Ausgabe 
28.3.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

a. D.

Seit.

mit dem

usschuß, an die

Aus der provinzialhaupistadi

Buntes Allerlei

hat um ge- des des

langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand verseht. *

Feuer in einer Rottenhü 1 tc. In der Nähe des Flughafens geriet gestern eine an der Bahnlinie GierenFulda stehende Rvtleichüttc (ein aller Eisenbahnwagen) in Brand. Die Feuerwehr rückte nach der Meldung sofort an, konnte allerdings mit dem Löschwagen nicht nahe genug an die Brand­stelle heran kommen. Die Feuerwehr beschränkte sich darauf, die Umgebung zu schützen, und konnte nach dreioiertelstündiger Tätigkeit wieder abrücken. Die Ursache des Feuers konnte bisher noch nicht fest­gestellt werden.

ols Hiller".

stimmter md mit dm ch^ner FWampfer, denburg vom Ltapei dolf Hitler". Den elschoio in Tertre- ornehmen. 2m Laus? , der Dampfer semc ie Aecderei Gebrüder hre drei neuangelaus- tmann Gocring.

uMetaust.

Schätzer und alle übrigen Mitarbeiter und mit dem besonderen Dank, für das in der heutigen Versamm­lung bekundete große Interesse.

Vom schiefen Turm zu Pisa.

Seit 20 Jahren fürchtet man nun bereits für das Schicksal der größten Sehenswürdigkeit der italienischen Stadt Pisa, ihres berühmten schiefen Turms. Diele Kommissionen haben sich mit der bedrohlichen Senkung und den mannigfachen Ri'sen dieses ehrwürdigen Renaissance-Bauwerks beschäftigt, aber erst jetzt hat man die Sicherungs­arbeiten, deren Kosten von der Regierung ge­tragen werden, energisch in Angriff genommen. Die Spitze des Turms ist von einen dichten Gerüstwerk umgeben, und nn seiner kürzeren Seite sind Pfeifer angebracht, um dem Bauwerk eine größere Standfestigkeit zu verleihen, so­lange die Arbeiten am Fundament ausgeführt werden. Der Turm ist auf Tonboden errichtet,

und eine Untersuchung des Untergrundes gezeigt, daß sich langsam aber sicher rund das Fundament immer mehr Wasserlöcher

Schauspiel'Bor Sonnenuntergang" (Spielleitung: der Intendant), in der Rolle des Geheimrats ©laufen Intendant Dr. Rolf P r a s ch. Gewöhn­liche Preise. Ende 23 Uhr. Mittwoch, 29. März, unter Paul Wredes Spielleitung. Wie­derholung der OperetteGlückliche Reise" von Künnecke. 24. Vorstellung im Mittwoch-Abonne­ment. Operetten-Preise. Ende 22.30 Uhr.

Schulpersonalie. Mit Wirkung vom 1. April ab wurde Berufsschullehrer Karl Bert an der Berufsschule zu Gießen auf sein Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem, Staate geleisteten

Die Obechessische ViehmsiKerungsanstalt im Zahle 1932.

bildet haben, durch die der Widerstand Untergrundes verringert wird. Während letzten Jahrhunderts ist der Turm um 15 Zenti­

meter gesunken. Run ist der Zustand so gefähr­lich geworden, daß keine Zeit mehr verloren werden darf, wenn nicht ein Unglück eintreten soll. Der erste Teil der in Angriff genommenen Arbeiten besteht darin, die Rundmauer, die das Fundament des Turmes bildet, durch eine neue Zementierung zu verstärken. Dann soll der Boden gründlich entwässert werden und man will eine feste Grundlage in bedeutender Tiefe schaffen, indem alle schwachen Stellen verstärkt und die Löcher sorgfältig beseitigt werden- Unter star­kem Druck soll Zement in den ganzen Boden rings um den Turm hineingepreßt werden. Die Arbeiten werden mindestens bis zum nächsten Winter andauern, und bis zu diesem Zeitpunkt ist das Läuten der großen Glocke verboten, da ihre Schwingungen gefährliche Schwankungen Her­

den sollen.

Die Versammlung wurde geschlossen Dank des Direktors, an den Ausfchu

auf, die mit ihrenmelodisch" vorgetragenen Liedern sehr viel Beifall fanden.

