G.Ji.-'fnovt
Oie Spielvereinigung 1900 bei den westdeutschen Leichtathletik- Meisterschasten.
Die nm Samstag Und Sonntag im Stadion zu Hamm stattgehabtcn Leichtathletikmeisterschaften des Westdeutschen Spielverbandes waren die letzten ihrer Art, aber auch die best beschicktesten. Annähernd fünfhundert Meldungen wurden erfüllt. Wer sich durchsetzen wollte, mußte schon ein kampferprobter Könner sein. Aus diesem Grunde ist das Abschneiden der 1900er Leichtathleten, die einen dritten, vierten, fünften und sechsten Platz belegten, als beachtlich zu bezeichnen. Am wackersten hielt sich der alte Kämpe Gerhardt, der über 10 000 Meter in 34:17,9 Minuten hinter Kelm (Unna) und Siegers (Eschwciler) einen guten dritten Platz belegte. Nicht minder brav lief Eugen E l d r a ch e r die 200 Meter. Hinter den bekannten Sprintern Barch mey er (Bochum), Kremer (Köln) und K ü st e r s (Krefeld) kam er unter etwa 50 Bewerbern auf den vierten Platz. Zeit: 22,8 Sekunden. Beim 100-Meter-Lauf, zu dem sich ein noch stärkeres Feld zusammengefunden hatte, kam er zwar in den Zwischenlauf, hatte aber hier das Pech, mit Ionath und Bo rchmeyer zusammenzustoßen und mußte ausscheiden. Im Diskuswerfen hatte sich Arthur Kilo (1900) mit seiner Vorkamps-Leistung von 41,09 Meter für die Entscheidung qualifiziert, und zwar als Vierter. Leider konnte er sich nicht mehr verbessern, sondern mußte sich noch hinter Altmeister Junghenn, Hessen- Preußen Kassel, der 41,10 Meter warf, mit dem fünften Platz begnügen. Recht gut schlug sich der 1900er Mariel Baumstieger im 3000-Meter- Hindernislauf, einer ihm vollständig neuen Disziplin. In der recht ansprechenden Zeit von 10:26 Minu
ten belegte er in einem starken Feld den 6. Platz. Weniger glücklich kämpfte Heini Jung. Er kam beim 400-Meter-Hürdenlauf von vornherein nicht in Schwung und mußte im Vorlauf ausscheiden.
Verein Rudersport Gießen 1913 in Mainz siegreich.
Zu der internationalen Ruderregatta in Mainz entsandte der Verein Rudersport Gießen seine Jungmannen und ließ diese in dem der Jungmann- und Junior-Klasse vorbehaltenen Leichtgewichtsvierer- R^nnen starten. Die Mannschaft, die als Gegner die Stuttgarter RG., Hochheimer RV. und die RG. Wiesbaden hatte, zeigte hier erneut ihr Können, und fuhr das Rennen überlegen mit etwa lj Längen Vorsprung nach Hause. Der Vierer startete in der Besetzung: Siegfr. H a n st e i n, Kurt Schneider, Ludwig Vetter, Heinrich Lehnhardt. Steuer: Willi Günther. Die Mannschaft ist in der Arbeit außerordentlich flüssig, und wurde von Fachleuten sehr günstig beurteilt. Auf Grund der bisherigen Erfolge hat sich der Verein entschlossen, auch auf der am Sonntag in Frankfurt stattfindenden internationalen Regatta nicht nur mit der erwähnten Mannschaft an den Start zu gehen, sondern auch die Achtermannschaft im Preis von'Griesheim starten zu lassen.
Für die am 27. August stattfindende Herbstregatta, welche wie auch in den früheren Jahren wieder vom Verein Rudersport durchgeführt wird, sind auch vom Verein in sportlicher Hinsicht die ersten Vorbereitungen getroffen. Er verfügt auch für die Herbst-Rennen noch über Vierer-Mannschaften, und hat in jüngster Zeit infolge der rührigen Tätigkeit seines Amateurtrainer Günther von Seiten der SS. Ruderer bekommen, die erstmalig auf der Herbst-Regatta an den Start gehen werden.
Der Bezirk (Gau) Hessen beim 13. Deutschen Turnfest.
Lieber 500 Heffenturner fahren nach Stuttgart.
