Ausgabe 
17.10.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

19 3 8/34 teerten tote folgt ausaefuhrtr Lohn« Werden keine ausgezahlt, sondern dieselben werden Mit den Steuern verrechnet. Beschäftigt werden aus- Sesteuerte Leute mit kinderreichen Familien und Weinbauern, die keine Bareinnahmen haben. Wohl- fahrtsempfänaer werden durch Dereinbarung mit dem Gemeindeförster nach Möglichkeit beschäftigt. Der seitherige Brauch der Pflichtfeuerwehr nach einer Hebung ein Glas Bier von der Gemeinde «et ßu erhalten, wurde aus finanziellen Grün-

' die Zukunft aufgehoben. Die Bürgersteuer wird wie im Borjahr erhooen. Dieselbe beträgt für die Gemeinde Wißmar 500 v. S). des Landessatzes.

Äreis Biedenkopf.

<> Bottenhorn, 16. Oft. Am Freitag fand im Saal der Gastwirtschaft Zimmermann ein Filmabend der Landesfilmstelle Südwest statt, der sich des besten Besuches erfreute. Die Vorstellung selbst wurde für die Teilnehmer zu einem schönen |

Erlebnis. Nach einem einleitenden Filme .Finder» fahre Lernjahre" folgte die Wiedergabe von Hitlers Aufruf an das deutsche Volk im Berliner Sportpalast. Daraus folgte eine Rede Hauptmann Görings und em Film über das HZ »Treffen in Potsdam. Mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied wurde der Abend beendet. Der aus dem benachbarten Hirzenhain (Dillkreis) stam­mende Metzger Erich Bender hotte in der Nähe von Butzbach auf seinem Mowrrad mit einem aus einer Nebenstraße kommenden Radfahrer einen schweren Zusammenstoß. Bender erlitt verschiedene Verletzungen und mußte in die Klinik nach Gießen überführt werden. Der Landwirt Otto Herr» m an n von hier kam dadurch schwer zu Fall, daß ihm ein Huhn gegen das Vorderrad seines Fahr- rades flog. Er erlitt eine Splitterung an der rechten Schulter»

ö.J.-fpor/

Geräie-Mannschastskämpfe im Mittelrhein-Gau der OT.

Bezirk Hessen an zweiter Stelle.

Am Sonntag wurden als letzte größere Veran­staltungen des bisherigen Gaues (Kreises) Mittel­rhein der DT. weitere Geräte-Mannschaftskämpfe zwischen den einzelnen Bezirken durchgesührt. Zn Offenbach a. M. begegneten sich Die Mann­schaften der Bezirke Hessen, Main-Offenbach- Hanau und Kinzig zu einem hochwertigen Treffen, dem auch Ministerialrat Ringshausen als Ver­treter der hessischen Regierung beiwohnte. Während der Bezirk Kinzig von vornherein stark zurückblieb, »ntspann sich zwischen den Bezirken Main-Offen- dach-Hanau und Hessen ein abwechslungsreicher, spannender Kampf, in dem zwei völlig ebenbürtige Gegner ihre Kräfte mit ganz ausgezeichneten Lei­stungen maßen. Sieger wurde Main - Offen - bach-Hanau mit 1 587 Punkten, gefolgt vom Bezirk Hessen mit 1550 und Kinzig mit 1270 Punkten. Bester Einzelturner war E. Hainz, Tgm. Dietesheim (Bezirk Main-Offenbach-Hanau), mit 216 Punkten; als bester Hessenturner und zu­gleich als zweitbester Einzelturner des Gesamt- kampfes erwies sich Alfred Eckhardt, Tv. Nidda, der es mit H. Bohlänber vom Turn- und Fecht­klub Klein-Steinheim auf 210 Punkte brachte. Nächstbester unter den insgesamt 27 Einzelturnern war der Hessenturner W. Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Nauheim, mit 204 Punkten. Auf den Verlauf des Kampfes kommen wir noch zurück.

VfB. Gießen.

Germania Marburg (Liga) VfB. Gießen (Ligo) 5:2 (4:0).

