht nehmen lassen wollte, das neue Museum persönlich zu eröffnen. In feiner Ansprache betonte er, daß wir bei der Eröffnung dieses Museums uns bewußt sein wollen, daß mir dem großen Sohn von Mainz, der einer der größten Deutschen gewesen istz da­durch unsere Hochachtung beweisen wollen, daß wir in Ehrfurcht zu ihm und seinem Werk emporschauen. Gerade wir Nationalsozialisten, fuhr der Reichsstatt- halter fort, haben die Verpflichtung, allenthalben,

sind die Flüsse und Bäche in alten Seilen öcj Provinz über die Ufer getreten. 3m lltfter, Bieber- und Fuldatal in der Gegend von Sulda sind weite Strecken völlig unter Wasser gesetzt. Die Heuernte ist fast überall vernich­tet worden. 3n Gensungen bei Kassel glich die Bach- und Bahnhofstraße, in denen das Wasser einen halben Meter hoch stand einem reißenden Flußbett. Oberhalb von Rhünda war die Wabernsche Tiefebene vollständig unter - Wasser gesetzt. Die Roggen- und Weizenfelder sind völlig verschlammt worden. Bei ^^ungen traten die Zuflüsse der Fulda, nkac$

und die Pfieffe, über die Ufer und überschwemm­ten die Straßen der Seitentals Auch dir- öulda überflutete die Ufer und beschädigte Stege und Brücken. Biele Bäume sind abgebrochen. -Auf dem Melsunger Friedhof sanken etwa 60 Gräber ein, die Grabsteine fielen um Auch das ganze Geistal ist überflutet. Die Wiesengründe bei Almershausen und Gittersdorf gleichen einem großen See, aus dem die Spitzen der Weidenbäume hervorragen. Der angenchtete Schaden ist für die Landwirtschaft außerordent­lich groß-

Graf Zeppelin- über Zranksurt.

WSR. Frankfurt a. M., 26.3unt Auf seiner Rückfahrt von Saarbrücken überflog das Luftschiff ..Graf Zeppelin" am Sonntag gegen 16 Uhr Frankfurt a. M. 3n geringer Hohe überquerte es die Stadt, überall freudig begrüßt von der Bevölkerung. /Ungeheuren Jubel loste das Erscheinen des Luftschiffes bei den 30 000 Besuchern des Stadions aus, wo das ^Ersatz- Länderspiel" stattfand. Während das Luftschiff in geringer Höhe eine Schleife über dem Stadion zog, jubelte ihm die große Menschenmasse unter Tücherschwenken begeistert zu und ostentativ wurde das Deutschlandlied angestimmt. 3n lang- sanier Fahrt verschwand dann das Luftschiff in der Richtung nach Mannheim.

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Dahn vor dem Eingehen zu bewahren. Besonders beschäftigte er sich mit dem Kraftwagen­verkehr, durch den der Etat der Eisenbahn er­heblich belastet werde und der eigentlich nur noch im Interesse der Einwohnerschaft der be­rührten Ortschaften aufrecht erhalten werde. Die Rückzahlung der Obligationen könne nicht am 31. Dezember 1934 erfolgen, sondern müsse auf den 30. Juni 1935 verschoben werden. Bürgermeister Dr- Scheller, Butzbach, regte eine Preisermäßigung für den Personenverkehr an. Bürgermeister Heß, Münster, wünschte für seine Gemeinde einen besseren Sonntagsanschluß. Zum Schluß versprach Dr. Stephan, alles zu tun, um die Eisenbahn weiterhin zu stützen.

Siadiraissihung in Friedberg.

WSR. Friedberg, 26. Juni. Das Stadt­ratskollegium hat in seiner jüngsten Sitzung be­schlossen, das Einkommen der städtischen Beam­ten, falls es 3000 Mark jährlich übersteigt, um die Hälfte zu kürzen. Die Kürzung wird in der Weise vorgenommen, daß Gehalt und Wohnungsgeld halbiert und diesem Betrag 1200 Dlark zugesetzt werden. In bestimmten Fällen kommt hierzu noch ein Härteausgleichsbetrag. Die zur Zeit zahlbaren Pensionen werden unter Zugrundelegung der neuen Gehaltssätze entspre­chend neu festgestellt. Kinderzuschläge erfahren keine Veränderung. Man erwartet aus diesen Maßnahmen eine Entlastung des Etats um 35800 Mark. Reben diesen Dorschlägen beantragte die nationalsozialistische Stadtrats­fraktion die Errichtung einerRandsied- [ung zur Behebung der Wohnungsnot. Ilm zu den Kosten mit beizutragen, schlugen die An­tragsteller vor, daß die Volksgenossen, die moch in verhältnismäßig guten Verhältnissen leben, Bausteine als einmalige Spende zeichnen. Es wird erwartet, daß bei einem Einkommen dis zu 200 Mark monatlich ein Baustein von 10 Mk., 200 bis 300 Mk. von 20 Mk., 300 bis 400 Mk. von 30 Mk., 400 bis 500 Mk. von 50 Mk. und bei höherem Einkommen entsprechend höher ge­zeichnet werden. Der Erwerb von Bausteinen in Ratenzahlungen ist zulässig.

