Ausgabe 
23.5.1933 Frühausgabe
 
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SJ.-fpor/

Handbatt-Großkampf.

1900 MTB. 5:4 (3:4).

.®in Lokalkampf, wie er im Handball im Hin­blick auf Spannung und Güte der gezeigten Lei­stungen in Gießen wohl noch nicht ausgetragen worden war! Beide Vereine hatten ihre besten Vertretungen aufgeboten. 1900 erschien wie an- gekündigt mit Enders: Virkenstoci, Fischer: Vlann, Hoffmann, Schwalm: Wolf, Hamann, Betz, Steines und Schott. MTV. war vertreten durch Lott: Volkmann, Sehb: Schüler, Salz, Ploch: Schott, 2l. Schmidt, Seipp, H. Schmidt, Krämer. Es war kaum eine Minute vergangen, als die Männerturner schon durch scharf geworfenen Strafball in Führung gegangen waren. Aber drei Minuten später vermochten die Plahbesiher auf dieselbe Art auszugleichcn (Betz). Es machte sich nun, insbesondere bei den 1900ern, eine starke Nervosität bemerkbar. Sichere Välle wurden knapp neben den Pfosten gesetzt. Ein gut vor­getragener Angriff des MTD.-Sturms fand die 1900er Deckung nicht ganz auf dem Posten, und schon hatte A. Schmidt durch scharfen Wurf den Ball ins Netz befördert. Die gute Zusammenar­beit der Spielvereinigungsleute hielt weiterhin an und wurde schließlich durch gut angebrachten Schrägwurf von W. S ch o t t mit einem Erfolg be­lohnt. Etwas überraschend kam daher, daß der MTV. kurz vor Halbzeit zu einem vierten Tor ge­langte. Der Torschütze war Krämer.

Die zweite Spielhälste fing verheißungsvoll für die 1900er an. Vom Wiederanwurf an kam ihr Sturm gut durch, und Betz setzte aus einigen Entfernung einen scharfen Ball in die linke un­tere Torecke. Die Blauweißen kamen nun besser zur ©ntfaltung. Hamann wurde gut freigespielt und stellte den Ausgleich her. Fritz Wolf, der mit Schott den Außenposten getauscht hat, kam jetzt auch besser zur Geltung. Ihm war es ver­gönnt, das Siegestor zu erzielen. Schiedsrichter Weber -Wetzlar amtierte korrekt.

Zur Mannschaftskritik ist zu sagen, daß 1900 die bessere Elf im Feld hatte. Sowohl im Spiel­aufbau, als auch im Zerstören waren sie den Gästen über. Das Schluhdreieck arbeitete mit gan­zer Aufmerksamkeit und Sicherheit. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Siege hat auch die Läufer­reihe. Ganz erstaunlich in seiner Arbeitsleistung der Mittelläufer Hoffmann.

In der Mtv.-Mannschaft glänzte Lott durch feine Paraden. In der zweiten Halbzeit war er etwas nervös, allerdings bekam er auch mehr zu tun, als

fein Gegenüber. Das Verteidigerpaar arbeitete gut. Die Läuferreihe, die einen äußerst schweren Stand hatte, gab sich zwar alle Mühe, wurde aber oft über­laufen. Im Sturm war jeder einzelne Mann schuß­kräftig und gefährlich. Zu geschlossenen Aktionen kam es jedoch bei dem schnellen Dazwischenfahren der 1900er Hintermannschaft nicht sehr viel.

1900 II 2Mv. II 3:8 (1:3).

Das Spiel der zweiten Mannschaften sah die Mtver als verdienten Sieger. Die Elf war in allen Teilen besser besetzt. 1900s Hintermannschaft, ins­besondere der Torwart, schlug sich zwar recht wacker, der Sturm spielte jedoch zu primitiv, um ein günsti­geres Ergebnis herauszuholen. Auf beiden Seiten wurden viel Fehler gemacht. Der Schiedsrichter (Ca- pello, Wetzlar) war nicht immer auf der Höhe.

Vom weißen Sport.

Gießener Tennis-Club 1922 schlägt hersfeld vlau-weiß 7:2.

