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18.9.1933 Erstes Blatt
 
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Metzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 218 Dritter Blatt

Montag, 18. September (955

SieersteArbeiisiagiingdespreußischenStaalsrats

Ministerpräsident Göring schreitet vor dem Neuen Palais in Potsdam die Ehrenfront der Hitler-Jugend ab.

Die Londoner Gerichts-Komödie.

... .....

DieRichterliche Kommission zur Untersuchung des Reichstagsbrandes". Das Scherngericht besteht aus sozialistisch oder kommunistisch gesinnten Anwälten, die aus sieben Nationen stammen. Hinzu kommt eine Zeuaenschar, die aus chließlich aus deutschen Emigranten besteht. An derRichterbank" von links nach rechts: Der Schwede 2r. B r a n t i n g , Garfield Ha y s (USA.), die Holländerin Dr. B a k k e r - N o r t, N. Pritt (England), V a l o - H u y t (Dänemark) und der Belgier B e r m e y l e n.

1 D-. Frankreich: F.) Borchmeyer-D. 10.6 Sek 2 «t 3. hendrix-L, 3 m 3ur.

. Borchmeyer-D. 21.6 Sek. 2. 3. Skavinski-F. 5 m zur. 4.

Ümgi-D. 48.0 Sek. 2. SJlehner-®. r-F- 49.4 Sek. 4. Zachon-F.

^eller-F. 1:56.2 Kin. 2.Peiii-F. D. 5 m zur. 4. Paul-D. 30 m

1. Chetmet'F. 3:57.6 Mm) 2. . Kausmann-D. 10 m. 4. Schil-

1. Syring-D. 15:20 Min. 2. Sebhardt-L. 30 m. 4. Lesevre-F.

irden: 1. Wchcim-F. 15.8 Sruftbr. jur. 3. Bernarb-y.

D. 5 m jur.

Menard'F. 1,90 m. 2. Sorn- linkötz-D. 1,85 m. 4. Purnn- echm enWedm.s

L. Mnt IM m. Mbach-D. 7£5 m. 4. heim-

mq; 1. Mller-D. 3M m. 2. 3. Ramadier-F. 3,75 m. (Durch \ 4. Pretin-F. 3,65 m.

1. Hirschseld-D. 15/30 m. 2. , 3. Noel-F. 14,71 m. 4. Drecq-

n: 1. Winter-F. 46,65 m. 2. . Sievert-D. 43,78 m. 4. Ach-

,. 1, Weimann-2. 67,52 m. 2. itoM 65,15 m. 4. M-"

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Der Reichsaußenminister vor der ausländischen preste.

Amerika feiert seinen wirtschaftlichen Mederaufbau.

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Im HotelKaiserhof" in Berlin hielt der Reichsaußenminister vor ausländischen Pressevertretern einen Bortrag, in dem er Deutschlands Standpunkt zu den großen schwebenden Problemen der Außenpolitik darlegte. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, Reichspropagandaminister Dr. Goebbels, den Vorsitzenden des Verbandes der auswärtigen Presse in Berlin, den Engländer E b b u t, und Alfred Rosenberg, den Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.

Aus der provinzialhaupistadt

Tomaten, Tomaten!

DA. Neben Weißkraut in allen Formen ist es wohl die Tomate, die am meisten verbraucht wird. Kaum irgend eine andere Frucht hat sich in so raschem Maße die Beliebtheit aller errungen. Heiße Sonne hat uns ein besonders reiches Tomatenjahr beschert. Täglich erscheint die Tomate bei Arm und Reich auf dem Tische. Das einfachste Mahl ist mit Tomaten angenehm und schön anzusehen. Zahlreiche Rezepte sind im vom Reichsoerband des deutschen Gartenbaues herausgegebenen Tomatenbüchlein Sonnengeküßte deutsche Tomaten." Aber auch früh zum Frühstück auf Fettbrot oder Käse sollten sie ebensowenig vergessen werden, wie als Mitgabe zum Frühstücksbrot der Kinder in die Schule, wenn Obst knapp ist. Enthalten sie doch reichlich verschie- bene Vitamine und Mineralstoffe. Pro­fessor Dr. v. Noorden sagt über die Tomate, ,^> der ganze deutsche Tomatenvitaminbedarf aus deutschen Tomaten gedeckt werden könnte und man keine Auslandsware stattdessen brauchte".

Der Charakter der Tomate gestattet es, ihre Werte in rohem, wie gekochtem Zustande zu ge­nießen. Was liegt da näher, als recht fleißig bei billigen Preisen und großem Angebot einzumachen und gar dann noch, wenn sie durch eigener Hände Fleiß umsonst wächst!

