Ausgabe 
26.4.1933 Frühausgabe
 
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S.Jf.-tfpor/

Han-ball: 1900 - SA. Stmm 11.

Der Sturm 11/116 hat eine Handballmannschaft .zusammengestellt. Die Mannschaft tritt heute abend zum ersten Male auf dem Platz der Universität auf den Plan. Gegner der Mannschaft ist die 1. der opielvereinigung 1900, die verschiedene bewährte Grafte in ihrer Elf hat und in der letzten Zeit mit guten Ergebnissen aufwarten konnte. Man hofft auf einen spannenden Kampf, da sich auch in der Mannschaft der^SA. einige gute Handballspieler befinden. Der Sieg dürfte der Spielvereinigung 1900 zuzusprechen sein, weil sie immerhin die routi­niertere Mannschaft stellt. Die Gegner treten in fol­genden Aufstellungen an:

19 0 0 : Schlarb

Fischer Volk

Otto Hoffmann Schwalm

Herbert II Linsemann Betz Hamann Diefenbach. Weller, Barth, Vetter. Hopfenmüller, Balser. Metz, Birkenstoek, Lenz.

Gujot, Schmelz.

S 01.: Enders.

VfB. Gießen.

VfB. Gießen I VfB. Butzbach I 1:4 (0:2).

Die BfD-er traten am Sonntag einem Ver­treter der ^-Klasse gegenüber und---ver­

loren, und das sogar sehr deutlich. Dabei waren die Grün-Weihen bis auf Knaus in bester Be­setzung angetreten. Das Spiel sollte ein Probe­galopp auf das 1. Aufstiegspiel sein. Aach Ent­schuldigungen oder Ausflüchten für die Aicder- lage suchen, hiehe der VfB.-Elf einen schlechten Dienst erweisen. Die Butzbacher stellten eine aus jungen Leuten zusammengesetzte Elf und zeigten nie gesehenen Eifer, der ihnen dann auch den Sieg brachte.

Der Kampf spielte sich fast während der ganzen Spielzeit in der Hälfte des Gegners ab. Sn ieder Halbzeit tarnen die Gastgeber zu zwei Toren: sie wurden von den Auhenstürmern, die die auf der Mittellinie stehenden VfB.-Verteidi- ger ständig überliefen, geschossen. Vor dem Tor der Butzbacher spielten sich die dramatischsten Szenen ab. Der grün-weihe Sturm versagte bis auf Schmidt gänzlich. Als die Partie 0.2 für Butzbach stand, begann man mit Timstellungen, die mehr verdarben als gut machten. Beim Stande von 0:4 ging Wilhelm in den Sturm, und ihm gelang es, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen.

VfB. II Garbenteich I 3:5 (3:5).

Die Grün-Weihen muhten sich einem besseren Gegner beugen. Garbenteich hatte eine sehr spiel­starke Mannschaft zur Stelle. Man sah einen

schnellen, interessanten Kampf, dessen Halbzeit- Ergebnis auch das Endresultat war.

VfB. III Rieder-Weisel I 4:2 (2:1).

Die dritte Mannschaft des VfB. konnte seit langem wieder einmal einen Sieg nach Hause bringen. Aicht nur taktisch, auch technisch waren sie ihrem Gegner überlegen. Sn jeder Spiel­hälfte schossen die Grün-Weihen nach schöner Kombination zwei Tore. Trotz körperlicher ^leberlegenheit konnte der Gegner nicht aus­kommen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 III Heuchelheim I 2:2 (1:1).

Das letzte Meisterschaftsspiel dieser Saison auf dem 1900-Sportplatz. Es wurde viel zu hart aus­getragen. Beiderseits hatte man Versager in den Reihen. Mit den Entscheidungen des Schiedsrichters war man nicht immer zufrieden. Rach einem Wort­wechsel in der zweiten Spielhälfte muhte der Gie­ßener Mittelläufer das Spielfeld verlassen. Trotzdem nahte gegen Spielende der Sieg in Gestalt eines Elfmeters. Weißmüller setzte den Ball aber weit neben den Pfosten. Die Tore für 1900 erzielte Wil­helm!.

1900 IV Heuchelheim II 4:2 (2:1).

Auch hierbei gab es keine erbaulichen Leistungen. Man spielte beiderseits noch zu anfängerhaft. Der eigene Platz bot den Gießenern gewisse Vorteile, unter deren Ausnutzung es auch zum Siege kam. Der Sieg war verdient.

Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.

TTL. (Io. 1860) Lich 1900 II 2:12.

Die 1900er konnten den Mannschaftskampf sieg­reich gestalten. Bei der Mehrzahl der Spiele mußten sie jedoch ganz aus sich herausgehen, da sich die Licher als ernsthafte und hartnäckige Gegner ent­puppten. Nachstehend die Ergebnisse (Lich jeweils zu­erst genannt):

Einzel: Erb-Gros 18:21, 17:21, 18:21; Jnsel- Oelemann 18:21, 7:21, 18:21; Menges-Götz 15:21, 20:22, 10:21; Weppler-Meyerhoff 10:21, 22:20, 19:21, 7:21; Steuernagel-Frz. Koch 14:21, 14:21, 12:21; Pamler-Enders 21:16, 15:21, 21:17, 21:7.

Kreuzeinzel: Erb-Oelemcmn 14:21, 21:12, 16:21, 21:16, 14:21; Insel-Gros 21:18, 12:21, 14:21, 21:15, 19:21; Menges-Meyerhoff 17:21, 25:23, 27:25, 15:21, 19:21; Weppler-Götz 10:21, 16:21; Steuer- nagel-Enders 21:14, 21:13, 21:14; Pamler-Frz. Koch 18:21, 15:21, 14:21.

Doppel: Erb-Weppler Gros-Oelemann 21:12 15:21, 19:21, 16:21; Insel-Menges Götz-Mener- hoff 21:13, 21:15, 14:21, 14:21, 17:21.

Wirtschaft.

Der Reichsbankstaius am rr.Apnl.

Berlin, 25. April. (WTB.) Nach dem Aus­weis der Reichsbank vom 2 2. April hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Ka­pitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 155,2 Millionen auf 3263,6 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 125,6 Millionen auf 2870,6 Millionen Mark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 25,8 Mil­lionen auf 6,2 Millionen Mark, die Lombardbe­stände um 3,2 Millionen auf 68,9 Millionen Mark und die Bestände an Effekten um 0,6 Millionen auf 317,9 Millionen Mark abgenommen.

2ln Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 157,2 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbänknoten um 144,3 Millionen auf 3278,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 12,9 Millionen auf 383,7 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Scheide­münzen verringerte sich in der Berichtswoche um 94,1 Millionen auf 1374,8 Millionen Mark. Dem­entsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 35,3 Millionen Mark, diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung oon 0,8 Millionen Mark Neuausprägungen auf 300,6 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 372,1 Millionen Mark eine Zunahme um 12,1 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- l oh'gen D e vifen haben sich um 17,8 Millionen auf ol2,0 Millionen Mark vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 14,3 Millionen auf 407 1 Millionen Mark, die Bestände an deckungsfähige'n

Devisen um 3,5 Millionen auf 104,9 Millionen Mark abgenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 22. April 15,6 gegen 15,5 Prozent am 15. April. Nach Abzug der noch bestehenden kurzfristigen Devisenverpflichtungen in Höhe von 45 Millionen Dollar stellt sich die Deckung auf 9,9 gegen 10,0 Prozent am Ende der Vorwoche.

Forderungen des Erzbergbaues im Lahngebiet.

Wetzlar. 25. April. (WTB.) Beim (Berg- und Hüttenmännischen Verein zu Wetzlar fand eine vorn kommissarischen Vorstand der Handelskammer Dillenburg nach Wetzlar ein­berufene Aussprache statt, an der die Ver­treter des Eisenstein-Bergbaues an Lahn, Dill und in Oberhessen teilnahmen. Wie in der tags zuvor stattgefundenen Sitzung der bergbaulich maßgebenden Kreise des Siegerländer Wirt­schaftslebens in Siegen, wurden in der Aus­sprache die besonderen Verhältnisse und Aotwen- digkeilen des Bergbaues an Lahn, Dill und in Oberhessen dargestellt. Es wurde eine Ent- sVrcJW 9^ in der zur Unterstützung des Elsensteinbergbaues an Lahn, Dill und in Oberhessen gefordert werden:

ri V Die Abnahme von 1 Million Tonnen Eisen­stein jährlich.

