Ausgabe 
18.9.1933 Erstes Blatt
 
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P!Richssendeleiter , ,Jf °us dem Jückeberg ?upkatz der Bauernkundgebung onlich olle Anordnungen für R Setrossen. Preseoertre- rte der Reichssendeleiter, daß che Bauernkundgebung, die Welt zu werden verspricht, Menz ringende Bauernschaft der, vielleicht auch der ameri- zu einem Fanal des schöpfe- Staatswillens der national- ng werden würde. Der deub h folgerichtig und bewußt in 'gäbe, das Sprachrohr des efer Gelegenheit ju fein unb r Grenzen Sympathien für > zu werben.

schäft sehrluftig" gewesen fei. lieber die eigentliche Ursache des Unglücksfalles ift Näheres noch nicht zu erfahren. Lediglich wird gemeldet, daß außer Hölz noch fünf andere Bootsinsassen ums Leben gekommen sind.

Max Hölz war während der innerpolitisch de» wegten Jahre der Nachkriegszeit zum Schrecken in Deutschland geworden. Im November 1918 wurde er Vorsitzender des Erwerbslosenrates in Falken» ft ein im Vogtland und übernahm die Füh­rung in der im März 1920 im Vogtland von den Kommunisten inszenierten Gegenaktion gegen den Kapp-Putsch, wobei er sich durch verbrecherische Brandstiftungen einen besonderen Namen machte Als die Reichswehr in diesen Kampf eingriff, fluch­tete Hölz in die Tschechoslowakei, die sich dem deutschen Auslieferungsbegehren widersetzte. Im März 1921 setzte sich Hölz an die Spitze des kommunistischen Aufstandes in Mit» teldeutschland. Er wurde gefangen genom­men und wegen Hochverrats und Totschlags $ u lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Er verbüßte Die Strafe in Sonnenburg, wurde aber im Zusammenhang mit der Amnestie von 1928 au s der Haft entlassen. Vorwiegend hielt sich Max Hölz in den letzten Jahren in der Sowjetunion auf.

Neue Führung

der Deutschen Frauenfront.

München, 16. Sept. ICNB.) Der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß erläßt, wie die NSK. meldet, folgende Anordnung:

Hiermit ernenne ich nach Rücksprache mit dem Stabsleiter der PO. Pg. Dr. Robert Ley den Pg.

Berlin, 16 Sept. (DDZ.) Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der neuen Reichsgesctze über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes und über den Zusammenschluß von Mühlen ver­öffentlicht Reichsernährungsminister D a r r 6 in der nationalsozialistischen ,Landpost" eine Betrachtung über das ThemaDer gerechte Preis" Das neue Gesetz über den Reichsnährstand, so führt der Minister aus, setzt mich nunmehr grundsätzlich in die Lage, zum Sy st em von Fe ft preisen über^igehen. Es gibt mir aber andererseits die Er­mächtigung in die Hand, durch Schaffung des kor- porativen Zusammenschlusses im Reichsnährstand b i e ständische Marktorganisation kraft Gesetzes hinzustcllen, welche die Voraussetzung für ein reibungsloses Heranbringen an das Verarbei­tungsgewerbe ist, denn über eines muß man sich klar fein: der Staat kann dem Landwirt und Bau­ern nur einen angemessenen und festen Preis zu­sichern für diejenigen Mengen von Getreide, für die ein wirklicher volkswirtschaftlicher Bedarf vorliegt Die Marktorganisation wird weiter durch den korporativen Zusam­menschluß von Erzeuger, Handel, Ge­nossenschaften und Mühlen die Gewähr dafür zu schaffen haben, daß die volkswirtschaftliche Nachfrage aus dem volkswirtschaftlichen Betrieb an die Mühle in dem Tempo herangeschleust wird, wie das der laufende Bedarf erfordert. Der Landwirt muß sich also darüber im Klaren sein, daß er auch nur ein Anrecht darauf hat, daß ihm bei etwa eintretender Uebererjeugung an­teilsmäßig der Prozentsatz seines 23er- kaufsgetreides abgenommen wird, der insgesamt zur Deckung des volkswirtschaftlichen Bedarfes not­wendig ist. Verstößt die Landwirtschaft gegen diese klar gegebene Sachlage, indem sie etwa im laufenden Jahre die Getreideanbauflächen weiter vergrößert, so läuft sie Gefahr, daß ihr zum Schluß des Erntejahres 1934/35 ein gewis­ser Hundertsatz, und zwar anteilig für jeden Be­trieb, nicht abgenommen wird. Ich werde auch Mittel und Wege finden, denjenigen Landwirt, der etwa einzeln gegen diese meine Warnung vor einer weiteren Anbausteigerung verstößt und da- mit seine Standesgenosien zu Übervorteilen versucht, entsprechend zu treffen. Das Nährstandgesetz ist un- bedingt nur als eine Sonderregelung für den

