Samstag, 15.3u W55
185. Jahrgang
Ur. 163 Erstes Blatt
Berlin, 13. Juli. Der englische Zettungskönig
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nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Er hat Deutschland eine neue Seele eingehaucht und ihm Glauben in die Zukunft und Vertrauen in seine eigene Kraft
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(WTB.) Reichsernäh- empfing die Berliner der Landwirtschaft, um
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“, mehr.
Chefredakteur
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Crnst Dlumschein undfür denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel lämtlich m (Bienen.
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bereien verhindert werden, die vom wilden und nichtsachverständigen Handel gegen einen geordneten Verkehr mit Obst und Gemüse ausgehen, an dem der Anbauer, der sylide Handel und der Verbraucher das gleiche Interesse haben.
In dem Gesetz wird u. a. ein Marktschuh erklärt für Orte und deren Umgebung, an denen besondere Absayeinrichtungen für Obst und Gemüse bestehen. Der Handel außer- halb dieser Absaheinrichtungen und außerhalb der Wochenmärkte kann verboten oder aus bestimmte Stunden beschränkt werden. Auch bei zeitweiliger Beschränkung bleibt der Verkauf des Kleinhändlers in offenen Verkaufs st eilen an den Verbraucher und der selbst geernteten Erzeugnisse durch den C rzeuger frei. Die Regelung kann infolge der Vielgestaltigkeit der Verhältnisse nicht von der Reichsregierung generell erfolgen, muß vielmehr in die Hand der Landesbehörden gelegt
ters bekannt zu geben.
Den Sinn der Ernennung eines Sonderbeauftragten für bäuerliches Brauchtum, für Sitte und Gesittung behandelte hierauf der für dieses Aufgabengebiet ernannte Sonderbeauftragte Erwin Mehner. Er erklärte: Nachdem die nationalsozialistische Auffassung der Wirtschaft lediglich eine dienende Rolle zuweist, während der Mensch und die K u l t u r im nationalsozialistischen Staat an erster Stelle stehen, werden nun neben den Wirtschaftsfragen die Kulturfragen eine besondere Förderung in der deutschen Agrarpolitik erfahren. Aufgabe des Sonderbeauftragten ist, ein Bild von der gegenwärtigen Lage zu gewinnen, die ver- fchiedenen bestehenden Möglichkeiten festzustellen und zu prüfen, um dem Minister organisatorische Vorschläge zur Erneuerung und Weiterentwicklung der bäuerlichen Kultur zu machen.
Minister Darre erklärte, die Frage der P r e i s- g e st a l t u n g habe zuletzt das ausschließliche Interesse der Behörden beansprucht. Wenn man heute den Bauern helfen wolle, dann müsse man sich darüber klar fein, daß damit zwar das Bauerntum am Leben erhalten werden könne, daß aber nicht die Gewähr dafür geboten sei, daß Deutschland auch in Zukunft einen Bauern- standbehalte. Hier setze der Schwerpunkt des Problems ein. Mil allen wirtschaftlichen Mitteln könne man nicht verhindern, daß in zehn oder fünfzig Iahren das deutsche Bauerntum vor genau dieselbe Situation gestellt werde, in der es jetzt auch wieder stehe, und aus der es sich wieder mühsam freimache. Der Kampf der deutschen Bauernschaft gehe um das Schick-
Berlin, 13. Iuli. rungsminister Darre Presse und die Führer ... ihnen sein Programm für die Arbeit des Win>
Oer Kurs der deutschen Agrarpolitik
Reichsernährungsminister Darre entwickelt sein Programm.
spüren werden.
ffienn aud, di- politisch- ®on(ol.burun8 allen Hweiaen des öffentlichen Lebens zum «egen gerel- L w?rd, so doch in besonderem Maße der W.rt- schäft, in der sich nach langem «tagmeren neues Leben hoffnungsvoll zu regen beginnt Fhr neue Impulse und neue Zuversicht zu geben ist das Ziel der wirtschaftspolitischen Arbeit der Reichsregierung. Und so stellt denn auch der Reichskanzler, allen theoretischen Schwärmereien abhold und ganz nüchtern
gegeben. Der übrigen Welt kann er als leuchtendes Beispiel dienen. Das Entscheidende heutzutage ist, daß junge Männer an die Macht kommen, Menschen, die Ausdruck und Vertreter der Gedanken und Gefühle sind, die die Jugend beseelen. Es ist ein Unglück für Europa, daß es lolange von alten Leuten regiert worden ist, von Männern, die fertig, müde und s c l b st zufrieden sinh, außer Stande, diejenige Kraft einH zusetzen, die notwendig ist.
