Nr. 271 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Samstag, 18. November 1933
AiismsderReichslirchemegiemngWIMmiffion
baß fie genagelt wurden aus überquellender Freude
Oie Veranstaltungen am Luthertag
Aus der Provinzialhauptstadt
Deine Hand dem Handwerk
Der Film der Jugend, die opferbereit in den Kampf um das Dritte Reich eintrat, der hitlerjunge
Heil Hitler!
Der Führer des Bannes 116: R. Buh- .
Arbeit die Not vertrieb und der deutschen Zukunft ein %iel gab. dem Kanzler des Dritten Reiches. Adolf Hitler.
Berlin, den 10. November 1933.
gez.: H o f f e n f e l d e r, Kirchenminister.
tet Euch bereit, wenn , ......
die Verbindung mit Eurer Gemeinde, laßt uns in treuer Kameradschaft des Glaubens zusammenstehen! Zumal Ihr evangelischen Männer der SA., SS., des Stahlhelms, und Ihr von der nationalsozialistischen Jugend — Ihr wißt, der Führer ruft nach diesem Dienst der Kirche im Dritten Reich — enttäuschen wir ihn nicht!
Baut mit uns die D e ut s ch e V o l k s k i r ch e — kämpft mit! Das G e s i ch t d e s n e u e n De u t sch- l a n d soll das eines christlichen Volkes fein!
einflüssen geschützt sein. Sonnenblumenkerne und Hanf, überhaupt alle ölhaltigen Sämereien find tunlich, hingegen kein Rübsame.
Nr. 38. Aus tiefster Not schrei ich zu dir. Text von Dr. Martin Luther.
16 Uhr: SF. Nachmittagskonzert des Sudfunk- orchesters. Zum Reformationsfest. 1. Suite Nr. 2 »-Moll von I. S. Bach; 2. Quartett in F-Moll
Ouex, ging vor kurzer Zeit zum ersten Male über die Bühne. Durch diesen Film hat mancher deutsche
Kein Nagel darf fehlen
auf dem Schild der Jugend!
Opfert für den Kampf
gegen Hunger und Kälte!
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Vögel erfrieren und verhungern erfahrungsgemäß sehr schnell. Das hat seine Ursache darin, daß der Vogel außerordentlich rasch verdaut. Bei Dunkelheit geht er zudem schlafen, an trüben Wintertagen pflegt er mithin schon vom frühen Nachmittag an der Ruhe. Wacht er dann am andern Morgen aus, so ist er vollkommen leer. Er hat von sich aus also nicht die Möglichkeit, irgendwelche Wärme zu erzeugen. Ist dann über Nacht Schneefall eingetreten oder herrscht, was fast noch schlimmer ist, Glatteis, so ist meistens der Vogel, dem kein ständiger geschützter Futterplatz bekannt ist rettungslos verloren. Bei der durch den Schneefall bedingten hellen Winterluft ist er früher munter als die Mehrzahl der Menschen. Denken sie dann beim Aufwachen besorgt an ihre Lieblinge, ist es für viele bereits zu spät. Darum muß man bei gelindem Wetter bereits mit der Fütterung beginnen und auch nicht aussetzen, um die Vögel an den Futterplatz zu gewöhnen. Das braucht nur in bescheidenem Ausmaße zu geschehen und wirklich keine nennenswerte Menge Futter zu kosten. Es rettet aber manchen Vogel vor dem Wintertod.
Oie Zwölferkarte wirbt.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Intendanz des Stadttheaters hat eine Neuerung auf dem Gebiet der Werbung eingeführt. Große Kreise regelmäßiger Theaterbesucher wollen und können die Verpflichtung, an einem bestimmten Tag in der Woche das Theater zu besuchen, nicht Übernehmen. Um diesen Theaterfreunden die Möglichkeit des verbilligten Theaterbesuchs trotzdem zu gewähren, hat die Intendanz die Herausgabe der „Zwölfer karte" beschlossen. Die Zwölferkarte besteht aus 12 Gutscheinen für acht Schauspiele und vier Operetten; an, der Theaterkasse werden diese Gutscheine gegen Eintrittskarten umgetauscht.
