Pfarrer-Gchulungs-Lehrgang in Gießen
Heute nachmittag beginnt im Studentenheim am Leihgesterner Weg ein Pfarrer-Schulungs-Lehrgang, dem als leitendes Thema »Theologische Besinnung auf Volkstum und Staat zugrunde liegt. Es sprechen: Prof. Dr. Born- k a m m über »Rasse und Volkstum bei Martin Luther"; Prof. Dr. Rudolph über »Volk und Staat im Alten Testament"; Prof. Dr. Bertram über »Volk und Staat im Reuen Testament"; Prof. Dr. Haenchen über .Volk und Staat in der Lehre dec Kirche", und Prof. Dr. Cordier über .Volk und Staat in der Predigt der Kirche".
Einbrecher und Wäschedieb festgenommen.
Der heutige Polizeibericht meldet:
Ein langgesuchter Einbrecher und Wäschedieb konnte am 23. Juni 1933 in der Person des früheren Hoteldieners Mathias 3 c p p e I, geb. am 5. Februar 1882 zu Mühlheim a. d. Ruhr, in der Lahnstraße 3 hier wohnhaft, festyenommen werden. Bei der Durchsuchung seines Zimmers und einer von ihm benutzten Dachkammer wurden große Mengen Diebesgut, aus Einbrüchen und Dieostäh- len herrührend, voraefunden. Größere Posten gestohlener Wäsche, Kleidungsstücke, Schinken und Wurst konnten den Bestohlenen wieder zurückge- geben werden. Es ist außerdem noch eine Menge Diebesgut vorhanden, deren Eigentümer noch nicht ermittelt werden konnten. Diese werden ersucht, bei der Kriminalpolizei, Zimmer 5, während den Büro- stunden die beschlagnahmten Stücke einzusehen und onzuerkennen. Unter anderem sind vorhanden: Bettbezüge, Kopfkissenbezüge, Bettlaken, Taschentücher, Handtücher, Küchentücher, Badetuch, Herren-Ober-, Sport- und Normalhemden, Herrennachthemden, Herrenunterhemden, Herrenunterhosen, Metzger- schürzen, Pullover, eine blaue Trainingshose, eine wertvolle Chaiselonguedecke, ein Schal, zahlreiche Tisch- und Zierdeckchen, Zierrissen, Herrenhandschuhe, Herrenstrümpfe, Lodenmäntel, Kinderwagendeckchen und Windeln, eine rote Plüschdecke, eine dunkelbraune gerippte, fast neue Ledertasche (kleineres Format), ein Damenfüllfederhalter Marke Primus, eingemachte Früchte, 2-Liter-Gläser mit Gurken,
Zwetschen und Mirabellen (Gläser tragen die Bezeichnung „Groheinkaufsgeselllchaft deutscher Kon- sumoereine G. m. b. H., Chemnitz"), eine Aktentasche gezeichnet R. SB., eine Sparuhr und verschiedene Werkzeuge.
Unter der Bettwäsche und den Taschentüchern befinden sich Stücke mit den Zeichen A. L., B. D., A. W., C. D.. H. K.. F. T.. E. H., XL. T., L. L., P. M. und L. Ein vor dem L. befindlich gewesener Buchstabe ist entfernt. Es steht auch bereits fest, daß der Tater DiebeSgut verkauft hat. Um Unannehmlichkeiten zu entgehen, werden die Käufer ersucht, der Kriminalpolizei Rachricht baten zu geben. Unter dem Verdacht der Mittäterschaft wurde der Hausbursche Hermann Blaut, geb. am 9. Februar 1908 in Lüneburg, ebenfalls Lahnstraße Nr. 3 wohnhaft, festgenom- ' men. Beide wurden dem Amtsgericht Gießen zugeführt und kamen in Untersuchungshaft.
itfornoti^cn.
— Tageskalender für Montag. Kaufmännischer Verein von 1873: 21 Uhr, im Vereins- Haus, Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „SA.-Mann Brand".
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Schulpersonalien. Der Lehrer Hans Schwedes zu Landenhausen, Kreis Lauterbach, wurd^mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Der Rektor Ferdinand Bach (Großen-Linden) wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Juli in den Ruhestand versetzt. Der Lehrer Heinrich Engel in Götzenhain wurde mit Wirkung vom 1. Juli zum Reallehrer bei dem Landeszuchthaus Marienschloß ernannt.
