Ausgabe 
19.6.1933 Frühausgabe
 
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SJ.-ipor/

Llm den Adolf-Hitler-Pokul.

Dohltäkigkeils-Außball für dieOpfer der Arbeit".

Die gelegentlich feiner Kölner Rede vom Reichs­sportkommissar angekündigtenAdols-Hitler-Pokal- spiele" im Fußball, deren Ertrag der Spende für die Opfer der Arbeit zufließen soll, werden bereits am 2. Juli gestartet. Aus den sieben Landesverbän­den wurden 16 Repräsentativmannschaften aufge­stellt, von denen Süd- und Westdeutschland je vier, Mittel-, Norddeutschland und Berlin je zwei, Bal­tenverband und Südostdeutschland je eine stellen. Diese 16 Mannschaften dürften wohl die 16 Gaue des künftigen Deutschen Fußball-Verbandes dar- stellen. Gespielt wird nach dem Pokalsystem. Die Vorrunde steigt schon am 2. Juli, die zweite Runde am 9. Juli, die Vorschlußrunde am 16. Juli und das Endspiel am 23. Juli in Berlin.

Der Spielplan für die Vorrunde hat folgern des Aussehen: Baden-Mittelrhein (in Mannheim), Nordhessen-Württemberg (Kassel), Hannover-Bayern (Hannover), Niederrhein-Rheinhessen/Saar (Essen), Freistaat Sachsen-Westfalen (Leipzig), Schlesien- Provinz Sachsen/Thüringen (Breslau), Pommern- Holstein (Stettin), Ostpreußen-Brandenburg (Königs­berg).

Fußball am Wochenende.

Die Fußball-Stadtmannschaft von Nürnberg- Fürth schlug am Samstag in Chemnitz eine dor­tige Stadtmannschaft mit 4:0 (4:0).

Weitere Ergebnisse vom Samstag: Mainz 05 Eintracht Frankfurt 1:3 (0:0), Rot-Weih

Frankfurt Wormatia Worms 3:5 (1:2), Wil- mersdorfer SC. FSV. Frankfurt 2:2 (1:1), Eintracht-Reserven FC. Langen 5:0, VfB. Friedberg Sportfreunde Frankfurt 3:0, Opel Rüsselsheim Offenbacher Kickers 2:3.

Bayern-München konnte in München vor 9000 Zuschauern den ungarischen Altmeister FTC. Bu­dapest mit 3:2 (2:1) schlagen.

Ferner spielten: Stuttgarter Kickers SB. Feuerbach 5:3 (3:2); Kickers Offenbach DfL. Reckarau 4:4 (2:4).

Große Grünauer Ruder-Regatta.

Die traditionelleGroße Grünauer" brachte schon am Samstag packende Kämpfe. Famos ver­lief das Rennen im Ersten Vierer, in dem sich Amicitia Mannheim und Sturmvogel Spindlers- feld ein hinreißendes Duell lieferten, aus dem die Mannheimer als knappe Sieger hervorgingen. 3m Hellas-Olympiazweier ohne Steuermann gab es eine Lleberraschung. Die deutschen Meister Graf- funder/älrbschat Vom RC. am Wannsee wurden überlegen von Wiking Berlin (Draun-Möllert) geschlagen. Den Großen Einer ließ sich natürlich der deutsche Meister Dohme (Gubeirer RC.) nicht entgehen. 3m Büxenstein-Achter siegte der Berliner RC., der in 6:24,4 die Berliner RG. und den deutschen Meister Lübecker RG. 95 hinter sich ließ.

Der H a u p t t a g brachte u. a. die Entschei­dung im Rennen des Kaiser-Vierers. Arn Start Aum Kaiservierer fanden sich der Berliner RC., die Mannheimer Ämicitia, der RC. am Wann­see und CC. Liberias di Capodestria ein. Ob­wohl aus dem Olympiavierer des Clubs nur noch Spremberg im Doot sah, lieferte die deutsche Mannschaft dennoch ein hervorragendes Rennen. Es kam zu einem spannenden Zweikampf mit den Italienern.

3m Endspurt blieben die deutschen Ruderer mit dem knappen Vorsprung von einer Sekunde Sieger.

