Ausgabe 
18.11.1933 Viertes Blatt
 
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Oberhessen.

Zucht- und Auhviehmarlt in Laubach.

Gestern vormittag fand auf derHelle" der erste Zucht- und Nutzviehmarkt ohne jüdische Händler statt. Trotz des kalten Wetters gelangten 25 Stück Rindvieh zum Auftrieh. Wider alles Er­warten waren auch aus der näheren und weiteren Umgebung in großer Anzahl Kauflustige und son­stige Interessenten erschienen. Eine unter Leitung des Kreisbauernführers Straub- Rainrod stehende Kommission nahm die Schätzung des zum Verkauf stehenden Rindviehes vor. Bei flottem Han­del wurde fast der gesamte Bestand abqesetzt. Hier­mit hat sich erwiesen, daß auch bei Ausschaltung des Zwischenhandels ein guter Absatz ermöglicht werden kann. Die Finanzierung wurde, da die Ge- nyssenschaftsbanken von Reichswcgen hiermit beauf­tragt sind, zum größten Teile von der Laubacher Bank vorgenommen. Es ist angeregt worden, im kommenden Jahr mehrere Viehmärkte in Laubach abzuhalten.

Landkreis Giciren.

Großen-Linden, 17. Roo. Heute gegen 13.30 Uhr ereignete sich hier ein Berkehrsun- fall. Die Ehesrau des Wilhelm Weiß von hier wurde von einem Motorradfahrer an- gefahren, zu Boden geschleudert und erlitt da­bei eine leichte Gehirnerschütterung. Der Unfall kam dadurch zustande, daß sich der Motorradfahrer und ein Lastkraftwagen mit An­hänger in einem sehr schmalen Straßenstück be­gegneten, während die bedauernswerte Frau dicht an einer Hauswand ging, bei einem plötzlichen seitlichen Schritt aber von dem Motorradfahrer erfaßt wurde.

# Lollar, 17. Nov. Am Mittwoch hielt der Radfahrerverein Lollar zum Zwecke der Gleichschaltung im Bercinslokal Scherb eine außer­ordentliche Generalversammlung ab. Der bisherige 1. Dorsitzende Th. Beckel eröffnete die Versamm­lung und begrüßte insbesondere Bürgermeister Wagner und Bezirkssportwart Deibel- Gießen. Bezirkssportwart Deibel umriß kurz Zweck und Ziel des neuen Radfahrerbundes. Bürgermeister

Wagner würdigte dann in kurzen Zügen den Sinn der Gleichschaltung und schug als 1. Führer den. seitherigen 1. Vorsitzenden Th. Beckel vor. Spörtkamerad Beckel dankte der Versammlung und versprach, den Verein im Sinne unseres großen Führers Adolf Hitler zu führen. Zu feinen Mit­arbeitern bestimmte er: 2. Führer L Hofmann VI, Schriftführer K. ft reu ter, Kassierer Fr. Zcherb, 1. Saalfahrwart R. Scherb, 2. Saal- fahrwart und Zeugwart ft. Niederhöfe r, Stra- ßenfahrwart W. Arnold. Der seitherige Schrift­führer wurde aus dem Verein ausgeschlossen. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlos­sen die Versammlung.

Hc Daubringen, 17. Nov. In einer außer­ordentlichen Generalversammlung nahm der O b st - und Gartenbauoerein Daubringen von seinem Mitglied Lehrer Beppler Abschied. Der Vorsitzende Wilhelm Walter VII. überreichte dem Scheidenden als Dank und Anerkennung für sein Wirken im Verein einen Blumenstrauß. Unter Uebergabe eines Diploms wurde Lehrer Beppler außerdem zum E h r e n m i t g l i e d des Vereins er­nannt. Der 2. Vorsitzende, Bürgermeister P r e i ß, würdigte die Verdienste des Ehrenmitgliedes und stattete den Dank des Vereins und der Gemeinde ab. Lehrer Beppler dankte sodann für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Am Samstag, 25. November, hält Obstbauinspektor R e n t s ch bei Gastwirt Ludwig Weimer einen Vortrag über den Obst- und Gartenbau.

e J Schotten

± Groh-Eichen, 17. Nov. Gestern fand hier unter dem Vorsitz von W. Bork eine Versamm­lung des Ob st- und Gartenbauoereins statt, zu der fast alle Mitglieder erschienen waren. Eine Anzahl schöner Obstbäume wurde unter den Mitgliedern verlost. Weiter wurden Fragen des Obstbaues besprochen. Der Vorsitzende sprach in seinem Schlußwort darüber, daß es das Bestreben der Regierung sei, den deutschen Obstmarkt vom Ausland möglichst unabhängig zu machen und schloß mit einemSieg-Heil" auf den Führer. Arn

nächsten Montag, 20. November, feiert Frau Marie Bork, Witwe, in seltener körperlicher und geisti­ger Frische ihren 8 0. Geburtstag.

