Ausgabe 
22.8.1933 Frühausgabe
 
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Aus der provinzialhaupistadl

9J.Jpori

Punkte.

Turner-Unterstufe.

DT.-Vezirksschwimnlsest in Gninberg

Schöne Erfolge des Tv. 1846 Gießen.

Die zehnte Ausstellung des deulschenIunks

Im Zeichen des Volksempfängers.

Gleichschaltung im VHC. Gießen. 2lm Freitag hielt der DHL. Gießen bei Hopfeld zwecks Gleichschaltung eine stark besuchte außer- ordentliche Mitgliederversammlung ab. Das Der- einsheim war mit dem Bilde unseres Dolks- kanzlers Wolf Hitler, der schwarzweihroten Reichsfahne, der Hakenkreuzfahne und der Fahne mit den Dogelsbergfarben geschmückt. Auf den Tischen waren Hakenkreuzwimpel angebracht, und neben schönen Blumensträußen lagen aus Tannen­grün gewundene Hakenkreuze. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit einer längeren Begrüßungsansprache, in welcher er u. a. die vom Reichskommissar für das Wanderwesen, Mi- nistcrpräsident Prof. Dr. Werner, angesrd- neten Richtlinien zur Verlesung brachte und die mit einem begeisterten Sieg-Heil auf unseren Volkskanzler schloß. Unter der Leitung von VHC.-Bruder W. Pfaff wurde dann die Wahl des Führers vorgenommen, die die einstimmige Wiederwahl des seitherigen 1. Vorsitzenden, Steuerinspektor Hch. Klemmrath, ergab, der mit herzlichen Dankesworten für das in ihn ge­setzte Vertrauen annahm. Die Bestimmung der übrigen Vorstandsmitglieder übernimmt der neu­gewählte Führer. Mit dem Gesang des ersten Verses des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes endete die außerordentliche Mit­gliederversammlung, an die sich noch einige Stun­den geselligen Beisammenseins anschlossen.

Zentral - Eberversteigerung in Gießen. Die Hessische Bauernkammer veranstal­tet am 6. Oktober in Gießen eine Versteigerung von Ebern. Anschließend werden die Eber prämiiert und wird mit der Versteigerung begonnen. Zu­gelassen zur Versteigerung werden nur Eber aus oberhessischen anerkannten Stammzuchten, soweit sie bei der der Versteigerung vorausgehenden Vor­besichtigung als körfähig erachtet werden. Rach den Voranmeldungen kann mit einem Auftrieb von etwa 50 bis 60 Ebern, zur Hälfte zur Rasse des Deutschen Edelschweins bzw. Veredelten Land­schweins gehörig, gerechnet werden. Die Hessische Dauerntammer hat sich zu dieser großzügigen Maßnahme entschlossen, um den Gemeinden eine möglichst große Auswahl zuchtfähiger, gekörter Eber, zum Ankauf zu bieten. Aach den Bestim­mungen des in Bälde erscheinenden Körgesetzes dürfen nur noch solche Faseltiere zur Zucht Ver­wendung finden, deren Abstammung nachgewie­sen ist. Die Gemeinden, bei denen diese Voraus­setzung für die zur Zeit zur Zucht benutzten Eber nicht zutrifft, wie auch alle übrigen Gemeinden, deren Eber zur Vermeidung von Derwandtschafts- zucht, oder aus sonstigen Gründen abgeschasst wer­den müssen, werden in ihrem eignen Interesse handeln, wenn sie von dieser günstigen Ankaufs­gelegenheit Gebrauch machen und ihren Bedarf in Ebern auf der Dersteigerung in Gießen decken.

die Frankfurter Straße an der großen Eisen­bahnbrücke verläßt und links der Dahn bis zur Ueberbrüdung des südlichen Güterbahnhvfs wer­tergeht. Rach Lleberschreiten dieser Brüde gelangt man den Weg rechts der Dahn fortsetzend zur Entladestelle. Mit der Entladung der einzelnen Drieftaubenkörbe wird bald nach der Ankunft begonnen werden, so daß mit dem interessanten Aufflug der klugen Täubchen etwa 20 000 an der Zahl wohl gegen 8 Tlhr gerechnet werden kann. Interessant ist wohl noch zu wissen, daß sogleich noch dem Aufflug der ihre Heimat su­chenden Tauben der Reiseleiter mit Telegram­men die einzelnen Brieftaubenvereinigungen in Köln. Bonn, Wuppertal-Elberfeld und wo sie alle Herkommen, übet die Zeit des Wfluges ver­ständigt. damit die Besitzer wissen, wann mit dem Eintreffen der Wanderer zu rechnen ist.

