Aus -er Provinzialhauptstadt
baren ©nttoidtuni
daß die neuen
Rundfunkprogramm
ufiter". Bon Hans Rosbaud. 12:
wurde.
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* Postpersonalie. Dem Ober-Telegra- pheninspektor L. Dingeldey in Gießen ist zum 1. April eine Postamtmannstelle bei dem Fernsprechamt in Hannover übertragen worden.
** Vier Kommunisten in Schutzhaft genommen. Der Polizeibericht meldet: Don der Gießener Kriminalpolizei wurden gestern vier Kommunisten in Schutzhaft genommen.
Hoffmann als Musiker". Don Hans Rosbaud. 12: Mittagskonzert I des Westdeutschen Kammerorche- sters. 13.30 bis 14.40: Mittagskonzert II des Rundfunk-Orchesters. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 18.25: Ein Großstadtjunge wird Landwirt. Eine Plauderei zur Berufswahl. 18-50: „Die berufs- ständische Regelung der Preise für handwerkliche Leistungen und Lieferungen", Vortrag von Dr. jur. Otto. 19.30: Selbstanzeige. Paul Alverdes. 19.45: Holsteinische Schiffersckmurren. Erzählt von Paul Paschen. 20.05: Opereltenmusik des Rundfunk- Orchesters. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20 bis 15.50: Haus- frauen-Nachrnittag. 17: Nachmittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 18.25: „Aus der Oberschlesischen Abstimmungszeit". Don einem Grenzschutzkämpfer. 19: Reichs-Rmgsendung: Zum Tag des Buches. 20: Aus dem Schaffen der Lebenden. — Musik und Literatur. 21.30: Tag des Buches: Anakrson. Eine Novelle von Paul Ernst. 21.45: Selbstanzeige, Hans Heyck. 22.45 bis 24: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Mittwoch, 22. Marz.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I des Rundfunk-Orchesters. 13 30: Mittagskonzert II. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17: Nachmittags-
Vom Wattotbau zur Krott-Oper
Oer deutsche Reichstag im neuen Hause.
Ein Stimmungsbild unsres Berliner ^-Mitarbeiters.
chen der neuen Zeit.
Die Kroll-Oper hat, wie so viele der Berliner Großbauten, eine sehr wechselvolle Vergangenheit. Als der Baumeister Kroll im Jahre 1841 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. a u s d e m ehemaligen Exerzierplatz vor dem Brandenburger Tor das Gebäude errichtete, konnte er nicht ahnen, daß es einmal zum Sih der gesetzgebenden Körperschaft werden würde. Er sollte nur einen großen Restaurations- betrieb errichten, der zu einem Mittelpunkt der Berliner Geselligkeit werden sollte. Ein solches Gebäude fehlte in Berlin, und die Anregung dazu brachte Friedrich Wilhelm IV. von einem Besuch in Breslau mit nach Berlin. Seinen Zweck erfüllte das Haus bis zum Jahre 1848, als Baumeister Kroll starb und seine älteste Tochter eine Sommerbühne dort errichtete. Am 1 Februar 1851 wurde das Gebäude von einem Brand
Polizeibehörde hat nunmehr die Befugnis, den Der- urleitten nach verbüßter Strafe bis zu 2 Jahren in ein Arbeitshaus unterzubringen.
Ein Arbeiter aus Lauterbach hatte Im Juli 193-. in einer Wirtschaft in Angersbach in wüster Welse Wirt und Gaste beschimpft, das Haus trotz mehr- facher Aufforderung nicht verlassen und nach seiner gewaltsamen Entfernung durch die Polizei trotz Verbots das Gastzimmer wieder betreten. Wegen groben Unfugs und Hausfriedensbruchs hatte ihn das Amtsgericht Lauterbach zu 1 Woche Has t und 2 Wochen Gefängnis verurteilt, «eine Berufung wurde verworfen.
Sie Todesstrafe gegen den Zrantfnrter Briefirägermörder rechtskräftig.
