Ausgabe 
25.10.1933 Drittes Blatt
 
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ZV. .Teutonia^ Laubach.

Laubach I Grünberg I 12:0 (5:0)1

Das zweite Derbandsspiel in dieser Saison begann zunächst mit einigen schnellen Angriffen der Gäste, die aber von der vorzüglich arbeitenden Laubacher Hintermannschaft abgestoppt wurden. Auf beiden Seiten gab es mehrere Ecken, die aber nichts ein- brachten. Die (Brünberger muhten bald erkennen, dah sie einem erstarkten Gegner, der mit größerer Schnelligkeit, besserer Technik und Ballbehandlung aufwartete, mit Klassenunterschied gegenüberstan­den. Das flache Kombinationsspiel der Platzmann­schaft zwang die Gäste völlig in ihre Spielhälfte zurück, die sich mit Ausnahme von vereinzelten Durchbrüchen ganz auf die Derteidiguna beschrän­ken mußten. Der Torreigen wurde von Laubach in der 16. Minute eröffnet. Nacheinander konnten die Einheimischen bis zur Halbzeit noch vier I reff er erzielen. In der zweiten Soielhälfte machte sich eine weitere Ermüdung der Gäste bemerkbar: wäh- renb die Laubacher in große Form kamen. Der Erfolg waren sieben weitere Tore zugunsten der Platzmannschaft. Der Sieg der Teutonen war auch in dieser Höhe verdient.

(Sporfabfeilung des Tv. Wieseck.

wieseck I Cid) I 0:1.

Bei schönstem Herbstwetter standen sich diese bei­den Mannschaften zum fälligen Derbandsspiele in Wieseck gegenüber. Das Spiel wurde wuchtig und schnell durchgeführt, ließ jedoch manchmal technische Feinheiten vermissen. Lich konnte in der 7. Minute zu einem Ueberraschungstor kommen, das auch das

einzige Tor des Spieles bleiben sollte. Bis Halb- zeit sah man wohl verteiltes Spiel, das allerdings zusehends schärfer wurde. Ein Spieler der Platz- beider mußte ausscheiüen. Nach Settenwechsel wurde Lich fast ganz in seiner Hälfte festgehallen. Die wenigen Durchbrüche wurden vom Schlußtrio Wiesecks gut abgeschlagen. Oesters hina der Aus- gleich in der Luft, doch gelang es Wieseck nicht, zum Torschuß zu kommen. Außerdem befand sich der Gastriorhüler in ausgezeichneter Form. Trotz aller Anstrengungen konnte Wieseck außer einer Anzahl Ecken keinen zählbaren Erfolg erringen und mußte eine unverdiente Niederlage hinnehmen.

Vorher standen sich die zweiten Mannschaften beider Vereine gegenüber. Auch hier ging Lich in Führung. Dann aber wurde Wieseck merklich über­legen und fertigte bis Schluß feinen Gegner mit einer 7:1-Niederlage ab.

Die Iugendmannschaft war zum ersten Derbands­spiele in Steinberg au Gast und konnte von dort mit einem knappen aber sicheren 2:1-Siege die ersten Punkte nach Hause bringen.

Die Handballelf hatte auf eigenem Platze Albach zum Gegner und mußte gegen den technisch besseren und flinkeren Gegner eine 6:4-Niederlage einstecken

Kurze Sportnotizen.

Wißmar Nordeck 7:3. 9n dem gestern an letzter Stelle unter dem TitelHandball im (Bau XII der DI." veröffentlichten Spielbericht mußte es nicht heißen Wieseck Nordeck, sondern Wißmar Nordeck. Das Halbzeitergebnis lautete 2:2.

Wir gehen in die Betriebe!

WSN. Am 15. Tage des Werbefeldzuges der Deutschen Arbeitsfront besichtigte der (Baubetriebs- Wellenleiter Pg. Willi Becker, Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront, dieDeutsche-Dunlop- AG. in Hanau. In seiner Begleitung befanden sich sein Stab, die Amtswalter der Verbände und Die Gaufrauenschaftsleiterin Frau Kirch, lieber die Besichtigung berichtet der (Bau-Betriebs- zellenpressewart u. a.:

Die Werksleiluna hat einen großen Sportplatz geschaffen. Es besteht eine eigene Sportvereinigung, Dunlop-Chor und Dunlop-Äapclle. Derartige soziale Einrichtungen sind gut, schön und zweckmäßig. Nie- mals aber lassen wir uns durch ihr Vorhandensein dazu verführen, uns über den Kern der Dinge Hin­wegtäuschen zu lassen.

was uns interessiert, ist einzig und allein das: hat der Arbeiter anständige Cebene- und

Arbeitsbedingungen?