"umensioh in USA.- 16 Mehle.

fW wich «in grau«, etzte forderte. Bin mi Lostkrastwaorn raste in S$ten Autobus hin, furchtbare Eldlnsio^ SS*" in weitem und mchren Ittpll®. Don den beiden wch ein wüster Trümmer, N Westküste NordostikaL n s 3 e i> e I i n besaÄ ^-Amerika-Linie mitteilt -us 24 Grad 36 Minuten Seft, das ist ungefähr an Äkas in der Aähe des 8s fährt mit einer Durch« )vn 13Z Stundenkilometern Meter.

er sperren die Seine.

schifsern ist es gelungen, i bei Conslans-Sainte"tz>' innen sieben Minuten bil« als die Flustpolizeimann- i, mit ihren Kähnen eine über den Fluh, und 'ann vorfuhren und durch wrchfahrt forderten, legte ke Äer'Ke von Käh- n Strom. Die Ach berraschnün ch'.s unternommen.

IL-üolonne. - 5 Betitelt jtdbt Flensburg fuhr tortab in eine Abteilung «in. 'Bier SA-Leute tour- ch, verletzt. Auch der ernste Derlchungen davon t ins Krankenhaus geschallt. /Mannes, der einen Scha« ist bedenklich.

_ elf Personen verletzt, besetzter Omnibus aus firc- -Kurve auf dem Wege von nt um. Sämtliche Inschn ) mußten ins Krankenhaus i Verletzte konnten nach An wiede^Me^erden^

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Geräte, Echallplatten usw., aber über allem triumphiert der immer wiederkehrende Volks­empfänger, ein Gerät, das man nun bald in jedem Frnkladen sehen wird: ein hohes rechteckiges Ge­häuse in verschiedenen Materialien, dessen Laut- sprcchcrbeklcidung entsprechend bespannt ist, trotz­dem aber sind die Formen und Umrisse immer die gleichen. Wenn man sich von dem reintechnischen zu dem ousstellungsmäßigen wendet, so ist da so­gleich der Eintritt in die imposante Empfangs­halle mit dem mächtigen Standbild: ein Mann .n SA.-Uniform führt, die Hand zum Hitlergruß erhebend, einen Hand- und einen Kopfarbeiter der neuen Zukunft entgegen. Darüber die Worte:

Gin Wille über allen deutschen Sendern!"

An diese große, im lichten Gelb gehaltene Halle schließen sich zu den Seiten die verschiedenen Kojen an. Die Rcichsrundfunk-Gesellschaft zeigt die funkische Entwidluna von den einfachsten Ge­räten, die Braun und Elaby um die Fahr- Hundertwende benutzten, bis zum Hochfrequenz­verstärker Otto von Bonks: auch an Empfän­gern, Kopfhörern und Lautsprechern wird die Entwidlung der Technik in den letzten Drei Jahrzehnten veranschaulicht. 3n der Rahe Die Koje des Drahtlosen Dienstes, dessen Stimme die Rundfunkhörer wohl am häufigsten vernehmen. Wir sehen an erleuchteten Tafeln, wie die Rach- richten von der Redaktion über die Fernschreiber zu den einzelnen Sendern gehen, um von dort gesendet zu werden. Sehr fesselnd und an dieser Stelle noch nie gezeigt ist die

Herstellung von Röhren.