Durch dieses Zwölfer-Abonnement ist man weder an einen bestimmten Platz, noch an einen bestimmten Tag gebunden, da die Zwölferkarte für jede Abendvorstellung gültig ist. Außerdem ist die Zwölferkarte übertragbar. Da an einem Abend gleichzeitig mehrere Gutscheine derselben Zwölferkarte zum Besuch der gleichen Vorstellung eingelöst werden können, eignet sich die Zwölferkarte besonders auch für Vereine, Betriebe, Korporationen usw. usw. Der Preis dieser Zwölferkarte kann für alle Vorstellungen im voraus, oder in vier Raten bezahlt werden.
Wer ist der Inhaber eines Geschäfts?
Von der Industrie- und Handelskammer Gießen geht uns die nachstehende Mitteilung zu:
In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß nicht- arische Gewerbetreibende durch Abschluß von Tarnungsverträgen den Anschein eines Geschäftsverkaufs oder einer Geschäftsverpachtung an arische Gewerbetreibende vorzutäuschen versuchen; insbesondere wird mit der Angabe des neuen Inhabers, die nach der Gewerbeordnung an jedem Geschäftslokal angebracht fein muß, Mißbrauch getrieben. Nichtarier versuchen Abkommen mit seitherigen, arischen Geschäftsführern usw. zu treffen, nach deren Abschluß in Zukunft bei dem kaufenden Publikum der Anschein erweckt werden soll, als sei das Geschäft an die betreffende arische Person übergegangen, während in Wirklichkeit Letztere sich noch in vollständiger geschäftlicher Abhängigkeit von dem seitherigen Inhaber befindet.
Diese Maßnahmen sind im Interesse der Sicherheit des Geschäftsverkehrs unzulässig. Firmenbezeich- nungen sowohl, wie Inhaberangabe müssen unbedingt wahr und klar sein. Durch ein Schein-Rechtsgeschäft darf auf keinen Fall die tatsächliche Jnhaderschaft verschleiert werden. Nur der ist bei einer Geschäftsübernahme als neuer Inhaber zu bezeichnen, der das Geschäft auch tatsächlich, nicht nur scheinbar nach außen hin, mit einem entsprechenden finanziellen Vorgang gekauft ober gepachtet hat.
Die Polizeibehörden werden in nächster Zeit nachprüsen, ob die Bestimmungen des § 15a der GO., die Inhaberangabe betreffend, ordnungsgemäß befolgt sind.
Winterhilfswerk-Plaketten bei der Handelskammer.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt mit: Die der Kammer angeschlossenen Firmen können die November-Plaketten des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1933/34 gegen Vorzeigung der Vostscheckquittung oder sonstiger Belege, aus denen hervorgeht, daß der für die Erlangung der Plakette erforderliche Betrag an die zuständige Stelle abgeführt worden ist, bei der Industrie- und Handelskammer Gießen abholen lassen. Schriftlichen Anforderungen ist Rückporto beizufügen.
Oie Verkaufssonntage vor Weihnachten
Wie das Hessische Staatsministeriqm mit» teilt, können auch in diesem Jahre die Verkaufsstellen in drei Sonntagen vor Weihnachten, das ist am 10., 17. und 24. Dezember, offengehalten wer- den, wobei nach dem Gesetz vom 13. Dezember 1929 über den Lagenschluß am 24. Dezember besonders zu beachten ist, daß am 24. Dezember bzw am Heiligen Abend Lebensrnittel-, Genußmittel- und Blumengeschäfte um 18 Uhr, alle übrigen Geschäfte um 17 Uhr schließen müssen. Für die Brancyen: Le- bensmittel, Spirituosen, Schokolade, Drogen Blu- men, Papier- und Tabakwaren darf ,edoch auch statt eines Sonntags vor Weihnachten der 31. Dezember
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Von der Hessischen Evangelischen Kirchenregierung in Darmstadt wird uns geschrieben:
Das evangelische Deutschland feiert am nächsten Sonntag, 19. November, einen allgemeinen Luthertag in Erinnerung an die 450. Wiederkehr des Geburtstages des großen Reformators — 10. November 1483 —. Mit Rücksicht auf die Volksabstimmung wurde diese Feier vom 10. auf den 19. November verlegt. Zu diesem Luchertag finden am nächsten Sonntag im Deutschen Rundfunk folgende Veratistaltungen statt, auf die hiermit besonders hingewiesen wird:
9.55 Uhr: SW F. von der Funk stunde Berlin: Uedertragung des Glockengeläuts des Berliner Doms. Anschließend aus dem Berliner Dom: Festgottesdienst aus Anlaß des 450. Geburtstages Dr. Martin Luthers. Predigt: Domprediger D. Richter Nachsolgende Ansprache des Reichsbischofs Ludwig Müller.
