Ausgabe 
25.2.1933 Erstes Blatt
 
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Samstag, 25. Hebruar (955

beß TierzuchtinstitutsOberer Hardthof", des LlniversitätsversuchsgutesUnterer Hardt­hof" und der chirurgischen und geburtshilflichen Deterinärklinik statt.

Strafkammer Gießen.

* Gießen. 24. gebt. In dem Gemeindehaus eines oberhessischen Landstädtchens wohnen zwei Ehepaare. Sie sind miteinander verfeindet, und so kommen gegenseitige Schimpfereien und Schlä­gereien öfters vor. Auch am 3. Juni v. 3. war dies der Fall. Dor der zu ebener Erde gelegenen Wohnung der Eheleute D. kam es zu einem Wortwechsel zwischen Frau B. und Frau 3- Plötzlich flog vom oberen Stock her. wo sich die Wohnung der Eheleute 3- befindet, der Frau D. ein schweres Scheit Holz an den Kopf, so daß sie nicht unerheblich verletzt wurde. Als Täter wurde der Ehemann 3- ermittelt und wegen Körper­verletzung von dem Amtsgericht Düdingen zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Seine Berufung war ohne Erfolg. Trotz seines Leug­nens hielt ihn auf Grund einer eingehenden Be­weisaufnahme die Strafkammer für zweifelsfrei überführt, der Frau B. das Scheit Holz an den Kopf geworfen zu haben. Auch die Straf­zumessungsgründe wurden von dem Berufungs­gericht gebilligt

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Nr. 48 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

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Zusammenkunft: Hauptschneise bei Ab-

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6eschäftsdrucksacheo

Rechnungen Brlefblätfer Briefumschläue Postkarten Geschäftskarteri fce» Brühl. Schulstralle t

Zusammenkunft: Sicher Straße, zwölfte Schneise.

B. $teitag, den Z. März 1933, 9% Ahr, aus Öen Abt. 24 und 25 des Hernewaldes, Försterei Hochwart:

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LandwirischafilicheGenoffenschastsiagung in Gießen.

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Vrennholzverfieigerungen der Sladl Gießen.

A. Mittwoch, den 1. März 1933, 9% Uhr, aus Abt. 94 des Sladtrvaldes, För­sterei Hochwart:

Holzsubmission.

Aus den Waldungen der Gemeinde Op­penrod sollen nachstehende Holzsortimenle verkauft werden: 13770

^ichtenskämme.

teilung 24.

Gießen, den 24. Februar 1933.

Bürgermeisterei Gießen.

3 D.: Dr. Rosen berg.

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Stadttheater-Abonnement

Die Einlösung des sechsten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse. Jo- hannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar:

Montag, den 27. Februar 1933, für die Dienstag-Abonnenten,

Dienstag, den 28. Februar 1933, für die Mittwoch-Abonnenten,

Mittwoch, den 1. Mär; 1933, für die Freitag-Abonnenten

in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von

16 bis 18 Uhr. 1364C

Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. 37210 Kasse des Stadt- cheaters Gießen erfolgt Uebersendung d/r Abonnementskarten.

Landkreis Gießen.

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rGroßen-Linden, 23. Febr. Gestern fand im Rathaus bei starker 'Beteiligung die zweite Aachlahversteigerung des Philipp Echaumschen Besitzes statt. Zur Verstei­gerung gelangten das Wohnhaus Ecke Falltor- und Frankfurter Straße und eine Reihe von Grundstücken. Es wurden verhältnismäßig hohe Preise erzielt. Für den Wiegen Ackerland wur­den durchschnittlich 2040 Mark geboten. Die Preise für Bauplätze beliefen sich ungefähr auf 1000 Mark. Das Haus ging an Mehgermeister Leun von hier über. Der Zuschlag wurde jewells ertellt.

