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185. Zahrgang
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Chefredakteur
Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undkürdenAn« zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in Gie;e'i.
An das ganze deutsche Volk!
Der Aufruf des Reichsministers Dr. Goebbels zum Tag der nationalen Arbeit.
Auf Wunsch des Reidjsmlnifteriums für Volksausklärung und Propaganda wiederholen wir den Aufruf des Reichsminlsiers Dr. Goebbels.
Berlin, 24. April.
Die Regierung der nationalen Revolution hat den 1. Wai zum Feiertag der nationalen Arbeit erhoben. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß die
Verbundenheit des ganzen Volkes mit der nationalen Arbeit, ihren Schöpfern und Trägern eine unlösliche und schicksalsgegebene
ist Zum ersten Male wieder seit Jahrzehnten innerer Zerklüftung und parteipolitischer Zerrissenheit erhebt sich über Zank und Hader der unsterbliche Geist deutschen Volks- tumeS, verklärt und geläutert durch den Segen der schaffenden Arbeit.
Der Marxismus liegt zertrümmert am Boden. Die Organisationen des Klassenkampfes sind zerschlagen. Richt aus reaktionären oder gar Volks- und arbeiterseindl'chen Beweggründen haben wir den Kamps gegen die kulturbedrohende Gefahr des Bolschewismus geführt.
Der Marxismus muhte sterben, damit der deutschen Arbeit ein weg zur Freiheit gebahnt wer- den konnte. Die Schranken von Klassenhah und Standesdünkel wurden niedergerissen, auf bah das Volk wieder zu Volk zurückfand.
Run stehen wir vor der schweren und verantwortungsvollen Ausgabe, nicht nur das deutsche Arbeitertum zum sozialen Frieden zurückzuführen, sondern es als vollberechtigtes Glied in den Staat und in die Volksgemeinschaft mit einzufügen.
Wo ehedem marxistische Hahgesänge ertönten, da werden wir uns nun zum Volk bekennen. Wo einst die Maschinengewehre der roten Weltbeglücker knatterten, da wollen wir dem nationalen Frieden der Stände die Bresche schlagen. Wo früher der Geist eines öden Materialismus triumphierte, da wollen wir, suhend aus das ewige Recht unse - resDolkes aus Freiheit, Arbeitund Brot, in einem neuen glühenden Idealismus die
nationale Verbundenheit aller Stände, Stämme und Berufe zu einem einigen Deutschland vor unserem Volke und vor der ganzen weit bekunden.
Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiters Stirn und Faust sollen einen Bund schließen, der unlösbar ist. Der Dauer hinter dem Pflug, der Arbeiter am Amboß und Schraubstock, der Gelehrte in seiner Studierstube, der Arzt am Krankenbett, der Ingenieur bei seinen Entwürfen, sie alle werden sich am T a g der nationalen Arbeit bewußt werden, daß die Ration und ihre Zukunft über alles geht, und daß jeder an seinem Platze das gilt, was er dem Dater- lande und damit dem allgemeinen Bestenzu geben bereit ist.
In gewaltigen nationalen Feiern wird die Reichsregierung mit dem Bolke zusammen diesen Festtag begehen.
Die ganze Ration wird aufgerufen, daran tätigen Anteil zu nehmen. Zur einen Tag stehen die Röder still und ruhen die Maschinen. Deutschland ehrt die Arbeit, oon deren Segen das Volk ein ganzes Jahr leben soll. Männer und Frauen, wir rufen euch auf in Stadt und Land! Deutsche Jugend! An dich vor allem geht unser Appell. Der 1. Mai soll das deutsche Volk einig und geschlossen sehen und ein Zeichen sein für die ganze weit, dah Deutschland erwacht ist und den weg zu Freiheit und Brot sucht und findet.
Laßt an diesem Tage die Arbeit ruhen.
Bekränzt eure Häuser und die Straften der Städte und Dörfer mit frischem Grün und mit den Fahnen des Reiches!
An allen Last- und Personenautos sollen die Wimpel der nationalen Erhebung flattern.
kein Zug und keine Straftenbahn fährt durch Deutschland, die nicht mit Blumen und Grün geschmückt ist!
Auf den Fabriktürmen und Bürohäusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehiftt!
Kein Kind ohne fchwarzweiftroten oder Hakenkreuzwimpel?
Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post- und Telegraphenämter werden in frischem Grün erstehen!
Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck!
wir sind ein armes Volk geworden. Aber die freudige Lebensbejahung, den Mut zum Schaffen, den trotzigen Optimismus, der alle Hindernisse überwindet, lassen wir uns von niemanden nehmen!
Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt.
Deutsche aller Stände. Stämme und Berufe, reicht euch die Hände.
Geschlossen marschieren wir in die neue Zeit hinein!