*• DaS Ergebnis der Sammlungen für das Rote Kreuz. Die Sammlungen, die in der jüngsten Zeit für das Rote Kreuz in Gießen durchgeführt wurden, erbrachten recht befriedigende Beträge. Die Strahensammlung anläßlich des Rot-KreuztageS erbrachte den Betrag von 941,99 Mark, das Ergebnis der Haussamm- lung die über einen Zeitraum von vier Wochen durchgeführt wurde, belief sich auf 737 Mark. Das Gesamtergebnis entspricht ungefähr bem Aufkommen im vergangenen Jahre. Die Gießener Bürgerschaft hat erneut bewiesen, daß sie der Arbeit des Roten KreuzeS in Gießen alles Verständnis entgegenbringt
Lahres-Hauptversammlung der evangelischen Männervereim'gungen
*10 Jahre Evangelische Männervereinigung der Matthäusgemeinde Gießen.
Unter dem Vorsitz von Oberreallehrer Fritz Frank, Darmstadt, fanden sich am Samstag und Sonntag die Vertreter der im Hessischen Landesverband evangelischer Männervereinigungen zusammengeschlossenen evangelischen Männervereine zur 10. Jahreshauptversammlung zusammen. Zugleich mit dieser 10. Jahreshauptversammlung des Landesverbandes konnte das 10jährige Bestehen des evangelischen Männervereins der Mat- thäusgemeinde Gießen begangen werden. Den Auftakt der Veranstaltungen bildete am SamStag- nachmittag im Gasthaus Hindenburg die
Verireierversammlurig.
In feiner Begrüßungsansprache hieß der Leiter der Versammlung, Oberreallehrer Frank, Darmstadt, die Teilnehmer willkommen und begrüßte besonders Oberkirchenrat D. Wagner und Pfarrer Mahr. Lehrer Wehrheim begrüßte die auswärtigen Vertreter im Rarnen der Älännervereinigung der MatthäuSgemeinde (Sieben. Die Arbeit, die die Männer zusammenführe, gelte dem Glauben und der Kirche. Die 10jährige Arbeit sei schwer gewesen, denn es habe gegolten, gegen die Bewegung der Gottlosen zu kämpfen. Unter der nationalen Regierung sehe man einer günstigeren Entwicklung auch im Männer- verei ns wesen entgegen. Der Vorsitzende dankte für die freundliche Aufnahme in Gießen und verlas sodann verschiedene Glückwunschschreiben zum 10- jährigen Bestehen. Schriftführer D i l l m a n n. Darmstadt, gab einen sehr umfangreichen Jahresbericht, der einen lückenlosen Rückblick auf die Arbeit des Landesverbandes seit seiner Gründung barftellte. Insbesondere waren darin auch die Ziele deS Landesverbandes umrissen und die mannigfache Kleinarbeit geschildert die bisher geleistet wurde. Dem Bericht war u. a. zu entnehmen, daß
im hessischen Landesverband der evangelischen ZRänneroereinigungen insgesamt 30 Vereine mit
etwa 6000 Mitgliedern vereinigt
sind. In einer Aussprache wies Pfarrer Mahr auf die Verschiedenheiten in der Arbeit der Dorfkirchen- gemeinschaft einerseits und der Männeroereinigun- gen anderseits hin, betonte aber, daß zwischen beiden Organisationen keinerlei grundsätzliche Gegensätze bestünden. Er gab der Versammlung wertvolle Anregungen für die Form der weiteren Arbeit. Der Jahresbericht wurde nach kurzer Aussprache ge- nehmigt. Der Kassenbericht, vom Rechner Ingenieur
Eichenauer (Aüey) verlesen, ergab eine Einnahme von 951,31 Mark, eine Ausgabe in Höhe von 437,97 Mark, (o daß ein Ueberschuß von 513,97 Mark verblieb. Die Kasse wurde in bester Ordnung befunden und dem Rechner Dank und Entlastung zuteil. Einige Satzungsänderungen wurden in der vom Vorstand vorgeschlagenen Form gutgeheißen. Die Wahl des Vorsitzenden brachte einstimmig die Ernennung des bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Oberreallehrer Frank, zum 1. Vorsitzenden. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden verschie- denen verdienten Mitgliedern Ehrungen zuteil. Der langjährige Vorsitzende, Ministerialdirektor i. R. Urstadt, wurde zum Ehrenvorsitzenden, Pfarrer Kleeberger (Darmstadt), der geistige Urheber der Männeroereinsbewegung, zum Ehrenmitglied ernannt. Der Rechner, Ingenieur Eichenauer (Alzey), wurde durch ein Geschenk geehrt; Schrift- sichrer Dillmann sowie Pfarrer Palmer erhielten Ehrenurkunden zugesprochen. Ministerialdirektor 11 r ft a b t dankte für die Auszeichnungen auch im Namen der anderen geehrten Herren und stellte seine weitere Mitarbeit zur Verfügung. In verschiedenen Anträgen wurde die weitere Gründung von Männeroereinigungen angeregt, ein Antrag, in dem die Abhaltung von Schulunastagen und Schulungswochen gefordert wurde, fand Zustimmung, ein weiterer Antrag, in dem zur Beteiligung an der Spende für die Opfer der Arbeit aufgerufen wurde, fand ebenfalls freundliche Annahme. Die nächste Vertretertagung soll in Pfungstadt ftattfinben. Nach einer Pause befaßte sich die Vertretung mit aktuellen kirchenpoliti^chen Tagesfragen.