In der Pause sorgten eine Kapelle und eine Verlosung, bei der es recht wertvolle Preise zu gewinnen gab, für angenehme Unterhaltung.

Den zweiten Teil des Abends füllte das Thea- therstückDas Gespenst von Canterville". eine ganz unheimliche" Geschichte von Jürgen Riel. Auch hier hatten sich die Buben sehr viel Mühe gegeben, und dieSchauspieler" fanden dafür mit Recht viel Beifall.

Der Horst Gießen kann den in allen Teilen wohl- gelungenen Abend als einen vollen Erfolg ver­buchen, auf den er mit Befriedigung blicken kann.

Obefhessischer Kunstverein.

Dom oberhessischen Kunstverein wird uns ge­schrieben: Die uns aus Privathand überlassenen Pläne und Konstruktionszeichnungen für den Reu­bau des Reichstags-Gebäudes sind zu einer klei­nen und kurzen Sonderausstelkung im Turmhaus am Brand zusammengestellt worden. Sie stammen aus dem Atelier des Erbauers Paul Wallot und zeigen an Lichtbildern und Plänen die reiche Arbeit des Architekten und seiner Mitarbeiter. Die Ausstellung läuft nur bis zum Montag, 3. April einschließlich, sie sei besonders Fachleuten empfohlen. Sonntag, 9. April, wird dann die neue Monatsausstellung beginnen unter dem Titel: Kunstwerke aus Gießener Privatbesitz.

Bornotizcn.

Tageskalender für Dienstag. Aus­stellungotabt und Land ', Turnhalle am Oswalds- aarten, von 10 Uhr ab geöffnet. Gießener Haus- frauenberatung: 16 Uhr, imEinhorn", Kaffee­stunde und Modenschau.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns berichtet: Während der Werbewoche erhalten auswärtige Theaterbesucher gegen Vorzeigung eines Ausweises (Fahrkarte oder dergleichen) zu allen Wochentagsvorstellungen 20 Prozent Preis­ermäßigung auf alle Plätze. Heute,. 20 Uhr, 25. Vorstellung im Dienstag-Abonnement mit einer Aufführung von Gerhart Hauptmanns

Diel Geschrei und wenig Wolle.

tim einen Zahnstocher durch drei Instanzen. Oer betrogene Angler Oie geschädigten Doppelgänger.

«Ä

den- jJUet

''barer ?ln* 8TO

nglanb. -1 lole, ie.

einer Gasrohr, Straße in Gateshead Personen gelötet

Unglück ereignete i eine große Wenge -läßlich mit lautem explodierte uni) eine e Zuschauer wurden euiiert. Zwei Doh« den Donftdnöig zer- ettungsmannsckMen SMr grimLi. 2ier NM werden. Drei x sterbendem Zustand

In Paris ist vor etwa einem halben Jahr ein Prozeß zu Ende gegangen, der sechs Jahre gedauert hat und um ein Streitobjekt von 5 Centimes ging. Ein Mann hatte sich ein Fahr­scheinheft der Pariser Untergrundbahn gekauft und sich geweigert, bei Benutzung eines der Scheine den Zuschlag von fünf Centimes zu zahlen, der durch eine iirzwischen eingetretene Tariferhöhung festgesetzt worden war. Er ging zum Kadi und verklagte die Untergrundbahn wegen ihrer ihm unrechtmäßig erscheinenden Forderung. Rachdem sich der Prozeß durch die verschiedenen Instanzen hindurchgewälzt hatte, ist der Mann mit seiner Forderung abgewiesen worden, und es sind ihm wegen des lächerlich geringen Objektes Kosten ent­standen, von denen er mit Leichtigkeit eine Welt­reise hätte bestreiten können. Dieser gewaltige Auswand um ein Streitobjekt, das in Wirklichkeit gleich Rull ist, steht leider in der Geschichte un­serer Gerichte nicht vereinzelt da. DerP r o - zeßhansel" ist nicht nur eine beliebte Lustspiel- figur, sondern auch eine in den Hallen des Gerichts gefürchtete Erscheinung. Jeder Richter könnte aus seiner Praxis von Michael-Kohlhaas-Raturen er­zählen, denen zur Tragik nur die Gröhe des Streitgegenstandes und die Bedeutsamkeit ihres Falles fehlt.