(Es lebe unser Vo4k und unser Reich!
Der Reichsminisler für Volksaufklärung und Propaganda.
Dr. Goebbels.
Rundfunkhörer zum Tag der deutschen Arbeit.
Berlin, 28. April. (RCB.-Funkspruch.) Der Reichsverband deutscher Rundfunk-
Auf Wunsch des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlichen wir in Folgendem das Programm des Rundfunks am Feiertag der nationalen Arbeit.
6.15 Uhr: Uebertragung Berlin: Funk-Gymnastik.
6.30 Uhr: Uebertragung Hamburg: Wetterbericht für die Landwirtschaft anschließend bis
8 Uhr: Uebertragung Hamburg: Frühkonzert.
Reichsauflage:
8.50 Uhr: Funkbericht der Jugendkundgebung im Berliner Lustkarten.
9 Uhr: Uebertragung der Jugendkundgebung im Berliner Lustgarten.
1. Hymne, oorgetragen von 1200 Sängern des Berliner Sänger-Bundes.
2. Rede des Reichsministers für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels.
3. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Funkbericht über die Fahrt des Reichspräsidenten o. Hindenburg und des Reichskanzlers Adolf Hitler durch die Spaliere der Jugend in der Wilhelmstraße und Unter den Linden zum Lustgarten.
4. Gemeinsamer Gesang der Jugend: „Ich hab' mich ergeben."
5. Ansprache des Reichspräsidenten d. Hindenburg an die deutsche Jugend. Gemeinsamer Gesang des Deutschlandliedes.
Schluß gegen 10 Uhr.
Anschließend Hörberichte deutscher Arbeiter. Es sprechen: ein Hafenarbeiter aus Hamburg, ein Bergmann aus Niederschlesien, ein Landarbeiter aus Ostpreußen, ein Metallarbeiter aus dem Saarland, ein Bergarbeiter aus dem Siegerland, ein Winzer von der Untermosel, ein Bergarbeiter aus dem Ruhrgebiet.
Schluß der Reichsauflage.
10.50 Uhr: Reueste Rachr.chten.
11 Uhr: Uebertragung Königsberg: Militärkonzert (Märsche), Wusckchor der 1. preußischen Rachrichtenabteilung.
12.30 Uhr: Deutscher Seewetterdienst.
12.55 Uhr: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. Reichsauflage:
13 Uhr: Funkbericht vom Eintreffen der Arbeiterabordnungen aus allen Gauen des Reiches, aus Danzig, von der Saar und aus Deutsch-Oesterreich mit 10 Großflugzeugen auf dem Tempclhoser Feld in Berlin.
13.35 Uhr: Arbeiter- und Marschlieder der SA., Blasorchester: Jugend marschiert, Marsch von Ernst Hanfstängl. Lieder der SA.: „Dolk and Gewehr", „Don allen unseren Kameraden", „Es pfeift von allen Dächern", Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel: „Drüder in Zechen und Gruben", „Wir traben in die Weite", Blasorchester: Wanderlieder-Potpourri von Heinrich Wannfred: „Wann wir schreiten Seit an Seit", „Märkische Heide, märkischer Sand". Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel: „Wir sind die Sturmkolonnen, Kameraden laßt erschallen". Blasorchester: „Deutschlands Erwachen" von Julius Kochmann. SA.-Chor des Horst-Wessel- Sturms: Die Schalmeienkapelle der Standarte Horst Wessel. Das deutsche Blasorchester unter Leitung von Alfr. Engel. „Der 1. Mai, wie er war und wie er wird.
15: Funkbericht vom Massenaufmarsch auf dem Tempelhofer Feld.
15.05. Arbeiterdichter lesen eigene Dichtungen.
16. Funkbericht von den Kunstflügen der Flugstaffeln auf dem Tempelhofer Feld.
16.05: .Symphonie der Arbeit"; Dichtung: Hans Iuergens Rierentz, Musik von Herbert Windt. Das Orchester der Funkstunde: Dirigent Herbert Windt.
16.45: .An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen". Eine satirische Hörfolge mit Gedichten von Orpheus II. *
17 30: Hörbericht vom Empfang der Arbeiter- Abordnung durch den Herrn Reichspräsidenten und den Herrn Reichskanzler in der alten Reichskanzlei. Anschließend Funkbericht vom Aufmarsch auf dem Tempelhofer Feld und Lieder der Bergleute. Bauern und Soldaten.
1820: .Wir führen die Arbeit", Hörfolge von Eugen Diesel.