Ihre Fabrikation wird an einem achtteiligen Vorgang so vorgeführt, daß man den Aufbau Der Röhre am laufenden Band, das Zusammensehen einzelner Drähtchen und winziger Bestandteile bis zum Auspumpen und zum Äusprobieren an Dem Vermeßtisch zeigt, der die fehlerhaften Rohren selbsttätig abwirft. Daneben befindet sich Die .Reporter sch ule" . die starken Zuspruch fin­den wird. Aus einem großen Mrnweri Des Deutschlandsenders werden einzelne Abschnitte vorgeführt, die die Prüflinge, die sich zum Funr- reporter berufen fühlen, beschreiben müssen. Ihre Worte werden dabei auf einer Wachsplatte aus­genommen, die sie dann mitnehmen können. Eine große Abteilung gehört dem Thema:

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Berlin, im August.

während In den vergangenen Iahren die ver­schiedensten Systeme und Typen auf den vielen Ständen der Funkschau gezeigt wurden, ist in diesem Iahre zum ersten Male ein Wandel zu spüren. Gewiß, die Funkindustrie bringt wieder ihre neuesten Errungenschaften in überwältigen- der Fülle auf den Markt, und es ist keine öirma in ihrer Herstellungsfreiheit und Beweglichkeit beschränkt worden, aber alle apparatebauenden Fabriken stellen heute in den Mittelpunkt ihrer Ausstellungen den Apparat

VE 301/

in dessen Bezeichnung die Erinnerung an den 30. Ianuar 1933 und der Begriff einesV o l k s» e m p f ä n g e r s" zum erstenmal in einem fun­kischen Gerät auftritt. Der Volksempfänger ist be- kar.ntlich aus dem Willen der Reichsregierung entstanden, den Rundfunk in jedes Haus zu tragen. Sämtliche 28 Rundfunkfabriken bauen den VE 301 in gleichartiger Ausführung und Konstruktion. Seine Entwidlung ist das Ergeb­nis der Gemeinschaftsarbeit der Funkindustrie, und diese Vereinheitlichung ermöglicht es, hohe technische Vervollkommnung zu dem Preise von 7 6 Mark zu liefern, die, wenn es sich einrichten läßt Vorbereitungen find dazu ge­troffen auch in Teilzahlungen abgetra­gen werden können. Eine Gewähr für technische und mechanische Zuverlässigkeit ist dadurch ge­geben, daß alle Einzelteile wie Kondensatoren, Transformatoren, Spulen und Gehäuse von einer neutralen Sachverständigenkommission geprüft toirDer. müssen, in der Die Funkindustrie, das Heinrich Hertz-Institut und die Reichsrundfunk- Gcsellschaft vertreten sind. Die technische Her­stellung des Empfängers und die Gleichartigkeit der Herstellung werden ebenso überwacht. Sa der Dllksempsänger die Aufgabe übernommen hat, an die Stelle der Typen bis zu etwa 125 Mark zu treten, so beginnt die Verschieden­heit der Empfänger erst bei den Typen, deren Preis höher liegt Die

Gntoicflung des Lautsprechers

hat sich fast ausschließlich mit dem dynamischen und dem Freischwingerlautsprecher befaßt, deren Tonwiedergabe wesentlich verbes­sert wurde. Sehr ausgedehnt ist auch auf dieser Funkschau die Industrie, die auf allen Gebieten ihre Neuerungen vorführt wie in jedem 3ahr, hie Akkus, die Anodenbatterien, die akustischen

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zu gelangen oder um die Erde zu gehen. Dem Störschutz ist wieder ein breiter Raum ge­widmet: man will vor allem die Bastler vor Miß­griffen bewahren, man zeigt ihnen, wie die An­tennen, Leitungen und Erdungen falsch und rich­tig durchgeführt werden. Auch Wird ein Roh - renprüsgerät vorgeführt mit dem icDcr Teilnehmer seinen Empfänger prüfen lasten kann. Eine Etörschutzabteilung zeigt die störenden elek­trischen Apparate und die kleinen Geräte, Die zum Entstören Dienen. Besondere Teilnahme ge­winnt sich wieder einmal daS

Fernsehen.

Alle Firmen, die jetzt mit der Herstellung von Fernsehempfängern beschäftigt sind, haben in die­sem rerdunkelten Raume ausgestellt, in Dem dauernd Vorführungen ftattsinden. ES werden Filme und Tonfilme übertragen, es werden Standphotos, es wird sogar ein lebendes junges Mädchen mit dem Gerät ..abgetastef. waS über­raschend gut gelingt: als bewegliche Schwarz- Weiß-Photographie erscheint ihr Bild aus Dem Schirm. Im übrigen aber sinb auf Diesem Ge­biet keine wesentlichen Forts <6 r i 11 e zu melden; immer noch erscheinen Die Bilder zu klein, unklar, verschwommen, oder sie wirken nur aus einem bestimmten Winkel des Beschauers.