WSR. Frankfurt a. M.. 17. März DaS Reichsgericht in Leipzig bestätigte heute di« vom Schwurgericht in Frankfurt a. W. am 14. Januar d. I. gegen den 19 Jahre alten Autoschlosser Wilhelm Knirsch wegen .Raubmordes verhängte Todesstrafe, sowie die daneben ausgesprochene Anerkennung der bur- gerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. 'Die Schuldfestsetzung der Franksurtcr Geschworenen, sowie die Begründung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit des Angeklagten erschienen dem Reichs- gericht bebenfenfrei. weshalb die Revision Knirschs als unbegründet verworfen wurde.
heimgesucht. 3n einer Stunde war das Haus mit seiner wertvollen Innenausstattung abgebrannt Es wurde zwar wieder aufgebaut, konnte feiste Stellung als Treffpunkt des geselligen Berlins aber nicht wieder einnehmen. 1855 wurde das Unternehmen geschlossen. In den folgenden Jahrzehnten war es K o n z e r t g a r t e n undBa11- haus. Im Krieg wurden die gesammelten Stoffe der Reichswollwoche dort aufgestapelt, der Park zu einer Erholungsstätte für Kriegsverlehte gi macht. Rach dem Krieg wurden die verschied' nen fehlgeschlagenen Versuche, das Haus zu einem Theater zu machen, wieder ausgenommen, und der Staat schuf dort eine zweiteOpernbühne, die aber schon vor längerer Zeit auf gegeben
— Tageskalender für Samstag: Alice-Schule, Turmhaus am Brandplatz, 14.30 bis 18 Uhr, Ausstellung von Schülerinnenarbeiten der Kurse und Fachschule. — Vereinigung ehemaliger Leibgardisten, 17 Uhr, Schützenhaus, geschäftliche Bundestagung.
— Aus dem Stadttheaterburo wird uns gesiX ieben: Heute zum 14. Mal die Operetten- Revue ,Jm weißen Rößl" zu kleinen Operettenprei- sen. Vorzugsgutscheine und Schülerkarten haben Gültigkeit. Don 20 bis 23 Uhr. — Sonntag, 19. Marz, zum 15. und vorletzten Mal „Im weihen Rößl" von 18.30—21.30 Uhr: Kleine Operettenpreise. Vorzugs- gutscheine haben Gültigkeit. — Dienstag, 21. März, 24. Vorstellung im Dienstag-Abonnement zum ersten Mal die Operettenneuheit „Glückliche Reise", Operette in drei Akten von Künnecke. Operettenpreise. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. — Mittwoch, 22.
währt sich: „Was der Abgeordnete an Schriftlichem für eine Reichstagssitzung braucht, kann er bequem in der Jackentasche tragen. Alles andere soll er vorher durchgearbeitet haben und im übrigen Augen und Ohren aufmachen, dann kommt er am besten weiter". Eine große Anzahl bedeutender Parlamentarier pflegte ihre Entscheidung zu den großen deutschen Schicksalsfragen meist nur auf einem Notizblock zu vermerken, den man dann auch oft noch im Restaurant liegen ließ
Solche Vergleiche mit den vergangenen Zeiten liegen eigentlich im neuen Heim des Reichstags bei Kroll nicht mehr nahe. Hier spurt man weniger die Atmosphäre der Tradition als die des Reuen, Werdenden, der vorläufig noch nicht sichtbaren Entwicklung. Früher war es die Regel, daß die neuen Abgeordneten vor der ersten Eröffnung von den alten Parlamentslöwen im Reichstag umhergeführt wurden. Heute beobachtet man genau das Umgekehrte: Die Jüngeren führen die Alten, die sich bei dem Umzug vorläufig noch nicht ganz zurechtfinden können, herum. Richt die Statistik, sondern ein Blick in die Couloirs zeigt die Tatsache: Das neue Parlament wird nicht nur der größte, sondern auch der jüngste Reichstag feit Anbeginn sein.
