Ausgabe 
18.11.1933 Drittes Blatt
 
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frngsprogramm:

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(Pny&tt/fe/n St& dvn!

Offenbach a.Maln,ÄlSmarckstraße66

Gießen. Lergstraße 9

November 1933

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Wegen Konkurs UMM

Daubringen, den 18. November 1933

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> Gardinen^ppicheMöbelstoffeX^

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Tagewerke auf der

Bauff eile:

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Dränung von VNefenflachen, Dränenge- noffenfchaff Ersrode-Hainrode

Ackerdränage, Gemeinde Salz

viehweidemelioration, Genoffenfchaff für Bodenverbeffernng der Gemeindevieh­weiden im ehemaligen kreis Wester­burg

Ackerdränage in der Gemarkung Ewig- Haufen

Ackerdränage in der Gemeinde Niederahr

Ackerdränage in der Gemeinde Münders­bach

Die Verlobung ihrer Tochter Zda mit Herrn Apotheker

Or. Güniher Kuhlmann zeigen an

S adtbaubirektor i. N.

Ll. Äraubach und Frau

Hitler schosst Arbeit!

weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeitsbeschaf-

Meine Verlobung mit Fräulein 3ba Äraubach Apothekerin beehre ich mich anzuzeigen

Or. Günther Kuhlmann

Apotheker

in Halbleinen und Haustuch kaufen Sie vorteilh.i.der

Allen denen, die uns anläßlich unserer

goldenen Hochzeit

in so überaus reichem Maße bedacht haben, sagen wir herzlichen Dank

Wilhelm Oechert und Frau

Gießen, den 18. November 1933

tzMMeiÄeiW-MlMSeS.

Frankfurter Straße 17 l.Et. 0-570 Auszeichnen van Handarbeiten billigst. Billigste Bezugsauelle f. engros u. detaü.

Erziehung der Landjugend zum SlaMürger

Don Or. A. Kraemer, Berlin-Gießen, Hauptgeschäfisführer des I^eichsbundes Deutscher Oipiomlandwirte, Berlin.

Da es uns nicht möglich ist, für die überaus zahlreichen Glückwünsche, Geschenke und Llumenspenden zu unserer goldenen Hochzeit jedem einzelnen zu banken, bitten wir alle, unseren herzlichsten Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen

Werkmeister i. R. Heinrich Wagenbach u. Frau Sophie, geb. Körber

MARK monatlich erhalten Bit bei freier flrjt und draitiunhaiiwaljl jährlich bis OO OrBergitfung Fordern Sie Prospekt Deutrcher'Ring Aranheaeerficheru ttgaoereinaA

VrnvaltnngesteNe Gießen, Loaqstr. 1», Jemmi 3225.

Ortsgruppe Gießen-Ost.

Die Kleidersammlung in der Ortsgruppe Gie­ße n - O st wird am M 0 n t a g, 2 0. N 0 v e m b e r, in folgenden Straßen durchgefuhrt: Alter Rödger Weg, Am Kugelberg, Am Nahrungsberg, An der Kaserne, Anneröder Weg, Bergstraße, Bruchstraße, Doeringstraße, Danziger Straße, Eichweg, Friedens­straße, Gartenstraße, Georg-Philipp-Gail-Straße Gnauthstr., Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße, Hessenstraße, heyerweg, In den Eichgärten, Kaiserallee, Karl-Bogt-Straße, Kepler- straße, Landmannstraße, Lessingstr., Sicher Straße, Ludwigsplatz, Memeler Straße, Moltkestraße, Pose­ner Straße, Rödgener Straße, Roonstraße, Schla- geterstraße, Stephanstraße, Wolsstraße.

Ortsgruppe Gießen Nord.

Die Kleidersammlung in der Ortsgruppe Gießen- Nord wird am Mittwoch, 22. November, in

ist die

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Gießen, Babnbofstrasre 90

ju günftlgen Beöingunflen 30 ocrfaufen. Es bandelt sich nm eine Verkaufsstelle für Wiederverkäufer der Kurz-, Sviel- und Wollwaren-Branche. Anfragen und zu richten an den Konkursverwalter Herrn Ar. Dillmann, Frankfurt am Main, Die BUtaXÄSS Lr «MMf» zeit besichtigt werden. osie

Puppenwagen

großes Lager billigst von RM. 2^0 an

Offenbacher Lederwaren-Derlrieb

C. Röder, nur Kirchenvlatz 9 7045V

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ohne die zwei keine Wäsche!

