SJl.-'fpOTt
Fußball: 1900 - VW.
Lokaltrcffen auf dem Waldsportplatz.
Den Abschluß der Fußballsaison 1932/33 in Gie- ;en stellt das Fußball-Lokaltreffen aus dem Waldportplatz dar. Die Begegnung kann einen sehr chönen Abschluß der Saison darstellen. Die beiden Mannschaften können sich dabei gewissermaßen einen guten Augang verschossen. Wie das Spiel ausgeht, ist nicht vorherzusagen, wichtiger ist diesmal vielleici)t, daß guter Sport gezeigt wird. In der letzten Zeit haben die beiden Mannschaften der hiesigen Vereine nicht sehr glücklich gekämpft und von eindrucksvollen Siegen konnte nicht gerade die Rede sein. Um so mehr wird es notwendig, daß sich die Mannschaften wieder einmal aufrafsen, ein rassiges Spiel zeigen und dem Zuschauer den Aufwand an Zeit und Geld lohnen.
Nachdem sich die Mannschaften im letzten Lokalkampf, der damals die Verbandsspiele beschloß, mit einem Siege des VfB. trennten, erwartet man diesmal einen ausgeglichenen Kampf. In beiden Mannschaften hat es große Veränderungen gegeben, so daß die Spielstärke des letzten Lokaltreffens zu keinem Vergleich herangezogen werden kann. Auch
der vergangene Sonntag ließ kein klares Bild über die Leistungsfähigkeit der Mannschaften entstehen, denn die Gegner der Hiesigen erwiesen sich als sehr ungleich. Die Blauweißen konnten einen verhältnis- mäßig leichten Sieg erringen, die Grünweißen hatten einen schwereren Gegner und verloren. Die beiden Mannschaften werden voraussichtlich und mit nur geringen Abänderungen in den Aufstellungen des vergangenen Sonntags antreten. Es sind nominiert:
1900: Brambach
Zeiler Lippert Langsdorf Heilmann Schmelz
Dörr Hainbach Hofmann Bromm Schneider
Fehling Lehrmund Haupt Heller Schmidt Bingel Knaus Feuster
Wilhelm Leutheussr
V f B.: Haas
Man erwartet einen harten, spannenden, aber auch ritterlichen Kampf, dem man im Interesse einer reibungslosen Durchführung einen gerechten und fähigen Schiedsrichter wünscht. Wie man hört, leitet Sch n a u dt - Lollar das Treffen, der im Spiel VfB. Gießen — VfB. Friedberg recht sicher seines Amtes waltete. —
Gießener Radsporttage im BDR.
Straßenrennen. - Saalsportwettbewerbe. — Rasenradball.
Der „Gießener Radfahrer-Verein 1885" im BDR. hat sich die Aufgabe gestellt, auch in seinem Heimatgebiet durch eine große Werbeveranstaltung neues Leben in den Radsport und da ganz besonders in den Straßenrennsport zu bringen. Die ersten Gaurennen in diesem Jahre haben gezeigt, daß durch die Startberechtigung aller Lizenz-Fahrer Aussicht besteht, auch den Straßenrennsport wieder vorwärts zu bringen. Durch die Ausschreibung von Wettbewerben will der Verein die führende Stellung im Radsport festigen helfen und der Jugend auch Gelegenheit zum Wettkampf geben. Gießen ist sehr zentral gelegen. Das Straßenrennen ist offen für alle lizenzierten Fahrer. In diesem Jahre soll mit einem kleinen Straßenrennen begonnen werden, damit auch der vorhandene Nachwuchs in den Kampf eingreifen und sich für größere Rennen schulen kann.
120 Sm. werden aus einer Rundstrecke von 4 mal 30 Sm. gefahren.
Das Ziel befindet sich auf einer Aschenbahn. Wertvolle Preise sind bereits für dieses'Rennen'gestiftet. Die Ausarbeitung und Durchführung des Rennens liegt in den Händen des Straßenfahrwartes August Deibel, der durch seine jahrelange Teilnahme an allen größeren Rennen in allen Teilen Deutschlands fast überall noch bekannt sein dürfte. Immer war der Gau Lahn bei den Ausschreibungen von größeren Straßenrennen vertreten. Erinnert sei nur an „Rund durch Westdeutschland", „Quer durch Ohrn- und Lahntal", „Großen Kometpreis" usw. Das soll wieder kommen.