Der Gießener Tennis-Club hatte am Sonntag den Hersfelder Tennis-Club Blau-Weiß auf den Platzen hinter dem Schützenhaus zu Gast. Es wurde die dritte Runde der Medenspiele ausgetragen, die Gie­ßen mit 7:2 Punkten, 14:6 Sätzen und 102:75 Spie­len gewann. In den Einzel-Spielen siegten Dr. Fischer und v. Grolman in 3 Sätzen nach Kampf, während Dr. S ch o p p e r, K. Fischer und Dr. Dönges glatte Ergebnisse erzielten. Hersfeld konnte ein Einzel und das 3. Herrendoppel gewin­nen, die beiden ersten Herrendoppel waren eine sichere Sache für Gießen.

Rund um Schotten."

Das Sporlereignis am 2. Pfingflfeierlag.

Das MotorradrennenRund um Schotten" am 2. Pfingstfeiertag verspricht auch dieses Jahr wie­der die größte motorsportliche Veranstaltung Süd- und Westdeutschlands zu werden. Der erste Meldeschluß zum Meisterschaftslauf zeigt wieder eine glänzende Beteiligung aller hervorragenden deutschen Fahrer. Es liegen bereits über 90 Nen­nungen vor. eine Anzahk, die schon jetzt die vor­jährige glänzende Besetzung übersteigt. Die 100 werden somit weitaus überschritten werden. Zum Nennen der Seitenwagenfahrer liegen allein über 20 Meldungen vor, so daß also auch hier ein ganz außergewöhnlicher Sport zu erwarten ist. Nach­dem der große Preis von Deutschland vom Nür­burgring nach der Avus verlegt wurde, wird Rund um Schotten" in diesem Jahre das größte Motorradrennen Süd- und Westdeutschlands wer­den.

Ein Vezirkslumsest im Zeichen des Wehrsports.

SA., Stahlhelm und Turner marschieren gemeinsam.

Das Bezirksturnfest des 5. Bezirks im Turn­gau Hessen (DT.), das am Sonntag in Fried­berg unter stärkster Beteiligung zur Durch­führung kam, stand im Zeichen der nationalen Erneuerung. Waren die Veranstaltungen der Deutschen Turnerschaft schon immer und besonders auch in der Nachkriegszeit durch eine bewußt vaterländische Note ausgezeichnet, so trug das Turnen in Friedberg in besonderem Maße ein nationales Gepräge. Turnvater Jahn hätte seine helle Freude an dem Ausmaße und Aufbau des Festes gehabt, das erstmals die Brudervereine aus dem Gau Wetterau (bisher Allgem. Deutscher Tbd.) im Verband der DT. sah, und das darüber hinaus auch SA. und Stahlhelm in den erstmals in dieser Art durchgeführten Wehrsport-Kämpfen mit den Turnern zu gemeinsamer Arbeit zu­sammenführte.

Einen eindrucksvollen Auftakt zu dem eigent­lichen Bezirksfeste bildete am Samstagabend ein

Mannschastskampf im Kunstturnen

der über 1200 Zuschauer in der festlich geschmück­tenNeithalle" für das deutsche Geräteturnen lebhaft begeisterte. Tv. 1860 Bad-Nauheim, Tgm. Friedberg und Tv. Lang-Göns hatten ihre Sechser-Mannschaften sorgfältig ausgewählt und zeigten in den Leistungen, daß das Turnen am Gerät immer noch die hohe Schule des Mutes und der Willensbildung und damit ein wesent­liches Stück deutscher Wehrertüchtigung ist. Es wurde am Barren, Pferd und Neck geturnt; dazu kam für jeden Berein eine Mannschafts­freiübung. Von 570 theoretisch erreichbaren Punkten brachte es Tv. 1860 Bad-Nauheim auf 459 und wurde damit verdient Sieger. Es folgte Tgm. Friedberg mit 431 Punkten und als beachtliche Leistung eines ländlichen Vereins Tv. Lang-Göns mit 422 Punkten. Beste Ein -

zelt urner unter den 18 Teilnehmern waren: W. Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 86 P.; Heinr. Dechent, Tgm. Friedberg, 83 P.; Fritz Nies, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 77 P-: W. Dreier, Tv. Lang-Göns, und C. N o l d, Tgm. Friedberg, je 73 Punkte.

