Waller zwei Pfennige, eine Brause 20 Pfennige. Man spielt Fußball auf der Straße. Strube tritt ein „lor". Jemanden ist der Schuh entzweigeganaen. Janssen wirft den ^chleuderball durchs Ziel. „Gummi" kann heute schon etwas besser werfen. Kropke tut zwei Würfe hintereinander, und also ist das Spiel ungültig.
Die Heimkehr. Am Birkenweg weht der Wind in der Sonne. Roentgen wirft sich ins Gras, voll Leidenschaft sucht er in einer trockenen Vertiefung — nach Fischen. Albers erstürmt einen Busch und schreit dabei: Das war ein Experiment! Auf einer Bank am Wege stellt sich Oetjen schlafend, springt dann auf und telephoniert durch ein Eisenrohr, das als Steg
geländer dient. Betten erzählt von seinem Gespann, mit dem er heimfahren will »köpfe springt über den Graben und prüft, zurückkommend, die Festigkeit eines morschen Steges. Alsdann werden zwei Schafe verspottet.
Plötzlich hat sich eine Lerche über den Marschweg erhoben und singt. Der kleine Imhoff ist Daraus» gelaufen, aus Anast, den Zug nicht mehr zu erreichen. denn er ist ein „Auswärtiger". Hobbie ist wie ein wildes Pferd. Steine fliegen ins Wasser. Es plantscht.
Doch da sind die roten Dächer, der Bahndamm, die Stadt. Auf Wiedersehen? Schön war's.
J
Aehnlich wie die belgische Bahn durch deutsches Gebiet, so führen zwei deutsche Straßen durch bei» aisch-s Gebiet. Der Verkehr an dieser verzwickten Grenze ist durch eine Unzahl von Sonder de- ft i m m u n g e n geregelt, die 3ufamnicn nicht weniger als hundert große Druckseiten füllen. Da all diese Bestimmungen sehr dehnbar sind und non den belgisch'N Bewohnern g^nau so geschickt ausgclegt werden wie von den deutschen
liches, denn ähnliche Schmuggeldörfer gibt es an allen Grenzen: aber hier tritt nun der groteske Fall em, daß der deutsche Zoll die Anfuhr des Schmuggel- gutes über eine deutsche Straße erlauben, daß er leben Zentner Kaffee, jedes Taufend Zigaretten, das später von den belgischen Bauernhausern nach Deutschland wandern soll, erst mit einer offi - } i e 11 c n Du rchfuhrbescheinigung über eine deutsche Straße noch Lichtenbusch hereinbringen lassen muß. Es gäbe noch viel von diesem eigenartigen Dorf zu erzählen, von den Bauern, die ihre Felder auf beiden Seiten der Grenze bewirtschaften müssen, von den zahllosen Feld- und Waldwegen, die über die Grenze führen und nur teilweise versperrt werden dürfen und vielen ähnlichen Dingen mehr. Doch wenn man alle Einzelheiten dieser Grenze beschreiben wollte, dann müßte man schon ein Buch und nicht einen kurzen Aufsatz schreiben.
Seit dem Vertrag von Versailles Hot Deutschland viele seltsame Grenzen. Man braucht nur an die ungeklärten Verhältnisse an der Saar zu denken oder an Oberschlesien oder auch an die unmögliche und unhaltbare Grenzziehung des polnischen Korridors. Die eigenartigste Grenze aber ist die neu» belgische Grenze vor den abgetretenen Städten (Eupen und Malmedi). Die neue deutsch belgische Grenze ist nicht lang. Sie zieht sich vom südlichsten Punkt Hollands bis zum Nordzipfel des kleinen luxemburgischen Dreiecks nur knapp hundert Kilo meter lang durch die Berge der Eifel. Aber so kurz die neubelgische Grenze ist, so verworren ist sie auch, zumal in ihrer nördlichen, dem abgetretenen Eupen vorgelagerten Hälfte
Vor dem Kriege führte die Grenze vom Dreiländerpunkt, dem Punkt, an dem Deutschland, Holland und Belgien Zusammenstößen, in südlicher Richtung in zwei nach Belgien hinein vorstoßenden Halbkreisen um Eupen und Malmedy herum. 1918 wurden die beiden alten Grenzstädte belgisch und die neue Grenze wurde vom Dreiländerpunkt aus in einem Viertelkreis von nur wenigen Kilometern Durchmesser unmittelbar nach Osten um den Stadtkern von Aachen herumgeführt, und bann mit einigen grotesken Haken und Winkeln nach Deutschland hinein ...