Die Einweihung des Schwimmbades in Nidda.

Q] Nidda, 26. Juni. Das im September 1932 im Bau begonnene städtische Schwimmbad ist nunmehr nach den Entwürfen des Architekten Großmann (Gießen) nahe der Turnhalle auf der Gänsweid vollendet worden. Es umfaßt ein Schwimmbassin von 50 m Länge, einen modernen Sprungturm, ein Nichtschwimmer- und ein Plansch­becken. Neben 50 neuzeitlich eingerichteten Einzel­kabinen und einer großen Auskleidehalle für Kinder

Es ist die Erhebung einer Umlage be­schlossen worden, zu der auch die Aus- ...... ' ' 4194D

Amtsverkündigungen aus den oberhessischen Kreisen.

Kreis Gieften.

Es liegt Veranlassung vor, auf die Be­kanntmachung zum Schutze von Tier- und Pflanzenarten in Hessen vom 11. Mai 1932, wonach der Schrotschuß auf den Rehbock während der Schonzeit des weib­lichen Rehwildes verboten ist, besonders hinzuweisen. Die Jäger, die gegen diese Anordnung verstoßen, machen sich strafbar und müssen mit der Entziehung des Jagd- weffenpasses rechnen. Ebenso machen sich strafbar Wildhändler, Gasthausbesitzer und Fellhändler, die Wildbret oder Decken von Rehböcken, die während der Schonzeit des weiblichen Rehwildes geschossen sind und Spuren von Schrotschüssen aufweisen, kaufen oder weiterveräußern. Das Kreis­amt hat das Forst- und Feldschutzpexfonal angewiesen, gegen Verfehlungen vorge­nannter Art unnachsichtlich vorzugehen.

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Unkostenbeitrag 20 Pfennig.

Alle nationalen Männer und Frauen sind freundl. eingeladen.

Sparerbund / Ortsgruppe Giefeen.

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Bekanntmachung.

Zu pachten evtl, zu kaufen ist ab 1 August 1933, oder später der 4201 qm große Dasaltbruch des Kreises Gießen in der Gemarkung Holzheim. Angebotsunter­lagen können beim Kreisamt Gießen an­gefordert werden. 4196D

Angebote bis zum 29. Juli 1933 er­beten.

Kreisamt Gießen. I.V.: Grein.

Hauptversammlung der Buhbach - Licher-Eisenbahn-AG.

* Butzbach, 27. Juni. Unter dem Vorsitz von Dr Stephan-Berlin fand hier imHessischen Hof" die ordentliche Hauptversammlung der Butz- bach-Licher Eisenbahn AG. statt. Der Hauptver­sammlung ging eine Aufsichtsrat s s i tz u n g voraus. Verschiedene Vertreter der Behörden, sowie eine Anzahl Bürgermeister der interessierten Ge­meinden nahmen an der Versammlung teil. 13 Ak­tionäre mit einem stimmberechtigten Kapital von 1564 000 Mark waren erschienen. Der Leiter der Versammlung erstattete nach der Begrüßung den Geschäftsbericht. Einstimmig wurde die Derma- gens- und Verlustrechnung für 1932 genehmigt. Der Personenverkehr sei, fo führte der Vorsitzende u. a. aus, zwar zuruckgegangen, durch eine Verminderung der Ausgaben sei es aber gelungen, einen Baroerlust zu umgehen. Der Kraft- wagenverkehr verzeichne den gleichen Verlust des Vorjahres. Der Zeitpunkt, Jo führte er weiter aus, rücke näher, da die Unterhaltung der Bahnstrecke und der Anlagen kaum mehr möglich fei. Die Lage der Bahn fei nach wie vor ernst. Nur mit Rucksid)t auf die Bevölkerung der durch die Bahn berührten Gegend werde der Betrieb aufrechterhalten, -bie Versammlung erteilte dem Vorstand, wie auch dem Auisichtsrat Entlastung. Die Entlastung erfolgte ein­stimmig. Für den Beigeordneten Kling- Bad- Nauheim wurde der Beigeordnete Götz gewählt, Bürgermeister Geil von Lich wurde bis 1937 wie­dergewählt. Der Aufsichtsrat wurde bestätigt.