Hitler, so wie er ist, könnte nicht für England gedacht werden. Könnte man ihn aber, geistig ge sprachen, ins Englische übersetzen, so würde das eine Wohltat bedeuten. Wir brauchen e i n .gleiches Stimulans, die gleiche Salzwassereinspritzung. Wir sind viel zu lange mit halber Kraft schlafenden Herzens hingetrieben. Darum ist z. B. die indische Frage zu einer vollkommenen Karikatur geworden, obwohl alle wissen, daß Indien zu einer Selbstregierung nicht reif ist.
Auf die Frage, ob er demnach an die Segnungen einer Diktatur glaube, antwortete Lord Rother- mere: Glauben Sie, daß die Arche Noah zustande gekommen wäre, wenn Noah e r ft e i n e Konferenz hätte einberufen müssen? So glauben Sie
tr| d)etni tägltd), außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte (Biebener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl»
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Auch England braucht einen Hitler
Ein Hothermere-Znterview.
werden, da sie die örtlichen Bedürfnisse besser zu übersehen vermögen.
Weiter wird der Hausierhandel mit Blumen» und G cmüsesamen und der Handel mit bewurzelten Bäumen und Sträuchern auf den Wochenmärkten untersagt. In beiden Fällen haben sich große Mißstände gezeigt, weil der Kauf der genannten Erzeugnisse reine Vertraucnssache ist, der Käufer in der Regel sich gegen den Bezug minderwertiger Ware nicht schützen kann und der Händler meist ebenfalls nicht sachkundig ist. Infolgedessen ist vielfach schlechte Ware dem Verbraucher zugeführt worden, zu dessen Schaden und zum Schaden der Produktion. Durch die neue Bestimmung wird der Berkaus minderwertiger Erzeugnisse durch den nichtfachkundigen Handel weitgehend aus geschaltet und dem Absatz der Anbauer und des ordentlichen Handels Erleichterung verschafft.
ctjgeftimmt waren. Mit der Ernennung der Mini- .(ter Darre und Schmitt ist ja tatsächlich die Reichs- is«ierung im wesentlichen eine nationalsozialistische, unb die volle Verantwortung auch für den künftige" luirtschastspolitischen Kurs tragen von nun ab b I'lcichskanzler und die Männer seines Vertrauens. Nus dieser neuen Lage hat Adolf Hitler entschlossen die notwendigen Folgerungen gezogen. Er allein Hellt in Zukunft Kurs und Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik auf, sie liegen ganz im Praktischen, unser Millionenheer der Erwerbslosen wieder in Arbeit und Brot zu bringen, mit allen Mitteln da- fitr zu sorgen, daß möglichst alle Teile des kompli- üertcn deutschen Wirtschaftsapparates auch unabhängig von den anhaltenden Störungen vom Welt- ivirlschaftsmarkt her wieder in Gang kommen und Werte schaffen, das find Aufgaben, die dem Reichs- Icinzler in seinem gesunden Sinn für die Realitäten in Politik und Wirtschaft tausendmal mehr am Herzen liegen, als alles Spintisieren und Experrmen- ticren mit irgendwelchen wirtschaftspolitischen Theo- ii.cn. Die Entfernung der beiden Reichswirtschasts- Icmimiffare Dr. Wagencr und Moeller aus ihren Remtern und die dem vorangegangene Infchutzhaft- nohme dreier weiterer Mitglieder des wirtschafts- rolitischen Stabes der NSDAP, war ein deutliches Warnungssignal für alle, die in Zukunft den Versuch wagen sollten, den Reichskanzler von seiner klaren wirtschaftspolitischen Linie abzudrängen.
