Evangelische Pfarrpersonalien. Durch die Kirchenrcgierung wurde dem Pfarrer Hans Matthäus au Ehringshausen die zweite evangelische Pfarrstelle zu Grünberg, Dekanat Grünberg, dem Pfarrer Adolf D ö r m e r zu Rockenberg die evangelische Pfarrstelle zu üueckborn, Dekanat Grünbcrg, übertragen, und Pfarrer Emil Mahr zu Eppelsheim auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. November 1933 in den Ruhestand verseht.
•• Hur Richtigstellung. Auf der am Mitt- wach, 22. d. M., erschienenen Sonderseite „Für den Büchcrtisch" ist ein bedauerliches Versehen unterlaufen. das hiermit richtlggeftellt werden soll. Die kleine Drolchüre „14 Jahre Kamps gegen die Kriegs- schuldlüge- von Professor Ferdinand Dreher in Friedberg kostet 10 Pf., und nicht, wie in der Besprechung irrtümlich angegeben war, 10 Mark.
'* Außer Kurs gesetzt. Die 4-Pfennig- Stück« aus Ktipferbronze sind mit Wirkung vom 1 Oktober 1933 ab außer Kurs gesetzt worden. Die Linlösungsfrift laust bi» zum 30. September 1935. Die kurz vor Ablauf der Linlösungsfrisl bei den Reichs- und Landeskassen eingehenden 4-Pfennig» Stücke werden von der Reichsbank noch bis zum 30. November 1935 angenommen
* Puppenspiele. Man schreibt uns: Am Mittwoch füllte eine große Kinderschor das Katholische Vereinshou», um Kasperle Larifari bei seinen Heldentaten zu sehen. Das heitere Spiel hielt sie fast zwei Stunden in Spannung. Höhepunkte waren es. al» Kasperle durch den Saal im Flugzeug dahin- flog, oder al» er in Afrika do» Krokodil erschoß rnd den Teufel samt der Hexe verbrannte Aus dem Wege nach Hause besprachen die kleinen Zuschauer noch eifrig da» Erlebte.
Eichelhain; Eichelhoin—Lanzenhain; Lanzenhain— Ilbeshausen; Bermuthshain — Ober-Moos; Ober- Moos —Salz; Radmuhl — Freiensteinau; Freiensteinau — Weidenau vom Abzweig nach der Skoll- mühle an; Rixseld —Fuchskuopel; Crainfeld — Ober-Moos; Gunzenau — Metzlos; Ober-Moos — Gunzenau bis Strahenkreuz; Grebenhain — Ilbeshausen (nur bei sehr starken Verwehungen); Frisch- born — Sickendorf (bis Knömrsack); Bannerod — Metzlos; Bermuthshain — Lichenrod; Fleschenbach — Ulmbach.
Solange es äußerst möglich ist, werden die Strecken frei gehalten. Wird jedoch eine Sperrung erforderlich, so sind die gesperrten Strecken am Anfang und Ende durch Tafeln, auf welchen auch die Umleitung angegeben ist, kenntlich gemacht.
Ein Polizeiauto verunqlücki.
Di« Polizeidirektton Gießen berichtet: Gestern S14 Uhr ereignet« sich cuf der Landstraße n—Ltch in der 8-Kuroe unmittelbar vor Lich ein Krastfahrzeugunglück. Ein der Polizeidirektion Gießen kam infolge der Glatte der Straße ins Schleudern, durchbrach das Brückengeländer und fiel in das etwa 4 Meter tiefer gelegene Wiesengelände. Die drei Insassen des Wagens er- litten xum Glück nur leichtere Verletzungen, was dem Umstand zuzuschreiben ist, daß der Wagen mit seinem Vorderteil in dem sumpfigen Gelände stecken blieb und dadurch ein direktes Ueb er schlagen Der- hindert wurde.
Wegen Tarisverletzungen inhaftiert.
Don der Zwangsinnung für dos Zimmerhand, werk für Stadt und Landkreis Gießen wird uns berichtet:
Der Treuhänder der Arbeit für Sudwestdeut,?> land hat, wie der Baugewerbeoerband Sieg-Lahn e. V., Siegen, mitteilt, vor einigen Tagen einen Bauunternehmer inhaftieren lassen, w?il er seinen Arbeitern die Tariflöhne nicht zahlte und die 48- stündige Arbeitszeit überschreiten ließ.
