Nr. 119 Srühausgabe
185. Jahrgang
Dienstag, 25. Mai 1955
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Amerika nimmt den Macdonatd-ptan an
9er deutsche Standpunkt zur Erklärung Davis'
2l u g e n b l i ck
Das Ende der Konferenz
düngen erreicht.
endgültiger Entschei
©er amerikanische Sondergesandte fordert wirksame Abrüstung durch Abschaffung der An° gnffswaffen. — Entschiedene Stellungnahme gegen die französische Politik der Winkelzüge-
Gens, 22. Mai. (SU.) Die bedeutsame, vom Sonderbotschafter Rorman Davis vor der Abrüstungskonferenz verlesene Erklärung der amerikanischen Regierung wird in maßgebenden deutschen Kreisen begrüßt. Man erkennt daraus, daß nunmehr die amerikanische Regierung auf die schwergerü steten Staaten stärksten Druck ausübt. um sic zu einer entscheidenden Herabsetzung der Rüstungen und zu einer völligen Ab- fchasfung der Angrisfswaffen zu veranlassen.
Rach deutscher Auffassung hat sich die amerikanische Regierung auf dem Abrüstungsgebiet in direktem Gegensatz zu der bisherigen französischen Abrüstungspolitik gestellt, vor allem da die vereinigten Staaten die Abrüstung eindeutig entsprechend der deutschen Auffassung als entscheidende Voraussetzung der allgemeinen Sicherheit bezeichnen. Außerdem hat die amerikanische Regierung die von Frankreich geforderten Sicherheilsgarantien jetzt gegeben.
Auf der anderen Seite ist nicht zu verkennen, daß die amerikanische Erklärung über das Maß der Herabsetzung der Rüstungen den für die deutsche DerteidigungunerläßlichenRüstungs- st and unklar läßt, indem sie wiederholt von den für das Mindestmaß der nationalen Verteidigung notwendigen Rüstungen, sowie von der Herabsetzung der Rüstungen „ungefähr" auf das Versailler Niveau spricht. Von deutscher Seite wird daher in den jetzt beginnenden entscheidenden vertraulichen Besprechungen mit den Außenministern der Großmächte der Standpunkt mit aller Entschiedenheit vertreten werden, daß
D e u k s ch l a n d keinerlei Verteidigungswaffen mehr verboten werden können, die den übrigen Mächten ertaubt bleiben.
Gegenüber dem stimmungsmäßigen Umschwung zu Gunsten Deutschlands, der in allen Reden zum Ausdruck kommt, durch den aber zweifellos Deutschland nun noch zu einem weiteren Nachgeben beeinflußt werden soll, wird auf deutscher Seite ausdrücklich betont, daß die Retchsregierung bisher keineswegs den englischen Abrüstungsplan uneingeschränkt angenommen habe. Deutschland verlange auch keine Wiederaufrüstung, sondern fordere ledig- lich die gleichen Verteidigungswaffen für sich, die andere Staaten zur Sicherung ihrer nationalen Verteidigung fordern.
Die Bereitwilligkeit Deutschlands, im abge- rüfteten Zustand zu verharren, hängt also von dem Maß und der Intensität der Abrüstung der anderen Staaten ab. Sollten die Maßnahmen hierfür nicht in dem gewünschten Maße ausfallen. dann würde Deutschland natürlich verlangen müssen, mit gleichem Maß gemessen zu werden.
3n leitenden amerikanischen Kreisen wird ausdrücklich hervorgehoben, daß die Erklärung des Sonderbotschafters Rorman Davis eine Berücksichtigung der deutschen grundsätzlichen Forderungen bezweckte und daß selbstverständlich die endgültige Festsetzung des für die deutsche nationale Vertei- Digung unerläßlichen Rüstungsstandes nunmehr in den einzelnen diplomatisc^in Verhandlungen erfolgen müsse.
Zwei Meinungen im amerikanischen Kongreß.