Vom W«llotbau zu Kroll hat man nicht sehr viel Tradition übernommen. Auch das gute alte Reichstagsrestaurant in seiner v-Zug°Wagenform ist drüben geblieben und noch weiß man nicht, wo die Herren Abgeordneten in ihrem Pendel- verkehr zwischen Kroll und Wallotbau das Mittagessen einnehmen werden. Da jedoch auch wichtigste Fraktionsräume drüben bleiben, gewinnt der „Fraktions-Stammtisch" an Bedeutung, man richtet sich auf jeden Fall bei Kroll auf besondere Reichstagsküche ein und dazu werden die bewährten Kellner herübergeholt. — denn ein solcher Kellner weiß in der Regel mehr von der hohen Politik als die meisten anderen Sterblichen und muh — sein Wissen für sich behalten.
Die anderen guten alten Requisiten des Reichstags jedoch — bei Kroll verschwinden sie zumeist.
Das Gesicht des neuen Reichstags... Es wird viel weniger durch die Räumlichkeiten, durch das Drumherum bestimmt sein als durch die Menschen selbst, die Gesichter. Und es wird vergebliche Mühe sein, neue „Reichstagslöwen" finden zu wollen. Einer der wenigen, ganz neuen Reichstagsabgeordneten von Bedeutung ist — Adolf Hitler. Die Mehrzahl der neuen Abgeordneten kann nur als ein Gesamteindruck gewertet werden. Das macht nicht nur die Uniform, die die' Mitglieder der nationalen Verbände im Reichstag anlegen, sondern auch die Einheitlichkeit ihres Auftretens, ihrer Gesichter.
Flaggen- und Blumenschmuck wird herbeigeschafft, um das Haus des neuen deutschen Parlaments zu schmücken. Die Menge, die in endloser Schlange fünf bis sechs Stunden anstand, um den zerstörten Plenarsaal im Wallotbau zu besichtigen, sie verharrt jetzt im Tiergarten von morgens bis abends wie eine dichte Mauer, um den neuen, werdenden Reichstag mitzuerleben. Vor den Eingangs-Portalen steht nicht mehr die endlose Reihe der Privatautomobile, die große Mehrheit der neuen Reichstagsleute kommt z u Fuß anmarschiert. Das ist, wie ein Parlamentarier nachdenklich bemerkte, nicht so sehr ein Zeichen der schlechten Zeit, als vielmehr ein Zei-
Plätze.
Wo werden die eigentlichen Begegnungen, wo wird die wichtige „Tuchfühlung" zwischen Volks- Vertretern und Regierung stattfinden, wo liegt die neue Wandelhalle des Reichstages? Die Gänge, die sich um den Theatersaal ziehen, sind ziemlich eng und schmal und erst ein ganzes Stück entfernt befinden sich Säle und Räume, von denen man sich verschiedene als eine Art Wandelhalle denken könnte. Die Abgeordneten sollen selbst entscheiden, wo sie zu wandeln wünschen: sogar der Reichstags-Direktor, Herr Geheimrat Galle hat noch keine rechte Vorstellung davon, wie sich das Reichstagsleben im Kroll-Gebäude eigentlich entwickeln wird.
Das alles wird sich rascher ergeben als man
glaubt. Wie hat denn der ganze Umzug ausgesehen? Rur ein paar Lastwagen sind vomWal - I o t 6 au zu Kroll hinüber gefahren unb* haben etliche heilige Geräte, wie die Glocke des Präsidenten, aber auch das notwendigste Büro- und Schreibmaterial hinübergeschafft. Trotz dieses „kleinen Umzugs" werden die Herren Abgeord- neten jedoch diesen Weg über den großen freien Platz, der von dem Bismarck-Denkmal und der Siegessäule beherrscht wird, nicht allzu oft zurückzulegen haben, ein Reichstag braucht nur wenig Inventar. Die Bibliothek wird zur Zeit der eigentlichen Tagung erfahrungsgemäß nur wenig benutzt. — mit Ausnahme der Konversationslexika, — die mitgenommen werden. Jene „guten alten Zeiten", in denen auch an hochdra- mat.schen Tagen schöneLiteraturin Mengen entliehen wurde, sind längst vorbei.