Derartige Inhaftierungen find auch vorher schon in anderen Bezirken in einzelnen Fällen vorgenommen worden.
Dieser Fall geht aber vom Standpunkt des Baugewerbes aus in erfreulicher Deutlichkeit insofern Uber die bisherigen Maßnahmen hinaus, als der Treuhänder dem Architekten, unter dessen Leitung die Arbeit des inhaftierten Bauunternehmers aus- geführt wurde und der den Bauherrn bei der Auswahl der Bauunternehmer beraten hat, angedroht hat, daß auch er eine gleiche Bestrafung zu erwar- ten habe, wenn er in Zukunft bei der von ihm vorzuschlagenden Auswahl der Bauunternehmer nicht darauf achtet, daß solche Angebote, bei denen nicht mit Tariflohn kalkuliert ist, überhaupt vom Wettbewerb ausgeschlossen werden.
Unterbietungen von Tariflöhnen werden von dem Baugewerbe-Verband Sieg-Lahn e. D.,Siegen in Westfalen, und den Bezirks- und Kreisleitern der Deutschen Arbeitsfront des Baugewerbes dann, wenn genaue Unterlagen für die Behauptung der untertariflichen Lohnzahlung beigebracht werden, verfolgt und dem zuständigen Treuhänder der arbeit zur Bestrafung gemeldet.
Taten für Freitag, 24. November.
1801: der Dichter Ludwig Bcchstein In Weimar geboren (gestorben 1860); — 1808 (vor 125 Jahren): Freiherrn vom Stein auf Veranlassung Napoleons entlassen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag: Stadt- theatcr, 20 bis 22 Uhr „Wenn der Hahn kräht". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verdun". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Abenteuer auf dem Meeresgrund". — Aliceschule einschl. Frödelsemi- nar, Easö Leib, Ausstellung; 14.30 bis 16.30 Uhr Kasperl-Theater und Kinderbelustigung, ab 16.30 Uhr Vorführungen.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute von 20 bis 22 Uhr: 8. Vorstellung im Freitag.Abonnement das Dolksstück „Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs; Spielleitung: Anton Neuhaus. Gewöhnliche Preise. — Samstag, 25. November, Deutsche Bühne, Reihe 2: gerade Mitgliedsnummern: „Am Himmel Europas", Schauspiel von Schwenzen-Malina; Spielleitung: Anton Neuhaus. Spieldauer von 20 bis gegen 22.30 Uhr. — Sonntag 26. November, Erstaufführung des auf einem Tatsachenbericht beruhenden Schauspiels aus den letzten Pagen des Weltkrieges: „U-Boot 116" von Karl Lerbs. Spielleitung Kurt L ü p k e. Die Erstaufführung ist außer Abonnement und zu ermäßigten Preisen. Spieldauer von 19.30—21.30 Uhr.
— „Der Seeteufel". In den Astorla-Licht- spielen gelangt ab heute ein Film zur Vorführung, der in spannenden Bildern den Kampf zweier Taucher gegen den sagenhaften Riesenpolypen, den „Krak", wie ihn der nordische Fischer nennt, geschildert wird. Der Bildstreifen ist der Niederschlag der Williamsonschen Expedition in die Meeresti«fe bei den Bahama-Inseln. Auf die heutige Anzeige sei besonders ausmerksam gemacht.
Wie werde ich reich und glücklich?"
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Jetzt möchte ich nur eins wissen, meine verehrten Leserinnen und Leser, wer von Ihnen denkt: „Was fällt der Zeitung heute ein, uns so zu narren? Wie rann denn jemand überhaupt positiv sagen, wie man reich und glücklich wird?" Verzeihung, ich kann es. Ich kann Ihnen tatsächlich sagen, wie man reich und glücklich wird! Wenn Sie nur ahnten, was ich hier besitze — ein geheimnisvolles Stück Papier, das wie ein Geldschein aussieht. Das Allerschönste darauf aber ist, daß da steht: „Dem Deutschen Volk", und unten in der Ecke links, da steht ,Lie- hung!" Sie haben richtig geraten, das ganze ist eine Lotterie.