Verfolgen Sie nun bitte vom Drelländerpunkt aus die neubelgische Grenze. Sie sehen, wie sie sich in einer (Entfernung von nur wenig mehr als fünf Kilometer um den Stadtkern von Aachen legt und sich dann an die große deutsche Landstraße Monschau—Kalterherberg anschmiegt. Dabei zerschneidet sie das Dorf Lichtenbusch in zwei Hälften.
Alle Häuser des Dorfes auf der östlichen Seite der Straße find, ebenso wie die Straße selbst, deutsch: die Hauser auf der westlichen Straßenseite aber sind belgisch.
Schon dieses, an sich noch harmlose Kuriosum dieser Grenzziehung, hat allerlei seltsame Dinge im Gefolge, du man auf Grund des nüchternen .Kartenbildes niemals vermuten würde. Die Häuser auf der belgischen Seite' des Dorfes liegen nämlich zum größten Teile alle unmittelbar an der deutschen Straße, sind also mit Karren, Wagen und Geräten nur über die deutsche Straße zu erreichen. Natürlich wurde den belgisch gewordenen Bewohnern dieser Häuser und Gehöfte im Versailler Vertrag die Benutzung der deutschen Straße vorbehalten und zwar — wie es ausdrücklich im Grenzvertraa heißt — ohne „erschwerende Paß und Zollformalitäten". Das heißt also, daß die in der östlichen Hälfte von Lichtenbusch ansässigen Belgier alles, was sie von Belgien an Ware beziehen ober nach Belgien liefern wollen mit ausbrücklicher Erlaubnis bes beutfdjen Zolls über die deutsche Straße transportieren dürfen. Wenn man sich daran erinnert, daß seit Kriegsende ein schwunghafter, groß» organisierter Schmuggelhandel alle erdenklichen Waren von Belgien nach Deutschland verschiebt, bann gewinnt biese Grenzverkehrsbestimmung erst ihre rechte Bedeutung. Die östliche, belgische Hälfte von Lichtenbusch hat sich nämlich zu einem wahrhaften Schmugglernest entwickelt. Es gibt in ganz Lichtenbusch kein neubelgisches Bauernhaus, das nicht mit bunten Tafeln übersät wäre, die für alle erdenklichen Schmuggelartikel Reklame machen. Kaffee, Tabak, Zigarren, Zigaretten, Wolle, Seide, Butter, (Eier, Gummiartikel, Schokolade, Kakao, Tee, Mehl und Zucker sind in den durch die neue Grenze urplötzlich in kleine Warenhäuser verwandelten belgischen Gehöften und Grenzbuden zu kaufen. Der Absatz ist groß, zu Tausenden kommen die westdeutschen Schmuggler nach Lichtenbusch, um im Schutze der Nacht in wohlgesicherten Kolonnen die billige bei gische Ware nach Deutschland hinein zu schleppen. Ja, ganze Autos werden voll Schmuggelgut gepackt und brechen dann, gesichert uni) gepanzert, von einem der belgischen fflehöfte über die deutsche Chaussee in wenigen Minuten nach Aachen durch. Das wäre nun an sich noch nichts Außergewähn-
Das halbierte Dorf Lichtenbusch ßm Schmuggler-Paradies an der neubelgischen Grenze
Äon Martin Oey.
Wenn man die Grenze von Lichtenbusch aus weiter verfolgt, dann kommt man nach ein paar Kilo» Metern an jene Stelle, wo die von Aachen ausgehende Eifelbahn in einer kleinen Schleife in das jetzt neu- belgische Gebiet vor^tößt. Born Grenzübertritt ab ist die Bahn belgisch, «ie berührt Raeren und wendet sich bann wieber der Grenze zu, überquert sie unb schlängelt sich bann in mancherlei Kehren unb Wendungen auf deutschem Boden durch die (Eifelberge, um erst dreißig Kilometer weiter bei Kalterherberg endgültig in neubelgischem-Gebiet unterzutauchen.
Obwohl die Bahn also durch Deutschland führt und dabei die belgische Grenze nur noch an einigen Stellen auf ein paar Kilometer berührt, ist sie seit 1918 belgisch Der Bahnkörper ist also belgisches Hoheitsgebiet mitten im deutschen Hinterland durch Grenzsteine vom umgebenden deutschen Boden abgetrennt.