*

Verschiedene Überraschungen zeitigten die Vor­rennen zur Großen Grünauer Regatta am Freitag- nachmiltag. So versteuerte sich der Deutschamerikaner Wirth im Großen Einer und gab schon nach 800 Meter auf und ebenso streckte G. v. O p e > nach 1500 Meter vorzeitig die Waffen, als er schon drei Längen zurücklag. Dohne- Guben hatte wenig Mühe, v. D ü st e r l h o zu schlagen und im zwei­ten Lauf siegte der Dresdner Schäfer vor Ros­mann (Frankfurt a. d. O.). In großer Form war der Achter des Berliner RC., der mit allredings etwas Rückenwind die in Grünau noch nicht er­zielte Zeit von 6:16,4 herausruderte. Die Über­raschung war hier das mäßige Abschneiden des Europameisters RC. Gusar Split (Jugoslawien), der erst hinter Wiking-Leipzig einkam. In den Vor­rennen zum Kaiser-Vierer siegte der italienische Olympiazweite Circolo Cannottiert Liberias Capo- distria in 7:03 mit einer halben Länge gegen den Berliner Ruder-Club, in dessen Mannschaft aller­dings nicht unsere Olympiakämpfer vollzählig mit­wirkten. Den anderen Lauf holte sich Amicitia Mannheim.

Oie AOAC.-Oreitage Fahri im Harz beendet.

Die ADAC.-Dreitagefahrt im Harz hat sich auch in diesem 3ahre wieder als eine der schwer­sten deutschen Zuverlässigkeitsprüfungen im Mo­torsport erwiesen. Von den 215 gestarteten Fahr­zeugen baten 71 alle drei Etappen, die über durchschnittlich 300 Kilometer zum Teil wildestes Raturgelände führten, strafpunktfrei bewältigt und ihre Fahrer sich mit goldenen Medaillen aus­gezeichnet.

'Bei den Mannschaften konnten sich je ein Wa­gen- und Motorradteam von DKW. sowie die Rädermannschasten von RSLl. und Triumph, in denen sämtlich bekannte Rennfahrer mitwirkten, strafpunktfrei als Fabrilfahrer behaupten, fer­ner auch die Wagen-Teams von Opel und Mer­cedes-Benz. Von den 41 Clubmannschaften ging keine Rädermannschast ohne Strafpunkte hervor, bei den Wagen dagegen die Mannschaften des SS.-Motorsturms München, der Gruppenstaffel Südwest der SA. Stuttgart-Zufsenhausen und des NSKK., Landesführung Niedersachsen-Hannover.

Die Dreitagefahrt war zum erstenmal mit den Heeres - Kraftfahr - Meisterschaften verbunden. Den Ttiel eines Motorradmeisters er­rang Wagner, Potsdam (Viktoria), bei den Seitenwagcnmaschinen Frey, Fürth, auf der gleichen Marke, bei den Wagen holte sich Oblt. Wolff, Berlin (Adler), den Titel, und bei den Lastkraftwagen Kregel, Hannover, auf Büs- sing-RAG.

Die ADAC. - 1000 - Kilometer - Fahrt für Kleinkraftfahrzeuge wurde auf die Tage vom 14 bis 16. August verlegt.

Von denKampfbahnen derLeichtathleten

Beim Internationalen Sportfest des SC. Charlottenburg gab es in den Wurf- und Stoß-Konkurrenzen wahre Glanzleistungen. Sie­vert-Eimsbüttel gewann das Kugelstoßen mit 15,89 Meter und das Diskuswerfen mit 46,73 Meter, während Stöck-Charlottenbura im Speerwerfen mit 65,85 Meter siegte. Im 200-Meter-Lauf wurde Jo- nath-Bochum von dem Holländer Berger in 22 Sek. knapp geschlagen.

Bei den Athletik-Meisterschaften der Gruppe Main gab es trotz Regen einige recht gute Leistungen. So erzielten Dr. Ebner-Eintracht im Speerwerfen 59,60 Meter, Berg-IG. im Kugel­stoßen 14,98 Meter, Frau Lutz-Lorenz-Eintracht im 100-Meter-Laufen 12,8 Sekunden und die Darnen- Staffel der Eintracht über 4 mal 100 Meter 51,2 Sekunden.

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Neue Weltrekorde gab es bei den amerika­nischen Hochschul - Meisterschaften in der Leichtathletik, und zwar durch Metcalfe über 200 Vards mit 20,4 Sekunden, durch Jack Torrance im Kugelstoßen mit 16,10 Meter und durch Gus Meyer über 120 Nords Hürden mit 14,2 Sekunden.