Der nüchternste Chronist, der auf diese Frage ant­wortet, ist der L o h n z e 11 e I. Der Lohnzettel eines 23jährigen Arbeiters zeigt einen auszuzah- lenden Lohnbetraa von 9,44 Mark für d i e Woche. In der Fahrraddecken-Abteilung sind ausnahmslos Mädchen und Frauen beschäftigt, die im schärfsten Akkord arbeiten. Für 100 Decken gibt es 1,28 Mark. Das im Prämiensystem er­reichte Höchstquantum sind 4 0 0 Decken, die aber nur in einem derartigen Arbeitstempo erreicht wer­den können, daß die betreffende Frau nach einigen Wochen körperlich zusammenbricht und schwere gesundheitliche Schäden erlei­det. (Eines der dort beschäftigten Mädchen erzählte dies schluchzend unserer Gaufrauenschaftsleiterin. Die gutherzige Frau Kirch beschloß sofort, dem Mädchen eine 14 tägige Kur zu verschaffen und Gaubetriebszellenleiter Becker entschied, daß das Mädchen, da es die alleinige Ernährerin ihrer (El­tern und Geschwister ist, einen Betrag aus den Mitteln der NSBO. zugewiesen bekommt. Die Di­rektion hat zuaesagt, im Verein mit unferm (Bau- betriebe,3cl(cnleitcr Becker und dem Treuhänder Dr. ßüer an die M b ft e (I u n g der grob ft en Mängel heranzugehen. In grofoangelegter Rede sprach anschließend an die Besichtigung Pg. Willi Becker zur versammelten Belegschaft. Ausgehend davon, daß wir ein armes Volk geworden find, führte er aus, daß

wirtschaflsführer und Wirlschaftsgefolgschafl gemeinsam mit festem guten willen daran gehen müßten, bessere cebensbedingungen zu schassen.

Aussührlich behandelte er die Lage des arbeitenden Menschen in Vergangenheit und Zukunft. Es müsse unser zielbewußtes Streben sein, einmal unseren Kindern ein besseres Schicksal zu hinter- lassen, als wir es selbst getragen haben. Abschlie- Jjenö wies Pg. Willi Becker auf die Bedeutung Des 12. November hin. Man müsse der Welt zeigen, daß

hier nicht eine Regierung und einige Minister, sondern daß ein 65-Millionen-volk in eiserner Entschlossenheit dafleht, um seine Ehre, sein

Brot und seine Gleichberechtigung zu vertei­digen und zu gewinnen, wenn wir um die Ehre und um die Gleichberechtigung heute kämpfen, so kämpfen wir damit auch um das Brot, wir kämpfen um den Platz unseres Volkes und damit um den Arbeitsplatz jedes einzelnen. Das ganze deutsche Volk, ganz gleich, ob Arbeiter oder Unternehmer, muh Zusammenhalten.

Stürmischer Beifall dankte unferm (Baubetriebs- Wellenleiter, und immer wieder mußte er beim Ver­lassen des Werkes die Hände der dort beschäftigten Arbeitskameraden schütteln.

Am Samstagoormittag fand im Auftrag des Gaubetriebszellenleiters Becker eine Besichtigung des Frankfurter Arbeitsamtes am Vor- fenplatz statt. Darüber wird folgendes berichtet: Dr.

Spenden für die NS.-Volkswohlfahri

werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen bei der Bezirksfparkasfe Gießen.

Frey schilderte, welch einen verzweifelten Kampf er um die Bereit st ellung weiterer Ar­beitsplätze führe, wobei er auf die tatkräftige Mitwirkung des Gaubetriebszellenleiters rechne. Ucberall stellten wir fest, daß die alten Kämpfer unserer Bewegung in den Karteien besonders gc- kennzeichnet und bevorzugt vermittelt werden. Es find zur Zeit beim Frankfurter Arbeitsamt 6800 Kaufleute, 1750 Techniker, 4700 weibliche Ange­stellte und 350 Künstler stellungslos, von denen im Laufe des Monats etwa 450 untergebracht werden konnten. Auf einen Umstand wurden wir befon- ders aufmerksam gemacht, der auch uns sehr beacht­lich erscheint.