Winlerhilsswerk für die Stadt Gießen

Kleidersammlung durch die Reichswehr.

Das deutsche Bolk hat zur Erde zurückgefunden. Es hat sich, wie es unser Reichsbauernführer vor kurzem in Worte faßte, aufdie Kraft feines Blu­tes" besonnen. Wir erinnern uns heute wieder, daß am Anfang des Zeitpunktes, von dem an wir Menschen von Geschichte reden, der Bauer stand. Die ewig gesegnete Hand am Pfluge gab den Völ­kern Nahrung. Uralt und unvergänglich ist der Kampf des Bauern mit dem Boden und um den Boden. Geschlechter sind gekommen und ver­gangen. Staaten und Städte haben ihre Blüte er­lebt und sind verschwunden. Gesetze und Verfas­sungen haben den Völkern Form und Inhalt ge­geben und sind mit ihnen vergangen. Geblie­ben ist der Bauer. Schweigend und unver­drossen hat er seine stets gleiche Pflicht getan. Er brach den Boden und er trat ins Glied, wenn es notwendig war, feine Scholle zu verteidigen. Aus dieser Scholle wuchs aus Mensch und Arbeit der Kraftquell der Völker. Es hat in der deutschen Geschichte größere höhen und steilere Tiefen gegeben, als bei anderen Völkern. Don einem Krieg, der 30 Jahre lang Deutschlands Gaue verwüstete, konnte dieses Volk aus den Resten erhalten gebliebener Bauernkaft wieder gesunden.

Physische Menschenkraft vermochte das Bauern­tum nicht zu erschüttern. In der kapitalistischen Wirtschaftsperiode, auf die wir heute zurückblicken, ist dem Bauerntum jedoch ein Gegner entstanden, der es verstanden hat, die Völker in einem solchen Maße von ihrer Verbundenheit zur Scholle zu ent­fremden, daß das Ende des Bauerntums in unse­rem Vaterlande besiegelt worden wäre, wenn nicht die nationale Revolution in letzter Stunde mit die­sen Kräften gebrochen hätte. Ein Gustav R u h l a n d hat frühzeitig auf die gefahrvollen Wege eines liberalistischen und kapitalistischen Wirtschaftssystems hingewiesen, an dessen Ende nicht mehr allein die Wirtschaftsnot eines Volkes stand, sondern der Irrsinn einer Weltwirtschaft, bei der Völker hungern können bei vollen Scheunen, eine Wirtschaftskrise, die Weizen verbrennen läßt und Kaffeebohnen ins Meer schüttet. Im tiefsten und letzten Sinne ist die Weltumwälzung, die sich unter dem Zeichen des Hammers und der Sichel anschickte, die Seele der Menschheit zu zerstören, zu nichts anderem gewor­den, als zu einer Bauernkrise von gigantischem Ausmaße. Und auch dort in Rußland kann und

folgenden Straßen durchgeführt: Marktplatz, Markt­straße, Rittergasse, Schulstratze, Sonnenstraße, Wet­tergasse, Wagengasse, Mäusburg, Kaplaneigasse, Kanzleiberg, Schloßgasse, Brandgasse, Lindenplatz, Lindengasse, Marktlaubenstraße, Hundsgasse, Zozels- gasse, Neue Säue, Walltorstraße, hitlerwall, Gut­fleischstraße, Wiesenstraße, Zeppelinstraße, Diezstr., Senkenbergstraße, Landgraf-Philipp-Platz, Land- grafenstrahe, Braugasse, Wernerwall Steinstraße, Asterweg, Schottstraße, Ederstraße, Marourger Straße, Bückingstrahe, Rodberg, Friedhofsallee, Cra- nachstraße, Am Wingert, Wiesecker Weg, Feuerbach- straße, Thomasstraße, Menzelstraße, Gabelsderger- straße, hammstraße, Lahnstraße, Zu den Mühlen, Bootshausstraße, Wismarer Weg, Rodheimer Str., Schlachthofstraße, hinter den Schießgärten, Krof- dorser Straße, Gleiderger Weg, An der Hardt, Schützenstraße, Wernerwall, Steinstraße, Dammstr., Slyillerstrahe, Weserstraße, Im Gartfeld.

lich etwa 40 000 Bauernjungens und Dauernmädels unterrichtet. Bis zur nationalen Revolution konn­ten und mußten die Landwirtschaftsschulen und Wirtschaftsberatungsstellen dem Landwirt lediglich Rüstzeug liefern zu einem Kampf aller gegen alle.

heule sollen Landwirlschaslsschulen und Wirl- schasisberalungsslellen mit dazu beitragen, den Einzel- und Gruppenegoismus überwinden zu Helsen. Sie sollen mithelfen, den Bauern zum Staat und den Staat zum Bauern zu führen.

