Ausgabe 
18.11.1933 Zweites Blatt
 
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Vertrauen erwarten

Haben Sie schon einmal versucht, fremden Kindern Bonbons zu schenken? Sie nehmen fie gar nicht an! Und der GrunÖ dafür ist nicht etwa bloße Ziererei. Es ist der gesunde Instinkt der Kleinen, der fie warnt, von Ei ernden ohne nähere Bekanntschatt nicht einmal etwas geschenkt zu nehmen.

Die Kinder werden größer, aber ihr Mißtrauen gegen das Unbekannte ift nicht geringer geworden. Zwar kommt niemand mehr gelaufen, der ihnen etwas schenken will, doch desto mehr möchten ihnen etwas verkaufen. Und es gibt nur einen Weg, mit Erfolg etwas zu verkaufen, und der heißt: Vertrauen erwecken.

Zunächst einmal muß man durch Anzeigen in der Tagespreffe beweisen, daß man selbst Vertrauen zu feiner Ware hat. Es ift ja das gute Recht des Käufers, jedes Rifiko abzulehnen, fich erft dann einen Artikel an» zuschaffen, wenn er ihn auf die bequemste Art genau hennengelernt hat, wenn er ihn in Anzeigen leiner Zeitung Punkt für Punkt mit andern verglichen und als den günstigsten anerkannt hat.

Zeitungs-Anzeigen helfen kaufen und verkaufen

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