Die Radsporttage werden am Samstag, 1. Juli 1933, eingeleitet durch ein großes Sommernachtsfest in der Restauration Karlsruhe. Bei dieser^Veranstaltung kommen auch die
Saalfporlwettbewerbe
zur Geltung, und zwar werden Ausschreibungen erfolgen für 2er-, 3er-Radball, 2er-Kunstfahren, 6er- Schulreigen. Auch diese Wettbewerbe sind offen für alle lizenzierten Fahrer, bzw. Vereine. Selbstverständlich werden auch die Sieger dieser Wettbewerbe mit Ehrenpreisen ausgezeichnet. Eine Wanderfahrt, offen für Vereine des Gaues, wird dazu anspornen, diese Werbeveranstaltung zu unterstützen. Für die nötige Unterhaltung und Abwechslung wird gesorgt.
Am Sonntag, 2. Juli 1933, findet das bereits erwähnte
Straßenrennen und ein 6er Rasenradballwettbewerb
statt. Die Vorspiele hierzu werden vormittags und das Endspiel nachmittags, vor Ankunft der Strahen- fahrer auf einem Sportplatz ausgetragen. Da acht Tage nach dieser Veranstaltung die deutschen Meisterschaften im 6er-Rasenradball stattfinden und Gießen für einen großen Teil der teilnehmenden Mannschaften ohne große Unkosten zu erreichen ist, dürfte die Austragung dieses Wettbewerbes als eine kleine Vorprüfung für den großen Kampf, begrüßt werden.
Die Reichswehr in der Sport-Offensive.
Der überraschende Erfolg der Reichswehr-Sportler vom Potsdamer Infanterie-Regiment Nr. 9 bei dem traditionellen Berliner Grog-Staffellauf im Mai dieses Jahres hat die gesamte deutsche Sportwelt wieder einmal aufhorchen lassen. Die altbekannten Berliner Sportvereine mit ihren Leichtathletik-Kanonen wurden auf der ganzen Front geschlagen. Derjenige, der zu würdigen weiß, wie verhältnismäßig selten wirkliche Könner, selbst in Vereinen von tausend Mitgliedern und mehr, vorhanden sind, darf diesen Erfolg als das Ergebnis eines allseitig besonders durchtrainierten Menschenmaterials betrachten, als den Sieg des Gedankens des Massensportes. Die Reichswehr ist immer mehr zum Hort dieses Gedankens geworden.
Die Zeit ist nicht mehr fern, wo jeder deutsche Soldat ein hervoragender Sportler wird genannt werden können.
3n diesem Jahre wird das besonders offenbar werden, da die Reichswehr erstmalig ihre eigene handballmeislerschaft austrägt.
Jede Kompanie der Reichswehr ist verpflichtet, sich daran zu beteiligen. Jeder deutsche Soldat muß Handball trainieren, um mitzuhelfen, die wirklich beste Kompanie-Mannschaft auf die Beine zu bringen. Don höchsten Stellen gefördert wird dann die Bataillonsmei st erschüft aus-
getragen. Das geht hinauf bis zu den Wehrkreisen und dem Gruppenkommando, deren Auswahlmannschaften dann um den Titel des Deutschen Armeemeisters anzutreten haben.
Wenn auch die Reichswehr von jeher in ihrem sportlichen Auftreten sich größter Bescheidenheit und wohltuender Zurückhaltung im manchmal etwas lauten Lärm des Vereinslebens befleißigte, fo ist doch sicher, daß die neuen Meistermannschaften — wie einst die Träger von Schützenketten und Schießpreisen — sich der besonderen Wertschätzung bei den Vorgesetzten erfreuen werden. Damit geht zusammen, daß die Sportvereine, die bisher von Reichswehrangehörigen gegründet wurden und sich aller möglichen und unmöglichen Namen bedienen mußten, nunmehr ebenfalls „offiziell" werden. Sie sollen in Zukunft überall einheitlich benannt werden, und zwar ist von oben herab der einfache Titel
„IHilitärfportocrein“ bestimmt worden.
