reich vertreten sind. Unter diesen Fahnen befinden 1 sicyzum ersten Mal die schwarzweißrote p
so heißt unser neuer Roman - eine lebenbejahende, zuver. sichtliche und heitere Erzählung - Spiegel unserer Zeit und beschwingteLiebesgeschichte - spielend unter jungen Menschen in Deutschland - geschrieben von einem jungen nationalen Dichter - spannend von der ersten bis zu der letzten Szene
Älb LNorrtas, IS. Zu«, ht bett
Gießener SanrMenblütteru
willt langer neben sich Tausende von Unorganisierten zu dulden, die sich der Eingliedc. rung in diese Front seither aus durchsichtigen Gründen entzogen haben. Dem unorganisierten Schmarotzer ist der Kampf angesagt! Jetzt mag er sich ent- .cheiden, ob er sich außerhalb der deutschen Volksgemeinschaft stellen will oder ob er sich endlich seiner moralischen Verpflichtung zur Eingliederung bewußt wird.
und die Haken kreuz sahne. Auch auf dem Gebäude derdeutschenBotschaft sind die beiden Fahnen gehißt. Die L u f t a r m e e nahm an der Parade teil. 90 große Bombenflugzeuge und 10 ?agdflugzeuggeschwader kreuzten in 500 Meter Höhe über Paris und über dem Festplatz.
Berufung der Konferenz erscheint angesichts der Stellungnahme der Goldländer völlig zwecklos, bevor nicht der Dollar eine stabile Grundlage erreicht hat. In Konferenzkreisen glauben nur wenige an die Möglichkeit, daß die Konferenz nach der Vertagung überhaupt jemals wiederzusammenkommen wird.
Oer Viererpakt in Rom unterzeichnet.
Rom, 15. Juli. (1DI23. Funkspruch.) Am Arbeitstisch Mussolinis im Palazzo Venezia ist heute mittag 12 Uhr der Viererpakt von den Botschaftern Deutschlands Englands und Frankreich und von Mussolini, dem Schöpfer dieses Vertrages, unterzeichnet worden. Der Pakt ist in vier Exemplaren, je in einer der Sprachen der vier Grohmächle, ausgefertigt. Die vier Originale bleiben im Palazzo Venezia deponiert. Als erster unterzeichnete der deutsche Botschafter Herr von Hassel, dann die Botschafter Englands und Frankreichs und schließlich der italienische Regierungschef.
Gegen Verleumder im Auslande.
Berlin, 14. Juli. (ERB. Funkspruch.) Der frühere sozialdemokratische Reichskanzler und Abgeordnete S ch e i d e m a n n ist ins Ausland geflohen und bemüht sich dort, durch schamlose Lügen über Deutschland das deutsche Volk und seine Vertreter im Auslande zu b es ch i m p f e n. Kürzlich hat er in einem Schmähartikel in der „New Dort Times" versucht, durch systematische Lügen eine neue Greuelhehe gegen Deutschland zu entfesseln. Nunmehr Hal zur Abwehr dieser gemeinen landesoerräterischen Hetze das Geheime Staatspolizeiamt fünf Verwandte des Herrn S ch e > d e m a n n , die sich in Deutschland aufhalten, in Schutzhaft genommen und in ein Konzentrationslager gebracht. Dieses exemplarische Vorgehen des Geheimen Staatsamtes dürfte wohl allen Schmuhfingern und Verleumdern hoffentlich zur Warnung dienen. Die Regierung ist nicht gewillt, weiterhin mit anzusehen, wie das deutsche Volk durchfei ge und gewissenlose Burschen im Auslände beschimpft und verleumdet wird.
Eine „Deutsche Krönt" im Gaargebiet.
Saarbrücken, 14. Juli. (ERD.) Folgende Parteiendes Saargebiets haben sich heute zur Deutschen Front zusammengeschlossen: Deutschnationale Front an der Saar, Deutsch-Saar- ländische Volkspartei, Deutsch-Bürgerliche Mitte, NSDAP. Saargebiet und Zentrum des Saargebiets. Diese Deutsche Front hat sich die Aufgabe gestellt, alle Kräfte der Saarbevölkerung für den Lnd- kampf um die heimführung des Saargebietes ins deutsche Vaterhaus zusam- menzuschließen.