Der Erlaß des Reichsinnenministers an die Reichs- ftotthaUer spricht eine deutliche Sprache gegenüber ollen, die es noch nicht begriffen haben sollten, dafz die Revolution beendet ist und daß für die nun begonnene gefetzmäßige Aufbauarbeit nur biejemgen als Mitarbeiter erwünscht sind, die em für allemal jeden Gedanken an ein Weitertreiben der Revolution auf eigene Faust aufgegeben haben. Das mag zwar für manche kleinen Geister eine bittere Enttäuschung bedeutet haben, aber dieser scharfe Trennungsstrich mußte einmal gezogen werden, sollte n.ch? nach dem historischen Vorbild der meisten frühersn RevoluNonen in einer Zweiten Phase alles Errungene in Anarchie und Chaos Osmunden Daß dieser Strich so schnell und mit einer solchen Entschiedenheit gezogen wurde, 'st em erneuter Beweis für die innere Stärke der natronalsozralistrschen Bewegung als Trägerin der Revolution und die wahrhaft staatsmännische Einsicht des Führers in die Imponderabilien des Ablaufs einer historlschen Erscheinung. So wurde die Konsolidierung bei uns das Werk weniger Monate, wozu andere Volker und andere Zeiten erst durch em Meer von Blut und nach mancherlei Wechselfällen m Tempo und Methode des revolutionären Geschehens gelangen kennten. Daß Adolf Hitler zur rech en Zeit mit starker Hand Das Ganze halt!" gebieten konnte bewahret unser Volk vor unausdenkbaren Möglichkeiten und macht seinen Führer erst zum echten S aatsmann und Sieger der Revolution. Das Rundschrei- beu an te R-ich-swtthatt-r tafet md)t »en genug, ften Zweifel darüber aufkommen, daß die Reichs- aewatt entschlossen ist, die Führung m der Hand zu Gen und nicht dulden wird daß, von welcher Seit auch immer mit der Staatsautoritat nchmd- (uber getrieben wird. Es ist künftighin ganz unmiß- oer ländlich wer ... Deutschland allein bestimmt und daß alle, die die Lust anwandeln sollte aus der Rcihe zu tanzen, die ganze Strenge des Gesetzes
Zweigen der Verbrauchsindustrie bemerkbar. So ist, um nur ein Beispiel zu nennen, die Produktion an Textilien seit Februar beständig gestiegen und lag im Mai bereits um 20 Prozent höher als im entsprechenden Monat des Vorjahrs. Auch aus einer Reihe anderer Industriezweige wird eine merkbare Belebung berichtet, zu einem guten Teil auch unter dem Einfluß der steuerlichen Erleichterungen, die für Ersatzbeschaffungen vorgesehen sind. Auch das veberschreiten der Zehnmillionen-Grenze bei der Spende für die nationale Arbeit zeigt, daß weiteste Kreise des Volkes die Bedeutung der Arbeits- beschassung für die Zukunft unseres Volkes voll er= fa^t haben und bereit find, na* ihren Kräften an der Erreichung des politisch, wirtschaftlich wie moralisch gleich bedeutsamen Zieles beizutragen.