Die üppige Freilandernte ist auf knapp zwei Mo- nate bei uns beschränkt. Danach läßt die Ernte schon etwas nach, und Treibtomaten einmachen, wäre un- wirtschaftlich. Darum jetzt die Zeit nützen, fleißig einmachen, da die Tomate so anspruchslos ist, weder Zucker noch viel Mühe verlangt. Waschen und trock­nen wir mittelgroße und kleine reife, aber feste Tomaten, durchstechen sie mehrfach, packen sie in Sterilisiergläser und pasteurisieren im Kessel 15 bis 20 Minuten bei 65 Grad. Auch 75 Grad verträgt die Frucht bei langsamer Erhitzung (entgegen an­dern Gemüsen langsam!). Keinerlei Zutat, auch kein Wasser! Oder die Frucht in dicke Scheiben schneiden, mit leichtem Weinessig bedecken (zwei Drittel Höhe) und ebenso pasteurisieren. (Zum Ver­zehren von Wintersalaten und kalten Platten.) Auch dos Markkochen ist einfach! Dies aber muß durch- gestrichen, etwas eingedickt und in Selterflaschen oder weithalsigen, zum Sterilisieren geeigneten Flaschen 20 Minuten bei 75 Grad sterilisiert werden.

Recht grüne Heine Tomaten macht man ganz als Kompott ein, indem man sie schichtweise mit feinem Zucker, etwas Zimt, übergoßen mit ZitronensaLt und wenig Wasser sterilisiert.

Einen trefflichen Wintersalat geben

gleiche Teile Weißkohl und grüne Tomaten, die man gemeinsam mit einigen großen Zwiebeln in Streifen schneidet und mit Salz vermengt, über Nacht stehen läßt. Man gießt die Lake ab, drückt den Salat aus und kocht ihn mit Essig, Zucker, Senfkörnern, Nel- ken (im Mullläppchen) und Ingwer. Das Mengen- Verhältnis ist etwa so: 6 Kilo Kohl und Tomaten, 1% Liter Essig, 500 Gramm Zucker, 10 Gramm Ingwer, 10 Nelken, 1 Eßlöffel Senfkörner. Nach dem Aufkochen kühlt der Salat im Steintopf ab und wird dann mit Glashaut zugebunden. Im Winter entnimmt man dem Topf immer eine Por­tion, wenn es Bratkartoffeln gibt.

Wer Ueberfluß an Tomaten hat, gebe sie als Spende frisch ober frischgehalten an Notleidende, ober erfreue bie Arbeitsdienstlager bamit. Verber­ben lassen ist Verbrechen an ber Volkswirtschaft! BerichtenurmiteigenerStellunqnahme

Die Ministerialabteilung für Bilbungswesen, Kul­tus, Kunst unb Doskstum hat folgenbe Verfü­gung an alle unterstellten Behörben gerichtet:

Im Dritten Reich muß jeher Deutsche für sich unb sein Tun bie Verantwortung selbst übernehmen, und er muß selbst Entscheidung treffen.

Wir ordnen daher an, daß Berichte, die uns jur Entscheidung vorgelegt werden, in jedem Falle bie Stellungnahme der Dienststelle mit Begründung ent- halten.

Nur die letzte Entscheidung behalten wir uns vor. Ringshausen.

Bekanntmachungen des Personalamts.

Das Personalamt des Hessischen Staatsministe­riums gibt bekannt:

E r n a n n t wurden: der Legationsrat bei dem Ministerpräsidenten Dr. Walter Heinemann in Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Oberregierungsrat bei der Landes-Versicherungs- Anstalt Hessen in Darmstadt: der Regierungsbau­rat i. e. R. Heinrich Wagner zu Gießen zum Regierungsbaurat mit Wirkung vorn 1. Juli 1933 ab; der Assistenzarzt Dr. med. Erich Z i n s s e r aus Crumstadt mit der AmtsbezeichnungMedizinal- rat" mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Ober­arzt bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Phi­lipps-Hospital bei Goddelau; am 9. September 1933: zu Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare die Notare Theodor Klein­schmidt in Darmstadt, Wilhelm Bergmann in Groß-Gerau unb Rudolf Altendorf in Op-

Um ihr Vertrauen zu den Rooseveltschen Plänen zu bekunden, fanden sich in allen amerikanischen Städten Hunderttausende zu riesigen Demonstrationszügen zusammen, die unter der Führung von General Johnson standen, dem wichtigsten Helfer Roosevelts bei den Maßnahmen zur Wiederbelebung der barnieberhegen- ben amerikanischen Wirtschaft. Unser Bilb zeigt den Festzug am Kapitol in Washington. Er wurde von einem Wagen mit einem riesigen blauen Adler, dem Wahrzeichen der N. R. A. (National Recovery Ad­ministration) eröffnet.

penbeim; zu stellvertr. Mitgliedern des Difzipli- narhoss für Notare die Notare Otto I ö ck e l in Friedberg, Wilhelm Schott in Pfeddersheim und Dr. Kurt Spohr in Gießen; zu Mitgliedern der Difziplinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg die Notare Dr. Karl Walz in Darmstadt und Friedrich Wilhelm Dörr in Fürth; zu stellvertr. Mitgliedern der Disziplinär- fammer für die Notare der Provinz Starkenburg die Notare Joseph Garnier in Darmstadt und Friedrich Blechner in Bensheim a. d. B.; zu Mitgliedern der Difziplinarkammer für die Notare der Provinz Oberhesfen die Notare Christian Scheer in Lauterbach und Dr. Richard D o m m in Herbstein; zo stellvertr. Mitgliedern der Diszipli- narfammer für die Notare der Provinz Oberhessen die Notare Karl Keil in Büdingen und Dr. Karl Brücher in Bad-Nauheim.