Wegen seiner seltsamen Prozesse hatte sich, auch in Frankreich, vor etwa zwanzig Jahren der Ad­vokat Paul ® oguilot einen Rainen gemacht und es zu einer außerordentlichen Volkstümlichkeit gebracht. So hat er einmal einen Prozeß gegen die Universität Toulouse angestrengt, um von ihr die Zulassung zu einem an der Universität ftattfin- denden Hebammenkursus zu erzwingen. Die Uni­versität hatte vergessen, bei der Ausschreibung des Kursus ausdrücklich zu erklären, daß nur Frauen zugelassen würden, und weigerte sich später, von der Anmeldung Goguilots Kenntnis zu nehmen. Der Advokat gewann den Prozeß in allen In­stanzen und verzichtete dann freiwillig auf die Teilnahme an dem Kursus. Einmal erschien er auch auf einem Pariser Bahnhof und gab einen Zahnstocher als Reisegepäck auf. Der Beamte weigerte sich, dieses eigenartige Gepäck­stück auszunehmen, muhte es aber schließlich tun, als ihm der Advokat nachwies, dah keine Vor­schrift bestehe, einen Zahnstocher von der Beför­derung als Bahngut auszuschliehen. Zum Heber« fluß ließ er den Zahnstocher auf tausend Francs versichern und ihn an die Gepäckaufbewahrung einer anderen Stadt in Frankreich senden. Unglück­licherweise geriet der Zahnstocher in Verlust. Go- guilot strengte sofort einen Schadenersatz auf tausend Francs gegen die Bahnverwaltung an, den er in drei Instanzen gewann.

Ein sehr origineller Prozeh wurde vor dem Kriege gegen einen englischen Verlag geführt, der ein Reisebuch über Irland herausgebracht hatte. Hierin hatte er behauptet, dah ein be­stimmter Fluh auherordentlich fischreich sei. Ein begeisterter Angelfreund hatte sich auf Grund dieser Rotiz nach Irland begeben, um sich an diesem Fluh, der abseits des allgemeinen Frem­denverkehrs lag, feiner Angelleidenschaft hinzu- geben. Leider mußte er schon nach kurzer Zeit feststellen, dah es in dem Fluß keinen ein­zigen Fisch gab, und er kehrte nach London zurück, um hier einen Schadenersatzprozeß gegen den Verlag anzustrengen. Mit großer Hart­näckigkeit führte er diesen Rechtsstreit durch und erreichte ze8 tatsächlich, dah der Verlag zur Zahlung' eines Schadenersatzes verurteilt wurde.

Zwei Prozesse, die wegen ihrer Gleichartigkeit auffallen, sind aus dem Jahre 1932 zu erwäh­nen. Von einem Wiener Gericht wurde ein Hundebesitzer zur Schadenersahzahlung von 500

Iugendabend der Pfadfinder.

Der Horst Giehen des Deutschen Pfadfinderbundes veranstaltete am Samstag im überfüllten Saale des Cafe Leib einen Jungenabend. Die Veranstaltung brachte den Besuchern einen interessanten und vielseitigen Ausschnitt aus der vortrefflichen Erziehungs- arbeit, die im Deutschen Pfadfinderbund und im Horst Gießen an der deutschen Jugend in vater­ländischem Sinne geleistet wird.

Der Abend begann mit dem schneidigen Ein­marsch des Horstes mit Wimpeln unter Führung des Horstleiters Schaefer. Dann wurde von den Jungen in frischer Weise das LiedDas Regiment Forkade" gesungen. 2n seiner Be­grüßungsansprache hieß Horstleiter Schaefer vor allem die Vertreter der hündischen Jugend und der Hitlerjugend willkommen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß. dieser Abend ein bes­seres Sichverstehen der Gießener hündischen Ju­gend einleiten möchte. An diesem Abend solle den Besuchern die Jugend des Horstes s o gezeigt werden, wie sie wirklich sei: jung und naturhaft. Eelbsterzeugtes und Selbsthergestelltes solle einen Einblick in das Horstleben geben. Ohne viele Pro­ben sei der Abend vorbereitet worden, um den Eltern zu zeigen, wie ihre Jungen draußen seien.