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Der Deutsche 400-Meter-Meister Adolf M e tz n e r wird entgegen anderslautenden Meldungen auch in dieser Saison für die Frankfurter Eintracht starten.

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Bei einem Blindensportfest in Berlin wurden so gute Ergebnisse wie 100 Meter in 13,4 Sekunden und 1755 Meter Hochsprung erzielt.

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I n 41,5 Sekunden gewann T. u. S. Bochum beim Klubkampf gegen die Krefelder Preußen die 4 X 100-Meter-Staffel. Den Klub kämpf holte sich dank der besseren Leistungen bei den Langstrecklern und Werfern Preußen Krefeld mit 65,5 zu 54,5 Punkten.

Einigung im Wintersport.

Deutschlands Wintersportler haben sich am Sams­tag zu einem großen, von einer Stelle aus geführten Verbände zusammengeschlossen. Deutscher Ski-Ver­band, Deutscher Eislauf-Verband und Deutscher Bob­verband haben sich im Einverständnis mit dem Reichssport-Kommissar von Tschammer-Osten im Deutschen Wintersport-Verband ge­einigt. Führer des Verbandes ist E. H a ch m a n n , der den Verband auch im Reichsführer-Ring vertritt.

Oavispokalkampf Australien-Japan 2:0.

bas zweite Vorschlußrundenspiel des Davis­pokal-Wettbewerbes in der Europazone, die Begeg­nung zwischen Australien und Japan nahm am Samstag in Paris seinen Anfang. Australien kam am ersten Tage zu einer 2:0 Führung. Jack Craw-

ford schlug den Japaner Nunoi 6:2, 4:6, 6:3, 7:5, und Jiroh Sato wurde von dem jungen Australier Vivian Mac Grath mit 9:7, 1:6, 4:6, 8:6, 7:5 ge­schlagen.

Im Davispokalspiel EnglandTschechoslowakei, das am Samstag in Eastbourne begann, kamen die Briten am ersten Tage erwartungsgemäß zu einer 2:0 Führung.

Kurze Sportnotizen.

Süddeutscher Handballmeister wurde die Spvg. Fürth, die in Mannheim vor 4000 Zu­schauern den Deutschen Meister SV. Waldhof mit 6:4 (5:4) schlagen konnte.

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Einen neuen Weltrekord stellten die Dornen von WAF. Wien in der Olympischen Staf­fel (100, 100, 200, 800 Meter) mit 3:25 Minuten auf.

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Sei den Radrennen in Köln gewann Paul Krewer das Stundenrennen der Dauerfahrer in neuer Bahnrekordleistung vor Rausch, Möller, dem Franzosen Wambst und Dederichs.

Schweizer Ruderoerelne haben ihre Meldungen für die internationale Mannheimer Ruder-Regatta am 1. und 2. Juli abgegeben.

*

Sei der englischen Tourist Trophy kam am Freitag vor 50 000 Zuschauern das Senior- Rennen zum Austrag. Die vier ersten Preisträger waren Norton-Fahrer. Sieger blieb Stanley Woods mit einem Stundenmittel von 130,4 Kilo­meter für die 425 Kilometer lange Strecke.

Manfred von Srauchitsch fuhr auf Mer- ccdes-Senz im Kesselbergrennen bei den Sport­wagen die beste Zeit und einen neuen Klassenrekord.

I m Wasserball-Länderkampf Deutsch, land Holland in Rotterdam gab es mit 5:2 (1:1) einen schönen deutschen Sieg.

*

Deutscher Federgewichtsmeister blieb Schiller (Hannover), der in Serlin den Heraus­forderer Stegemann (Serlin) nach Punkten schlug.

Wirtschaft.

Steigende Ausfuhr.

Wenn unsere Wirtschaft auch zum größten Teil von der Befriedigung des inländischen Bedarfs lebt, so sind wir trotzdem auf jede Mark ange­wiesen, die uns die Ausfuhr von Rohstoffen uicd Fertigwaren bringt. Ein Absinken des Exportes wirkt sich jedesmal ungünstig auf den Gold- und Devisenbestand aus, gleichzeitig verringert sich aber die Finanzkraft nicht unbedeutender Wirt­schaftszweige, die wieder starke Arbeitermassen be­schäftigen.

