Ausgabe 
26.1.1933 Erstes Blatt
 
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9J.Jpor<

Vordem Deutschen Turnfest in Stuttgari

Gleichzeitig das größte deutsche Schwimmerlreffen.

Die Deutsche Turnerschaft hat es innerhalb eines Jahrzehnts verstanden, in ihren Reihen das Schwimmen zu einem hochwichtigen Zweige der tu.r.e.i chen Ücbungägejictc zu entwickeln- Fleißig geübt und gepflegt hat sie das Schwimmen schon länger. Auf ihren Gau° und Kreisfesten sind sch an Iah.zch.'.te vorher schwimmerische Wcü- kämpfe durchgeführt worden. Ruch auf dem Deut­schen Turnfest 1903 in Frankfurt und 1913 in Leipzig war bereits das Schwimmen in die große turnerische Wrtttampsfolge eingerciht worden. Aber erst einige Iahre nach dem Kriege hat man begonnen, in der gesamten DT. an einem ziel- bewußten und planmäßigen Aufbau des Turner­schwimmens zu arbeiten. Heute gibt cs kaum einen Dere n in der DT- mit Schwimmgelegenheit, der nicht seinen Schwimmwart hat. Darüber hin­aus sind viele geeignete und gut ausgebildete Führer als.Schwimmwarte in den Gauen und Kreisen der DT- an der Arbeit. Heute ist das Turnerichwimmen ein gewaltiges Glied in der Kelte der turnerischen Hebungszwcige. und die Turnerschwimmerschaft hat in den etwa 4500 Turnvereinen, die die Pflege des Schwimmens in ihr Aufgabengebiet genommen haben, im letzten Jahre die Zahl von 300 000 Mitgliedern über- schritten.

Diese Zahl bringt zum Ausdruck, daß man es bei der DT- nicht nur mit dem größten Welt­verband für Leibesübungen ganz allgemein, son­dern auch mit dem stärksten Schwimmverband zu tun hat. Wenn zur Zeit die Leistungen der DT.-Schwimmer im Sportschwimmen noch nicht an die der Schwimmerverbände heranreichen, so liegt das darin begründet, daß in der DT. als höchstes Gebot Drcitenarbeit und Pflege des volkstümlichen Schwimmens gilt. Immerhin hat üch aus der hunderttausendlöpfigen Wenge der Turncrschwimmcr auch schon eine hohe Zahl von Wettkampfschwimmern herausgeschält. die in den lebten Jahren mit fortdauernden Leistungsver- beiserungen aufgewartet haben. Wie man in der DT- in der Leichtathletik bereits den Anschluß an die Höchstleistungen der Sportler gefunden hat, so «::den die Wettkampfschwimmer in der Turne.sch oft auch in den nächsten Iahren mit ih.ea Leistungen langsam an die Bestleistungen der Berbandsschwimmer herankommen. Schon für den Winter haben sich die DT -Schwimmer, die sich auf einigen großen Hallenschwimmfesten tref­fen werden, viel vorgenommen. Diese Hallenwett- lämpse werden bereits als Vorbereitung für die Meisterschaften angesehen, die in Verbindung mit dem 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart durch- ge'ührt werden und die bisher gewaltigste Kund­gebung für das Turnerschwimmen zu werden versprechen.

Sieben Wasserballänderkämpfe 1933.

Der Aufbau der deutschen Wasserball-Ratio­nalmannschaft erfolgt schon in diesem Jahre nach neuen Gesichtspunkten. Von der Erkenntnis aus­gehend. daß nur schwere und harte Prüfungen die Spielstarke einer Mannschaft heben können, sind für dieses Jahr nicht wengier als sieben Länderspiele, und zwar je zwei gegen Holland und England sowie weitere Begegnungen mit Frankreich, Ungarn und der Tschechoslowakei ab­geschlossen worden. Aufgabe des Wasserball- wartes der DSV., Ernst Hofmann- Nürnberg, ist es, die durch das Ausscheiden von Erich Rademacher. Benecke und Cordes in der Rat'.onalmannschaft entstandenen Lücken wie­der auszufüllen. Wer von den jüngeren Spielern zur Ucbcrnahme der verwaisten Posten berufen wird, steht noch nicht genau fest, lediglich der Kölner Heiko Schwartz hot bereits Aufnahme in die ..Deutsche Sieben" als Sturmführer ge­funden.