Dann betonte derSpielleiter" Reuman n in einer kurzen Ansprache, man wolle nicht ein­gelernte Stücke, sondern das (Bubenleben mit all seinen Stärken und Schwächen zeigen. Man habe den Buben einfach gesagt:So wird's gemacht", und die Buben hätten gesagt:Au sauber wird's", und so sei dann dieBrockensammlung" entstanden, die man den Besuchern nun vorsetze.

Darauf folgte die DarbietungUnd das wollen Pfadfinder fein?. 3n diesem Ausschnitt aus dem HorsUeben stieg zuerst einSippenmittag" (der aber mangels Beteiligung wieder abge- blasen wurde, da die Buben ausgerechnet an diesem Tage mit der Mutter einlaufen, das vor vier Wochen plattgefahrene Rad flicken und ähn­liche Dinge verrichten mußten!): die nächste Szene zeigte dieEreignisse zu Hause": ein Ansager im Frack (scheinbar vom Alten Herrn ausgeiiehen) leitete in witziger Weise zurElternversammlung" über, in der all' dieelterlichen" Sorgen und Wünsche, Hoffnungen und Anregungen zum Aus-

Das Dersicherungskapital stieg von 3 370 330 Mk. a;-f 3 566 540 Mt. für Pferde, und von 436 105 Mart auf 472 990 Wk. für Rindvieh. Entschä­digt wurden 311 Pferde mit 157 106,25 Mk. und 7 0 Ri »dcr mit 70 707,50 Mk. Das ergibt einen Durchschnittsentschädigungssatz für Pferde von 505 Ml. und für Rinder von 253 Mk. Der Durchschnittsentschädigungsfatz zeigt, wie hock die Leistungen sind. Der Vergleich mit früheren Jahren hat ergeben, daß diese Leistungen der Anstalt sehr weit über die Leistungen anderer hinausgehen. Die Rechnungsablage ergab einen Umsatz von rund 240 000 Wk. Die nach Abzug des Verlustes übrigbleibende Reserve beläuft sich auf rund 13 000 Mk. Die reine Prämien- einnahme betrug rund 170 000 Wk., denen rund 175 000 Mk. Schaden gegenüberstanden.

Aus der Rechnungsablage entwickelte sich eine lebhafte Unterhaltung über Sparmöglichkeiten. Hieran beteiligten sich die Herren B r ü ck e l und Schepp (Pohlgöns), Herr Roth (Kaichen) und verschiedene Mitglieder des Ausschusses. Es konnte mit Befriedigung sestgestellt werden, daß die Leitung und der Ausschuß, als verantwortliche Einrichtun­gen, alles getan haben,

die mit der Verwaltung der Anstalt verbun. denen Kosten so niedrig wie möglich zu halten, so daß sich ergab, daß sie weit niedriger liegen, als die anderen Versicherungen, von denen diese Kosten genau bekannt sind. Es soll in jeder Beziehung wei­terhin gespart werden.

Die ausscheidenden Allsschußmitglieder: Wilhelm Konrad Faber (Leihgestern), Friedrick Schaub (Büdesheim), Franz Schicklina (Keulos), I. P.

druck tarnen; darauf begutachtete einebesorgte Mutter" die Fahrtausrüstung ihres Sohnes, um bann denRanzen" lieber nach eigenem Gut­dünkenpraktisch" zu packen. Die folgenden Bil­der zeigten die Buben im Lager; beiloderndem Feuer" wurden Lieder gesungen, eine ganz schauerliche Rächt durfte man dann mit der etwas ängstlichen Rachtwack)e durchleben, um am Mor- ?en, von Trompetenjignalen geweckt, einen Wald­aus und anschließend Freiübungen zu sehen, die von mehr oder minder faulen Ausrufen der Turner" begleitet wurden. Dann trat wieder derAnsager" in Tätigkeit und erzählte in humoristischer Weise das Leben und Treiben an einem Fahrtentage. Ihn löste derZirkus" des Horstes ab, dessen Mitglieder in der artistischen Abteilung Hechtrolle, Ueberfchiag übet alle mög­lichen Hindernisse und sogar recht schwierige Saltos vorführtem In derSchnelltasierstube" brachten bann bie Kleinsten mit viel Eifer die Zuschauer zum Lachen. Den Kleinen tratTeil" würdig zur Seite, der statt an einem Apfel seine Kunst" an Küchentellern bewies. DieTanz­gruppe" zeigte moderne Tänze der Zukunft, die bei der sehr zahlreich erschienenen jüngeren Damenwelt Anklang zu finden schienen. Am Schlüsse des ersten Teiles der Vortragsfolge traten dann noch bieHarmonium Kommodists"

Verbilligte Jährten nach Gießen.

