Ausgabe 
18.11.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

lfd. I. zum Verkauf freigegeben werden. Mehr als drei Derkaufssonntage dürfen im Dezember für keine Branche in Betracht kommen.

Oekanatskonferenz in Gießen.

Im Matthäussaal eröffnete gestern Dekan Guß- mann die Konferenz der Geistlichen des evange­lischen Dekanats Gießen, der als Gast Superinten- dent D. Wagner beiwohnte, mit Schriftlesung und einem Gebet von Martin Luther. Er begrüßte besonders die neuen Mitglieder Pfarrer Trapp (Gießen) und Pfarrassistent B e r n b e ck (Lollar). Eine stattliche Anzahl dienstlicher Angelegenheiten wurde besprochen, u. a. die aktuelle Frage der Bolksmission. Die Erlässe der obersten Schulbehörde betreffend Hebung des Kirchenbesuchs der Schul­kinder, des Haltens von Ansprachen der Pfarrer bei Weihnachtsfeiern der Schule wurden begrüßt.

Tag der deutschen Hausmusik.

Am Tag der heiligen Caecilia, am 21. No- oember, wird auch in diesem Fahre wieder der Tag der deutschen Hausmusik durch ver­schiedene Veranstaltungen, die der Bedeutung dieses Tages Rechnung-tragen, begangen werden. Mit be- fonderer Freude erfüllt uns aber dabei der Gedanke, daß der neue Staat der Pflege deutscher Kultur- werte neben seinen vielfachen politischen Aufgaben einen hervorragenden Platz eingeraumt hat As ein bedeutungsvolles Zeichen ist die soeben erfolgte Bildung der Reichskulturkammer zu werten, bei deren Eröffnung Reichsminister Dr. Goebbels in seiner Ansprache die tiefe Verbundenheit des Künstlers und des künstlerischen Menschen mit der Gesamtheit des Volkes unterstrich.

Diese Verbundenheit des Volkes ml dem Kunst- ler und seinem Werk zu fördern, ist die höchste Auf- gäbe, die jenen künstlerischen Kreisen gestellt ist, die in ihrer Lebensaufgabe die Erziehung unserer her- onwachsenden Jugend zum Verständnis und zur Freude an den Werken unserer alten und jungen Meister sehen.

Hausmusik soll gepflegt werden, und es soll ge- zeigt werden, daß nicht allein virtuoses Können in den Stand setzt, Musik auszuüben, daß es vielmehr auf den Geist und die Gesinnung des Einzelnen onkommt, in welcher Weise er die dem musikalischen Kunstwerk innewohnenden Werte durch die eigene Leistung zu seiner Erbauung oder Zerstreuung aus­schöpft.

In diesem Sinne ist auch die Veranstaltung des Reichskartells der deutschen Musikerschaft" (Orts­gruppe Gießen) zu verstehen, die am Dienstag, dem 21. November, um 20 Uhr, im Saale des Gesell­schaftsoereins (Sonnenftraße) stattfindet. Der Abend sieht eine abwechslungsreiche und anregend« Dor- tragsfolge vor, in deren Verlauf eine Reihe Schüler und Schülerinnen der hiesigen Privatmusiklehrer Proben alter und neuer Hausmusik für jede Aus- bildungsstufe darbieten werden. Es kann sich hier­bei, das sei von vornherein gesagt, nicht um ein Schülerkonzert oder überhaupt um ein Konzert im üblichen Sinne handeln, sondern der Abend soll vielmehr den Hörern und Hörerinnen den Begriff Hausmusik" durch lebendige Demonstration näher bringen, als es noch so viel Wort« vermögen.

Einleitend wird ein Mitglied der hiesigen Orts­gruppe (Pg. Franz Bauer, staatlich geprüfter Diolinlehrer einenn kurzen Vortrag über das Thema Die Aufgabe des Privatmusiklehrers" halten.

Di« Frage der kulturellen Erziehung unserer Ju­gend ist eine so überaus wichtige, daß der Abend ein starkes Interesse der Eltern und der Lehrer­schaft finden sollte.

Kampfbund für deutsche Kültur (Ortsgr. Gießen).

Reichskartell der deutschen Musikerschaft (Ortsgruppe Gießen).

(Gießener Wochcnmarktpreise.

