Eishilfsdienst durch Flugzeuge.
Auf Anregung des Reichsverkehrsministeriums haben sich die Lusthansa und andere deutsche Luftverkehrs- Organisationen bereit erklärt, die durch die Vereisung abgeschnittenen Inseln und eingefrorenen Schaffe auf dem Luftwege mit Lebensmitteln, Post und Medikamenten zu versorgen. — Unsere Bilder zeigen oben: Verproviantieren des Leuchtturms bei Warnemünde; unten: Verladen von Lebensmitteln, die von dem Hilfsflugzeug dann mittels eines kleinen Fallschirms abgeworfen werden.
Warum die deutsche Himalaya- Expedition umkehren mußte.
Don allen Expeditionen, die im Lause dec letzten Jahre und Jahrzehnte vergeblich versucht haben, einen der zwölf über 8300 Meter hohen Berge des Himalayamassivs zu bezwingen, hat wohl das im vorigen Jahr unter Leitung des Ingenieurs Mer kl durtzg.führte deutsch amerikanische älnternehmen die meisten Aussichten auf einen Erfolg gehabt. Es galt, den 8170 Meter hohen Danga-Parbat im westlichen Himalaya zu ersteigen. Die größten Gefahren und schwierigsten Wege waren schon bewältigt, in 7000 Meter das letzte Lager errichtet worden, alpine Hindernisse kaum mehr zu erwarten — und doch mußte die Expedition kurz vor dem Ziel u m k e h r e n. Eine Folge des Zusammenwirkens mehrerer Heiner Eesryehnisie. über die im letzten Heft der „Umschau" Interessantes berichtet wird.
Am 9. Mai v. I. trat die Expedition von Bombay aus den Weg ins Hochgebirge an. Schon gleich zu Anfang stellten sich hier erhebliche Transportschwierigkeiten ein. aber sie konnten glück.ich behoben werden und schon Ende Mai wurde der 4200 Meter hohe Burzil-Paß
mir 109 Pferden und 200 Trägern überschritten. Alles schien in bester Ordnung. Da trat ein unerwarteter Witterungswechsel ein. Der Schnee wurde weich, die Pferde hatten unsägliche Mühe vorwärtszulommen und mußten mehrfach ausgegraben werden. Unter großen Strapazen wurde Mitte Juni der Fuß des Aanga- Parbat erreicht. Aach kurzer Aast wurde nun mit aller Energie der Anstieg begonnen, und in der Tat machte man bei günstigem Wetter überraschende Fortschritte. An der 5000-Meter- Grenze wurden die ersten beiden Lager errichtet, und der offene oder passive Widerstand der Träger, der bis jetzt angedauert hatte, verschwand. In 5530 und 5800 Meter Höhe wurden die beiden nächsten Lager angelegt, und nun begann der schwierigste Weg des ganzen Unternehmend ; der A n st i e g zum 7060 Meter hohen A a k i o t. Jedoch auch hier verlief alles ohne Unfälle. In 6200 und 6600 Meter Höhe wurden Lager 5 und 6 errichtet und auf dem Gipfel selbst Lager 7.
Man hoffte, den Sieg schon in der Hand zu
haben, da vom Aakiot aum Gipfel des Aanga- Parbat nur ein verhältnismäßig leichter und einfacher Weg führte. Doch nun begann die Pechsträhne. Alle Träger bekamen in 7000 Meter Höhe die Bergkrankheit, und frischgefal- lener Schnee erschwerte den Anstieg. Der eigentliche Grund des Mißlingens aber war der, daß 40 Trägerausrüstungen gestohlen wurden und der Materialtransport wie die Lebensmittelzu- fuhr an die Spitze sich dadurch bedeutend verlangsamten. Die Spitzengruppe mußte umkehren und wurde 20 Tage durch das schlechte Wetter im Lager festgehalten. Dann erkrankte ein Mitglied der Expedition an Blinddarmentzündung und marschierte mit dem Expeditionsarzt neun Tage zu einem Militärhospital. Dort wurde es operiert und machte sich nach sieben Tagen bereits auf den Rückweg zur Spitzengruppe auf. Aber die Zwischenfälle häuften sich in erschreckender Weise, der Anstieg wurde abgebrochen, und die Expedition mußte umkehren.
Der Dersuch war also mißglückt wie alle anderen vorher. Dafür ist die deutsche Expedition aber die einzige, bei der kein Menschenleben zu beklagen war. Im übrigen hat sich ihr Leiter, Ingenieur Merkl, nicht entmutigen lassen. Bei genügender Finanzierung will er sobald wie möglich einen zweiten Dersuch wagen, der nach den bisherigen Erfahrungen wohl noch mehr Aussicht auf Erfolg hätte.
Kleine politische Nachrichten.
Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags trat unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Frick aoz.) zusammen. Zunächst fand eine eingehende prache über das Verhältnis Deutschlands zu Oesterreich statt. Dann wurde die Frage des Schutzes der deutschen Minderheiten im Ausland behandelt, wobei die zur Zeit vor dem Völkerbund anhängigen Beschwerden der deutschen Minderheiten in Polen über Schulfragen den Gegenstand besonders eingehender Aussprache bildeten
Im „Deutschen Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger" vom 26. Januar 1933 ist eine Verordnung zur Durchführung der Arbeit sbeschaf. f u n g veröffentlicht. Die Verordnung enthält Vorschriften über die Vereinfachung und Be-
Ein neues italienisches Unterseeboot, das den Namen „Sirena" erhielt, ist in
Monfalcone vom Stapel gelaufen. Von diesem Typ hat die italienische Kriegsmarine sechs Stück bestellt. Das U-Boot hat eine Länge von 61 Meter, eine Breite von 5,70 Meter bei einer Wasserverdrängung von 640 Tonnen.
schleunigung von landesrechtlichen V e r f a h r e n s v o r s ch r i f t e n bei der Aufnahme von Darlehn durch Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften. Sie beruht auf Vorschlägen der Länder, die eine derartige Vereinfachung nicht aus eigenem Recht vornehmen konnten.
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Vom Gesamtausschuß des Reichsoerbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften Raiffeisen EV. wurde, nachdem der eine der bisherigen Präsidenten, Landesverbandsdirektor Geheimrat Hohenegg - München, auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, der andere Präsident, Reichsminister a. D. Dr. Hermes, zum alleinigen Präsidenten gewählt. Zugleich erfolgte die Wahl der Herren Verbandsdirektor v Knebel- Doeberitz (Pommern) und Verbandsdirektor Berg- Darmstadt zu stellvertretenden Präsidenten.
Nach bisherigen Schätzungen sollen allein i n Zentralrußland 3 Millionen Einwohner wegen ihres „ungeklärten Verhältnisses zum Sowjetregime" keine Pässe erhalten. Sie sollen in den entfernt liegenden Gebieten der Sowjetunion angesiedelt werden
Kunst und Wissenschaft.
Wiederwahl Poelzigs zum Vizepräsidenten der Akademie der Künste.
Der Gefamtsenat der Preußischen Akademie der Künste hat in seiner jüngsten Sitzung, wie die Blätter berichten, den Architekten, Professor P o e l z i g zum Vizepräsidenten wiedergewählt. Professor Poelzig hatte, wie erinnerlich, vor kurzem sein Amt als Dizepräsident wegen der gegen ihn im Zusammenhang mit der belgischen Kunstausstellung erhobenen Dorwürfe niedergelegt. Der Senat wendet sich in einer Entschließung ausdrücklich dagegen, daß Prof. Poelzig allein für die Deranstaltung der Ausstellung verantwortlich gemacht werde. Die Ausstellung sei bereits im vorigen Jahr in einer Gesamtsitzung der Akademie beschlofsen worden.
Ein Faschings-Denkmal aus Schnee.
ÄS
„Pierrot am Afchermi11wo ch", ein eigenartiges Karnevals-Denkmal aus Schnee, das lustige Münchner errichteten. Selbst die Kollegen auf Der Akademie werden anerkennen, daß die Bildformer die Technik des „Schneemodellierens" ausgezeichnet beherrschten.
Goethe-Bund.