2. Die Vorkriegspreise.

3. Zur Finanzierung der Differenz zwischen Vorkriegspreis und dem jeweiligen Preis für Auslandserze die Schaffung einer Ausgleichskasse oder Aebernahme durch das Reich.

4. Timbau der gegenwärtigen Reichs- Staatsbeihilfe.

5. Planmäßige Durchführung großzügiger Auf­schluß- und (Untersuchungsarbeiten durch den Staat.

Diese Forderungen sollen ebenso wie die gleich­lautenden des Siegerlandes den maßgebenden Berliner Stellen unterbreitet werden.

*

* Neueinstellungen bei der Adam Opel AG., R ü s s e l s h e im. Die Adam Opel AG., Rüsselsheim, deren Belegschaft sich am Anfang d. I. nur auf zirka 6000 Köpfe belief, hat infolge der Geschäftsbelebung zahlreiche Neueinstellungen vor­genommen. Die Belegschaft wurde um zirka 1200 Arbeiter vermehrt, so daß die Gesellschaft jetzt etwa 7200 Mann beschäftigt.

Frankfurter Abendbörse weiter befestigt

Frankfurt a. M., 25. April. Die festere Hal­tung des Mittagsschlußverlchrs über (rüg sich auch auf die Abendbörse, an der das Geschäft auf kleine Kundenorders etwas größer war und an der im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen weitere

und . Besserungen von 0,^ bis 1 Prozent eintraten. Dar­über hinaus konnten sich (Betula auf die Ausfüh­rungen in der J-Jeutigen Generalversammlung um 3 Proz. befestigen, und auch andere Tarifwerte kamen fester /zur Aotiz. Aur Licht & Kraft setzten 0,5 Proz. j/iebriger ein, zogen aber später um 1 Proz. aiiu Von Vontanwerten waren besonders <yatpcn'r weiter fest (plus 1,75 Proz.). Eine An­regung bildeten die weiter rückläufigen Arbeits- losenziffern. daneben verwies man aber auch auf die Hausse für Goldminen-Aktien an der heutigen Pariser Börse. Sm Verlaufe hielt die freundliche Stimmung an.

Auch der Rentenmarkt war leicht befestigt. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforde­rungen gewannen 0,50 bis 0,75 Proz., Reubesitz­anleihe und Stahlverein-Donds je 0,25 Prozent. Reubesitzanleihe 13,35, Altbefih 73,25, Schutzge­biete 8,15, Reichsbank 137,50, Harpener 1C2 50 bis 103, Mannesmann 76,25 bis 77, Rheinstahl 93,25 (Betula 110,50 bis 110, Dt. Erdöl 118. Licht ü Kraft 106, SG.-Farben 144,88 bis 144,63, Gtsfürel 93,75, Schuckert 105,50 bis 106, Siemens 165, Reichsbahn- Borzugsaktien 100,50, Hapag 20.

AiisgeWimg der Tier- und HemaWutzardeii.

Oberschulrat Ningshausen zeigt neue Wege.

Darmstadt, 25. April. (WSN.) In der Vor­standssitzung des Tiers chutzoerein.s für Hessen unterbreitete Oberschulrat Ringshau - sen, der neue Vorsitzende des Vereins, dem Vor­stand höchst beachtenswerte programmatische Vor­schläge ' über die zukünftige Ausgestaltung der Tier- u n d H e i m a t s ch u tz a r b e i t. Das große welttzeschichtliche Ereignis muß auch der Tierschutz­arbeit neuen Schwung verleihen. Es gilt, dem be­deutungsvollen politischen Geschehen etwas Gleich­großes auf dem kulturellen Gebiete zur Seite zu stellen. Unsere ganze deutsche Kultur muß sich grün­den auf dem sittlichen Gedanken der Ehrfurcht vor der Natur und auf der Liebe zur Hei­mat. Dieser Gedanke ist tief im deutschen Wesen verankert. Es gilt jetzt, ihn in die Tat umzusetzen. Mit den zu Tierquälereien führenden Auswüchsen, die von der früheren Regierung nicht beseitigt werden konnten, wird die neue Re­gierung vollkommen aufräumen, denn sie stützt sich auf große sittliche Gedanken und nicht aus eine rein materialistische Weltanschauung.

