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21.2.1933 Frühausgabe
 
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Aus -er Provinzialhaupistadt

Wahlkundgebung der NSDAP

Nun wirdF.P.l antworten!

Eine schwimmende Insel wird dem Verkehr übergeben.

Don Peter JRing.

Briefkasten der Redaktion.

tRechtsgutachten sind ohne Derblndlichkelt der Sthrtflleifung )

Ä. 2-2. 1. Ihre erste Frage vermögen wir nicht eher zu beantworten, als bis Sie uns mit­teilen. für welche Zeitspanne z. 2. 1. April bis 30. Juni 1931 Ihnen von der betreffenden Dezirkssparkasfe der Zinssatz von 7 Prozent angeiordert worden ist- Die Kassen haben hin­sichtlich der geforderten Zinsen leinesweas freie Hand, sondern sind an die Satze des 2aiden- kommissars in Berlin gebunden. Diese Satze können Sie 6:1 feder Sparkasse oder Genossenschaft für den in Frage kommenden Zeitraum erfahren. 2- Sie haften für die einmal übernommene Bürg­schaft insolange, als nicht der Schuldner, für den Sie Bürgschaft geleistet haben, seine Verpflich­tungen gegenüber der Gemeinde erfüllt hat, oder Sie von der Gemeinde als Bürge freigegeben worden sind.

Der zum Flugzeug-Stützpunkt umgebaute DampferWestfalen" beendiyte bei Bremerhaven seine Ber- fudjemif SrBung und dem fiatapuIt-Start -ine- @ro8ftuMeug3. -L

her Ingenieure und Auftraggeber entsprachen. Oben links: Der Kommandant derWestfalen . Kapttan WieUng. Daneben rechts: Die Laufschienen an Bord derschwemmenden Inse mit dem Dornier- Großflugboot. Unten: DerDornier-Wal" im Kielwasser derWestfalen .

Hörden ist man der Ansicht, daß das Schiff als erste Flugzeuginsel sich zweifellos be­währen wird. ,

Der vergrößerte Derk aufbau ist sehr klar und einfach gehalten. Auf dem Vorderschiff befindet sich die ausgedehnte Anlage zum Absch'.eßen der Katapultflugzeuge, unb das Heck des Schiffes ist eigentlich nur ein großer freier Daum zur Aufnahme der Flugzeuge, die über das Schleppsegel h.naufgewunden werden. Em großer Kran in Höhe des Schornsteines schwingt die Flugboote an Deck, wenn sie auf dem Schlepp­segel in Dordhöhe gekommen sind.

Auf hoher See wurde der erste Versuch go macht. Sin Dornier-Wal-Flugboot wurde in die Katapultvorrichtung eingehängt, dann m:t einem gewaltigen Schwung in die Luft geschleudert. Dach einigen Minuten kehrte es zurück, setzte sich leicht aus das Wasser auf und lief langsam dem herabgelassenen Schleppsegel entgegen. Vom Kran wurde das Flugzeug vorsichtig auf Deck gehoben. Der Versuch war geglückt. Es bleibt zu hoffen, daß alles bei der ungleich stärkeren Allantik- dünung ebenso leicht vonstatten gehen wird wie auf der ruhigeren Dordsee. Gewiß dämpft das in jahrelangen Mrrsuchm entwickelt« Landesegel die schlimmste Wellenbewegung ab, aber für die Flugbvotführer und die Mannschaft der Westfalen" wird es sicher noch harte Arbeit ge­ben, wenn im kommenden Frühjahr der schwim­mende Koloß in Betrieb genommen wird.

Die eigens konstruierte Katapultanlage nmßte noch eingehenden Versuchen äußerst sorgfältig hergestellt werden, da mit chrer Hilf« Flugboote bis zu einem Gewicht von 15 Tonnen abge­schossen werden sollen, was etwa daS Fünf­fache der bisherigen Katapultleistungen auf deut­schen Handelsschiffen bedeutet.

Modell ein Jahr lang auf dem Wichigan-See er­probt wurde.

Die Plattform dieses schwimmenden KolosseS soll 25 Meter über dem Weeresspie- gel liegen, damit auch die höchsten Wellen fte nicht erreichen. 32 Hohlstabe mit Schwimmern und Schwimmsüßen, d e im ruhigen, unbewegten Wasser enden, sollen sie tragen. A m trong ver­sichert, daß man durch diese Bauart alle Schwan­kungen weitgehend vermeiden kann denn es wäre doch blamabel sür eine Insel, wenn ein zukünftiger Robinson auf ihr seekrank werden könnte ...

