Ausgabe 
17.11.1933 Erstes Blatt
 
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Freitag, (7. November 1935

183. Zahrgang

Nr. 270 Erstes Blatt

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General-Anzeiger für Oberheffen

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Was will England?

Oie deutsch-polnische Aussprache

am" b n Sri en «r qan3en Seit zu" g-sähkd-n, zeit an biefem 2anb[lrid) nahm, durchaus b-bmgt uuiiui ucu , ... v. <. ...... mnr imh hn& p« hnhpi hpn pmpnpn Vorteil m Auae

reaktionäre Hitler der Witzblätter, der die Arbeiter der Schwerindustrie ausliesert und Hand m H<md mit den mächtigen Börsenjuden ein in Waffen starrendes Deutschland aus dem Boden zaubert um

heute noch nicht die Selbständigkeit der Republik an und bezeichnet den Akt der Lostrennung nach wie vor als illegal. Es ist auch schon fo gewesen, daß das starke Interesse, das Nordamerika seiner-

war und daß es dabei den eigenen Vorteil im Auge hatte. Die Entstehung der Republik Panama ist nur ein Beweis für die zäh eingehaltene und prak­tisch angelegte Politik der nordamerikanischen Staa­ten, die schön 1855 die Panama-Bahn bauten, die 1884 eifrig den Kanalplänen in Nica­ragua nachgingen und die dann schließlich 1902 die mit einem riesigen Krach zerplatzende franzö­sische Kanalbaugesellschaft kurzerhand auskauften und mit dem Bau des Kanals durchdie Land-

lungnahme des Reichskanzlers Hitler, die er in dem Gespräch mit dem Gesandten Lipski eingenommen hat. Gleichzeitig möchte ich betonen, daß der pol- Nische Gesandte ganz genau über die Richtlinien der polnischen Regierung unterrichtet ist, so daß seine Besprechung als ganz autoritativ bezeichnet werden kann. Wichtig ist meiner Meinung nach, daß der Bevölkerung Deutschlands und Polens klar zur Kenntnis gegeben werde, daß die Politik der beiden Regierungen aktiv und zielbewuht dahin strebt, ihre Bürger vor jedem Angriff zu sichern."

tionsentwurf das Mindeste wäre, was zur Klärung der Situation geschehen müßte. Aber dieser Gedanke stößt in England selbst auf Widerstand, und es ist nicht abzusehen, wie sich Fra n k r e i ch dazu verhalten wird. Jedenfalls kann man sich nach den bisherigen Genfer Erfahrungen schwer vorstellen, daß die Einigung auf eine gemeinsame positive Formel mit den alten Methoden plötzlich soll erzielt werden können. Ohne Einigung der Großmächte über die wesentlichen politischen Fragen sind aber alle Genfer Arbeiten von vornherein Verschwendung.

in strategischer Beziehung geradezu ein Lebens­nerv. Gewinnt doch der Kanal erst recht in heuti­gen Zeiten bei der drohenden Zuspitzung im Fernen Osten eine große militärpolitische Bedeutung, da so ein schneller Wechsel der Operationsfähigkeit der amerikanischen Flotte vom Atlantik zum Stille» Ozean gegeben ist.

Die Kanalzone selbst steht unter der Hoheit und Verwaltung der Vereinigten Staaten, einbegriffen den Gatunsee mit seinen wertvollen Schleusen­anlagen. Zudem hat sich Nordamerika zahlreiche Flotten- und Flugzeugstützpunkte gesichert. Die dreißig Jahre der Freundschaft mit dem mächtigen Bruder im Norden, wenn sie auch von dort aus nicht gerade selbstlos aufgefaßt wurde ist dem Lande aber ausgezeichnet bekommen. Panama grobe als nordamerikanifche Filiale hat im Ge­gensatz zu seinen nächsten Nachbarn, die immer wieder durch Unruhen in ihrer Entwicklung ge­hemmt blieben, überall im staatlichen und öffent­lichen Leben die besten Fortschritte gemacht. Die Organisationen in Handel und Gewerbe, seine Ein­richtungen aus dem Gebiete der Hygiene und der Kulturanstalten sind für mittelamerikanische Ver­hältnisse geradezu vorbildlich Panama-Eity mit sei­nen 75 000 Einwohnern ist eine saubere und sani­tär einwandfreie Stadt. Die dortigen Wasserwerke, die von den Nordamerikanern angelegt wurden, sind mit die besten des Kontinents. Und da die Staaten nicht nur die Unabhängigkeit der Republik garan» Heren sondern auch die innere Ruhe und Ordnung, so wird die weitere Entwicklung dieserMuster- republik" auch nickt gefährdet (ein.