Da wir jetzt am Anfang eines Feldzuges zur Bekämpfung der Erwerbslosigkeit stehen, darf man die Ziffern der Außenhandelsstatistik für den M a i mit besonderer Genugtuung registrieren. Sie ergeben einen Lieberschuh von 89 Millionen Mk. zu unseren Gunsten. Gegenüber dem Vormonat ist die Ausfuhr von 381,8 auf 421,8 Mill. Mark angestiegen, gleichzeitig hat sich auch die Einfuhr leicht nach oben entwickelt. Nach den Erfahrun­gen, die die Cxportindustrie in der letzten Zeit gesammelt hat, muhte man etwas pessimistisch in die Zukunft schauen. Es ist immer wieder die Be­obachtung gemacht worden, dah Abnehmer deutscher Erzeugnisse unter dem Einfluh der deutschfeindlichen Hetz- und Hah- propaganda dazu übergehen, ihren Bedarf in anderen Ländern einzudecken. Hinzu kommen natürlich die Bestrebungen jeder Ration, sich von der ausländischen Einfuhr freizumachen und die heimische Industrie zu fördern. Dah aber trotzdem die Cxportindustrie an Boden aufholen konnte, ist ein Beweis für die ihr innewohnende Kraft, muh sie doch fast immer zu Kampfpreisen verkaufen und den Abnehmern weitgehende Zahlungsvergünsti­gungen einräumen. Die Güte der deutschen Wa­ren hat aber nicht zuletzt dazu beigetragen, dah wir einen erhöhten Absatz verbuchen können. Es stellt sich eben immer wieder heraus, dah bestimmte Spezialartikel ton ausländischen Industrien trotz aller Anstrengungen in gleicher Qualität nicht her- gestellt werden können, so dah man doch immer wieder auf die deutschen Fabrikate zurückgreift.

Die Aufwärtsentwicklung der Ausfuhr im Mo­nat Mai berechtigt zu der Hoffnung, daß die Ex­portsteigerung anhalten wird, zumal die Unter- suchung des Maiergebnisses zu der Feststellung führt, daß die Ausfuhrzunahme ihre Ursache in dem langsam weichenden Druck der Weltwirtschaftskrise hat. Gelingt es, den Export noch erheblich hinaufzuschrauben, dann wird die Ausfuhrwarenindustrie in die Lage ver­setzt, Neueinstellungen in erheblichem Umfange vorzunehmen. Sie kann also die auf den Binnen­markt angewiesenen Wirtschaftszweige in dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aufs beste un­terstützen. Ob aber unsere Hoffnungen wegen der weiteren Entwicklung des Ausfuhrhandels be­rechtigt sind, wird sich erst Herausstellen, wenn das 3uni-®rgebni8 vorliegt, weil gerade in der ersten 3unihälfte in verschiedenen Ländern erheb­liche Anstrengungen gemacht worden sind, die deutschen Waren vom Markt fernzuhalten. Wir brauchen nur an das Vorgehen der lettischen Re­gierung zu erinnern. Aber schließlich hängt alles weitere einzig und allein vom Ausgang der Lon­doner Weltwirtschaftskonferenz ab, deren Teilneh­mer sich hoffentlich endlich darüber klar sind, dah sie nicht nach London geschickt wurden, um Son­dervorteile herauszuholen, sondern Vereinbarun­gen zu treffen, die einer allgemeinen Belebung der Weltwirtschaft zugute kommen.

*

* Die Indexziffer des Grohhandels. Die vom Statistischen Reichsamt für den 14. 3uni

berechnete 3ndexzifser der Grohhandelspreise stellt sich auf 92,9; sie ist gegenüber der Vor­woche (93,0) wenig verändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 85,1 (minus 0,6 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,2 (plus 0,1 Prozent) und indu­strielle Fertigwaren 112,0 (unverändert).