Vortrag von E. G. Äoibcnhcyc»
Der gestrige dritte Dichterabend war Erwin Guido Kolbenheyer Vorbehalten, dem in Budapest geborenen, in Tübingen lebenden Schöpfer der Spinoza- und Paracetzus Romane, der in legier Zeit auch als Dramatiker des öfteren genannt wurde, und den wir den Lesern der Unterhaltungsbeilage im vergangenen Goethejahr- mit seiner „Karlsbader Novelle" vorgcslellt haben. Kolbenheyer las nicht, was einem Teil seiner Zuhörer vielleicht erwünschter gewesen wäre, aus leinen Werken, sondern er hielt einen Vortrag über das Thema „Lebenswert und Lebenswirkung der Dichtkunst in einem Volke" Kolbenheyer tritt mit neuen Gesichtspunkten, von der Biologie her, an das Problem heran; er ging davon aus, daß es doch wohl von einer gesunden Geisteshaltung zeuge, wenn in einem Volke die Frage nach dem Lebenswert der Dichtkunst überhaupt gestellt werde, zumal in einer Zeit und von einer Generation, der die in alten Zeiten Geheiligten Begriffe „Dichter" und „Dichtkunst" roeit- in fragwürdig geworden seien. Dom biologischen Standpunkt aus müsse vor der Beantwortung der Kernfrage „Weshalb kommt es überhaupt zur Dichtkunst?" die Voruntersuchung angestellt werden, was ein Volk eigentlich sei. „Volk" "stehe im Gegensatz zur Menschheit, die als unmittelbares Erlebnis dem Individuum gar nicht zugänglich fei; fein unmittelbares Erlebnis sei über die Volksgemeinschaft hinaus möglich Als Ausdrucksmittel der Volksgemeinschaft gelte die Sprache; ihre Funktionen seien reinlich zu scheiden in die eines bloßen Verkehrs- oder Verständigungsmittels und jene einer lebenbildenden, wahrhaft schöpferischen Macht. Die Abgrenzung des logischen vom emotionalen Ausdruckswert der Sprache, des Essayisten und Philosophen vom Dichter führte — immer in der eigenwillig-biologischen Betrachtungsweise des Vortragenden — weiterhin zur Frage nach dem eigentlichen Gegenstände der Dich tung im höchsten Sinne: Gegenstand der Dichtung ist, was Lebenswerte schafft. Zwiefach schöpferisch ist die Sprache des Dichters in der Gestaltung des Werkes und in der Gefühlserregung (durch das Werk) im Empfangenden. Die biologische Betrachtungsweise Kolbenheyers — die im Volke das über- individuelle Grenzerlebnis sieht, das Gefühlserleben als Richtmaß im Ueberindividuellen, und die Sprache als schöpferische Wirkung der Dichtkunst — bemühte sich nach der Festlegung oder Andeutung solcher Grundlinien und Prinzipien ferner um eine Analyse der schöpferischen Funktion im Künstler und
untersuchte zunächst die Freiheit der Schaffensbedingungen und der Schaffenswirkungen. Das Dichtwerk gehöre dem Ueberindividuellen an, es sei wesentlich, daß das Gefühlsleben in einem Volke rein bewahrt bleibe; alle Zerrüttung dieses Gefühlslebens durch Einflüsse der Literatur seien abzuwehren. Die Freiheit der Kunst sei gleich der Freiheit des Kulturmenschen. Gerade ein von Not bedrängtes Volk müsse zu den wesentlichen Ordnungskräften seiner Geisteshaltung zurückfinden, zu denen vornehmlich die Kunst zu rechnen sei. Erst dann könne ein Volk seine Funktion erfüllen und seine Würde wahren im Kreise der Nationen. So sei nicht nur dem Dichter, sondern auch dem Volke höchste Verantwortung auferlegt: „Dichtung ist Lebensmacht. Wir haben ihr zu dienen und ihren Heilswert zu pflegen". — Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. der allerdings, wie uns scheint, kaum als Gradmesser dasür gelten kann, in welchem Maße die aus einem sorgfältig aufgebauten Manuskript gelesenen, in ihren neuartigen Theorien nicht leicht zugänglichen Darlegungen Kolbenheyers jedem Einzelnen im großen Auditorium wirklich fruchtbar geworden sind. Jedenfalls hörten wir auf dem Heimwege aus einer Gruppe von Zuhörern den Wunsch laut werden, das soeben Vorgetragene noch einmal in aller Ruhe lesen und überdenken zu dürfen.
—y—
pubedanz macht sich verdächtig.
7)on Georg Müden-Schulte.
Wochenmarkt weit draußen in einem Vorort von Berlin. Ein Patrouillenwagen der Polizei hält mit jähem Ruck hart an der Bordschwelle. Ein paar Schupos springen herunter; sie packen einen Mann, der eben einer einfach gekleideten Frau das Portemonnaie aus der Markttasche genommen hat und damit zu verschwinden sucht.
„Was wollen Sie denn von mir?" schreit der Mann.
„Wir möchten Sie zu Kaffee und Kuchen ins Präsidium bitten. Los, los!"
Der Dieb wird nach dem Wagen gebracht.
„Am besten wäre es, Sie begleiten uns auch" sagt der Führer des Kommandos zu der Bestohlenen.
„Bitte schön!"
Die Frau klettert aufs Auto. In sausender Fahrt gelangt man nach dem Alexanderplatz. Die Bestohlene und der Dieb werden vor den Kommissar vom Dienst geführt.
„Wie heißen Sie?" wendet sich der Kommissar an den Arrestanten.
„Pubedanz. Karl Pubedanz."
„Beruf?"
„Hellseher."
„Hellseher? In dem Fach scheinen Sie aber nicht viel zu leisten."
„Wieso meinen Sie, Herr Kommissar?"
„Na, wenn Sie hellsehen könnten, dann hätten Sie doch gewußt, daß Sie bei der Sache geschnappt werden würden."
„Habe ich ja gewußt, Herr Kommissar."