Selbstverständlich sind auch die Bahnhö',e dieser eigenartigen belgischen Bahn belgisch. So kommt es, daß die rein deutschen Orte Roetgen, Lammersdorf, Eonzen, Monschau unb Kalterherberg belgische Bahnhöfe haben * mit — natürlich — belgischem Personal unb belgischen Wartesälen, in benen an jedermann belgische Ware verkauft wirb. Damit die Geschäfte der ja nach Aachen führenden Bahn nicht allzu sehr unter ber Konkurrenz ber neu eingerichteten beutfdjen Autobuslinien leiden, ist ber Verkehr auf der Bahn so geregelt, baß man von den beutfdjen Orten aus vom belgischen Bahnhof mit ber belgischen Bahn über ben belgischen Ort Roetgen ohne jede Paß- unb Zollkontrolle nach Aachen fahren kann. (Es ist unmöglich, alle bie U n - Zuträglichkeiten aufzuzählen, die mit dieser Regelung notgedrungen Zusammenhängen. Nur eines darf nicht vergessen werden, wenn man von dieser Bahn spricht. Die nächste Station nach dem heute noch deutschen Kalterherberg ist (Elfenborn, in dessen Nähe der ehemalige große beutfdje Truppenübungsplatz liegt, der jetzt von belgischem Militär benutzt wird.
Um den jetzt belgischen Truppenübungsplatz Eisenborn von (Eupen aus erreichen zu können, haben die Belgier von (Eupen aus eine Anschlußbahn nach Raeren an die Eifelbahn herangebaut. Seit dem Tag, da die Ansdjlußbahn fertiggestellt ist, kann man fast täglich die belgischen Militärzüge mit Kanonen und allem was dazu gehört, durch die deutschen Dörfer nach (Elfenborn fahren sehen. Fünfzehn Jahre nach Friedensschluß belgische Truopen- transporte durch deutsches Land, das ist wohl dos merkwürdigste Kapitel dieser aus „strategischen Gründen" geschaffenen Grenze!
Schmugglern, so ist es fein Wunder, daß die Grenze zu einem wahren Paradies für alle die Leute wurde, die aus Grenzvergehen ein Geschäft zu machen wissen. Und wenn die Statistik nachweist, daß sich 50 Prozent aller -chmuggeldelikte der großzügig organisierten westdeutschen Schmuggel-
banden auf die kurze neubelgische Grenze vor den Toren von Aachen konzentrieren, dann beweist das mehr als deutlich, welchen Schaden diele Grenz- .Ziehung leit anbenbalb Jahrzehnten der deutschem Volkswirtschaft zufügt.
Wirtschaft.
Zrankfurier Börse.
rNittagsdärse: Reuten fest, Aktien vernachlässigt.
Frankfurt a. M., 14. Non Die freundlichen Kommentare der Auslandspresse zum deutschen Wahlergebnis, in denen eine Verhandlungsbere^t schäft erkennbar ist, verliehen der heutigen Börse eine freundliche Grundtendenz, die sich jedoch in der Hauptsache am Markte der Staatsrenten ausdrückte. Hier standen bei (Eröffnung Altbesitz wieder im Mittelpunkt der Publikums- und Spekulationsnachfrage. Bei lebhafter Umsatztätigkeit eröffneten sie um 0,75 v H. fester und zogen rasch um weitere 0,50 v H. auf 83,75 v. H. an. Neubesitz
I waren etwas mitgezogen und um 5 Pf. höher, dagegen blieben späte Schuldbuchforderungen vernachlässigt und mit 89,75 v. H. kaum behauptet. Reichs- bahn-VA. gewannen 0,40 v. H., während 6 v. H. Stahloerein 0,25 v. H verloren.
Der Aktienmarkt lag mangels besonderer Anregungen und auf Grund des Orbermangels sehr still und im Anschluß an die Abendbörse vielfach weiter leicht gedrückt. Besonders matt lagen Reichsbankanteile mit —1,25 v. H., Accumulatoren mit —1,50 v. H. und Mannesmann mit —1 v H. Harpener konnten sich dagegen nach dem Rückgang von gestern abend um 1,25 o. H. erholen IG. Farben eröffneten mit 112,25 um 0,13 o. H. hoher, das gestrige Slncjebot hat offenbar nachgelassen. Elektro- unb Schiffahrtsaktien bröckelten meist ab. Am Kunstseidenmarkt waren Aku unb Bemberg um je 0,75 v. H. befestigt.