Im ganzen aber stellt diese Funkschau, so weit das in der knappen Zeit erreicht werden konnte, zum ersten Male eine Ausstellung Dar, auf Der nicht Die Industrie allein vorherrscht. Auf Den verichiedensten wichtigen Gebieten ist Der <5 u n I heute eine gewaltige Macht geworden: diese mit allen Auswirkungen aus Den Einzeln« und Das Leben Der ganzen Ration anschaulich, eindringlich und werbend vorgefuhrt zu haben, ist das Verdienst dieser Ausstellung.

ZRunbfunf und Reichswehr.

Mehrere fahrbare Funkstellen mit hoch^ereck- ten Antennenmasten erinnern an die Kriegsiahre, und ein richtiger Hnterftanb mit allem Zubehör führt in eine Rachrichtenzentrale aus dem Stel­lungskrieg, in Der alle Rachrichtenmittel einge­baut sind, Die Damals gebraucht wurden: Funk, Fernsprecher, Blinkgerät, Brieftauben und andere Signalmittel. Dazu kommt eine ganze Reihe von kleinem Funkgerät. Tornistern mit kleinen An­tennen (Kurzwellen) aus Dem letzten Kriegsiahr. Gegenüber

der Stand der Reichsniarine.

Imposant Der hohe Turm eines O-Boots in natürlicher Größe mit seinen Funkanlagen. Ein großes MoDell zeigt den kritischsten Augenblid der Schlacht am Skagerrak, in dem Ad­miral Scheer mit Hilfe der Funktelegraphie. Die hundert Schiffe zahlende deutsche Flotte fest in her Hand haltend, jene berühmte Kehrt­wendung ausfuhrte. die auch heute noch als ein taktisches Meisterstück gilt.

In einer anderen Koje zeigt die Reichspost ihre sunkentelegraphischen und funktelephoni­schen Verbindungen mit der ganzen Welt. Eine Reihe von Fernsprechern: wenn man die Hörer adhebt, kann man ein Gespräch mit dem AuS- lunb mithören, und wir hören gerade eine deut­sche Stimme au« Rio de Janeiro so deutlich, al« käme sie aus Zehlendorf, wenn sie auch von eini­gen atmosphärischen Störungen abgeschwächt wird. DaS

Weltraum Echo,

das in einer anderen Abteilung dargestellt wird, wird stark interessieren. Da erfährt der Hörer an Hand eines sehr instruktiven großen Modells, wie lange ein Ton braucht, um in Die Stratosphäre

Einheitsfront der deutschen Familien.

Das aiaantifthe und von Der ganzen Welt für unmöglich gehauene Aufbauwerk ^>es Dritten Re.« ches beÄ Darin, das alles Morsche unDJaule Des öffentlichen und politischen Lebens rücksichtslos und gründlich beseitigt und alles Gesunde und Brauch­bare in eine IRieienfront zulammengeschweiht werde. Ausschaltung des Gemeingefährlichen, Einschaltung des Gemeinnützlichen! Das ist die weltbeneidete Dop. pelleistung des Führers und Dolkskanzlers Adolf $ Alle* guten Dinge sind drei. Sein drittes und wuchtigstes Werk hat Adolf Hitler nun mit der ihm eigenen Zähigkeit und Energie in die Hand genom- men, und es heißt: Nieberzwinaung der Arbeitslosigkeit. Ganz von selbst bildet sich in diesem Kampf die Einheitsfront der deutschen Familien, Denn am meisten leidet das vorbildliche deutsche Familienleben unter der Arbeitslosigkeit. Ein Freudejauchzen wird das Deutsche Reich er­füllen, wenn jede deutsche Familie Arbeit und Be­schäftigung hat und die Arbeitslosiakeit nur noch eine trübe Erinnerung an einen bösen Traum ift Darum wendet sich die

Geldlollerle für Arbeitsbeschaffung gerade an die Einheitsfront der deutschen Familie um Absatz der 6 Millionen Lose1 Mark das ein­fache, 2 Mark das Doppellos". Dreihunderttaufend Familien können die Gewinner von anderthalb Millionen Mark werden.