Bg Großen-Buseck, 24. Febr. Auf Be­treiben von Karl Hahn wurde hier eine Segel­fliegerabteilung geblldet, deren ßeiter Dentist Köhres ist. Sie besteht aus etwa zwanzig größtenteils arbeitslosen Mitgliedern. Durch das Entgegenkommen einer Behörde und einer Anzahl hiesiger Einwohner sind die jungen Leute in die Lage versetzt, in aller Kürze mit dem Dau eines Segelflugzeuges zu beginnen. Sie hoffen, in einigen Wochen die ersten Flugversuche vornehmen zu können. Don Gastwirt W. Wagner wurde ein geeigneter Raum zur Herstelllmg der Cinzeltelle unentgelt­lich zur Verfügung gestellt.

s. Aus dem H o r l o f f t a l, 24. Febr. In­folge der niedrigen Preise für Schlachtvieh sind in vielen Ortschaften unserer Gegend die Land­wirte dazu übergegangen, Kühe und Rinder selb st zu schlachten und an Ortsbe­wohner auswiegen zu lassen. Hier und da liehen auch schon Gemeinden abgängige Dullen

mentsvorstellung erfolgt sein.

Gießen, den 18. Februar 1933.

Die Bürgermeisterei. I. V.: Or. Ham m.

Brenn- und

Rutzholzversteigerung.

im Gemeindewald Langsdorf.

In den Distrikten Hundels, Stockweiher­kopf und Weckmannsscheuer werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldein- S der Provinzialstraße Langsdorf er-Bessingen am Donnerstag, dem

2. Mär; d. 3., vormittags 9% Ahr, ver­steigert: 13880

Brennholz.

Scheiter, rm: Buche l.Klasie 225,5; Buche 2. Klasse 3; Eiche 3,7; Fichte 1,5; Linde 1,6; Kiefer 0,6.

Knüppel, rm: Eiche und Hainbuche 20,7;

Linde 0,6.

Reisig, rm: Weymouthskiefer und Fichte 25,2.

Stöcke, rm: Buche 35,8; Fichte 0,3. Nutzholz.

Derbstangeu: Fichte 1. und 3. Klasse = 7

Stück; Douglas 2. u. 3. Klasse = 8 Stück.

Reisslängen 5. Klasse: Esche = 4 Stück.

Ruhscheiter, rm: Eiche 1,5, Buche 2.

Ruhreisig: Fichte - 1,2 rm.

Gute Abfuhrlage. Günstige Zahlungs- bedingüngen.

Langsdorf den 23. Februar 1933.

Hessische Bürgermeisterei Langsdorf.

Kneipp.

Schuldnern die Hände fast vollkommen gebunden, während sie anderseits den Abforderungen T>cr Sparer schutzlos gegenüberstehen.

Die Schuldenlast der Landwirtschaft hat sich seit dem Jahre 1924 nicht nur nominell durch aufgelaufene Zinsen verdoppelt, sondern durch den Rückgang der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse vervielfacht, so daß viele Schuldner nicht mehr in der Lage waren, ihren Zinsen und RückZahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die den ländlichen Genossenschaften erwachsenen Derluste, die trotz vorsichtigster Kreditpolitik nicht zu verhindern waren, werden durch die Reichs- genvssenschaftshilfe ausgemerzt. In der Zins­politik besteht heute eine weitgehende Zwangs­wirtschaft, vor allem für landwirtschaftliche Kre­dite. Als Zukunftsaufgabe des ländlichen Ge- nosfenschaftswesens ergibt sich, durch Herein­nahme möglichst aller auf dem Lande verfügbaren Gelder eine weitgehende Selbstfinanzierung und damit stärkste Zinssenkung zu erreichen. Die wich­tigste Boraussehung für die Erfüllung dieser Aufgabe ist jedoch die Erhaltung bzw. Wieder­gewinnung des Bertrauens der Gläubiger zu der (^dwirtschaft im allgemeinen. Alle Maßnahmen, bte auf eine einseitige Begünstigung der Schuld­ner auf Kosten der Gläubiger hinauslaufen, müssen demnach verurteilt werden.