Schwarzweißrot und Hakenkreuzflagge in Paris.
Keine Wirtschastskommiffare mehr.
' Berlin, 14. Juli. (WTB. Funkspruch.) Das Reichswirlschaflsministerium teilt mit: Nachdem auf Anordnung des Herrn Reichskanzlers Kommissare auf dem Gebiete der Wirtschaft nicht mehr tätig sein sollen, hat der Herr Reichswirtschaftsminister die den Herren Reichskom- missaren für die Wirtschaft Dr. h. c. wagener und Moellers von seinem Amlsvorgänger zu- gefertiglen Bestellungen zurückgenommen. Damit erlöschen sämtliche von den genannten Herren Reichskommissaren erteilten Vollmachten sowie sämtliche gegebenen Unter-
Dee Marrn, dev mit dieses Zeit sevtis wird von Walter Lulius Visen»
v o l l m a ch t e n.
Abbau der selbständigen Sand- werksbeinebe in Warenhäusern
Berlin, 15. Juli. (VDZ. Funkspruch.) Der Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt hat eine Verordnung erlassen, wonach in Verbindung mit einem Warenhaus, Einheitspreisgeschäft, oder einem anderen durch die besondere Art der Preisstellung gekennzeichneten Geschäft auf Rechnung des Unternehmers des E i n z e l Handelbetriebes Einrichtungen für Herstellung von Wurstwaren, zur Herstellung von Brot, Back- und Konditorwaren, Einrichtung für Sattler-, Polster- und Tapezierarbeiten, für Schuhmacherarbeiten, für optische Arbeiten, für Kürschnerarbeiten, für Möbel- tischlereien, für Uhrenreparaturen, für Kraftfahrzeug- und Fahrradreparaturen und Einrichtungen zum Betriebe des Friseurgewerbes mit Wirkung vom 1. September 1933 ab als selbständige Handwerksbetriebe nicht mehr unterhalten werden dürfen. Einrichtungen für An. f ertigung von Ober- und Unterklei- düng, sowie photographische Ateliers dürfen vom 31. Dezember 1933 ab nicht mehr unterhalten werden. Aufträge zur Ausführung der genannten handwerklichen Arbeiten dürfen nicht mehr entgegengenommen werden.
JeKommiffarefür die preußischen Kirchenprovinzen zurückgezogen.
Nachdem die Der- ffnn'Snor“1 Evangelische Kirche zu-
standegekommen ist, hat der Herr preußische Mi- rUl Wissenschaft, Kunst und Volksbildung rnrt Erlaß vom 14 Juli 1933 mein Kommis? Nrckan Evangelische n Lande s- J’ .y? dem heutigen Tage für beende t e r k l a r t. Sch erkläre daher die von mir an Rechtsanwalt Dr. Lothar Sand Kirchen- ^teuften, Pfarrer Thom, Kirchenpro- vmz Pommern, Superintendent Will, Kirchen- nnmnF? Posen-Westpreußen, Rechts-
antoalt Dr. Schmidt, Kirchenprovinz Schlesien rt n? A?/ r t • Kirchenprovinz Mark Dranden- ÄÄk Rechtsanwalt Dr. Aoack, Kirchenprovinz q Adler, Kirchenprovinz West^ salen, Landrat Dr. Krummacher, Kirchenpro-
von Moeller van den Druck neue Kräfte zum politischen Einsatz in zahlreichen politischen Schulungslagern, Arbeitsgemeinschaften, Grenzlandfahrten und in den Kämpfen gegen das Ro- vembersystem leistete er politische Erzie-
ii 6 ^9 r b e i t. Sn seinen Lagern entstand zum ersten Male der »politische Soldat", ein Typus, nach dem heute die gesamte studentische Arbeit ausgerüstet ist.