* Gießen, 18. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten Süßrahmbutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Kochbutter 1,20 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 14 bis 15, Wirsing, das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 7 Pf., der Zentner 3 Mk., Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf. Rote Rüben 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 15, Unter­kohlrabi 5 bis 7, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 30 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarz­wurzeln 20 bis 30, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,50 bis 2,80 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 18 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 40 bis 60, Honig 40, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 60 bis 70, Enten 70, Tauben, das Stück 45 bis 50, Blumenkohl 10 bis 45, Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 5 bis 25 Pf.

Bornotizen.

Tageskalender f ü r Samstag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr, Luther-Feier,Luther, der Führer, der Kämpfer, der deutsche Mensch". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Geheimnis des blauen Zimmers" mit Theodor Loos und Else Ester. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Revolte im Zoo". Ortsgruppe Gießen im RdZ., 20 Uhr, Cafä Leib, 30. Gründungstag. Studentenheim, 20.15 Uhr, Soarkundgcbung der Burschenschaften.

Tageskalender für sonntag: Stadttheater, 19.30 bis 22 Uhr,Am Himmel Euro­pas". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 11.15 Uhr, Alpen-Symphonie"; ab 15 UhrGeheimnis des blauen Zimmers". Astoria-Lichtspiele, Selters­wegRevolte im Zoo". Eafö Leib, 16 Uhr, Kon- zert der 33. «S.-Standarten-Kapelle. Lukas- gemeinde, 20 Uhr, Lukassaal, Familienabend, Dor- tragAus dem Leben Martin Luthers". Orts­gruppe Gießen im RdZ., Ausflug nach derKarls- ruhe", Treffpunkt 15 Uhr, Marburger Straße Ecke Steinftraße.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns gefchrieben: Heute, 20 Uhr, Luther-Feier. Dor­trag:Luther, der Führer, der Kämpfer, der deutsche Mensch" des bekannten Luther-Forschers Pg. Professor G. W. F r e y t a a (München). Mit- wirkende u. o. Akademischer Gesangverein und Bauerscher Gesangverein, beide Vereine unter Leitung von Professor Dr. lerne s Dar i). Die Veranstaltung ist außer Abonnement. Preise der Plätze von 0,50 bis 1,50 Mark. Ende: 22 Uhr. Sonntag, 19. November, außer Abonnement zu ermäßigten Preisen das Schauspiel:Am Himmel Europas" von Schwenzen-Malina, Spielleitung Anton Neuhaus. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. Dienstag, 21. November, achte Vorstellung

im Dienstag-Abonnement, die Gesellschostskomodie: Der Traum der Dilma Kelemen" von Franz Molnar. Spielleitung: der Intendant. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. Mitt­woch, 22. November, außer Abonnement zu er- mäßigten Operettenpreisen die klassische Operette: Wiener Blut" von Johann Strauß. Leitung:

Wrede Cujö Bäulke. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. Donnerstag, 23. November, zweite Vorstellung Deutsche Bühne: ungrade Mit­gliedsnummern:Am Himmel Europas", Schau­spiel von Schwenzen-Malina. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr. Freitag, 24. November, achte Vorstellung im Freitag-Abonnment:Wenn der Hahn kräht", Dolksstück von August Hinrichs. Spiel- leitung: Anton Neuhaus. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. Samstag, 25. November, zweite Vorstellung Deutsche Bühne: gerade Mitgliedsnummern:Am Himmel Europas", Schauspiel von Schwenzen-Malina. Spieldauer von 20 bis 22.15 Uhr.

Vom Konzertverein wird uns geschrie- den: Günther Ramin, der in seinem letzten Orgelkonzert hier alle Hörer in so überwältigender Weise zu packen gewußt hat, kommt wieder! Es ist gelungen, diesen ersten Organisten Deutschlands, dem Johann Sebastian Bachs Orgel in der Tho- maskirche in Leipzig anoertraut und der seit län­gerer Zeit Professor an der Musikhochschule in Berlin ist, für einen Orgelabend am kommenden

Ausführungen, die der Aufklärung der Mitglieder und der Beseitigung von Zweifeln dienten, darüber hinaus aber die Mitglieder mit den Pflichten als Nationalsozialisten bekanntmachten. Zur Ausgestal­tung der künftigen Fachschaftsabende wurde beschlos­sen, das nationalsozialistische Programm Punkt für Punkt durchzuarbeiten und das Buch unseres Füh- rersMein Kampf" abschnittsweise au behandeln. Anschließende Aussprachen sollen alle Mitglieder zur eifrigen Mitarbeit anregen. Ein Sieg-Heil auf Den Führer schloß den anregend verlaufenen Abend.