Eine vollkommen andere Vorstellung von einer schwimmenden Insel hat der Franzose D e - frässe, der ein h u f e i s e n s ö r m i g e S H a- fenbecken bauen will, das von einem zum an­deren Schenkel 500 Meter mißt. Im Schuhe dieses Beckens werden die Flugzeuge nach seinen Angaben immer ruhiges Wasser zum Landen und Starten vvrfinden. Beide Spitzen der Insel sollen mit Leuchttürmen versehen werden was wiederum an die Lösung des gleichen Problems bei derWestfalen" erinnert, die sich den vorbei­fahrenden Flugzeugen tagsüber durch Rauch, in der Dacht durch starke Scheinwerfer bemerkbar machen will. Interessant ist schließlich, daß De- frasse sein Hufeisen beweglich gestalten will, da­mit die of'ene Seite immer im Winde liegen kann.

Doch diese beiden Modelle des Amerikaners und des Franzosen sind, wie gesagt, bis heute nichts als Prosekte. Dis zu ihrer Verwirklichung dürfte geraume Zeit vergehen, während bereits als Wahrzeichen der deutschen Technik der DampferWestfalen" auf den Gewässern des Atlantik zwischen Westafrika und Süd­amerika Gegen wird ...

willen nicht zurücktreten. Hitler fordere vom deutschen Volle, daß es ihm für vier 2 a h r e Vertrauen bduntc. um das heutige grauhge Trümmerfeld aufzuräumen und ein neues, besseres Deutschland zu bauen. Der Kampf um die deutsche Dollwerdung solle jetzt mit anderen Mitteln geführt werden. Der Dationalsozialls- mus habe die lleberzeugung. daß er das deutsche Doll durch seine Leistungen gewinne, uni) er Hao« die Hoffnung daß

alle volksteile sich wieder zusammcosänden als eia eluig Volk von Brüdern.

Am Ende dieser Arbeit solle ein freies untt größeres, in der Einigkeit deS Wollens und des Schaffens glücklicheres deutsches Voll stehen- Auf dem Wege zu diesem Ziele wünsche Adolf Httler die Witarbeil aller deutschen Volksgenossen. (Lcng^nhll.ender stürm scher Beifall.)

Dec etwa zweistündigen Rede folgte der ge­meinsame Gesang des ersten Verses des Deutsch­landliedes- Mit begeistert angenommenen Hell- ru en auf den Reichslanzler Adolf Hitler und das deutsche Vaterland schloß der Ver­sammlungsleiter, Studienrat Dr. B l a n ck, dte Kundgebung.

Heilmittel nicht vom Hausierer kaufen!

Mehr und mehr werden namentlich die Haus­frauen in allen Orten, in den Großstädten ebenso tut' aus Dörfern, von Hausierern überlaufen, die wohlweislich die Abwesenheit des Hausherrn ab- passend, alle möglichen Arten von Heilmitteln, HellteeS, Gesundheitssalzen, Tabletten u. dgl. gegen jede Art von Krankheiten oder überhaupt Störungen des körperlichen Wohlbesindens mit außerordentlicher Zungensertigkeit aufzuschwayen versuchen.

In Deutschland ist das Hausieren mit Heilmitteln aller Art zwar gesetzlich verboten, doch wird dieses Verbot von den zungenfertigen Agenten meist sehr geschickt dadurch umgangen, daß sie erklären, nur Bestellungen ent- «nehmen. Sie legen dann auch vorgedruckte eitel schnell ausgefü lt zur Unterschrift vor und. da die Schrift dieser Bestellzettel wohlweis­lich recht klein und wenig deutlich gehalten ist, unterschreiben die schließlich durch den Wortschwall betäubten armen Opfer diese Bestellzettel so gut wie ungelesen, und sind peinlich überrascht, wenn nachher, wie sich erweist, fast wertlose oder langst bekannte, überall billig zu erhaltende Hausmlt- telchen gegen hohe Nachnahmegebühren übersandt werden, und wenn Zahlung nicht erfolgt, auf Grund deS unterschri denen Bestellscheins gericht­liche Zahlunasverurteilungen erfo'gen.