Eine einheitliche Sportkleidung ist nur noch eine Frage der Zeit, während das sportliche Abzeichen bereits festgelegt worden ist. Es ist der Germanen- schild mit einem Schwert, das ähnlich getragen wird wie die Vereinsabzeichen der bürgerlichen Vereine auf dem Sportdreß.
Aus dieser Neuordnung dürfte besonders in den
kleinen Garnisonen mannigfacher Segen entsprießen. Die Reichswehr wird damit vorbildlich in der Der- einsgestaltung und ein entscheidender Faktor im Leben der sporttreibenden Bevölkerung, wie man sich leicht vorstellen kann. Dies um so mehr, als bisher fast in allen Sportzweigen einzelne „Kanonen" bereits den feldgrauen Rock trugen und zu sportlichen Meisterehren gelangten.
Don den bisherigen soldatischen Sportvereinen gehörten 90 v. h. der Sportbehörde und 10 v. h.
der DT. an.
Die Reichswehr wird auf diesen Idealen allgemeiner massenmäßiger Trainingsweise weiterbauen. Der eingangs erwähnte Potsdam-Berlin-Sieg ist ein Meilenstein auf diesem Wege. Denn man muß sich klar machen, daß der Reichswehr in diesem Falle nur ein Menschenmaterial von 1500 Leuten zur Verfügung stand, der Berliner Schutzpolizei dagegen feit Jahren fast 15 000 Menschen sportlich „dienstbar" sind! Auch ist zu bemerken, daß die bekanntesten Schuposportler zum Teil reine Zivilisten sind, da jeder Privatmann sich in den Sportvereinen der Polizei betätigen darf. Daher kommt es auch, daß die Polizei Jugendmannschaften besitzt, die bei der Reichswehr ausgeschlossen sind.
Die Vereine werden sich „strecken" müssen, um gegen die Sportvereine der Reichswehr bestehen zu können. Ein Blick auf die Einzelerfolge von Wehrmacht-Angehörigen und auf ihre Mannschaftssiege macht das ohne weiteres deutlich. Denn es ist schwer, ein Sportgebiet zu nennen, wo Soldaten nicht führend waren!
Don den bekannten Reitersiegen im Ausland bis hin zum Eissegeln, immer waren Dertreter der Wehrmacht in Front.
Ausnahmen bestätigen lediglich die Regel. Pioniere der Reichswehr find mit die besten deutschen Kanufahrer, im Schwimmen sind die Magdeburger Soldaten in den ersten Mannschaften der dortigen Elite
vereine. Feldwebel Grimm ist einer der besten deutschen Hammerwerfer, der Bayer Vogel ift der berufene Nachfolger des Weltrekordmanns Feldwebel H i r f ch f e l d - Ostpreußen. Der Schwimmer E f f e r ift Reichswehrangehöriger, der fabelhafte Athlet Huber- Stuttgart ist einer der ersten Mehrkämpfer unseres Vaterlandes, er ist der einzige Deutsche, der in diesem Jahre 7,24 Meter weit sprang. Schon diese Namen, die keineswegs etwa vollständig sind, sprechen genügend für die sportliche Güte unserer Wehrmacht. Nur die erstklassigen Skifahrer der verschiedenen Spezialformationen der Reichswehr möchten wir noch erwähnen.
Es ist zu erwarten, daß uns in Zukunft ähnliche Enttäuschungen erspart bleiben werden, wie sie insbesondere die deutschen Leichtathleten auf der letzten Olympiade erlebt hoben. Der Sportbetrieb in Deutschland wird so organisiert, daß derartige Fehlschläge kaum noch vorkommen werden.
Kurze Sportnotizen.