Erst die gegenwärtige nationalsoziali- st ifche Führung der „Deutschen Studentenschaft" gewährleistet die Fortführung der studentischen Erziehungsarbeit im Geiste des Deutschen Hochschulringes". Seine Aufgabe lst also somit erfüllt. Sch erkläre deshalb den „Deutschen Hochschulring" und die örtlichen „Hoch- schulringe deutscher Art" für aufgelöst und fordere meine Kameraden, denen ich für ihre treue Mitarbeit danke, aus, ihre ganze Kraft der „Deutschen Studentenschaft" unmit- m i te 16 ar zur Verfügung zu stellen.
Ernst Moritz, Führer des Deutschen Hochschulringes/'
Aus aller Welt.
Das Balbo-Gefchwader in Montreal gelandet. q alboge f ch w ade r ist am Freitag um ö.oi Uhr ostamerikanischer Zeit in Shediac (Reu- oraunichweig) zu seiner vorletzten Flugetappe nach Montreal (Kanada) gestartet und am Freitag- nachmittag dort eingetroffen.
Rekordflug des Ministerpräsidenten Göring von
' Essen nach Berlin.
Ministerpräfident Göring startete am Freitag mit ben fünf Herren seiner Begleitung um 14.20 Uhr oom Essener Flugplatz und landete in Berlin-Tem- pelhof punkt 16 Uhr. Damit legte er die 455 Km lange Strecke in einer Flugzeit von 1 Stunde und 40 Minuten zurück. Die Flugzeit der fahr- planmäßigen Maschinen beträgt 3 Stunden 5 Mi- nuten.
Haus der deutschen Kunst in München.
Das bayerische Gesamtministerium hat die Errichtung einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Ramen „Haus der deutschenKunst (Reuer Glaspalast)" und mit dem Sih in München beschlossen. Diese Anstalt, die dem Dau und der Verwaltung eines Kunstaus- stellungsgebäudcs, der Sammlung von Freunden und der Erschließung von Mitteln und Wegen zur Forderung der deutschen Kunst dient, steht unter der Schirmherrschaft des Reichskanzlers Adolf Hitler.
vinz Rheinprovknz, Konsistorialrat Kinder Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig- Holstein, Pfarrer Hahn, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover, Pastor S n g e l s Evangelisch-Reformierte Landeskirche der Provinz Hannover. Stadtrat Dr. Paulmann, Evangelische Landeskirche in Hessen-Kassel sowie Evangelische Landeskirche von Waldeck und Pyrmont, Pfarrer Albert Walther, Evangelische Landeskirche in Rassau sowie Frankfurt a. M. übertragenen Vollmachten mit sofortiger Wirkung als erloschen
Hiermit verbinde ich meinen Dank für die in treuer Pflichterfüllung geleistete Arbeit.
Berlin, den 14. Suli 1933.
Der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen in Preußen (gez.) Sager.
Auflösung
des „Deutschen Hochschulringes".
Berlin, 14. Suli. (TU.) Der Führer des „Deutschen Hochschulringes" gibt mit nachstehender Kundgebung die Auflösung des „Deutschen Hochschulringes" bekannt:
„Der „Deutsche Hochschulring" stellte die e r st e große nationalistische Bewegung in der studentischen Sugend der Nachkriegszeit dar. Die Kämpfe in Oberschlesien, an der Ruhr und im Kapp-Putsch sahen tausende von Hochschulringstudenten in vorderster Front. Als die erste Welle der nationalen Erhebung verebbt war, schöpfte er aus dem Wirken
Paris, 14.Juli. Aus Anlaß des französischen Nationalfeiertags fand eine Parade üatt, die der Präsident und bfe Republik und die Mitglieder der Regierung im Beisein des diploma- tischen Korps auf dem Platz vor dem Jnvalidendom entgegennahm. Traditionsgemäß sind auf dem Gebäude des französischen Außenministeriums die Fahnen sämtlicher Länder aufgezogen, die durch diplomatische Missionen in Frank-
liche Angestellte umfaßt, liegt in den Händen von Fräulein Katharina Müller, die bereits früher sich führend in der weiblichen Angestelltenbewegung betätigt hat. Der erzieherische Charakter der Deutschen Arbeitsfront kommt beim Verband der weiblichen Angestellten besonders deutlich zum Ausdruck, weil ihm die Aufgabe gesetzt ist, die weiblichen Angestellten nicht nur berufsmäßig zu betreuen, sondern auch die Persönlichkeitsbildung der deutschen Frau zu betreiben. Zu diesem Zweck dürfte der Verband u. a. bes andere Kochkurse und Kurse für Kindererziehung einrichten. Er hat sich im Sntereffe seiner Aufgaben der nationalsozialistischen Frauen front angeschlossen. Die einzelnen Berufe der weiblichen Angestellten sollen in besonderen Fachschaften innerhalb des Verbandes beachtet werden. Derartige Fachschaften sind vorläufig u. a. vorgesehen für weibliche technische Angestellte, Krankenschwestern, Hausangestellte, landwirtschaftliche Angestellte.