Oer polnische Außenminister bestätigt die Bedeutung des

Schrittes.

Berlin, 17. Koo. (LKB.) wie dieDAZ." und andere Blätter berichten, hat der polnische Außen­minister Beck Pressevertretern gegenüber Erklä­rungen über den Empfang des polnischen Gesandten beim Reichskanzler abgegeben. Der Außenminister führte tt a. aus:

Ich lege ganz großen wert auf die gestrige Siel­

Wiederbelebungsversuche in Gens.

Ein erster Erfolg von Hendersons Alarmruf.-Simon und Eden fahren nach Genf.- Auch paul-Boncour und Aloifi werden erwartet.

Das Ultimatum wirkt sich aus.

Genf, 16. Koo. (121.) In den späten Abend- stunden des Donnerstag oeröffentlichte das Völker- bundssekretariat folgende amtliche Mitteilung:

Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Hen­derson, ist oon der englischen Regierung unter­richtet worden, daß der englische Außenminister 5 i - mon und der englische Unterstaatssekretär Eden sich unoerzüglich nach Genf begeben wer­den. Paul-Boncour hat gleichfalls wissen las­sen, daß er beabsichtigt, inkürzesterZeitnach Genf zu kommen. Der sowjetrussische Botschafter D o w g a l e w s k i hat angekündigt, daß er zur Wei­terführung der Konferenzarbeiten zur ooHcn Verfügung stünde. Präsident Henderson emp­fing am Donnerstag den Vertreter Korwegens und den Vertreter h o l l a n d s, die Berichterstatter für Luft- und Marinefragen, die ihn oon den Be­dingungen in Kenntnis setzten, unter denen sie das ihnen ootn Büro übertragene Mandat durchführen zu können für möglich hielten.

*

Sir John Simon hatte am Donnerstagoormittag eine längere telephonische Unterredung mit Hender­son, der den englischen Außenminister dringend er­suchte, nach Genf zu fahren und oersprach, a u ch d i e Vertreter Frankreichs, Amerikas und Italiens zur Teilnahme an einer gemeinsamen Besprechung zu bewegen. Henderson glaubt, daß Frankreich seinen Außenminister Paul-Bon­cour, Italien den Baron A l o i s i und Amerika den amerikanischen Gesandten in Bern, Wilson, zu dieser Sitzung entsenden werden und hofft, daß eine Grundlage für das weitere vorgehen gefunden werde. Sir John Simon und Eden hatten hierauf eine Besprechung mit Macdonald, der stark unter der ultimatioen Forderung Hendersons stand und ernste Befürchtungen oor einem Rücktritt h e n d e r s o n s hat. Es wurde be­schlossen, die beiden englischen Vertreter n a ch G e n f zu entsenden. Macdonald glaubt auch, mit diesem Schritt den Wünschen eines großen Teiles der öffent­lichen Meinung entgegenzukommen. Besprechungen in Paris sind oon Sir John Simon im Augen­blick nicht beabsichtigt.

*

Der Entschluß des englischen Außenministers zur Wiederaufnahme der Abrüstungsverhandlungen nach Genf zu fahren, ist das Ergebnis einer mehr­tägigen Auseinandersetzung unter den enalischen Kabinettsmitgliedern, bei der schließlich em Außen­stehender (nämlich Henderson) den Sieg davon- getragen hat. Das vorgestrige Ultimatum Hen­dersons an die Konferenzteilnehmer hat sich als em geschickter Schachzug dieses erfahrenen Parlamen­tariers erwiesen. Es führte verschiedenen Mächten, die gern von Abrüstung sprechen, aber weniger gern daran denken, vor Augen, daß sie doch em erhebliches Interesse an dem formalen Weiter­bestehen der Genfer Konferenz haben, sei es auch nur, um den V i e r m ä ch t e p a k t nicht als den einzigen Ausweg aus der Krise erscheinen zu lassen. , _ . ,.