Die Bilanz lag gedruckt vor. In Einnahme aus dem Eisenbahnverkehr standen 228 620,42 Mark zu Buch, an Ausgaben 217 946,64 Mark. Es verblieb demnach ein Ueberjchuh von 10 673,78 Mark. Der Kraftwagenverkehr erforderte Ausgaben in Hohe von 22 714,39 Mark, denen nur Einnahmen in Höhe von 15 040,75 Mark gegenüberstehen. Der Verlust beträgt also hier allein 7673,64 Mark. Der Ge­samtüberschuß beläuft sich demnach auf 3000,1 4 Mark. Auf der Eisenbahnanlage ruht eine Belastung von 4 853 434,10 Mark gegenüber einer Belastung von 4 854 270,35 Mark im Vorjahre. Im Schatz für Erneuerungen ist ein Fehlbetrag von 28 108,05 Mark. Die Dermögensrechnung wurde mit einem Gesamtbetrag von 5 150 095,24 Mark und einem Verlust von 98 318 Mark festgestellt. Ge­winn- und Verlustrechnung verzeichnen in Einnah­men und Ausgaben den Betrag von 101310,14 Mark und einen Verlust in der gleichen Höhe, wie er in der Vermögensrechnung festgehalten ist.

In eingehender Weise referierte Direktor Dr. Stephan in einer im Anschluß an die Haupt­versammlung abgehaltenen Obligafionärversamm- lung über die Verhältnisse der Dahn im einzelnen und betonte, daß alles getan werden müsse, um die

befinden sich ein Wirtschafts- und Kassenraum im Uukreis der Wasserflächen. Den Zuschauern ist durch die Anlegung einer geräumigen Terrasse Rechnung getragen, auch sind noch ausgedehnte Wiesenslachen als Liegeplätze angelegt.

Am Sonntag wurde nun die Anlage trotz Oes Regenwetters in Anwesenheit von etwa 1000 Per- onen feierlich eröffnet. Bürgermeister Rullmann rankte dem Architekten für sein Werk und gab fei­ner Freude Ausdruck, daß trotz aller anfänglichen Hindernisse das Schwimmbad heute nun seiner Be- timmung übergeben werden könne

Die Einweihungsfeier wurde im sportlichen Teil von 48 Schwimmern aus dem Gau Hessen der DT. und einigen Herren aus Frankfurt bestrit- ten. Die Zuschauer kamen zweifellos auf ihre Kosten, denn man sah nicht nur die guten sportlichen Lei- tungen, sondern lernte auch den Wert des Rettungs­schwimmens kennen Humoristische Darbietungen trugen wesentlich zur Unterhaltung bei. Nach Be­endigung der Einweihungsfeier wurde das Schwimmbad ausgiebig in Anspruch genommen Die Eintrittspreise halten sich in zeitgemäßen Grenzen.

Lanvkrcis Gietzen.

ck Heuchelheim, 27. Juni Rachdem die Kreisstrahe von der sogenannten11 m k e h r" Rodheimer Straße-Abzweigung nach Heuchelheim im Zuge der Gießener Siraße bis zum Ortsew- gang mit Kleinpflaster und erhöhtem Dürger steig versehen wurde, wird jetzt auch der Teil dieser Straße, der durch den Ort führt, mit Kleinpflaster und erhitztem Dürgersteig ver­sehen. Hierbei ergeben sich auf dem sogenannten Kreuz bedeutende Umänderungen, die dem Vild der Straße an dieser Stelle ein ganz anderes Aussehen geben werden- Um die für den Auto­verkehr so gefährliche 8°Kurve, die sich an dieser Stelle befindet, auszugleichen, müssen die ans derInsel" gelegenen, der Gemeinde gehörigen Gebäude abgerissen, der Dieberbach und die Straßenbrücke verlegt werden. Mit den Arbeiten wird in dieser Woche noch begonnen werden.

)( Großen-Linden, 27. Juni. Nach dem Er­gebnis der Volkszählung hat unsere Stadt, ohne 75 Personen des Arbeitslagers, 2564 Einwohner. Diese Zahl bedeutet gegenüber der Zählung von 1925 ein Mehr von 145 Personen.

is. Steinbach, 27. Juni. DieDautätig - feit in unserem Dorfe war bisher recht rege, drei Wohnhäuser und zwei Scheunen wurden neu errichtet und eine Anzahl Gebäude repariert. Viele Wohnhäuser erhielten neuen Verputz, so daß fast alle hiesigen Geschäftsleute, wenn auch nur vorübergehend, Arbeiter einstellen konnten.