Es muß daher immer wieder mit allem Haaj- bruck darauf hingewiesen werden, daß allen durch Hausierer erfolgenden Anpreisungen das größte Mißtrauen entgegengebracht werden sollte. Die einfachste llebctlcgung lehrt ja, daß solcher Hau­sierer. der daS arme von ihm erkorene Opser zwi­schen Tür und Angel nur kurz sieht, durchaus nicht imstande sein kann, sofort eine körperliche Krankheit festzustellen. Wer sich nicht wohl fühlt, sei es auch nur. bah er über allgemeine Mattig­keit und unbestimmte- Unbehagen zu klagen hat, der möge zum Arzt gehen, der ihm vermöge sei­ner Vorbildung wirklich sachgemäße Behandlung gewährleistet. Selbst wenn man nicht in einer Krankenkasse ist. wird die Aufwendung für den Arzt immer noch um sehr vieles billiger als bas weggeworfene Geld für minderwertige Kur­pfuscherartikel.

Hausierer mit Heiltees, geheimnisvollen $eil- salzen. überhaupt Heil-, Dähr- oder Kräfti- gungSmitteln aller Art, müssen unbedingt abge- wicsen werden,

Kundgebung für den deutschen Osten.

Rektor. Senat und Studentenschaft unserer Lan- deSuniversität veranstalten am kommenden Don­nerstag in der Reuen Aula, pünktlich um 20.30 llhr beginnend, eine Kundgebung für den deut­schen Osten. Der Abend wird von Sr. Magnifi­zenz dem Rektor mit einer Ansprache eingeleitet. Sodann wird der Geschäftsführer der vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier. Karl Franz (Gleiwitz) die Hauptrede halten. Mit einem Schlußwort des Vorsitzenden der Studen­tenschaft wird die Kundgebung ihren Abschluß finden.

Der Gedanke einer schwimmenden Insel im eigentlichen Sinn des Wortes ist auch von an­deren Staaten seit langem aufgcgrtffen worden, ohne daß man über den Versuch hmausgekommen ist. So hat der amerikanische Ingenieur Arm­strong einen Flugweg vorbereitet, der von der Ostküste Amerikas über die Azoren nach der europäischen Westküste führen soll. Gine Ab- zweigung nach den Bermuda-Inseln ist ebenfalls in diesem Plan vorgesehen. Acht schwimmende Inseln sollen den Weg sichern deren erste jetzt als Probeinsel errichtet wird, nachdem em

Auch im Hochschulwesen Jet unter diesem Gesichts­punkt eine gründliche Umformung erforderlich. Dur dadurch daß die deutschen Hochschulen sich wieder in den blutmähigen deutschen Bedingt­heiten erneuern, sei die Möglichkeit eines Deu- auBaueS gegeben. Aufgabe der neuen Männer fei es. auch für die Hochschule die Bildner der Jugend nicht nach dem bisherigen System der Parteibücher auszuwählen, sondern daraus zu achten daß der Hochschullehrer neben über­ragender wissenschaftlicher Leistung auch eine Ge­sinnung hege, durch welche die Erziehung des jungen deutschen Menschen zum Angehörigen des deutschen Volles garantiert werde. Auf dieser Grundlage sei an der Schaffung einer neuen völkischen Staatsgcsinnung als Ergebnis der deut­schen Bildungsarbeit zu wirken.

Nachdem der Nationalsozialismus am 3d Januar die Macht im Staate ergriffen habe, werde Adolf Hiller nicht daraus herausgrhen, bevor feine Mission erfüllt fei.

Der Nationalsozialismus wolle durch seine Ta­ten in der Regierung den Beweis für die Richtigkeit seiner Ideen liefern. Von dieser Aufgabe könne er um des deutschen Volkes 1

Am Sonntagabend veranstaltete die A S D A P. in (Siebe n eine Wahlkundgebung in der Volks- balle. Trotz der Kälte und des ungeheizten Ver­sammlungsraumes war die Veranstaltung sehr stark besucht.

Der preußische Kultusminister Or. Rust sprach zur bevorstehenden Relchstagswahll Er be­tonte einleitend, daß am 30. Januar eine g e - schichtliche Tatsache vollzogen worden sei, die nicht mehr rückgängig gemacht wer­den könne. Auch durch die Wahl könne daran nichts geändert werden, gleichgültig, welches Er­gebnis sie bringe. Der Redner polemisierte so­dann unter Hinweis auf die Vorgänge im Ro- öember 1918 gegen die SPD., die damals dem deutschen Volke Arbeit, Brot und Frieden ver­sprochen, dieses Versprechen aber nicht gehalten habe. Sie habe alles Hell für das deutsche Volk von dem Internationalismus erwartet, jedoch sei die Entwicklung in entgegengesetzter Richtung ge­gangen und alle Hoffnungen und Versprechen, gen der SPD. seien Illusion geblieben. Die 3n- iemationale sei heute im besten Falle ein frommer Selbstbetrug, in Wirklichkeit ein ungeheurer Volls- betrug. AuS den marxistischen Illusionen sei das verhängnisvolle Ergebnis der letzten 14 Jahre entstanden.

heute sehe das deutsche Volk eine zerstörte wirt- schuft, Millionen von arbeitslosen Arbeitern, ungeheure Schulden des Reiches, aber keinerlei Befferung der Internationalen Machtverhältnisie vor sich.