Dor ungefähr 400 Zuschauer konnten die Mar- duraer Germanen auf Grund ihrer besseren Spiel- weise zn^ei wertvolle Punkte erringen, die ihnen die Spitze der Tabelle im hiesigen Bezirk eintrug. Verdient war der Sieg der Marburger insofern, als sie eine schlagfertige Mannschaft ins Feld stell­ten, die jede sich ihr bietende Torgelegenheit aus- ^unutzen verstand und eine gute Derteidigungsarbeit

Die Elf der Gießener war von vornherein mit gemischten Gefühlen zu dem Kampfe angetreten, da sie zwei ihrer besten Spieler (Knauß und Wilhelm) ersetzen mußten. Die Hintermannschaft schlug sich gut, wenn man berücksichtigt, daß die Läuferreihe, insbesondere der Mittelläufer einen sehr schlechten Tag hatte. Die Zerstörungsarbeit, sowie das Zu­spiel war sehr mangelhaft, darunter hatte haupt­sächlich der Sturm zu leiden.

Der Spielverlauf brachte schon vor der Pause die Niederlage der Grünweißen. Zn den ersten 15 Minuten war das Spiel ziemlich ausgeglichen, wenn auch hier der Gastgeber eine einheitlichere Leistung zeigte. Ausgesprochen gute Torgelegenhei­ten wurden schon hier von den Gießenern ausge­lassen. Als der Marburger Linksaußen dreimal kurz hintereinander freistehend einsenden konnte, ließen die VsBer in ihren Leistungen nach. Die Germanen nutzten dies aus und drückten auf das Tempo um ihren Sieg sicher zu stellen. Es glückte ihnen, noch vor der Pause einen vierten Treffer, der die Nie­derlage der Gäste endgültig besiegelte, anzubringen.

Zn der zweiten Hälfte zeigten die VsBer recht ansprechende Leistungen. Sie kämpften mit Eifer und waren leicht im Vorteil. Die Marburger Ver­teidiger hatten schwere Arbeit zu verrichten und mußten zwei Tore hinnehrncn. VfB. versuchte den Vorsprung seines Gegners aufzuholen. Das gelang icdoch nicht. Zrn Gegenteil, bei einem Durchbruch der Germanen mußten sie sich noch einen fünften Treffer gefallen lassen, der bei einigermaßen Auf­merksamkeit hätte verhindert werden müssen.

, FE.Teuionia^ Watzenborn-Steinberg Watzenborn-Steinberg (Liga) Spv. Bad-Nauheim (Liga) 3 : 8 (2 : 4).

Eine sensationelle Niederlage mußten die bis da­hin ungeschlagenenTeutonen" auf eigenem Platze einstecken. Das Spiel sah die Gäste sofort im Vor­teil, und schon in der 3. Minute gelang es ihnen, einen von Steinbergs Hüter abgeklatschten Eckball im Nachschub zum ersten Erfolg einzusenden. In der 6. Minute wurde ein Handelfmeter schon zum 2. Treffer verwandelt. Trotz dieser überraschenden Erfolge der Gäste bleiben ole Einheimischen nicht hinter deren Leistungen zurück. Nach einer ver­fehlten sicheren Torchance gelang es in der 9. und 15. Minute, bas Resultat auf 2:2 zu stellen. Das Spiel zeigt während der ersten Halbzeit recht span­

nende Momente und begeistert durch beachtliches Können und kämpferischen Einsatz beider Mann­schaften. Die Stürmerreihe, wohl der beste Mann- schaftsteil der bis dahin leicht überlegenen Gäste, kann das Resultat bis zur Pause auf 2:4 stellen. In den letzten Minuten der 1. Halbzeit ist durch selbständiges Umstellen in die einheimische Elf Un­ruhe gebracht. Wohl gelang es beim Wiederbeginn des Spieles, noch einmal einen Stand von 3 :4 herzustellen, aber ein schwerer Fehler in der Ab­wehr stellt das alte Veryältnis wieder her.

lieber die Folge des Spieles ist nicht viel zu berichten. Sinnloses, eigenmächtiges Umstellen und planloses Durcheinanderlaufen der einheimischen Elf vereitelten jede einheitliche Aktion. Trotz allen Kämpfen des Einzelnen wurde es der spielstarken Gästeelf leicht gemacht, diesen hohen 8:3- Sieg zu landen. Der Sieg an sich war verdient. Die hohe Niederlage aber war die Folge unzweckmäßiger Aktionen der Teutonen.