Ebensowenig wie Menschen wirtschaftlich oder kapitalistisch ausgenutzt werden dürfen, ebenso­wenig darf auch ein Tier bloßes Objekt für un­seren Gebrauch sein, es ist gottgefchaffenes Leben, dem wir uns nur mit den Gefühlen tiefster Ehrfurcht vor dem Schöpfer nahen dürfen. Mit dem Schuhe der Tiere, sowohl der Haustiere, wie der freilebenden Tiere unserer Heimat, muß die wissenschaftliche Forschung Hand in Hand gehen. Alle Organisationen, die Tierl'.ebe und Tierschutz, heimatliebe und Hei­matschuh, Erforschung des Tierlebens und der heimischen Ratur auf ihre Fahnen geschrieben

haben, müssen jetzt zu einem großen Ring zu­sammengeschlossen werden. Sie müssen gleichge­schaltet werden, um ihre Stoßkraft zu erhöhen, eine Kraftverzettelung darf es nicht mehr geben.

In welcher Weise der zu schaffende große Ring im einzelnen zu gestalten, wie er in Arbeitsge­meinschaften zu gliedern ist, darüber muß noch nachgedacht roerbep. Die große Linie, die gestaltende sittliche Idee muß dabei aber immer gewahrt blei­ben, nur so wird man Herrscher aller Einzelfragen. Der Geist muß es sein, der sich die Form schafft, und diesen Geist der Ehrfurcht vor der N a - tu r in die Jugend, in das Volk hineinzutragen und ihn in die Tat umzusetzen, muß immer unser Ziel bleiben. Für alle Tier-, Natur - und Hei­matfreunde eröffnet sich so ein großes Be­tätigungsfeld. Möge unser Hessenland bahn­brechend auf diesem Kulturgebiete wirken und Vor­bild und Muster für die anderen deutschen Länder werden.

Die Ausführungen von Oberschulrat Rings- hausen wurden vom Vorstand mit großem Inter­esse und zustimmendem Beifall entgegengenommen. Der Vorstand erklärte sich gerne bereit, die Vor­arbeiten für den geplanten

Zusammenschluß aller auf Tier- und Heimat­schuh und heimatforfchung gerichteten verbände

zu übernehmen. Er wird demnächst alle Verbände und Einzelpersönlichkeiten zu einer Zusammenkunft einladen. Gedanken und Vorschläge zur Ausgestal- ttmg des geplanten Ringes sind erbeten an die Schriftleitung derAllgemeinen Tierschutz - Zeit­schrift", Darmstadt. Rheinstraße 41.

Strafkammer Gießen.

* G i e h en , 21. April. Durch das Amtsgericht Grünberg war ein Arbeiter wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Gegen das Urteil verfolgte er zwecks Freisprechung Berufung. Er hatte in einer Rachbargemeinde die Kirmes besucht, hatte dort abends ohne besonderen Anlaß mit einem anderen jungen Mann Streit angefangen, wobei man sich zunächst gegenseitig beschimpfte. Hieraus ent­wickelte sich dann eine Schläg.rei, in deren Verlauf der Angeklagte unerwartet sein Taschenmesser zog, und damit seinem Gegner einen Stich in das Ge­sicht, in die Brust und in die Hand versetzte. Sn der heutigen Verhandlung behauptete der Ange­klagte, in Rotwehr gehandelt zu haben. Durch mehrere Zeugen wurde ihm aber nachgewicsen, daß er der Angreifer war, so daß eine Rotwehr- handlung gar nicht in Frage kommt. Seine Be­rufung wurde kostenfällig verworfen. Das bei der Tat benutzte Messer wurde eingezogen. Bei der Urteilsbegründung wurde darauf hingewiesen, daß falls auch die Staatsanwaltschaft Berufung ver­folgt hätte, mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit des Messerstechens die gegen den Angeklagten er­kannte Gefängnisstrafe ganz empfindlich erhöht worden wäre.