Am Sonntagvormittag fand in der Stadtkirche ein gutbesuchtcr
Festaottesdieust
statt. Pfarrer Weih von der Petrusgemeinde in Darmstadt knüpfte in seiner Predigt über Matthäus 10 32,33 an an den 25. Juni 1530, die Verlesung des ersten evangelischen Glaubensbekenntnisses in Augsburg, und rief die evangelische Männerwelt auf, Bekenner in Wort und Tat zu sein. Seine Ausführungen gipfelten in der Forderung evangelischen Männerdienstes in allen Gemeinden, der die Klarheit und Kraft der evangelischen Glaubensüberzeugung als bestes Gut in die nationale Erhebung hineinarbeiten sollte.
Oie Hauptversammlung
fand am Rachmittag in der „Liebigshöhe" statt, die durch gesangliche Darbietungen des Kinder-
chorcs (Leitung: Lindenstruth, Gießen) und des Kirchenchorcs (Leitung: Lehrer Rebeling) besondere Ausgestaltung erfuhr. Der Londes- verbandsvorsihcnde Obcrrcallchrer Frank aus Darmstadt hieß die Teilnehmer und die zahlreichen Ehrengäste herzlich willkommen. Sr gedachte gleichzeitig der im Laufe der zehn Jahre verstorbenen Mitglieder des Verbandes, deren Andenken geehrt wurde. Dec Tag deS zehnjährigen Bestehens bedeute einen Meilenstein in der Geschichte deS Verbandes. Die zehnjährige Arbeit sei schwer gewesen, immer aber seien die Richtlinien des Verbandes unerschütterlich beibehalten worden. Die Zukunst liege lichter vor den evangelischen Männervercinigungen. Wan begrüße den Volkskanzler Adolf Hitler und den nationalen Staat, der auch der Kirche den Raum lasse, der ihr gebühre. Man hoffe, daß dem Volke eine einheitliche Kirche erhalten bleiben möge.
Superintendent, Oberkirchenrat D. Wagner übermittelte die Grüße des LandeSkirchcnamtes und sagte Dank allen jenen, die als tätige Glieder in der evangelischen Männcrvereins- betoegung stehen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich die Arbeit im einzelnen vertiefen möge.
Prof. Dr. Cordier vermittelte Glückwünsche im Auftrage der Universität. Er wies auf die entschei- dende Wandlung in der geistigen Haltung der Studenten, auf den Zug zu ernsten Idealen des Werdenden, des deutschen Mannes hin. Der Student wolle sich führen lasten von wahrhaften Männern. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß dem Iungmann gezeigt werden möge, was ein aufrechter evangelischer Mann sei.
Der Direktor des Predigerseminars in Friedberg, Prof. Dr. Stroh dankte den evangelischen Män- neroereinigungen für die Aktivierung der Männer- schaft im Dienste der Kirche.
Prof. Dr. M a 11 h e s vom deutschen evangelischen Gemeindetag betonte die tiefe innerliche Verbundenheit zwischen den Männeroereinigungen und dem Gemeindetag. Seitdem es evangelische Männervereinigungen gebe, sei das Problem der Auswahl der Kirchenvorsteher und Kirchengemeindevertreter gelöst. Jedes Volk brauche die Organisation des religiösen Willens.
