Ausgabe 
17.1.1933 Frühausgabe
 
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Dienstag, ^.Zanuar 1935

185. Jahrgang

Hr.u Avühausgabe

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Das Echo von Lippe

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Das Ringen um die innenpolitische Front

Oer Zentrums ührer beim Kanzler. O>e Marschroute der NSDAP.

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Annahme von Mnjeigej jür die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher.

Preis lür l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Neichspiennig: für Ne» klameanleigen von 70 m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20 . mehr.

Chefredakteur

Dr Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich lür Politik Dr Fr. Wilh. Lange- für Feui^eton Dr H.THgr.ot; für den übrigen Teil Ernst Dlumlchein und *ür de" An­zeigenteil i.D.TH.Kümmel lämtlich >n (Bienen.

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noch beibrächten. Wenn auch die älteren, die den Krieg mit all feinen unerhörten Schrecken kennen- gelernt hätten, ihn mit allen Mitteln auch für die fernste Zukunft vermeiden wollten, fo komme doch

eine Generation, die die erlittenen Wunden heule noch ganz anders empfinde.

Anderseits würde das deutsche Volk nach Be­reinigung der Memelfrage dem litauischen Volk ein' in jeder Beziehung wortvoller Freund fern, und ein ewiger Friede könnte zwischen beiden Bollern herrschen.

Kleine politische Nachrichten.

Fürst Hermann von Hatzfeldt, Herzog zu Trachenberg, ist aus Schloß Trachenberg (Schle­sien) nach kurzer Krankheit verstorben. Fiir st Hatz- feldt war lange Jahre Abgeordneter des Schlesischen

Bon rechts nach links: Reichspräsident von Hinden bürg General von r , des Bundes; Reichskanzler und Reichswehrmmister von Schleicher.

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Ob und wann die Neuwahlen dann stattfinden würden.

würde von der Gestaltung der Verhältnisse im Inneren abhängen.

Hitlers Richtlinien.

Tas Ergebnis der (Hauleiter^rastung in Weimar.

Weimar. 16. Jan. (TU.) Die G auleit er- tagung der RSDAP. ging nach mehrstun- diger Dauer in den ersten Abendstunden des Montag zu Ende. lieber Verlauf und Ergebnis teilt die Pressestelle der RSDAP. mit:

Heute fand in Weimar unter dem Vorsitz Adolf Hitlers eine G a u l e i t e r t a g u n g der RSDAP. statt, die sich zu einer bedeut­samen Kundgebung gestaltete, in der

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ohnehin keine Klärung der innerpolitischen Lage bring.'N würden. Jeder Kanzler ob Schleicher oder ein anderer würde auch nach Neuwahlen vermutlich wieder vor derselben Situa- L t u d stehen, vor der am 13. August vorigen uri oec -dvluuuuu..a . Jahres der Reichskanzler v.Papen stand zu-

«schuh soweit fertiggestellt, mal die inneren Voraussetzungen gleichfalls kaum " j- - andere sein würden. In diesem Zusammenhang scheint eine Aeußerung der -Täglichen Rundschau" bemerkenswert, in der es heißt, daß.- die Reichspolitik die Zuspitzung der nationalsozialistischen Kampsstimmung em Miß­trauensvotum gegen das Kabinett Schleicher be­deuten würde, das mit der Auflösung des Par- laments beantwortet werden würde.

Die Kabinettsberatungen gehen morgen weiter, und zwar stehen wirtschaftliche und han- Lelspolitische Fragen tm Vordergrund der Beratungen. 11. a. wird auch die ^rage der Bürgschaften bei Teilung großer Wohnungen, Umbau von Häusern usw. behandelt we^em Die kommunale Umschuldung, die durch die Der vsfcntlichung eines Rcferentenentwurfes m einem Berliner Abendblatt an die Oessentlichkeit ge­kommen ist, ist noch nicht spruchreif.