Bitte, soll man überhaupt Lotterie spielen? Es gibt Leute, die Lotteriespielen für eine unmoralische Sache halten. Man soll sich nicht auf den Zufall verlassen — man soll sich Geld nur erarbeiten. Aber bei dieser Lotterie, deren Los ich in der Hand habe, also bei der nationalsozialistischen Geld- lotterte für Arbeitsbeschaffung — sehen Sie, in diesem Wort liegt der Sinn Der ganzen Lotterie!
Sie können reich werden. Sie können gewinnen — 1000 Mark, 5000, 20 000, 50 000, auf das große Los sogar 200 000 Mark. Das einfache Los kostet eine Mark. Mit Optimismus und Pessimismus hat das alles gar nichts zu tun. Diese Lotterie ist eine optimistische in jeder Beziehung. Wenn ich auf mein Los 50 000 Mark gewinnen würde, ich käme mir unendlich reich vor.
Wo man diese Lose bekommt? U e b e r a U ! In allen Lotteriegejchäften, -Sparkassen und Banken, beim Zigarrenhändler, im Papierladen, überall!
Wenn man ein Los kaust, will man doch bei der Ziehung Glück haben; aber bei der großen nativ- nalsozialistischen Geldlotterie hat man schon Glück in dem Augenblick, in Dem man das Los tauft — Wieso!? — Stellen Sie sich mal vor. Sie, und Sie und Ihr alle — wenn also 200 Leser es machen wie ich und kaufen sich ein Los zu einer lumpigen Mark, auf einmal gibt es schon ein lachendes Gesicht mehr in Deutschland, Denn Diese 200 Mark sind ja ein Monatsgehalt für einen Volksgenossen, Der bisher stellenlos war.
Stellenlos — ein trauriges Los! Und Da kommen Sie mit Ihrem Los zu einer Mark —
In Ihrer Bekanntschaft gibt es immer noch Den Max, Den Emil unD Walter, sie haben noch keine Arbeit. Und nun stellen Sie sich mal vor. Durch Diese Lotterie für Arbeitsbeschaffung —
Plötzlich bekommt Der Mar einen Zettel ins Haus: morgen soll er zur Arbeit kommen! Was meinen Sie, wie dem Max Die Augen leuchten! Der ist mtt einem Mal ein ganz anderer Kerl! Und Die Eltern freuen sich, und die Frau freut sich, und die Kinder freuen sich!
Deutsche Volksgenossen! Wie glücklich könnt Ihr Euch selbst machen, wenn Ihr sagen könnt: In meiner Hand ist nun ein Los, Das dazu beiträgt. Daß einer Arbeit bekommt!
Snftvitflung uni) Wesen des Nationalsozialismus.
Der Deutsche Handlungsgehilfen- D e r b a n D, Ortsgruppe Gießen, hielt gestern abend im Eafö Leid Die November-Pflichtoerfammlung ab. Der Führer, Pg. Schwarz, leitete mit für- zen Worten Die Versammlung ein. SoDann sprach
pg. Rektor Jiebcling
über Das Thema „Entwicklung und Wesen des Nattonalfozialismu s". In feinen einleitenden Ausführungen schilderte Der Redner zunächst Den Kampf Des Führers in seinen Anfängen und wies auf Die ungeheueren Schwierigkeiten hin, Die dem Führer auf seinem Wege bereitet wurden, von ihm aber überwunden worden seien. Dann wandte sich der Vortragende dem Wesen des Nationalsozialismus au. Das besondere Wesen Des Nationalsozialismus liege in Dem Begriff „V o l k" begründet. Zwar fei dieser Begriff nichts neues, aber jeder unserer Volksgenossen habe etwas anderes darunter verstanden, während man zum Kern nicht vorgedrungen sei. Gründlich fei der Begriff „Volk" von Der Weimarer Koalition mißverstanden worden.
Volk sei nicht allein Die lebenDe Generation, sondern jene kette, die aus fernem Unbekannten komme und in endlose Zukunft reiche. Der Gegenwärtige sei nur Glied in dieser Sette.