Der D W A. (Verband weiblicher Ange st eilte r) Ortsgruppe Gießen, oer- anstaltete am Donnerstag einenDeutschen Abend" im Singsaal des Realgymnasiums. Die Vorsitzende, Fräulein Auguste Grofsart, hielt einen Vortrag überdie Frau im nationalsozialistischen Staat". Sie behandelte die Aufgaben der Frau als Träge­rin der Rasse, Erzieherin der Iuaend, Hüterin der Familie, Sachwalterin des deutschen Einkommens, Kulturträgerin des deutschen Volkes. Alle ihre Auf­gaben im nationalsozialistischen Staat kann die deutsche Frau erfüllen, wenn sie Treue hält dem Adel ihres Wesens, Treue ihrer Familie, Treue ihrem Volke, wenn sie als Hausfrau mit Treu« das Dolksvermögen verwaltet. Das deutsche Volk braucht die Treue so nötig, wie das tägliche Brot. Ein Volk kann nicht ohne Gemeinschaft bestehen, folglich kann es auch nicht ohne Treue auskommen. Fraulein Gustel Kühn fang einige Lieder, die mit

We Werbung sm Zeitungen im SienstaiWg

grmidsWch ein für allemal verbalen

Dieser wichtige Erlaß des Stabschefs Röhm im Zusammenhang mit einem Verbot des Sammelns und Werbens im SA-Oienst- anzug schaltet den moralischen Druck aus, mit dem die Zeitungs- Werbung seither in unerträglichem Umsang betrieben worden ist. Nunmehr kommt der ehrliche kaufmännische Wettbewerb wieder zu seinem Recht, und es wird wieder nach Leistungen gewertet werden. Nach den Anweisungen der Negierung kann zudem jeder die Zeitung halten, die ihm gefällt, ohne auch nur den geringsten Nachteil zu haben! Es kann also auch jeder bedenkenlos zui ückkehren zu feinem angestammten Heimatblatt und in Treue zu ihm stehen, wie es seine Vorfahren durch beinahe zwei Jahrhunderte hindurch getan haben. Man vergesse auch nicht, daß etwa 400 Familien mit ihrem l.ohn aus Mitarbeit an ihrem oberhesstschen Heimatblatt der heimischen Wirtschaft nutzen. Verlag des Gießener Anzeigers

Donnerstag, 23. November, in der Stadtkirche zu gewinnen. Er wird Werke von Bach und von Neger spielen. Wer Günther Ramin an der Orgel in unserer Stadtkirche erlebt hat, wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihn wieder hören au können, wer ihn noch nicht kennt, ver­säume Dieses Konzert nicht, da es sich so bald nicht wiederholen lassen wird! Alle diejenigen, die bisher auf die Winterkonzerte noch nicht abonniert sind, seien darauf hingewiesen, daß den neu hinzutre­tenden Abonnenten der Betrag für das erste Kon­zert, den Geigenabend von Prof. Havemann, in Höhe des Durchschnittpreises für den Platz selbst- verständlich in Abzug gebracht werden wird, so daß der Abonnementbetrag nur für die noch ausstehen­den 7 Konzerte zu entrichten wäre, und zwar in jeder gewünschten Ratenzahlung. Alles Nähere bei dem Rechner des Konzertoereins, Herrn Ernst C h a l l i e r, Neuenweg 10 und in den Anzeigen.

Das Konzert der 33. S S. S t a n dartenkapelle, das am morgigen Sonntag um 16 Uhr im Caf6 Leib mit einem erlesenen Pro- gramm geboten wird, sei unseren Mitbürgern in Stadt und Land noch einmal in Erinnerung ge­bracht. Die Kapelle ist etwa 35 Mann stark. Es dürfte ein guter musikalischer Genuß zu erwarten sein.