Und wie ist es mit den eigentlichen Arbeitsräumen der Abgeordneten? Selbstverständlich können nicht für jeden Einzelnen die Arbeitsräume mit zu Kroll hinübergenommen werden. Die „Aus- schuhbienen" aller Parteien freilich, die man fast immer nur mit dicken Aktentaschen oder in Akten und Korrespondenzen wühlen sieht, haben sich mit ihrer bekannten Energie sofort Arbeitsräume gesichert — es sind etwa zwei Dutzend. Die anderen Abgeordneten hatten im Wallotbau unter dem Dach ja auch nur zu Dreien ein Arbeitszimmer von 9 Quadratmeter für sich. Wie geht denn das Leben im Parlament vor sich?... Der Ausspruch eines alten Parlamentariers be-
§ 2. Die für die Ausführung und Durchführung des § 1 erforderlichen Vorschriften erläßt der Minister des Innern. Er kann diese Verordnung noch auf andere als die in § 1 Ab- I sah 1 genannten Tiere erstrecken.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen § 1 und gegen die auf Grund des tz 2 erlassenen Vorschriften werden mit Gefängnis bis sechs Monaten oder mit Geldstrafe bestraft. . Ä I
§ 4. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft.
Revue im Lichtspielhaus.
Seit gestern abend steht im Lichtspielhaus Bahnhofstraße neben den interessanten Filmvor» ütjrungen eine Revue auf dem Programm, die an Reichhaltigkeit und künstlerischer Leistung alles übertrifft, was man auf diesem Gebiet bisher in Gießen zu sehen bekam. Unter dem Motto „Schiss ahoi" macht man in dieser Revue eine | Rordlandfahrt ins Blaue, bei der auf Dem Dampfer in acht Bildern und 30 Einzeldarbie- tungen für Kurzweil und frohe Stimmung in ausgiebigster Weise gesorgt wird. Die schwedische Parodistin Thora Ma Im ström nut 12 Rord- landgirls und zwei famosen männlichen Partnern bringt mit viel Schmiß und Tempo, Tempo, Tempo tanzkünstlerische, gesangliche und humoristische Darbietungen am laufenden Band, die den Besucher ständig in Atem halten und ihm eine genußreiche Stunde bereiten. Die Tänze sind voll Schmiß und Grazie, von seiner Rhythmik, sowie Eleganz und Reichhalttgkeit der Kostüme. Die Gesänge haben einen starken nordischen Einschlag und stehen mit ihrem dezenten Inhalt auf gutem Riveau. Durchweg wird aber der Charakter einer guten Revue und feiner Barietskunst betont her- ausgestellt und damit bis zum Schluß eine gute Linie flotter, leichtbeschwingter Bühnenkunst gehalten. Es lohnt sich, diese Revue anzusehen und sich dadurch für eine Stunde in angenehmer Weife über die Sorgen und Röte des Alltags Hinwegbringen zu lassen. Die Vorführungen des Gesamtprogramm- beginnen um 16, 18 und 20.30 Uhr, die Revue nimmt um 17.30 und 20.40 Uhr ihren Anfang.
Bornotizeu.
Wie man diesen größten bisher gewählten Reichstag in dem alten Plenar- saal hätte unterbringen können, das ist schwer denkbar. Schon der vorige Reichstag mit mehr als 600 Abgeordneten hatte nur ganz beengt Platz . . . Man mußte fast sämtliche Pulte vor den Sitzen wegnehmen, die Gänge nach hinten zu so verengen, daß eine rasche Rückzugsmöglichkeit bei den früher recht häufigen t u m u 11 a r t i g e n Szenen kaum gegeben war. Jede freie Ecke im Saal war durch neue Abgeordneten-lätze besetzt und wo doch einmal ein Quadratmeter frei war, hatte bestimmt der Rundfunk oder sonst irgend jemand Quartier genommen. Wie wäre es erst jetzt geworden? Man hätte Abgeordnete auf die Tribüne sehen müssen. Man erinnert sich an die letzte Reichstagssession. In der Wandelhalle wunderte man sich, weshalb es, trotz wichtiger De- ratungsgegenstände, so wenige Abgeordnete im Plenum aushielten. Der Grund lag nicht etwa darin, daß man sich das Parlamentären schon zu sehr ab'gewöhnt hatte, sondern bestand in der ganz vulgären „Budenangst" zahlreicher Abgeordneter, die den Menschen in zu engen Raumen
WSR. Auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 13. März 1933 hat das hessische G e - samtministerium heute folgende Verordnung erlassen. r o.