Aus Anlaß der Gießener Frühjahrs-Werbewoche gibt die Reichsbahn bis einschließlich 2. April verbilligte Sonntags-Rückfahrkarten nach Gießer? aus. Ebenjo werben für die Dauer der Gießener Werbewoche für alle an den Gießener Kraftpoftlinien gelegenen Orte verbil­ligte Rückfahrkarten zu den Fahrten nach Gießen verabfolgt.

Oie Ausstellung(Stabt und Land".

Die in der Turnhalle am Oswaldsgarten vom Verkehrsoerein veranstaltete Ausstellung ..Stadt und Land", die ein Hauptpunkt der Gießener Frühjahrs-Werbewoche ist hatte auch gestern regen Besuch aufzuweisen. Mit Interesse nahm man die verschiedenen Stände der ausstellen­den Firmen und landwirtschaftlichen Betriebe in Augenschein. Die Ausstellung ist, worauf unsere Mit­bürger vom Land anläßlich des morgigen Pferde­marktes noch einmal besonders hingewiesen seien, von 10 bis 19 Uhr ununterbrochen ge-

2bn Samstag fand imDeutschen Haus" m Friedberg die diesjährige ordentliche Mit- gliederversammlung der Oberhessi- schen Viehversicherungsanstalt Gie­ßen statt. Rach der Feststellung, daß die Ver­sammlung ordnungsmäßig einberufen war, und nach der Wahl der Hrkundspersonen, der Herren W. Reifel (Fauerbach) und O. R o t h (Kaichen) erstattete der Direktor einen Beticht über das ab» gelaufene Jahr. Es wurde festgestellt, daß die Hoffnung des vorigen Jahres, die Wirtschaftslage würoc sich bessern, nicht in Erfüllung gegangen fei. daß im Gegenteil, eine weitere Verschlechte-

g evolgte. Durch die Umstellung, die jetzt im itschen Reiche vor sich gegangen ist, und die nur me n Zustimmung verdient, ist die berechtigte erzcugung da, daß von jetzt ab mit einem Auf- gcretfonet werden kann

e schlechte Wirtschaftslage des Jahres 1932 v. sich naturgemäß auch auf den Geschäftsgang bet Anstalt ausgewirkt. Der Rückgang der Preise für Schlachtpserde, der Verlust an Zinsen durch säumige Zahlung, die großen Kosten und 2Irbeiten zum Hereinbringen der rückständigen Prämien usw. hat einen großen Aktiv-Posten von früher aus­fallen lassen. Hinzu kommt, daß

der Anfall von Schaden in Roheiten natür­licherweise nicht geringer, sondern größer

wird, weil der Umsatz der älteren Pferde, und der Pferde, die an kleinen Fehlen leiden, vielen durch die Wirtschaftslage und den dadurch bedingten Geldmangel nicht möglich sind. Dieser Geldman­gel ist auch in vielen Fällen die Ursache für die säumige Zahlung der Prämie. Hieraus ergab sich für die Anstalt als Resultat ein Defizit von ge­ringer Höhe im Vergleich zum ganzen Umsatz. Cs wird aus den Rücklagen gedeckt, so dah eine Rach- erhebung nicht nötig wurde.

vielfach war die Ansicht geäußert worden, es fei n tig, die Prämie zu senken. Hierbei werde nicht in Betracht gezogen, daß bei einer Ver­sicherung die Prämie im direkten Verhältnis zu den Leistungen steht. Es liegt hier eine prozen­tuale Verbundenheit vor, an der wirtschaftliche Verhältnisse nichts ändern. In der Prämienhöhe für den einzelnen trete dadurch eine Verände­rung ein, daß durch das Sinken der Preise auch lUtomatisch sich die Prämiensumme ändert. Bei

r Prumienh he werde auch immer vergessen, sie im direkten Verhältnis zu der Leistung yen müsse, so daß es natürlich sei, wenn eine niedrigere Prämie auch eine niedrigere Leistung zur natürlichen Folge habe.

Die Witgiiederzahl betrug am 1. Januar 1932 3452, am 31. Dezember 1932 3828. Hiermit ist die Witgliederzahl fast dieselbe des Vorjahres.