Die Teilnahmeberechtigung für die Deutschen Schwimm-Meisterschaften, die vom 4. bis 6. August in Weimar abgewickelt werden, ist auf die Mitglieder der DT. und die Mitglieder der deutschen schwimm- und Sportvereine im Auslande ausgedehnt worden. *
E i n neuer Skandal soll sich in der internationalen Leichtathletik ereignet haben. Nach einer schwedischen Zeitungsmeldung soll der polnische Olympiasieger Kusoczinski für einen Start in Finnland 1500 Dollar gefordert haben.
*
Die FIFA., der Internationale Fußball-Verband, hält vor der nach Rom vergebenen Haupt- tagung am 26. Juni noch eine Vorstandssitzung in Paris ab, bei der über die Einteilung der 16 Nationen für die Fußball-Weltmeisterschaft beraten wird.
Wirtschaft.
* Neue Ballgesellschaft WahßS: FreytagAG., Frankfurt a. M. Der Auf- fichtsrat der mit 2 Millionen Mark arbeitenden Neuen Ballgesellschaft Wayß & Freytag 2IG., Frankfurt a. M., hat in seiner Bilanzsihung beschlossen, der Generalversammlung am 30. 3uni vorzuschlagen, für das am 31. Dezember 1932 abgelaufene erste Geschäftsjahr nach angemessenen Abschreibungen von etwa 140 000 Mark und noch Schaffung einer Niicklage für Risiken in ausländischer Währung von 100 000 Mark den erzielten. Reingewinn ton 60 847 Mark auf neue Rechnung vorzutragen. 3m lausenden 3ahre seine das 3n- landgeschäft infolge des Arbeitsbcschaffungspro- gramms eine gewisse Belebung. Die Bauten im Auslande verlaufen programmähig.
* Bergmann - Elektrizitäts - Werke AG., Berlin. Die GV. genehmigte die Herabsetzung des Stammkapitals auf 8,80 (44,0) Mill. RM., sowie die Regularien für 1932. Der Buchgewinn von 35,20 Mill. RM. dient neben der Verlustdeckung von 21,93 Mill. RM. zu Sonderabschreibungen und Rückstellungen. Die ersten Monate 1933 haben nach den Ausführungen des AR.-Dorfitzenden Dr. v. S t a u ß den Beweis erbracht, daß die getroffenen Maßnahmen richtig feien, und die Zuversicht bestätigt, die bereits bei Feststellung der Bilanz ausgesprochen wurde. Der Auftragseingang fei zur Zeit nach Lage der Verhältnisse befriedigend, in den letzten Monaten wurde die Belegschaft um zirka 10 v. H. erhöht.
* Vereinigte Glanz st off - Fabriken AG., Wuppertal-Elberfeld. Der Abschluß der Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG., Wuppertal-Elberfeld, für das Geschäftsjahr 1932 weift nach Abschreibungen in Höhe von 8,7 (i. D. 6,52) Mill. RM. einen Verlust von 5,4 Mill. RM. aus, ter sich durch den Vortrag aus 1931 von 4,7 auf rund 10,1 Mill. RM. erhöht. Die Verwaltung schlägt der auf den 27. 6. nach Elberfeld ein^uberufejiten GV. vor, den Reservefonds von 20 Mill. RM. in der Weife aufzulösen, daß der nach Deckung des rechnungsmäßigen Verlustes verbleibende Betrag von etwa 9,9 Mill. RM. zur Bildung eines Wertberichtigungskontos verwandt wird, das dazu dienen soll, die endgültige Abschreibung an den Dauerbeteiligungen der Gesellschaft vorzubereiten.
Sranffurter Abendbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 14. 3uni. Die Abendbörse lag weiter außerordentlich still. Die Kulisse verharrte mangels geeigneter Anregungen in völliger Stagnation Die Stimmung war nicht unfreundlich, doch bröckelten die Kurse infolge der Geschäftsstille vereinzelt weiter leicht ab. Gegen den Berliner Schluß gaben 3G.-Farben 0,25 Pro- zent, Bekula 0,50 Prozent, Rheinstahl 0,50 Proz. und gegen den hiesigen Mittagskurs Cement Hei
delberg 1 Proz. nach. 3m Verlaufe waren 3G> Farben bei kleinstem Umsatz leicht befestigt; amtlich schlossen sie mit 132,89 nach 132,50 Prozent und im freieen Markt nannte man sie mit 133 v. H.