Ansprachen, Turnerlieder, Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied führte zu vaterländischer Hochstim­mung. Begeisterten Widerhall in der großen Fest­gemeinde fanden dieGut-Heil!"-Grüße, die der Deutschen Turnerschaft, dem deutschen Daterlande und seinen großen Führern v. Hindenburg und Adolf Hitler galten.

Den Gruß des Bezirks an die Gäste des Abends entbot Bezirksvertreter Studienrat Thierolf (Friedberg), er hieß besonders Gauoberturnwart Pa u l (Gießen) willkommen, dem er die Leitung des Wettkampfes übertrug. Seitens der Gauführung sprach 2. Gauvertreter Schneider (Butzbach), der Büraermeister Dr. S e y d , Standartenführer Forst- asjessor Schäfer (Butzbach) und den Stahlhelm­führer Oberleutnant Kunze (Friedberg) herzlichst begrüßte und die auch die Deutschen außerhalb der Reichsgrenzen umfassende Volkstumsarbeit der D. T. treffend würdigte. Die Siegerverkündigung nahm Gauoberturnwart Paul vor, der die Turnerschaft als einen Hort deutschen Volkstums und deutscher Dolksertüchtigung und als eine Gemeinschaft pries, deren in jahrzehntelanger Arbeit geschaffenes Kul­turgut für alle Zeiten erhalten werden müsse.

Das Bezirksiurnen

wurde am Sonntag früh auf dem Platz der Berg- kaserne mit einem Feldgottesdienst eröffnet, bei dem Pfarrer Lic. Sengnagel die inhalts­reiche Predigt hielt. Anschließe>nd traten in 23 Rie­gen Turner, Turnerinnen und Schüler unter Leitung von Bezirksturnwart Lang (Lang-Göns) zu den volkstümlichen Mehrkämpfen an. Gleichzeitig be­

gannen die Wehrsportkämpfe. Die Abwicklung aller ÄSeltkämpfe mit ihren insgesamt etwa 700 Teilneh­mern, davon 340 im Wehrsport, stellte an die Be­zirksleitung und die Turngemeinde Friedberg hohe Anforderungen. Dank guter Organisation verliefen alle Wettbewerbe aber reibungslos, und es hat sich ergeben, daß die Aufnahme des Wehrsports in das turnerische Arbeitsfeld die Probe in jeder Hinsicht bestanden hat. Gauobertumwart Paul nahm Ge­legenheit,

das einträchtige Zusammenarbeiten zwischen Wehrverbänden und Turnerschaft als vorbildlich für die anderen Bezirke des Gaues zu bezeichnen.

Am Nachmittag marschierten in einem stattlichen Werbeumzug SA., Stahlhelm und Turner in ge­schlossener Einheit durch die festlich geschmückte Stadt, überall freudig begrüßt. Auf dem Platz der Berg­kaserne sprach der neue Gauführer des Gaues Hes­sen, Dr. Rau (Butzbach), vor de» aufmarschierten Vereinen und Verbänden herzliche Worte der Be­grüßung mit besonderem Dank an SA. und Stahl­helm, daß sie sich gemeinsam mit der Turnerschaft zu der vaterländischen Kundgebung zusammengefun­den. Redner fand inhaltreiche Worte eines freudigen und begeisterten Bekenntnisses der allezeit für die vaterländischen Bestrebungen eingetretenen Turner zu dem Dolkskanzler Adolf Hitler. Im Geiste Jahns und Hitlers werde die Deutsche Turner­schaft freudig mitarbeiten an der Erneuerung des Vaterlandes nach dem alten Turnerwillen: Für Ein­heit, Freiheit und Vaterland! Begeistert wurde das Gut Heil!" auf das deutsche Vaterland ausgenom­men.

Eindrucksvolle turnerische Bilder boten bann die Stuttgarter Freiübungen, die von Turnern und Turnerinnen unter Musikbegleitung recht gut aus- gesührt wurden. Lebhaftem Interesse begegnete auch der Start zu dem Gepäckmarsch, der 70 SA.- Leute, Stahlhelmer und Turner mit einer Belastung von 25 Pfund über eine Strecke von 8 Kilometer führte. Verschiedene Staffelläufe und Langstrecken­

läufe vervollständigten die abwechslungsreiche tur­nerische Darbietungsfolge.