Leichtathletische Vereinelmeisterschasten der Spielvereinigung 1900.

Die 1900er schlossen die Saison am Sonntag mit den Vereinsmeisterschaften ab. Infolge der fortge­schrittenen Jahreszeit und durch das Zusammenfällen mit andern Veranstaltungen mußte auf einen großen Teil von Leuten verzichtet werden. Trotz dieser Um­stände können die Ergebnisse als befriedigend ange­sehen werden. In den Besitz des Wanderpreises für den Fünfkampf-Sieg in Klasse I kam erstmalig Un­terfeldwebel Gugel (1. Komp. JR. 15), der einen recht guten Tag hatte. Im Dreikampf, Klasse II, ver­teidigte Bepperling seinen Titel erfolgreich.

Die Ergebnisse:

Aktive:

100 Meter: Klasse!: 1. Felsing, 11,8 Sek.; 2. Koch II., 11,9 Sek.; 3. Bepperling, 12 Sekunden. Klasse II: 1. Herrmann, 12,2 Sek.; 2. Linsemann, 12,4 Sek.; 3. Luckhardt, 13,3 Sekunden.

200 Meter: 1. Herrmann, 24,4 Sek. bei zwölf Meter Vorgabe; 2. Koch II., 24,8 Sek. (oam Mal); 3. Bepperling 24,8 Sekunden (vom Mal).

1000 Meter: 1. Obergrenadier Reitz (3 Komp. JR. 15), 2:53,8 Minuten; 2. Mootz, 3:01 Min.; 3. Linsemann, 3:10 Minten.

10000 Meter: 1. Gerhardt, 34,17 Min.; 2. Mootz, 44:05,3 Minuten.

Weitsprung : Klasse I: 1. Bepperling, 5,70 Meter; 2. Felsing, 5,64 Meter; 3. Herrmann 5,20 Meter. Klasse II: 1. Grünewald, 5,30 Meter; 2. Linse­mann, 5,12 Meter; Schmitz 5,10 Meter.

Kugelstoßen: Klasse II: 1. Herrmann, 9,90 Meter, 2. Bepperling, 9,11 Meter; 3. Koch II., 9,01 Meter; außer Konkurrenz: Unterfeldwebel Gugel 13,98 Meter.

Diskuswerfen: 1. Kilo, 40,54 Meter; 2. Unterfeldwebel Gugel 38,52 Meter; 3. Felsing 30,02 Meter.

SpeertDurf: 1. Unterfeldwebel Gugel, 49,33 Meter; 2. Felsing, 43,06 Meter; Hopfenmüller 39,97 Meter.

Fünfkampf: Klasse!: Ufw. Gugel, 3281,03 Punkte (50 Meter: 6,3 Sek., 100 Meter: 12,2 Sek., Weitsprung: 5,36 Meter, Speerwurf: 45,67 Meter; Diskuswurf: 37,11 Meter); 2. Kilo, 3115,04 Punkte; 3. Felsing 3103,63 Punkte.

Dreikampf: Klasse II: 1. Bepperling 1578,30 Punkte (100 Meter: 12 Sek., Weitsprung: 5,70 Meter, Kugelstoßen: 9,11 Meter); 2. Herrmann, 1487,20 Punkte; 3. Koch II., 1418,15 Punkte.

Jugend B.

100 Meter: 1. Volk, 13,5 Sek.; 2. Bonarius, 13,8 Sekunden. Weitsprung: 1. Schmelz, 4,85 Meter; 2. Volk, 4,58 Meter; 3. Bonarius, 4,05 Meter. Kugelstoßen: 1. Goß, 9,35 Meter; 2. Volk, 9,15 Meter; 3. Bonarius 8,94 Meter.