Die Energie, mit der der Führer die Revolution unerwartet schnell zum Abstoppen gebracht hat, und der Schwung, mit der Regierung und Volk sicp der großen Aufgabe der Arbeitsbeschaffung zuwandten, diese ganze überraschende Entwicklung zur Ordnung und Gesetzmäßigkeit ist natürlich auch im Ausland nicht ohne Echo geblieben. Wenn auch immer noch bereitwillig jedes Greuelmärchen, das übelwollende Skribifaxe oder marxistische Landesverräter über das neue Deutsch and in die Welt sehen, geglaubt und weiterkolportiert wird, so mehren sich doch die Stimmen derer, die aus Grund eigener Erfahrungen bei Besuchen in Deutschland für fair play auch gegenüber dem Rationalsozialismus eintreten. Es konnte nicht verwundern, daß vor allem in England, dem Geburtslande der modernen Demokratie und des Parlamentarismus, aber auch dem Lande größter Selbstgerechtigkeit und des unerträglichen cant, die neueste Entwicklung in Deutschland mit besonderem Mißtrauen betrachtet wurde. Richt einmal in Frankreich oder Polen haben sich Staatsmänner zu ähnlichen herabsetzenden und schulmeisterlichen Bemerkungen hinreißen lassen, wie sie sich Sir Iohn Simon von der Regierungsbank des britischen Unterhauses erlaubte, ilm so erfreulicher ist es, daß dieser Hetzkampagne gewisser Kreise in England, wozu auch gewisse unverbesserliche Chauvinisten der konservativen Partei wie Churchill und Chamberlain gehören, jetzt von einem Mann entgegengetreten wurde, der als Beberr- scher eines bedeutenden Zeitungskonzerns auf d e öffentliche Meinung seines Landes nicht ohne Ein
sal der deutschen Ration.
lieber das Thema „Blut und B^d e n" sprach bann der Bevollmächtigte für Agrarwerbung im Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propa- canba Karl Al o tz. Er betonte, baß allein b a s Land im Gegensatz zur Stabt über einen tatsächlichen Geburtenüberschuß verfüge. Deswegen könne bie Sicherung bes Bestanbes bes deutschen Volkes nur auf ber Grundlage eines lebenskräftigen Bauerntums erfolgen. Reichsernährunasminister Darrä sprach bie Hoffnung aus, baß auch in ber Presse bie Zeit verstauben werbe unb baß man sich über bie Grundlinien klar sei, bie man steuern müsse.
Absatzerieichterungen für den Gartenbau.
Berlin, 14. Juli. (TTl.) Auf Vorschlag des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft. Darre, hat die Reichsregierung ein Gesetz beschlossen, das den Absatz der Gartenbauprodukte verbessern soll. Es sollen Q u e r t r e i»
unb kühl eingerichtet auf bie praktische Ausgabe ber Arbeitsbeschaffung, bie volle A u s n ü tz u n g ber inbioibucllen Fähigkeiten für ben natio- len Wieberaufbau immer wieber in ben Dorber- grunb unb betont mit aller Schärfe ben unbeding- ten Vorrang ber auf Erfahrungen unb Fähigkeiten beruhenben ß e i ft u n g. Unb fast mit ben gleichen Worten unterstrich Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt bie Notwenbigkeit, vom Theoretisieren über Wirtschaftspläne unb -Konstruktionen zu praktischer Arbeit zu kommen, bie niemals in irgend- welcher Sozialisierung bestehen könne. Denn nicht bie langsamste Arbeit bürfe bas Tempo bestimmen, sonbern bie stärksten Fähigkeiten sollen, an ben richtigen Platz gestellt, anfeuernb unb mit- reißenb bie Wirtschaft führen. „Könner unb Schaffer" sollen ben stärksten Schutz im neuen Reich genießen. Das ist ein golbenes Wort, bas anregenb unb be- fruchtenb, aufrichtend unb belebend sich in ber Wirtschaft auswirken wirb. So soll kein revolutionärer Bruch bie beutsche Wirtschaftsverfassung von heute auf morgen grunbstürzenb änbern, sondern der ständische Aufbau soll im Wege der langsamen und gesunden Entwicklung organisch erreicht werden, wobei alle unberufenen Experimentemacher unb eigensüchtigen Gschaftlhuber rücksichtslos beiseite geschoben werben sollen. Das sind Grundsätze einer ge= sunben Realpolitik, bie über den Fernzielen nicht bie allernächsten unb brennenben Ausgaben des Tages vergißt. „ .,