Prooinzialtages und von 1894 bis 1903 Oberprösi- dcnt der Provinz Schlesien. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Schaffung des Gesetzes zum Ausbau der schlesischen Hochwasserslutze. Fürst Nutz fcldt war erbliches Mitglied des Herrenhauses und Generalmajor ä la suite der Armee. Von der Bres lauer Universität wurde er zum vr. med. et jur. h. c. ernannt. Am 1. Januar 1900 verlieh ihm Kai­ser Wilhelm II. die Würde eines Herzogs zu Tra­chenberg *

Reichstagsabgeordneter Dr. Schneider (DVP) ist in Dresden nach einer Nieren-Operatton oer- s orben. Dr. Schneider war kaufmännischer Direktor in Dresden und Vorstandsmitglied des Verbandes ächfischer Industrieller. Dem Reichstag gehörte er seit 1924 an, außerdem gehörte er einige Jahie dem Sächsischen Landtag an.

das absolute Vertrauensverhältnis zwischen dem Führer und seinen Gauleitern, die Geschlossenheit und das Siegesbewicht^n der Bewegung stärksten Ausdruck fandew Rach einer ausgedehnten Aussprache der Bauleiter unter- einander, die unter dem Vorsitz des Stabsleiters Ley stand und eine v o l l i g e 11 e b e rein stimmung sämtlicher Gauleiter in allen ^han­delten grundsätzlichen Fragen ergab, legte der Führer zum lippischen Wahlsieg lebhaft be­glückwünscht - die große Cinie fest,

die für die Haltung der RSD2HS. und den Kampf der nationalsozialistischen Bewegung im neuen Jahre maßgebend sein wird. ,.

Ausgehend von dem Grundsatz, daß die Macht, die eine Bewegung in der Äderung besitze auf der Macht beruhe, die außerhalb der Begie rung hinter ihr stehe, betonte der Fuh«r den Willen und die Rotwendigkeit, nach den gestrigen für die wirkliche Volksstimmung bezeichnenden Wahlsiegen,

keine Sekunde vergehen zu lassen, sondern am Feinde zu bleiben und den Kampf mit der größten Intensität wetterzuführen.

Es sei nicht wahr, daß die nationalsozialistische Bewegung keine Siege mehr erringen könne. Ob man Siege erringe oder nicht, und welchem Ausmaß man sie erringe, darüber entscheide wenn die grundsätzliche Zielsetzung richtig set ausschließlich der Wille zum Siege. Lippe s-m da

I für ein Beweis. Aber auch, wenn die NSDAP, gestern nicht einen Sieg, sondern eine ^der läge erlitten hätte, würde sie heute nicht anders handeln.

Die nationalsozialistische Bewegung sei aufs neue zum Angriff übergegangen und werde ihn auf der ganzen Linie mit verdoppelter Kraft wettertragen.

"°Par?am-nlarHch lieg' Entlchcidung über die Weiterentwicklung der innerpolitischen Laae gleichfalls bei den R a t i o n a l s o z i a l i - st X Sollten sie sich in der Sitzung des Ältesten- * nm Freitag für eine längere Berta» qung des Reichstages, vielleicht bis Märr aussvre en. so wür.e die Reichsreglerung Tolerierung erblicken. Stehen je»

Doch die pichen auf Sturm s° wird mit der baldigen Auflösung des Reichstages zu rechnen sein Den Gedankengängen Hugenbergs wurde es nicht entsprechen, wenn sich die Regierung wieder» Zufälligkeiten der Wahlarichmetik atoäntig Ein- für di- nächsten

2:aae erwartete Unterredung jimfefeen §ugen» - $ s. c. ; 4 r p r würde auch hierüber Klarheit

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f\ftpn Der Deutsche", der für den ®auS 6d;tiiernS der D-rhnndlung-n mit de- RSDAP. von dem Ziel einer

Zusammenfassung der parlamentarischen Kräfte im Rahmen des Möglichen und Erreichbaren spricht, daß auch bann noch bestehen bleibe, und nachdrücklichst erklärt. Daß Stegerwald nicht in einem Kabinett neben Hugenberg sitzen könnet da dies ein Kampfkabinett bauten wurde.