An dem großen Fest der Deutschen in Stuttgart nimmt auch unser Heimatbezirk Hessen in stattlicher Zahl teil. Allein der Sonderzug, der am heutigen Mittwoch Gießen verläßt, fährt 500 Turner und Turnerinnen nach der Feststadt. Hervorzuheben ist die außerordentlich starke Beteiligung der Turn- gemeinde Friedberg, die rund 100 Festteilneh- mcr stellt. Es folgen Tv. 1846 Gießen und Tv. Wetzlar mit je etwa 50 Festbesucher. Aber auch viele Landoereine sind verhältnismäßig gut ver- reten.
x An den Wettkämpfen nehmen etwa 50 Angehörige des Hessengaues teil. Es ist das für einen Bezirk von rein ländlicher Struktur eine beachtlich hohe Beteiligungsziffer, zumal die Zulassung nur durch vorausgegangene Ausscheidungskämpfe zu erreichen war, in denen sich unsere Hessen mit den besten mittelrheinischen Kräften messen mußten.
Bon den etwa 9000 Turnern und Turnerinnen, die sich in Stuttgart um den Eichenkranz bewerben, entfallen etwa 1500 auf den Zwölfkampf der Männer, der mit Recht als die Krone aller Wettkämpfe bezeichnet wird und allgemein als „d e r" Kampf des ganzen Festes gilt. Von den 183 Teilnehmern, die unser Mittelrheinkreis zu diesem Wettbewerb stellen kann, entfallen 8 auf unfern Heimatbezirk Hessen.
Karl Reuter vom To. 1846 Gießen, der bekannte Turnfestsieger beim 14. Deutschen Turnfest 1928 in Köln, wird auch beim diesjährigen Kampf in der Spitzengruppe zu finden sein.
Eine Wiederholung des 1. Turnfestsiegers ist bei der langen Zeitspanne, die zwischen zwei Turnfesten liegt, ein Ding der Unmöglichkeit, wie auch die Geschichte der deutschen Turnfeste erwiesen hat. Neben Karl Reuter wird sich Willi S i n n w e 11 vom Tv. 1860 Bad-Nauheim, beim Kölner Turnfeste mit 189 Punkten 16. Sieger bestimmt einen Platz in der Spitzengruppe sichern, denn die diesmal gewählten volkstümlichen Hebungen liegen ihm besonders gut und auch an den Geräten ist er zur Zeit in sehr guter Form. Außer diesen beiden aussichtsreichsten heimischen Bewerbern treten zum Zwölfkampf noch die folgenden Hessenturner an, die zum Teil als Mitglieder der „Hessenriege" bestens bekannt sind: Hrch. D e ch c r t und Richard Künstler von der Tgm. Friedberg, die Zwillingsbrüder Herbert und Karl Schick vom Tv. 1846 Gießen, Willi Hartmann, Tv. 1860, Bad- Nauheim.
Im Geräte-Zehnkampf, zu dem unser
heimischer Mittelrheinkreis 61 Teilnehmer stellt, be- aegnen wir fünf Hessenturnern, deren Namen als Angehörige der „Hessenriege" alle einen guten Klang haben. Bei ihrem Können werden sie schon ein Wort mitzureden haben. Es sind Adolf A h - re ns von der Tgm. Marburg, Richard Seth, To. Großen-Linden, Alfred Eckhardt, Tv. Nidda, Walter Fink, T.- u. Spv. Marburg, Karl Bet - t i n, Tv. Wieseck.
Am Neunkampf der Aelteren nehmen vom Bezirk Hessen teil: Otto Textor, T.- u. Spv. Marburg, Otto Meier und Anton Feuer st ein vom Tv. 1860 Bad-Nauheim, Anton Nies, Tv. Nidda, alle ehemals bewährte Zwölf- oder Zehnkampfsieger bei Gau- und Kreisturnfesten.
Von den 450 Wettkämpfern des Zwölfkamp - f e s (Klaffe II) stellt der heimische Mittelrcheinkreis 50; davon gehören unserem Heimatbezirk Hessen an: Wilh. Hofmann, Tv. Krofdorf; Hrch. Keller, Tv. Burgsolms; Gerh. Hermann, Tv. Nidda.
lieber 4000 Turner freien in drei Attersklaffen zum volkstümlichen Fünfkampf an.