Das verflossene System habe sich trotz dieser gewaltigen Mihersolge nur halten können, weil es das, was die früheren Generationen erarbeitet hätten, vertan habe. Wenn viele deutsche Volks» genosten kommunistisch wählten, so sei diese Stimm­abgabe nur ein Akt der Verzweiflung. Rur Hit­lers und feiner Mitarbeiter Verdienst sei es, daß in Deutschland der Bolschewismus nicht die Herr­schaft erreicht habe.

Der Redner kam sodann kurz auf das Ausschei­den von Heinrich Mann und Käthe K o l l w i tz aus der Preußischen Akademie zu sprechen und nahm dabei scharf Stellung gegen den Rulturbol- schewismus. wie gegen den Marxismus aller Schattierungen überhaupt. Wenn die NSDAP, jetzt mit Entschiedenheit bis zur absoluten Entscheidung gegen den Bolschewismus antrete, fo gehe es un» erbittlid) um die Frage: »Ihr oder mir." Der Bolschewismus erstrebe die Zerstörung jeder abendländischen Kultur, die Der-

volkstümlich gehalten, so daß allen Kreisen un­serer Dürgerswaft die Möglichkeit gegeben ist, sich an dem Spiel deS Kölner Hänneschen zu er­freuen. Der Kaufmännische Verein und ©e- wcrbcverein laden im heutigen Anzeigenteil ihre Mitglieder zu dem Gastspiel des Kolner-Hännes- chen-TheaterS ein und weisen auf die Eintritts- txrgünigungen hin. Man beachte die heutigen An­zeigen.

M i d- Günther Plüschow über Feuerland. Unter dem Titel .IkaruS" konnte man am Sonntagvormitta > Un LichtspleDeus Bahnhofstraße einen Film von Günther Plü­schow feben. Dem Bildstreifen ging ein intercfian- tcs Vorspiel voraus. Hauptmann Köhl unter­hielt sich mit dem Sohne des Tsingtau-Fliegers und erzählte dabei interessante Einzelheiten über den Kampf um Tsingtau, der in einigen Repor­tagebildern skizzenhaft festgehalten war. Mit Günther Plüschow machte man bann eine Reise auf dein Viermaster ,Parma", die um die Süd- | spitze Amerikas, um Feuerland, führte und in Plüschow den Wunsch wachrief, jenes hoch auf­ragende. zerklüftete und zu großen Teilen uner­forschte Land kennenzulernen und selbst zu er­forschen. Dann erlebte man mit ihm im Film­bild die Ausreise des kleinen, kaum 15 Meter langen Segellutters , Feuerland" um in einer der stillen Duchten des Feuerlandes vor Anker zu gehen. Bald kam das Flugzeug, eineSjeinleT- Maschine, nach und die Forschungsflüge began­nen. In vielen schönen, künstlerisch und technisch ausgezeichneten Bildern wurde Feuerland leben­dig Man sah Gletscherteile in das Meer brechen, die Berge aufragen, die hohen Schneefelder glän­zen. sah den winzigen Kutter vor dem Hinter­grund einer großartigen Landschaft. daS Flug­zeug sich aus dem Fjord in die Hohe schrauberr. um dann die pittoresken Bergriesen von oben zu befrachten, bis schwere Debelbänke die Sicht ver­hüllten und die Flieger zu gefahrvoller, aber doch glücklicher Landung zwangen. Doch einige Male erlebte man den Flug über die Berge, bis schließ­lich das Schicksal dem Leben der Flieger durch Absturz ein Ende fetzte. Der Film war ein schönes, ein gleichzeitig heiteres und tiefernstes Erlebnis.