§ 1. Rindvieh, Schweine, Schafe. Ziegen und Pferde sind beim Schlachten vor Beginn der Dlutentziehung zu betäuben. Bei Rotschlachtungen (§ 1 Absatz 3 des Reichsgeseves über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900) findet Absatz 1 keine Anwendung, wenn sich die Betäubung unter den obwaltenden Umständen nicht ausführen läßt.
konzert. 18.25: „Wie steht es um Leistungen und Zukunft der Angestellten > Versicherung?" Eine Sprechstunde. Leitung: Heinrich Auerbach. 18.50: „Max Reger", Vortrag von Hans Rosboud. 19.20: Friedenskirche Frankfurt: Konzert. 20.15: Freiburg: Die Welt auf dem Monde. Komische Oper von Jos. Haydn. 21.45: Mannheim: Pfälzer Lieder zur Laute. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Donnerstag, 23. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker, Kassel. 12: Mittagskonzert I erwerbsloser- Be- rufsmufikr, Kassel. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittaas- konzert. 18.25: „Evangelisches Schrifttum der Gegenwart" — Unterhaltung zwischen Pfarrer Rene Wallau und Dr. Wilhelm Michel. 18.50: „Woh- nungs- und Hausreparatur mit Reichszuschuß", Vortrag von Dr. jun Alllhelm Schulz. 19.30: Mann- beim: Deutsche und italienische Opernmusik. 20.45: Taschenbuch der Grazien. Lieder und Gedichte. 21.45: Johannes Brahms. Sonate für Klavier in k-Moll, op. 5. Gespielt von Walter Rehberg.
Freitag, 24. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I des Rundfunk-Orchesters. 13.30: Mittagskonzert II. 17: Pforzheim: Unterhaltungskonzert. 18.25: „50 Jahre Deutscher Ruderverband". Don Lorenz Eismayer. 18.50: „Wehrsport und Arbeitsdienst im Stahlhelm", Vortrag von Kapitän z. See a. D. Weiße. 19.30: Stegreif-Erzählungen. 20.30: Unterhaltungskonzert. Marchenbilder. 21.30: Erlebte Zeit. Gustav Freytag. Unterhaltung zwischen Professor Gustav W. Freytag, einem Sofjn des Dichters, und Dr. Rudolf Hoffmann. 22.30 bis 24: Nachtmusik.
Samstag, 25. Marz.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: E. Th. A.
Oer hessische Innenminister an Kreisdirelior Or. Stammler.
WSR. Darmstadt, 17. März. Der Minister des Innern Dr. Müller hat an Kreisdirektor Dr. Stammler in Alsfeld ein sehr herzlich gehaltenes Schreiben gerichtet. Der Minister gibt darin seiner Freude Ausdruck, daß eine seiner ersten Amtshandlungen die Wiedereinsetzung des Kreisdirektors in Alsfeld gewesen ist, und daß die Bevölkerung des Kreises, in dem Dr. Stammler durch sinnlose Maßnahmen verhindert war, seinen Dienst als Kreis- Direktor zu leisten, ihm die Treue gehalten hat und ihm jetzt die vielseitigsten Beweise der Anhänglichkeit und der Verehrung entgegenbringt.
Strafkammer Gießen.