Der Bezirk Hessen stellt in Klasse I nicht weniger als 13 Teilnehmer. Es sind: Karl Schuster, Tv. Wetzlar; Willi Beaupain, T.- u. Spv. Marburg, Ludwig Wagenfeld, Akad. Tv. Marburg; Martin Denker, A. To. Marburg; Theo Koch, Tv. Grebenhain; Karl Ger lach, Tv. Wetzlar; H. Henkel. T.-u. Spv. Marburg, Gustav Bott, Tv. Wetzlar: Konrad Fahne r, Tv. 1860 Bad- Nauheim; Willi Roth, To. 1860 Bad-Nauheim; Karl Hebele, Mtv. Bad-Nauheim, Rolf S ch r a- der, Akad. Tv. Marburg; G. Hofmann, Tv. Grebenhain. Am Fünfkampf der dritten Altersklasse beteiligt sich H. Schimpf vom T.- u. Spv. Marburg.
Am Siebenkampf der Turnerinnen (Geräte und volkstümlich) nehmen 1300 Turnerinnen teil. Dazu stellt der Mittelrheinkreis 140. Der Bezirk Hessen ist in diesem Kampf gut vertreten durch die bekannten Turnerinnen: Ria Philipp und Mathilde Koch vom Tv. 1846 Gießen, Elli Langbein, Frieda R u p p e l und Toni Lockert vom T.-u. Spv. Butzbach, Elise Kreßmann, Tgm. Friedberg. 900 Turnerinnen beteiligen sich am volkstümlichen Vierkampf, darunter aus unserem Heimatbezirk Tilli Reinheimer, Tgm. Friedberg, Martha Ara bin, Tv. Wetzlar, Erna Petermann, Tv. Nidda. Bedauerlich ist, daß die hochveranlagte Turnerin
Else Bickelhaupt vom Mtv. Gießen, die sichere Aussichten auf einen der ersten Plätze gehabt hätte, infolge eines turnerischen Hnsalls an diesem Kampfe nicht teilnehmen kann.
Weiter ist unser Heimatbezirk an den Wettbewerben im Schwimmen beteiligt. An den Aus« scheidungsspielen um die Meisterschaft des Akad. Turnverb, nimmt die Faustball-Mannschaft des ATV. Nheinfranken Gießen nicht ohne Aussicht auf Erfolg teil. Der Sieger ist berechtigt, zu den Meisterschaften um die Würde des Deutschen Turnfest-Meisters anzutreten.
Die genannten Einzelwettkämpfer nehmen außerdem an den allgemeinen Sondervorführungen des Kreises Mittelrhein teil. In größerer Zahl sehen wir dann die Turner und Turnerinnen bei den großen Schauvorführungen des Festsonntags, und bis auf wenige Ausnahmen werden unsere 500 Stuttgartfahrer geschlossen am Festzug der 200 000 beteiligt sein.
Als Kampfrichter stehen aus unserem Heimatbezirk in der Turnfestarbeit: Geräte (Manner): Gauoberturnwart R. Paul (Gießen), Gauehren- oberturnwart W. Will (Gießen), Gaumänner- turnroart Martin Textor (Marburg); Volksturnen: die Bezirksturnwarte Schüler (Wetzlar), Lang (Lang-Göns), Bastian (Alsfeld); Geräte (Frauen): Gaufrauenturnwart Schneider (Wetzlar); Dolksturnen (Frauen): Gauvolksturnwart M a l k o m e f i u s (Gießen). Als Riegenführer find tätig: Gaugeschäftsführer Wiegand (Gießen), Gauschwimmwart Sauer (Gießen), Luise Schwarz (Friedberg).
Kurze Sportnoirzen.
AmerikasDavispokal-Mann schatt ist im Jnterzonenfinale in Paris von England mit 4:? geschlagen worden. Zum ersten Male seit 14 Jahren wird Amerika nicht im Endspiel um den Davispokal stehen. Die Heiipusforderungsrunde wird nun von Frankreich und England bestritten.
Zwei Leichtathletik-Weltrekords wurden am Sonntag in Deutschland aufgestellt. Der famose Zehnkämpfer Sievert- Hamburg schraubte den Weltrekord im Zehnkampf auf 8467,62 Punkte und in Trier stellten die Damen von Westmark-Trier in der Olympischen Staffel für Frauen mit 3:25 Min. eine neue Weltbestleistung auf. Einen Deutschen Rekord gab es ferner noch durch den Königsberger Polizisten B l a s k im Steinstoßen mit 11,05 Meter.
