Oberheffen.
Erklärung zur Berichtigung
in Jlr. 140 des Gießener Anzeigers, 2. Blatt, Seite 3.
* Ettingshausen, 20. Juni. Die Berichtigung des Vertreters der Magdeburger Futternährmittelfirma ist durchaus unrichtig. Ich habe die Vertretung des Futtermittels nur übernommen, weil der Vertreter der Magdeburger Firma angab, daß er von dem hiesigen Pfarrer, der auch eine Bestellung gemacht habe, geschickt worden sei. Diese Angabe hat sich als unrichtig herausgestellt. Auf hiesiger Bürgermeisterei ist ein Protokoll ausgenommen worden, das die Unrichtigkeit der Angaben klarstellt. Der einzige Auftrag, den der Agent tatsächlich hatte, ist nur dadurch zustande gekommen, daß er unrichtigerweise in dem. betreffenden Hause angab, daß schon viele Personen bestellt hätten, dar- runter habe der hiesige Müller einen Zentner allein für sich bestellt. Die Möglichkeit des Absatzes ist zur Zeit völlig ausgeschlossen, da über das Vorgehen des Agenten große Erregung im Dorfe besteht und dadurch auch bekannt geworden ist, daß früher von ihm verkaufte Futtermittel einfach liegen geblieben find oder zum größten Teil nicht verkäuflich waren. Schließlich ist noch richtig, daß die Strafanzeige weiterläuft. Ich sehe allen Schritten des Vertreters mit Ruhe entgegen.
Wilhelm Diehl, Kirchendiener
50 Jahre
Gelangverein „Eintracht" Münzenberg
' Münzenberg. 19. Juni. Anläßlich des Pfingstlagers des Jungvolkes der Chatten bildete Münzenberg mit seiner historischen Burg das Ziel für viele Tausende. Allen Besuchern wird das Städtchen in angenehmer Erinnerung sein. Aehnlich soll es auch wieder am 2 5. 3 uni werden, an dem der Gesangverein „Eintracht"-Münzenberg sein 50jähriges Stiftungsfest mit Fahnenweihe, verbunden mit dem Gauwertungssingen des Gaues Wetterau, begehen wird. 24 Bundesvereine nehmen am Wertungssingen teil und etwa 15 Gastvereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Am Nachmittag wird sich ein stattlicher F e st - z u g mit mehreren Festwagen durch die Straßen des Städtchens nach der Burg bewegen, wo eine nationale Kundgebung mit Massenchören und Ansprachen des Provinzialvorsitzenden Wendler, Bad-Aauheim, und des Gauvorsihenden Schenk, Melbach, stattfinden wird. Außerdem hat der vom Gemeinderat zum Ehrenbürger unserer Stadt ernannte Staatskommissar Dr. Wagner, Darmstadt, sein Erscheinen zugesagt. Es wird ihm an diesem Tage der Ehrenbrief überreicht.
Aus dem Lahntalsängerbund.
+ Grünberg, 20. Juni. Berufsschullehrer Gengnagel (Grünberg), der seit 1928 als Bundesvorsitzender des Lahntalsängerbundes tätig ist, wurde bei der auch im Sängerbünde vorgenommenen Gleichschaltung vom Provinzialvorsitzen- den des hessischen Sängerbundes wieder mit der Leitung des L a h n t a l s ä n g e r b u n- des beauftragt. Der Bund hält am nächsten Sonntag in Marburg sein diesjähriges Ehrensingen ab, das unter dem Leitgedanken „Die Natur im deutschen Siebe" steht. Anschließend an das in den Stadtsälen stattfindende Ehrensingen ist auf dem Marktplatze eine große vaterländische Kundgebung vorgesehen. Sämtliche Bundesoereine haben zu der Veranstaltung ihr Erscheinen zugesagt. Die Reichsbahn läßt an diesem Tage auf der Strecke Gießen—Marburg einen Sonderzug verkehren, der kurz vor 8 Uhr in Gießen abgeht und dessen Rückkunft gegen 22 Uhr erfolgt.
