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Amtsgericht Aiehen.
•21m Jlud)iiiiiiuy den» 15. Dtlubn u. J. hielt ein hier fremder Arzi auf einer Äutofahrt bnrd) Gießen auf der rechten Sette bco 6c(tcreroeflo vor dem „.Hotel Prinz (£arl“, Nlchlung Frankfurter Strafte, und zwar hinter einem anderen '2hito, das ebenda schon Ausstellung flcnonnncn hatte. Ihn seine Fahrt In der nnflcgebenen Richtung sorizulcßen, muhte er diese« '2luto überholen. Er berührte hierbei da« dort befindliche Schienenaeleio in demselben Augenblick, ül ein 1 taen bei ti aß« nbahn ble nämlich« Stelle von dem .hiillcpnnrt Selteromeg-Goethestrnße aus In langsamer Fahrt passierte. Eo kam zu einer Karambolage. Der Straßenbahnwagen könnt'' weiter fahren, bn.i Vliito wurde aber be|d)iiblgl Der Arzt durste zwar da« Auto Überholen, doch hatte er, be» nor v** seinen Pingen )» Bewegung segle, versäumt, lich davon zu übrr,)ft<t)\ n, o«> ule .Fahrbahn Hintec Ihm frei sei, bzm Ihm imn dort an« kein Hindernis drohe. f)ätfi ci die" ge-t an und vor der Anfahrt sich um ein einzigec> 'JJlul umgesehen, dann mußte er unbedingt ba> stermmahen der Straßenbahn wahr- nehmen und sht; sagen, baß eine .Kollision eintreten könne. So aber überholte er bas Auto, anstatt noch kurze Zeit wegen ber durch ble Straßenbahn drohenden Verengung der Fahrbahn hinter Ihm zu hallen, und veranlaßte aus diese Weise durch Fahrlässigkeit den noch glücklich verlaufenen Zusammcn- slos,. Den Wagenführer, ber vorschriftsmäßige Läute- Zeichen gegeben hatte, traf kein Verschulden. Zubern stehl einer Straßenbahn wegen Ihrer (üebnnbentjelt an den Schienenstrang, ble kein Ausweichen zulaßt, im Verkehr ein höherer Anspruch auf Schuß zu, als anderen Fahrzeugen, wie dies auch die einschlägigen Verkohrvverordnungen zum Ausdruck bringen. 4)a keinerlei Handlung oorlag, welche die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen über fahrlässige (Ye- sahrbnng eine» Ctsenbahntranoportes — auch die elektrischen Straßenbahnen gehören hierher — rechtfertigen konnte, erkannte das (Yericht lediglich auf Grund der Borschristen für den Verkehr und Schuß
der elektrischen Straßenbahn bi (Bitften nenn S. 1. 1009 auf eine verhältnismäßig geringe C9 e l 0 • indem es strafmildernd di« A' ■
Angeklagten mit den Gießener Verkehrsverhältnissen zu Betracht zog.
Oer freiwillige Arbeitsdienst im Biebertal.
Nachdem In der Zeit vom 8. Februar 1932 bis zum 17. Februar 1933 unter Führung de« Jung- deutschen Orden«, D r u d«..r sch ast Di ebertal, ohne Unterbrechung 5 F2lD.-Maß- nahmen mit zusammen 21285 Tagewerken, für die in dieser Zeit 37 680 Mark ausgezahll wurden, durchgeführt worden sind, ist ab 15 März 1933 eine weitere Maßnahme mit 2200 Tagewerken genehmigt.
3tocl weitere Maßnahmen WegeauSbau- ten - und zwar für die Gemeinde 91 ob beim a. d. D mit 3850 Tagewerken, die anbk te für die Gemeinde Krumbach mit 3500 Tagewerken, liegen dem Bezirkskvmmissar für den freiwilligen Arbeitsdienst zur Genehmigung vor.