"WiederEinstellung in denArbeits- d i e n ft. Die vor einiger Zeit anaeorbnete Sperre der Einstellung in den Arbeitsdienst ist aufgehoben. Junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die in den Arbeitsdienst eintreten wollen, können sich zur Einstellung bei den Arbeitsämtern melden.

* Straßensperre. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit:Zwecks Ausführung von Strafjenbauarbeiten wird Die Hofmann st raße zwischen Wetzlarer Weg und Frankfurter Straße für Die Zeit vom 16. November bis 9. Dezember für den gesamten Fahrzeugoerkehr polizeilich gesperrt. Die ausgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten."

Gin Fünfundsiebzigjähriger. Herr Karl Busch, Neuenweg 36, I, kann am morgigen Sonntag in aller Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag feiern.

* Das Oberhessische Museum im Alten Schloß am Brandplatz ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

* Geschäftsübernahme. Das bisher un­ter der Firma Bettenhaus Bär in der Marktstraße betriebene Geschäft ist von den Geschwistern Georg und Elisabeth Rühl übernommen worden. Beide sind, wie uns mitqeteilt wird, alleinige Inhaber, ferner wird uns erklärt, daß die neue Leitung arisch ist und das Kapital aus christlicher Hand stammt.

* Eine Besichtigung des Postamts Bahnhofstraße nimmt der Deutsche Werk­meisterverband, Ortsgruppe Gießen, Zahlstelle Butz­bach und Lollar, am morgigen Sonntag, 10 Uhr, vor. Die Teilnehmer treffen sich um 9.45 Uhr im Postamt.

* Seinen schweren Verletzungen er­legen. Gestern vormittag ist in der hiesigen Chirurgischen Klinik der 26 Jahre alte Arbeiter Otto Pfeiffer aus Launsbach seinen schweren

inneren Verletzungen erlegen, die der bedauerns­werte Mann am Montag in Launsbach beim Sturz von einem Nußbaum, den er ausputzen wollte, er­litten hatte.

** Die NS. - Fachschaft hielt am Mittwoch Ihren gutbesuchten Fachschaftsabend im Hopfeld ab. Nach einleitenden Worten des Fachschaftsführers machte der Ortsgruppenführer der NS-Deamten- abteilung Gießen, Pg. Jockel,, beherzigenswerte großem Beifall ausgenommen wurden. Einige Volks­lieder, gesungen von der Jugendgruppe des DWA., und Gedichte, oorgetragen von Mitgliedern, vervoll­ständigten bas Programm. Den würdigen Abschluß des Abends, den die Kreisvorfitzende, Frl. Appel, leitete, bildeten die gemeinsam gefundenen ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes.

** M i t dem Sonderzug nach Ober­bayern. Für die Woche von Weihnachten bis Neujahr ist günstige Gelegenheit geboten, mit einem Reichsbahn-Sonderzug nach Oberammergau bzw. nach Ettal zu fahren. Die Fahrtkosten betragen ab Frankfurt a. M. nach Oberammergau 72,90 Mk., nach Ettal 82,90 Mk. einschließlich Unterkunft, Ver­pflegung und aller Abgaben. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

JtunDfunfprogramm.

Sonntag, 19. November.

6.35 Uhr: Hafenkvnzert. 8.45: Katholisch« Morgen- feier. 9.30: Feierstunde des Schaffenden. 10: Evan­gelische Morgenfeier. 10.45: Stunde des Thorge- fangs. 11.30: Von Leipzig: Reichsfendung: Kantate von Johann Sebastian Bach. GA. Nr. 38. Aus tie­fer Not schrei ich zu dir. Text von Dr. 'Martin Luther. 12: Unter^lltungskonzert. Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mittagskonzert. 14.35: Stunde des Landes.Die Gau-Geflügelschau in Butzbach. Hörbericht. 15: Kinderstunde. 16: Nachmittagskon­zert des Südfunkorchesters. 18.15: Don Zürich: Fuß- baU-Länderkampf Deutschland Schweiz. Horde- richt. 19: Vom Deutschlandsender: Reichssendung: Wende in Worms 20.30 Uhr: Konzert. 22.20: Du mußt wissen .. 22.45: Unterhaltungsmusik 23: Zur Unterhaltung Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. 24 bis 2: Nachtmusik.