11.30 Uhr: SWF. von Leipzig: Reichsfen d u n g: Kantate von Joh. Sebastian Bach GA.
Nägel geschlagen. Am Nachmittag tritt die gesamt« Hitler-Jugend des Unterbannes I Gießen, des Unterbannes II Grohen-Buseck und des Unterbannes III Hungen auf Oswaldsgarten um 14 Uhr an. Die Unterbanne IV Nieder-Ohmen und V Alsfeld treten in ihren Standorten zu Werbekundgebungen an. Ab 15 Uhr beginnt der Werbemarsch durch die Stadt. Anschließend findet in der Volkshalle eine öffentliche Kundgebung zu Gunsten des Winterhilfswerkes statt. Das Programm ist sehr reichhaltig. Vorträge der Spielmannszüge werden mit Darbietungen der Hitler-Jugend, des Jungvolkes und des BdM. abwechseln. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Rede des Gebietsführers der Hitler-Jugend, des Reichstagsabgeordneten Kramer. Die Einwohner der Stadt Gießen werden gebeten, dis Häuser reich zu beflaggen (Hakenkreuz- flagge). Der Eintritt zur Kundgebung in der Fest-
Frau Knatschrich am Kleiderschrank, »Was. schon wieder 'ne Kleidersammlung? Wr ich elbst nicht weiß, was ich anzieben soll.« **
Die Werbewoche des deutschen Handwerks vom 15 bis 22. Oktober, die auch in Oberhessen vielfältige Beweise für gutes handwerkliches Können erbrachte, ist noch in bester Erinnerung. Im Anschluß an unsere Berichte über die Veranstaltungen in den verschiedensten Orten sei heute noch besonders aus die handwerklichen Leistungen hingewiesen, die bet dem Festumzug der Handwerksmeister in Lang- G ö ns an jenem Werbesonntag der Oesfentttchkett gezeigt wurden. Dort und auch in den umliegenden Orten gedenkt man gerne der hervorragenden Aufmachung der einzelnen Handwerkergruppen mit ihren festlich geschmückten, von schweren doppelspan- nigen Arbeitspferden gezogenen Wagen der Schmiede, Stellmacher, Schuhmacher, Schneider, Friseure und Sattler, die sämtlich ihre Berufe am Feuer, beim Amboß, an den Maschinen, Uyparaten und mit den übrigen Werkzeugen tätig vorfuhrten.
3« Gießen.
Aufmarsch der Hitlerjugend und Werbe- kundgebung für das WHW. am Sonntag in der Bottshalle.
Arn Sonntag stellt sich im ganzen Reich dis Hitler-Jugend in den Dienst des Winterhilfswerkes. Für die Stadt Gießen hat der Bann 116 der Hitler-Jugend folgende Anordnungen getroffen:
Ab 9 Uhr Beginn der öffentlichen Nagelung der HI.-Schilde. Durch die Vertreter der Behörden werden am Marktplatz die ersten
Der nachstehende Ausruf ist am Sonntag, 19. November, in allen Gottesdiensten zur Verlesung zu bringen. (Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche Nr. 4 vom 15. November.)
Deutsche evangelische Volksgenossen!
Als unter Adolf Hitlers Führung Deutschland sich aufmachte, e i n Volk zu werden, da riß die ungestüme Kraft dieses Ausbruchs auch die evangelischen Kirchen mit; fie stellten das Gemeinsame höher als das Trennende; sie überwandten die Hemmungen ihrer Geschichte, sie schlossen sich zusammen zu einer Deutschen Evangelischen Kirche — zum ersten- mal feiert so eine deutsche Kirche ein großes Lutherfest. Aus dem Gedenktag, der nur rückwärts blickt, wird das Weihefest für ein neues Haus der Deutschen Kirche Martin Luthers.
Dieser Tag soll zugleich der Anfang eines gemeinsamen Werkes fein. Groß steht vor uns die Aufgabe, die die gegenwärtige deutsche Schicksals- stunde unserer Kirche stellt. Es gilt den entscheidenden Kampf um die Seele des deutschen Volkes. Die Stunde der V o l k s m i s s i o n ist da. Ich rufe Euch auf, im Geiste des Reformators und in voller Einigkeit mitzukämpfen, mitzudienen.