völlig reibungslos. Unter den elf Passagieren, die sich an der Fahrt beteiligen, befinden sich der württembergische Wirtschastsminister Professor Dr. Lehnisch, der griechische Generalkonsul in Buenos Aires und als Vertreter des Reichsluft­fahrtministeriums General Wilberg. Außerdem werden 140 Kilogramm Post mitgesührt. Das Luft­schiff befand sich nach Mitteilungen der Deutschen Seewarte in Hamburg am Sonntag um 17.30 Uhr MEZ. über Rabat (Nordasrika). Es hat seit Gibraltar eine Geschwindigkeit von 130 Stunden­kilometern entwickelt.

Spende der Firma Krupp für ehemalige Werksangehörige.

Wie alljährlich, so hat auch in diesem Jahre die Firma Krupp beträchtliche Mittel für die feit 1. 7. 1930 wegen Arbeitsmangel ausge­schiedenen älteren Arbeiter zur Verfü­gung gestellt. Insgesamt werden rund 270 000 Mark für die Winterversorgung dieser Arbeiter bereit­gestellt

Der erste Schnee im Riesengdbirge.

In derNacht zum «Samstag gingen auf dem Kamm des R i e f e n g e b i r g e s die ersten Schnee- und Graupelschauer nieder. Am Samstag früh be­deckte eine mehrere Zentimeter starke Schneedecke den Kamm des Gebirges.

Ein elftes Todesopfer des Solinger Unglücks.

Im Städtischen Krankenhaus in Bochum iff der SA. Reseroemann Fritz Kann aus Bochum als elftes Todesopfer des Autounglücks bei So­lingen g e ft o r b e n. Ein weiterer Verunglückter be­findet sich noch in Lebensgefahr.

Tödlicher Absturz eines Segelfliegers.

Am Sonntagnachmittag stürzte auf dem Plauener Flugplatz ein Segelflugzeug ab. Es ging vollständig in Trümmer und begrub den Piloten Oskar Heinze unter sich, der dabei tödlich verletzt wurde. Der Flieger befand sich erst wenige Minuten in der Luft. Nachdem er eine Kurve geflogen hatte, konnte er fein Segelflugzeug nicht mehr richtig auf­fangen, so daß dieses senkrecht abstürzte.

Segelbootsunglück vor pillau. Drei Personen ertrunken.

Die mit vier Personen besetzte SegeljachtBaldur" wurde etwa 700 Meter vom Pillauer Molenkopf entfernt bei der Wendung auf die Süder Mole ge­worfen und völlig zertrümmert. Der Besitzer der Jacht und zwei Damen ertranken. Der vierte Insasse, ein Iungmann, konnte von einer Barkasse des LinienschiffesHessen" gerettet werden.

Unglücksfalle beim Schleizer Dreiecksrennen. Ein Toter, mehrere verletzte.

Beim 11. Schleizer Dreiecksrennen kam es am Sonntag, nachdem bereits in den Vortagen beim Training vier Fahrer verunglückt waren, zu weiteren schweren Unglücksfällen. In der dritten Runde des Wettbewerbs der Ausweisfah- rer fuhr der Hildesheimer Walter Hartmann in der Haarnadelkurve, falt an der gleichen Stelle, wo vor Jahresfrist sechs Reichswehrleute zu Tode kamen, gegen einen Baum und verunglückte töd - l i ch. Weiter kam es im Meisterschaftslauf der schweren Maschinen zu einem Zusammenstoß. Der Düsseldorfer R o e f e erlitt hierbei einen Oberarm- druch. Walter Pfister- Ulm fuhr in die Zu- fdjauermenge und mußte mit einem Schädel- und einem Oberschenkelbruch vom Platz getragen wer­den. Auch, ein Zuschauer wurde schwer ver- letzt. Bei weiteren Unfällen trug Fritz Kahlen- berg- Köln eine schwere Kopfverletzung, Walter Lohmann- Hamburg eine Beckenquetschung und Erich Müller- Ammendorf eine Gehirnerschütte­rung davon.