Rheinische Stahlwerke, Essen. Die Rheinischen Stahlwerke werden aus dem Erlös des letzten Geschäftsjahres (abgelaufen mit dem 31. März 1933) 3 Prozent Dividende zahlen. Erzielt wurde eine Roheinnahme von 39,51 Mill. Mork. Rach 6,24 Mill. Mk. Abschreibungen auf Anlagen und 0,12 Mill. Mk. anderen Abschreibungen ver­bleibt ein Reingewinn von 5,43 Mill. Mk., wo­von nach der Dividendenausschüttung 1,11 Mil­lionen Mark zum Vortrag auf neue Rechnung bestimmt sind. 3m vorigen 3ahr wurden neben 6,36 Mill. Mk. Anlageabschreibungen 2,32 Mill. Mark Sonderabschreibungen auf eigene Aktien und 33,09 Mill. Mk. auf Beteiligungen und Wert­papiere vorgenommen, die Crfolgsrechnung war nach Heranziehung von 1,29 Mill. Mk. Gewinn­vortrag und 30,11 Mill. Entnahme aus den Re­serven ausgeglichen.

Oer Abschluß frer Dresdner Bank.

3n der Sitzung des Aufsichtsrates der Dresdner Bank am Samstag wurde die Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für 1932 vorgelegt. Der Geschäftsabschluß erbrachte einen Detriebs- getoinn von 9 476 610 Mark (im Vorjahre 13 819 585 Mark). Der Betriebsgewinn wird in doller Höhe zur Vornahme von Abschreibungen und Rückstellungen verwendet. Ferner wird der Buchgewinn von 85 Mill. Mk., der sich aus der vorgeschlagenen Zusammenlegung des Aktien­kapitals von 220 Mill. Mk. auf 155 Mill. Mark und der Verminderung der Reserve von 30 Mil­lionen auf 15 Mill. Mk. ergibt, zur Vornahme weiterer Abschreibungen und Rückstellungen ver­wendet. Es dürften nunmehr die aus der Wirt­schaftskrise verbliebenen Schäden in vollem Um­fange ihren Ausgleich gefunden haben. 3m neuen Geschäftsjahre hat sich nach den vorliegen­den Ergebnissen des ersten Quartals das lau­sende Geschäft günstig entwickelt.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 17. 3uni. Zufuhren in deutscher Butter fehlten in dieser Woche fast voll­kommen, da infolge neuer Stühungskäufe die Mol­kereien nur sehr vorsichtig abgaben. Die Markt­lage ist sowohl für deutsche, als auch für hollän­dische Butter stetig, obgleich in letzterer genügend Angebot vorhanden ist. Der Absatz war nur ge­ring. Für holländische Butter bezahlte man un­verändert 126 bis 130, und für deutsche Butter etwa 122 bis 125 Mk. per 50 Kilogramm. 3m Höchstpreis ist der Aufschlag für geformte Ware enthalten.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 17. 3uni. Die Stimmung an den in- und ausländischen Ciermärkten ist durch den Produktionsrückgang etwas zuversichtlicher ge­worden, zumal auch das Publikum zur Zeit mit Einkäufen nicht mehr so stark zurückhält. Die Preise blieben weiterhin unverändert, vereinzelt waren die Forderungen um 0,25 Pf. per Stück er­höht. Es notierten: Bayern 7,50 bis 8, Norddeut­sche 7,50 bis 8, deutsche Frischeier Sonderklasse 8,75 bis 9, Kl. A 8,25, Kl. B 7,75, Kl. C 7,25. Hol­länder Sonderklasse 8,75, Kl. A 8,25, Kl. B 7,75. Kleine in- und ausländische Eier 6,75, Enteneier 7,50 per Stück franko Frankfurt a. M.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinler den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Retchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

e

Frankmr. DI.

Berlin

Franksuri a.M.

Berlin

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Berlin

Schluß­kurs

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Odium

166. | 17.6.

16.6.

>7.6

Datum

16-6.

17.6-

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Datum

16.6.

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17.6.

6% Seundie iHetdi&anieibe v. ittz> 6% ehcm.7°/o Dl.ReichSanI.v. 1929 57, % Doung-Anteihe von 1980 . Leu ticke Ani.-Ablös.»Schuld ml

AuSlos.-Reckien ...........

Desgl. ohne AnSlos.-Rechle.....

6% ebem. 8% Hess. Bolkestaat 192! lrückzahlb. 102%)..........

Oberhellen Provinz-Anleihe ml

AuSloi.-Meckten ...........

6% Hess. Landesbank Darmstadt

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67,% Hell. Landes Hnpotheken» bank Darmstadt 8(qul ...