Blut sei uns überkommen und müsse von uns weitergetragen werden. Wir leben von dem, was vor uns war; es werde jenen gegeben, die nach uns kommen. Der Geist der Ahnen, ihre Tugenden, Kräfte, ihr Können ufw. leben in uns. Der Raum, In dem wir leben,Jei von ihnen erkämpft ober erworben worden. Was uns davon verloren gehe, gehe auch den Zukünftigen verloren. In dieser Kette Dürften Die Gegenwärtigen als GlieDer nicht schwach (ein. Volk gehöre zusammen, aber nicht um gleicher „Interessen" willen, sondern auf der Grundlage des Blutes. Kleinste Einheit des Volkes fei Die Familie, Die nichts Willkürliches fei, sondern etwas organisch und blutmäßig Gebundenes. Das Volk, das die Familie als Grundlage heilig halte, (ei gesegnet. Volk sei auch nicht das Nebeneinander Vieler, sondern großer lebendiger Organismus. Bündnisse auf Interessen gegründet, könnten nicht von Dauer sein.
Volk als Gemeinschaft müsse in sich fest sein, wenn sie sich behaupten wolle. Die wurzeln der Kraft ruhten im Loden, im Blut und im Segen Gottes.
Der Mensch müsse seine Krast mit Der Des Bodens vermählen. Der Schöpfer muffe feinen Segen dazu geben. Wahre Kraft Des Volkes fei immer nur im eigenen Volkstum zu suchen.
Unser Leben sei nur garantiert durch Den Arbeitswillen. Arbeit (ei Gesetz Der D r D • nung unD nicht Fluch, sondern Segen. Arbeit und Arbeiter müßten im Mittelpunkt unseres Ledens stehen. Arbeiter und Bauern schaffen Leben und Volkstum. Arbeit fei höchster Adel des Menschen. Wer arbeite, sei nützliches Glied des Volkes. Auf Die Art Der Arbeit komme es dabei
nicht an, sondern auf Die er f ü 111 e Pflicht. Ausgabe Des Staates fei es, für DrDnung in Der Arbeit zu sorgen. Der Staat sei jene Institution, Die Die Ordnung garantieren müsse. Er Dürfe aber nicht um seiner selbst willen geschaffen sein. Denn immer fei das Volk Die Hauptsache. Die Hauptarbeit des Staates Dürfe nicht lediglich Der Erhaltung feiner Form gelten.
Unser Staat müsse Der organisierte Wille des deutschen Volkes sein. Wirtschaft im Staate sei volkmäßig gebunden.
Probleme der Weltwirtschaft könnten nur aus g e • orbneter völkischer Wirtschaft heraus gelöst werden. Die Macht des Staates bestehe im Heer, der Polizei, der Gerichtsbarkeit, Der Gesetze usw. Diese Machtmittel allein feien aber nicht geeignet, Den BestanD Des Staates auf immer zu sichern. Ein Staat müsse erhaben sein und seine Erhabenheit müsse vom Volk anerkannt werden. Ein Staat, Der wirklich Staat sein wolle, müsse als Gottesgeschenk betrachtet werden können. Der Weimarer Staat sei von den meisten Deutschen nicht als ein solches Gottesgeschenk angesehen worden. Diesem Staate habe die göttliche Erhabenheit gefehlt.
Der heutige Staat sei von göttlicher Art. weil Gott in letzter Stunde den Führer gesandt habe. Er sei als Führer erkannt worden und nabe sich als solcher erwiesen. So besitze der heutige Staat wacht, göttliche Erhabenheit und die Anerkennung des Volkes.
Der Kampf um die Anerkennung fei nicht leicht gewesen! Die Regierung Adolf Hitler sei die einzige Regierung in der Welt, Die die Gesamtheit Des Volkes hinter s i ch habe. Auf zwei Millionen Asoziale brauche man Dabei keinen Wert zu legen. Das HanDeln Der Regierung entspreche Dem Willen Des Volkes. Eins fei das Volk im Hinblick auf Den Führer: Das i ft Der Mann, der mein Vertrauen be- fitzt! Adolf Hitler baue Die unerschütterliche Lebensgemeinschaft des Volkes. Der Glaube an den Führer und an Den Nationalsozialismus habe Die Kämpfer nie erlahmen lassen. Dieser Glaube müsse Der Glaube Des ganzen Volkes roerDen. Deutschland gewinne jetzt wieder an Achtung und Ehre. Daß uns die Welt liebe, erwarte man nicht. Einst werde man mit Stolz auf Das Jahr 1933 zurückblicken. Alles aber Dante man Dem Führer, Der Die Fahne vorantrug.
Mit Adolf Hitler für Deutschland!
Das sei der feste Wille Des Deutschen Volkes! (Lebhafter Beifall!)