Als Abschluß derturnerischen Arbeit im Ge­wände der Freude" nahm ©auoberturnmart P a u l die Siegerverkündigung vor, die in ein begeistert aufgenommenesGut Heil" auf die Führer im Reiche, von Hindenburg und Adolf Hitler, und den DT.-Führer Dr. Neuendorff und mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes ausklang. (Er­gebnisse folgen!)

$ür Brettenarbeii und Wehrturnen.

Line Neuregelung des DT.-lvetkkampfbelriebs.

Der Dberturnmart der Deutschen Turnerschaft, Steding-Bremen, hat für den Wettkampsbetrieb der DT. neue Bestimmungen erlassen, die für die ein­zelnen Vereine und Aktiven stark einschneidende Wirkungen haben dürften. So wird beispielsweise der Wettkampfverkehr zu Gunsten der Brei­tenarbeit und des Wehrturnens st a r k einge­schränkt. Pflichtspiele im Handball, Fußball usw. dürfen nur noch einmal im Monat und zwar am ersten Sonntag stattfinden. Weitergehende Aus­scheidungsspiele sind nur dreimal im Kalenderhalb jahr gestattet. Jeder dritte Sonntag im Monat ist grundsätzlich vom Wettkampf freizuhalten und dem Wehrturnen zu widmen. Bemerkenswert ist ferner, daß die bisher nur in einem Spezialfach tätigen Mitglieder der Vereine (Spieler, Schwimmer, Dolks- turn'er, Fechter, Wasserfahrer usw.) verpflichtet wer­den sollen, sich wöchentlich mindestens einmal am allgemeinen Turnbetrieb zu beteiligen. Dom näch­sten Jahre an dürfen sich an Wettkämpfen und Wettspielen nur noch Turner beteiligen, die auch am Wehrturnen teilnehmen und von 1936 ab wer­den Turner von 19 bis 25 Jahren nur dann zu Wettkämpfen zugelassen, die ihr Pflicht-Durnjahr abgeleistet haben oder sich darin befinden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen

Wirtschaft.

Frankfurt befestigt.

Frankfurt a. M.. 22. Mai. (WTB. Draht­meldung.) Durch die bevorstehende Annahme des von Mussolini vorgeschlagenen Vier­mächtepaktes hat die außenpolitische Situa­tion eine weitere Entspannung erfahren und die Aussichten für die demnächst beginnende Weltwirtschaftskonferenz sind wieder günstiger geworden. Die erste Börse der neuen Woche reagierte darauf mit einer befestigten Ten­denz. da die Kulisse zu einigen Käufen schritt. Da jedoch die Kundschaft nur in geringem Um­fange Order gegeben hatte, bewegte sich die älm- satztätigkeit in engen Grenzen.

Gegenüber der Wochenschlußbörse ergaben sich bei Eröffnung des heutigen Berkehrs durchschnitt­liche Erhöhungen bis zu 1 Prozent, Spezialwerte darüber hinaus bis zu 2 Prozent und mehr. Lebhaftes Geschäft verzeichneten am Chemiemarkt IG. (plus 2 Prozent) und Scheideanstalt (plus 3 Prozent). Deutsche Erdöl setzten 1,75 Prozent fester ein. Am Montanmarkt standen neben Har- pener und Nheinstahl mit je plus 2,50 Prozent noch Jlse-Bergbau-Genüsse mit plus 3,25 Prozent im Mittelpunkt des Interesses. Die übrigen Werte dieses Marktes hatten Besserungen von 1 bis 1,50 Prozent. Am Elektromarkt Werte wie Bekula und Gesfürel je 2 Prozent höher, Elektro Mannheim wurden 1 Prozent niedriger taxiert. Fest lagen noch Contigummi mit plus 1,50 Prozept und Kaliaktien mit plus 1 bis 2,50 Prozent. Auf den Nebenmärkten war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, die Ver­änderungen hielten sich aber im Nahmen von 1 Prozent.