An die Kaufmannschaft.

Don der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben:

Im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen sind rund 330 Werkhalbjahrs-Abiturienten und 60 Werk- Halbjahrs-Abiturientinnen beschäftigt, von Denen ein großer Teil noch in Lehrstellen untergebracht werden muß. Es ergeht die Bitte an die Kaufmann­schaft des Kammerbezirks, auch ihrerseits für die Unterbringung dieser Abiturienten, die im Oktober zur Entlassung kommen, so weit wie möglich besorgt zu sein. Anmeldung von Lehrstellen sind bei dem Arbeitsamt Gießen zu bewirken.

Es besteht weiter Veranlassung, darauf hinzuwei- kn, daß nach Den einschlägigen Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung (§ 15a) der Name des In- Habers (Familienname und mindestens ein ausge­schriebener Vorname) in deutlich lesbarer Schrift an der Außenseite ober am Eingänge des Ladens angebracht werden muß. Bei Kaufleuten, die eine Handelsfirma führen, ift auch die Firma in der be­zeichneten Weise anzubringen, ist jedoch aus der Firma der Familienname des Geschäftsinhabers mit Dem ausgeschriebenen Vornamen bereits ersichtlich, so genügt die Anbringung der Firma.

Bei offenen Handelsgesellschaften, Kommanditge­sellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien sind an dem Laden die Namen der persönlich hastenden Gesellschafter anzubringen: sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligter andeutenden Zusatz ausgenom­men werden.

Auf Wunsch der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Stenographenbundes sei auch an dieser Stelle auf Den Beginn der Unterrichtskurse in Einheitskurz, schrist in ber Peftalozzischule, Wernerwall 18, am Montag, 4. September, hingewiesen.

Grvßer-Brieftaubenaufflug in Gießen.

Am kommenden Sonntag. 27. August, trifft um 6.54 Ahr ein Brieftauben-Sonderzug von Köln kommend im hiesigen Güterbahnhof ein. Die Entlade- und Aufflugstelle befindet sich oberhalb Klein-Linden an der Bahnlinie GießenGrohen- Linden, rechts der Fahrtrichtung am Eingang in Den Waldeinfchnitt. Von Gießen kommend ist die Aufflugstelle am besten zu erreichen, wenn man

Mehrkampf (Sechskampf): 1. Wilh. Straub, To. 1846 Gießen, 107,75 P., 4. Willi Reitz, To. 1846 Gießen, 79,60 Punkte.

Springen: 1. Gg. Stübner, Tv. Wetzlar, 56,20 Punkte.

100 Meter Brust: 1. R. Wenzel, Tv. Gedern, 1,36% Minuten: 5. Erwin Neuhagen, To. Grün­berg, 1,41% Minuten.

Turner (offen).

100 Meter Kraul: 1. Hrch Lambert, Tv. Lauterbach, 1,16% Minuten: 3. Fritz Werner, To. 1846 Gießen, 1,21% Minuten: 4. R. Scharr, To. Gedern, 1,22% Minuten; 5. I. Fröhlich, To. Ge­dern. _

200 Meter Sagen (4 mal 50 Meter): 1. H- Zimmermann, T. u. Spv. Marburg, 3,18'/» Minu-

2 0 0 M e t e r B r u st: 1. Emil Hübner, To. Wetz- lar, 3,22% Sekunden.