Stadt- und Kreisschulrat Dr. Henß widmete der Tagung im Auftrage der Stadt und des Oberbürger. Meisters herzliche Grütze. Man lebe im Zeichen der Revolution, die auch nicht spurlos an der Religion vorübergehen könne. Aus tiefer nationaler Sehn- sucht zur Freiheit werde auch neues religiöses Leben erwachsen. Die Politik heiße „Deutschland", die Re- ligion „Christus". Volk und Gott seien die Hoch, ziele menschlichen Strebens.
Pfarrer Mahr sprach im Namen der Gesamt- gemeinde, der Gesamtkirchengemeindevertretung und des Pfarrkollegiums in Gießen. Keine Frage, jo führte er aus, fei aktueller, als die Frage „Kirche und Männer". Lebendige und fruchtbare Beziehun- gen müßten beide verbinden. Kirche und Männer müßten sich finden. Pfarrer S a 11 k e r-Wiefeck be- glückwünschte den Landsoerband im Namen des Dekanats Gießen und der übrigen oberhestifchen Dekanate. Er forderte zur Werbetätigkeit besonders in Oberhesten auf. Die Männer müßten über die Frauenvereine in Oberhesten als Mittler gewonnen werden. Der Vorsitzende des Landesverbandes dankte für die übermittelten Glückwünsche.
Sodann sprach der Festredner Pfarrer Probst (Frankfurt a. M.-Oberrad) über das Thema:
„Die kirchliche Lage der Gegenwart und die Aufgaben der TNännervereinigungen in ihr".
Er führte u. a. auS: Die kirchliche Lage der Gegenwart wechsele ständig. Man erlebe gegenwärtig fo etwas wie eine Geburt. Wem: so etwas geboren werde, wie eine deutsche evangelische Kirche, fo könne das nicht so ohne weiteres vor sich gehen. Man müsse aber den Kopf oben behalten. Gegenwärtig stehe die Frage des Reichsbischofs im Vordergrund des Interesses und dabei werde fast vergessen, daß die kirchliche Lage im Volke viel wichtiger sei. Hier stehe man vor ernstesten Fragen. Das religiöse Interesse im Volke fei geschwunden. Vieles andere sei lange Zeit wichtiger erschienen als Kirche und Gottesdienst. Die Geistlichkeit habe unter leeren Kirchen gelitten. Run warte man mit Sehnsucht auf das innerste Erwachen des deutschen Volkes. Das Dritte Reich bedürfe zu seiner festen Gründung auch der Erneuerung in Christus. Er, der Redner, sei der Lleberzeugung, daß Adolf Hitlers Bewegung Aufbruch in Volk und Kirche fei. Adolf Hitler ringe auch um Luther. In ihm lebe echtes Luthertum. Jetzt breche ein Keim aus der deutschen Erde, der zwei Blüten bringe: den nationalen Sozialismus und eine neue in Christus gegründete deutsche evangelische Kirche. In Adolf Hitler habe Gott seinen Mann geschickt zu rechter Stunde. Adolf Hitler, ganz erfüllt von unerschütterlichem Glauben zu Gott, habe dem Volke etwas Reues geschenkt. Die Kirche habe die natürliche Aufgabe, das Gewissen des Staates zu sein. Davon habe man allerdings in den letzten 14 Jahren nicht viel verspürt. Heute könne man fast sagen, daß Adolf Hitler das Gewissen der Kirche geworden sei. Die Kirche fei in schweren Jahren nicht kämpferisch genug gewesen. Eie dürfe sich nun nicht mehr in Ueberheblichkeit Adolf
Hitler und dem Rationalsozialismus gegenüber- stellen, sondern müsse Llmkehr halten.
Der Wunsch der evangelischen Männervereini- gungen, die Männer zusammenzuschließen, fei ein glücklicher Gedanke. Dabei dürfe man aber nicht stehen bleiben. Cs gelte der Kirche eine Schar zu schaffen, die. eine geistliche SA., Kämpfer für das Wertvollste und Innerste werden. Die Verbände müßten sich umstellen nach dem Prinzip, daß sich jeder sage »ich will mich Christus und der Kirche ganz zur Verfügung stellen". Jeder müsse dabei fein mit fanatischer Hingabe. Es gehe nicht mehr, daß man für seinen Glauben nur noch einige Pfennige übrig habe. Es nütze nicht der schone Gedanke allein, auch nicht die Theologie allein, sondern allein der Eifer zu Jesus ChristuS. Man brauche Männervereinigungen, in denen jeder Soldat der Kirche sein müsse. Laienschulungsstätten mühten errichtet werden, und Hunderte, die hinaus- ziehen, müßten Tausende bringen. Alle müßten ergriffen werden vom Geiste Christus', dann würden Rom und der Bolschewismus die deutsche Festung vergeblich berennen. Wenn von innen heraus die evangelische Kirche gefestigt sei, dann sei ihre Schwäche überwunden. Dann werde sie wieder das ganze deutsche Volk umfassen. Dann stehe die Kirche nicht mehr im Schatten Roms. Dann gebe es eine starke evangelische Kirche im Deutschen Reich. Gottes Aufgabe sei aber noch nicht erfüllt. Erst müsse in einigem evangelischen Geiste das Volk verbunden sein, denn erst bann fei die wahre Volksgemeinschaft Wirklichkeit. (Lebhafter Beifall!)