Jugend C:

5 0 Meter: 1. Goß, 7,2 Sek.; 2. Kirchner, 7,2 Sek.; 3. Eisenhuth, 8,5 Sekunden. Weitsprung: 1. Goß, 3,60 Meter; 2. Eisenhuth, 3,20 Meter. Schlagballweitwurf: 1. Goß, 62,65 Meter; 2. Eisenhuth, 45,85 Meter.

Frauen:

100 Meter: 1. G. Hublitz, 13,8 Sek.: 2. L. Diehl, 13,9 Sek.; 3. D. Nickel, 14,6 Sekunden. Weit­sprung : 1. G. Hublitz, 4,19 Meter; 2. L. Diehl, 4,15 Meter; 3. D. Nickel, 3,60 Meter. Hoch- sprung: 1. G. Hublitz, 1.24 Meter; 2. G. Luh, 1,20 Meter; 3. L Diehl, 1,14 Meter. Diskus­wurf: ID. Nickel, 24,97 Meter; 2. G. Hublitz, 21,80 Meter; 3. G. Luh, 21,10 Meter. Kugel-

stotzenr 1.8. Luh, 8,54 Meiert 2. 8. Hublitz, 7,67 Meter; 3. L. Diehl, 7,65 Meter.

Mädchen:

5 0 Meter: L H. Siegel, 8,8 Sek.; 2. Z. Phi. lipps, 8,9 Sekunden. Weitfprung: 1. Z. Phi. lipps, 3,15 Meter; 2. H. Siegel, 2,74 Meter. Ball, weitwurf: I. Philipps, 36,65 Meter; 2. H. Die- gel, 30,80 Meter.

Werbeabend des Tv. Wieseck.

Ser Turnverein 1862 e. D. Wieseck hatte für den Samstag zu einem Werbeabend eingeladen, zu dem die Führung des Vereins ein sehr ansprechendes Programm zusammengestellt hatte. Die mitwirkende Kapelle (bestehend aus Mitgliedern des Vereins) leitete die Veranstaltung ein und trug durch ihre gute Besetzung «um vollen Gelingen des Abends mit bei. Den gesanglichen Teil füllte die Gesangs- abteilung des Turnvereins unter Leitung von Chor- meister E tz e I m ü 11 e r durch ihre vorzüglich zu Gehör gebrachten deutschen Lieder aus.

Anschließend ergriff der Dereinsführer K. D a u p e r t das Wort zur Begrüßung. Sein Will- kommensgruß galt besonders den Vertretern der NSDAP., dem Gauführer Dr. Rau (Butzbach), dem Gauoberturnwart Paul (Gießen), Lehrer Zöller (Haufen), den Vorstandsmitgliedern des Gießener Turnvereins 1846, sowie weiteren zahl­reich erschienenen Gau- und Kreis-Derttetern der DT. Ser Vereinsführer verstand es, in fesselnden Worten auf Zweck und Ziel des Turnsportes hin- zuweisen und befaßte sich in längeren Ausführungen mit dem Deutschen Turnfest in Stuttgart, das für den deutschen Turnsport sowohl, wie für unser Vaterland ein nicht zu beschreibendes Ereignis ge­wesen sei. Er gab dem Wunsch Ausdruck, daß dieser echte Turnergeist, der in alle Gaue der ST. ge­tragen wurde, sich weiter fortpflanzen möchte, nicht zuletzt zum Segen und Wohle unseres geliebten Vaterlandes. Nach einemSieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und Dolkskanz- ler Adolf Hitler wurde das Horst-Wefsel-Lied ge­sungen. Zm Anschluß hieran sprachen noch Die Herren Gauführer Dr. Rau und Gauoberturnwart Paul ermahnende Worte an die Turner und dankten gleichzeitig, auch im Namen der übrigen auswärtigen Herren für die Einladung. Gauober- turnroart Paul überreichte dem Verein eine Fahnenschleife vom Deutschen Turnfest in Stuttgart und würdigte die Verdienste des Dereinsoberturn-