Anerkannter Schwimmrekord.

Der von Fritz T r e n s ch e l (Stern Leipzig) am 11. Januar in Leipzig aufgestellte Curoparekord über 400 Meter Rücken mit 5:44,8 ist jetzt vom Deutschen Schwimm-Verband offiziell als deut- ser Rekord anerkannt worden. Die Bestätigung des Europarekordes durch den internationalen Schwimm-Verband steht noch aus.

Schiedsrichter fordern Polizeischuh.

In Breslau war es in letzter Zeit wiederholt zu schweren tätlichen Angriffen auf die Schiedsrichter von Fußballspielen gekommen. In einer Resolution haben nun die Schiedsrichter für alle Spiele aus­reichenden Polizeischutz gefordert. Spiele, die diesen Schutz nicht haben, sollen nicht angepfiffen werden.

Kälte veranlaßt Spielabsagen.

Wegen der anhaltenden Kälte, unter der die Be­schaffenheit der Spielplätze sehr leidet, ist am kom­menden Sonntag in Süddeutschland mit dem Aus­fall der Endspiele SpVg. Fürth Bayern München und München 1860 Phönix Ludwigshafen zu rechnen.

In Berlin wurden bereits am Donnerstag alle für den Sonntag angesetzten Bezirksligaspiele ab­gesagt.

Süddeutsche Nugby-Meifferschast.

Endspiel-Verlegung notwendig.

Das für den 29. Januar nach Stuttgart an­gesetzte Endspiel um die süddeutsche Rugby-Meister­schaft zwischen dem Stuttgart-Eannstatter RE. (Süd- kreisrneister) und dem Mainkreismeister Frankfurter TB. 1860 mußte wegen der anhaltenden starken Kälte auf den 5. Februar verlegt werden.

Westdeutsche Hochschulmeisterschast im Fußball.

In Münster standen sich am Mittwoch im Run­denspiel um die westdeutsche Hochschulmeister­schaft im Fußball Vie Mannschaften der Univer­sitäten von Münster und Bonn gegenüber. Bonn siegte erst in der Verlängerung recht glücklich mit 1:0.

Ergebnisse der Schwimmeisterschafien der Gießener Studenten.

Studenten.

Freistil (6 Dahnen): 1. Braun, Alemannia 1.12,3 Min.: 2. Kaiser, Merowingia 1.14 Min.; 3. Meyer. Bernw. 1.17 Min.

Dru st schwimmen (6 Bahnen): 1. Meyer, D. 1.33,8 Min.; 1. Heusel, Merowingia 1.33,8 Min.; 2. Meyer, Rolf 1.34 Min.; 3. Lenz 1.35,4 Min.

Streckentauchen (2 Bahnen): 1. Staedtel 25.1 Sek.; 2. Grünberg, Alem. 27.5 Sek.

Kun st springen: 1. Meyer, B. 110,6 P.: 2. Hagen 91,5 P.; 3. Preis, Arminia 90,1 P.; 4. Meyer, R. 83,4 P.

Dreikampf (6 Dahnen Kleiderschwimmen, zwei­mal Tieftauchen, 1 Dahn Etreckentauchen): 1. Meyer, B. 5 P.; 2. Meyer, B. 7 P.; 3. Kirsch­baum, Wing. 11 P.; 4. Lenz, 12 P.; 5. Preiß, Arminia 14 P.

Studentinnen.

Freistil (2 Dahnen): 1. Lenhard. Univ. 25.6; 2. Dietrich. Ts. 26.

Streckentauchen (1 Bahn): 1. Vogel, Ts. 14 Sek.; 2. Herzog, Univ. 14,8 Sek.; 3. Sohne­mann, Ts. 15,2 Sek.

Staffeln.

Drust (4x2 Bahnen): 1. Alemannia 1.46,3 Min.; 2. Chattia 1.47,6 Min.; 3. Darmstadtia 1.50,2 Min.

Lagen (4x2 Bahnen): 1. Alemannia 1.37,1 Min.; 2. Darmstadtia 1.45,6 Win.; 3. Chattia 1.46,4 Win.