Auch auf den Rentenmärkten herrschte festere Tendenz. Von Deutschen Anleihen gewannen Altbesih 1 und Neubesih 0,25 Proz. Späte Reichsschuldbuchforderungen zogen bei kleinem Umsatz 0,25 Prozent an. Sehr fest la­gen 6prozentige Stahlvereinbonds, die zunächst 0,50 Prozent und im Verlause 2 Prozent gewan­nen, während Deutsche Anleihen späterhin kaum mehr verändert waren. Der Pfandbriefmarkt lag sehr ruhig bei zum Teil nur knapp behaupteten Kursen. Von Staatsanleihen lagen Hessen Volks­staat von 1928 im Angebot und mit 75 um 2,50 Prozent niedriger. Stadtanleihen tendierten sehr still. Don fremden Werten waren Türken und Rumänen behauptet.

An den Aktienmärkten konnten sich die Kurse im Verlaufe um 1 Prozent erhöhen, das Geschäft war aber außerordentlich still, zumal fcon der Kundschaft keine neuen Orders eingetroffen wa­ren. Der Geldmarkt war leicht, Tagesgeld stellte sich auf unverändert 3,25 Prozent.

Sranffurfer Abendbörse sehr still.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Die Abendbörse verkehrte infolge Fehlens neuer Kundenorders in sehr stiller Haltung. Die Kurse waren im Vergleich zum Berliner Schluß meist nur knapp gehalten, doch war die Grundstimmung im Hinblick auf die ent- spanntere außenpolitische Situation durchaus weiter freundlich. Mit großem Interesse erwartet man die heutigen Ausführungen Mussolinis über den Vier- mächte-Pakt. Zunächst kamen an den Aktienmärkten überhaupt nur IG.-Farben mit minus Yi Prozent und am Rentenmarkt die Altbefitzanleihe mit 76-6, Prozent zur Notiz.

Im Verlaufe ergaben sich keine Veränderungen von Belang. Lediglich die heute in Berlin schwach veranlagten Accumulatvren zogen um 1 Prozent auf 17554 Prozent an, und auch für AKU. zeigte sich auf Grund der festen Tendenz in Amsterdam einiges Interesse. Neubesitzanleihe 12.80, Altbesitz­anleihe 76%, Schutzgebietsanleihe 7,80, 6proz.Stahl- verein-Bonds 67, Reichsbahn-VA. 96,50, Dresdner Bank 54.50, Reichsbank 128, Gelsenkirchen 65, Har- pener 97.25, Mannesmann 76.50, Phönix 44.25, Stahlverein 43.50, AKU. 38%, AEG. 26, Betula 112.50, Conti Gummi 143, Scheideanstalt 169.50, Licht u. Kraft 114.50, JG.-Farben 131.50, Holzmann 58, Lahmeyer 123.50, Hapag 18.50, Lloyd 19.50.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 22. Mai. Das Geschäft war zum Wochenbeginn recht ruhig. Das An­gebot blieb zwar weiter gering, die Nachfrage war aber infolge des schleppenden Mehlabsatzes auch sehr vorsichtig. Am M e h l m a r k t war Roggenmehl besser beachtet als Weizenmehl, in­dem nur die notwendigsten Dedarfskäufe dorge­nommen werden. Für Kraftfuttermittel war die Haltung stetig bei unveränderten Prei­sen bis auf Sohaschrot, das schwächer tendierte. Mühlennachprodukte lagen bei unveränderten Preisen etwas ruhiger. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mk.: Weizen 215,00 bis 214,00, Roggen 172,50 bis 174,00, Hafer 148,50 bis 152,50, Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spcz. 0 mit Austauschweizen 30,80 bis 32,00, Roggenmehl 60proz. Ausmah­lung 23,75 bis 25,25, Weizenkleie 7,75 bis 7,80. Roggenkleie 8,70 bis 8,75, Sohaschrot 9,75 bis 10,40, Palmkuchen 9,50 bis 9,75, Erdnuhkuchen 12,00 bis 12,25, Treber 11,50 bis 11,75, Heu 4,30 bis 4,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreht oder gebündelt 2,20. Kartoffeln: Speisekar­toffeln Industrie hies. Gegend 1,55 bis 1,60 Mk. per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 o. H., Lornbardzinsfuß 5 o. H.

Jranhuri u. J)l.

Berlin

Schluß- kurS

Schluß!. Abend- bürte

Gchluß- kurS

Schloßt. Mittag- börse

Datum

20»5.

