Ausgabe 
23.8.1933 Erstes Blatt
 
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ner tatsächlich strafrechtlich zu fassen, weil die Mög­lichkeiten der Verschleierung bei einem ausgedehn­ten Geschäftsbetrieb äußere rdentlich groß sind und cs sehr schwierig ist, den inwendigen Nachweis der strafbaren Handlung zu erbringen. Es zeigt sich yier, wie in vielen anderen Fällen, daß der Gesetz­geber wie Gerichte, Staatsanpaltschaft und Po­lizei alles daran setzen, einen Straftatbestand auf­zuklären, daß aber leider dem menschlichen Kön­nen recht enge Grenzen gesetzt sind.

Verhaftung wegen Waffenschiebung.

WEN. Dillenburg, 22. Aug. Nach einer Haussuchung, bei der Waffen, Pulver und Mu­nition gefunden wurde, wurde der hiesige Sa­nitätskolonnenführer Trapp von Wuppertaler Kriminalbeamten verhaftet. Der Verhaftete wird verdächtigt, der jetzt im Wuppertal aus- gehobenen kommuni st ischen Zentrale Waffen und Munition geliefert zu haben.

Obecheffen.

Giadirais-Sihung in Butzbach.

pb. Butzbach, 22. Aug. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats wurde von der Amts­niederlegung des DeigeordnetenDr. Schmidt Kenntnis genommen und nichts da­gegen zu erinnern gefunden.

Der Butzbach Licher Eisenbahn soll beschluhgemäh unter der Bedingung, daß der Be­trieb entsprechend den Vereinbarungen mit der Hessischen Negierung erhalten bleibt, die Zah­lung der Obligationszinsen für die Zeit vom 1. Ianuar 1933 bis 30. Iuni 1935 erlassen bleiben, weiterhin soll der Zeitpunkt der Rückzahlung der Obligationen bis zum 30. Iuni 1935 verlängert werden. Ferner soll für die Zeit bis einschließ­lich 30. Iuni 1935 hinsichtlich der Gemeinde- steuern Erlaß bzw. Stundung wie bei den Hessi­schen Staatssteucrn erfolgen.

Aehnlich wie in Nheinhessen und an der Berg­straße soll in Butzbach zur besseren Verwertung der in Butzbach und Ämgegend aufkommenden großen Obstmengen ein O b st m a r k t eingerich­tet werden, womit die Bauernkammer und die verschiedenen Behörden einverstanden sind. Es ist zur Regelung des Marktverkehrs eine Polizeiver- vrdnung erforderlich, deren Entwurf der Stadt­rat gutheißt.

Landkreis Giehen.

CO Klein-Linden, 21. Aug. In der gemein­samen Sitzung der Kirchengemeindevertretung und des Kirchenvorstandes wurde die Verpflichtung der neu in die Kirchengemeindevertre­tung eingereihten Mitglieder vorgenommen. Als Mitglieder der weltlichen Abgeordneten zum De­kanatstag wurden Iohannes Germer II., als dessen Stellvertreter Heinrich Lu h einstimmig Wiedecgewählt. Ferner wurde der Beschluß ge­faßt. das Kapital für einen Pfarrhausbau zu bewilligen unter der Bedingung, daß die Ab­lösung von der Pfarrei Großen-Linden erfolgt und der Dau sich mit den vorgesehenen Ausgaben ren­tiert: das sind 500 Mk. als jährliche Kapitalab­tragung, 300 Mk. als erledigter Zuschuß für ®ro- ßen-Linden, und 450 Mk. als seither bezahlte Mietentschädigung. Die Summe des aufzuneh­menden Kapitals soll 15 000 Mk. nicht überstei­gen. Den Platz wird aller Voraussicht nach die politische Gemeinde stellen. Die Vorarbeiten, Ver­handlungen mit den Behörden, sollen umgehend ausgenommen werden.

XWieseck. 21. Aug. Die Wahl derAb- geordnetenzum Dekanatstag Gießen ergab für unsere Kirchengemeinde Ludw. Kirch­ner und Ludwig Ihm, deren Stellvertreter Wilhelm S ch ä f e r I l. und Karl P o st. Die Wahl Les Kirchenvorstandcs ergab kein neues Bild, zu­mal der Kirchenvorstand vor wenigen Wochen ver- vollstänndigt wurde. Es wurden wtedergewählt: Ludw. Ihm, Ludw. Kirchner, Karl P o st, Philipp Hch. Mank, Wilh. Lotz II., Reinhard Kling, Balthasar Leyerer, Wilhelm Schäfer II., Hch. Weller XII., Hch. Wil l.