Das uns Deutschen durch Martin Luther neugeschenkte Evangelium muß wieder eine Macht in unserem Volke werden. Es soll Kraftquell und Richtschnur unseres Handelns sein und muß bereit machen, einer dem andern freudig zu dienen, und die uns auferlegten Lasten miteinander zu tragen.
Den arbeitenden Männern in unserem Volk, gleichviel welchen Standes, soll ihr Berus wieder Gottesdienst werden, und die Kirche muß mithelfen, daß Gerechtigkeit, Friede und Freude in den Beziehungen der deutschen Menschen untereinander herrscht.
Die Frauen und Mütter sollen aus einem wahrhaft priesterlichen Herzen ihr Haus mit christlichem Geist erfüllen und ihre Kinder frei und fröhlich zu Christenmenschen erziehen.
Lehrer und Jugendführer sollen in Schule und Arbeitsdienst, in SA. und HI. das junge Deutschland zur Ehrfurcht vor Gott und zu mannhafter Frömmigkeit führen. Aelteste und Gemeindeoertreter sind kraft ihres Amtes berufen, durch Mitarbeit und Vorbild evangelischen Geist und Liebe zur Kirche in der ganzen Gemeinde heimisch zu machen.
Die Führer der Kirche gehen voran. Sie setzen
Oer Appell der Jugend!
Von pg Äürgermeisier Haug, Darmstadt, Gauwalter der NS-Bottswohlfahrt.
sich mit Entschiedenheit dafür ein, daß bei den Verantwortlichen in Handel und Wirtschaft, in Film und Funk, in Theater und Literatur das christliche Gewissen zur Geltung kommt. Sie kämpfen mit Euch um den christlichen deutschen Sonntag, der wieder ein Tag für die deutsche Familie und für das Wort Gottes an allen Orten werden muß. Sie , , - . ~ ,
werden dafür sorgen, daß die Predigt des Pfarrers IHann und manche deutsche Frau ;um ersten zuaie wieder lebensnah wird und dem heutigen Menschen etwas erfahren von dem k a m p f e i n f a h, den die das Evangelium jo auslegt, wie er es verstehen Jugend für die Idee des neuen Reiches bereitkann; fie werden die theologischen Fakultäten dazu stellte. Jene Jugend, die in der doppelten Bean- ..führen, daß sie neben ihrer wissenschaftlichen For- jptud)ung burth ben Beruf und die Partei Unet- Id)un0 die großen Fragen UN,-rer Zeit m emem lEiffele. Irill damil jum erflen Male au-ihrer lebensoerbunbenen Denken losen Helsen. Sie werden ' cio m:p up
überall evangelische Akademien und Schulungs- bescheidenen Zuruckhaltung heraus. Sie zeigt, wie ste ftätten schassen, wo die Volksgenossen jeden Standes die Sterne vom h'mmel zu holen bereit ist, wenn und jeden Alters vom Evangelium aus Klärung der ihr eine Idee den Anreiz dazu bietet. Eine Ju- Lebensfragen finden sollen. gend, die in der Härte der Zeit heranwuchs, in der
Die Kirche soll nicht mehr im Winkel stehen; Mord und Kampf kommunistischer Verbrecher vor aus der Kraft des Geistes Gottes will fie, jeder- den Besten unserer Zukunft nicht halt machten, darf mann offenbar, ihren Dienst an unserem Volke tun. für sich in Anspruch nehmen, daß sie als t r e u e st e s
Sie wird sich niemandem aufdrängen und will Bfanbredjt der deutschen Zukunft gilt, nichts mit äußeren Mitteln erreichen — aber die unö in blefem Ringen und von keinen Hemmungen A' Mü K b-e.n,.uß.-n SrafWeg, We.en de- den.,
dienen; wo ihr aber Gottlosentum und Neuheiden- schen Idealismus begru .