Deutscher Steher-Mei st er wurde beim Entscheidungslauf in Elberfeld überraschend der Dortmunder Metze vor Hille und Schindler. Der Titelverteidiger Möller gab auf. Die Deutsche Fliegermeisterschaft fiel an Richter- Köln vor seinen Landsleuten Engel und Steffes.
*
4,03 Meter erzielte Wegener-Halle bei den Mit- - teldeutschen Meisterschaften im Stabhochsprung.
*
Max Schme 1 ing soll am 24. Heptember in Rom mit Primo Camera um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen kämpfen.
Wirtschaft.
Der Reichsbankstatus vom 22. Juli.
Roch dem Ausweis der Beichsbcmk vom 22. Juli 1933 hat sich in der verflossenen Dankwoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 117,1 Millionen auf 3352,1 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Destände anHandel s- wechseln und -schecks um 99,8 Millionen auf 2968,6 Millionen Mark, die Destände an Reichslchatzwechseln um 6,1 Millionen auf 4,1 Millionen Mark, die Lombardbestände um 11 Millionen auf 59,6 Millionen Mark und die Effektentzeftände um 0,2 Millionen auf 319,8 Millionen Mark abgenommen.
An Aeichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 82,5 Millionen Mark in die Kassen der Deichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Deichsbanknoten um 77,3 Millionen auf 3261,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 5,2 Millionen auf 380,7 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 43,2 Millionen auf 1374,3 Millionen Mark ab. Die Destände der Deichsbank an Denten- bankscheinen haben sich dementsprechend auf 28,3 Millionen Mark, diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 0,1 Millionen Mark Deuausprägungen auf 302,6 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 395,8 Millionen Mark eine Zunahme um 38,3 Millionen Mark.
Die Destände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 13,9 auf 312,4 Millionen Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände ,um 10,2 Millionen auf 228,4 Millionen Mark und die Destände an dcckungsfähigen Devisen um 3,7 Millionen auf 84 Millionen Mark zugenommen.
Die Deckung der Roten betrug am 22.3uli 9,6 Prozent gegen 8,9 Prozent am 15. 3uli d. 3.
Künste Durchführungsverordnung zur OevisenbFwirtschastung.
Der Reichswirtschaftsminister und der Reichsminister der Finanzen veröffentlichen im gestrigen Reichsanzeiger mit Datum vom 20. Juli 1933 die 5. Verordnung über die Devisenbewirtschaftung. Nach § 1 der neuen Durchführungsverordnung dürfen Geldforten, insbesondere Münzgold, Papiergeld, Banknoten, sowie Gold und Edelmetalle nicht in Postsendungen irgendwelcher Art ins Ausland, in das Saargebiet, oder aus dem Jnlande in die badi- fchen Zollausschlußgebiete versandt werden. Diese Vorschrift findet unbeschadet der Bestimmung des § 12 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung keine Anwendung auf versiegelte Postsendungen mit Wertangabe, auf Einschreibsendungen, die nach zollamtlicher Nachschau mit dem Dienstsiegel einer Zollstelle postfertig verschlossen sind, sowie auf Einschreibsendungen von Devisenbanken, § 2 enthält die Strafandrohungen. Die Freigrenze gilt nach § 3 nicht für Verfügungen über Forderungen
in inländischer oder ausländischer Währung einer Person, die nach dem 3. August 1931 Ausländer oder Saarländer geworden ist.
Oer deutsche Automobil-Export im ersten Halbjahr 1933.
Die deutsche Automobilausfuhr t>at_ sich im ersten Halbjahr 1933 ungefähr auf der Höhe des Dorjahres gehalten. Dieses Ergebnis ist um so bemerkenswerter, als neben den bekannten internationalen Handclshemmnissen für die Automobilindustrie erschwerend hinzukommt, daß nunmehr neben England auch das größte Auto- mobilproduktions- und Exportland, die Bereinigten Staaten von Amerika, die Goldbasis ihrer Währung verlassen haben. Während die Pfundentwertung speziell die Ausfuhr nach den Ländern des britischen Weltreichs und nach den nordischen Staaten in Mitleidenschaft zog, betrifft die Auswirkung der Dollarentwertung die Ausfuhr nach allen nicht selbst produzierenden Ländern der Welt. 3m wesentlich'en ist die Behauptung des deutschen Exports auf Dorjahrshöhe dadurch ermöglicht worden, daß der Auslandsabsatz des größten deutschen Exporteurs, der O p e l - werke, nicht nachlieh, sondern sich im 3unt_ 1933 sogar um 99,2 Prozent gegen den gleichen Dorjahrsmonat steigern konnte. Die Ausfuhr an Opel-Personenwagen stieg um 108,2 Prozent. Da von den Herstellungskosten eines Automobils zirka 90 Prozent auf Löhne entfallen, bedeutet eine Steigerung des Automobilexports in erster Linie Beschaffung von Arbeit, die sich natürlich auch bei den Lieferanten der Automobilfabriken auswirkt.