* Lollar, 21. Aug. Dieser Tage fand auf An­regung der Kreisgeschäftsstelle Gießen des DHB. die Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Handlungsgehilfen - Ver­bands in Lollar statt. Im Mittelpunkt der durch Pg. Haubold (Gießen) eröffneten Gründungs­versammlung stand ein Vortrag des Vertrauens­mannes der Gießener Ortsgruppe Pg. Schwarz überDer Kaufmannsgehilfe im nationalsozialisti­schen Staat". Er führte u. a. aus, wie das Volk nicht für die Wirtschaft lebe. Die Wirtschaft existiert

auch nicht für das Kapital, sondern das Kapital dient der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Volke. Kameradschaftsleistung verlangt der Nationalsozia­lismus, wenn er zur lleberwindung der Arbeits­losigkeit aufrufe. Durch staatliche Führung müssen bestehende Wirtschaftsformen allmählich gewandelt werden, damit die persönliche Verantwortlichkeit für die Volksgemeinschaft sich wieder stärker zu entfal­ten vermag. Falsch wäre es aber auch, wenn man die Errungenschaften der Technik ablehnen wollte. Arbeit ist verbunden mit der menschlichen Persön­lichkeit und erhöht durch sie ihren Rang. Unsere Zeit hat noch mehr denn je andere Menschen not­wendig, die sich in ihrer Arbeit bewähren. Deshalb ist erste Aufgabe des DHV. die Berufsertüchtigung der in ihm zusammengeschlossenen Kaufmannsgehil­fen und Lehrlinge. Der Vortrag löste bei den zahl­reich anwesenden Kollegen starken Beifall aus. Im Anschluß daran berief Vertrauensmann Pa. Schwarz als Führer der neuen Ortsgruppe Lol­lar den Kollegen Pg. Pflüger, Mainzlar, der dann den weiteren Vorstand ernannte. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und nach Absingen des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung ge­schlossen.

ch Lich, 21. Aug. In einer außerordentlichen Ge- neralversammlung nahm der Zweigverein Lich des Vogelsberger Höhen-Clubs in dem mit den Symbolen des alten und des neuen Deutschland geschmückten Saale des HotelsZum Löwen" seine Gleichschaltung vor. Der seitherige Vorsitzende, Lehrer Meckel, gab nach kurzer Be­grüßung die Richtlinien des Staatskommissars für Wandern bekannt und teilte mit, daß der gesamte Vorstand seine Aemter zur Verfügung gestellt habe. VHC.-Bruder Schwab, von der Versammlung als Leiter bestimmt, schlug den bewährten seitheri­gen ersten Vorsitzenden, Lehrer Meckel, als neuen Vereinsführer vor, worauf dessen Wahl einstimmig erfolgte. Der neue Führer nahm die Wahl an, dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und be­stimmte zu Vorstandsmitgliedern: VHC. - Bruder Rektor Erb als Führerstellvertreter, VHC.-Bruder G i e s e l e r als Schriftwart und Bergwachtmann, VHC.-Bruder Zimmermann als Schatzmeister, die beiden VHC. Brüder Pappe als Wander­warte, VHC.-Bruder L i p p o l d als Naturschutz- wart und die DHC.-Brüder Lahl, Sames und Schwab zu Mitgliedern des Unterhaltungsaus- schusses. Die Gewählten gehören fast alle der NSDAP, oder ihren Untergliederungen als Mit­glieder an. Der neue Führer, DHC.-Bruder Mek - k e l, zeichnete in seiner Schlußansprache die edlen Ziele des VHC. und schloß mit einem von allen Anwesenden begeistert aufgenommenenFrisch- Auf!" auf unseren Führer Adolf Hitler und den hessischen Ministerpräsidenten VHC. Bruder Dr. Werner.