Anderseits glaubt man ui politischen Kreisen allaernein. daß Reuwahlen nicht nur eine neue

Jrldjeini tägltd). autzei Lonniogs und 7\eienaq6 Beilagen; D<e 3Uuftnert. Qirhener Fam.li-nblotte. (jeimat mBild D.evcholl. ' monats-vezugspreis gjltt 4 Beilagen fRll 1 95

Obn< Illustriert, . 1 80 Äustellgebuh' . --25

5ud) bei Nichterlcbemen >0" einzelnen Nummern infolge höherer (Beroalt ijernsnrechanschlüsie snter Sammelnummer 225> Hnjdjrijl lür Drahtnach nchien rinzeiger Siesten postschelttonto:

ksontti N an Mai. 1168fc.

Reichstagsabgeordneter Loibl lBmjer. Botts. Partei) wurde in Berlin von eurer Autodroschke uingesahren und so schwer verletzt daß er nach eintägigem Schmerzenslager verstarb. Abg. ßoil l mnr 'Ri.rfihrurfercibirettor IN Reubura a. d. D..

dem Reichs«

Heute weitere fiabincttebcrativ gen.

Berlin 16. 3an. (ERB.) Wie wir erfahren, bat das R e i ch s k a b i n e 11 in feiner heutigen t ion I Yung den Entwurf .der Derordnungl uber^^n I 3ahre baß 'die Verordnung morgen dem Be lHspr a- s r i) e n t e n Dorgelegt werden kanm Die Ver vsfcntlichung wird spätestens am Mittwoch er

0er Eindruck in England.

London, 16. Jan. (TU.) Die Rede des Reichs­kanzlers von Schleicher auf der Reichsgrun- dunasfeier im Sportpalast wird von der englischen Bresse an hervorragender Stelle wiedergegeben. Be­sonderes Gewicht wird auf die Erklärung Schlei­chers gelegt, daß Deutschland eine auf dem Wege der allgemeinen Dienstpflicht ausge­hobene Miliz benötige, was besonders m den Ueberschrifien zum Ausdruck gebracht wird, wie m den WortenDeutschland und die allgemeine Dienst­pflicht".Schleichers Hauptwunsch" oder wie die

Daily Mail" schreibt,Deutschland ruft zu den Waffen". In großer Aufmachung wird auch gemel­det, daß zugleich mit H i n d e n b u r g mehrere Mit­glieder des Kaiserhauses, darunter der K r o n - v r i n z an der Feier teilgenommen haben. Zu der Aeußerüng, daß die deutsche Armee jahrelang den Feind von den Grenzen Deutschlands abgehalten habe, bemerkt dieDaily Mail", die Deutschen schienen vergessen zu haben, daß dis Russen ihre Grenzen überschritten und Ostpreußen verwüstet hätten.

seiner Wahl beimißt, nicht in den Kopf fteigt 100 000 Wähler sind nicht Deutschland.

Dr. Goebbels äußert sich imA n g r i f f unter der ParoleSignal Lippe!" folgendermaßen: Das, was breite Kreise der Wählerschaft nicht ver­stehen konnten, beginnen sie jetzt allmählich emzw sehen: Daß nämlich Hitler am 13. August und am 26. November recht .daran tat, die Verantwortung abzulehnen, wenn man ihm nicht zugleich me ent­sprechende Machtfülle verlieh. Herr von Schleicher und die Oligarchie in der Wilhelmstraße werden an dem Ergebnis der Lipper Wahlen nicht vorbei- kommen können. Die Lust zur Auslösung des Reichs« tags ist ihnen wohl gründlich vergangen. Keine Macht der Welt kann uns dazu zwingen, von unserem Recht, das wir feierlichft vor der Nation und vor der Geschichte erhoben haben zu lallen. Das Lipper Volk hat die Zeichen der Zeit oerstan- den. Das deutsche Deutschland wird ihm dafür Dank wissen. Von diesem kleinen Grabenstück aus ist die Offensive gegen das System wieder eröffnet worden. Die Lawine der Volkserhebung ist ausS neue ins Rollen gekommen, und wir werden schon dasur sorgen, daß man sie nicht mehr zum «till stand bringt