Fast sämtliche Firmen haben zu knapp mit Personal disponiert, um auch ja nicht einen Pfennig ohne Gegenwert auszugeben.

Ganz abgesehen davon, daß wir aus Mitglieder- kreisen allgemein hörten, daß alle Angestellten bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, ja sogar häufig noch darüber hinaus, beansprucht wurden, wurde uns diese Tatsache als absolut feststehend vom Arbeitsamt wieder bestätigt. Die meisten Fir­men sind infolgedessen nicht imstande, einen Aus- fall durch Krankheit, Beurlaubung usw. aus ihrem eigenen Personalbestand vorübergehend zu ergän­zen, sondern müssen diese Lücke erst vom Arbeitsamt ausfüllen lasten. Für die bann vermittelte Kraft ist es auch psychologisch nicht erfreulich, gerade einmal für vielleicht zwei läge Lückenbüßer zu spielen. Es muß daher für alle in den Verbänden und der NSBO. organisierten Mitglieder vornehmste Auf­gabe fein, Vorschläge zu machen, wo unter diesem Gesichtspunkt Neueinstellungen noch mög­lich sind.

Wirtschaft

rungen in engen Grenzen hielten. Von deutschen Anleihen blieben Neubesiy (13,10) nicht voll behaup­tet, dagegen konnten sich Attbesitz um 0,75 auf 7SL o. H. befeftigen.

Am Pfandbriefmarkt erhielt sich bei für Gold- und Liquidationspfandbriefen ziemlich unver- änderten Kursen eher Nachfrage. Äommunal-Dbli- gationen waren weiter gesucht und um 0,5 bis 1 v. Sy, Preußische Landespsandbriefanstalt um 2 d. Sy fester. Fest lagen ferner einige Stadtan­leihen, so Darmstadter (4- 1,75 o. H), Mainzer ( + 2 v. Sy), Koblenz (4- 2 v H.) und 7 o. H. Stadt Frankfurt (4-1 vH.). Bon Landeranleihen Hetzen von 28 (4-1 v H), von 29 (t 1,5 D. Sy), 1927er Reichsanleihe (4- 0,90 v. H.). Luslandsrenten lagen sehr still. Tap.tsgeld unv. 3,25 d. Sy, ebenso Export- Valuta mit 20,5 v. H.

Abendbörse: Renten fest, Aktien flau.

An der Abendbors« blieb die f e st e Tendenz für Renten bestehen, doch war die Umsatztätig­keit nicht mehr so lebhaft wie heute mittag, bc nennensroerte ihinbenorbers fehlten und auch die Kulisse sich nicht mehr so stark am Geschäft beteiligte. Immerhin konnten Neubefltz um 15 Pfennig onzie- den, während Altbesitz und späte Schuldbücher (87,50) gut behauptet lagen. Reichsdahn-BA. (100,50) lagen 0,25 o. H. hoher. Kassarenten waren gut behauptet, einzelne Stadtanleihen weiter hoher.

Am Aktienmarkt war das Geschäft g e - ring. Die festen Auslandborsen vermochten keinen Einfluß auszuüben. 3m allgemeinen blieben die Berliner Schluhkurse geholten, Bekula lagen fester. U. a. notierten: Neubesitz 13,15 bis 13,10 bis 13,20, Altbesitz 79,50, Schutzgebiete alle 7,95, fiproj. Stadt Mainz von 1928 73,50, Reichsbank 155,25, Gelsen­kirchen 44,75, Rhein. Braunkohlen 177,75, Stahl- verein 31, Bekula 107,40, Conti Gummi 129,25, IG.-Farben 116,25, Ha pog 9,75.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 24.DH. Auftrieb: 31 Dchsen. 17 Bul­len, 459 Kühe, 295 Färsen, 312 Kälber und 13 Schafe. Marktverkauf: Großvieh ruhig, Urberftanb. Kälber ruhig, schleppend, geräumt. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Dchsen al) 25 bis 28, b2) 23 bis 25; Bullen b) 22 bis 25; Kühe a) 23 bis 25, b) 19 bis 22, c) 14 bis 17; Färsen a) 25 bis 29. Kälber a) 28 bis 34, d) 25 bis 28. Schafe nicht notiert.

Kölner Bnttermarkt.