Am Rachmittage sanden Besichtigungen

Der 8. DortragSkursus über landwirtschaft­liches Genossenschaftswesen, zum dem das Land- w:rtschaftliche Institut der Landesuniversität in Gießen, der Verband der Hess.schon landwirt­schaftlichen Genossenschaften in Darmstadt, der Ländliche Cenossenfchaftsverband Raifseisen e. D. in Frankfurt a. M. und die Bereinigung der Freunde des Seminars für ländliches Genossen- schaftswcsen beim Landwirtschaftl.chen Institut in Gießen eingeladen hatten, fand gestern bei reger Beteiligung hier im Aniversitatsgebäude statt.

Se Magnifizenz der Rektor der Landesuniver­sität, Pros. Dr. I e ß, begrüßte in einer kurzen Ansprache die Teilnehmer.

Prof. Dr. S e s s o u s dankte namens der Der- anstalter für die Worte der Begrüßung und An­erkennung und glaubte feststellen zu dürfen, daß nun endlich die Boraussehung für einen lang­samen Wiederaufstieg unseres Bolles gegeben du sein scheine. Alle Bemühungen in dieser Rich­tung könnten aber nur fruchtbringend werden, wenn jeder an seiner Stelle voll und ganz seine Pflicht tue.

Aach Begrüßung der Hess schen und naflauischen Regierungen und Behörden, der Vertreter der Landwirtsch^ftskammern Darmstadt und Wies- baden und benachbarter Organisationen und der Landwirtschaftsämter mit ihren Schülern sprach als erster Redner Pros. Dr. S a g a to e - Kiel über

Lau-wirtschaftliche Belriebsführung in der Zelt der Krise.

Trotzdem Hoffnung besteht, daß in Zukunft den berechtigten Forderungen der Landwirtschaft nach Herstellung einer Preislage, die dem Betriebs- Leiter wenigstens einen mäßigen Lohn sichert, Rechnung getragen wird, wird der Kampf um die Scholle mit zähem Fleiß weiter geführt wer­den müssen. Die Kaufkraft der Bevölkerung Deutschlands wird nur äußerst langsam wieder gesteigert werden können, so daß nach wie vor strengste Sparsamkeit bei allen Aufwendungen eingehalten werden muh. Heber das, was un­erläßlich und dringlich ist, lassen sich bestimmte, starre Grenzen nicht ziehen. Dom Betriebsleiter hängt der Ruheffekt jeder Maßnahme ab. Der Referent erörterte dann eingehend, welche Ge­fahren bei übertriebener Drosselung der Auf­wendungen drohen und welche Grenzen der Ex- tenfioierung respektiert werden müssen.

Professor Dr. Sessous, Direktor des In­stituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Landesuniversität Gießen behandelte als nächster Redner

die welzenqualltätsfrage Im Getreidebau.

2m Icrhre 1932 wurde zum ersten Male auch der Weizenbedarf unserer Wirtschaft gedeckt. Da­bei sind zwei Momente dieser Erscheinung ent­gegengekommen, einmal eine über dem Durch­schnitt stehende Ernte, das anberemäl der gerin­gere Derbrauch an Weizenmehl, infolge Sinkens ber Kaufkraft der Bevölkerung. Trotzdem muß

Lieseruncisvergebung.

Die Lieferung des Bedarfs an Fleisch­und Durstwaren, Backwaren, Lutter und Milch für das Rj. 1933 evtl, auch für 1934, sowie des Bedarfs an (onftiaen Verzeh- rungsgegenftänden und an Reinigungs- matenal (-seife ufw.) für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1933 (Verlängerung des Vertrages von Vierteljahr zu Viertel­jahr bis zum 31. März 1934 ist nicht aus­geschlossen) soll für die Universitäts-Kli­niken in Gießen vergeben werden.

Die Lieferungsbedingungen für Verzeh- rungsgegenstände können an Werktagen von 15 vis 17 Uhr (außer Samstags) bei der Verwaltung der Universitäts-Kliniken, Klinikstraße 32, I. Stock, Zimmer 5/7, die­jenigen für Reinigungsartikel Zimmer 10 eingesehen, die Bedarfslisten gegen Er­stattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. 13950

Angebote und Warenproben sind ge­trennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an die obige Verwal­tung bis 7N ttwoch, den 15. Mär; 1933, 10 Uhr, einzureichen.