Landkreis Bietzen.
& W i e s e ck, 21. 3uni. Gestern starb im Alter von 85 3ahren der Eisenbahnarbeiter Wilhelm Lepper. Er war der letzte der Kriegsteilnehmer von 1 8 70/7 1. Der wieder-
Aermel Haven Knopsverschtutz, der Rückenteil einen Schlitz. Die Feldbluse, die im Rumpfteil wei' und blusig sitzt, läßt dem Träger große Be- wegungsfreiheit Sie wird allgemein geschlossen getragen und nur im Dienst auf Befehl des Führers geöffnet. Mit der Einführung des Schnürstiefels ist der langjährige Streit der Meinungen gegen den alten Marschstiefel entschieden worden. Für den Ausgang und für feierliche dienstliche Anlässe wird der derzeitige Ausgehrock unverändert beibehalten, ebenso die bisherige lange Tuchhose für Dienst und Ausgang.
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Die Reichswehr bekommt neue Uniformen.
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Rach langjährigen nunmehr abgeschlossenen Versuchen kommt bei den berittenen und unberittenen Truppen des Reichsheeres ein neuer Feldanzug zur Einführung An die Stelle des bisherigen Dienstroches tritt die F e l d b l u s e , an die des Marsch- bzw Reitstiefels der Schnür- stiefel, ferner wird ein Hemd gerippter Wirk- art getragen werden Die neue Feldbluse ist aus feldgrauem Tuch mit Schulterklappen, fünf Vordertnöpfen, je zwei aufgesetzten Drust- und Seitentaschen, Kragen mit einknöpfbarer Kragenbinde und Spiegeln mit Doppellihe Die
gegründete Kriegerverein hatte ihn zum Ehrenmitglied ernannt.
ck. Heuchelheim, 20. 3unt. Ein Fest besonderer Art wurde am Sonntag in unserer Gemeinde gefeiert. 3n treuer Anhänglichkeit an ihren früheren Pfarrer, den seit einiger Zeit nach Heuchelheim versetzten Pfarrer Weisel, stattete der Posaunenchor und der Frauenverein Wallertheim (Rheinhessen) diesem und dem hiesigen Kirchenchor einen Besuch ab. Die ganze Gemeinde nahm an diesem Ereignis Anteil und gestaltete den Besuch der rheinischen Gäste zu einem frohen Festtage. Sämtliche Straßen des Dorfes waren mit Fahnen reich geschmückt. Am Vor- mittag fand im großen Saale der Turnhalle ein besonderer Gottesdienst statt. Mittags gab der Posaunenchor Wallertheim vor dem Rathaus ein Platzkonzert. Anschließend sand ein Ausslug nach dem Gleiberg statt, an dem sich
über 500 Wallertheimer und viele Einwohner unseres Dorfes beteiligten. Eine am Abend in der Turnhalle veranstaltete Gemeindefeier, die von über tausend Personen besucht war, bildete den Höhepunkt und einen würdigen Abschluß. Pfarrer Weisel begrüßte die Teilnehmer des Abends, dankte den rheinischen Gästen mit bewegten Worten für den Besuch und öeji Heuchelheimern für die freundliche Aufnahme und Bewirtung seiner früheren Landsleute. Die Schülerin Gretchen Schmidt trug ein selbstverfatztes Degrühungs- aedicht vor. Vorträge des Kirchenchors Heuchelheim, der Gesangvereine „Germania", „Liederkranz" und „Teutonia", Gesangvorträge der Gebrüder Mandler, Reigen des Turnvereins, ein flott gespielter Schwank und die Borträge des oberhessischen Heimatdichters Heß (Leihgestern) brachten eine festliche Stimmung.'
Wirtschaft.
Frankfurt schwach.