Pg. Kreisgeschäftsführer Brack wies fobann auf Die nächsten Veranstaltungen hin unD betonte Die Notwendigkeit Der beruflichen FortbilDung.
Hum Abschluß sah man — nach einem kurzen Referat von Pg. Dr. Kreger — einen Film Der Hapag, Der auf einer Mittelmeerreife ausgenommen worDen war unD in künstlerisch wertvollen BilDern Die Stätten Der alten Kulturen und Die landschast- lichen Schönheiten Der MittelmeerlänDer zeigte.
Qbechessen.
Gemeinderai in Grünberg.
V Grünberg, 23. Nov. Das ansallenDe Nutzholz im Jahr« 1933/34, etwa 900 Raummeter, wirb Der Firma D a h m e r überlassen. Der Preis ist für Die StaDt günstig.
Vom Iungoolktrefsen im Oktober sinD noch Unkosten im Betrage von etwa 500 Mark zu Decken, um Deren Uebernahrne Die StaDt ersucht rourDe. Die Angelegenheit wurDe zurückgestellt.
E» hat sich herausgestellt, Daß Der Pachtpreis stäDtischcr © r a b ft ü <f e nicht einheitlich ist, während ein Teil der Stücke mit 2Vi Pf. pro Quadratmeter berechnet wird, find andere zu 3 Pf. verpachtet. Zukünftig wird ein Einheitspachtpreis von 2Ve Pf. festgesetzt.
Laut Vertrag von 1921 soll Dl« Stadt Den fiskalischen Schloßgarten innerhalb 15 Jahren kanalisieren. Mangels Mittel ist bis jetzt die Kanalisation noch nicht ausgeführt worden, und sie kann aus diesem Grunde auch jetzt nicht vorgenommen werden. Es soll aber eine gründliche Reinigung De» Durchfliehenden Graben» vorgenommen werden.
Die Fertigchaussicrung de» Waldwege» am L u d w i g » p l a tz (oll im Wege der Fürsorgepflichtarbeit erfolgen.
Die Pächter der Fischerei des Anschers- bad)«» beantragen eine Entschädigung von 400 Mark und begründen Die» mit Dem Eingang Ihres Fischbestande», Der Durch Zufluß von ' städtischen Abwässern entstanden fei. Die Angelegenheit wurde zurückgestellt.
GtadivorstandSfitzung in Alsfeld.
Warenhaus st euer für Die Stadt Alsfeld zur Verhandlung. Es wurde beschlossen die Warenhaussteuer für das Rechnungsjahr 1933 in Höhe von 200 o. H. Der allgemeinen Gewerbesteuer zur Erhebung zu bringen, und zwar rückwirkend vom 1. Avril 1933 ab.
Nach einer Verfügung des Hessischen Staatsmini- fteriums soll zwecks Bereinigung der Steuerrückstände durch Tellerlah von rückständigen Steuern auch eine solche hinsichtlich Der Kommunalsteuern erfolgen. Den Gemeinden wird deshalb empfohlen, hinsichtlich der Tilgung und Abtragung der Steuerrückstände in derselben Weise zu oeriahren, wie bei den Landessteuern. Die vorgesehenen weitgehenden Erleichterungen werden jedoch nur Denjenigen Steuerpflichtigen gewährt, welche die laufenden steuern pünktlich enttichten und daneben ihre Rückstände planmäßig tilgen. Es wurde beschlos. sen, die staatlichen Richtlinie^ auch für Die gemeinD- lichen Steuerrückstände Der Stadt anjuroenDen.
Nachdem vor einigen Wochen zwecks Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Notstandsarbeiten im Stadtwald Homberg in Angriff genommen worden sind, wobei 19 Erwerbslose Beschäftigung finden, sollen nach dem Dorschlaa des zuständigen Forstamts weitere Notstandsarbeiten zur Derbeste- runa Der Waldwege vorgenommen werden Es wurde hierfür ein Kredit von 600 Mark bewilligt.