3 Rainrod, 17. Nov. In einer gemeinsamen außerodentlichen Generalversammlung des hiesigen Turnvereins und des Gesangvereins, die unter Leitung des Führers des Turnvereins, Lehrer Deubel, stattfand und zahlreich besucht war, wurde nach Ansprachen von Lehrer Deubel,

3m Namen des Volkes für das Winterhilfswerk!

Tic Hitlerjugend.

lumer Karl Bing und Sangesbruder Kreis­bauernführer August Straub 5. der Zusam­menschluß beider Vereine beschlossen. Die seitherigen Vereinsvorstände traten von ihren Aem- tern zurück. Der neue Verein erhielt den Namen Vereinigter Turn- und Gesangoer- e i n". Einstimmig wurde zum Führer des Vereins Lehrer Deubel bestimmt. Dieser ernannte zu sei­nem Stellvertreter Bürgermeister D e ch e r t, zum 1. Turnwart Straßenwart Wilhelm Bechtold, der seinerseits als 2. Turnwart Karl W i n g e f e l d und zum Männerturnwart Wilhelm Fe ick be­stimmte. Weiter wurden bestimmt: zum Kassenwart August Bechtold 3., zum Schriftwart Karl C a r l 6, zum Dietwart Lehrer L e h m e r, zum Zeugwart Wil­helm Schmidt, zu weiteren Vorstandsmitgliedern Jakob Dambmann, August Schwab und Hein­rich K r o m m 2. Die Turnabteilung des Vereins zählt 32, die Gesanqsabteilung 47 Mitglieder. Mit dem Wunsche, daß Die Vereinigung der bisherigen beiden Vereine zu einer Dereinsorganisation für die gemeinsame große Sache und alle Mitglieder segens­reich fein möchte, und mit dreimaligen begeistert aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den obersten Führer Adolf Hitler, schloß Lehrer Deubel die Versammlung.

t. Gedern, 17. Nov. Den von dem aufgelösten Arbeitsdienstlager in Gelnhausen hier zur Wieder­errichtung eines Arbeitsdienstlagers eingetroffenen Führern und Mannschaften wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Die nationalsozialisti» schen Organisationen begrüßten die Führer und die Mannschaften. Ansprachen hielten dabei Bürger­meister B e n e r , Ortsgruppenleiter Klein und der Lagerleiter Oberfeldmeister Keller.

preuhen.

Mrcie Serdar.

T Waldgirmes, 17. Nov. Drei Geschwister von hier konnten in über zehnjährigem Streit um das Erbteil ihrer Eltern nicht einig werden. Auf Antrag kamen nun gestern im Saalbau Raabe 5 Hektar 47,73 Ar Land zum gerichtlichen Verkauf. Ein Amtsgerichtsrat, zwei Rechtsanwälte, ein Justiz- infpektor und ein Iustizfekretär von Wetzlar voll­zogen in Gegenwart van mehreren hundert Zu­schauern den Akt. Das Ganze, gerichtlich auf 23 560 Mk. geschätzt, kaum auf 27 899 Mk. Nur zwei klei­nere Parzellen von zusammen 9,27 Ar gingen in fremden Besitz über, aller übrige steigerten die Ge- schwister. Die Grundstücke liegen in den Gemarkun­gen Waldgirmes und Dorlar. Da die Erben auch noch Liegenschaften in der Gemarkung Königsberg zum Amtsgericht Gladenbach gehörig haben, findet von dort aus noch einmal eine Versteigerung statt. Das Elternhaus hot eine Schwester vor 11 Jahren auf demselben Wege erworben

SriefTaften der Redaktion.

lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)

R. 5- Die richtige Antwort mußte nichtGraf Zeppelin", sondern Junkers G 38 oder D 2500 ober Generalfeldmarschall von Hindenburg" lauten.

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