Streckentauchen (20 bis 40 Meter): 1. H. Denhardt Tv. Wetzlar, 40 Meter, 34 Sekunden: 2. F. Schmidtdiehl, To. 40 Meter, 35,2 Sek.;

Nachdem die Stadt Grünberg in ihrem vor Iah- resfrist eröffneten Waldschwimmbab eins Der schön- ten neuzeitlichen Freibäder erhalten hat, konnte sie erstmals am Sonntag bas Bezirksschwimmen berHessenturner durchführen. Ueber 200 Tur­ner und Turnerinnen und in erfreulicher Weise auch eine größere Zahl von Wettkämpfen aus dem Ar­beitsdienstlager Homberg, dem Mädchenarbeitslager Saubach und eine Mannschaft des SA.-Sturms 6/7. 11 (Marburg) gaben Der Veranstaltung eine Be­teiligungsstärke, wie sie bei den früheren Dezirks- (Gau-) Schwimmen noch nie erreicht worben ist. Ver­treter ber Turnerschast, wie Bezirksoberturnwart R Paul (Gießen) unb Ehrengauvertreter A. Pfeiffer (Wetzlar), betunbeten burch ihre Anwesen- heit, welch hohe'Bebeutung man in ber Turnerfuh- rung bem volkstümlichen Fachgebiet bes Schwim­mens beimißt. Nach altem Turnerbrauche gab eine

Morgenfeier

Gelegenheit zur inneren Sammlung, bevor in die Arbeit des Tages eingetreten wurde. Dekan Schmidt legte feiner Andacht bas Bibelwort Psalm 139 14 zugrunbe: ,Jch banke dir barüber, baß ich wunberbarlich gemacht hin; wunberbarlich sind Deine Werke, und bas erkennt meine Seele wohl." Der Geistliche, ber bie Beziehungen von Seele unb Leib klar herausstellte unb bie Arbeit ber Deutschen Turn­vereine an Volk unb Daterlanb anerkennen!) wür- bigte, fanb mit seinen tiefempfunbenen Worten eine andächtige Gerneinbe.

Nachbern Lehrer Wenzel als Führer des Tv. Grünberg die Turnergäste aus bem Bezirk herzlich begrüßt hatte, begannen bie vielseitigen

Wettkämpfe der Turner unb Turnerinnen;

sie wickelten sich unter ber ruhigen unb sicheren Lei- rung von Bezirksschwimmwart Franz Sauer (Gie­ßen), ber von 40 Riegenführern unb Kampfrichtern tatkräftig unterstützt würbe, reibungslos ab, trotz bes anhaltenden Regens am Vormittag, der ber Stim­mung des mit bem nassen Element vertrauten Turn- schwimmvolks nichts anhaben konnte, wenn Die un- freunbliche Witterung auch die Leistungen etwas be­einträchtigte. .

Der Rachmittag brachte schöires Wettei: und Damit zahlreiche Zuschauer, Die begeistert An­teil nahmen an Den

spannenden Staffelkämpfen und Schauvorführungen.

Alle Darbietungen Des Tages gcrben ein erfreu­liches BilD von Der Breitenarbeit, Die Die DT. leistet, ohne Darüber Die Leistungssörderung Der veranlagten Kämpfer unD Kämpferinnen ^ ver­nachlässigen. Obenan in Der Lifte Der Erfolge steht toieDcr Der Tv. 1 846 Gießen, Dellen rührige Echwimmerfchast 21 Einzelsiege errang und Dabei 4 erste Plätze belegte. Auch Der Den Staffelkämpfen waren Die Gießener 1846er äußerst erfolgreich: sie holten sich hier 8 Siege, Darunter 5 ctftc.

3m Saufe Der Rachmittagsveranstaltungen wurde Die volksgefunDheilliche Bedeutung Des

nachgeholt. Während in Magdeburg 6000 Zu­schauer anwesend waren, halten sich in Leipzig 2000 Zuschauer eingefunden. In Magdeburg gab es einen ganz überlegenen Sieg der glänzend spielenden Elbstädter. mit 13:8 (10:3) über Die Vertretung Berlins. Die es nur ihrem ausgezeich­neten internationalen Tormann Cuchra zu danken hat, daß sie soniedrig" verlor. Die Magdeburger sind für das Endspiel, das f,e am 3. September mit Wuppertal zufammensuhrt, klarer Favorit. Wuppertal landete in Leipzig einen knappen Erfolg mit 5:4 (2:1), der aber auch als verdient anzusehen ist.

Fortuna-Oüffeldors und Schatte 04 geschlagen.