Del den obengenannten, bereits durchgcsuhr- ten 5 Maßnahmen wurden solgende Arbeiten avSgcführt: Dportplahherstellung für die Gemeinde Fellingshausen, begonnen am 8. Februar 1932, beendet am 14. Mai 1932, Straßenbau mit Kanalisation für die Gemeinde R o d h e i in a. d. V., begonnen am 28. April 1932, beendet am 30. Juni 1932, dcsgl. begannen am 1. Juli 1932, beeirdet am 30. Sept. 1932; Hochwassers.eler Ai «b u d:s H Ina-und Dieberbaches, begonnen am 11. Mai 1932, beendet 30. Aug. 1932, Fortsetzung ber Gtraßenausbauten für Aodheim, begannen am 3. Oktober 1932, beendet am 17. Februar 1933. wobei die Werteschaffung mit 64 500 Mark nach den den einzelnen Projekten zugrunde l.egenden Koftcnanschlägcn einzufehen ist, und wobei die Dachausgaben der Gemeinde Fellingshausen nur etwa 500 Mark und für Aodheim nur 6680 Mark betragen. Hier muß
ober weite» bemerkt werden, daß auch Mefr. gerinnen Dummen als überhaupt nicht entstanden nn/jUh. Öen. sind, wenn man berücksichtigt, daß die Gemeinden diese Gelder an WohlsahrtLunter- stühungen sparten, für die Gemeindeglieder, die vor dem 31. Juli 1932 im FAD. beschäftigt werden konnten und so nicht in die Wohlfahrts- unterstützung kommen konnten.
Möalich wurde die überaus niedrige Gestaltung der Sachausgaben in der Hauptsache dadurch, daß die Mitbürger und Fuhrwerksbesitzer die 'Anfuhr der Gestückstetne größtenteils kostenlos in Fronsahrten besorgten. ES ist zu hofsen, daß dies auch für die noch genehmigten bzw geplanten Maßnahmen ebenso freudig getan wird. Oer Kukmpiker als Kapiialausleiher.
DDA. ^Marburg, 14 März. Trotzdem in den Zeitungen so oft vor 5kapitalausleiheschwind- U rn gewarnt wird, sind wiederum etwa 4 0 kleine Landwirte und Handwerker aus der Gegend von Gandersheim, Homberg/Esze und Fritzlar von einem solchen Schwindler erheblich geschädigt worden. Aus Grund von Zeitungsanzeigen, in welchen Kapitalausleihung zu billigSv Zinssätzen angeboten wurde, kamen sie mit dem etwa 30iährigen, auS Wihenhausen gebürtigen Kuhmelker Erich Arnold in Verbindung, der sich jeweils in den Orten, wo er inserierte, aus kurze Zeit als Kapitalausleiher niedergelassen hatte. Arnold gab bei den ihn besuchenden Interessenten an, daß eine in Göttingen wohnende Gräfin oder Daronin ihr seither in der Schweiz befindliches Kapital gegen 5 bis 6 Prozent Zinsen in Deutschland anlcgcn wolle und ihn mit der Vermittlung betraut habe. Er verstand es, durch sein sicheres und gewandtes Auftreten ausgezeichnet, die Kapitalbedürftigen einzuwickeln und ließ sich von ihnen nach Ausstellung eines Antragformulars „Vergütung gen" im Betrage von 10 b i S 50 M k.. je nach Höhe der beantragten Anleihe, im vor
aus au-zahlen- Die Interessenten haben niemals etwas von Geld, das in spätestens acht Tagen bei einer bestimmten Dank aus Sperrkonto deponiert werden sollte, gesehen und sind natürlich die Dorausvergütung los. Als einer der Geschädigten in einer Kasseler Wirtschaft mit dem Schwindler zusammentraf, konnte dieser unter Zurücklassung von Hut und Aktenmappe entwischen. Er wurde erst nach längerer Zeit bei Berlin verhastet und stand gestern wegen Betrugs in fortgesetzter Handlung vor dem hiesigen Schöffengericht. Da bereits mehrere einschlägige Vorstrafen Vorlagen, lautete das Urteil auf ein Jahr Gefängnis.
Tödlicher Verkehrsunfall in Offenbach.
WSA. Offenbach, 14. März. In der Aohr- strahe wollte am Montagnachmittag ein sechsjähriger Junge über die Straße laufen. Dabei lief er gegen ein Auto, dessen Führer den Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen konnte. Das Kind wurde um"eworsen und mit anschei- ne d nur leichteren 03;rl Hunzen .in die elterliche Wohnung gebracht. Dort ist eS kurze Zeit später gestorben.
Wettervorauslage.
Don Westen her hat sich erneut hoher Druck über Frankreich und Deutschland ausgebreitet. Infolge- dessen bleibt bas Wetter im wesentlichen aufheiternd und trocken. Allerdings kommt durch Randstörungen der im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebiete vorübergehend Bewölkung oder Dunstbilduna auf.
Aussichten für Donnerstag: Zeitweise dunstig und bewölkt, sonst aufheiternd und trocken, mild. >
lSchluß des redaktionellen leite.)
Universität Köln.
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