Grohfeuer in Oberfranken. 23 Scheunen abgebrannt

Ein riefiger Brand hat in der Nacht zum Sonntag den Ort Wallenfels bei Kronach (Dberfran- ten) heimgesucht. Dem rasenden Element fielen ins­gesamt 23 Scheunen zum Opfer. Der Scha­den ist, da die Scheunen bereits Erntegut bargen, außerordentlich groß. Es steht außer Zweifel, daß das Feuer durch Brandstiftung entstanden ift,

da die Flammen zu gleicher Zeit an drei verschiede- nen Stellen ausloderten. Gerettet konnte nichts wer­den. Innenminister Wagner, der anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Ortsgruppe Kronach der NSDAP, in Kronach weilte, besichtigte die Brandstätte.

Wie dieFränkische Presse" vermutet, handelt es sich bei den Brandstiftern um kommunistische Elemente. Bereits eine Stunde nach Brandaus­bruch hatte das Feuer soweit um sich gegriffen, daß die 23 Scheunen und eine Menge kleinerer (9e- bäube, die mit ungedroschenem Korn, landwirt­schaftlichen Maschinen, Stroh und Heu angefüllt waren, in sich zusammenstürzten.

Reichsstatthalter Ritter von Epp eröffnet das Münchener Oktoberfesi.

Die Eröffnung des ersten Münchener Oktober­festes nach der nationalen Revolution gestaltete sich zu einem feierlichen Akt, der bewußt an die Tra­dition der Vorkriegszeit anknüpfte. Der Reichsstatt­halter in Bayern sowie die Mitglieder der bayeri­schen Staatsregierung fuhren, von der Bevölkerung stürmisch begrüßt, im Kraftwagen auf die Fest­wiese. Reichsstatthalter Ritter von Epp erinnerte daran, daß das Münchener Oktoberfest ursprünglich ein Fest der Landwirtschaft war. Es sei erfreulich, daß es nach länger Pause gelungen sei, mit dem Oktoberfest wieder ein Zentral-Landwirt- chastsfest au verknüpfen und damit den ur- prünglichen Charakter des Festes wieder herAu- teUen. Während der Reichsstatthalter sowohl die Landwirtschaftsausstellung als auch das Oktoberfest für eröffnet erklärte, krachten auf der Wiese die Böller zum Zeichen des Beginns des Festes.

An den beiden ersten Tagen herrschte bereits ein ungewöhnlicher Massenbesuch aus Nah und Fern. In den großen Bierbuden herrschte vom frühen Nachmittag an Hochbetrieb und echte ftöhliche Wiesenstimmung. Die Schausteller und Vergnü­gungsunternehmungen sowie die Lebens- und Ge­nußmittelgeschäfte tonnten sich über schlechten Ge­schäftsgang nicht beklagen. Eine besondere An- iiehungskrast übte die Zentrattandwirtschaftsaus- teüung aus. Die ersten Tage haben gezeigt, daß ias urwüchsigste aller Volksfeste, das Münchener Oktoberfest, seine Bodenständigkeit und Heimatoer- bundenheit beibehalten hat. Sie haben aber auch gezeigt, daß dieses historische Fest wie kein anderes geeignet ist, das gegenseitige Verständ­nis zwischen Stabt und Land zu fördern und Die Zusammengehörigkeit der Nation nach außen zum Ausdruck zu bringen.

Zusammenstoß in der CufL

Heber dem Flugplatz Leipzig-Mockau stie­ßen ein Derkehrsflugzeua der Deutschen Verkehrs- flug-AG. und ein Schulflugzeug in geringer Höhe zusammen. Beide Maschinen st ü r z t e n ab. Dabei wurden der Führer des Verkehrsflugzeuges und die Besatzung des Sportflugzeuges verletzt. Die Passa­giere kamen mit dem Schrecken davon.

ib3cticrvornii6faqe.

Die Islandstörung hat sich weiter südöstlich aus» gebreitet, so daß ihre Ausläufer bereits das Festland berühren. Sie führt an ihrer Vorderseite eine Staffel verhältnismäßig warmer Luft heran, die beim Auf­gleiten zu etwas wechselhaftem Wetter führen wird, so daß es neben Dunst- und Wolkenbildung vereinzelt auch zu leichten Niederschlägen kommen dürfte. Die Temperaturen gleichen sich dabei zwischen Tag und Nacht weiter aus und steigen vorerst noch etwas an.