Der englische Premierminister Macdonald tft im Augenblick mehr für die Ausnahme direkter Verhandlungen als für die Wiederbelebung des Konferenzorganismus. Seinen größeren Vorteil sieht er aber doch darin, d i e Abrüstungs- konferenz, die unter seinen Auspizien einbe-

Wenn von Panama die Rede ist, dann denken wir an die Strohhüte oder an den berühmten Ka­nal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Das Konversationslexikon gibt noch die Auskunft, daß dort rund 600 000 Menschen wohnen, daß der Flächenraum etwa 90 000 Quadratkilometer aus­macht und daß das Land sich im Jahre 1 9 Ud von Columbien tosgeriffen bat unb seit­her einen selbstänbigen Staat bildet. Die ersten Novembertage dieses Jahres brachten die Geburtsstunde dieser kleinen Republik, die sich aus Grund der nordamerikanischen Schutzfreundschaft n all den verschiedenen Wirren, von denen die mittel­amerikanischen Staaten ja lausend betroffen wer­den, gehalten hat. Columbien erkennt allerdings

rufen worden ist, zu einem Erfolg zu fuhren, der seine innerpolitische Stellung in sehr erwünschter Weise festigen würde. Der Außenminister Sir John Simon tendiert dagegen mehr n a ch Frank­reich und wollte zunächst in Paris verhandeln. Die Reise nach Genf erscheint so als ein vorläufiges Kompromiß zwischen den verschiedenen Be­strebungen in London.

Ob damit die Sache gefordert werden wird, ist aus den bisherigen Nachrichten nicht ersichtlich. Man ist in einflußreichen Kreisen Englands zweifel­los davon überzeugt, daß die Rückkehr zum ursprünglichen englischen Konven-

Randnoten.

Die nationalsozialistische Bewegung hat sich, nach­dem sie aus dem Stadium der Revolution in die Evolution übergeleitet worden ist, die planmäßige Erfassung und Durchdringung nicht nur der politi­schen Dinge in Deutschland, sondern zugleich auch aller übrigen Lebensbezirke und Lebensäuherungen der Nation angelegen sein lassen. Sie hat zielbe­wußt und folgerichtig die im politischen Kamps und in der weltanschaulichen Verfechtung ihrer Ideen als grundlegend erkannten Prinzipien auch auf die außenpolitischen Dinge angewendet. Mit besonderem Nachdruck hat sich die neue Staatsführung des ge­samten Kulturlebens in Deutschland angenommen, in der richtigen Erkenntnis, daß jede große und von innen her notwendige Revolution mit einer geistigen (Erneuerung Hand in Hand gehen müsse, sofern sie Wert darauf legt, Bestand zu haben, für die Zukunft zu wirken, im Boden des Landes und im Herzen des Volkes gegründet zu sein.

In diese Entwicklung gliedert sich die soeben er­folgte Schaffung einer R e i ch s k u 1 t u r k a m m e r bedeutungsvoll ein. Die auf allen Gebieten unseres geistigen Lebens bereits seit Monaten angebahnte Neuordnung erfährt hier ihren Abschluß und ihre Krönung. Aus der Rede des Herrn Reichspropa­gandaministers Dr. Goebbels in der Berliner Philharmonie scheinen uns die Hinweise auf das, was mit der Bildung der Reichskulturkammer nicht beabsichtigt ist, ebenso wesentlich und wert­voll wie die Bemerkungen über ihre positiven Auf­gaben für die Zukunft. Es ist in dieser Rede er­freulicherweise von vornherein dem Einwand be­gegnet worden, als ob die kulturellen Dinge etwa nach irgendeinem Programm einer schematischen Neuordnung unterworfen werden sollten; oder als ob man der Meinung fei, Kunst, echte, große, bodenständige Kunst, könne durch Gesinnungstüch­tigkeit ersetzt werden. Wem die Entwicklung der deutschen Kultur am Herzen liegt, der wird auch die sehr entschiedene Kampfansage gegen den Dilettantismus, gegen die Nichtskönner,die der Herr in seinem Zorn erschaffen hat", freudig be­grüßen.