Daß diese verständnisvolle Einstellung der Reichs regierung im Kampf um die Arbeitsbeschaffung bereits ihre Früchte getragen hat, zeigt der sehr beträchtliche Rückgang der E r w e r b s l o f i g- Feit seit dem Ingangsetzen bei nationalen Arbeitsbeschaffungsprogramms. Auch die Statistik des Internationalen Arbeitsamts, von dem sich das nationalsozialistische Deutschland nach den Erfahrungen ber letzten Genfer Arbeitskonferenz gewiß keine schmeichelhaften Uebertreibungen versehen kann, kommt zu bem unleugbaren Schluß, daß Deutschland im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit doch weitaus an der Spitze steht, wenn auch andere Lander einen gewissen Rückgang der Erwerbslosenzahl buchen können. Dabei erstreckt sich die Belebung der Wirtschaft keineswegs nur auf die Industrien, die durch das Arbeitsbefchaffungsprogramm unmittelbar angekurbelt wurden. Vielmehr macht sich die Stärkung der Konsumkraft auch schon in manchen
also nicht, baßberVölkerbund irgenbeine Bebrütung hat? — Ja, warum nicht, eine Menge älterer Herren machen sehr lange unb kostspielige Reisen, wohnen in teuren Hotels, lassen sich interviewen, beschäftigen Sekretäre, liefern stänbig neue lleberidjriften für bie Zeitungen, kurz gesagt, setzen bie Raber auf ihre Art in Betrieb. Ist dies nicht vortrefflich in einer Zeit wie der unfrigen, wo alles unter ber Arbeitslosigkeit stöhnt?
Am 27.3uli Vertagung in London Macdonald will die Tollarftabilisiernng abwartcn.
Conbon, 14. Juli. (IlL) Die Schlußsitzung der Wellwirtschaftskonferenz wurde vom kleinen Büro vorläufig aufben2 7. Julifest gesetzt. Sämtliche Ausschüsse unb Unterausschüsse sinb aufgesordert worben, bis spätestens Freitag nächster Woche i h r e Berichte fertigzu st eilen. Am 25. Juli wirb voraussichtlich noch eine Sitzung bes Büros ftatl- finben unb nm 27. Juli wirb sich bie Konferenz nach einer Vollsitzung vertagen. Das Büro wirb voraussichtlich keinen endgültigen Zeitpunkt für bie wieberversammlung ber Konferenz festfetzen, will sich aber vorbehalten, währenb ber Vertagung zusammentreten zu können, um ge- gegebenensalls ben Zeitpunkt ber wiederverfamm- lung entsprechenb ber Entwicklung ber internationalen Cage festzusehen.
Macbonald will zunächst abwarten, bis bie amerikanische Währungsfrage geklärt ist, benn eine Ein
fluß ist. Doch wesentlicher als die Aufsätze Lord Rothermeres, dem der Ruf vorangeht,
aus Oppositionslust gerne wider den Strom zu schwimmen, um sich dadurch bei seinen
Lesern interessant zu machen, wesentlicher als diese mehr am Aeußeren haften bleibenden, weil für das breite Publikum seiner Senfations- blätter bestimmten Aeußerungen des Zeitungs- königs scheinen uns Stimmen des Auslandes zu sein, die der Berliner Verlag „Die Runde" in einer handlichen Broschüre, betitelt „R atio - nalsozialismus vom Ausland gesehen", zusammengefaßt hat. Hier erheben, wie der Verlag im Vorwort mit Recht sagt, unbestochene Männer von jenseits der Grenze ihre Stimme, um Zeugnis abzulegen für das neue Deutschland. Richt etwa in unkritischen und vorbehaltlosen Lobpreisungen alles dessen, was die nationalsozialistische Revolution an die Oberfläche gebracht hat, aber doch aus dem ehrlichen Willen zum Verständnis der deutschen Lebens- notweendigkeiten und, dank der germanischen Stammesverwandtschaft, auch aus einer gleichen ethischen Grundhaltung heraus kommen die drei Verfasser, der Engländer Rolf ® arbiner, der Norweger Arvid Brodersen und der Schweizer Karl W y s e r zu einer durchaus bejahenden Einstellung zum Rationalsozialismus. Da sie an die Grundprobleme Herangehen und sich auch keineswegs scheuen, in wesentlichen Punkten — es sind, was kaum überraschen dürfte, bei allen drei Autoren die gleichen Punkte — ihre abweichende Meinung scharf zum Ausdruck zu bringen und ausführlich zu begründen, so sind diese Aufsätze als ein Spiegelbild der Auffassung in den gebildeten Kreisen des Auslandes, soweit sie sich nicht mit der Lektüre der Sensationspresse begnügen, für uns von außerordentlichem Wert. Ein Urteil, aus der größeren Unbefangenheit der nicht direkt Beteiligten gewonnen, wird, wenn in einer so taktvollen Sorm_ wie hier vorgetragen, stets gern zur Ueberprüfimg der eigenen Auffassung entgegengenommen werden. Wichtiger noch indessen scheint uns, diesen Stimmen des Auslandes dort ein vielfältiges Echo zu verschaffen, wo heute noch immer allzuviel Unverständnis, Uebelwollen und Haß den Blick für ein unbefangenes Urteil über das neue nationalsozialistische Deutschland trüben.