Die beiden ersten der diesjährigen deutschen Fußball-Meisterschaft, Fortna Düffel Dorf und Schalke 04, trugen am Samstagabend zwei Freundfcha' tsspiele aus und erlebten peinliche Ueberrafchungen. Fortnna Düffeldorf spielte ge­gen Kurhessen Kassel und mußte nach mä­ßigen Leistungen eine 1:2 (0:1) - Riederlage einsteden. Der 1. FC. Rürnbera bezwang I Schalke 04 mit 4:2 (2:1). DerClub' hatte diesen Erfolg besonders seinem ausgezeichneten Torhüter Köhl zuzuschreiben.

Schwimmens in zwei mit lebhaftem Beifall aus­genommen en

Ansprachen

nochmals stark unterstrichen. Es sprach zunächst Bürgermeister Dr. M i l d n e r , Der Den Tumer- aästen Den Willkomm der Stadt Grünberg entbot und die edle Schwimmkunst als Dienst am Dater- lande im Sinne des Führers Adolf Hitler be­zeichnete. Bezirksoberturnwart R. Paul (Gie­ßen) überbrachte die Grüße des Bezirks Hessen und richtete herzliche Worte des Dankes an die gastliche Stadt Grünberg und ihren Turnverein, sowie an den rührigen Bezirksschwimmwart. Die Ausführungen Des Redners über Die Eingliede­rung Der DT. in das einen alten Sehnsuchts­traum Der Turner erfüllende Dritte Reich be­antwortete Die Menge spontan mit Dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes.

Die feierliche Siegerkundgebung durch Bezirks­schwimmwart Sauer am Spätnachmittag klang aus in einem begeistert aufgenommenenSieg- Heil" auf Das deutsche Vaterland unb seinen Führer mit dem Gesang des Deutschlandliedes.

Oie (Srgebniffe

bringen wir nachstehend in einem Auszug aus Der Siegerliste, Der außer Dem 1. Sieger jedes Wettkampfes noch die besonders int er» effiercnDen Preisträger enthält:

lurner-Oberffufe.

Mehrkampf (Neunkampf): 1. H. Zimmer­mann, T. u. Spv. Marburg, 142,50 P.; 2. Fritz Wer­ner, Tv. 1846 Gießen, 141,75 Punkte.

10 0 Meter Brust: 1. Heinz Zimmermann. T. u. Spv. Marburg, 1:30% Minuten.

Turner-Mittelstufe.

Springen: L F. Sproer, Tv. Wetzlar, 80,40

Oer GA.-Sport in Gießen.

Die sportlichen Darbietungen, die im Zusammen- hang mit dem Aufmarsch der Standarte 116 am Sonntag gezeigt wurden, brachten folgende Ergeb­nisse:

Gepäckmarsch über 19,700 Kilometer: 1. 11/116 (Metz, Meyer, Nordheim, Bauer) 2:34,10 Std.; 2. 14'116 (Haldenweg, Leinweber, Bajowak, Schmidt) 2:38,19 Std.: 3. 4/116 (Balser, Jünger, Nürnberger, Becker) 2:38,42 Std.: 4. Flieaer/116 2:39,59 Std.: 5. 19/116 (Graff, Münch, Horn, Schnei­der) 2:41,95 Std.: 6. 1/116 (Müller, Maurer, Ranft, Rußwein) 2:45,32 Std.

100 - M e t e r - L a u f: 1. Krück (3/116) 12,1 Sek.; 2. Becker (11/116) 13 Sek.; 3. Ulm (13/116) 13,2 Sek.; 4. Seipp (M 3/116) 13,4 Sek.; 5. Mibach (14/116) 13 9 Sek

Keulenwerfen: 1. Schmidt (15/116) 53,30 Meter; 2.Hahn (7/116) 52,90 Mir.; 3.Wolf (17/116) 52,40 Mir.; 4. Will (13/116) 52,20 Mir, 5. Will (2/116) 51,80 Mtr.; 6. Schaaf (1/116) 50,80 Meter.

Adolf Hitler-Sandballpokal."

Magdeburg und Wuppertal im Endspiel.

Die seinerzeit wegen geringen Publikums- | erfolge« ausgesetzte Vorschlußrunde um Den , Adols-Hitler-HanDballPokal" wurde am Sonntag |