Die Kunst, das wurde in der Rede von Dr. Goebbels mit aller wünschenswerten Klarheit hervorgehoben, ist und bleibt ihren ewigen Gesetzen unterworfen. Was wir wollen, ist eine deutsche Kunst, wurzelnd im Volke und unlöslich mit seinen tiefen seelischen Kräften verbunden, wachsend aus jener heroischen Lebensauffassung, die den neuen nationalsozialistischen Staat geschaffen hat. Kon­junkturritter, die im Trüben zu fischen gedenken, sind unerwünscht. Willkommen aber ist jeder, der bereit und befähigt ist, mitzuschaffen am Wiederaufbau im deutschen Kulturraum jeder, der begriffen hat, daß Kunst noch immer, und heute mehr denn je, oon Können kommt. In sieben großen Kammern baut sich das repräsentative Werk unseres Kulturwillens auf, weithin sichtbar, auch über unsere Grenzen hinaus: Musik, bildende Kunst, Theater, Schrifttum, Presse, Funk und Film sind in der nunmehr geschaffenen Organisation zu einer imponierenden Einheit zusammengeschlossen. Und die Namen der Männer, welche das Präsidium dieser sieben Kammern bilden, bieten auf Grund ihrer Leistung Gewähr dafür, daß die Reichskultur- fammer ihre großen und verantwortungsvollen Aufgaben für die Zukunft so erfüllt und verwaltet, wie es den Schöpfern des Werkes vorgeschwebt hat zum Segen des deutschen Volkes.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß Sir John Simon vielleicht im Sinne der Macdonald» scheu Gedankengänge in Genf den Vorschlag für eine Viermächtezusammenkunft machen wird. Man glaubt aber in London, daß er mit einem solchen Vorschlag e rst dann kommen wird, wenn der Gang der Besprechungen in Genf ihm diesen als angebracht und gerechtferttgt erscheinen lasse.

Oie ständige Kontrolle.

Eine französische Denkschrift für Genf.

Paris, 17. Nov. (WTB.-Funkspruch.) Der Petit Parisien" berichtet aus Genf: Die franzö­sische Abrüstungsdelegation hat gestern nachmittag der Kontrollkommission eine wichtige Denkschrift überreicht, die als Verhandlungsgrundlage dienen und gleichzeitig die Bestimmungen des Macdonald-Planes verstärken soll. Die französische Delegation legt Wert auf die Fest­stellung, daß sie die Arbeiten beschleunigen möchte. Die künftige Ständige Abrüstungs- k o m m i s s i o n müßte bei Aufhebung ihrer Mission sich auf die dokumentarischen Unterlagen der Regie­rungen ober anderezuverlässige Quellen" und auf das Ergebnis der an Ort und Stelle vor- genommenen Investigationen stützen, die in jedem Lande periodisch wenigstens einmal im Jahre vorzunehmen seien. In einem Zusatzprotokoll von vier Kapiteln gibt die französische Delegation außerdem gewisse praktische Anregungen über die Zusammensetzung der Jnoestigationskomitees, ihre Funktionen und über die Erleichterungen, die die Regierungen ihnen bei der Durchführung ihrer Aufgabe gewähren müßten.

Würdigung des Werkes ist die Tatsache bedeutend, daß der Herausgeber Ernst Hanfstaengl zu den ältesten Getreuen Hitlers gehört, die das Wer­den unb Wachsen ber nationalsozialistischen Bewe­gung in unmittelbarer Nähe bes Führers miter­lebt haben. Hitler hat zum Erscheinen bes Buches seine ausbrückliche Genehmigung erteilt unb bamit befunbet, daß er t-irmhoch über jenen Kläffern steht, bie sich, häm.,ch glossierenb, am Ranbe der Weltgeschichte Herumtreiben.

Diese Sammlung ist in gewissem Sinne charak­teristischer als umfangreiche, wissenschaftliche Ge­schichtswerke. Die wirkliche Bedeutung mancher Ziele und Pläne, die heute in die Tat umgefetzt worden sind, tritt durch die negative Darstellung viel stärker hervor, als es vielleicht durch eine positive Würdigung möglich wäre. Da wird z. B. in einer Zeichnung desSimplizissimus vom 1 April 1924 Hitlers Einzug in Berlin als eine romantische Utopie hingestellt. Die Herren des Simplizissimus" hätten es sich damals sicher nicht träumen lassen, daß dieser Aprilscherz am 30. Jan. 1933 Wirklichkeit werden sollte. Der Unterschied zwilcken dem, was prophezeit wurde und dem, was etngetreten ist, könnte durch nichts schlagender aufgedeckt werden, als durch diese Karikaturen. Nichts von dem, was man damals Adolf Hitler in blinder Wut vorwarf, hat sich bewahrheitet. Der

hat sich inzwischen langst als em Mann enthüllt,, der seine ganze unerschütterliche Energie der sozialen Versöhnung der Nation und der Erhaltung des Völkerfriedens dienstbar macht.