Freistil (4x2 Bahnen): 1. Alemannia 1.29,4 Min.; 2. Chattia 1.33,8 Min.; 3. Darmstadtia 1.34,3 Min.

Studentinnen: Brust (3x2 Bahnen): 1. Ts. 1.35,4 Min.; 2. Univ. 2.08 Win, Lagen (3X2 Bahnen): 1. Ts. 1.31,9 Win.; 2. Univ. 1.49 Win.

Kurze Sporinotizeu.

Zur Europameisterschaft im Eis­hockey, die am 16. Februar in Prag beginnt, haben bisher 12 europäische Mannschaften ge­meldet. England hat endgültig abgesagt und auch die Verhandlungen mit den Massachusetts Ran­gers und den Edmonton Superiors sind noch zu keinem Abschluß gekommen.

Dr. Peltzer erhielt vor einigen Tagen das silberne Sportabzeichen, nachdem er seit mehr als zehn Iahren schon Inhaber des bronzenen Ab­zeichens ist.

Der Radball-Welt in ei st er Wanderlust Frankfurt nahm an einem Werbetag in Rheydt teil und konnte sich dort sowohl in den Rasen- als auch in den Saalspielen erfolgreich durchsetzen. Die Frank­furter konnten ihre acht ausgetragenen Spiele sämt­lich gewinnen.

*

Die Straßenfahrer Buse, Stapel und Thierbach werden in der kommenden Saison an verschiedenen italienischen Straßenrennen teilnehmen.

In2 8StundenvonBerlinnachMonte Carlo, diese ausgezeichnete Leistung vollbrachten

Kappler-Gernsbach und Otto-Berlin bei der jetzt be­endeten Sternfahrt unter offizieller Kontrolle.

Paolino, der aus Amerika zurückgekehrte Schwergewichtler, bestritt seinen ersten Kampf auf europäischem Boden in Barcelona und besiegte den Italiener Bergamos in der ersten Runde durch k. o.

4i

Zum Davispokalkampf haben bis jetzt 29 Rationen gemeldet.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 25. Ian. Rach mehrtägiger Ver­handlung wurde gestern, wie wir bereits kurz berichteten, die Verhandlung gegen den Rechner einer Spar- und Darlehnskasse zu Ende geführt. Bei der Vernehmung weiterer Mitglieder der Ge­nossenschaft ergab sich, daß einige von ihnen Gelder auch an Angestellte des Rechners bezahlt hatten. Diese, als Zeugen vernommen, bekun­deten unter ihrem Eide, daß sie sämtliches Geld sofort an den Angeklagten restlos abgeliefert ha­ben. Ein Vorstandsmitglied belastete den An­geklagten schwer. Rach dessen Ansicht hatte der Angeklagte sich absichtlich bemüht, die Mitglie­der über ihre bei der Kasse geführten Konten im Unklaren zu lassen, die Beschlüsse des Aufsichts­rats und des Vorstandes habe der Rechner nie ausgeführt, er habe es meisterhaft verstanden, die wiederholt verlangten Revisionen und die Vor­lage der Kassenbücher und Belege hinauszuschie­ben. Durch den Tuchsachverständigen wurde ein Fehlbetrag von nahezu 3400 Mk. er­

rechnet, Beträge, die von dem Angeklagten per­sönlich vereinnahmt, aber nicht verbucht und da­mit auch nicht in die Kasse gekommen waren. Heber den Verbleib dieses Geldes wußte der An­geklagte keine Angaben zu machen, er fand nur die Erklärung, er habe das Geld nicht.

Die Staatsanwaltschaft hielt auf Grund länge­rer Ausführungen den Teweis für zweifelsfrei erbracht, daß der Angeklagte den Fehlbetrag fick rechtswidrig zugeeignet und durch sein Verhalten absichtlich zum Rachteil der Genossenschaft gehan­delt habe. Außerdem hielt sie den Angeklagten einer schweren Hrkundensälschung für schuldig, da einwandfrei nachgewiesen sei, daß die beiden bei der Revision vorgelegten Ausgabebelege über mehrere hundert Mart von dem Angeklagten ge­fälscht worden wären, um durch Buchungsmanö­ver den wahren Kassenbestand zu verschleiern.