tum und unchristliches Wesen entgegentreten, da Und nun rufen bie Irommeln unb Lieder d wird diese neue Kirche mannhaft das Schwert des I Jugend auf zum Tag der Deutsche nJu gend. Geistes führen, nicht nur zur Verteidigung der ihr Legionen von deutschen Jungen und Mädchen mar-
heiligen Güter, sondern zum Angriff gegen jede schieren im Deutschen Reich auf, schmuck gekleidet
Zerstörung und Zersetzung, und die Kirche wird unb mj( dem ganzen Selbstbewuhtsein ihrer jungen
wieder lernen, daß ihr Glaube weltüberwmdend ist. $ccubc> um $anb anzulegen an dem größten
In diesem Sinn und Geist rufe ich Euch, evange- fOjialen Werk des er ft en Jahres der
lische Volksgenoffen jeden Alters und jeden Stan- I a,ionalso;ialistischen Regierung un- bes, auf: 5)elft mit bei die sem großen Führer. 3m Kamps gegen hunger unb Kälte
btr hlU'WÄÄ WX "'rd ^W°PP°n,ch'.hh°rh.Uer,ug°nd - - ' ■ 1 zum Symbol erhoben zu einem Sajilb, bet sich
schühenb stellt gegen Llenb unb Verzweiflung. hier steht bie Jugenb, auch sie wirb bazu beitragen, Pfennig um Pfennig unb Mark um Mark zu erbitten, bamit bie Rot keinen Eingang finbet in bas Haus bes beutfchen Volksgenossen. viele hämmer werben am tommenben Sonntag bie Jl ä - get bes Opfers einfchlagen in bie Symbole ber Jugenb. Unb bie Schilbe werben als Ehrenzeichen in ben Helmen ber Hitlerjugenb unb in ben Schulen Zeugnis ablegen baoon,
DPig5 Uhr^Dom De^tManbsenber: Reichssendung: Oenkt Ott bic VvgelfÜtterUNg!
Wende in Worms. Ein Luther-Hörspiel von ^iße Leinentuch bes Winters bebeutet nicht
Josef Buchhorn. Musik: Rudolf Wagener-Regeny. nur =ür Menschen, sondern auch für Vögel und Ferner wird mitgeteilt, daß (ohne Uedertragung bittere Not. Das ist allgemein anerkannte
durch den Rundfunk) im Luthechaus m Oppenheim Entfache und darum fetzen allerorts Winterfütte- (Uebernachtung Luthers vor dem Reichstag zu ein. Die Winterfütterung der Vögel ist
Worms) am Sonntag, 19. November um 14 Uhr nun -^ilich umstritten. Gibt es doch Gelehrte, die die Weihe ber neuen Gedachtnistafel stattfindet. । fi. Tacitus Zeiten war bie Winterfütte-
(Anfprachen von Prälat der Hessischen Landeskirche, ^na unbekannt, und sicher gab es dazumal mehr D. Dr. Dr. Diehl, und Superintendent Ober- jn unferem Lande als heute". Das wird
'irchenrat Zentgraf.) Desgleichen um 20 Uhr fejn ßaie u bestreiten waren, aber jeder tierliebe an der Festhalle zu Darmstadt Lutherfeier des Ufib tierverständige Mensch wird im gleichen Augen- Evangelischen Bundes mit Ansprachen von Pralat bIj(f barQUf Hinweisen, daß feit Tacitus Zeiten sich D. Dr. Dr. Diehl, Ministerialrat R i n g s h a u - bag landschaftliche Bild Germaniens wesentlich ge- sen urrd Lanbeskirchenrat v. Waitz. ändert hat. Und es hat sich zu Ungunsten der
Tiere verändert. Die asphaltierte Straße läßt keinen Halm sprießen und der Wald, der schon längst dem Forstbetrieb gewichen ist, hat starke Einbuße an Samen und Beeren erlitten. Die Vögel ver- lassen sich sogar auf die Winterfütterung der Städte, Ein besonderes gewerbliches und zugleich auch I »aber ift z 8. b°rS.°r°°m Zugoogel zum Strich-
'S19 IV *2 fflön?Se in ein m sich überraschend schnell überall ungeladen einstellen.
WLLEEtt. I der auf einem großen, von einem Jungvolkknaben getragenen Schild den Schlüssel begleitete, hatte folgenden Wortlaut:
„Der Not ein Riegel oorzuschieben, Wer wird nicht solchen Schlüssel lieben! Der Führer hat jetzt unverdrossen Ein neues Reich damit erschlossen. Doch stark und mächtig muß er sein, Seht her — hier ist das Schlüsselein!
Unser Bild zeigt dieses „Schlüsselein" mit Spruch und dem Hersteller, Schlossermeister Heinrich Boller IV. ° Lang-Göns.