~ Langsdorf, 22. Aug. Die kirchliche Neugestaltung vollzog sich in unserer Ge­meinde in erfreulicher Eintracht. Die über 70 Iahre alten Mitglieder der Kirchengemeindever­tretung traten freiwillig zurück, um der jungen Generation Platz zu machen. Auch im Kirchenvor­stand dankten die beiden ältesten Herrn für die Wiederwahl. Der Kirchenvorstand besteht nun aus den seitherigen Mitgliedern Heinrich Schmidt VIII., Heinrich Schmalz II. und Leh­rer Selbmann. Neugewählt wurden Karl I u n g 1., Heinrich Schiel I. und Beigeordneter Ed. Köhler, der älteste Sohn von Phil. Köhler (Langsdorf). Die kirchlichen Körperschaften von Langsdorf und Bettenhausen entsandten in den Dekanatstag als Abgeordneten Wil­

helm Pauly II. (Bettenhausen) und als Stellver­treter Heinrich Schmalz II. (Langsdorf). Am kommenden Sonntag findet bei uns das ober- hessische Volksmissionsfest statt. Vor­mittags wird die Jugend zu einem Gottesdienst versammelt. Nachmittags 2 Uhr beginnt der Fest­gottesdienst, in dem Direktor Röhricht von der Inneren Mission predigen wird. In einer Nachver­sammlung werden mehrere Vertreter der Volksmis­sion zu Worte kommen. Der Montag wird die fach­lichen Beratungen bringen. Pfarrer Kornmann (Laubach) wird überdie Aufgaben des Arbeits­dienstes für die Kirche" sprechen. Den Abschluß bil­det am Nachmittag eine Bibelbesprechung.

Kreis 2Usield

* Oder-Breidenbach, 22. Aug. Beim Ad- laden von Getreide auf dem Boden der Scheune stürzte der 72 Jahre alte Landwirt Wenzel von hier so unglücklich in die Scheune hinab, daß er das Genick brach und auf der Stelle t o t war.

Wirtschaft.

Sranffurf uneinheitlich und unsicher.

Frankfurt, 23. Aug. (WTB. Drahtmeldung.) Die schon gestern abend bekannte Mitteilung über die weitere Verminderung der Arbeitslosenziffer um 130 000 Personen und andere günstige Nachrichten aus der Industrie verliehen auch der Mittagsbörse eine gewisse Widerstandskraft. Zu einer durchgrei­fenden Erholung ist es indessen noch nicht gekommen, da immer noch kleines Angebot bei der herrschenden Geschäftsstille auf die Stimmung und die Kurse drückte, zumal die Kulisse infolge der Untätigkeit des Publikums weitere Zurückhaltung bekundete. Eine gewisse Verstimmung ging von dem neuerlichen Rückgang der Dollarbonds wegen der ungleichen

Behandlung der deutschen gegenüber den ausländi­schen Besitzern aus. Stahlvereinsbonds, die bekannt­lich auf Dollarwährung lauten, büßten erneut 1,5 v. H. ein. Deutsche Anleihen waren leicht erholt, späte Reichsschiildbuchforderungen jedoch kaum be­hauptet. An den Aktienmärkten war die Kursgestaltung uneinheitlich, die Veränderungen hielten sich in engen Grenzen und zwar im Rahmen von 0,25 bis 0,5 v. H. Lediglich einige Spezialaktien waren darüber hinaus stärker verändert, so Zement Heidelberg, die auf ein Bestensangebot 1,5 v. H. und Rheinstahl die 1,65 v. H. einbüßten, während Sie­mens in Nachwirkung der Auslandsaufträge erneut um 1,5 v. H. befestigt waren. Auf den übrigen Markt­gebieten überwogen anfangs meist kleine Besserun­gen, besonders am Montan-, Elektro- und Schiffahrts­markt, während Chemieaktien und einige Nebenwerte schwächer tendierten.

Im Verlause war die Tendenz ausgesprochen schwach, wobei der Rückgang der Neubesitzanleihe um 70 Pf. auf 9 v. H. und die weitere Verstauung der Stahloereinbonds (erneut minus 1,5 v. H.) verstimm­ten und allgemeine Abgaben verursachte. Altbesitz minus 0,75 v. H., dagegen späte Schuldbücher ziemlich behauptet. Am Aktienmarkt waren besonders IG. angeboten und 2 v. H. niedriger, bei den übrigen Werten betrugen die Verluste von 0,5 bis 1,5 o. H. Deutsche Linoleum lagen dagegen 1,40 v. H. höher, anderseits kamen Lahmeyer nach eintägiger Pause um 7 auf 114 v. H. schwächer zur Notiz.

Der Rentenmarkt war allgemein etwas schwächer bei denkbar kleinstem Umsatz. Dollarbonds waren fast unverkäuflich und erneut 2 bis 3 Punkte schwächer. Am Pfandbriefmarkt war die Haltung un­einheitlich bei nur kleinen Abweichungen. Stadt­anleihen büßten teilweise um 1,5 v. H. ein, auch Staatsanleihen ließen meist etwas nach. Industrie- Obligationen waren schwächer. Auslandrenten lagen geschäftslos und nur wenig verändert. Tagesgeld war zu 3 v. H. unverändert und leicht.