Die Verteidigung bezweifelte, daß ein lücken­loser Indizienbeweis geführt wäre, das Beweis- ergebnis reiche zu einer Bestrafung nicht aus. Es handele sich nur um eine grobe fahrlässige Schädigung der Genossenschaft.

Wie wir schon mitteilten, wurde der Angeklagte der schweren Hrkundensälschung, der Hnterschla- gung und der Zuwiderhandlung gegen das Ge- nossenschaftsgeseh für schuldig befunden und zu 6 Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe, evtl, weiteren 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Es wurde berücksichtigt, daß der An­geklagte den der Genossenschaft entstandenen Scha­den durch hypothekarische Belastung seines Grund­besitzes zu einem großen Teil wieder gutge- macht hat.

Wirtschaft.

Oer neue Leiter von Hapag-Lloyd.

Bremen, 26. Ian. Am 26. Ianuar fand eine gemeinsame Sitzung der identischen Aufsichtsräte der Hamburg - Amerika - Linie und des Rorddeutschen Lloyd statt, in der dem verstorbenen Geheimrat Dr. Cuno warme Worte der Dankbarkeit gewidmet wurden. Cs wurde be- schiessen, drei Herren zu stellvertretenden Vor­standsmitgliedern zu ernennen und den Vorsitz in den Sitzungen des Vorstandes der Hamburg- Amerika-Linie Herrn Marius Böger zu über­tragen.

Oer Abschluß der Berliner Handels­gesellschaft für 1932.

Berlin, 26. Jan. (WTB.) Der Derwal- tungsrat der Berliner Hande Isaesell- schäft hat auf Antrag der Geschäftsinhaber be­schlossen,^ vorbehaltlich der Genehmigung durch die Generalversammlung die Dividende aus dem Reingewinn von 2,09 (im Vorjahre 1,55) Millionen Mark auf das Kommandit-Kapital von 28 Millionen Mark auf 5 Prozent (i m V o r- jahre 4 Prozent) festzusetzen und die ver­bleibenden 692 309 (im Vorjahre 425 011) Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Cinnahmerückgang aus Zinsen, Wechseln, Devisen und Provisionen (minus rund 1,30 Will. Mark) hängt mit dem kleineren Geschäft, vor allem mit der Herabsetzung der Zinsmarge und dem Aussall des Devisengeschäftes zusammen. Der Gewinn aus dem Wertpapier- und Kon- sortialgeschäft überstieg die ausgewiesenen 1 Mill. Mark, der nicht ausgewiesene Teil wurde für Rückstellungen usw. verwandt. Zu den internen Abschreibungen und Rückstellungen treten noch solche sachgemäßer Ratur von 1,50 (2,50) Mill. Mark. In der erheblichen Steigerung des Be­standes an unverzinslichen Schahanweisungen und Steuergutscheinen liegt eine Erklärung für die Verbesserung der Liquiditätsziffer. Die Vermin­derung d r Rostroguthabcn bei Bank n und Tank- firmen ist auf die Geschästsschrumpfung im gan­zen, aber auch auf die Verringerung der Gut­haben bei ausländischen Danken infolge Ver­schlechterung der Zinsverhältnisse zurückzuführen. Das Aufhören der Termingeschäfte macht sich in dem Rückgang der Reports und Lombards gegen börsenmäßige Wertpapiere bemerkbar. Die Ver­minderung der Posteneigene Wertpapiere, Kon­sortialbeteiligungen und dauernde Beteiligungen" auf 19,1 (22,3) Mill, erklärt sich aus der Reali­sierung besonders von Schahanweisungen des Reiches und der Länder, sowie der teilweisen Verwertung bestimmter Konsortialbeteiligungen; die Steigerung des Postenssonstige börsen­gängige Wertpapiere" ist auf die höheren Dörsen- kurse per Ende 1932 gegenüber Ende 1931 zu­rückzuführen.