Oie Angestelltensäule
in her Deutschen Arbeitsfront.
Wie vom DHV. mitgeteilt wird, soll der Gesamtverband der deutschen Angestellten nach dem Willen des Führers der deutschen Arbeitfront, Pg. Dr. Ley sämtliche deutschen Ange st eilten oom Lehrling bis zum Prokuristen umfas- s e n. 1,5 Millionen Angestellte haben sich diesen Verbänden bereits eingegliedert und sind nicht ge-
Kleine politische Nachrichten.
Ueber das Thema „D o l k b e i der Arbeit" totrö am Montag in der Zeit von 19.50 bis 20 der Reichsmini st er f ü r Dolks- aufflarung und Propaganda, Dr. Goebbels, über alle deutschen Sender sprechen.
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5kr Reichsminister für Volksaufklarung und Propaganda hat den Sntendanten des Südwest- deutschen Rundfunks, Walter Beumel- b u r g , zum P r ä s i d e n t e n d e r R a t i o n a l- sozialistischen Rundfunkkammer er- «E fl?eu^elbur<S behält die Führung bei dem Sudwestdeutschen Rundfunk bei.
Der preußische Ministerpräsident Göring hat den Landesführer der NSDAP, des Saargebiets Alois Spaniol, den Gauleiter der Nationalsozialisten von Danzig, Albert Forster, den Overprä- identen der Provinz Hessen-Nassau, Prinzen
1 e l m do n Hessen, und den Beauftragten der N«BO., Walter Schumann, zu Preutzi- schen Staatsräten ernannt.
Um dem schwer notleidenden Elekriker- handwerk Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen hat der Vorstand der Bewag beschlossen, über die normale Herstellung von Elektrizitätsanschlüssen hinaus rund 30 000 Wohnungen neu zu wofür ein Betrag bis zu brei Millionen Mark aufgewendet werden soll.
Professor P f i tz n e r hat seine Teilnahme an den SalAburger Festspielen mit Rücksicht auf Die Behandlung, welche die Regierung Dollfuß den deutschen Belangen zuteil werden läßt, abgesagt.
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Die Reichsleitung des W e h r w o l f s hat sich mit ihren sämtlichen Gliederungen der Obersten SA. - Führung unter st eilt.
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■•3utt>tbcr5anblung gegen die gerichtliche einstweilige Verfügung, die ihm die Weiterder- breitung unrichtiger Mitteilungen über die Entschuldung des Staatssekretärs v. Rohr verbot, wurde der Schriftleiter Hans Graf Reischach vom „Berliner Dienst" am 12. Suli 1933 öom Amtsgericht Berlin-Mitte zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt
Aus der Provinzialhauptstadt.
Wenn Kinder schlecht effen ...
Don Dr. 3. Reifer, Berlin.
Eine der häufigsten Klagen, derentwegen Kinder dem Arzte vorgeführt werden, ist die Eßunlust, der schlechte Appetit.