In unserer Hand liegt somit eine hohe und wich­tige staatspolitische Erziehungsarbeit, die ganze Menschen von ganzem Können und ganzem Charak­ter erfordert.

Ein guter Teil des wertvollsten und besten Blutes Deutschlands ist uns anvertraut. Selbst die Aufgabe, Wissen zu vermitteln, Kenntnisse und Fähigkeiten anzuerziehen und auszubilden, tritt heute und in Zukunft zurück gegenüber der Wich­tigkeit und Notwendigkeit, den Bauernjungen heranzubilden zu einem wertvollen Staats­bürger eines neuen deutschen Reiches. Wir haben die Pflicht, unserer unbäuerlichen Jugend Wesen und Inhalt dieses Staates nationalsoziali­stischer Prägung näherzubringen und begreiflich zu machen. Wir haben die Pflicht, in diesem bäuer- lichen Nachwuchs den Standes stolz zu wecken und wachzuhalten, Bauer zu sein und Bauer sein zu dürfen. Es ist unsere Aufgabe, im bäuerlichen Nachwuchs die bevölkerungs­politische und erbbiologische Bedeutung des Bauerntums in klarer Erkenntnis der ewig­keitsgebundenen Zusammenhänge von Blut und Boden, Volk und Rasse zu wecken und diesen Nach­wuchs zur Verantwortungsbereitschaft gegenüber seinem Volke zu erziehen. Wir haben die Aufgabe, die Erkenntnis für die er­nährungspolitische Wichtigkeit des Bauernstandes dem Volke gegenüber schon in die Seele des jungen Schülers hineinzupflanzen.

Wir werden ihm nicht mehr sagen:Land­wirt, wenn du diese ober jene Frucht anbaust, wenn du sie so und so düngst und kultivierst, so wirst du eine Rente, einen günstigen Preis er« zielen", sondern wir werden unseren Jungens zu sagen haben:Du hast als Bau e r deinen Acker fo zu bebauen, deinen Hof fo zu führen, weil das deutsche Volk deine Erzeugnisse, weil es deine Arbeit benötigt.

Wir haben weiter die Aufgabe, bereits unseren Jungens die Maßnahmen des Gesetzgebers ver­ständlich zu machen. Verständlich dahingehend, daß diese Maßnahmen eine Abkehr bedeuten von mate­rialistischem Denken, daß

die Sicherung des Hofes durch das Reichserb- hofaeseh ein Geschenk ist nicht um des Bauern willen, sondern daß damit dem Bauern eine Pflicht auferlegt wird an seinem Volke und am kommenden Geschlecht!

Da nach § 15 des Reichserbhofgesetzes niederge­legt ist, daß der erbhofberechtigte Bauer fähig fern muß, den Hof ordnungsgemäß zu bewirtschaften, fordern wir schon für die Landschule die Ein­stellung weltanschaulich auf dem Boden des Natio­nalsozialismus stehender geeigneter landwirtschaft­licher Fachlehrer zur Unterrichtserteilung an den Ausbildungsstätten für Landlehrer. Wir fordern ganz allgemein, daß nur diejenigen Lehrer auf dem Lande Verwendung finden, die mit dem Bauern­tum feelisch verwachsen sind. Wir fordern für die ländlichen Fortbildungsschulen die Einführung des Fortbildungsschulzwanges mit einem abgeschlosse­nen landwirtschaftlichen Fachunterricht, der durch Diplomlandwirte zu übernehmen ist. Wir hoffen, daß der Besuch einer Landwirtschastsschule, ober einer anberen lanbwirtschaftlichen Unterrichtsanstalt Voraussetzung wirb für bie Uebernafjme bes Hofes für ben später erhofberechtigten Jungbauern, unb wir erkennen bie Notwenbigkeit an, ben bisherigen

wird die Gesundung nur kommen können vom Bauern.