Aussichten f ü r Dienstag: Hebergang zu etwas wechselhaftem Wetter, dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, Temperaturausgleich, zunächst wärmer, vereinzelt leichte Niederschläge.

Aussichten für Mittwoch: Teils wolkig, aufheiternd, keine oder nur vereinzelt leichte Nieder­schläge.

Lufttemperaturen am 17. September: mittags 20,2 Grad Celsius, abends 12,2 Grad: am 18. September: morgens 7,6 Grad. Maximum 21 Grad, Minimum 6,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. September: abends 18,3 Grad; am 18. Septem­ber: morgens 12,8 Grad. Sonnenscheindauer neun Stunden.

Ginn und Zweck der neuen Agrargesetze.

Sicherstellung eines gerechten Preifes.-Neichsmimster Oarrö warnt jedoch vor Vergrößerung der Getreideanbaufläche.

Nährstand des deutschen Volkes anzusehen, und es kommen deshalb ähnliche Ma ßnahmen für die übrige Wirtschaft nicht in Frage. Das Reichskabinett und vorweg der Herr Reichs- kanzler hat durch die Zustimmung zu diesem Gesetz ein großes Maß von Vertrauen gegenüber dem gesunden Sinn des Bauerntums bewiesen. Es wird unsere Pflicht sein, uns dieses Vertrauens würdig zu erweisen."

Der nationalsozialistischenßanbpoft" wird zu den neuen Agrargesetzen von zuständiger Stelle weiter noch folgendes mitgeteilt: Das Gesetz zur Schaffung fester Getreidepreise gibt Euch Bauern nicht nur Rechte, sondern verpflichtet Euch auch erneut gegenüber Volk und Gefamtwirtschast. Es wird deshalb mit Nachdruck davor ge­warnt, bei der diesjährigen Herbstbestellung

eine Vergrößerung der Anbaufläche für Brotgetreide, insbesondere für Winter- weizen oorzunehmen. Der Getreideanbau darf viel­mehr nicht nur nicht erhöht werden, sondern muß sogar eine fühlbare Verminderung er­fahren. Vor allem sollte die Erzeugung von Winterweizen eingeschränkt und dafür zur Verbreiterung der nationalen Futtergrundlage Der Anbau von Wintergerste verstärkt werden. Das vorliegende Gesetz über den Preis­schutz für Getreide löst die Bauernwirtschaft auf einem wichtigen Gebiet aus der kapitalistischen Wirtschaft heraus und vermindert die Markt­abhängigkeit des Bauern. Dies ver­pflichtet aber auch den Bauern, auf dem Ge­treidegebiet jetzt nicht mehr prioatwirtschaftlich, sondern volkswirtschaftlich zu denken.

3m Offen liegt die Ausgabe des deuischen Zauern.

Grundsätzliche Ausführungen des Staatsrats Meinberg.

Oppeln, 17. Sept. (WTB) Auf einer Grenz­landkundgebung des Oberschlesischen Iunglandbun- des führte Staatsrat Weinberg, Reichsobmann für die bäuerliche Selbstverwaltung u. a. aus: Ohne den großen Ostlandzug der deutschen Bauernschaft wäre heute das deutsche Volk auf den engen Raum zwischen Elbe und Maas zusammengepfercht, wären die Deutschen wirklich ein Volk ohne Raum. Die Sicherung des deutschen Ostens ift auch heute in erster Linie eine Siedlungsaufgabe. Ein lebendiger Bauernwall ist des deutschen Volkes bester Schutz im Osten. Die deutsche Ostkolonisation ist zugleich der Siegeszug des deutschen Rechts­gedankens. Aber gerade die rechtliche Grund­lage bäuerlicher Bodenständigkeit ist durch den Ein­bruch des artfremden römischen Rechtes und das kapitalistische Wirtschaftsdenken aufs schwerste bedroht worden. Das preußische Erbhofgesetz leitet eine allgemeine bäuerliche Bodenrechtsre­form ein, die das naturgegebene Eigenrecht des Grund und Bodens wiederherstellt und die bäuer­liche Scholle herauslöst aus den Verstrickungen des kapitalistischen Finanzsystems. Nur durch eine recht-