Man muß dabei zwischen wahrer und scheinbarer Eßunlust unterscheiden. Eine Eßunlust ist dann als nur scheinbar zu bezeichnen, wenn sie nur in der Einbildung der Eltern, Großeltern oder Pflegeeltern besteht. Gar nicht selten nämlich läßt sich nachweifen, baß die vom Kinde tatsächlich aufgenommenen Nahrungsmengen quantitativ und qualitativ durchaus seinem Alter und Entwicklungsstände entsprechen, nur die Eltern sind damit nicht zufrieden. In nicht wenigen Familien herrscht immer noch die Sitte, möglichst viel zu essen und namentlich den Kindern möglichst oft und reichlich Speisen anzubieten. Wenn dann ein Kind sich gegen die Ueberfütterung wehrt, |o beirachten die, an Unmäßigkeit gewöhnten Erwachsenen leicht den Widerstand des Kindes-als krankhafte und behandlungsbedürftige Eßunlust. Tatsächlich aber ist das scheinbar eßunlustige Kind das gesündeste Kind der Familie.
Als scheinbar ist Eßunlust auch dann zu bezeich- nen wenn die Regelmäßigkeit der Mahlzeiten nicht beachtet wird. In öffentlichen Verkehrsmitteln ober Parkanlagen kann man zu jeder Tageszeit Kinder an Backwerk knabbern sehen, das ihnen zur Stillung vermeintlichen Hungers gereicht worden ist. Kein Wunder, daß solche Kinder hernach zur rechten Mahlzeit keinen Appetit aufbringen können! Auch ber Magen verlangt Ruhezeit. Es sollte daher streng darauf geachtet werden, daß die Kinder nur zu den regelmäßigen Mahlzeiten Speisen erhalten.
Hier muß auch des Naschens gedacht werden. Keineswegs soll den Kindern der Genuß von Schokolade oder Bonbons untersagt werden: allein Schokolade und Süßigkeiten verlegen den Appetit. Sie sollten deswegen niemals vor den Mahlzeiten, stets nur im Anschluß an Mahlzeiten und nur in mäßiger -Wenge gereicht werden. Besonders bei Darbietung von Schlagsahne ist Vorsicht geboten.
„Wahre Eßunlust tritt einmal im Anschluß an Diatfehler und Magenkatarrhe auf und bedarf dann ärztlicher Behandlung, bestimmte Kinder sind aber auch ohne erkennbaren Grund schlechte Esser.
Ein Teil dieser Kinder verweigert nur das Frühstück am Morgen. Zwingt man sie zur Frühstücks- einnahme, so erfolgt Erbrechen. Hier handelt es sich um nervos-überregte Kinder, welche durch die Erwartung des Schulbesuches derart in Spannung gefetzt sind, daß sie für das Frühstück „keine Zeit" mehr haben. Bei anderen derartigen Kindern ist es Angst vor den Ereignissen der Schule, welche ihnen schon vorher den Appetit zum Frühstück nimmt. Solche Kinder verzehren ihr Frühstück an Sonn- unb Feiertagen und in den Ferien mit Ruhe und großem Behagen, ein Beweis, daß keine tiefere Ge- sundheitsstörung vorliegt. Verständnisvolle Erziehung kann hier Abhilfe schaffen, ebenso wie bei den Kleinkindern, welche in ihr Spiel so vertieft sein können, daß sie die Mahlzeiten darüber „vergessen".
Es gibt weiterhin Kinder, die gegen bestimmte Speisen eine Ueberempsindlichkeit und daraus beruhende Abneigung zeigen. Da sie selbst darüber keine klare Vorstellung haben, sind sie nicht imstande, ihre Eltern oder ihre Pfleger aufzuklären. a ,mmt es, daß sie gelegentlich zu den innerlich abgelehnten Speisen genötigt werden, was jedesmal zu einer Katastrophe führt.
Manche Kinder bringen zu keiner Mahlzeit Appetit auf, ja sie find gradezu eßscheu. Das sind im engeren Sinne die „schlechten Esser". Hat der Arzt ^e1.reimr organische Krankheit feststellen können, lo ll‘ c. BUnluft dieser Kinder meist seelisch bedingt. . Häufig sind es die einzigen Kinder, welche in stder Hinsicht verwöhnt sind. Sie mäkeln an den Speisen herum und sind stets unzufrieden. Je sorgfältiger die Mahlzeit zubereitet ist, um so weniger schmeckt sie dem Sprößling. Gütliches Zureden nützt nichts, aber auch nicht plötzliche Strenge; diese löst nur einen Tränenstrom aus. Hier hilft allein zielbewußte Nichtbeachtung und einfachste Kostformen. Sehr zweckmäßig bewährt sich die Methode, dem „einzigen" Kinde Gelegenheit zu geben, mit anderen nicht verwöhnten" Kindern gemeinsam die Mahlzeiten einzunehmen. Das Beispiel schafft manchmal Wunder.