„Ach nee! Und trotzdem haben Sie sich nicht verkneifen können, das Portemonnaie zu flauen?"
„Wer?"
„Na, Sie."
„Ich? Ich soll ein Portemonnaie geflaut haben?"
„Ja, denken Sie mal an!"
„Nicht doch, Herr Kommissar! Ich meine, soviel müssen Sie doch sehen, daß Sie eine Seele von Mensch vor sich haben. Kucken Sie mich doch mal an. So mit Spiralbohrerblick. Na? Bin ich nicht ein richtiger Sonnyboy?"
„Machen Sie nicht soviel Kokolores! Ich will mit meinem Protokoll fertig werden. Sie geben also zu, das Portemonnaie gestohlen zu haben?!"
„Nicht um die Welt! Ich werde doch keine Lüge auf mein zartes Gewissen laden."
„Frechheit! ... Kommen Sie mal her, Frau! ... Stimmt doch, daß der Mann hier Ihnen das Portemonnaie aus der Tasche genommen hat, was?"
„Ja, das stimmt!"
„Na, also! Geben Sie mir mal Ihre Personalien an! Sie heißen?"
„Pubedanz."
„Was? Auch Pubedanz?"
„Ja, ich bin die Frau von dem Mann."
„Die ... die Frau? Ja, aber ich verstehe nicht ... Was wollen Sie denn bann eigentlich von ihm? Ich meine, wenn das Ihr Mann ist, dann handelt es sich doch auch nicht um einen Diebstahl."
„Redet ja auch feiner davon» Herr Kommissar. Ich habe bloß auf Ihre Frage zugegeben, daß er mir das Portemonnaie aus der Tasche genommen hat. Ueberhaupt gab's da nichts zu stehlen. Wir hatten eingetauft, mein Mann und ich, und da waren bloß noch zwei Pfennig in unferm Brust beutel."
Der Kommissar zückt ein großes Tuch und fährt sich damit über die Stirn. Er leert ein Glas Wasser auf einen Schluck.
„Darf ich mal den Mann was fragen?" legt sich der Patrouillenführer ins Mittel.
„Bitte sehr, Wachtmeister!"
„Pubedanz, warum haben Sie so getan, als ob Sie geklaut hätten?"
Unschuldsooll lächelnd kratzt sich der Häftling das Kinn.
„Erstens, Herr Wachtmeister, kann es sich ja da um einen kleinen Sehfehler von Ihnen handeln. Vielleicht hatten Sie von der Morgentoilette her noch ein bißchen Putzpomade an der Pupille. Kann ja alles sein, nicht wahr. Zweitens hören Sie doch, daß wir bloß noch zwei Pfennig besaßen, meine Frau und ich ..."
„Was hat denn das damit zu tun?"
„Allerhand, Herr Rittmeister. Passen Sie mal auf, — Elektrische kostet für uns beide zusammen einen Fufziger. Den hatten wir nicht. Merken Sie jetzt was?"
„Nein."
„Mann der Gerechtigkeit, wie wollen Sie bloß mal Polizeipräsident werden?! .. . Wir mußten doch nach Hause, meine Olle und ich; Geld hatten wir Feins, und da gerade Ihr Auto vorbeikam, und rwr doch hier ganz in der Nähe vom Präsidium wohnen, da habe ich mir eben gedacht: Woll'n doch mal sehn, vielleicht läßt sich das so machen, daß wir mit dem Flitzer mitkönnen ..."
Der Kommissar ist kraftlos in seinem Sessel zu- fammengefunfen. Der Wachtmeister spielt diskret mit feinem Gummiknüppel.
„Nu aber raus!" raunt er Pubedanzens zu.
Zeitschriften.
— Das Januarheft des „P a n k h e o n" (Bruck- mann, München) enthält u. a. eine Reproduktion des in München befindlichen Bildnisses des ftur- fürsten Oktheinrich von der Pfalz von Barthel Böham, der als Bildnismaler eingehend gewürdigt wird. Dann folgen Rogier van der Weyden mit feinem Turiner Altar und eine Venus-Komposition aus dem Botticelli-Kreis; deutsche Glasgemälde; Goldschmiedearbeiten, darunter ein Pokal nach einem Entwurf Dürers; eine durch vorzügliche Bilder illustrierte Besprechung der Beweinungsgruppe von Peter Breuer, der auch an Riemenschneiders Mün- nerstadter Altar mitgeroirft hat. Die Kunstrundschau dient besonders dem Liebhaber; sie zeigt solche Werke, die sich meist in Privatbesitz befinden und im Original dem großen Kreis der Kunstfreunde nicht sichtbar werden.
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Der Lehrstuhl von Johannes Haller in Tübingen wurde dem Professor Dr. Friedrich Baethgen, Ordinarius für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Königsberg, angeboten. ______
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