Die Anzahl der versicherten Pferde stellte sich auf 4938 im Anfang, zu 5193 am Schluß des

Jahres, die der Rinder von 1168 auf 1268.

Schilling an den Portier eines Warenhauses verurteilt. Der Hund des Verurtellten hatte den Portier in die Rase gebissen; der Geschädigte klagte auf Schadenersatz, weil er bisher wegen seiner Aehnlichkeit mit dem alten Kaiser Franz Joseph von vielen Leuten Trinkgelder bekommen habe. Durch die Verwun­dung war aber die Aehnlichkeit zerstört worden und damit auch die ergiebige Trinkgeldquelle ver­siegt. Ein ähnlicher Prozeß wurde in Zürich ge­führt. Dort konnte sich der Kläger rühmen, der beste Doppelgänger unseres Reichs präsi-« denken Hindenburg gewesen zu sein, bis ihn ein Hund durch einen Biß in die Wange verletzt hatte. Auch diesem Wann sagte das Gericht einen Schadenersatz zu, sogar in der Höhe von 1500 Franken. Erschwerend mag hier ins Gewicht gefallen sein, daß der Kläger wegen der verlorenen Aehnlichkeit mit Hindenburg einen Schwermutsanfall erlitten hatte.

Ein reiches Feld für den Sammler von Kuriositäten auf dem Gebiet der Prozeß- grünbe ist Amerika. In einem überfüllten Auto­bus in Brooklyn reichte eine junge Dame dem Schaffner eine größere Dollarnote, die er nicht wechseln konnte. Da er ohnedies alle Hände voll zu tun hatte und somit nicht rosiger Laune war, ist es verständlich, dah er seinen Gefühlen durch einen kleinen Fluch Luft machen wollte. Er tat dies nun nicht etwa in besonders grober Weise, er murmelte nur zwischen den Zähnen etwas, das sich atzhörte wie: ..Teufel auch, hier ist doch fein Bankgeschäft!" Die Dame glaubte jedoch verstanden zu haben:Gehen Sie zum Teufel!", lief zum Kadi und verklagte die Ver­kehrsgesellschaft. Da die Amerikaner gegen alle hübschen jungen Mädchen galant sind, erhielt sie vom Richter einenSchadenersatz" von tausend Dollar zugesprochen. Schneller ist Geld wohl nie verdient worden!

In dieser Reihe sei ein Prozeß nicht vergessen, den man den Spatzenprozeß nennen könnte. In einer norddeutschen Gemeinde gibt es eine Florastraße. Zwei Bäume in dieser Straße haben sich die Spatzen als Hauptquartier ausgesucht, nicht zur Freude der Bewohner des Hauses, das hinter diesen Bäumen liegt. Jeder Versuch, die Spatzen von den Bäumen zu vertreiben, 'st bisher fehlgeschlagen, und die Bewohner des Hauses griffen in ihrer Verzweiflung zu dem Mittel, den Hauswirt zu verklagen, da sie ja die Spatzen nicht verklagen konnten. Sie klagten auf Schadenersatz für entgangene Ruhe, auf Ent­schädigung für Arbeitsstörung, auf Rückerstat.ung von Mietszahlungen wegen Wertminderung der Wohnungen. Der Hauswirt hatte Verständnis für die Klagen seiner Mieter und forderte nun seinerseits die Gemeindeverwaltung auf, die Bäume, die als Heereslager der Spatzen zu dienen scheinen, zu fällen. Die Gemeindeverwal­tung wies die Forderung ab, und der Hauswirt verklagte daraufhin die Gemeindeverwaltung. Ein Mieter, den die Spatzen wahrscheinlich zu sehr in seinen Morgenträumen gestört hatten, versuchte inzwischen, eigenhändig die Bäume zu fällen, wurde dafür angezeigt und verklagt. Der Mieter wurde verurteilt und strengte nun seiner­seits einen neuen Prozeß gegen den Hauswirt an. DieserSpahenprozeß" der im vergangenen Jahr die Gemüter der Bewohner der Florastraße erregt hat, ist ein Musterbeispiel dafür, wie aus nichtigen Anlässen ein wahrer Rattenkönig von Proz^sen entstehen kann, der Geld und Rerven- kraft der Beteiligten verschlingt und nur in den seltensten Fällen zu einem erfreulichen Ausgang führt. K. Mo.