Washington, 23. Mai. (SU.) 3n Kreisen des amerikanischen Kongresses wird der von Davis in Genf bekanntgegebenen Roosevelt-Doktrin eine ganz verschiedene Auslegung gegeben. Zum Seil sieht man in ihr die Aufgabe der traditionellen amerikanischen Richteinmischungspolitik, andererseits aber erklärt man, daß die Bereinigten Staaten zwar bereit wären, im Falle eines drohenden Krieges mit den anderen Mächten zusammenzutreten, um den angreifenden Staat festzustellen, es ihnen aber f r e i st ü n d e, den übrigen Mächten nicht zuzustim- m e n, oder sich den gegen den angreifenden Staat beschlossenen Maßnahmen anzuschliehen. 3n diesem Zusammenhang wird von der anderen Richtung daraus hingewiesen, daß es für die amerikanische Regierung praktisch unmög - l i ch sein würde, sich wohl an den Verhandlungen zur Feststellung des Angreifers zu beteiligen, sich danach aber zurück- z u z i e h e n.
Senator Lewis- Illinois erklärte, daß die amerikanische Regierung sich wohl volle Handlungsfreiheit bewahre, daß die Roosevelt-Doktrin aber praktisch auf eine Zusammenfassung der Sieger ft aaten hinauslaufe, um die Früchte des Versailler Vertrages zu verewigen.
Der Farmer-Senator S h i p st e a d - Minnesota äußerte sich ähnlich. Die Roosevelt-Doktrin sei ein Thema, in das die Vereinigten Staaten verstrickt werden sollten, um an der Erhaltung des Versailler Vertrages mitzuwirken. Die vorgesehenen Konsultativverhandlungen könnten dazu führen, daß den Bereinigten Staaten unter Frie- densvorspiegelungen die Tür zum Eintritt in den nach ft en Krieg geöffnet würde.
Annahme des englischenAbrüstungs- planes zu bringen, falls die übrigen Mächte die gleiche Haltung einnchmen würden. Die italienische Regierung sehe sich jedoch veranlaßt, gewisse Vorbchaltcr zum englischen Plan anzumelden.
Der englische Außenminister Simon, der jetzt, wie die meisten Redner, die Reichskanzler- Rede und die Annahme des englischen Abrüstungsplanes durch die Retchsregierung ausdrücklich unterstrich, sprach der italienischen Regierung seine Befriedigung über die weitgehende Unterstützung der englischen Abrüstungspolitik aus.
Rach den Erklärungen der Großmächte sei jetzt die Hoffnung auf eine allgemeine Annahme des englischen Abrüstungsplanes durchaus gerechtfertigt.
Simon unterstrich sodann nachdrücklich, die Erklärung des Reichskanzlers Hitler und die anschließenden Ausführungen Nado 1 nys seien von großer Bedeutung, da nunmehr auch Deutschland den englischen Plan nicht nur als Verhandlungs- grunblage, sondern als Grundlage der gesamten künftigen Regelung angenommen habe. Simon beantragte, um die Derhandlun- !en möglichst schnell zum Abschluß zu bringen, so- ort in die artikelweise Durchberatung des englischen Ibrüstungsabkommens einzutreten.
Unter großer Spannung gab sodann Paul- Doncour eine Erklärung ab. in der er die traditionelle französische Sicherheitsund Abrüstungspolitik uneingeschränkt aufrechterhielt. Gegenüber den
©er Eindruck in England.
London, 22.Mai. (TU.) Die Erklärung des amerikanischen Sonderbotschafters Norman D a • ois hat in Londoner diplomatischen Kreisen sehr großes Aussehen erregt. Allgemein besteht der Eindruck, daß die amerikanischen Zugeständnisse und Zusagen viel weiter gehen, als man erwartet hatte. Nach englischer Auffassung dürften die amerikanischen Erklärung^ für Deutschland genügende Garantie bieten, daß mit der A b r u st u n g wirklich Ern st gemacht werden soll. Dies müsse beruhigend auf Deutschland wirken und dazu beitragen, in Deutschland wieder das Vertrauen zu den Vertragsgegnern aufzubauen, das nach den langen Jahren der einseitigen Abrüstung völlig geschwunden war. Hinsichtlich der Rückwirkungen auf Frankreich ist man in London der Ansicht, daß die amerikanische Erklärung den französischen Sicherheitswünschen soweit entgegenkommt, wie dies praktisch überhaupt möglich ist. Für Frankreich sei damit der Boden der Sicherheit gegeben, der es ihm ermöglichen sollte, den englischen Plan nunmehr anzunehmen und die Abrüstung dementsprechend durchzusühren. Ob allerdings Japan sich mit der Definition des Angreifers einverstanden erklären werde, sei abzuwarten.
würde unvermeidlich die wirtschaftliche Wiederbe- lebung zurückwerfen. Die Rü st ungen müssen jetzt aufeinreinesVerteidigungsniveau zurückgeführt werden.