ließe Neuordnung des gesamten Bauernstandes und der mit ihm zusammenhängenden Wirtschaftszweige des ländlichen Handels und der gewerblichen Ver­arbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist auf die Dauer eine Sicherung auch der wirt­schaftlichen Lebensnotwendigkeiten des deutschen Bauerntums möglich. Sie ift auch die wichtigste Voraussetzung dafür, daß das ein- geleitete große Siedlungswerk ein Werk von Dauer ist. Durch die Neubildung des Bauerntums im deutschen Osten soll und muß der ver­hängnisvollen O st °We st-Wanderung der letzten Jahrzehnte, die den deutschen Osten zu entblößen drohte, e i n Ende gemacht werden. Dem hohen Geburtenüberschuß des lebenskräftigen ostdeutschen Bauerntums, der bisher fast zur Hälfte an die westdeutsche Großindustrie verloren ging, wird durch die Siedlung die Möglichkeit gegeben werden, in der Heimat eigenen Grund und Boden unter die Füße zu bekommen, und den überschüssigen Bauernsöhnen des Westens soll wieder, wie zur Zeit der großen Ostkolonisation, der Weg nach dem Osten gewiesen werden.

Für das aus dem Verwaltungsrat der Deut- schen Reichseifenbahngesellschaft ausgeschiedene Mit­glied Dr. Siloerberg ist ßegationsrat in der baye­rischen Vertretung beim Reick und Stabsführer im Derbindungsstab der NSDAP. Rolf Reiner und an Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes Kai­ser, der Leiter des deutschen Arbeiterverbandes der öffentlichen Betriebe und Schulungsreferenten für die Gaubetriebszellenschulung der NSDAP.

Landrat Dr. Krummacher zum Leiter der NS.-Frauenschaft, damit zugleich zum Lei­ter der Frauenfront. Pg. Dr. Krummacher tritt mit sofortiger Wirkung sein Amt an. Die Leitung der Frauenfront und Frauenschaft hat ihren Sitz künf­tig in München.

, Der Stabsleiter der PO. Pg. Dr. Robert Ley erläßt folgende Anordnung:

Nach reiflichster Heberlegung hat sich der Stell- Vertreter des Führers Pg. Rudolf Heß auf meinen Wunsch hin entschlossen, mit der Leitung der natio­nalsozialistischen Frauenschaft und der Frauensront einen mit diesen Fragen besonders vertrauten alten Nationalsozialisten, den Pg. Dr. Krummacher, zu beauftragen. Bei die- ser Gelegenheit spreche ich der bisherigen Leiterin der nationalsozialistischen Frauensckaften Fräulein Gottschewski meinen besten Dank aus. Frl Gottschewski wird auch fernerhin dem neuen Leiter der NS -Frauenschast mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich freue mich, daß hierdurch auch in der Leitung der NS.-Frauenschaft eine klare Rege­lung im Sinne des Führers getroffen ist. Ich erwarte, daß die nationalsozialistische Frauenschaft genau wie bisher nationalsozialistische Disziplin und Pflichtauffassung bewahrt

Möglichkeiten des Viermächtepakts.

Eine Rede de Aouvcnels.

Paris, 17. Sep. (CNB.) Der frühere franzöfi- sche Botschafter in Rom, Senator Henri d e Jouoenel, hielt eine politische Rede, in der er den Viermächtepakt verteidigte. Die Politik von Locarno habe erst an dem Tage wieder ihre ganze Kraft, an dem das Mißtrauen zwi- schen Frankreich und Italien ausgehort habe. Locarno und der Viermächtepakt seien Glieder ein und derselben Kette. Lo­carno sei ein Vertrag im Hinblick auf den Angriff gewesen, der Diermöchtepakt sei ein zweites Lo­carno im Hinblick au die Zusammenarbeit und Verständigung. Das fei ein Fortschritt. Durch den Diermächtepakt hätten die Hnterzeichner sich aus­drücklich verpflichtet, Sanktionen gegen jeden Angreifer zu ergreifen. Wenn es mög­lich fei, einen Mißerfolg der Abrüstungskonferenz zu vermeiden, so nur durch eine diplomatische Ak­tion, für die der Viermächtepakt als Werkzeug die­nen werde. Der Redner ging bann auf das Ab­rüstungsproblem näher ein und wiederholte die nun schon sattsam bekannte Phrase von den angeblichen Deutschen Aufrüstungsplänen. Man müsse sich so rief er aus ihrer immer be­wußt bleiben, selbst wenn man von den friedfer­tigen Erklärungen des Reichskanzlers nichts ver­gesse, selbst wenn man sich über die Verständigung zwischen Danzig und Polen freue, die vielleicht un­ter der früheren deutschen Regierung nicht möql gewesen wäre, selbst wenn man sich in Frankreich sorgfältig vor jeder Aufteizungskampagne hüte, selbst wenn man in Frankreich glauben wolle, daß in keinem Lande die Generation der ehemaligen Frontkämpfer wieder Krieg führen wolle.