Frankfurt a. M., 21. 3uni. (WTB.-Draht- meldung.) Die rückläufige Kursgestaltung, dis gestern abend begann und sich im heutigen Vormittagsverkehr fortsetzte, kam auch an der Mittagsbörse stark zum Ausdruck. Die einsehende Stagnation der Londoner Konferenz wurde u. a. recht ungünstig beurteilt, ferner wurden auch heute Realisationen zum Halbjahresultimo nor» genommen. Es lag somit fast nur Angebot vor. das die Kurse am Aktienmarkt durchschnittlich um 1,50 Prozent drückte. Spezialwerte gaben stark nach, so 3G. 2 Prozent, Contigummi 2,90, Siemens und Klöckner je 2,50 und Harpenec 2 Prozent. 3m übrigen gaben am Montanmarkt nach Rheinstahl und Mannesmann je 1 Prozent, Buderus und Phönix je 1,75 Prozent, Gelsenkirchen und Stahlverein blieben knapp behauptet. Don Elektroaktien verloren Licht & Kraft und ©effürel je 1,75 Prozent, Holzmann notierten 1,75 Prozent und Reichsbank 1,50 Prozent schwächer. Derkehrswerte und Linoleum-Aktien waren knapp gehalten. 3m Verlaufe hielt die Abgabeneigung weiter an. wobei man teilweise Verkäufe von Hamburg und Berlin beobachtet haben will. Mannesmann gaben 1 Prozent und Scheideanstalt 1,50 Prozent nach.
Der Rentenmarkt lag gleichfalls schwächer. Reubesitzanleihe verloren zunächst 0,15 Proz., im Verlaufe noch 0,35 Prozent. Altbesitz dagegen 1,13 Prozent. Stahlvereinsbonds lagen 0,5 Prozent schwächer. Türken und Mexikaner waren kaum gehalten. Der Pfandbriesmarkt machte die Abschwächung nicht in vollem Ausmaß mit, es kamen durchschnittliche Abschwächungen von 0,25 Prozent heraus. Tagesgeld war mit 3,5 Prozent unverändert.
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Sonrmev - Ausflug des Bereins am 25. Juni nach Butzbach Samstag, 24. $um: 4 Uhr Besichtigung der Anstalt tür Hess. Landesforichung (Bismarckstr. 16); 7 Uhr Borlrag des Unw.-Prof. Dr. Mauch im „Deutschen Vau^ i. Butzbach: DieKunsldentmaler -der Stadt Butzbach (mt: Lichtbildern) Sonntag, 25. Zürn: 10 Uhr Geschäfts- 'ßun0; Uhr Führung ö. Butzbach (Prvl Dr. Rauch); 12 Uhr Borlrag o.
Dr. Maner „Aufgaben der Hess.Landesgeich ichtsforschung" i.Saale des „Deutschen Hauses" in Butzbach; l80 Uhr Gemeinsames Mittagessen im „Hess. Hof" in Butzbach l trott. Gedett Mt. 1.50); 3 Uhr Spaziergang nach d. ForsthauS oder nach Hochweisel z. Be- stchtigung der rom. Kapelle. Meldung wegen Uebernachtung und Teilnahme am Mittagessen an Prof Horst. Butz- Vach, Bismarckstr. 8 . 4054l>
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steigt dem Onkel Mollig in die Nase, wenn er In die Küche tritt. Und das Wasser läuft ihm im Munde zusammen, sieht er die tüchtige Hausfrau die schönsten Gerichte auf dem neuen Roeder- Gasherd kochen und braten. Das war doch ein guter Griff, als er zu der Firma Häuser am Oswaldsgarten ging und den schönen Herd in die Küche stellen ließ. Seitdem ist ein ganz anderer Zug im Hause, denn die Liebe geht nun einmal durch den Magen. Sollte die Laune noch so rosig sein, ein gutes Mittagsmahl, gekocht auf dem Roeder-Gasherd, macht sie noch rosiger. Das sollten auch Sie sich zu Herzen nehmen und Sie sollten es nicht versäumen, sich solch ein notwendiges Möbelstück anzuschaffen. Kommen Sie ruhig einmal In unsere umfangreiche Ausstellung. Sie finden dort die neuesten Modelle praktischer Gas- und Küchenherde. Sie sind auch nicht all zu teuer. Wir erwarten Sie.
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