22-5.

20.5.

22.5.

6% Deutsche IHctrfieaniettje o. iftn

85,2

85,2

85,25]

85,5

6% efjem.7% Di.ReichsanI. v. 1929

90,65

90,65

91

91

5l/t% Doung-Anlcihe hon 1930 ..

85

86,5

85

87

Deutsche Anl.-Ablös-Schuld mb

AuSlos.-Rechten .............

76

76,9

76,4

76,9

Tcsgl. ohne AuSlos.-Rechte.....

12,75

12,8

12,75

12,95

6% ehern. 8% Heft, «ol'cftaat 1929

lrückzahlb. 102°/»)...........

79

79

78,5

78

Oberheften Provin,.Anleihe ml

AuSlos.-Rechten ............

68

70

6% Hess. Landesbank Darmstadl

Gold R. 12..........

82,5

83

82/5

&y3% Heft. Landes Hnpotheken-

bank Darmstadt Liqui......

85,75

85,75

Deutsche Komm. Sammclab l.An

leibe Sertel mit AuSlos.-Rechten

69

70

69

69,9

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

84

84

6% ehern. 7% Franks. Hvp.-Ban'

Goldpse. IG unkündbar bt« 1936

83,75

83,5

6%% ehern. 4/2% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriese .....

85,75

85

-

6/,% ehern. 4>/z% Rheinische

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfc. ...

87

85,75

6% ehern. 8% Pr. Landespfand

brlefanstalt. Pfandbriefe R. 19

83,5

84

33,5

83,75

6% ehern. 7% Pr. Landespsand brtesanstalt. Pfandbriefe R. 1<

84

84

84,5

Verrechnungskurs..........

85,3

85,3

85,3

85,3

4% Oesterreichische Goldrenle. .

15,75

15

15,75

4,20% Oesterreichische Silbcrrentc

1,15

4°; Ungarlfdie Goldrenle.......

-

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4V2% hr'ßl non 1913..........

...

_

6% 'öbg'esb Goldmerikaner von 99

8

7,75

8,1

8,13

4% Türkische Zoll anleihe von 1911

6,4

6,4

6,5

6,55

4% Türkische Bagdadbahn-Anleih

6,4

6,4

6,5

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurS

Echlußt. Abend- börse

Schluß- kurS

Schluß!. Mittag- börse

Datum

20.5.

22-5.

20.5.

22.5.

4% deSgl. Serie II ............

6,3

6,3

6,45

6,4

6% Rumän. vercinh. Rente v. 1903

5,9

5,7

5,8

4^-%Rilman.vcreinh.Rcntev.l913

10,9

10,75

10,9

10,65

4% Rumänische vercinh. Rente ..

4,85

4,8

4,7

4,75

8%% Anatolier ..............

30,75

31,25

30,4

Hamburg-Amerika-Paket ..... i

18,5

18,5

18,4

18,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

39

32

Hansa Dampfschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd .........0

19,25

19,5

18,9

19,5

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

59,25

54

54,4

54,5

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

93,5

94,5

94

95,25

Commerz- und Prival-Bank ... 0

50,25

50,75

50,75

50,75

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................o

55,5

55

55,5

55

Dresdner Bank..............0

55

54,5

50

54,5

Retchsbank ................. 3

127,5

128

128,25

128,5

D.E.G..................... 1

95 75

9A

75 75

Elektr. LieseriingSgesellschaft... k

100

97',75

100

Licht und Kraft .............t

114

114,5

114,5

114,5

Felten & Guilleaume ........0

67

67,5

67,45

67,25

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmungen............... 1

91

93,5

92,5

93,13

Rheinische Elektrizität .......i 5

96,5

95,5

97

95,75

Schuckert &(£o..............0

107

109

106,75

108,5

Siemens & HalSke........... -

156,5

159

156

159,5

LahmeyerLEo. .............10

122

123,5

120

124

Buderus ...................>

77,75

79,5

78

79,5

Deutsche Erdöl .............4

112,5

115

112,75

114,65

Gelsenkirchener..............0

64.5

65

Harvener...................0

94,5

97.25

94 75

Hoesch EisenKöln-Neuessen.. 0

75,75

°77?9

Ilse Bergbau ...............7

147

150

Ilse Bergbau Genüsse........ 7

112,5

115,75

114,5

115.75

filodnenucrte ..............0

62

62

61,9

62,13

Mannesmann.Rohren....... G

75,5

76,5

75,4

76,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Gchlußk. Abend­börse

Schluß- lurS

Gchlußk. Miltag- börse

Datum

20.5.