Deutsche Komm. Sammelab I.An leide Seriel ml« Auslos.-Recklen 6% ehern. 8% ffrankf. Hyv.-BaM

Goldpfe. 15 unkündbar bis 193' 6% ehern. 7% Franks. Hvv.-Ban

Goldpfe. 16 unkündbar bis 193f 67,% ebem. 47,% Franks. Hyp.

Bank-Llau.-Psandbriefe .....

b7i% ehern. 47,% Rheinische

Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpfc. ... «% ehem. 8% Pr. Landespsand briefanftali, Pfandbriefe R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landcspfand brielonstall. Pfandbriefe 8i. 1'

Verrechnungskurs

<% Oesterreickllcke Goldrenie 4,20% Oesterretchlsche Silberrent. 4% Ungarische Goldrenie ......

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6,25

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6% Rnmän. vereinh. Rente v. 1903 454%Ruman.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

3/t% Anatolier..............

Hamburg-Amerika-Pakei .....c

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff...........0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. v

Berliner HandelSgesellschast.... 4

Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSronto-

Gelellschaft................0

Dresdner Bank..............0

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A.S.G............

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166

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67 157.5 121,25 57.9 65,75

-lltansselder Bergbau.........O

KokSwerke.................0

Phönir Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ......10

Rheinstahl ................0

Bereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......V

I G. Farben-Jndustrte.......?

Schctdeanstalt...............10

Goldschmidt ................0

RütgerSwerke ...............0

Metallgesellschaft.............<

Philipp HvUmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......4

Eernenrwerk Karlstadt.........0

Schultheis Payenhofer........0

Aku <Allgemeine Kunstseide) ... 0 Bemberg...................y

Zellstofl Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas............... 7

Daimler Motoren.............

Deutsche Linoleum ..........0

Ctenfleln & Koppel ..........0

Leonhard Dietz.............. g

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25

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Bekir. LieferungSgesellschaft... t Licht und Kraft .............f

Felten & Guilleaume ........r

Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen..................

Rheinische Elektrizität ........6

Schlickert & Co..............0

Siemens & Halöke...........9

Lahmeyer & Co................

Buderus ...................

Deutsche Erdöl ..............

Gelsenkirchener........... 0

Harpencr...................0

Hoelck EisenKöln-Neuesten.. 0 Ilse Bergbau ...............7

Ilse Bergbau Genüsse........7

Klöcknerwerke.............0

ManneSmann-Röhre»........0

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

6% obgcst. Goldmerlkaner von 99 4% DüMche Sollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleth

Serie l....................

Gritzner.................. 0

Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4

Süddeutscher Zucker ......... g

16 3uni

17.3unl

Amtliche Notierung

Amtliche Dotierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Helstngfon.

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6,351

6,339

6,351

Wien......

46,95

47,05

46,95

47,05

Prag......

12,59

12,61

12,54

12,56

Budapest ...

-

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

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170,13

170,47

170,13

170,47

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72,48

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Kopenhagen.

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Stockholm...

73,68

73,82

73,68

73,82

London.....

14,34

14,38

14,325

14,365

Buenos Atrer

0,913

0,917

0,918

0,922

Neupork ....

3,551

3,559

3,521

3,529

Brüssel....

59,04

59,16

59,04

59,16

Italien.....

22,08

22,12

22,10

22,14

Parts.....

16,62

16,66

16,62

16,66

Schmelz ...

81,57

81,73

81,57

81,73

Spanten....

36,06

36,14

36,06

36,14

Danzig....

82,57

82,73

82,57

82,73

Japan.....

0,894

0,896

0,889

0,891

Rio de Jan.

0,229

0,231

0,229

0,231

Jugoslawien

5,195

5,205

5,195

5,205

Lissabon...

13,05

13,07

13,04

13,06

Berlin, 17.3unl

Geld

bFI?

Amerikanische Roten..............

3,485

3,505

Belgische Noten..................

58,88

59,12

Dänische Noten .................

63.42

63,68

Englische Noten .................

14,285

14,345

ffränzöslsche Noten...............

16,58

16,64

Holländische Noten...............

169,76

170,44

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,98

72,21

22,06

72,49

Deutsch Oesterreich, » 100 Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

73,50

73,80

Schweizer Noten.................

81,39

81,71

Spanische Noten................

35,93

36,07

Ungarische «ule» ................