• Gießen, 17. März. Ein „Arbeiter" aus Darmstadt hatte am 1.12.1932 in Gießen gebettelt und zwar, wie festgestellt werden konnte, um seine Einnahmen zu vertrinken. Mit Rücksicht auf seine zahlreichen Vorstrafen, insbesondere wegen Bettelns, hatte ihn das Amtsgericht zu der Höchststrafe von 6 Wochen Haft verurteilt und außerdem auf Ueberweisung an die Landesvolizeibehörde erkannt. Die Strafkammer verwarf seine Berufung, die insbesondere die Aufhebung der genannten Nebenstrafe bezweckte, als unbegründet. — Die fianbes-
überfällt.
Jetzt ist der Raum, in dem tm Parkett und auf den Tribünen sonst tausend Menschen versammelt sind, trist und leer. Monteure tn blauen Kitteln lassen sich angefeilt von der Decke herab und w -...... -v- , schlagen überall die verbrannten Holz- und
März, zum letzten Mal Bruno Franks Komodie Mauerreste ab. Aber die Zerstörung ist der An - „Nina" unter Karl H e y se r s Spielleitung. 23.Vor- sang des Auf baus. Den neuen Plenarsaal Stellung im Mittwoch-Abonnement. Spieldauer von man entsprechend der wachsenden Beteiligung 20 bis 22.15 Uhr. — Freitag, 24. März, 24. Dor stell baucn and ihm auch, endlich, Die notwendige Helle lung im Freitag-Abonnement erste Wiederholung geben. Was aber geschieht inzwischen?
der Operette „Glückliche Reise" von Künnecke (Spie!- Der Rame „Kroll" hat eine alte Berliner Tra- leitung: W r e d e). — Die letzte Aufführung der Litton. Das Gebäude, besser Der Gebäudekomplex. Operetten-Revue „Im weihen Röhl" findet am läßt wenig davon merken. Moderne Hölzer, mo- Sonntag, 26. März, statt. Kleine Dperettenpreife. derne Möbel, moderne Farben. Der Sitzungssaal
* ist lo groß, daß ihn sogar Der neue Reichstag kaum
füllen kann. Dis zum letzten Augenblick wird auf und vor der Bühne gehämmert und gezimmert, die Ministerbank, das Rednerpult, die Stenogra- phenplähe entstehen, — mehrere Architekten arbeiten unter Hochdruck, um dem großen Theatersaal das zu geben, was er vorher nicht unbedingt hatte: Wärme, Stimmung und Feierlichkeit. Das Publikum erhält „zweiten Rang", Diplo- matie, Politiker usw. den ersten. Die Presse erwartet eine besondere äleberraschung: sie, bisher das Stiefkind des Reichstags, erhält zum ersten Male eine Tribüne zur Verfügung, auf Der man richtig hören und verstehen kann, man braucht nicht mehr aus dem amtlichen Stenogramm und den Gesten der Redner ihre Worte zu enträtseln. („Hoffentlich wird Die Einstellung Der Presse zum Parlamentsgedanken Dadurch jetzt geneigter.“ * Auch der Rundfunk hat, Den Erfahrungen Der Obern-ilebertragungen entsprechen!), seine festen
Hessischer Einzelhandel und Staatspräsident.
Der Landesverband des Hessischen Einzelhandels, Sitz Darmstadt, hat an den Herrn Staatspräsidenten Prof. Dr. W e r n e r nach- stehendes Schreiben gerichtet:
Hochverehrter Herr Staatspräsident!
Anläßlich Ihrer gestrigen Wahl zum Hessin schen Staatspräsidenten gestatten mir uns, Ihnen namens unseres Verbandes die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen und der Hossnung Ausdruck zu geben, daß unter Ihrer bewährten Führung nunmehr die Befriedung des politischen Lebens und die langersehnte Besserung der wirtschaftlichen Derhaltmsse Platz greifen werden.
. Gleichzeitig wären wir Ihnen, hochverehrter Herr Staatspräsident, sehr dankbar, wenn Sie Vertretern unseres Verbandes baldigst Gelegenheit geben wollten, Ihnen die Sorgen und Wünsche des in größter Not befindlichen mit- telständischen Einzelhandels in Hessen vorzu- tragen.
In ausgezeichneter Hochachtung Landesverband des Hess. Einzelhandels e. V. Der Vorsitzende: Der Syndikus: W. Kalb fuß. Dr. M o e h n e r.