f Diamanten.

i hat nach drei M das st- dereck unter seltsamen M )erZw-sch^e-tM -cs mit diese" buM sie auf der Erde hek herumgeschleppt. , Herzogin, dre am

Vl' S die ßf

®i[£ QM«** fetten f* J ty.tr.

o nur Nlchl- $ un> forschte jjLcnO eis n un6 W

LUtz

I der ST fl U erzaM einaä£

!«>-*

(Büdesheim), Franz Schicklina (Keulos), Schweitzer (Ober-Mörlen) und Bürgermeister Schlund (Ober-Walgern) werden aus Borschlag des Ausschusses durch Zuruf einstimmig wiedergewählt.

Um der gegenwärtigen Wirtschaftslage Rechnung zu tragen und die Möglichkeit zu geben, mit n i e d - tigeren Unkosten bei naturgemäß nied­rigerer Lei st ung sich versichern zu können, wurde vom Ausschuß vorgeschlagen, die Möglich­keit zu geben, mit 80prozentiger Entschä­digung bei Tod und 60p rozen tiger bei Lebend-Abnahme versichern zu können. Der ursprüngliche Vorschlag, den Entschädigungsprozent­satz für alle gleichmäßig auf 80 o. H. und 60 v. H. festzusetzen, wurde fallengelassen, und der § 36 nur mit der Erweiterung versehen, die oben angeführte 80- und 60prozentige Entschädigung hinzuzufügen. Der dahingehende Antrag wurde einstimmig ange­nommen. Desgleichen der Antrag, daß unbrauch­bare dämpfige Pferde mit 50 v. H. entschädigt wer-

e!m ausgiiöff.

mken-SeUf| gan,e

nb frtabredunqen ^bestand dieser J'Ww OtganHaliot 1 bc" «'fdg der na.

'Sie daher "Zroolsoida. "^"eig nut ft.

klagge,.

ander Bräunung "tsoldalen, stubien. 'st, wie die Braun- Dolstnbüilel mclbet. des Dienstag fest. t°hlhelmhlkfr. M. SU. und 55. tete Sich'.helmsührel Vorbereitung teoola- men. Es würbe be- hml. Bisher wurbco 0 Marxisten oerhast-t.

vorrufen, die man unter allen Umständen an dem altersschwach gewordenen Turm vermeiden will.

piccards neue Pläne.

Wie Brüsseler Blätter melden, hat Professor P i c c a r d, der sich auf einer Vortragsreise in den Vereinigten Staaten befindet, seine Zustim­mung zu einem neuen Stratosphären-Flug ge­geben, der vom Süden Belgiens aus erfolgen soll. Heber die neuen Pläne des Gelehrten!, durch die er seinen bisherigen Höhenrekord von 16 Kilometer schlagen will, werden genauere An­gaben gemacht. Piccard hofft, durch die Ver­wendung .einesTandem-Ballons", bei dem ein gewöhnlicher Ballon unter einem größeren ange­bracht wird, ein vollkommenes Gleichgewicht zu erhalten- Der zweite Ballon, der alsKontroll- Ballon" bezeichnet wird, sott einen Inhalt von 2200 Kubikmeter haben. Die Führer der beiden Ballons werden in telephonischer Verbindung bleiben, und der Pilot des Kontroll-Ballons sott alle Veränderungen der Richtung ausführen. Er empfängt Anweisungen von dem Piloten des größeren Ballons, der sich in einer verschlossenen kugelförmigen Gondel befindet. In einer Höhe von 10 000 Meter wird der Kontroll-Ballon ab* gehängt und geht wieder nieder, während der große Ballon weiter aufsteigt. In der Alumi­nium-Gondel dieses Ballons werden der Assistent Piccards bei seinem letzten Flug, Wax Coshns, und der Ingenieur Jacques de Bruyn Oie Fahrt in die Stratosphäre unternehmen. Der Kontroll-Ballon wird von dem bekannten belgi­schen Ballon-Fahrer de Wuyter geleitet, und als Passagier wird Professor Piccard mit- fahren. Der belgische Fonds für wissenschaftliche plntersuchungen hat für das Unternehmen eine weitere Summe von 100 000 Francs zur Ver­fügung gestellt.