Eine gründliche Instandsetzung der städtischen Zentralheizungsanlagen hat sich als notwendig erwiesen. Don dem Ingenieurbüro für Heizungstechnik Theodor Gammler (Leipzig) wurden Voranschläge Über Instandsetzung und Der- befferung der Zentralheizungsanlage im Deinhaus, Rakhau», in der Oberreattchule und in der Stadtschule im Gesamtbetrag von 7120 Mark Dorgelegt
-Alsfeld, 23. Roo In Der jüngsten Sitzung Des Stadtvorst and«» stand Die Vorlage der Bürgermeisterei über die Einführung der
। E» wurde beschlossen, di« Arbeiten zur Ausführung I bringen gu lasten und den dafür erforderlichen Kre
dit zu bewilligen, unter der SeNngung, daß die Stadt Den Reichsinstandsetzungszuschuß und die Zinsvergütung erhätt.
Für Den Ausbau Des Arbeit sdfenste l a g e r s waren verschieden« Lieferungen zu vergeben. Die Lieferung Des erforderlichen Holzes wurde Der Firma Sondermann & Bückina zu Den vereinbarten Einheitspreisen übertragen, die Lieferung Der Defen, Fabrikat Buderus (Hirzenhain), Den hiesigen Eisenwarenhändlern Ferner wurde die Anschas- fung von sechs Minimax-Feuerlösch-Apparaten für Das Lager bewilligt. Das Lager ist bereits mit 90 Mann belegt und (oll zum 1. Dezember 1933 in Betrieb genommen werden; es soll im Laufe Des Winters ein« Belegschaft von 280 Mann erhalten.
Für Den Kamvfbund für deutsche Kul- t u r (Deutsche Buhn«) wurde ein jährlicher Beitrag von 18 Mark bewilligt.
Für Die im Laufe des Winters in Alsfeld vorgesehenen GastspieledesGießenerStadt- tb e a t e r s wurde eine Garantiesumme von 500 Mark fürjebe Vorstellung bewü'.igt.
Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende Den S e - r i ch t Der Oberrechnungskammer über Die im vergangenen Sommer oorgenommene Revision Der Stadt kaffe bekannt. Die Geschäftsführung Der StaDtkasse rourDe als mustergültig bezeichnet und dem Stadttechner Die Anerkennung der Behörde ausgesprochen.
,&aifto'VTagung in Laubach.
□ Laubach, 23. Nov. Am Sonntag nachmittag fand im „Schützenhof" der „H a s s i a" - H e r b st - bezirkstag statt. Nach der Begrüßungsansprache Sab Bezirksführer Hermann Stotz- Laubach die
ührerordnung bekannt und nahm Die Verpflichtung sämtlicher Vereinsführer vor. Die Rechnungsablage ergab einen kleinen Ueberfchuh. Der Berkaus Des ßidhtbilDerapparates wurde Dem Vorstand überlassen. Den Drei noch lebenDen Attveteranen von 1870/71 ÄonraD Salzmann, Georg Kreicker II. unD Heinrich Momberg« r, sämtlich aus Laubach, wurde auf Grund ihrer langjährigen treuen Mitgliedschaft mit ehrenden Worten Das ,Hassia"-Verdienstkreuz verliehen. Mit einem „Sieg-Heil" auf Den ReichspräsiDenten von H i n- Denburg und Den Volkskanzler ADolf Hitler' schloß Der Bezirksführer Die föerfammlung.
Don einem Auto tödlich verletzt.
♦ NiDDa, 23. Nov. Unmittelbar vor unserer Stabt ereignete sich gestern nachmittag in Der Nähe Des Kreuzungspunktes der Straßen von Ranstadt und Michelnau ein schwerer Unfall. Schrei- nermeifter Heinrich Lehr von hier befand sich aus Dem Heimweg vom Friedhof und zog ein Handwägelchen, an welchem sein 9 Jahre altes Töchterchen hinten drückte Plötzlich kam von Ranstadt her der Margarine-Reisende Rosen von hier mit seinem Auto. Dieses erfaßte da» Kind und verletzte es an dem einen Arm und an der Brust sehr schwer. Das bedauernswerte Kind wurde sofort nach Gießen in die Klinik gebracht, wo es feinen schweren Verletzungen heute e r - legen ist. Es war Das einzige Kind feiner Eltern.
Landkreis Greben.