Rach Auffassung der Bankleitung bedeutet die Bilanz einen nennenswerten Fortschritt zur Wie­derherstellung normaler Verhältnisse im Bank­

geschäft. Es besteht wieder die Möglichkeit, die Aktivität der Passivität anzupassen und bei ein­geschränktem Geschäft die Liquidität sogar zu er­höhen. In der Wiederbelebung des Effekten- und Konsortialgeschäftes sieht die Bankleitung ein besonders erfreuliches Ergebnis.

* Frühbezugsvergünstigung für Superphosphat. Wi t Rücksicht auf das wider Erwarten verspätete Zustandekommen der Reichsausfallgarantie hat die deutsche Super­phosphatindustrie im Interesse ihrer Abnehmer, den Abruftermin für Januar-Lieferungen vom 25. d. M. auf den 31. Januar 1933 verlegt. Alic Abrufe, welche bis zu diesem Tage eingehen, wer­den zu den für Januar festgesetzten Frühbezugs­vergünstigungen ausgeführt.

* Die TeilrückzLhlung der Frank­furter Schatzanweisungen gesichert. Die zweite Versammlung der Inhaber Frankfur­ter Schatzanweisungen hatte bekanntlich einen Vorschlag des Gläubigervertreters angenommen, nach dem eine Teilrückzahlung von 10 Prozent der umlaufenden Schahanweisungen bis zum 1. Februar 1932 erfolgen sollte. Die Verhandlun­gen über die Beschaffung der hierfür notwendi- gen Airla 2,8 Millionen Mark sind nunmehr mit Erfolg abgeschlossen worden, und zwar stellen der preußische Staat (dieser mit Rücksicht auf die Breslauer Schuld an Frankfurt) und das Emis­sionskonsortium den Betrag je etwa zur Hälfte zur Verfügung. Während es sich beim Staat um ein bis Ablauf der Stundungsfrist am 30. Sep­tember 1934 gewährtes Darlehen handelt, ist der von den Banken gewährte Kredit in vierteljähr­lichen Etappen innerhalb der Laufzeit der Stun­dung rückzahlbar. Die lOprozentige Teilrück- zahlung am 1. Februar ist demnach als gesichert anzusehen.

Frankfurter Abendtörse zurückhaltend.

Frankfurt a. M., 26. Ian. Die Abendbörse hatte im Hinblick auf die bevorstehende inner- politische Entscheidung nur sehr geringes Geschäft, da allgemein Zurückhaltung bekundet wurde. Don den festeren Reuyorker Eröffnungs­kursen ging keine Anregung aus. Die Stimmung war zwar nicht unfreundlich, aber recht unsicher. Im Vergleich zum Berliner Schluß lagen die Kurse etwas behauptet. ID-Farben setzten mit 105,5 v. H. etwas höher ein, gingen dann auf 105,25 v. H. zurück und bröckelten im Verlause bis auf 104,90 v. H. ab, wobei Gerüchte über innerpolitische Schwierigkeiten verstimmten. Die Haltung wurde allgemein etwas schwächer.

Deutsche Anleihen und der übrige Rentenmarkt lagen ebenfalls sehr still, aber meist unverändert. Alt- und Reubesitzanleche sowie späte Schuld» buchforderungen (etwa 78,5 v. H.) gaben aber später nach. Altbesihanleihe 63.75, Reubesih 8,80, Schutzgebiete 6 5, Reick sb.nk 158,5, Buderus 47 60, Gelsenkirchen 58,5 bis 58,25, AEG. 29,75, IG- Farben 105,5 bis 105, Siemens 126, Südd. Zucker 142,5, Hapag 18,13.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 v. H.

$raniiun a. JJI.

ätrui.

Schlug- tu re

tächlusl. Bbend- bürf

Schluß- :urs

(Schluß! Mittag, böft

Datum

25 1. 26.1»

25.1.

26.1.

6% Deuticke ?Kcidi5anietbe v. 1921

80,5

80,3

80,4

80,65

6% cbem.7% Ti.Reichsanl. v. 1929

95,5

95,5

95,9

5yz% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Sckuld mr

83

82,75

83,5

83

Auslo,.-Rechten ........

Tesgl. ohne Aurlos.»Reckte......

6% ebem.8% -heil. Bolkeslaat 1929

68,9

68,75

69

68,8

9,1

8,65

9,1

8,75

(rüdtablb 102%)......