K o l n, 24. Dkt. Nack dem Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Sroßeinkausspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschließlich Faß in Reichsmark wie folgt: Deutsche Markenbutter 135 bis 138 (zuletzt 135 bis 138), deutsche Tloll er eibutter 1. Dualität 134 (134).

Mannheimer «roß-viehmarkt.

Man nheim, 24. Dkt. Auftrieb: 228 Dchsen, 162 Bullen, 309 Kühe, 340 Färsen, 740 Kälber. 63 Schafe, 2257 Schweine, 79 Arbeitspferde, 55 Schlachtpferde. Es notierten: Dchsen: junge, voll- fleischige ausgemästete 28 bis 31 Mark^ ältere 22 bis 25, sonstige oollfleischige 24 bis 27; Bullen: jün­gere oollfleischige 26 bis 29, sonstige oollfleischige 23 bis 25, fleischige 21 bis 23; Rübe: jüngere voll- fleischige 22 bis 25, sonstioe oollfleischige 17 bis 20, fleischige 15 bis 17, gering oenährte 10 bis 12; Färsen, oollfleischige ausgemästete 29 dis 31. voll- fleischige 26 bis 28, fleischige 23 bis 25; Kälber: Doppellender 40 bis 42, beste Mast- und Saug- kälber 34 bis 38,mittlere Mast- und Saugkälber 29 bis 32, geringe Kälber 22 bis 25; Schafe: beste Tlaftlämmer (Weidemast) 21 bis 26; Schweine- Fettschweine über 300 Pfund 54 bis 56, vollfleischioe von 240 bis 300 Pfund 52 bis 55, von 200 bis 24) Pfund 50 bis 54, von 160 bis 200 Pfund 49 bis 53; Arbeitspferde 300 bis 900; Schlachtpferde 30 bis 125 Mark. Marktverlauf: In allen Diehgattungen ruhig, Ueberftanb; Arbeitspferde ruhig, Schlacht­pferde mittel.

In Schuhhast genommen.

WSN. F r a n k f u r t a. M., 23. Dkt. Die zu sieben Monaten Gefängnis verurteilten Angeklagten Im Prozeß Mührdel-Marx Pnd nach ihrer Haft­entlassung im Interesse ihrer eigenen Sicherheit in Schutzhaft genommen worden.

taten für Mittwoch, 25. tHöbet.

1825: der Komponist Johann Strauß (Sohn) in Wien geboren (gestorben 1899); 1827: der Che­miker Marcellin Berthelot in Paris geboren (ge­worben 1907); 1838 der Komponist George Bi,et in Paris geboren (gestorben 1875). 1865: der Maler Walter Leistikow in Bromberg geboren (ge­storben 1908).

Umsatz st eigeruna in der Herren- t o n f e 11 i o n. Die Auauftumsätze im Herrenbe- kleidungseinzelhandel sind nach 'Mitteilung des Reichsoerbandes für Herren- und Knabenkleidung e. 23. gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 6,13 o. H. im Reichsdurchjchnitt geftieaen. Be- sonders günstig entwickelte sich die Umsagoelebung im Rheinland, in Westfalen, Hessen-Nassau, Freistaat Sachsen, Württemberg und Pommern.

Weiter günstige Entwicklung der Ruhrgas-AG-, Essen. Der Absatz der Ruhr- gas-AG., Essen, hat sich auch im letzten Monat weiter günstig entwickeln können. Im September wurden 83 Millionen Kubikmeter (Bas abgesetzl, so daß sich die Gasabgabe in den ersten neun Mona­ten dieses Iobres auf 774 Millionen Kubikmeter teilt, gegen 604 Millionen Kubikmeter in der strichen Vorjahreszeit. Diese Absatzsteigerung wird ich auf das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft günstig auswirken, so daß in Verwastungskrrisen schon setzt die Hoffnung besteht, für das Geschäfts- fahr 1933 erstmals einen Gewinnabschluß vorlegen zu können. Dies dürste z. T. auch dadurch ermög­licht werden, daß wesentliche Ersparnisse bei den Zinszahlungen für die Amerika-Anleihe durch die Dollarentwertung entstehen.