* Heuchelheim, 23. Nov. Dieser Tage fand hier zwecks Gründung einer Ortsgruppe de» Reichsluftschuhbundes eine Versammlung statt. Bürgermeister Rinn gab bekannt, daß er den Gendarmerie-Oberwachtmeister Wölk zum Führer der Ortsgruppe bestimmt habe Sodann wurden die Zwecke und Ziele des Reichslustschutzbundes Dargelegt. Die an der Versammlung teilnehmenden Herren erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Durch eifrige Werbung soll der Bevölkerung Des Ortes Die BeDeutung Des Luftschutzes klargemacht roerDen.
ck. Heuchelheim, 23. Nov. Auch in unserem Orte rourDe Der Luthertag in würDiger Weise begangen. Etwa 1200 Menschen nahmen an Den gottesDienftlidjen Feiern teil. Im Hauptgottesbienst erftanD Luthers geniale Persönlichkeit. Der Kirchenchor brachte zwei Chöre zu Gehör. Für Die ÄinDer fanben zwei FestgottesDienste statt. Die sehr gut besucht waren. Eine Reformationsfeier für Sing- und Sprechchor zu abendlicher Stunde zeigte über 100 Kinder der beiden obersten Klassen als Mitwirkende; Die Feier gestaltete sich zu einer ernsten Weihe- stunde. Den Abschluß des Tages bildete ein Vortrag von Architekt K ö st e r in der überfüUten Kirche. — Am Sonntag konnte Johann Heinrich Kehr seinen 83 Geburtstag feiern. Die Kurrende sang dem Jubilar zwei Lieder.
00 Klein-Linden, 23.Nov. Am Dienstagabend gab im Saale des Gasthauses ,Lur deutschen Eiche" Die NS. -Gaukampsbühne Das Drei- artige Schauspiel „Erst Dann wirk) Deutschland frei" von Pg. Heinrich Bartholomäus Die Veranstaltung war stark besucht. Das gut roieberge- gebene Werk hinterließ tiefen Eindruck bei allen Zuhörern. Pg. Kurt Richter (Gießen) ermahnte in einer Ansprache, noch fester und starker hinter Dem Führer zu stehen, Denn Die 2,5 Millionen Neinstimmen Der letzten Wahl besagten, daß alle WiDerstände noch nicht beseitigt seien Mit Dem „Sieg-Heil!" aus Den Volkskanzler Adolf Hitler und Dem gemeinsam gesungenen Horst-Westel-Lied fand der Abend sein Ende.
• Rödgen, 24. Nov. Am kommenden Sonntag, 26. November, kann Schuhmachermeister Wilhelm Kraushaar von hier bei guter Gesundheit seinen 7 5. Geburtstag feiern. Am heutigen Freitag begeht feine Ehefrau Katharine Den 72. Geburt»- t a g.
0 Lollar, 23. Nov. Nach Auflösung des Ar- beiteraesangvereins „Vorwärts" bestehen in unserem Orte noch zwei Gesangvereine, die „Sängervereinigung" und Der „Turn- unD Gesangverein". Letzterer hat unter Der musikalischen Leitung von Berufsschullehrer Eberl« und unter dem Vorsitz von Herrn Ph. H a r d u s ch in Den letzten Jahren einen schönen Aufschwung genommen. Er zählt jetzt etwa 90 aktive Mitglieder. Am vorigen Sonntag veranstaltete er Im Saale ,Zurn Schwanen" einen 2 I e b e r a b e n b, Der Zeugnis von Dem Können Des Vereins ablegte unD einen sehr gut-n EinDruck hinterließ. Einen wuchttgen Huftaft bll- bete ber Thor mit Ordjefterbegleitung „Deutsches Gebet" (Text v. Kimmel), ein Werk de» Chorleiter» Eberle von großer Wirkung. Ebenso wirkungsvoll waren die weiteren an diesem Abend zu Gehör gebrachten Werke de» Ehorleiter». Hierauf gab ber 1. Führer Harbusch ein Bild von der Entwicklung Des Vereins, betonte, daß dieser sich schon früher immer in nationalem Sinne betätigt und sich stets in Den Dienst der Allgemeinheit, von Ge- melnbe, Kirche und Schule geiteüt habe, soziale Unterschiede habe es im Verein nie gegeben, so werde es auch weiterhin bleiben. Die Gleichlchaltuna habe deshalb auch nicht die geringste Schwierigkeit bereitet Indem er zur Weiterarbeit im Sinne unseres großen Führers Adolf Hitler ermahnte, schloß er mtt einem dreifachen „Steg-Hell!" auf