SJ.-fpori

Spielvereinigung 1900 Giehen.

Germania" Marburg 1900 Giehen 2:0 (1:0).

In großer Bedrängnis wegen Spielerausfall und auch wegen des Sportfestes wollte 1900 gern am Samstag schon in Marburg das Rückspiel lie­fern, fand aber dort wegen einem zu gleicher Zeit stattfindenden Lokalirc senOckershausenKur­hessen" keine Gegenliebe. Die am Sonntag deshalb nur als Dehelsself in Marburg antretende Mann­schaft hatte folgendes Aussehen: Schlarb II.; Hch. Schneider, Lippert; Schlarb I., Schmelz, K. Schmidt; Günther, Heinbach, Hosmannn. Grüne­wald und Roth. So gute Kräfte wie Heilmann, Zeiler, Luft, Langsdorf, Bromm und Wilhelmi zu ersehen, war keine Kleinigkeit mehr. Trotzdem sei gesagt, daß die Blauweißen dem Gegner ein ebenbürtiges Spiel, bei sogar besserer technischer Ballbehandlung, lieferten. Bei zeitweise recht net­tem Zusammenspiel beherrschten die Gießener im­mer die Situation. Nur kämpferisch war die an sich noch sehr junge Gießener Elf dem Gastgeber etwas unterlegen. Besonders ausfällig war bei den Marburgern die Schuß-Schwäche der Stürmer, sehr gut dagegen das Schluhdreieck. Iedenfalls konnten die jungen Gießener Stürmer die beiden Verteidiger des Gastgebers kaum überwinden.

Das Spiel war stets verteilt, aber abwechselnd kamen beide Tore in Gefahr. 19008 Angriffe waren geschlossener, die Marburgs schnelkbr und rasanter. Zu Erfolgen reichte es aber zunächst beiderseits nicht, da die Verteidiger glänzend abwehrten. Besonders Lippert (1900) überragte dabei alle seine Mitspieler. Als Heinbach (1900) fast auf Marburgs Torlinie bei einem sicheren Treffer von hinten unfair zu Fall gebracht wurde, versagte die Pfeife des Spielleiters zu dem fälligen Elfmeterball. Erst kurz vor dem Seitenwechsel ging Germania durch den un­gedeckten Rechtsaußen in Führung. Ein Mißverständnis zwischen Schneider und Schlarb I. gab dazu den Anlaß. Infolge eintretenden Regens rief der Schiedsrichter etwas früher 1 zur Pause. Nach Wiederbeginn waren 1900s

Angriffe zahlreicher und durchdachter, obwohl den Gießenern jetzt ein böiger Wind ins Gesicht schlug. Oftmals lag der Ausgleich in der Luft. Schlarb und Happ, die beiden Torleute, waren aber auf dem Posten. Nur ein einziges Mal zögerte Schlarb mit dem Herauslaufen. Kurt Schmidt war aber zur Stelle und schlug den Ball ins Feld zurück, aber von den Beinen des anlaufenden Marburger Mittelstürmers prallte der Ball ins Gießener Tor, den Stand auf 2:0 für Marburg stellend. Einen von Schneider ver­schuldeten Elfmeter wehrte Schlarb II. wiederum famos. Nach kurzem Feldspiel war die faire Begegnung zu Ende. Ein unentschiedener Aus­gang wäre den Geschehnissen eher gerecht ge­worden. Die Spielleitung durch Schiedsrichter Häuser (Cölbe) war, abgesehen von dem üicht- gegebenen Elfmeter, sehr gut.

Sportfreunde Wehlar I 1900 II 2:4 (2:0).

Wie es schon das Resultat ausdrückt, war es das Spiel zweier verschiedner Halbzeiten. Der Gastgeber legte frisch los und führte auch bald mit 2:0 Toren. In der zweiten Halbzeit hatte 1900 die bessere Spiel- platzhälfte, zudem fand sich auch die Mannschaft bes­ser zusammen. Unermüdlicher Eifer führte zum Ausgleich und durch zwei weitere Treffer gar noch zum Sieg.

Wettervoraussage.