THonlag, 20. November.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend Früchkon- zert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde des Liedes. Altdeutsche Volkslieder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Französischer Sprachunterricht. 18.20:Mit Flug­zeug und Spaten im Land der Inka", Vortrag von Dr. H. Doering. 18.35:Konrad Ferdinand Meyer Zu feinem 35. Todestag", Vortrag von Dr. Helmut Wiedenbrüg. 19: Reichsfendung: Stunde der Na- tion. Das deutsche Volkslied 20: Griff ins Heute. 20.10: Bunt ist die Welt. 21: Abendmusik. Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. 22.20: Du mußt wisien .. 22 45: Unterhaltungsmusik. 23: Vom Deutschlandsendes: Hörbericht vom Sechstage­rennen im Sportpalast Berlin. 23.10: bis 24: Tanz und Unterhaltung.Gestern und heute". 24 bis 1: Johannes Brahms.

Dienstag, 21. November.

6.05 Uhr: Morgenkonzert.. Anschließend: Frühkon­zert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12.00 Mittagskonzert Buntes Brettl. 14.40: Der Hausfau zur Erholung. 16.00: Gemeinschaften fendung: Nachmittagskonzert. Zum Tag der deut­schen Hausmusik. 16.00 (4.00) Aus Köln: Bei wel­chem Musiklehrer muß ich meine Kinder unterrich­ten lassen, wenn ich des Erfolges sicher fein will? 16.40: Aus Frankfurt: Aus den Räumen des Gei­genbauers. Eugen Sprenger: Hausmusik auf alten Instrumenten. 17.20 Uhr: Aus Stuttgart: Volks­musik. 18.00: Italienischer Sprachunterricht. 18.20: Die schwarze und die gelbe Gefahr für den Ar­beiter in Amerika", Vortag von F. W. Haupt, Frankfurt a. M. 18.35:Das Laienspiel am Scheide­weg", Vortrag von Wilhelm Maria Mund. 19.00: Reichssendung. Stunde der Nation. Neue Musik aus Westdeutschland. 20.00: Bon Berlin: Vortrag des Reichsbundes für deutsche Sicherheit Geheimrat Gruesser spricht überVolksabstimmung und Wirt- schastspolitik". 20.10: Von der Kakaobohne zur Scho- labentafel. Hörbericht von Karl Köstlin. 21.00: Süd­deutsche Blasmusik. 22.20: Du muht wissen . . . 22.45: Unterhaltungsmusik. 2324.00: Nachtmusik Spaß beiseite! Eine heitere Schallplatten-Plauderei von Paul Enderling. 240.45: Von deutscher Seele.Der mystische Quell" Meister Melchior Rech­ter spricht.

IHUtrood), 22. November.

6.35 Uhr: Morgenkonzert. 8.45: Evangelische Mor­genfeier. 9.40 bis 10: Feierstunde des Schassenden. 11 bis 11.30: Tod und Totenklage, in Lied und Dichtung. Von Studienrat Weber, Friedrichsthal. 12; Mittagskonzert. Werke von Franz Liszt. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mittagskon^ert. 15: Stunde der Jugend:Was der Bund deutscher Mädchen einem deutschen Mädchen zu sagen hat". 16: Nachmittagskonzert. 18: Requiem, von W. A. Mozart. Das Orchester und der Kammerchor des Westdeutschen Rundfunks. 18.30:Die Verantwor­tung vor dem Nächsten", Vortrag von Dr. Hans Joachim Schulz. 19: Aus der Thomaskirche zu Leip­zig: Stunde der Nation: Missa solemms, von rzranz Liszt. 20: Konzert. 20.40: Städtebild: Worms. Chronik der Helden und Bekenner. 21.10: Konzert. 22.45: Nachtmusik. 23: Nachtkonzert. 23 bis 1.15: Hohe Messe in n-Moll, von I. S. Bach.