Er selbst als Führer werde sich in diesem Kampf persönlich einsehen bis zum Letzten und erivarte von alten Rationalsozialisten dasselbe Als eine unzertrennliche und unerschutterte Emhei werde die RSDAP. vorwärts marschieren und ihr Ziel erreichen."

Memel-Kundgebung in Tilsit.

Tilsit 16. Jan. (ERD.) Der Reichs» verband der Heimattreuen Olt' und West Preußen veranstaltete h.er eme Me mc l l - nd-Kundgebung, liach -'ne- An. spräche oes TiZirec Overvurgecmeisters Dr. Salge h.elt der Vorsitzende des Reichsverban° des Oberregierungsrat Hoffmann den Festvortrag. Der Redner betonte mit allem Rachdruck, daß

das Memelgebiet niemals zu Litauen gehört habe, und daß die Bevölkerung allezeit treu­deutsch gewesen fei.

D«r Redner gab bann eine eindrucksvolle SHU- terung 6er zahlreichen Der,Me Ltt-men^gegen die memelländische Autonomie. Richter, Redakteure, Lehrer, Geistliche u"d andere Beam­ten seien ausgewiesen worden, un Landtag lei man wiederholt mit Zwangsmaßnahmen fwrge- aangen und die Gleichstelluna dec beiden Spra chen^ Deutsch und Litauisch stehe nur auf dem Papier. Es werde der Tag kommen, erklärte der Redner an dem es den Litauer n l e i d tun w^rde 'so mit dem Memellande umge, Tangen zu sein. Das deutsche Volk spure auch in feiner Machtlosigkeit die Wunden, die die Litauer dem Memelland beigebracht hätten und

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Das Echo der Kanzlerrede in Paris.

Paris, 16. Jan. ($11.) Die große Rede des Reichskanzlers am Sonntag findet m der Pariser Presse zwar st a r k e Beachtung, wird aber nur sehr wenig kommentiert. De, Grund dafür scheint in den für Frankreich un Moment wichtigeren Finanzsorgen zu liegen, dm die Blätter zu langen Ausführungen veranlassen. Das ..Echo de Pari s" protestiertn 3u|am- menhang mit den Erklärungen vmi Schteichers gegen die Herabsetzung des französischen Kriegs- Haushalts um c00 Millionen Franlen. Der Oberste Landesverteidigungsrat soll bereits Ende bei Böoche zusammentreten, um sich mit der Lage zu beschäftigen. Die übrigen Blätter unterstreichen die besonders herzliche Begrüßung zwischen dem Reichspräsidenten und dem ehemaligen Kronprin­zen.Petit I o u t n a l" schreibt, die Kund- gebung habe deutlich bewiesen, wie gering bei Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Reich sei. Man habe auch die Gründung det Reiches gefeiert. Kein einziger Redner habe Dm Gelegenheit benutzt, die Republik zu erwähnen.

eintägigem Schmerzenslager ver war Buchdruckereidirektor in J..--- stand im 64. Lebensjahre und gehörte I tag seit 1924 an.

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Prälat Kaas beim Re.chslanzler.

Berlin 16. Jan. (ERB.) Wie wir erfahren, hat sich Prälat Kaas Montagabend zu der ang:kündigten Besprechung beim Reichskanz­lei r begeben.

Hitler noch nicht in Berlin.

Berlin, 16. Jan. (ENB.) Entgegen anders lau­tenden Nachrichten erfahren wir von nationa fozia- lift.|d)er Seite, daß 'Adost Hitler heute ni^t nach Berlin kommen wird. Der Fuhren der N«DAP. wird vielmehr in Weimar bleiben, um an der borthin cinberufenen Führertagung teilzunehmen. Die Reife nach Berlin ist erst für morgen vor­gesehen.