Aus dem Jahresbericht geht hervor daß die wirt­schaftliche Not auch die Gutenberg-Gesellschaft nicht unberührt gelassen hat Die Mitgliederzahl betragt gegenwärtig 1009

Feierliche Ueberreichung der Gautschbriese.

Den stimmungsvollen Abschluß der Outenbera. feier bildete die feierliche Ueberreichung der Gautsch- briefe, die abends in der Stadthalle durch Staats­kommissar Dr. Barth erfolgte.

20 ehemaligeSeparatiften inSchuhhast genommen.

Mainz, 27. Juni. (TU.) Vor einigen Tagen hatte ein hiesiger Einwohner Privatklage ange­strengt, um sich gegen den Vorwurf als Separa­tist und Volksverräter tätig gewesen ju fern, zu schützen. Die Verhandlung verlief jedoch nicht fo, wie er erwartet hatte und in Vorahnung für ihn unangenehmen Lage verschwand er noch vor Verkündung d e s 11 r t e i l s aus dem Gerichtssaal und flüchtete in das Saargebiet Da in der Verhandlung bekannt wurde, daß der Klä­ger während der Separatistenzeit Waffen a n dieLandesverrätergeliefert hatte, ent stand in der Mainzer Bevölkerung eine grotze Erregung und weckte die Erinnerung an die Zeiten der Separatisten. In der Rächt zum Drens tag kam es nun zu einer großen Kundgebung gegen die als Separatisten bekann­te n P e r s o n e n. Eine große Menschenmenge de­monstrierte vor den Wohnungen der Separatrsten, so daß sich die Polizei schließlich gezwungen sah, zur Sicherung der schwerbelasteten Einwohner eure Anzahl von ihnen in Schutzhaft zu nehmen. Etwa 20 ehemalige Separatisten wurden von der Polizei aus ihren Wohnungen geholt und m Schutzhaft genommen.

Grohe Hochwasserschäden in Hessen-Nassau.

WSR. Frankfurt a. M., 26. Juni. Durch das anhaltende Regenwetter der letzten Woche

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ein.

Der Reichsstattholter bezeichnete als die Aufgabe der Stadt Mainz, dem großen Deutschen die Gel­tung zu verschaffen, die er verdient. Zum Schluß sprach er dem Direktor des Gutenberg-Museums, Dr. R u p p e l, seine Anerkennung aus dafür, daß er es unternommen habe, alles, was mit der Ar­beit Gutenbergs zusammenhänge, in dessen Vater­stadt zu sammeln. Dieses Werk wollen wir fördern, wo nur irgend es möglich ist. Das ist die Aufgabe von Mainz, von ganz Hessen und dem Reich. W aber wollen auffchauen zu dem Genie Gutenbergs und wollen uns zur Aufgabe machen, mit dem Führer Adolf Hitler auf allen Gebieten allen Begabungen zu ermöglichen, ihre Mission zu ver­folgen. Damit eröffne ich die neue Abteilung des Gutenberg-Museums.

Anschließend gab Direktor Dr. R u p p e l einen kurzen Ueberblicf über die Geschichte des Hauses und eine Uebersicht über die Einteilung des Mu­seums. Endlich sprach Dr. Ruppe l den Stiftern und Mitarbeitern feinen Dank aus und besonders der Stadt Mainz und ihrer Verwattung, die, indem sie ihren größten Sohn, Johannes Gutenberg, in würdiger Weife ehre, zugleich auch dem deutschen Warnen in der Welt neuen Ruhm und neue Ehre schaffe. An die Feier schloß sich ein Rundgang durch

Der Festakt vor dem Gutenberg-Denkmal.

wo wir auf Leistungen stoßen, diese Leistungen vor allem Volke zu ehren. Wir sehen in Gutenberg auch den echten Deutschen, der sich ganz und uneigen­nützig allein seiner Aufgabe zuwendet, und Der im Glauben an sein Werk seine Mission vollendet. Und wenn jeder Deutsche so ist, wie Gutenberg gewesen ist, wird die Summe deutscher Treue der uner-- chütterllche Grundstein des Deutschtums allezeit sein und bleiben. Im weiteren Verlauf seiner Rede ging der Reichsstatthalter auf die Bedeutung der Presse

Freitag, den 30. Juni 1933, abends 81/? Uhr, spricht im »Hindenburg«, Seltersweg. in öfatliMenmlnnij

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Bekanntmachung.

Der vom Rate durchberatene Voran­schlag der Gemeinde Dors-Gill für das Rechnungsjahr 1933 liegt vom 29. Juni ab eine Woche lang auf dem Amtszimme. der Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen. Einwendungen können nur während dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll der Bürgermeisterei erhoben werden.