19.30: Reueste Rachrichten. Berichte über die Maifeiern und Aufmärsche im Reich und in den Grenzlanden.
teilnehmer gibt einen Aufruf an seine Mitglieder und die dem deutschen funktechnischen Bcrband angeschlossenen Vereine bekannt, in dem es heißt:
Am 1. Mai, dem Tage der deutschen Arbeit, ist es Pflicht eines jeden Rundfunkteilnehmers, für den Ehrentag des deutschen Arbeiters sein Gerät einzusehen. Kein Rundfunkemp- fängerdarfunbenuhtimZimmerste- h e n. Stellt Lautsprecher an die offenen Fenster. Gebt Borübergehenden Gelegenheit, die Feierstunden mitzuhören! Es darf keinen deutschen Bolksgenossen geben, der am 1. Wai vom Sage der deutschen Arbeit ausgeschlossen ist.
19.50: Hörbericht vom Tempelhofer Feld.
20: Uebertragung der Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld.
1. Fanfarenmarsch, ausgeführt durch sieben Kapellen und zwei Spielmannszüge der Reichswehr.
2. Gemeinsamer Gesang der Massen: „Der Gott der Eisen wachsen ließ". Funkbericht von der Ankunft des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler.
3- Rede des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler mit Berkündung des ersten Iahresplanes des deutschen Aufbaues.
4. Gemeinsamer Gesang des Deutschlandliedes. Funkbericht von der Pflanzung einer jungen Eiche auf dem Tempelhofer Feld durch eine Abordnung der Hitler-Jugend zu Ehren des Herrn Reichspräsidenten.
5. Großer Zapfenstreich, gespielt von den Reichswehrkapellen.
6. Funkbericht vom Abbrennen des Großen Feuerwerks auf dem Tempelhofer Feld
7. Gemeinsamer Gesang des Horst-Wessel-Lie- dcs. Funkbericht vom Fackelzug, der uniformierten Verbände zum Lustgarten, wo die Fackeln zusammengeworfen werden. Reueste Rachrichten und Berichte vom Berlauf der Maifeiern im Reich und in den Grenzlanden.
Anschließend deutsche Musik, Märsche und Tänze unter Mitwirkung der Funkorchester der deutschen Sendegesellschaften. Gegen 24 Uhr Funkbericht und Uebertragung der Ansprache des preußischen Ministerpräsidenten Göring im Berliner Lustgarten und Beendigung des Fackelzuges. Anschließend Unterhaltungsmusik. Schluß der Reichsauflage um 3 Uhr.
Genf, 27. April. (TU.) Der Effektivausschuh der Abrüstungskonferenz hat die Prüfung der militärischen D e r w e n d b a r k e i t der deutschen Polizei im Kriegsfälle und die davon abhängige endgültige Festsetzung der deutschen Heeres stärke in den Einzelheiten begonnen. Für die Festsetzung der kriegsmäßigen Bedeutung der Polizei wurden vom Ausschuß drei von der deutschen Regierung auf das entschiedenste abgelehnte Kriterien verwandt, von denen jedes einzelne bereits zur Bestimmung des militärischen Charakters der deutschen Polizei genügen soll:
1. Die militärische Bewaffnung.
2. Die militärische Ausbildung.
3. Transport- und Rachrichtenmittel.
Ferner soll die Kasernierung, die mili- tärische Organisation, die vorpolizeiliche Ausbildung und die Zusammenfassung in Hundertschaften maßgebend sein. Der Effektivausschuß hat bereits die Polizei von Frankreich, Polen und den Bereinigten Staaten untersucht und für Frankreich ledig lich die Pariser Garde Republicaine mit insgesamt 13 000 Mann als eine Polizei militärischen Charakters erklärt.
Der deutsche Vertreter erklärte, daß die deutsche Polizei länderweise geregelt sei und keine Reichspolizei bestände, lieber diese Frage fand eine ausgedehnte Aussprache statt, da die gesamte französische Staatengruppe die Behandlung der deutschen Polizei einheitlich für das gesamte deutsche Reich ohne Berücksichtigung der verfassungsmäßig bestehenden Zustände forderte. Der deutsche Vertreter, General Schönlein, sah sich daher veranlaßt, den Ausschuß darauf aufmerksam zu machen, daß der Effektivausschuß nicht die Befugnisse habe, die Vereinheillichung der deutschen Polizei zu beschließen.
Das Präsidium der Abrüstungskonferenz hat nach längerer bewegter Aussprache grundsätzlich beschlossen, die weiteren Verhandlungen über den ersten Teil des englischen Abrüstungs- abtommens (Sicherheit) einzu stellen, da eine
Die Untersuchung des Reichstagsbrandes.
Der Lügcnbcricht des „Manchester (Guardian".