Frankfurter Abendbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 25. Juli. Auch an der Abendbörse blieb die freundliche Stimmung erhalten. Das Geschäft bewegte sich jedoch mangels neuer Aufträge in denkbar engsten Grenzen, zumal wieder von Newyork die Anregung fehlte. Die Berliner Schlußkurse blieben ober gut behauptet, Montanwerte und JG.-Forben notierten überwiegend etwas höher, während Reichsbankanteile weiter abbröckelten. Trotz der im Verlauf eingetroffenen festeren Anfangskurse Wall-Streets blieb das Geschäft klein und die Kurse waren kaum verändert, nur IG.-Farben zogen nochmals leicht an.
Am Renten markt lagen deutsche Anleihen um Bruchteile eines Prozentes fester, wogegen Reichsbahn-VA. 0,25 Prozent verloren. Späte Schuldbuchforderungen nannte man mit unverändert 78,50 bis 78,75 Prozent. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 11,40, Altbesitzanleihe 76,40, Stahl- verein-Bonds 55, Reichsbahn-VA. 99,90 bis 99,75, Schutzgebietsanleihe von 1913/14 6,9250, Reichs- \ bank 154, Buderus 72,50, Harpener 101,50, Man- i nesmann 63,50, Phönix 40,25, Stahlverein 40,25, Bekula 108, Scheideanstalt 171, IG.-Farben 131,25 bis 131,50, Gesfürel 82, Holzmann 52,50, Metall- < gesellschaft 53, Siemens 153, Zellstoff Waldhof 39,50, Hapag 16,25, Norddeutscher Lloyd 17.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frantiur, u. 2)1.
Berlin
Schluß, kurs
Echlußk. Abend» bSrsc
Echluß» kurS
Echlußk. Mittag, börse
Dalum
24.7.
25.7.
24.7.
25.7.
6% Seutldie Reichsanleihe v. 1921
83
82,75
82,5
82,9
6% ebcm.7% Dl. Reichsanl.v. 1929 b'/r% Dounfl-Anleihe von 1930 ..
95,65
96,13
95,13
95,75
81.5
81,25
81.5
81,25
Deutsche Aill.-Ablös..Schuld ml
Auslos. Rechten ............
76
76,4
76,13'
76,3
Seäfll. ohne AuSios.-Rechte......
11,2
11,4
11,2
11,25
6% ckem. 8% Hess. Bolkestaat 1929 irüctzahlb. 102%)............
76,75
76,5
76,75
73,5
Obcrhessen Provinz-Anleihe ml
Ausloi.-Rechten ............
65
65
_
_
6% Hess. LandeSbank Darmstadt
Gold R. 12.........
80
80,25
80
80
6y2% Hell. Landes Hypotheken, bank Darmstadt Liaui.....
85
85
Deutsche Komm. Sammeiab I.An leihe Seriel nitt AuSlos.-Rechten
68,75
68
68,25
68,25
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
82,5
82
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Baw Goidpse. IG unkündbar bis 1936
82,25
81,5
_
_
6y2% ehem. 414% Franks. Hyp. Bank-Linu.-Psandbriese .....
86,5
85,25
_
_
5>/.% ehem. l'/2% Rheinische Hhp.-Banl-Liau..Goldpse. ...
86
86,5
_
6% ehem. 8% Pr. LandcSpsand briesanstait, Pfandbriefe R. 19
85
85
85
85
6% ehem. 7% Pr. LandcSpsand
briesanstait. Pfandbriefe R. 10
84,5
84,5
84,75
84,75
Verrechnungskurs ...... ...
86
86
86
86
4% OeNerreichtsche Goldrente...
12
12
11,8
4,20% Oesterreichilche Cilbcrrente
1,1
1,05
—
1
4% Ungarische Goldrente .......