wartes Bernhardt und des Turners Seif Ix. Sie von den Besuchern begeistert ausgenommenen Ansprachen klangen mit einemGm-Heil!" auf die ST. und dem anschließend gesungenen Deutschland­lied aus. Das sehr reichhaltige und interessante Sportprogramm brachte zunächst einen von Jugend- turnern gebildeten Sprechchor, betitelt:Turner sein, heißt Kämpfer fein". Alsdann folgten in bun­ter Abwechslung: die Turnerinnen am Barren, die Zugendturner am Doppelbarren, die Turner am Pferd, das Keulenschwingen der Turnerinnen, die Turner am Barren und Reck, die Zugendturner am erhöhten Pferd, die Turner beim Bodenturnen und ein Singspiel der Turnerinnen.

Alle diese Darbietungen wurden sehr beifällig ausgenommen und zeigten erneut eine vorzügliches Können der beteiligten Turner und Turnerinnen, deren gute Ausbildung vor allen Singen auch den mcht rastenden Turnwarten Bernhardt, Reeh und Bett in zuzuschreiben ist. Auch das Tromm­lerkorps des Turnvereins Alten-Buseck wartete mit einigen flott gespielten Vorträgen auf. Mit dem gemeinsam gelungenen LiedeTurner, auf zum Streite" und einem anschließenden Tänzchen fand die eindrucksvolle, schön verlaufene Veranstaltung thr Ende.

Handball im Gau XII der OT.

Ruttershausen 1 Krofdorf II 6:1.

Ruttershausen war von Anfang bis zum Schluß tonangebend. Jedoch setzten sich die Gäste so heftig zur Wehr, daß die Niederlage dem Spieleifer nach nicht ganz verdient war.

Deutschlands Fußball-Elf für -en Länderkampf gegen Belgien.

Sie deutsche Fußball-Mannschaft für den Län­derkampf gegen Belgien, der am kommenden Sonn­tag in Suisburg ausgetragen wird, wurde jetzt endgültig ausgestellt. Zwei Aenberungen gegenüber der ursprünglichen Ausstellung wurden noch vor­genommen. Für Czepan spielt Wigold (Fort. Düs- seldorf) Halbrechts und für den Münchener Harin- ger wurde der Essener Hund eingesetzt. Sie Mannschaft hat jetzt folgendes Aussehen: Buchloh (Speldorf), Busch (Suisburg 08). Hund (Essen); Janes, Bender, Breuer (Fort. Süsseldorf); Albrecht (Fort. Düsseldorf), Wigold (Fortuna), Hohmann (Benrath), Kuzorra (Schalke), Kobierski (Düsseldorf).

Eindrücke vom berliner Olympiakursus.

Don Arthur Kilo, (5pt>g. 1900 Gießen.

Zu den großen Aufgaben, die sich das neue Deutschland gestellt hat, gehört auch Die Förderung ter Leibesübungen im Sinne des Dienstes am Vater­land und zum Nutzen des Volksganzen.

Unser Führer Adolf Hitler hat durch die Er­nennung des Reichssportführers v. Tschammer- O st e n einen Mann an die Spitze des deutschen Sportes gestellt, der durch seine Tatkraft und Sach- kenntnis alle brennenden Fragen klären wird. Zum ersten Male in der Geschichte Des deutschen Sportes wurde in Berlin ein Kursus eingerichtet, der alle veranlagten jungen Sportler und Turner zu einem Lehrgang zusammenführte, um hier in gemein- famer fruchtbringender Arbeit die deutsche Jugend auf Olympia 1936 vorzubereiten. Früh beginnt er mit seiner Arbeit und wer, wie mein Klubkamerad Unterfeldwebel Gugel und ich, bas Glück hatte, bei diesem ersten Kursus Teilnehmer zu sein, dem ist es zur Gewißheit geworden, daß unser Führer sein Ziel erreichen wird.

Sie besten Lehrer Seutschlands waren einge- laten, um die ausgesuchten Rachwuchsleute aus allen Sportarten zu beraten und sie vorzubereiten zu dem Kampf um das hohe Ziel.