Führung durch Leistung.
j In einer Reihe von programmatischen Kpnd- jebungen haben der Reichskanzler und andere Mit- 3lieber der Reichsregieruny mit aller Bestimmtheit [•rtlärt, daß die revolutionäre Epoche nunmehr ab= ;e schlossen sei und die Zeit praktischer Aufbauarbeit )eginne. Es ist zweifellos kein Zufall, daß die erste )i«ser Kundgebungen, des Reichskanzlers große Rebe vor ben Reichsstatthaltern, zeitlich zusammenfiel mit bem Amtsantritt bes neuen Reichswirt- sihaftsministers. Denn ber Wirtschaft Vertrauen in eine neue politische Stabilisierung als unentbehrliche (B runblage eines gesetzmäßigen Aufbaus zu geben, das war ber Tenor, auf ben feitbem alle Reben unb (Maße bes Reichskanzlers unb feiner Mitarbeiter
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Lorb Rothermere ließ sich in Kopenhagen von einem Vertreter ber Zeitung „Politiken" interviewen. Er äußerte u. a.: Ich fehe in Hitler größten Männer bes Jahr- Er leistet eine gute Arbeit — nicht
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General-Anzeiger für Oberhesfen
Dnid unb Perlon: Brübl’ldie Universttälr-vuch. enö Steint, ruderei H. ränge in Sietzen. Schristleiinn? nnb «eschäststelle: SfyiKtroije 7.
Boykottmaßnahmen gegen bürgerliche Zeitungen untersagt.
Berlin, 15. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Herr Reichsarbeitsmini st er hat an sämtliche Treuhänder der Arbeit folgendes Reichsdienst-Telegramm gerichtet: Reichs- leitung der NSDAP, hat Gauleiter unb Huuzeitungen angewiesen, Boykottmaßnah- m e n und Iwangsandrohungen gegen bürgerliche Zeitungen zu unterlos- | ? n und alle in dieser Richtung ergangenen Avf- ku.se zurückzuziehen. Bitte Treuhänder, an Durchführung dieser Maßnahme mit- juro i r f e n.
47,05 12,56
3,053 169,82 70,41 62,11 72,42 14,04 0,932 2,938 58,61 22,28 16,46 8I<98 35,16 81,78 0,881 0,236 5,205 12,76
Summet sind Mi gleich aller, und Mi je einer « Summer m ben beiden ngrn I unb II
13. Juli M iliagsziehung wurden Gewinne )0 2JL gezogen
D. 46418
M. 143593
L 40367 140588
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l 1669 15560 29522 34805 95186 96207 106253 117234 HO 176968 266070 263362 258 332894 341171 368022 W. 17018 18462 62158 77872 >97 108708 147811 160 25 623 241712 260783 261151 850 328251 331254 368556 384 390306 391680 393302
nillagsziehung wurden Gewinne 100 M. gezogen
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L 1861^38139 136755 lffl. 128478 189490 193469 L B S S qn 10167 41764 95055 95851 S 284817 291847 316048
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