Der Rentenmarkt lag zwar ebenfalls geschäftslos, doch blieben die Schlußkurse voll behauptet, Altbesih konnten sich später etwas erhöhen. Dl. a. notierten: Neubesih 12,40, Altbesih 76 39 bis 76,50, Schutzgebiete 7,95, Zolltürken 6,39, Reichsbank 138, Gelsenkirchen 63, Harpener 104,75, Mannesmann 69,50 Bries, Rheinstahl 94,25, De- kula 114,25, Cement Heidelberg 80, Licht & Kraft 111,50, Gesfürel 93, Holzmann 58, Metallgesellschaft 39, Rütgerswerke 59,50, Schnellpressen Frankenthal 8, Reichsbahn-VA. 99,25, Hapag 17,75, Norddeutscher Lloyd 18,65.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt o. M., 14. Juni. Die Getreidebörse lag nach der Preissteigerung vom Montag sehr ruhig und fast geschäftslos. Brot- und Futtergetreide sowie Mehle blieben im Preise unverändert, wahrend Futtermittel, besonders Mühlennachpro- butte weiter befestigt waren. Es notierten: Weizen 210, Roggen 172,70 bis 173,50, Hafer 152,50 bis 155, Weizenmehl südd. und niederhein. Spez. 0 30,25 bis 31,25, Roggenmehl 23,50 bis 25,25, Weizenkleie 8 dis 8,10, Roggenkleie 8,75.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen, 13. 3uni. Ein Spezereihändler, der zugleich auch Gemeinderechner war, war in Zahlungsschwierigkeiten geraten, ilm diese zu be- >heten, hatte er wiederholt in die Gemeindekasse gegriffen in der angeblichen Absicht, dieses Geld, sobald ihm möglich, wieder in die von ihm verwaltete Gemeindekasse zurückzulegen. Eine unerwartet von dem Kreisamt vorgenommene Revision der Kasse ergab einen Fehlbetrag von mehreren tausend Mark. Dlm die begangenen Unterschlagungen zu verdecke-i, hatte er die zur Eintragung bzw. Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben bestimmten Bücher bewußt unrichtig geführt. Wegen schwerer Amtsunterschlagung tourte der Angeklagte, ter bisher noch nicht bestraft worden ist, und der den der Gemeinte entstandenen Schaden zum größten Teil gedeckt hat, zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.
Wegen Gefährdung ter Sittlichkeit wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen einen aus der Untersuchungshaft vorgeführten Arbeiter verhandelt, der unter der Anklage stand, an einem noch schulpflichtigen Mädchen sich wiederholt vergangen zu haben. Zur Verhandlung war ein großer Zeugenapparat aufgeboten. Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde der Angeklagte zu 1 3 a h r 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzlnsfuß 5 v. H.
jrantiuri a. Dt.
Berlin
Gchluß« fur«
Schluß!. Abend« bfirfc
Schluß, kur«
Schluß!. Mittag« börse
'Datum
13.6. |
14.6
13.6. |
14-6.
6% Deutsche Reichsanietye v. istn
84,5
84,25
84
84,5
6% efjem.7% Dt.ReichSatü.v. 1929
90,65
90,5
90,75
90,75
6Vi°o Doung-Anleihe von 1930 .
78
77.5
78
77,25
Deuts tt^ Anl.-Ablüs.-Schuld mh
AuSlos..Rechten ............
75,65
76,5
75,25
76,4
DeSgl. ohne AuSios.-Rechte.....
12,6
12,4
12.6
12,4
6% ebem. 8% Helf. Volksstaat 1929
trückzahlb. 102%)...........
79,5
—
79,5
79,5
Oberhcssen Provinz. Anleihe ml
AuSlos.-Rechten ............
68
68
——
—
6% Hess. Landerbank Darmstadt
GoldR. 12.......
82,5
82,25
82,5
82
6¥i% Hess. Landes Hypotheken-
öank Darmstadt Ligui......