Unter verbreiteter Gewittertätigkeit hat sich nun­mehr die kühle Luft über ganz Deutschland durch­gesetzt. Dabei haben sich Teilwirbel südlich vorge­schoben, die weiterhin ungünstig auf unser Wetter einwirken. Durch die fortgesetzte Nordwestluftzufuhr an der Rückseite der Störung bleibt der unfreundliche und regnerische Witterungscharakter zum größten Teil erhalten.

Aussichten für Donnerstag: Veränder- lich und zeitweise regnerisch, wechselnd wolkig, ziem­lich kühl.

Lufttemperaturen. Am 22. August, mit­tags: 16,2 Grad Celsius; abends: 11,7 Grad; am 23. August, morgens: 11,4 Grad. Maximum: 17,8 Grad; Minimum: 9,2 Grad.

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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 18. August 1933 bei der Firma Kohlen-, Koks- und Brikett-Verfrieb, Ge­sellschaft mit beschränkter Haftung iu Gie­ßen, folgendes eingetragen: Der Geschäfts­führer Alois Spengler ist abberufen und Frau Katharina Glatthaar, geh. Kreuter, Witwe des Heinrich Glatthaar zu Gießen, ist zum Geschäftsführer der Gesellschaft be­stellt. 52501)

Gießen, den 21. August 1933.

Hessisches Amtsgericht.

Zur jetzigen Aussaat

Winter Spinat Wmter-Kopfsalat Winter-Weißkraut Winter-Rotkraut Winter-Wirsing

Feldsalat oder Nüßchen Frühlingszwiebeln

Herbst-oder Stoppelrüben Stiefmütterchen, Nelken Vergißmeinnicht, Silenen Maßlieochen usw.

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 52490

Am 10. Juni 1933 bei der Firma £. Süß in Gießen: Der Kaufmann Hans Krämer in Gießen ist als weiterer persönlich haf­tender Gesellschafter in die Firma einge­treten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1933 begonnen. Die Prokura des Hans Krämer in Gießen ist erloschen.

Am 20. Juli 1933 die Firma Rudolf Rosenbach in Gießen. Inhaber ist der Kauf­mann Rudolf Rosenbach in Gießen. Der Sitz der Firma ist von Bleicherode nach Gießen verlegt worden.

Am 12. August 1933 bei der Firma Offo Täuber! in Gießen: Das Geschäft ist auf die Witwe des bisherigen Inhabers, Meta Täubert, geb. Rahn, übergegangen, die es unter der bisherigen Firma weiterführt.

Giehen, den 22. August 1933.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Die Umlage zur Aufbringung der kosten der Handwerkskammer für das Rechnungs­jahr 1933 ist nunmehr festgesetzt worden. Mit Genehmigung des Hessischen Staats­ministeriums, Abt. 3 (Arbeit und Wirt- schäft) werden außer einem Stammbeitrag von 6, RM. für jeden Handwerksbetrieb = 24 Rpf. für je 100 Mark Steuerwerk des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals erhoben. Die Zahlung der Umlage hat in 4 Zielen zu geschehen, und zwar: 1. Ziel sofort, 2. bis 4. Ziel jeweils bis zum Ende der Monate September und Dezember 1933 und März 1934. 5238C

Anforderungszettel werden den Umlage- pflichtigen in Kürze zugestellt.

Gießen, den 19. August 1933.

Bürgermeisterei Gießen: Dr. Keller.

Donnerstag, den 24. d. IN., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich imLöwen", Neuen­weg 28, dahier, zwangsweise gegen Bar­zahlung: 5243D

2 Registrierkassen, 1 Flügel, 11 Hart- plattentoffer, 11 Schränke (Registratur- und Warenschränke), 2 Klaviere, 1 Haar­schneidemaschine, 1 Broschürenheftma­schine, 4 Schreibmaschinen, 1 Bohr­maschine, 6 Diwans, 9 Büfetts, 3 Äi- trinen, 1 Kredenz, 2 Vertikos, 5 Schreib­tische, 2 Spiegel, 2 Nähmaschinen, 3 Glasschränke, 1 Badeofen, 1 Standuhr, 1 Grammophon, 1 Kommode, 2 Laden­theken, 3 Tische, 6 Stühle, 2 Sessel, 3 Chaiselongues, 1 Harmonium.

Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal):

2 elektrische Kühlschränke, 2 Mantelkessel, 1 Kassenschrank, 2 Läuferschweine.

Bestimmt:

1 goldene Armbanduhr, 1 Kollier.

Mötl

Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstrahe 331 Telephon 3239