5,1
5,2
5
5,3
4% Ungarische Staawrente v. 1910
4,5
_
4,5
4,5
4,65
4,65
7,9
5% abgest. Goldmerikaner von 99
7,75
7,7
7,7
4% Türkische Zollanleihe von 1911
5
4,95
4,9
—
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I....................
—
—
4,9
—
Franksuri o.M.
Berlin
Schluß» kurS
Echiußt. Abend» börse
Schluß, kurs
Schluß!. Mitlag« börse
Datum
24.7.
25.7.
24.7.
25.7.
4% vesgl. Serie >> ...........
5,1
4,95
4,9
—
6% Rumän. vcrelnh. Rente v. 1903
4,7
——
4.4
4,25
4'/>%Rumän.vereinh.Rentev.l91S
—
—
8,25
8,3
i% Rumänische veretnh. Rente
3,925
4
4,05
4,05
8%% Anawlier .............
23,65
23,25
23,75
23,5
Hamburg-Amertka-Pakel .....
I
15,5
16,25
15,5
16,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
22,75
19,25
Hansa Dompsschiss...........
0
—-
19,5
19,5
Norddeutscher Lloyd .........
0
16,4
17
16,5
17,25
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
47
48
47
48
Berliner HandelSgclellschaft....
I
89
89
89
89
Commerz- und Privat-Bank... Deutsche Bant und DiSconto-
0
50
49,75
50
49,75
Gelellschost................
0
55
55
55
55
Dresdner Bank..............
0
45,25
45,25
45,25
45,25
Reichsbant .................
1
154,5
154
154,9
154,5
A.E.G......................
1
21,65
21,25
21,4
21,25
EIcktr. LicserungSgesellschaft ...
L
85
86
84,5
86
Licht und Straft .............
6
99,75
—.
99
100
Felten S Guilleaume ........
Gesellschaft für Elektrische Unter-
O
50
49
49,5
49,25
nchmungen...............
4
83
82
82
82,25
Rheinische Elektrizität ........
b
88,5
86
87,5
86,75
Echuckert & (So..............
O
104
104
104
104,25
Siemens & Halske...........
<
153,5
155
154
155,5
Lahmeyer & (So..............
1Ü
122
122,5
122
122,5
Buderus ...................
(
71,5
72,5
72,25
73
Deutsche ErdSl .............
■1
—
112,5
111,13
112,75
Gelsenkirchener..............
v
62,25
63
62,25
63,25
Harpener...................
0
97,5
101,5
98
101,4
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen..
0
—
—
64
66
Ilse Bergbau ...............
7
—
—
150
Ilse Bergbau Genüsse........
7
110,25
110
110,75
110
Klöckncrwcrke ...............
0
55,5
57
55,4
56,9
Mannesmann-Nöbren........
0
61.5
63.5
61,5
62,9
Aranlfun a. M.
Berlin
Schluß» kurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß» kurs
Schluß!. Minag- börse
Datum
24.7.
25-7.
24.7.
25.7.
Mansfelder Bergbau.........
O
27,5
29
27,4
28,75
Kokswerke ..................
O
—
—
78,5
78
Phönix Bergbau.............
0
38,75
40,25
39
40,13
Rheinische Braunkohlen ......
10
202
204
202
203
Rbeinktabt .................
0
90
91,5
90
91,4
Bereinigte Stahlwerke........
0
38,75
40,25
39,13
40
Otavt Minen ...............
0
13,75
13,5
13,75
14
Kaliwerke Aschersleben........
6
123,75
—
122
123
Kaliwerke Westeregeln........
6
—
125
125,5
—
Kaliwerke Salzdetfurth.......
P
172
172
170
172
3 G. Farben.Induslrte.......
<9
129,13
131,5
129,13
131,13
Scheideanslalt...............
10
170,5
171
—
—
Goldschmidt ................
0
49,25
49,25
49,25
49
RütgcrSwerte...............
0
57,5
58
57,5
58
Metallgesellschaft............
52,75
53
53
53,4
Philipp Holzmann...........
Zementwerk Heidelberg ......
Eementwerk Karlstadt.........
O
51,5
52,5
52
52,75
i
82,75
77
81,75
77
Schultheis Patzenhofer........
0
—
—
118
118,13
Atu (Allgemeine Kunstseide) ...
o
34,5
34,5
34,75
34,5
Bemberg...................
0
49,5
—
49
50
Zellstofk Waldhos ............