Lberhessen Provinz. Anleihe mp

78.5

77,75

79

78,25

Au-ioi.-Recklen

Deutsche Komm. Sammelnd l.An

67

67

leihe Seriel mitAurlos.-Reckten 6% ehern. 8% firanff. Hnp.-Bant

63

62,7

63

63

Goldpse. >5 unlünobar bis 1935 6% ehern. 7% Franks Hyp.-Ban!

86,75

86,75

Kolbvfe IK unkündbar bli 1936 5yz% eben, 4!'2% Franks. Hyp.

Bank-Liau.-Psandbrtese .....

5>/r% ehern. 4/2% Rheinische

86,5

86.75

87,25

87,25

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpie.

C% ebem. 8% Pr. Landespfand

87,5

87

btiefanfialt, Bsandbriese R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landespfand

85,5

85,5

85,4

85,25

btiefanftali. Plandbrieie R 1«

85

85

4% Cefterreiditidie CBolDrcnte...

4,20% ^österreichische Silberrenti

_

1,4

1,4

1,35

1,4

1% Ungarische Kvldrente ...

4% Ungariscke Siaaictente o. 1910

4'/r% desgl von 191.3

5% abflefi. (Hoiomerifanei von 99

6,7

6,65

6,8

6,9

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn »Anleihe

5,05

4,9

5

5

Serie I

5,6

5,5

5,55

5,55

d% desgl. Serie 11 ............

5.6

5.5

5,65

5,5

5% Ruman. veceinh/Rente v. 1903

7

6,8

6.8

4<4%Rumän.vereinh.Rentev.lS13

10,75

10,65

10,65

10,9

4% Rumänische vereinh. Rente -.

5,775

1 5,85

5,35

5,9

25,13

8%% Anatolier..............

23,75

23,75

23,8

an ui .. -..

oen.a

Schluß­kurs

Sch.ußk. Abend« 'ie

Schluß« furd

Scklußk. Mittag« börse

Datum

25-1»

26.1.

25.1.

26-1.

Hamburg.Ämerila-Palei .....

17,75

13,13

17,4

18.4

Hamburg.Südam. Damotschiss.

0

>

/ -

42.5

44.5

Hansa Tampfschiss...........

0

31

30

Norddeutscher Lloyd .........

ü

18

18,65

17,75

18,5

A.W. für Verkehrswesen Akt. ..

ü

43

43,5

43,13

43,5

Berliner HandelSgeiellsckaft....

4

96

96

96

96,5

Commerz» und Privat-Bank...

0

53

53

53,5

53,5

Deutsche Bank und Di-ronto»

Gesellschaft................

0

72,75

72,75

72,75

72,75

Dresdner Bank..............

0

61,75

61,75

61,75

61,75

Reichsbank .................

1

159,5

158,5

159,5

153,5

A.E.G......................

0

30,75

29,75

30.9

30,13

Elektr. LieserungSgesellschaft ...

ä

81

80

80

80

Licht un v.(traft .......

6

96.75

96,5

95,25

95,5

Felten & («uUleaume ........

0

56,5

56,5

57

56,5

Gesellschaft für Elektrische Unter.

nehmungen...............

4

80,5

80,25

80,9

80,25

Rheinische Elektrizität ........

5

98,5

99

98,75

99

Gdiuaert &(So..............

0

88

89

88.25

87.9

Siemens & HalLle...........

c

127

126

127,5

126

Labmever LCo..............

10

118.25

120

118

119.5

Buderus ...................

f

47,75

47,65

47,5

47,13

Deu ticke (rtbßl .............

4

88,5

88,5

88,75

87,75

Gelsenkirchener .............

0

60,5

58.25

59,75

58,5

Harvener ................

c

83,5

-

83

81.75

Hoeick EilenSöln-Neueisen..

0

53,65

52,5

3He Bergbau ...........

7

146

145

alle Bergbau Oenüfle........

7

100,5

101

101

101,75

Rlbdnerroerte ..............

t

46,5

45,5

46,25

45.65

Mannesmann-Röhren........

0

61,5

60,5

61,5

61,13

Monokel der Bergbau.........