Rorman Davis führte sodann die besonders auf dem Abrüstungsgcbiet weit leichtere Lage der Bereinigten Staaten gegenüber den großen politischen Schwierigkeiten Europas an und hob dann die Bereitschaft der Bereinigten Staaten hervor, die Rüstungen auf ein Mindestmaß herabzuschen, an der Organisierung des Friedens mitzuwirken und ein System der Rüstungskontrolle anzunehmen. Rorman Davis unterstrich insbesondere die Bereitschaft des Präsidenten auf völlige Abschaffung der schweren Angriffswaffen. Durch keine andere Maßnahme würde so sicher die Kriegsgefahr ausgeschaltet, als gerade dyrch die Abschaffung der außerordentlich kostspieligen und gefährlichen Angriffswafsen.
Die amerikanische Regierung nehme daher den englischen Abrüstungsplan an.
Bei einem künftigen Konflikt werde als Angreifer derjenige Staat am einfachsten festgestellt werden können, dessen Sruppen unter Bruch der Verträge ein fremdes Gebiet beseht hätten.
Rorman Davis sagte sodann mit großem Rach- druck, daß gegenwärtig der Abrüstung zwei Haupthindernisse entgegenständen:
1. Die Furcht, daß Deutschland die Absicht habe, wieder aufzurüsten;
2. die Weigerung der schwergerüsteten europäischen Staaten, in der gegenwärtigen Weltlage einen wahrhaften Schritt in der Richtung der Abrüstung zu tun.
Mit erhobener Stimme rief Rorman Davis sodann aus: Wenn im gegenwärtig entscheidenden Augenblick ein Staat es ablehnt, konkrete Beweise für seine friedlichen Absichten zu geben, und auf feinem Recht zum Wiederauf rüst en besteht, selbst wenn andere Mächte bedeutungsvolle und wirksame Ab- rüstungsmahnahmen ergreifen, bann wird der größte Seil der Verantwortung für den erfolglosen Ausgang der Konferenz mit den sich daraus ergebenden unübersehbaren Folgen dieser Ration zur Last fallen.
Es fei unmöglich, das Abrüstungsproblem zu lösen, wenn eine Ration darauf bestehe, wieder aufzurüsten, während die anderen Rationen a b r ü ft e t e n. Die unvermeidliche Folge wäre nur die Wiederaufnahme des Wettrüstens. Die amerikanische Regierung habe volles Verständnis für bestimmte politische Schwierigkeiten, die die übrigen europäischen Mächte an der Herabsetzung der Rüstungen hinderten.
„wir erkennen das legitime Recht jedes Staates auf Aufrechterhaltung feiner Sicherheit an. Iedoch find wir tief davon durchdrungen, daß auf die Dauer eine Sicherheit besser durch eine kontrollierte Abrüstung gesichert werden kann, wie sie durch fortgesetzte, in Etappen durchgeführte Senkung der Rüstungen der schwerge- rüsteten Staaten auf das in den Friedensoerträgen vorgesehene Maß zu erreichen ist.
Dor einigen Tagen sind auf der Konferenz bei Behandlung des englischen Planes sehr ernste Schwierigkeiten entstanden. Seitdem hat sich die Lage wirksam gebessert. Die kürzliche Rede des deutschen Reichskanzlers vor dem Reichstag hat Einzelheiten über die Haltung und die Politik Deutschlands auf dem Abrüstungsgebiet verschafft; sie ist dadurch, daß Deutschland gleichzeitig die Botschaft des Präsidenten Roosevelt angenommen hat. sehr nutzbringend gewesen. Diese Rede sowie die Erklärung des Botschafters Radolny über den englischen Abkommcnsentwurf als Grundlage des künftigen Abrüstungsabkommens hat die Lage so geändert, daß wir nun von neuem den Plan mit der Hoffnung durchberaten können, zu einem Ergebnis zu gelangen. Um die Erörterung wieder auf das konkrete Problem der Tagesordnung zurückzuführen. nehme die amerikanische Abordnung das Kapitel über das Material an. Es sei zu hoffen, daß die anderen Abordnungen hiermit einverstanden seien und daß somit der Weg frei sei für eine unverzügliche Entscheidung über alle konkreten Vorschläge dieses Kapitels.