Eröffnung der Angebote für Verzeh- rungsgegenstände 10 Uhr, für Reinigunqs- PHitel 11 Uhr.

Zuschlagsfrist bis zum 23. März 1933.

2. Rang (vordere Seitenreihe)

2 Rang (Reihe 4 und 5) 3,

Die Einlösung muß vor der 21. Abonne

Beschluß

In dem Vergleichsverfahren über das ver­mögen der Firma Heinrich Steinhäuser. Tapctenhandluug in Gießen.

1. Der in dem Vergleichstermin vom 9. Februar 1933 angenommene Ver­gleich wird hierdurch bestätigt.

2. Infolge der Bestätigung des Ver­gleichs wird das Verfahren aufge­hoben. 13780

Gießen, den 16. Februar 1933.

__________Hessisches Amtsgericht.___________

OeffentUche Mahnung!

Folgende Rückstände werden hiermit zur Zahlung bis 7. März 1933 einschließlich ge­mahnt: 1428C

Schulgeld für die Hessische Studienanstalt für Januar 1933,

Wohnungsmiete aus städtischen Häusern für Januar 1933, einschließlich der An­teile an Straßenreinigungs- und Müll­abfuhrgebühren 1932, 3. und 4. Rate,

5. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Provin- zialumlage, einschließlich Sondersteuer 1932 und die infolge nachträglicher Veranlagung bis Ende Januar 1933 fälligen Beträge,

4. Ziel Kanal-, Straßenreinigungs- und Müüabfuhrgebühren 1932.

Nach Ablauf dieser Frist erfolgt ohne weitere Mahnung Einzug der rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner.

Bei. den Steuerzahlungen werden die vorgeschriebenen Verzugszuschläge erhoben.

Gießen, den 25. Februar 1933.

Stadtkasse Gießen.

bet deutschen Landwirtschaft, und insbesondere auch der hessischen, vollste Anerkennung gezollt werden, daß sie den an sie ergangenen Ruf, die Brotgetreideerzeugung, namentlich hinsichtlich des Weizens, zu steigern, befolgt hat. Cs melden sich letzt Kritiker, die behaupten, wir hätten ein­seitig nur die Menge gesteigert, ohne uns um die Qualität zu kümmern. Die Landwirtschaft wird selbstverständlich die "Verbesserung der Qua­lität nicht übersehen, man soll ihr aber auch Zeit geben. Cs wird der deutschen landwirtschaftlichen Pflanzenzüchtung gelingen, unsere in erster Linie auf Ertrag gezüchtete Sorten auch qualitativ zu verbessern.

lieber den Qualitätsbegriff des Getreides be­stehen sowohl in der Landwirtschaft, als auch bei den Derbrauchern vielfach unklare "Vorstellungen, zumal die Anschauung auf dem Weizenmarkt und den daran interessierten Gewerben noch ausein­andergehen. Dazu kommt, daß die Dorschriften bei der Aufstellung von Handelsklassen ebenfalls, was die inneren Eigenschaften anlangt, zum min­desten fehlerhaft sind. Der weizenbauende Land­wirt sagt aber mit Recht, wenn der Weizen auf dem Felde gut ausgereift ist, und gesund gelagert war, dann ist jeder Weizen geeignet, einwand­freies Mehl und nahrhaftes Brot für die Dolks- ernäjjrung zu liefern.