Wenn heute eine nationale und soziale Revolu­tion Retter der deutschen Muttererde geworden ist und wenn dieses deutsche Volk sich erstmalig mit dem Stimmzettel in der Hand nicht mehr an den eigenen Volksgenossen, sondern an ein auch er­wachendes Ausland richtete, so wissen wir, daß dieses neue Dritte Reich seine Kraft wieder schöp­fen wird aus dem unerschöpflichen Blutquell, der im Bauerntum liegt.

wenn und solange sich ein Volk auf ein ge­sundes Bauerntum zurückziehen kann, solange wirb es aus diesem Bauerntum neue Kraft schöpfen können."

In diesem Ausgangspunkt eines neuen politi- chen Denkens wurzelt die nationalsoziali- tische Weltanschauung. Von dieser Platt- orm baut der Führer auf. Eine neue Agrar- ivlitik, die gesetzgeberischen Maßnahmen des lleichsbauernsührers sind der Boden, auf dem allein der neue Staat leben kann und leben wird.

Wir deutschen Diplomlandwirte, insbesondere diejenigen von uns, die zur Erziehung und Schu­lung unserer Landjugend herausgestellt sind, sind nach Herkommen, nach Ausbildung und nach Be­rufsausübung berufen, in dieser Armee der deut­schen Bauern mitzuarbeiten an dem Bau eines neuen Vaterlandes, bas seine Kraft unb feine Wurzeln finbet im Blut unb »oben nufe­res V 0 lkes. Uns sinb hier Aufgaben gestellt, wie keinem anberen akabemischen Berbanbe. Wir finb berufen, biefe alte ewige unb heute boch roieber neue Erkenntnis hineinzutragen und hineinzuhäm­mern in unsere bäuerliche Jugend.

Es wird Pflicht des Reichsbundes Deutscher Diplomlandwirte sein, darüber zu wachen, daß nur Menschen herausgestellt werden, die wertvoll und befähigt finb, diese Ausgabe zu übernehmen. Wir werden daher darauf drängen, daß unsere eigene Ausbildung nach der Seite der Praxis und wissen- schaftlichen Durchbildung und Verbundenheit im Bauerntum stärker noch vertieft wird.

In Deutschland werden an rund 800 Landwirt­schaftlichen Schulen unb sonstigen Schulungsstätten von über 2000 fachlich üorgebilbeten unb zumeist aus bem Bauernstand tommenben Lehrkräften jähr-

Lehrplan der Lanbwirtschaftsschule grunbsatzlich um­zugestalten nach ber Seite einer Vertiefung bes Unterrichts in ber Staatsbauernfunbe unter Ein- schränkung ber Unterrichtserteilung in ben Giemen» tarfächern. Wir wünschen eine Einbeziehung ber Pflege von Leibesübungen in das Aufgabengebiet der Landwirtschaftlichen Schule.

Die Bauernhochschulen sind berufen, das wert­vollste und beste Menschenmaterial ber bäuerlichen Jugend zu Trägern des weltanschaulichen Ge- bantengutes bes Nationalsozialismus zu machen.

Der künftige Bauernführer wirb nicht mehr, wie es in ber Vergangenheit ber Fall war, ben Bauern von fremben Berufen gestellt werben, fonbern ber künftige Bauernführer muh immer unb überall aus bem eigenen Bauerntum Herauswachfen.

Voraussetzung für ben Besuch einer Bauernhoch­schule ist selostverstänblich ber erfolgreiche Besuch einer Fachschule. Wir forbern nicht allein Men­schen als Führer ber Bauern, bie theoretisch und praktisch genügend geschult sind, sondern bäuer­liche Charaktere, die ihren Berufsgenossen nicht allein Führer sind, sondern diesen auch als Bauern ein echtes Bauerntum Vorleben.

Die Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsbera­tungsstelle wird als kleinste Einheit der Bauern­kammer der agrartechnische, agrarpolitische und weltanschauliche Mittelpunkt des Bezirkes werden müssen in engster Zusammenarbeit mit dem zu­ständigen Landesbauernsührer und seinen Organen und in erdnaher und lebenswarmer Fühlung mit der Praxis.

Der Führer Adolf Hitler hat gesagt, daß dieses Volk auf gebaut werden müsse a u f dem deutschen Sauer als den Grund- Pfeiler jedes völkischen und politischen Lebens. Uns Diplomlanbroirten, besonders uns Erziehern der Landjugend, sind hier hohe unb ethische Aufgaben gestellt unb ein großes Maß von Verantwortung gegenüber bem ßanbftanb. Die Uebernahme biefer Arbeiten wirb für bie zur Erziehung bes bäuer« lichen Nachwuchses Berufenen zum Prüfstein wer­ben über beren Sein und Bestehen, über deren Wert und Bewertung.

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