Die alten Lügen und Schlagworte, die mittler­weile längst im Mülleimer der Geschichte ver­schwunden sind, erstehen wieder aus den Karika­turen der berüchtigten Witzblätter und Zeitungen in krasser, marktschreierischer Ausmachung. Heute, da uns Hitler ein unvergänglicher Begriff natio­naler Kraft und Würde geworden ist, wird mancher dieser skrupellosen Karikaturisten seinen verhäng­nisvollen Irrtum erkannt haben.

Seit es Zeichner gibt, sind die Großen der Welt immer der Mittelpunkt einer satirischen Betrachtung gewesen, die ihre Größe und ihr Genie durch Uebertreibungen und Verzerrungen zu verkleinern suchte. Diese Sucht, die Bedeutung führender Man­ner herunterzuschrauben und ihr Genie durch die krasse Betonung nebensächlicher Eigenschaften zu verringern, ist in Deutschland besonders in den letzten Jahren Mode gewesen. Für Heldenverehrung hatte das alte System wenig Sinn. Die Psycho- ynalyse mit ihren unheilvollen Methoden, alles im Menschen auf animalische Funktionen zurückzu- sühren, hat viel Schaden angerichtet. Ein Buch, das kürzlich im Verlag Braune Bücher, Berlin (Carl Rentsch), erschienen ist, ist der Spiegel einer Zeit, die den Glauben an jede höhere, metaphysisch bestimmte Leistung verloren hatte. Das Buck zeigt den Reichskanzler AdolfHitlerinderKari- katur des In- und Auslandes. Für die

Simons Pläne für Genf.

Der Gedanke einer Biermächtekonferenz als Reserve.

London, 16. Nov. (TU.) In politischen Kreisen Londons rechnet man damit, daß Sir John S i - mon die Anwesenheit in Genf zur Abgabe einer Erklärung benutzen werde, in der er das bis­herige Verhalten Englands verteidi­gen und mitteilen wird, daß England sich noch nicht endgültig an eine vierjährige Probezeit gebunden fühle, vielmehr den ursprünglichen englischen Abrüstungsplan als die Grundlage für die Verhandlungen betrachten möchte. Dieser Abrüstungsentwurf fei jo abgefaßt, daß man Abänderungen vornehmen könnte, falls sich das im Verlaufe der Verhandlungen als not­wendig erweisen könnte.

Es wird Sir John Simon die Absicht zugeschoben, er wolle die anderen Mächte von der Auffassung der englischen Regierung unterrichten, daß alle Anstrengungen gemacht werden müßten, um d i e Abrüstungskonferenz wieder zu be­leben und damit das Ansehen des Völkerbundes zu stärken. Die englische Regierung lege Wert auf eine baldige Hinzu ziehungDeutsch- l a n d s zu den Verhandlungen, werde jedoch hin­sichtlich der anzuwendenden Methoden sich nicht stur zeigen. Sollte es sich als angebracht erweisen, dieses im Rahmen einer Viermächte­konferenz, die vielleicht in Rom stattfinden könnte, zu tun, so werde England sich einem solchen Vorgehen sicherlich nicht widersetzen. Tatsächlich sei diese Möglichkeit oon dem englischen Kabinett schon erwogen und nicht ab gelehnt worden.

enge von Panama begannen, der 1914 fertig- gestellt wurde.

Durch diese Entwicklungsgeschichte zieht sich wie ein roter Faden diekleine Revolution" in Panama, die seinerzeit angezettelt wurde, die Los­trennung von Columbien, die Landung nordameri­kanischer Marinetruppenzur Aufrechterhaltung der Ruhe und Sicherheit" und die auf dem Fuß fol­gende Anerkennung der Lostrennung Panamas von einem Mutterlande durch die Regierung in Wa- hington. Die neuentstandene Republik räumte dann ofort den Vereinigten Staaten die Konzession für die Durchstechung der Landenge und den Kanal­bau ein, Der trotz aller Einwendungen und Pro­teste anderer Mächte mit allem Nachdruck gefördert wurde. Der Panamakanal ist neben dem Suez­kanal heute die wichtigste künstliche Verkehrs­straße der Welt. Für die nordamerikanischen Staa­ten aber ist er sowohl in handelspolitischer, wie auch