Berlin, 28. April. (BDZ.) Angesichts der unglaublichen Hetze des „M anchester Guardian" hat der Untersuchungsrich- ter Reichsgerichtsrat Bogt über den Stand der Untersuchung des Reichstagsbrandes folgendes mitgeteilt: Die Boruntersuchung richtete sich zunächst nur gegen van der Lübbe, der bekanntlich schon in der Brandnacht im Reichstagsgebäude selbst festgenommen war. Erst spater stieß man bei der Untersuchung auf drei bulgarische Kommunisten, die festgenommen worden sind, ebenso verdichtete sich der Verdacht gegen den kommunistischen Reichstagsabgeordneten T o r g I e r, und endlich fand man Zusammenhänge mit einer größeren Anzahl deutscher und ausländ ischer Kommunisten. Es sind in diesem Zusammenhangs noch verschiedene Festnahmen erfolgt, über die zur Zeit noch nichts veröffentlicht werden kann.
Die Voruntersuchung wird in kürzester Zeit abgeschlossen sein, daß das vorhandene Material dem Oberreichsanwalt zuge.eitet werden kann Mit dem Beginn des Prozesses wird noch in diesem Sommer gerechnet und zwar vor dem Vierten Strafsenat des Reichsgerichtes. Rach Lage der Sache ist es wahrscheinlich, daß ein Teil der Hauptverhandlung in Berlin stattfindet, da es für die Richter wesentlich sein wird, sich über die Wirkung der einzelnen Brandlegungen an Ort und Stelle ein persönliches Urteil zu bilden 3m Anschluß an die Untersuchung muß voraussichtlich noch weiteren sehr wesentlichen Zusammenhängen nachgegangen werden, die von außerordentlicher Bedeutung sind.
Zu den neuen Veröffentlichungen im „Manchester Guardian" über die Brandlegung im Deutschen Reichstag wird von zuständiger Seite erklärt, daß es unverständlich ist, wie eine bedeutende englische Zeitung ihre Spalten derartig ungeheuerlichen Verunglimpfungen einer ausländischen Regierung öffnen kann. Es ist bekannt, daß von einer Geheimdruckerei der Kommunistischen Partei in Deutschland bereits seit Mitte April phantasievoll erlogene Berichte über die Brandlegung des Reichstages ausgestellt worden sind und als Informationen an zahlreiche Pressevertreter des 3n- und Auslandes versandt wurden. Es überrascht, daß der Inhalt dieser Lügenberichte über den Reichstagsbrand sich im wesentlichen mit dem Artikel deckt, den der „Manchester Guardian" bringt.
Wer die Kampfesweise der Kommunistischen Partei in den verflossenen Jahren in allen Ländern der Welt verfolgt hat, weiß, daß die Brandlegung im Reichstage ganz in ihrer Linie liegt. Es kann niemand wundernehmen, >aft die Kommunistische Partei die Schuld an dem Verbrechen einer Regierung zuschieben will, in der sie ihre unerbittlichsten Gegner und Vernichter gefunden hat. Der „Manchester Guardian" stellt sich somit offen in den Dienst der kommunistischen Propaganda.
sachliche Entscheidung angesichts der gesamten Lage gegenwärtig nicht zu erzwingen sei. Am Freitagnachmittag soll im Hauptausschuß die Aussprache über den zweiten Teil des Abkommens, die materiellen Abrüstungsfragen, eröffnet und in der artikelweisen Lesung das gesamte englische Abkommen durchberaten werden. Von französischer Seite wurde im Ausschuß verlangt, daß die Verhandlungen des Effektivausschusses über die militärische Bedeutung der deutschen Schutzpolizei so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Cs wurde beschlossen, daß der Esfektivausschuft baLigft einen Bericht über die Anrechnung der Polizei bei der Festsetzung der Heeresftärke der einzelnen Länder vorlegen soll. Im Effektivausschuft soll auch die Frage cer deutsche privaten Wehrverbände aufgerollt werden.
Was Herrioi
in Washington forderte.
Deutschland soll zehn Jahre entwaffnet bleiben.
Berlin, 28. April. (OB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet in großer Aufmachung über die B orschläge, die herriot dem amerikanischen Präsidenten in der Abrüstungsfrage gemacht habe. Frankreich habe seine Forderung, daß neue Sicherheitsgarantien als Vorbedingung für eine Abrüstung geschaffen wezHen müßten, aufgegeben und sich zu einer wesentlichen Herabsetzung feiner Streitkräfte bereit erklärt, unter der Boraussehung, daß die Bereinigten Staaten dann einen Sicher- heitsplan in wohlwollende Erwägung ziehen.
Gleichzeitig aber habe Frankreich seine Bedingungen gestellt, die eine bedeutsame Abänderung des englischen Lonventionsentwurses mit sich brächten. Sie lauteten;
Das Programm des Oentschlandsenders am Tag der nationalen Arbeit.
Oie deutschepolizei soltauf dieHeeresstärke angerechnet werden.
Frankreich sabotiert die deutsche Gleichberechtigung im Genfer Effektivausschuß