Elektrizitäts-AG. norm. W. Lah­me y e r 8c Co., Frankfurt a. M. Dem Ge­schäftsbericht der Gesellschaft für 1932/33 ist zu ent­nehmen, daß bei den ihr nahestehenden Elektrizi­tätswerken im Jahre 1932 in Stromabsatz und Ein- nahmen ein weiterer Rückgang eintrat. Er rouroe nur kurzzeitig im Herbst 1932 durch eine Steigerung unterbrochen, die aber wieder zurückging und auch anfangs 1933 infolge der verschärfenden Wirtschafts­krise sich weiter verschlechterte. (Erft im Frühjahr d. I. ist dieser Rückgang zum Stillstand gekommen und einer langsamen Besserung gewichen, die durch eine stärkere Beschäftigung der Industrie verur­sacht ist. Die Hoffnung auf ein Anhalten dieses Wie­deranstiegs und damit einen Ausgleich der Minder- erträgniffe in der ersten Jahreshälfte 1933 scheine begründet, wenngleich der mengenmäßigen Steige­rung nicht immer gleiche Mehreinnahmen entspre­chen. Zur Unterstützung der Arbeitsbeschaffung wurden den nahestehenden Werken Kredite von einigen Millionen Mark vorübergehend zur Ver­fügung gestellt. Da erstmals rin wesentlich höheres Aktienkapital zu verzinsen ist, außerdem die Betei- ligungen Mindererirägnisse brachten und die ver­schiedenen Bavabtrilungen weniger beschäftig waren, wird vorgeschlagen, eine auf 8 (10) v Sy herabge­setzte Dividende aus 2 015 659 (2 155 232) Mark Reingewinn zu verteilen.

frankfurter Börse.

Wittagsbörse: uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 24. Dkt. Der Sturz des Kabinetts Dalabier nahm an der heutigen Mittags- börse keinen Einfluß auf die Stimmung und Äurs- gestaltung, dagegen hat er die Zurückhaltung im Hinblick auf die weitere Entwicklung der außen­politischen Lage verstärkt. Da auch Oer Drberein- gang der Bankkundschaft sich nur auf wenige Spezialpapiere beschränkte, last der Aktien­markt wieder stark vernachlässigt und sehr ruhig. Dagegen ging es am variablen Rentenmarkt wieder recht lebhaft zu, zumal sich auch die Kulisse in diesen Werten stärker betätigte, und z. T. auch einige Tauschvperativnen oorgenommen worden sein sollen. Besonders Neubesih waren aus nach wie vor unbekannter Urfathe gesucht und lebhaft und zunächst 5 Pf. höher, später zogen sie um 20 Pf. auf 13,20 v. Sy an. Altbesitz gewannen 0,25 v. Sy, späte Reichsschuldbuchsorderungen 0,40 v. Sy und Stahlvereins-Bonds 0,75 v. Sy Reichsbahn-VA. er­reichten mit plus 0,13 v. Sy wieder den Paristand.

Der Aktienmarkt eröffnete zwar uneinheit­lich, jedoch vorwiegend um 0,5 bis 1 v. Sy schwächer. Etwas fester lagen allerdings Elektroaktien ( + 0,25 bis 0,5 d. Sy), besonders Siemens (4- 2,25 d. Sy), Akkumulatoren setzten aber 1,90 v. Sy niedriger ein. Leicht befestigt waren außerdem Bemberg (4- 1 vH ), Holzmann (0,5 o. Sy) und Daimler (4-0,25 v. H). Gement Heidelberg lagen behauptet. Der Montan­markt lag durchweg von 0,25 bis 1 v. Sy schwächer, nur Rheinstahl konnten sich behaupten. Niedriger eröffneten ferner IG.-Farben, Goldschmidt, Reichs­bank mit Rückgängen bis zu 0,40 v. Sy, Allg. Lokal u. Kraft büßten 2,40 v. Sy ein.

Auch im Verlaufe bröckelten die Kurse am Aktien­markt zunächst bei fast stagnierendem Geschäft um 0,25 bis 0,5 v. H. ab, später traten verschiedentlich leichte Erholungen ein. Siemens gaben ihren An­fangsgewinn aber voll her, während Bekula 1 v. Sy, Gelsenkirchen 0,5 v. Sy, Phönix 0,40 v Sy gewannen. IG. Farben unterlagen einigen Schwankungen: 116,65 116,5 116,75 116,40. Fest laaen Rhein. Braunkohlen (4- 3 v. H ), dagegen gaben Conti Gummi 1,5 v. Sy nach. Kassawerte lagen wei­ter still und uneinheitlich, wobei sich die Verände­

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 o. H- Lombardzinsfuh 5 v. H.

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