3m Ber laufe standen Renten weiter im Vordergründe. Altbesitz stiegen bei allerdings kleiner werdendem Umsatz bis auf 84,75 v. H. und schlossen mit 84,25 o. H. Neubesitz zogen ebenfalls an, 13,30 bis 13,60 v. H, späte Schuldbücher galten etwa 90 d. H. Die Geschäftsstille am Aktienmarkt hielt bei uneinheitlicher Tendenz zwar an, es überwogen jedoch leichte Erholungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Reichsbank waren mit 154,25 v. H. gut erholt, IG Farben bis 112,75, bann 112,50, Harpener 76,25 bis 77, Stahlverein 29 bis 29,50, Phönix 34,50 dis 35, Betula 111 bis 111,50. Recht matt tarnen u. a. noch zur Notiz: Siemens 125,50 (— 2 v. H.), Holzmann 53 bis 52,50 (— 2,25 v. H ), Conti Gummi 126,75 (— 1,25 v. H ), Lahmeyer zirka 103 (—1,50 v. H.) und AEG. 15,90 (—1 v. H.i. Am Kafsamarkt zogen Motoren Darmstadt auf 36,75 (4- 1,75 v. H ), Bad. Maschinen auf 120 (+ 2 v. H ), Schofferhof auf 145 (+ 1,50 v. H.) an unb von Banken lagen Commerzbank mit 39,25 0,75 v. H. unb Frankfurter Hypothekenbank mit 67 um 1 v. H. fester. 3m Freiverkehr büßten Frankfurter Handelsbank auf geringes Angebot 2 v. H ein (Kurs 10 v. H ).
Arn Pfanbbriefrnarkt bestand kleine Nachfrage, besonders ßiquibationspfanbbriefe waren vielfach um 1 v. H. fester. Kommunal-Obligationen unb Stabtanleihen zogen gleichfalls 0,50 bis 1 v. H. an, 6 v. H. Dollaranleihe der Stabt Frankfurt von 26 aber gestrichen Brief, Taxe zirka 62 (zuletzt 64 v. H ). Länberanleihen lagen meist bis zu 1 v. H. fester, von Reichsanleib-n 19?7er > 1 v H. (91). Dekosma I weiter feft (81 nach 79,75 v. H ). Steuergutscheine von 1934 V 0,40 v. Sy, von 1936 und 1937 je + 0,13 v. Sy, bie übrigen unverändert Durchschnittskurs ber Gruppe I 87,80 nach 87,65 | v. Sy Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich bei Abweichungen bis zu 1 v. Sy Bon fremben Werten gingen Ungarn unb M"xikan>'r leicht zurück.
lagesgelb war 4um Medio etwas gesucht und wurde um 0,50 auf 3,50 o. H. erhöht.
Abendbörse: Renten fest, Aktien sehr ruhig.
An ber Abendbörse blieb der Markt der staats reuten bevorzugt und fest, auch die Umsätze waren relativ lebhaft. Altbesitz eröffnete mit 84,50 o. Sy um 0,25 v H gebessert und meg bann auf 84,65 o. H Neubesitz hatte mit 13,70 ( 10 Bf ) ebenfalls größere Umlage zu verzeich- nen. Ferner waren Dekosama 1 gesucht und mit f.efter- Städte Altbesitz lagen mit 74,50 bis 75 d. Sy im Freiverkehr ebenfalls fest veranlagt. Späte «chulbbücher blieben vernach- lassigt unb bei 90 v. Sy unverändert
Rinfrermarft in (Hießen.
Auf dem gestrigen Rinber-Nutzoiehrnarkt in (Bie- Ken standen 559 Stück Großvieh, 144 Fresser unb 148 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qual. 280 bis 380 Mark 2. Qual. 180 bis 220, 3. Qual. 120 bis 150 Mark, Schlachtkühe a) 100 bis 240, b) 40 bis 100 Mark, Rinder, einhalb- bis dreivierteljährig, 50 bis 100 Mark, dreioiertel- bis zweijährig 70 bis 140 Mark, tragend 150 bis 280 Mark, Kalber bas Pfd Le bendgewicht 18 bis 28 Pf Marktverlauf: Etwa» lebhafter.
Mainzer Lchlachtviehmarkt.
Mainz, 14. Noo. Auftrieb: 26 Ochsen, 11 Bullen, 541 Kühe ober Färsen, 300 Kalber. Ochsen al) 28 bis 30, b2) 22 bis 24. Bullen c) 22 bis 24 Kühe a) 23 bis 25, b) 18 bis 21, c) 12 bis 15 Färsen a) 28 bis 30. Kälber c) 26 bis 33, d) 22 bis 25 Schafe nicht notiert. Schweinemarkt fand gestern statt. Markkoerlauf: Großvieh schleppenb, Ueberftanb. Kälber ruhig, geräumt ,
Kölner Vuttcrmarkt.