Gegen einen auswärts wohnenden Kaufmann war seitens des Finanzamts wegen Steuerhinter­ziehung ein Verwaltungsstrafbescheid erlassen worden, durch den er zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Sn seinen Steuererklärungen hatte er einen Schuldposten als tatsächlich bestehend,

mehrere Sahre hindurch aufgeführt, während die fer Schuldposten nicht rechtsverbindlich bestand. Zu seiner Verteidigung gab er an, daß er sich mo­ralisch verpflichtet gefühlt habe, den als Schuld­posten eingesetzten (Betrag, so bald es seine wirt­schaftlichen Verhältnisse erlaubten, an seine frü­heren Gläubiger auszuzahlen. Mit dieser Begrün­dung beantragte er zwecks Freisprechung gegen den Strafbescheid gerichtliche Entscheidung. Sn der Verhandlung vor dem Amtsgericht stellte sich her­aus, daß der Angeklagte durch die Abgabe der unrichtigen Vermögenserklärung für 1931 nicht nur gegen die Vorschriften der Reichsabgabenord- nung, sondern auch gegen die zweite Steuer-Am­nestieverordnung vom 19. September 1931 ver­stoßen hat, weil er vorsätzlich in der Steuererklä­rung nicht vorhandene Verbindlichkeiten abgezo­gen, bzw. diese falschen Angaben bis zum Ablauf der Crklärungsfrist nicht berichtigt hatte. Reben einer Geldstrafe wurde er deshalb durch das Amtsgericht zu der gesetzlich zulässigen Mindest­strafe von dreiMonaten Gefängnis ver­urteilt. Die gegen dieses Urteil eingelegte Be­rufung kalte feinen Erfolg. Das Berufungsgericht kam zu dem gleichen Ergebnis wie das Amtsgericht und verwarf kostenfällig die (Berufung. Mit Rück­sicht auf die bisherige Llnbestraftheit wurde dem Angeklagten bedingter Strafaufschub zugebilligt und die Bewährungsfrist auf vier Sahre festgesetzt. Gleichzeitig wurde ihm die Verpflichtung auferlegt, innerhalb einer bestimmten Frist an die Staats­kasse den (Betrag von 500 Mark zu bezahlen.

Sranffurt o. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M.

Schluß. fW' furd Ab-"?'

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24.4. 125-4.

24.4. f 25-4.

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171,16 22,07 75,00

64

74,25

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32

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87,5

105,5

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47

309,5

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99,25

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164

130,5

143

174,5

59

53

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91

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104,5

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128,5

27

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35

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59

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88

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68

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144,65 174 58,65 54

37,75

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91

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67,5

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69 101,25 75,5

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48.5

308

9o,5

Philipp Holzmann Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt. ®ai)6 & Drehtag

2,48

76,15

82,51

36,37

143 143,5

- 143,25

I 206

3 ®. Farven-Industrie Scheibeanstall Goldschmidt .

Niitgcrdwerke Metallgeiellschast.

Griyner

Moinkraftwerke Höchst a.«.

Süddeutscher Zucker

117,5

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74, ft 31,25 78,13

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210,5

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4,5 27,5

176

116,75

64,5

77

31,5

A.E.G....................

Elektr. Liesc-rungSgesellschast ... Licht und Kraft ......

Felten & Guilleaume Gesellschaft für Elektrische Unte» nehmungen ..............

Rheinische Elektrizität Schucken & Go.............

Siemens & Halske Labmeher L Eo.

59

74

Gchlußk.

Ml lag» 6er c

45,9 I

19,9 '

143,5

144

204,5 I

Votum

Bereinigte Ltadlwerke. Otaol Minen Kaliwerke Aschersleben.

Kaliwerke Westeregeln .

Kaliwerke Salzvetsurl)

Geld > Bries

46 I

19,5

4% Oelterretchtsche Kvlbrenie ... <,20% Lesterreichlschc- Sillierrente 4% Ungarische Goldrente

4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4'/z% deögl von 1913

6% abgeii. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zoltanleibe von 1911 4% Türkische Bogdoobahn-Anleihe

Serie I

4% vesgl. Serie II . ...

5% üiumän. vereinh. Rente v. 1Ö03 4^%Ruman.vereinh.Rcniev.I9i:!

4% Rumänische vereinh. Rente 8%% Anatolier.............

Schultheis Payenhoser

SOu iAIIgemeine Kunstseidel Bemberg ...

Zellstosl Waldhos .... Zclistoss Aschaffenburg Dessauer Gas Daimler Motoren .

Deutsche Linoleum Ctenffeln & Koppel

Leonhard Tietz Lbade.

Banknoten.

Berlin, 25- Äpiil ' |

Amerikanische Noten

Belgische Noten

Dänische Noten ....

Englische Noten zran^ösische Noten

Holländische Noten .............. ,

Italienische Noten

Norwegische Noten ..............