22.5.

20.5.

22.5.

Manstelver Bergbau......

... 0

26,5

26,5

Kokswerke ...............

... 0

85,75

86,4

Phönir Bergbau..........

... 0

44,5

44,25

44

44,25

Rheinische Braunkohlen ...

...io

190

193

190

195

Rbeinstabl ...............

... 0

91,5

91,25

93,5

Vereinigte Stahlwerke.....

... 0

43

43,5

43,13

44

Olavi Minen ............

... 0

18

18,25

17,9

17,25

Kaliwerke Aschersleben.....

... c

127,5

127,75

130,5

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

130

129

132

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... P

180

179

181,5

I G. Farben-Industrie ....

... 7

130

131,5

130

132

Scheideanslalt............

...10

168

169,5

Goldschmidt .............

... 0

52

53,5

52

53,75

Rütgerswcrkc............

... 0

57,25

57

57

57

Metallgesellschaft..........

... <

36,5

36,75

36,13

36,75

Phtlivv Holzmann........

Zementwerk Heidelberg ...

... 0

58,5

58

58,13

58,5

... 4

81,75

82

Cemeniwerk Karlstadt......

... 0

Schultheis Pahenhoser.....

... 0

_

_

122,75

127,25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

... 0

37,75

38,65

37,13

38,65

Bemberg................

... 0

46,25

47,75

47

47,5

Zellstoff Waldhof.........

... 0

53

53,25

52,5

53,25

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

24,13

24,5

24,4

24,13

Dessauer Gar............

... 7

108,75

111

Daimler Motoren.........

... 0

31,5

31,75

31,75

31,5

Deutsche Linoleum .......

... 0

49,5

49

47,5

49

Lrenstcin L Koppel .......

... 0

49,5

51,25

Leonhard Tietz...........

... 6

23

22,75

23,75

Chade...................

...12

169

171,75

171,5

Arihner.........

28,5

28,5

28,75

Matnkrastwerke Höchst a.M.

69

67

_

Süddeutscher Zucker ......

... b

158

159

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

20. Mai

22. Ma!

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

I Brie'

Geld

Brie'

Helstngsors.

6,294

6,306

6,294

6,306

Wien......

45,70

45,80

45,95

46,05

Prag......

12,67

12,69 .

12,64

12,66

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,63

169,97

170,03

170,37

Oslo.......

72,43

72,57

72,43

72,57

Kopenhagen.

63,64

63,76

63,64

63,76

Stockholm...

73,08

73,22

73,18

74,32

London .....

14,285

14,325

14,265

14,305

Buenos Aires

0,853

0,857

0,853

0,857

Neunork ....

3,691

3.699

3,671

3,679

Brüssel_____

58,69

58,81

58,69

58,81

Italien.....

21,98

22,02

21,98

22,02

Paris.....

16,57

16,61

16,60

16,64

Schweiz ...

81,27

81,43

81,37

81,53

Spanien....

36,06

36,14

36,06

36,14

Danzig....

82,32

82,48

82,37

82.53

Japan......

0,869

0,871

0,869

0,871

Rio de Jan.

0,239

0,241

0,239

0,241

Itmoslalvien

5,195

5,205

5,195

5,205

Lissabon...

12,99

13,01

12,99

13,01

Banknoten.

Berlin, 22.Mal

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

3,635

3,655

Belgische Noten..................

58,53

58,77

Dänische Noten .................

63,27

63,53

Englische Noten .................

14,225

14.285

Französische Noten...............

16,56

16,62

Holländische Noten..............

169,66

170,34

Italienische Noten................

Norwegisch- Noten ............

21,86

72,26

21,94

72,54

Deutsch Oesterreich, 1 100 Schillina

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

73,00

73,30

Schweizer Noten................

Spanische Noten.................

81,19

35,93

81,51

36,07

Ungarische Noten................