Das Band echter Kameradschaft erfaßte alle; wir waren der Stolz unseres Reichssportfühcrs, der täglich um das Wohlergehen feiner Schützlinge be­sorgt war. Denkbar einfach und schlicht war unsere Lebensweise. Morgens, wenn der kühle, schwere Nebel noch alles bedeckte, trillerte die Pfeife des jeweiligen diensthabenden Lehrers durch die Holz- kabinen des Sportforums, in dem wir Leicht- athleten untergebracht waren. Wir häuften zu fünft auf ber Bube: Der Berliner Stück, Danz (Kassel), ein Berliner Turner unb wir beiten 1900er. In kürzester Zeit mar Morgentoilette gemacht, bas Strohlager roieber in bester Ver­fassung zurückgelassen unb bie ganze Fachschaft in mustergültiger Drbnung auf bem freien Platze vor bem Sportforum angetreten. Unter bem ge­meinsamen Gesang luftiger Lieber ging es bann durch einen 500 Meter langen, unterirdischen Gang, ber unter bem Stadion und den Sportplätzen zum Stabionrcftaurant führte, zum Kasfeetrinken. Dann begann ber Dienst! Stunbenlang konnten ahnungs­lose Berliner Spaziergänger bie Äommanborufe unserer Vorgesetzten hören.

Wir würben ordentlich geschliffen, und bald kam Ordnung und Zucht in die Reihen. Aber wir hielten treu aus. Bunt war bas Bilb: Einige kamen von ber Hochschule ober waren noch Schüler, ober sie kämen aus bem Kontor, anbere aus ben Fabriken, roieber untere trugen ben felbgrauen Rock ober sie gehörten ber Polizei an: Aber Äameraben mürben roir alle. Nach bem Exerzieren begann bas sportliche Training in ben einzelnen Fachschaften.

Ausgezeichnete Dorbilber. wie Emil Hirschfeld, vrcchcnmacher, Vuchgeister, houben, Busch. Junghenn u. a. m. waren uns Ansporn und gute Ratgeber.

Mittags wurde wieder gemeinsam gegeßen und an­

schließend hatten wir zwei Stunden Bettruhe. Dann begann wieder das harte Training.

Die erhebendste Stunde erlebten roir, als uns ber verehrte Reichskanzler bei ben Hebungen be- suchte. Keiner wirb seinen Blick vergessen können, unb glücklich waren bie, mit benen er sprach. Manch­mal fuhren wir mit Autobussen zur Stabt, um uns Berlins Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Diese Fahrten waren für mich immer ein schönes Er­lebnis, ba ich Berlin noch nicht kannte. Einmal würbe im Namen aller Sportler unb Turner ein Kranz am Ehrenmal niebergclegt in Begleitung bes Reichssport führers; babei wurde meinem Klub- fameraben Gugel und mir bie Ehre zuteil, ben Kranz, zusammen mit ben beiten bekannten Zehn­kämpfern Eberle unb Fritsch, zu tragen. Außertem hatte ich bas Glück, bei ber Besichtigung bes großen Tempelhoferfelbes, auf bem Hauptmann Köhl unb bie bekannte Fliegerin Thea Rasche gelandet war, ein zusammen mit 30 Kameraden

einen Freiflug über Berlin

zu bekommen, unb zwar in bem Flugzeug, mit dem Adolf Hitler feine Fahrten über Deutschland ausgeführt hat. Außerdem machten roir eine Dampferfahrt nach Potsdam. Einen starken Ein­druck machten auf mich bie historischen Plätze, vor allem bas schöne Schloß Sanssouci unb bie Garni­sonkirche, in ber in einer Gruft Preußens größter König zur ewigen Ruhe gebettet ist. Diese Stunben brachten uns Erholung von schwerer Arbeit.

Schonung war im Training ein unbekanntes Wort.