Wie uns weiter mitgeteilt wird, findet der nach- gesuchte Empfang der Vertreter des Landesverbandes des Hessischen Einzelhandels durch den Herrn Staatspräsidenten heute vormittag um 11 Uhr m Darmstadt statt. Als Vertreter des Landesverbandes werden dessen erster Vorsitzender W. K a 1 b f u ß , Darmstadt, der zweite Vorsitzende Wilhelm Horn, Gießen, und der Verbandssyndikus Dr. Moeß- ner, Darmstadt, bei dem Herrn Staatspräsidenten erscheinen.
Tleue Personalveränderungen im hessischen Kultusministerium.
Fm Ministerium für Kultus unD 'BtlDungd- toesen wurden beurlaubt: StuknenDirektor Schön an der Realschule Lauterbach, Stadtschulrat Fischer in Gießen, Kreisschulrat Storck in Darmstadt, Stadtschulrat W a u r e r in Offenbach a. M, Oberstudiendirektor Dr. Wei- n e r an der Studienanstalt Offenbach a. M., Studienrat Wilhelm Gundermann an der Oberrealschule am Stadthaus Offenbach a. M-, Lehrer Ludwig Langstädter tn Ober-Ungel- beim. — Von der Führung der Amtsgefchafte al- Direktor wurden entbunden: die 6tumen- direktoren Dr. Chambrö an der Realschule (Btlbel und Dr. Walter an der Realschule in Schotten. „ , .
Folgende kommissarischen Ernennungen sanden statt: Studienrat K o ch als Leiter Der Realschule in Lauterbach, ßtuDienrat ® runbber ger als Leiter Der Studienanstalt in Offenbach a. M., Dr. Henh als Kreisschulrat für Den Stadt- und Landkreis Gießen und Lehrer Adam Born (Darmstadt, als Kreisschulrat für Den Stadt- unD LanDkreis Darmstadt.
Mit Der Führung Der Geschäfte Der Real- schule Vilbel wurde bis zum Beginn Des neuen Schuljahres Studienrat Kurz und mit der- jemgen der Realschule Schotten bis auf weiteres ßtuDienrat Professor Hugo Hahn beauftragt.
Schächtverboi in Hessen.
Sonntag, 19. März.
6,35 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der Evangel. Gemeinschaft. 9.30: otunDe des Chorgesangs. 10.30: Kammermusik, Max Reger. 11.30: Bon Leipzig: Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Mittagskonzert I. 13: Mittagskonzert II. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Kurhaus Wiesbaden: Nachmittagskonzert. 18: „Rechts der Kyll — unbekannte (Eifer, Vortrag von Otto Kley. 18.25: Vergnügliches Zwischenspiel. 18.55: „Was steckt hinter dem neuen Schlagwort .Technokratie'?" Vortrag von Herbert Kayser. 19.20: Sportnachrichten. 19.30 bis 20.15: 20.15: Konzert. 20.15: Das Geisterhaus von Weinsberg. Eine Hörfolge um Juftinus Kerner. 21.15: Unterhaltungsmusik deutscher Meister. 22.35: Schließwerder-Saal Breslau: Kundgebung der Verbände beimattreuer Oberschlesier. Hörbericht-Wiedergabe. 22.45 bis 24: Nachtmusik und Tanz.
Montag, 20. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Wirtschaft und öffentliche Lasten", Gespräch zwischen Direktor Dessecker und Dr. Ringleb. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.20: „Die Romantik des Posthornes", Vortrag von Georg Rennert, Oberpostinfpektor a. D. 19.45: Don Berlin: DerJRuff von Hermann Kasack. 20.45: Kleiner Saal des «aal- baues Frankfurt a. M.: Konzert. 21.25: Belebtes Wort, Liebesgedichte, vorgettagen von Paul Laven. 21.50: Hessische Veteranen erzählen. Der Krieg 1870 71. 22.45 bis 24: Nachtkonzert des Rundfunk- Orchesters.
Dienstag, 21. März.