Meine politische Nachrichten.

Der 4. Deutsche Iuristentag wird vom 29 September bis 3. Oktober in Leipzig statt­finden.

Der Deutsche Reichskriegerbund yffhäuser" spendete für das WinterhilfswerkKampf gegen Hunger und Kälte" 10 000 RM.

Georg Körner, zu Mitgliedern des Verwal­tungsrates der Deutschen Reichsbahnge- fellfchaft ernannt.

Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Staats­rat Dr. Ley, hat den preußischen Ministerpräsi­denten Göring gebeten, in den Großen A r - beitskonvent der Deutschen Arbeits­front einzutreten. Ministerpräsident Göring hat dieser Bitte mit großer Freude entsprochen, weil er sich immer mit der deutschen Arbeiterschaft ver- bunben gefühlt habe

DerVölkische Beobachter" veröffentlicht am Samstag folgende Bekanntmachung des Chefs des Stabes, Röhm: In Abänderung einer am 4. Juli 1933 ergangenen Verfügung hebe ich die verfügte Aufnahmelperre in die SA. für alle aus der Reichswehr nach zwölfjähriger Dienstzeit Aus­scheidenden auf

Zur Vermeidung einer Störung des vor dem Reichsgericht Leipzig stattfindenden Strafprozesses gegen die Reichstagsbrandstifter wird für die Zeit vom 17. September bis 7. November 1933 einschließ­lich der Luftraum über der Stabt Leip- zig als Luftsperrgebiet erklärt.

Der Direktor ber Eidgenössischen Handelsabtei­lung Sturti war in Berlin, um mit der Reichs­regierung zu prüfen, auf welcher Grundlage um- fallendere Verhandlungen zur Regelung der deutsch - schweizerischen Wirtschafts, und Finanz beAiehungen geführt werden können. Die Besprechungen sind am 15. September zu einem vorläufigen Abschluß gekommen.

Aus oder Wett

Lrbbiologie auf dem Internationalen Sportärzte­kongreß.

Anläßlich des vom 3 bis 9. September in Turin veranstalteten Sportärztekongreffes hielt Ministerialrat Dr. Conti vom preußischen Mini- terium des Innern ein ReferatZiel und Drgani- ation des deutschen Sportes im nationalsozialisti- chen Deutschland". Die Gedankengänge dieses Vor­trages, der von dem führenden Vorstandsmitglied als der beste der ganzen Tagung bezeichnet wurde, fanden sehr starke Beachtung. Der Präsident der Federaziane Jtaliana degli Medici Sportivi, Prof. Cassinis, erklärte, daß die Gedankengänge die­ses Referates, die FrageErbgefundheits- pflege und Spor t", den Gegenstand der näch­sten Tagung bilden würden

hitlerjunge Ouexbesonders wertvoll"

Laut Beschluß der beiden Filmkammern im Zen- tralinftitut für Erziehung und Hnterricht vom 15. September 1933 ist der UfafilmHitler- junge Quex", ein Film vom Opfergeist deut­scher Jugend, mit dem besten Prädikat, das ein Spielfilm überhaupt erhalten kann, nämlichb e - sonders wertvoll", gemäß Paragraph 19 der Geschäftsordnung vom 7 7. 1933 anerkannt worden. Diese ungewöhnliche Hervorhebung des Wertes dieses Films bringt für die Herstellungs­firma unb für den Verleih mit sich, daßHitler- junge Quer" für die Theaterbesitzer eine voll­kommene Befreiung von ber Vergnü­gungssteuer genießt.

Hochzeit im Hause Selbte.

Im Dom zu Magdeburg fand die Trauung von Fräulein Hilde S e l ö t e . der Tochter des Reichs- arbeitsminifters und Stahlhelm-Bundesführers Franz Selbte, mit dem juristischen Beirat einer Aachener Versicherungsgesellschaft, Dr Walter Korn, München, statt.

Graf Zeppelin" jum 7. Südamerikaflug aufgeftiegen.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Samstag um 20.19 Uhr in Friedrichshafen unter Führung von Kapitän Lehmann zum 7. Süd­amerikaflug dieses Jahres aufgestiegen. Der , Start vollzog sich nach Anbruch ber Dunkelheit