C

25,5

24.75

25,13

25,13

Cberidilef. Kokswerke.........

c

70

70

l'bönir Bergbau..............

c

34,5

34

34,25

34

Rheinische Braunkohlen ......

10

190

188

190,25

188,5

Nhewstahl..................

0

73,5

73,5

73,5

73

IVranflun a.271.

Berlin

Schluß» furd

Schlug:. Abend« bdri

Sch« hird

Schlugt.

Mi lag. höre

Datum

25.1.

26.1.

25-1.

26.1»

Bereinigte Statuierte........

Otavi Minen ...............

u

34,25

33,5

34,13

33,65

0

16,25

16,75

15,75

16,5

Kaliwerke Aschersleben........

6

113,5

114

114,5

114,75

Kaliwerke Westeregeln........

6

117

117

116,5

116,5

Kaliwerke Salzdetfurth.......

v

173,5

173

173

172,5

3 CJ. Färben-Industrie.......

7

105,25

105

105,9

105,25

Sckeideanftalt...............

10

154.75

153,25

Goldsckmidt ................

0

38,5

38

38,4

37,75

Rütgerswerke ...............

0

42,75

42,5

12,75,

42,75

Metallgefellfchast.............

0

37,5

37,75

38

38

Philipp Holzmann...........

0

50

49,25

50,13

49,5

Zementwerk Heidelberg ......

4

52

52

Lementwerk Karlstadt.........

0

Waytz & tzreytag ............

0

4,65

4,5

4,5

4,5

Sckultheiü Payenhofer.......

0

_

103

102,25

2llu «Allgemeine Kunstseide) ..

0

36,5

36,5

36

36,5

Bemberg .............

0

44,5

44,5

45

44.25

Zellstofi Waldhof ...........

0

51

51,25

50

50.75

Zellstoff Aschaffenburg ......

0

28,5

27,25

28

Dessauer GaS ..........

7

111,9

112,25

Daimler Motoren...........

0

21,5

21,5

21,4

21,25

Deutsche Linoleum .........

0

39,25

39.25

39,5

39

Crenfteln & Koppel -........

0

41,25

40,65

Leonhard Dich.............

6

43

43

43.5

43,25

Thade .....................

13

139,75

140

Gritzner ...................

Mainkraftwerke Höchst a.W.

0

81

31,6

I 3t

31,65

70

Süddeutscher Zucker ........

8

I 141

142,5

1 142

141,5

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a M

25-3<muar

26-Januar

Amtliche

Jloiierun«

Lmilicke Jlontrum.

f»ri-

Srie

Seid

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Helsingwrs.

6,294

6,306

6,294

6,306

Wien .....

51,95

52.05

51.95

52.05

Prag......

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

169 23

169,57

169,23

169.57

C5lo.......

73,28

73,42

73,23

73,37

Kopenhagen.

71,53

71,67

71,53

71,67

Stockholm..

77,52

77.68

77,47

77,63

London.....

14.28

14.32

14,27

14,31

Buenos Aires

0.858

0,862

0,858

0,862

Neuyork

4.269

4,217

4.209

4,217

Brüssel ....

58,38

58.50

58.39

58,51

Italien ....

21,52

21,56

21,52

21,56

Paris.....

16 44

16,48

16,43

16,47

Schweiz...

81,37

81,53

81,37

81,53

Spanien...

34,45

34,51

34,45

34,51

Danzig ....

81.92

82.08

81.92

82,08

Japan .....

0,889

0,891

0,889

0,891

Rio de Jan.

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien

5,554

5.566

5,554

5,566

Lissabon.. -

12,99

13.01

12,99

13,01

Banknoten

Berlin, 26. Januar

Ci'elb

3rlei

Amerikanische Roten..............

4,20

4,22

Belgische Noten ................

58,23

58,4

Englische Noten .................

14,23

14,29

ssranzösilcke Noten...............

16,39

16.45

Holländische Noten ..............

168,86

169,54

Italienische Noten...............

21 46

21,54

Norwegische Noten ..............

73,05

73,35

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Ohimänildie Noten .............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

77,30

77.60

Schweizer Noten.................

81,19

81,51

Spantscke Noten.................

34.31

34.45

Ungarische Noten................