Mit einem kurzen Schlußwort beendete der LandesverbandSvorsitzende der evangelischen Männervereinigungen Oberreallehrer Frank, Darmstadt, die anregende Tagung.
G. A.-Sport.
Gießener CRuhergefellfdjaff in Würzburg und Bad Ems.
Die Mannschaften der Gießener Rudergefell- schäft starteten am vergangenen Samstag und Sonntag an zwei Plätzen, und zwar in Würzburg und in Bad Ems. Die Rennen brachten für die hiesigen Ruderer zum Teil angenehme, zum Teil unangenehme Dieberraschungen. Am Samstag vermochten die GRGer im Deutschen Ruder-Ver- bandsvierer den deutschen Meister „Unbine“ Saarbrücken zu schlagen. Zeiten: 5:09,8 5:10.04 Minuten. Der Jubiläumsachter, der am gleichen Tage ausgefahren wurde, ging im Kamps gegen den Achter des Würzburger Rudervereins verloren. Am zweiten Tag nahmen die Saarbrückener Ruderer im Kaiser-Vierer an der Mannschaft der GRG. Revanche und verwiesen den Sieger deS Vortages auf den zweiten Platz. Im Prinz-Luit- pold-Achter mußten die Gießener abermals die Dleberlegenheit der Würzburger anerkennen. Auf der Regatta in Bad Ems errang Friedel 3 ö b t gegen Leih- Wetzlar, einen Sieg im ersten Einer. 3m Ermunterungs-Vierer ließen die Mannen der Gießener Rudergesellschaft ihre Mitbewerber RD. Bad Ems und »Rhenania", Koblenz, weit hinter sich.
Schon 50 Meldungen zum „Großen Motorradpreis von Deutschland^.
Der erstmals vom ADAC, durchgeführte „Große Motorradpreis von Deutschland" verspricht schon jetzt, nach Meldungseingang und Publikumsintcr- esse zu urteilen, das Ereignis im deutschen, ja im europäischen Motorradsport zu werben. Obwohl der Meldeschluß für die am 9. Juli auf der Avus zum AuStrag gelangenden Veranstaltung erst am kommenden Sonntag abläuft, sind schon jetzt weit über 50 Rennungen für den „Großen Preis" eingegangen. Drei große deutsche Fabriken, und zwar BMW., DKW. und Triumph werden zu diesem Ereignis neue bzw. verbesserte Maschinen herausbringen, um im Kampf mit der ausländischen Elite erfolgreich bestehen zu können. Auch der gleichzeitig ausgetragene letzte Laus um die Deutsche Seitenwagen» Mei st erschuft wird stark umstritten fein. Die bisherigen deutschen Meister dieser Kategorie — die Seiten- Wagen-Meisterschaft wird erst im dritten Jahre ausgefahren — haben ihre Meldung abgegeben und treffen auf beste Gegnerschaft.
Wettervoraussage.
Don Westen her steigt der Luftdruck weiter an, so daß sich ein Tiefdruckwirbel über England bereits aufgefüllt hat. Die Störungstätigkeit im Nordosten ist Zwar noch nicht ganz behoben, wird aber auch mit der Zeit mehr abflauen. Da zuitzichst von Nord- westen noch ozeanische Luft herankommt, wird neben Aufheiterung zeitweise wechselhafte Bewölkung auf- treten, wobei vereinzelt auch Neigung zu gewitter- artigen Schauern besteht. Im allgemeinen geht aber die Wetterlage einer Besserung entgegen.
Vorhersage für Dienstag: Teils wech. feind wolkig, teils aufheiternd, schwankende Temperaturen, vereinzelt noch Neigung zu Gewitterstörung.
Vorhersage für Mittwoch: Fortfchrei- tende Besserung der Wetterlage.
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