Eine zweite Gruppe der „schlechten Esser" bilden die Schwächlinge" d. h. Kinder, welche entweder in ihrer Körperanlage Mängel aufweifen oder in ihrer Entwicklung zurückgeblieben find. Es find meitf
Indiens ttngehorsamsfeldzug.
Puna, 14. Juli. (WTB.) Der Allindk. sche Kongreß hat mit großer Mehrheit den Cntschliehungsentwurf abgelehnt, wonach der zivile U n g e h o r s a m s f e l d z u g bedingungslos abgebrochen werden soll. Er hat dagegen mit überaus großer Mehrheit eine Entschließung angenommen, wonach zwar der Ungehorsamsfeldzug aufgegeben werden soll, aber nur, falls eine „ehren, volle" Regel ung zwischen dem Vizekönig und dem Mahatma zustande gekommen ist. Ferner hat der Kongreß den Antrag Gandhis a b g e l e h n t, wonach der Mahatma für individuelle Ungehorsamsmaßnahmen eintritt.
DerIndustne-und Handelstag ruft zur Arbeitsbeschaffung auf
Berlin, 14. Juli. (WTB.) Der Deutsche Industrie - und Handelstag erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Die dringendste Aufgabe der Gegenwart ist die vollständige Wiedereinglie- m??-^?butschen Menschen in den Arbeitsprozeß. Adolf Hitler hat verkündet, daß es nach Ablauf des Bierfahresplans gelungen fein muß, die Arbeits- ^sigkeit in Deutschland r e ft l o s 3 u b e f e i t i g e n. Große Erfolge sind den ersten Maßnahmen bereits belieben; die Arbeitslosigkeit hat sich seit ihrem Höchststand um 2 Millionen verringert
Ss ist die vornehmste Aufgabe jeder wirtschaftlichen Organisation, jedes Unternehmens und jedes einzelnen Deutschen, der hierzu irgend in der Lage ift, an der Bekämpfung ber Arbeits- I o f i g f e i mitzu wirken. Die berufenen Wirtschaftsorganisationen, besonders die Jndustrie- und Handelskammern, müssen in Anpassung an Die Erfordernisse und Voraussetzungen ihrer Be- zirke Vorschläge für die Erweiterung der Arbeitsbeschaffung machen. Neben den von den amtlichen Stellen durchgeführten Maßnahmen der öffentlichen Arbeitsbeschaffung muß ge = r c o e o e r U n t e r n e f) m e r im gegenwärtigen Zeitpunkt alles tun, was, fei es durch Ersatzbeschaffungen von Maschinen, Geräten und dergleichen, sei es durch Ausbauübermäßigge- 1 a ? a g e r b e ft ä n b e , beutschen Volks- S^^ii Beschäftigung und Verdienst geben kann
Darüber hinaus kann und muß jeder, der überhaupt noch über ein Einkommen verfügt, dadurch zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beitragen, daß er sich an der Spende für die nativ»
V, Irbert beteiligt, zu der der Führer Adolf Hitler aufgerufen hat. Seder muß weiter- hm lausend einen Teil seines Einkommens be- reitstellen, um nach seinem Vermögen an der Lösung der größten nationalen Aufgabe der Gegenwart mitzuwirken. Wer sich dem schuldhaft ver° t^igert, stellt sich außerhalb der Volksgemeinschaft.
Oie Frauen in der Deutschen Arbeitsfront.
Berlin, 14. Suli. (VDZ. Funkspruch.) Dem Verbände weiblicher Angestellten in der Deutschen Arbeitsfront gehören gegenwärtig bereits mehr a l s 2 00 0 0 0 M i t g l ie der an. Die Leitung des Verbandes, der die weiblichen Angestellten ohne Unterschied ihres Berufes im Rahmen der Deutschen Arbeitsfront als besonderer Fachverband für weib-