** 1 933 ein Maikäferjahr. Dach über, einstimmenden Meldungen über versch'edene An­zeichen auf Feldern und Aeckern stehen wir vor einem Maikäfer fahr. Vielerorts wimmelt der Bo­den von Engerlingen, so daß aus das Eintref­fen einer ungewöhnlichen Mackäferplage gel^Iof- sen wird. Der Hauptansturm der Maikäfer durfte aber erst 1934 erfolgen, während man für 1933 nur mit dem Eintreffen des Vorfchwarms rechnet. Jahre mit starkem Auftreten von Maikäfern sol­len übrigens nicht zu den schlechtesten zählen, denn eine alte Bauernregel sagt:Maikäferjahr ein gutes Jahr!"

nichtung der arischen Rasse schlechthin. Zu diesem Zwecke zerstöre er, wie man in Rußland sehe, zu­nächst das Familienleben, weil er damit von Grund auf auch den Staat und das Volk zerstöre. Aus die» sen Bestrebungen fei auch die Gottlosenbewegung entstanden.

Der Sion der hlllerschen Sendung sei die Schaffung eines neuen deuIschen Volkes.

Er (Redner) habe auf Grund genauer Kenntnis Hillers den unerfchütterlichen Glauben, daß Deutsch­lands Schicksal bei ihm in wunderbarer Hut ge­borgen sei. Hiller wende sich mit der beoorstehen» den Reichstagswahl an den deutschen Men- | schen in feiner Gesamtheit. Er wolle, daß unser Volk sich der blutsmäßigen Gemeinschaft wieder bewußt werde und sich dabei immer vor Augen halte, daß es kein deutsches Elnzelfchicksal. sondern nur ein Gesamtschicksal der deut­schen Nation gebe. Der Redner betonte in diesem Zusammenhänge, daß

die DattonalsoziaNsten in der Reichsregierung enb in Preußen mit ollen wahrhaft deutschen Menschen, auch wenn sie nicht in der NSDAP, vereinigt seien, loyal und im vollen vertrauen auf ehrliche kameradschaftliche Zusammenarbeit jutn Wohle des Volkes arbeiten werden.

Nur wenn sich unser Volk in voller Erkenntnis der nationalen deutschen Schicksalsverbundenheit zu- (ammenfinbe, werde es die Kraft aufbringen, die zur Wendung des deutschen Schicksals zum Bes­seren notwendig sei. Er richtete bei der Betrach­tung dieser großen deutschen Zukunftsaufgabe eine nachdrückliche Absage an alle undeutschen Strö­mungen und Einflüsse, die insbesondere auch im Kulturleben und auf weiten Gebieten des deutschen Bildungswesens in vielfältiger Form sichtbar seien. Die deutsche Volksbildung sei zu einem Warenhaus gemacht worden. Demgegenüber verlange die NSDAP, eine Kultur- und Bildungs­arbeit. nach der die Seele des deutschen Menschen hungere und die sie unbedingt brauche. Er als Leiter der Kulturpolitik in Preußen sehe seine Aufgabe in voller Uebereinftimmung mit dem Streben der DSDAP. darin, alle Kräfte zu unterstützen, durch die dec deutsche Dichter und der deutsche Künstler als Gestalter des deutschen Gig nwcsms wieder in E sch inung treten könnten.

3n der Bilbungsarbeit dürften nur solche Lehrer die deutsche Jugend erziehen, die gewillt seien, die deutsche Seele zu nähren, aber nicht sie zn zerstören.

Der im Auftrage der Deutschen Lufthansa zu einer schwimmenden Insel umgebaute Lloyd- DampserW e st f a l e n . der als Stützpunkt für den geplanten Flugbootdienst EuropaSüd­amerika gedacht ist. hat vor wenigen Tagen zur allgemeinen Zufriedenheit seine erste _ offizielle Versuchsfahrt unternommen. Natürlich ent- fpr.cht der nur 5300 Tonnen große Dampfer in keiner Weise den Ausmaßen derF. P. 1" aus dem bekannten Film und es wird auch kaum so lein, daß Wugzeuge unmittelbar auf ihm lan­den werden. Aber auch bei den maßgebenden De-

Bornotizen.

Gastspiel des O r i g i n a l-K öl n e r- Hänneschen-Theaters. Der Goethe-Bund hat, wie man uns mitteilt, auf allseitigen Wunsch zum zweiten Male das berühmte Original-Kölner- Hänneschen-Theater unter Leitung von Dr. Riess en»Köln für Sonntag, 26. Februar, zu einem Gastspiel eingeladen. Bei feinem ersten Gastspiel im vorigen Winter in unserer Stadt hatte das Theater großen Beifall bei jung und alt gefunden. Es finden Atoel Nachmittagsvor­stellungen für jung und alt statt, In denen das orientalische Märchenspiel ,Hänneschen und die Wunderlampe" zur Ausführung kommt. Abends wird .Genoveva, e Trauerspill zom Dutlache", in 5 Akten gegeben. Die Eintrittspreise sind äußerst