Neuwahlen oder nicht?

B e r l i n , 16. Jan. (TU.) Die Weiterentwicklung der i n n e r p o l i 11 f d) e n Lage hangt nach wie vor von der Haltung der Nationalsozia­listen ab, deren Führer Adolf H i 11 er am Mon- taa auf der (Bauleilertaaung der NSDAP, eine ziemlich eindeutige Kampfparole ausge­geben hat.

Die Möglichkeiten einer Verständigung Schlelcher-hitler schwinden damit immer mehr.

w , »j- t Beunruhigung und Verschüttung der Ansätze der

LollareckUNaSschUysENiWUrs wirtschaftlichen Erholung zur Folge hallen^ son- ' 1 J dern unter dem augenblicklichen Wahlsystem

Berlin, 16. Jan. (TU.) Zu dem Wahler­gebnis in Lippe schreibt di« .Deutsche Allgemeine Zeitung": Das Wahlergeb- nis in Lippe hat die Erwartungen mancher Kreise, die bereits mit einer heftigen Schwächung dev RSDAP. rechneten, enttäuscht. Vorurteilslos wird der Eindruck verzeichnet, daß auch Gregor Straßers Chancen durch diese Vorgänge stark ge­sunken sind. In Regierungskreisen ist nunmehr die Auffassung anzutreffen, daß der Konflikt mit dem Reichstag kaum noch zu vermeiden sei. und von nationalsozialistischer Seite wird ebenfalls mit der Parole von Reuwahlen tm Februar operiert.

DieGermani a spricht von einem Pyrrhus­sieg Hitlers und sagt: Der Effekt wird lwturlich der sein, daß die Richtung Goring-Gobbels wieder Oberwasser bekommt. Damit steigt die Wahrscheinlichteit für eine neue Wahlprobe un Reich. Es wird sich sehr bald zeigen, ob sich dieser Pyrrhussieg in Lippe gelohnt hat. Hitler holte seine Stimmen von Hugenberg. Die So­zialdemokraten nahmen sic den Kommunisten also I Politik mit umgekehrten Vorzeichen! Man sollte l dafür sorgen, daß Lippe die Bedeutung, die man

Gietzener Anzeiger

Aeneral-Anzeiger für Oberhessen

tn6 un6 DcrlCa: vrihl'lch- Um-e.fi.a.s-Bud. und Stein^ael «. in .BieDn. Sd>nttkitun<; und SeWftstene: 7.

Trotz der durch den Wahlausgang in Lippe ent- ftunbenen Stimmung behaupten sich aber die Ge^ rächte, die von einer bevorstehenden U m b Id u n g her Reichsregierung wissen wollen. Cs würde sich dabei, wie ausdrücklich hervorgehoben wird nicht um eine sog kleine Umbildung handeln, unter der man etwa den Eintritt einer emze nen Persönlichkeit ins Kabinett verstehen konnte, son »uS fim eine aroße Umbildung auf der! Grundlage dernationalen Notgemeinschast Aller­dings scheint es noch völlig offen, wie diese ,,natio­nal? Notgemeinschaft" personell verwirklicht wer­den sollte. Der Name Gregor Straßer ist am Man ag wieder in den Hintergrund getreten. Jeden alls behauptet man in unterrichteten Kreisen daß dcr Plan der Schaffung emer V')e kanzle chaft fallengelassen worden se.Jrn Gegen atz zu früheren Erwartungen wird Gregor ^.tra -er m den nächsten Tagen auch nicht nach Berlin toinmcn Wenn dieDAZ/' glaubte ankundigenzu können, daß eine Entscheidung der NsDAP. über denFall Straßer" unmittelbar beoorstehe, so »st in dieser Hinsicht wenigstens bisher, nichts erfolgt. Danach scheinen auch, was denjzall Straßer be trifft, die Möglichkeiten nach allen Richtungen hin