86,25
86,25
■—
—
Deutsche Komm. Sammclab I.An
leihe (seriel mit AuSlos.-Rcchten
69,25
70,25
69,65
70
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Baw
Goidpse. 15 unkündbar 618 1935
83,75
83,5
—
—•
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl
Koldvse. 16 unkündbar bi« 1936
83,75
83,5
—
6Yi% ehem. «'/,% Franks. Hhp. Bank-Ligll.-Psandbriefe .....
86,25
S5
—
—
ehem.4'/,% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse. ...
85,75
86
—
■■
6% ehem. 8% Pr. Landerpfand
bricfanftalt, Pfandbrtesc R. 19
84
84
85
85
6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand brielanstait. Pfandbriefe R. 1<
84,5
84,5
—
—
Verrechnungskurs ...........
85,65
85,7
85.65
85,7
«% Oesterretchische Woldrente...
—
—
—
17,75
4,20% Oesterreichische Silberrente
—
—
1,4
1,4
4% Ünflarlfdw Goldrente.......
—
—
—
—
4% Ungarische Staatrrente v. 1910
—
—
—
—
—
6% abfleft. Goidmepkaner von 99
11,13
11,5
11,25
11,25
4% Türkische Zollanleibc von 1911
6,25
6,4
6,25
6,45
4% Türkische Bagdadbahn-Anleth
Serie I....................
6,25
6,25
6,25
6,45
Fränkin« a.M.
Berlin
Schluß« hin)
Schluß!. Abmdbörse
Schlußkurs
Schluß!. Miltagbörse
Datum
13.6.
14.6.
13-6.
14-6.
4% desgl. Serie 11 ...........
6,25
6,25
6,3
6,5
5% Rumän. vereinh. Rente v. 19«'
5,75
6,1
6
4^r%Rumän.vereinh.Rcntev.l9U
10,5
10,75
4% Rumänische vereinh. Rente
4,95
5
4,9
5
8%% Anatolier .............
28,25
28
27,75
28
Hamburg-Amerika-Paket .....
<
18
17,75
17,75
17,75
Hamburg.Südam. Dampfschiff.
Hansa Dampsschiss...........
0 0
—
27,5
26
26
Norddeutscher Lloyd .........
0
18,75
18,65
18,9
18,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
—
51,5
51,9
51,5
Berliner Handelsgesellschaft....
4
93
92,25
91
Commerz- und Privat-Bank... Deutsche Bank und DiSconio-
0
51
51
51,5
51,5
Gcsellschast................
(
59,5
59
59,5
59,25
Dresdner Bank..............
0
48,5
48
48,5
48
Reichebank .................
1
139
138
139,25
138
«EG....................
1
25,75
25,25
25,75
25,4
Elektr. Lleserungegcsellschatt ...
k
92
92
92
92,5
Licht und Krasl .............
l
113,75
111,5
114
111,25
Felten & Guilleaume ........
Gesellschaft für Elektrische Unter-
0
57
56
36,25
56
nchmungen...............
4
94
93
94,13
93,4
Rheinische Elektrizität ........
5
97
96
97
Schutte« L Co..............
v
—
113
113,75
113
Siemen« & Halske...........
<
166,5
165
167
165,65
Lahmeyer LCo..............
10
126,5
125,25
126,65
125,75
Buderus ...................
D«mische Erdül .............
4
75,75
119,4
63,75
75,25
118,5
63
76 119.25 64,13
76
118,25
62,75
Gelsenkirchener..............
0
Harpener...................
0
106
104.75
105,65
104,25
Voesch Eisen—Köln-Neuessen..
0
—
—
70
69,4
31|e Bergbau ...............
—
160
163.75
160
Ilse Bergbau Genüsse ........
7
—-
122
123,25
123,25
Rlodnctroerte .............
0
59,5
70,5
59,25
59.75
59,13
ManneSmann-Röhren........
0
69,5
70,65
69
Jrantiun a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börsc
Schluß« lurs
Schluß!. Mittag- börfe_
Datum
13.6.
14-6.
13-6.