Für die Landwirtschaft ist für die nächsten Iahre die Richtung gegeben; sie muh unter allen Um­ständen auf Sortenvereinheitlichung hinzielen. Um reine und gesunde Bestände zu erzielen, muß im­mer wieder auf regelmäßigen Saatgutwechsel Hin- klewiesen werden. Die Ernte muß in Zukunft wie­der sorgfältiger geschehen. Die Maschinenmahd hat hier viel verdorben, so daß oft zu früh einge­fahren wurde, ohne daß dem maschinengebunde­nen Getreide Zeit gelassen wurde, genügend zu trocknen. Drusch, Lagerung und Reinigung müs­sen die ihnen zukommende Beachtung finden, da­mit eine Ware erzeugt werden kann, die den Han­delsklassen entspricht. Selbstverständlich muh für die Landwirtschaft aber auch Aussicht vorhanden sein, dah sie für die größere Sorgfalt auch ent­sprechende Preise bekommt und die Handelsllassen- vorschriften nicht nur auf dem Papier stehenblei­ben, sondern auch im Handel Grundlage für ent­sprechende Bewertung und Bezahlung bilden. Den Genossenschaften wird, wenn diese Richtlinien in die Tat umgefetzt werden sollen, ein hervorra­gender Anteil bei der Erziehung der Landwirt­schaft zukommen.

Direktor Dr. Strub (Frankfurt a. M.) schilderte als letzter Redner in seinem Dortrage die:

Gegenwartsfragen der genossenschaftlichen Geldwirtschaft.

Es muh heute berücksichtigt werden, dah die Kreditnehmer der ländlichen Genossenschaften sich seit der Rotverordnung vom 8. Dezember 1931 unter einem gewissen Dollstreckungsschuh befin­den, der nach und nach immer stärker ausgebaut wurde und mit der Verordnung vom 14. Fe­bruar d. I. zu einem allgemeinen Moratorium führte. Den Genossenschaften sind gegenüber ihren

auf die gleiche Weise aushauen. Das Pfund Kuhfleisch stellt sich im allgemeinen auf 38 bis 40 Pf. pro Pfund mit Knochen, Rindfleisch 45 Pf. Die Bevölkerung m cht von derartigen Gelegen­heiten so reichlich Gearauch, dah meistens gar nicht alle Käufer befriedigt werden können. Ein Tell des Fleisches wird in Gläsern oder Büchsen eingekocht.

ii Obbornhofen, 23. Febr. Unsere G e meindevertretung beschloß, daß verschiedene Arbeiten, die im Laufe des Jahres in unserer Ge­meinde ausgeführt werden sollen, im Wege des Sofortprogramms durchgeführt werden. Die Stützmauer am Schulhausgrundstück, die zum Tell zusammengebrochen ist, soll von Grund auf neu er­richtet, weiter die Friedhofsmauer stellenweise er­neuert werden. Ein drittes Projekt sieht die Aus- betonierung des Dorflutgrabens der Ortskanali­sation vor. Die vom Kulturbauamt in Gießen für Arbeitslöhne und Materiallieferung aufgestellten Kostenvoranschläge belaufen sich auf 6100 Mark. In gleicher Höhe wurde auch der Darlehensantrag gestellt. Außerdem ist ein Antrag auf Durchführung von Notstandsarbeiten gestellt, der insgesamt 2400 Tagewerke umfassen soll, aber noch der Genehmi­gung des Landesarbellsamts bedarf.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 25. Febr- Der Butzbacher F a s e l m a r k t findet in diesem Iahre am Don­nerstag, 16. März, statt. Der Markt hat in den letzten 3ähren an Bedeutung noch zugenom­men. Reben dem Pferde, Rinder, Schweine und Ziegen umfassenden Zuchtviehmarkt findet unter Mitwirkung des Landwirtschaftskammerausschuf- ses der Provinz Oberhesfen auch eine Prämiie­rung von Zuchttieren der genannten Tiergattun-

Angebote sind dis zum Mittwoch, dem 1. März 1933, nachmittags 2 Ahr, bei unterzeichneter Stelle abzugeben, woselbst nach Bekanntgabe der Bedingungen die Er­öffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist mit Rinde gemessen.

Hessische Sürgermetfietei Oppenrod. Kloos.

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Angebote per Zentner Lebendgewicht sind verschloßen, mit entsprechender Auf­schrift bis zum Mittwoch, dem 1. Marz L 3., vormittags 11 Ilhr, bei unterzeich­neter Bürgermeisterei einzureichen, wo­selbst auch die Derkaufsbedingungen einae- sehen werden können. 13870

Londorf den 23. Februar 1933.

Bürgermeisterei Londorf.

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