Köln, 14. Noo. Die Kölner Warenbörse setzte heute folgcnbe Preise feft: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, 1 Molkercibutter 132, 2. 127. lGroß- cinfaufsprcife für 100 Pfund ab Versandstation einschließlich Faß in Mark.)
Mannheimer (Hroß-BiestmarU.
Mannheim, 14. Noo. Auftrieb: 159 Ochsen, 107 Bullen, 303 Kühe, 345 Färsen, 797 Kälber, 74 Schafe, 2095 Schweine, 117 Arbeitspferde, 75 Schlachtpferbe. Es kosteten: Ochsen, vollslestchige, ousgemästcle, höchsten Schlachtwerts, jüngere 28 bis 31, ältere 22 bis 25, sonstige vollfleischige 24 bis 27. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachlwerts 26 bis 29, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 25, fleischige 21 bis 23; Kühe: jüngere, voll fleischige, höchsten Schlachtwerts 22 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 18 bis 22, fleischige 14 bis 1\ gering genährte 10 bis 13; Färsen: vollst., ausgerüstete, höchsten Schlachtwerts, 30 bis 32, vollfleischige 26 bis 28, fleischige 23 bis 25. Kalber: beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringere Saug kälber 28 bis 32, geringe 20 bis 25. Schafe. Beste 3d>afc 22 bis 25. Schweine: Vollfleischige, 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 51 bis 53, 200 bis 240 Pfund 50 bis 53, 160 bis 200 Pfund 48 bis 52 Mk. 'Arbeitspferde 300 bis 900, Schlachtpserde 25 bis 115 Mark per Stück. Marktverlaus: Großvieh ruhig, kleiner Ueberftanb. Kälber ruhig, geräumt. Schweine ruhig, kleiner Ueberftanb. Pferde ruhig.
Äet deutsche Außenhandel im Oktober.
Bon September zu Oktober sind Ein- unb Ausfuhr um annähernd ben gleichen Betrag gestiegen. Die (Einfuhr hat sich von 337 auf 3-17 Mill. Mk., d. h. um runb 3 v. Sy erhöht, während bte Ausfuhr von 432 auf 445 Mill. Mk, das sind ebenfalls 3 v. H„ ^genommen hat. Mengenmäßig ist die Umfatzsteigerung namentlich in der Einfuhr großer (Einfuhr 4,8 v. H., Ausfuhr + 3,6 v H ), da die Durchschnittswerte gesunken sind.
3n der Steigerung ber Einfuhr kommt der üblich? Saisonauftrieb von September zu Oktober V m Ausdruck. Jedoch bleibt di» Einfuhrzvckahmc hinter dem Durchschnitt der Vorjahre zurück. Zu- g.'nomnien hat lediglich bie Einfuhr von Lebensmitteln, unb zwar mengenmäßig um fast ein Viertel. unb bie Fertigwareneinfuhr (um 4 v H ). Die Rohstosfeinstchr bagegen, die von 1925 bis 1932 von September zu Oktober erhöht war, ist diesmal.
wenn auch nur um runb 2 v. Sy, gefallen. Dies ist hauptsächlich bamit zu erklären, daß die Rohstoff» dezüae nach ben verhältnismäßig hohen Eindockungen Im Sommer weiter eingeschränkt wurden
Auch in der Ausfuhr, an deren Zunahme alle Hauptgruppen beteiligt find, wurde bie burchschnitt» liche Steigerung ber Vorjahre biesmal nicht erreicht. Bon Juni bis Oktober ist die Ausfuhr in diesem Jahre um rund 23 v. Sy gestiegen, wahrend sie in der gleichen Borjohreszeit, z. T. allerdings infolge der damals starken Schrumpfung des Russengeschäfts, nur um 13 v. Sy zunahm.
Die Handelsbilanz schließt im Oktober mit einem Ausfuhrüberschuß von 98 Mill. Mk., gegen 95 Mill. Mk chn Bormonat, ab. Wie im September ist der Ausfuhrüberschuß auch diesmal höher als im gleichen Borjahresmonat (84 Mill Mk).
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hmlei den Papieren angeführten Ziffern geben bu Hohe der zuletzt beid.ioifenen Dividende an — Retchsbankdtstont 4 o f) Lombardzinsfuß 5 o H
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