Aber roir waren freubigen Herzens bei der Arbeit und ertrugen gerne die Entbehrungen und An­strengungen, die ja auch von unseren Führern ge­teilt wurden, babei immer bas große Ziel tm Auge:Dem Baterlanbe gilt'», wenn roir z u spielen scheinen." Wir hatten alle bas Gefühl, baß ein Weitergehen auf bem ein­mal beschrittenen Weae unbebingt zum Erfolge füh­ren muß. Wenn 1936 bie olympische Glocke bie Zugenb ber Welt ruft, bann wird Deutschlands Zugend mit Erfolg eingreisen können in den Kampf um ben olympischen Sieg.biefe höchste fport- liche Auszeichnung, unb gleichzeitig Zeugnis ab­legen können von ber gleichmäßigen Bilbung unb Schulung von Körper unb Geist ber neuen Jugend im neuen Reich.

Kurze Gportnotizeri.

476,90 Mark für Winterhilfe und Saarfonds. Die Veranstalter der Frankfurter Saarkundgebung am 8. Oktober, Sportgemeinde Eintracht und Fußballsportverein Frankfurt, haben als Reingewinn ber Veranstaltung 476,90 Mark bem Winterhilfswerk und dem Saarfonds über­wiesen.

Ein Stundenlaufen wurde zum ersten Male in München durchgeführt Sieger des von 1860 München aufgezogenen Wettbewerbes wurde der Münchener Dftertag mit einer Leistung von 17 175 Metern.

Klassenlotterie

00

kostet heute nur

noch

Rm.

6272 D

Buchacker,Neuen Bäuell Flimm, Walltorstrabe 63

Legler, Hindenburg* all 5

Ziehung 1. Klasse:

20. und 21. Oktober

der

V Preußisch-

Süddeutschen

Mittwoch, ben 18. Oktober 1933, nach­mittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Reuen,veg 28,Zum Löwen", zwangs­weise gegen Barzahlung: 6404V

1. Tische, Sofas, 1 Chaiselongue. Schreib­tische, Bücherschränke, 2 Spiegelschränke, 1 Wäscheschrank, 1 Kassenschrank, Wa­renschranke, 1 Drogenschrank, 1 Eis­schrank, 1 Konsolschrank, 1 Büfett, 2 Pianinos, 1 Regulator, 1 Teppich, 1 Ra- bioapparat, 1 Grammophon, 1 Schreib­maschine, 1 Schnellwaage, 1 emaillierten Herb, 1 Dauerwcllenapparat, 1 Palme mit Kübel, 80 Dosen Konserven, 1400 Nummern Reclam-Unioersal-Bidliothek.

2. Bestimmt:

1 Küchenanrichte.

3 u n f e r, Gerichtsvollzieher in Gießen Diesecker Weg 16 Telephon 3383

wirksam« Werbe-Drucksachen liefert eie Brühl'sche Druckerei

Zwiebel gesunde, trorf. Win­terware versende» verZentnerM 4j>5 mit Lack al> Station Echzell geg. Nachn. Ludwig(*rb.Echzcll (Wetterau). Reelle u.rascheBedienung.

Hartbolz v. Wagen 5 Zentner 5.- RM. Anmachholz vro Wagen 9i:Vl. frei anS HauS.twsol) Sägemebl». Rauch, sowie Streuen bill. abzugeben.

3. Wellhöker, Marburger Str. 24.

Der Naturforscher

vereint mit Natur und Technik

Bebilderte Monatsschrift für du gesamte Gebiet der NaterwiMenschalten und ihre Anwendung in Natur­schutz,Unterricht, Wirtschaft u Technik Herausgeber: Dr. Oskar Prochnow

Der Naturforscher- ist die allgemeinversilndUche, hochwertige natunrissenschaftlicheMonatszeitschnft für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf ober!lieblichen Auf- putz, sondern auf Gehalt eingestellt ist Oer Naturforscher- bietet Beilrlge in Bild u Wort von angesehenen und bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten der Naturwissenschaften. Preis: v.ertef- jlhri.nurRM.2 SO Pt obehefte u Werbebütt kostenlos HugoBermöhlerVerlag BH»-Lichterfelde

HßltataW

Bestellen Sie unsere

ZeitschriiteD-Leseniappe

24 verschiedene Zeitschriften nach Wahl Wöchentlicher Umtausch

Monats-Abonnement von Mk. 2 an Prospekte u. Probemappe unentgeltlich

Walltorntraße 21. mo?D