Donnerstag, 23. November.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend: Früh­konzert. 10.10: Schulfunk: Wer reist mit Baedecker um die Welt? Vom Leben und Werk des groß.'n deutschen Reiseführers. Von Hans Huffzky. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mit- tagskonzert. Lebende Komponisten. 13.35 bis 14.30: Mittagskonzert. 14.40: Jugendfunk. 16: Nachmit­tagskonzert. Allerlei bunte Musik. 18: Spanischer Sprachunterricht. 18.20:Die Flucht der Tierwelt vor dem Winter." Naturwissenschaftliche Plauderei von Dozent Ewald Schild. 18.35:Magier oder Charlatan. Das wundersame Leben des Grälen von Saint Germain", Vortrag von Otto Rahn. 19: Don München. Reichssendung: Stunde der Nation. Auf geht's! 20: Griff ins Heute. 20.10 Nachtmusik. 22.20: Weltpolitischer Monatsbericht. Don Prof Dr. Karl Haushofer. 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Wir tanzen! 24 bis 1: Nachtmusik.

Freitag, 24. November.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend: Früh- konzert. 12.00: Mittagskonzert. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung 16.00: Nachmittagskonzert. 18.00: Englischer Sprachunterricht 18.20:Warum Fa- milienforschung?" 18.35:Wir brauchen Wirtschafte- Propaganda." Darüber spricht Dr. H. I. Hollenber­ger, Frankfurt a. M. 19.00: Dom Deutschlandsen­der: Reichssendung: Stunde der Nation. Konzert. 20.00: Aus dem Großen Haus der Württemberg!- sehen Staatstheater: Kundgebung für den deutschen Rundfunk. 2324.00: Unterhaltungsmusik. 0.15 0.45: Dom Schicksal des deutschen GeistesDie Klas­sik in der deutschen Musik". Vortrag von Gerhard Frommei.

Samstag. 25. November.

6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend Frühkon­zert. 10.10: Schulfunk:Das Deutschtum in Ruß- land", von Guido Waldmann. 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunde der Jugend. 15.15: Lernt morsen! 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreissendung 19: Von Leipzig: Reichssendung, Stunde der Nation: Georg Friedrich Händel. 20: Driss ins Heute. 20.10: Variete, mit Willy Reichert. 21.10: Buntes Unter- Haltungskonzert des Südfunkorchesters. 22.20: Pro­fessor Esau, Rektor der Universität Jena, spricht zum Thema:Die technischen Ausgaben der Funk­oerbände". 22.45: Unterhaltungsmusik. 23 bis 24: Don Leipzig: Nachtkonzert. 24 bis 1: Nachtmusik.

Aus aller Welt

Das Spiel von 3ob, dem Deutschen" in Köln.

In Gegenwart von Ministerialrat Caubinger, dem Präsidenten der Reichstheaterkammer, wurde in der Messehalle in Köln von der Rheinischen Spiel- gemeinschast für nationale Festgestaltung"Das Spiel von Job, d e m Deutschen" von Kurt Eggers uraufgeführt. Job der Deutsche bewahrt sich durch die schwersten Schicksalslasten, durch Krieg und arbeite- und Höllenkamps seinen Glauben an Gott, an seine Kraft und Ewigkeit und rettet sich und damit die Welt vor der Hölle. In eindringlicher Sprache wird bas Schicksal unseres Boltes bärge- stellt. Job ber Deutsche unb sein Weib, von Eugen Klöpfer unb Melitta Leithner bargestellt, zeigten eine Leistung von höchster Dollenbung. Nach Schluß ber mit tiefer Ergriffenheit aufgenommenen Aufführung bankte Ministerialrat Laubinger dem Dichter unb allen Darstellern.

Bei lebendigem Leibe oerbrannL

Einen fürchterlichen Tod erlitt ber 44jährige Schlosser Karl Winter aus Hamborn bei einem Unglücksfall in ber Gaszentrale ber August Thyssen- Hütte. Winter war in einer Maschinengrube damit beschäftigt, die Wicklung einer Dynamomaschine mit Lack zu bespritzen. Bei dieser Tätigkeit fiel bie Kanne um, so daß der Lack aussloß. Gleichzeitig zerbrach bie Hanblampe des Schlossers, so daß sich Benzindämpfe entwickelten, die sich entzündeten. Von ber dabei ent- stehenden Stichflamme wurden die Kleider des Ar­beiters erfaßt, die im Nu t n belle nF la mm e n standen. Trotz der eigenen Gefahr riß ein Mitar­beiter dem Unglücklichen sofort die Kleider vom Leibe. Es war jedoch schon zu spat. Winter hatte bereite so schwere Brandwunden am ganzen Körper davongetragen, daß er später im Krankenhaus starb.