14.6.
Mansteiber Bergbau......
... 0
25
25
25,131
25,5
Koköwerke ...............
... 0
—
—
85
83,5
Phönix Bergbau..........
... 0
41,5
41
41,65
40,9
Rheinische Braunkohlen ...
Rheinstabl............
...1<| ... c
212
210,5
94,25
212
96,25
210
94,75
Bereinigte Stahlwerke.....
... O
41,5
40,5
41
40,4
Otavi Minen ............
... n
18.5
18,25
18,75
18,25
Kaliwerke Aicher«leben.....
... ti
129,75
130,65
132
131
Kaliwerke Westeregeln.....
... 6
135
131,5
135
132.5
Kaliwerke Salzdetfurth ....
... f
178.5
176,5
176,5
176
»J G. Färben-Industrie ....
134
132,9
134,25
132,75
Scheidcanstalt . ....
...10
171
170,75
—
—
Goldschmidt ..........
... 0
51,4
51,5
51,5
51,5
Rütgerswerke ...........
... O
61
59,5
60,9
59,4
Metallgeiellichan.........
—
39
39,13
39,25
Philivv Hol,mann........
... 0
58
58
57,4
58
Zementwerk Heidelberg ...
... 4
81,5
80
-
—
Cementwerk Karlstadt......
... O
78
78
-
—-
Schulthei» Patzenhoser.....
... 0
_
_
126.4
124,5
Aku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
39,5
40
39,9
40.25
Bemberg................
... 0
—
48
48
48
Zellstofk Waldhos .........
... 0
51,5
51
50,65
50,5
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
23,5
22
23
21
Dessauer ®a«............
... 7
—
117,5
116,13
Daimler Motoren.........
Deutsche Linoleum .....
... 0
... 0
31
19,25
30,25
48,5
31,25
49,25
30,25
48,5
Orenstein & Koppel .......
Leonhard Tietz...........
... 0
... 6
23,5
23,5
48,25
23,25
48,13
23,25
Ehade...................
...12
175
170,5
173
170
Gritzner.........
27
26,25
27,5
Mainkraftwcrke Höchst a.M.
... 4
69
70
Süddeutscher Zucker ......
... e
154,5
—
155,25
155,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
13. Juni
14. Juni
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Seid
Brie,
Geld
Sriei
Helsingsoro.
6,329
6,341
6,339
6,351
Wien......
46,95
47,05
46,95
47,05
12,64
12,66
12,64
12,66
Budapest ...
—
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ...
170.43
170,77
170,08
170,42
OSIo.......
72,28
72,42
72,38
72,52
Kopenhagen.
63,84
63,96
63,89
64,01
Stockholm..
73,78
14,33
73.98
73,78
73,92
London .....
14,37
14,34
14,38
Buenos Airee
0,898
0,902
0,903
0,907
Neu York ...
3,462
3,468
■*•3,506
3,514
Brüssel ....
59,06
59.18
59,09
59,21
Italien.....
22,06
22,10
22,07
22,11
Paris.....
16,62
16.66
16,61
16,65
Schweiz ...
81,77
81,93
81,62
81,78
Spanien...
36,21
36,29
36,06
36,14
Danzig....
82,62
82,78
82,52
82,68
Japan.....
0,889
0,891
0,894
0,896
Rio de Ian.
0,229
0,231
0,229
0,231
Jugoslawien Lissabon ...
5,195
5,205
5,195
5,205
13.04
13,06
13,05
13,07
Berlin, 14-3unl
Geld
2^ rief
Amerikanische Noten..............
3,47
3,49
Belgische Noten..................
58,93
59,17
Dänische Noten ................
63,52
63,78
Englische Noten .................
14,30
14,36
Französische Noten...............
16,57
16,63
Holländische Noten............ ..
169,71
170,39
Italienische Noten...............
21,95
22,03
Norwegische Noten ..............
72,2i
72,49
Deutsch Oesterreich, » 100 Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Schwedische Noten...............
73,60
73,90
Schweizer Noten.................
81,44
81,76
Spanische Nuten................
Ungarische Noten................