0
40
39,5
40
40
Zellstoff Aschaffenburg .......
0
21,25
—
21,5
20,5
Dessauer Gas ...............
7
—
—
106,25
108,65
Daimler Motoren............
0
29,5
29,25
29,25
29
Deutsche Linoleum ..........
0
44
—
39
43
Crcnfleln & K oppel .........
0
—
—
36
36,25
Leonhard Tietz .............
6
16,5
——
16,5
16,13
Chade.....................
12
168,5
168
168,5
168
Gritmer....................
O
21
—
21,5
22
Mainkraftwerke Höchst a.M. ..
4
63,5
63,75
Süddeutscher Zucker ........
e
153
156
155
157
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
24. Juli
25.3uü
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brie>
Geld
Brie-
Helstngfors.
6,194
6,206
6,204
6,216
Wien......
46,95
47,05
46,95
47,05
Prag......
12,52
12,54
12,49 •
12,51
Budapest ...
—
—
—
——
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169.23
169,57
169,43
169,77
70,53
70,67
70,53
70,67
Kopenhagen.
62,69
32,81
62,75.
62,86
Stockholm..
72,38
72,52
72,38
72,52
London.....
14,03
14,07
14,03
14,07
Buenos Aire.
0,928
0,932
0,928
0,932
Neunork....
2,992
2,998
3,002
3.008
Brüssel.....
58,49
58,61
58,59
58.71
Italien.....
22,14
22,18
22,13
22,17
Paris.....
16,40
16,44
16,42
16,46
Echweiz ...
81,04
81,20
81,14
81,30
Spanien....
35,04
35,12
35,04
35,12
TanAg....
81.57
81,73
81,57
81.73
Japan.....
0,874
0,876
0,874
0,876
Rio de Jan.
0,234
0,236
0,234
0,236
Jugoslawien
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon ...
12,77
12,79
12,77
12,79
Banknoten.
Berlin, 25-3uli
Geld
Brief
Amerikanische Noten..... ........
2,955
2,975
Belgische Noten..................
58,43
58,67
Dänische Noten ... .............
62,47
62,73
Englische Noten .................
13,99
14,05
Französische Noten...............
16,38
16,44
Holländische Noten...............
169,01
169,69
Italienische Noten................
22,01
22,09
Norwegische Noten ..............
70,36
70,64
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schwing
.—
Rumänische Noten...............
—
——-
Schwedische Noten...............
72,21
72,49
Schweizer Noten.................
89,96
81,28
Spanische Noten.................
34 qi
35 05
Ungarische Note» ................
Eine
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Mittwoch . M i j Z Ver national v°-°bschi-d°t M-d- ist deshall> auch M deren in der letzten . ten Gesehen erfolgt, bedeutender2 gemessen wird. Das liehen folgendes.
Der erbkrank Eingriffe unfruchl nach den Erfahre schäft mit großer A ist, daß seine Dacht lichen ober geistigen Als Erbkrankheiten angeborener Lchwa läres Irresein, erblu tanz, erbliche Dlinc schwere körperliche Alloholismus.
Antragsbere fruchtbar gemacht t amtete Arzt und dei Anstalt für deren 3r Erbgcsundhcitsgericht treffende seinen Ge gesundheitsgericht toi und zwei Aerzten beamteten Arzt und gesundheitsschre befon. fahren ift nidftöffentl miftlungen find anzuj von Leugen und Sacht
Las Gericht entscheid ' Tveeisausnahme nach
TejchWastung erfolgt
Der chirurgstche 6ü - kenanftalten von einei • genommen werden u ' Unfruchtbarmachung - endgültig geworden:
2st die Unfrucht - schlossen, so ist sie a des Unfruchtbt ■ fuhren, sofern nicht 1
stellt. Der beamtete1 lichen Maßnahmen ' • mittelbarer Zwang ; Maßnahmen nicht a
Unfruchtbarmachui H Gesetzes, sowie l’t nur dann zulässig ^"^geln d-° Abwendung einer er Gesundheit desjeniae und dessen Einwilügi . beteiligten Z schwiegenheit v
Vollzug des Ge Regierungen. Die obe fe”™ E-'h und
^nnen Mitat
‘ö'e Begründe
lassen tQnn ^age puppen einb»i.?H erbuno miinD ,e>n, bei ranlentt« N
Aufgabe U ?Ufllärun?* berui b'eses tzeseke «^ $(
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