©ie Stellung der Andern.
Tcharfer französisch-amerikanischer (Gegensatz.
3m Hauptausschuh der Abrüstungskonferenz gaben in der großen politischen Aussprache die Vertreter der Großmächte kurze Erklärungen ab
Der Kabinettsches Mussolinis, Botschafter Baron A1 o i s i. brachte die außerordentliche Befriedigung der italienischen Regierung über die Roosevelt-Botschaft zum Ausdruck und betonte die weitgehende Uebereinftimmung zwischen der amerikanischen und der italienischen Auffassung.
Die Abschaffung der schweren Angriffswaffen werde die wirksamste Garantie für die Unverletzbarkeit der Grenzen darstellen.
Die italienische Regierung sei bereit, große Opfer in der uneingeschränkten
ist jetzt in Aussicht. Sämtliche Rationen der Welt müssen jetzt zeigen, ob sie die Absicht haben, die fortschreitende Abrüstung herbeizuführen, oder ^u dem Vor - kriegsshstem der unbegrenzten Rüstungen des internationalen Verdachts und der Furcht zurückzukehren.
Rach dem Abschluß des Weltkrieges waren die Völker übereingekommen, ihre bisherige Rüsiungspoiitik endgültig aufzugeben. Diese neue Auffassung wurde sodann als eine Grundlage der Friedensver- träge erklärt. Zur Durchführung wurde bestimmt. daß die besiegten Staaten e n f- ro a f f n e t werden sollten. Gleichzeitig verpflichteten sich die siegreichen Völker freiwillig zur Herabsetzung ihrer Rüstungen. Ls wäre jedoch weder gerecht noch weise, noch war es ursprünglich vorgesehen, daß die mitteleuropäischen Staaten für immer auf dem Rüftungs- gebiet unter einem besonderen Regime verblieben. Ls war stets eine Pflicht der übrigen Unterzeichnermächte der Friedensocrträge, ihre Rüstungen in Etappen auf ein mit den verteidigungsbedürfnissen zu vereinbarendes Mindestmaß herabzusehen.
Obwohl die Vereinigten Staaten durch diese Verträge nicht gebunden sind, so ist es doch der SÖHl e des amerikanischen Volkes, mit den übrigen Mächten gemeinsam über die Herabsetzung der Rüstungen auf ein derartiges Mindestmaß zu beraten. Die amerikanische Regierung ist jetzt entschlossen, ihren Einfluß einzusetzen, um zu einem derartigen Ergebnis nicht durch theoretische Erklärungen, sondern durch eine entscheidende fortschreitende Herabsetzung der Rüstungen und durch internationale Abkommen zu gelangen. Jede Verzögerung dieser Entscheidung ist in der gegenwärtigen Lage außerordentlich ernst. Sämtliche Mächte der Welt müßen jetzt das von ihnen 19 19 übernommene A b - rüstungssystem durchführen oder die Welt muh jetzt offen zugeben, daß nunmehr das Wettrüsten wieder einsetze. Dann würde jedoch der ganze 1918 so mühsam ausgearbeitete Mechanismus zusammenbrechen und die Entwicklung würde einem neuen Weltkrieg zutrei- ben. Ein Zusammenbruch der Abrüstungskonferenz
eindeutigen Vorschlägen von amerikanischer Seite auf Abschaffung der schweren Angriffswaffen versuchte Paul-Boncour, der offensichtlich die 3 s o - Nerung Frankreichs fürchtet und in letzter Stunde für die Durchsetzung des französischen Standpunktes kämpft, wiederum die Sicherheitsfrage als das entscheidende Kapitel der Abrüstung hinzustellen und machte von der Behandlung dieser Frage die endgültige Stellungnahme Frankreichs zu praktischen Abrüstungs- maßnahmcn abhängig. Paul-Boncour beantragte sodann, die Verhandlungen mit der artikelweisen Durchberatung des ersten Teils des englischen AbrüstungsplancS über die Sicherheit zu beginnen.