Deutsch Lesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten

Schwedische Noten

Schweiler Noten..........

Spanische Noten

Ungarische Roten

.. 0 .. 0 .. I> .. 7 .. 7 ,. 0 . ii

.. 0 .. 0 ,. 0 ,.10 .. 0

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

bmter Bin papieren angeführten Zistern geben Die Höhe Der zuletzk be|ct)lof|enen Dividende an. Reichsbankdiskonl 4 v H. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Buderus ..........

Deutsche iStbfll ...........

Gelsenkirchener Harpener .............

Hoesch EisenKöln-Neuesten Ilse Bergbau

S<fe Bergbau Genüsse Klocknerwerke .

Mannesmann-Röhren Mausfelver Bergbau Cbprfdjlel. Kokswerte bbönir Bergbau Rheinische Braunkohlen Röetnstohl .................

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24-4-

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25.4.

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6% ehem.7% Dt.ReichSanl. v. 1929

98,5

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oy2% Noung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Ant.-Ablos.-Schulv mii

81.5

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81,75

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Auslos.-Rechien ........

Desgl. ohne Äuslos.-Rcchte......

6% ehern. 8% Hess. Bolkssiaat 1929

73,5

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13,35

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13,25

72,6

13,05

lruckzahlb 102%)......

vberhejsen Provinz-Anleihe mii

84

83,75

83,75

-

AuS.'os.-Rechlen

Deutsche Komm. Sammelab l.An

-

leihe Seriel mH Ausios.-Rechtcn

69,4

68

68,25

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Baul

Goldpfe. unkündbar bis 193,"> 6% ehem. 7% Franls. Hnp.-Ban!

88,75

88,5

-

Goldvfc. 16 unkündbar bis 1936 54% ehern. 4'/-% Tranks. Hyp.

Bank-Liau.-Pfandbriese .....

88,5

89,5

89,5

616% ehem. 4'/.% Rheinische

Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.

6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand

90,75

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-

-

btiefanftall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand

89,5

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vriesanstalt. Pfandbriefe R. in

90

89,75

-

-

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Echluß- kurS

Echlußk. Abend- börfe

Schluß­kurs

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Datum

24.4.

25.4.

24.4.

25.4.

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Hamburg-Südam. Dampfschiff.

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0

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Berliner HandelSgeieUschast....

4

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Commerz, und Privat-Bank... Deutsche Bank und DiSronto»

0

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0

69

68

69

Dresdner Bank...........

61,5 135,75

61,5

137,5

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136.25

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Reichsbank ................

1

24. April

25. Slpill

Amtliche

Jioncrunq

Amtliche

Notierung

Brie

ß'eih

Brw

Geld

Helsingiors.

6,523

6.537

6,513

6,527

Wien ....

45,45

45,55

45,45

45,55

Prag.....

Budapest ...

12,71

12,73

12,70

12,72

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

171,58

171,92

171,53

171,87

Oslo ......

76,42

76.58

75,17

75,33

Kopenhagen.

66,68

66,82

65,83

65,97

Stockholm...

77,92

78,08

76,02

76,18

London .....

14,96

15.00

14,76

14,80

Buenos Aires

0,853

0,857

0.853

0,857

Nenyork ....

3,916

3,924

3,846

3,854

Brüstet ....

59,41

59,56

59,39

59,51

Italien.....

22,10

22,14

22,09

22,13

Paris .....

16.77

16,81

16,76

16,80

Schweiz...

82,42

82,58

82,37

82,53

Spanien....

36,46

36,54

36,36

36,44

Danzig ....

83,67

83,83

83,42

83,58

Japan.....

Rio de Jan.

0,899

0,901

0,899

0,901

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon...

5,195

13,54

5,205

13,56

5,195

13,49

5,205

13,51

126,75

131,5

38

38.25

37,75

49

51

49

52,5

52

53,25

26,5

-7.5

26,75

108,75

111

35,25

34,65

35,25

40,25

39,9

40

-

49

48,5

27,75

27

27,25

146,75

146,5

147

32,5

30,25

71

-

173,75

172

175

13,75 I

1

-

_

M3

8.25

8,4

5.5

5,6

5,5

3,5

5,62

5,65 I

5,5

5,6

5,5

5,7

5,5

5,5

9,9

9.75

10

4,8

4,75

4,65 1

27.13 |