Uebertragen wurde: am 6. September 1933: dem Lehrer Eduard Brand zu Monsheim, Kreis Worms, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Eppelsheim, Kreis Worms, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

In den Ruhestand versetzt wurden am 28. Juli 1933 auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 der Arbeitshaushauptwachtmeister i. e. R. Heinrich Michael Wolfenstädter in Dieburg und der Arbeitshausinspektor i. e. R. Jo­seph Kern in Dieburg, beide mit Wirkung vom 1. November 1933 ab; am 17. August 1933 auf Grund des Artikels 14 des Polizeibeamtengesetzes vom 31. März 1928 der Kiminalsekretär Richard Otto K e y e r zu Mainz mit Wirkung vom 1. Ok­tober 1933.

NSDAP. Kreis Gießen.

Kreisleiter Dr. Harth gibt allen Ortsgruppen- leitem und Zellenleitern des Kreises bekannt, daß mit der Vorbereitung des Gau-Parteitages 19 3 3 am 23. und 24. September in Frankfurt am Main Pg. Michel- Gießen beauftragt worden ist. Alle Zuschriften, die den Gau-Parteitag be­treffen. sind an ihn, Gießen, Dammstraße 24, zu richten. Alle Ortsgruppenleiter und Zellenleiter müssen sofort die Meldungen für die Teilnahme am Gau-Parteitag sammeln. Ausdrücklich wird dar­auf hingewiefen, daß nicht nur Parteigenossen, son­dern auch die Mitglieder aller übrigen national- sozialistischen Organisationen und Sympathisierende zur Teilnahme berechtigt sind. Du Fahrt nach

Frankfurt a. M. erfolgt im Sonderzug. Die Fahr­preisermäßigung beträgt 75 v. H. Die Zellenleiter geben ihre Meldung bis Dienstag, 19. September, an die Ortsgruppenleiter. Diese melden am 19. Sep­tember die Teilnehmer ihrer Ortsgruppen der Zahl nach und gesondert nach Einsteigestationen an Hand der angegebenen Sonderzüge. Zugleich ist anzuge­ben, wieviel Parteigenossen an den Sondertagungen der einzelnen Abteilungen teilnehmen wollen.

Pg. Michel macht besonders daraus aufmerk­sam, daß die Meldung b* Teilnehmerzahl durch die Ortsgruppenleiter unbedingt noch am Dienstag, den 19. September, an ihn erfolgen muß, damit er die Gesamtmeldung am gleichen Tage nach Frankfurt weitergeben kann.

NSDAP. Gießen.

Die Ortsgruppe Gießen-Nord sieht folgende Veranstaltungen vor: Dienstag, 19. September, im Haberkastem Zellenoersammlung der Zellen 1 und 2 Pg. Walter spricht überVersailles . Zelle 3 Block 2 heute, Montag, 20.30 Uhr, Blockabend. Zelle 3 Block 1 Donnerstag, 21. September, 20.30 Uhr, Blockabend. Versammlung jeweils inNaaf's Häuschen". Zelle 5 Dienstag, 19. September, 20 Uhr, in derStadt Marburgs Blockabend von Block 1, 2 und 3 der Zelle 5. Das Erscheinen sämt­licher Mitglieder ist Pflicht.

Die N S. - F a ch s ch a f t für Dentiften« Kreis Gießen, hat am Mittwoch, 20. September, 20 Uhr, Fachschaftsabend im Hotel Hindenburg.

NS.-Lehrerbund, Kreis Gießen.

Kreisobmann Dr. Henß gibt bekannt, daß dik Mitgliederbeiträge für das 4. Quartal für besoldete und pensionierte Lehrkräfte 3 Mark, für unbesoldete Lehrkräfte 1,50 Mark einschließlich Kreiszuschläge betragen. Die Beiträge sollen grundsätzlich an die Bezirkskassenwarte bei der nächsten Kreisversamm- lung abgeliefert werden. Die Bezirkskassenwarte rechnen bis zum 30. September mit dem Kassen­wart des Kreises, Dipl.-Handelslehrer Paul Deh« m e r, Gießen, Moltkestraße 12, ab. Wenn Bei­träge überwiesen werden, müssen sie in Zukunft nur auf das PostscheckkontoNationalsozialistischer Lehrerbund, Kreisleitung Gießen", Postscheckamt Frankfurt a. M. Nr. 64 849 überwiesen werden. Lediglich die rückständigen Beiträge vom letzten Vierteljahr können noch auf das bisherige Post­scheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 35110 überwiesen werden. Der Zweck der Zahlung ist bei allen lieber-, Weisungen genau anzugeben.