Ucber den französischen Vorschlag entspann sich eine längere Geschäftsordnungsdebatte.
Rorman Davis lehnte zum allgemeinen Erstaunen den französischen Vorschlag mit großer Entschiedenheit ab. Lr betonte, daß die Roosevelt- Botschaft bereits genügend Klarheit über die amerikanische Beteiligung auf dem Sicherheitsgebiet geschaffen habe, so daß die europäischen Mächte sich außerhalb der ofsiizeUen Sitzungen direkt über die Regelung der Sicherheitsfrage zu einigen hätten und deshalb der haupfaus- schuh nicht weiter Zeit mit der Behandlung der Sicherheitsfrage zu vergeuden brauche.
Norman Davis beantragte in direktem Gegen- fatzzu dem franz öfifchen Vorschlag, sofort in die artikelweise Durchberatung des englischen Planes über die materielle Abrüstung einzulrelen.
Präsident Henderson sah sich angesichts dieser offen zutage tretenden Gegensätze zwischen der französischen und der amerikanischen Auffassung gezwungen, die Sitzung abzubrechen und das Präsidium der Konferenz am Dienstag vormittag einzuberufen.
Die Sitzung wurde unter dem allgemeinen Eindruck der französisch-amerikanischen Spannung auf Dienstagnachmittag vertagt.
Genf, 22. Mai. (TU.) Der amerikanische Sonderbotschafter Norman Davis gab heute im Hauptausschuß der Abrüstungskonfe- renz die angekundigte und mit größter Spannung erwartete Erklärung der amerikanischen Regierung über ihre endgültige Stellungnahme zum Abrüstungs - und Sicherheitsproblem bekannt. Er verlas eine schriftliche Erklärung, die praktisch alsdieAufgabederbisherigen amerikanischen Neutralitätspolitik bewertet wird.
1. Die amerikanische Regierung ist bereit, aus dem Lbrüftungsgebiet soweit zu gehen, wie irgendein anderer Staat. Das Endziel muh die Herabsetzung der Rüstungen „ungefähr" auf das in den Frledensverträgen festgefetzte 2N a h fein, d. h., Herabsetzung der Rüstungen durch fortschreitende Etappen so schnell wie möglich bis zu dem Riveau der für innere Polizeizwecke notwendigen Truppen.
2. Die amerikanische Regierung ist als Beitrag zur Organisation des Friedens bereit, in einem Konfliktsfall mit den übrigen Mächten in Beratungen darüber einzutreten, ob der Friede bedroht ist. Falls die übrigen Rationen nach eingehenden Beratungen beschließen, daß ein Staat den Frieden durch Bruch der internationalen Verpflichtungen gefährdet hat und falls sodann eine Aebereinstimmung zwischen den übrigen Mächten über den als schuldigen und verantwortlichen Angreifer erfolgt, verpflichtet fich die amerikanische Regierung, sich jeder Handlung zu enthalten, die das gemeinsame Vorgehen der übrigen Mächte zur Wiederherstellung des Friedens gefährden könnte.
3. Die amerikanische Regierung erklärt sich bereif, zu einer gemeinsamen automatischen ständigen Kontrolle der Rüstungen durch einen ständigen Abrüstungsausschuß.
4. Das endgültige Ziel muß nach Auffassung der amerikanischen Regierung die vollständige Durchführung der Abrüstung in Etappen fein, jedoch muh der entscheidende er sie Schrill sofort ergriffen werden.
Der amerikanische Sonderbotschafter Rorman Davis führte in seiner großen politischen Erklärung u. a. folgendes aus:
Die Botschaft des Präsidenten Roosevelts ist von der dringenden Rotwendigkeit eines sofortigen entscheidendenDor- gehens zur Lösung der von den beiden Konferenzen jetzt zu behandelnden Probleme veranlaßt. Die Abrüstungskonferenz hat jetzt den


