Ausgabe 
15.3.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

MWWMMWWWkW

lang stimmte der Anregung dem Abgeordneten Gockel

zu, ebenso der von

geschlagenen glcl die Reichsre

vor.

chen Telegrammübermittlung an g i e r u n g.

Tagung der hessischen LandwirWastslammer

Oie Sortierungen des Bauernstandes an Reichs« und Landesregierung.

Vornotizen.

Ta g e S k a l e n d e r für Mittwoch: Stadttheater, 19.30 bis 22.15 Ahr,Dor Sonnen­untergang". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Wenn dem Esel zu wohl ist..

2Di- bringen der verehrten deutschen Reich»- regierung vertrauen entgegen.

Dicht von heute auf morgen wirb die Hinter­lassenschaft beseitigt sein, aber wenn die natio­nale Front einig bleibt, muh das Werk des Wiederaufbaues gelingen. Don der neuen Re­gierung fordern wir:Wir wollen keine Almosen in Form von Reichssubventionen, wir verlangen die Wiederherstellung der Renta­bilität der deutschen Landwirtschaft. Wir wollen keine Reichtümer sammeln, wir hän­gen nicht am irdischen Mammon, wir wollen einfach und bescheiden unser Leben fristen und das Erbe die Scholle unserer Däter als Familienbesitz behalten.

Es wäre ein Versäumnis wenn man nicht des Mannes gedenken wollte, der an der Spitze des Reiches steht, unseres allverehrten Herrn Reichspräsidenten. Es muh anerkannt werden, baß er sich restlos für die Interessen des deut­schen Volkes etnseht, und wir haben ihm heute Dank zu sagen, dah er die Errichtung der natio­nalen Front ermöglicht hat. Wir freuen uns, dah die alten Disrnarckfahnen schwarzweih- r o t wieder Geltung haben. Mögen die ruhm­reichen alten Fahnen- bis in alle Zukunft über einem Deutschland der Treue, der Ehrlichkeit, der Vaterlandsliebe und Gottesfurcht und treuen Drüderlichkeit ohne Ansehen des Berufs wehen.

Generaldirektor Or. Hamann

erstattete hierauf den Geschäftsbericht. Darin heißt es u. a.:

Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse haben einen Rückstand und Tiefstand erreicht, wie er bei den Erzeugnissen keines anderen De- rufsstandes zu beobachten ist

da» gesamte deutsche Volk hat ein Interesse an der Sicherstellung unserer Ernährung durch Unterstützung unserer Landwirtschast, indem man der Landwirtschaft angemessene Preise bewilligt, vor allen Dingen auch auf die Ver­wendung von Auslandserzeugnissen verzichtet.

Die Rot in Deutschland ist so groß, dah die Selbsterhaltung des deutschen Volkes es erfor­dert, soweit die deutsche Scholle, die deutsch« In­dustrie, das Handwerk und das Gewerbe in der Lage sind, den Bedarf sicherzustellen, diese Auf­gabe zu erfüllen. Damit braucht nicht auf die Beziehungen zur Weltwirtschaft und den Export verzichtet zu werden.

Wohl hat man versucht in den letzten beiden Iahren, auf verschiedene Art und Weise der Landwirtschaft zu Helsen, und jti soll dies auch dankbar anerkannt werden, soweit es geschehen ist. Aber zu durchgreifenden Maßnahmen hat man sich leider nicht entschließen können, weil man kein klares Ziel über die Gestaltung unserer Wirtschaft vor sich hatte, und weil nicht zuletzt andere Berufsstände die Durchführung von Maß­nahmen zugunsten der Landwirtschaft nachteilig beeinflußten.

wir können in Deutschland aus der schwie­rigen Lage nur herauskommen, wenn alle Berufsstände sich zusammenfinden, einen ge­meinsamen Boden schaffen für den Wieder­aufbau unserer wirtschaft, und wenn die daran Beteiligten das Interesse des Volke» vor das eigene Interesse stellen, wie es uns das Ausland in seinen wirtschaftspolitischen Maßnahmen vormacht.

Wir hatten nur bis jetzt die Kraft und Energie nicht gefunden, unsere Einstellung im gleichen Sinne zu entwickeln. Die deutsche Landwirtschaft hat die Hoffnung, dah, wie dies auch bereits geschehen ist, durch das neue Kabinett wirklich durchgreifende Maßnahmen zugunsten der Land­wirtschaft veranlaßt werden. Dies ist in ver­schiedenster Beziehung in den letzten Wochen ge­schehen, und man darf hoffen, wenn die neuen Maßnahmen zur Regelung der Fettwirtschaft und andere noch erlassen sind, sich im Laufe der Zeit eine Besserung der Verhältnisse in der Landwirtschaft zeigen wird.

Die hessische Landwirtschaft hatte es im abgelaufenen Iahr an Selbsthilfe nicht fehlet

Schwerer Einbruch in Sch oy Erbach-Fürstenau.

WSR. M i ch e l st a d t t. O d w., 14. Mär^ In der vergangenen Rächt drangen mehrere Diebe in das Schloß Srbach-Fürstenau in Steinbach bei Michelstadt ein. Sie benutzten eine Leiter, schlugen ein Fenster ein und drangen in das Eßzimmer. Dort stahlen sie zahlreiche Sil­be r s a ch e n, darunter etwa 60 Einzelstücke eines Bestecks mit dem gräflichen Wappen, eine wertvolle Porzellanuhr und andere Silbcrgegen- stände, die ebenfalls teilweise graviert fino. Außerdem nahmen die Diebe eine wertvolle Pelzdecke mit Die Kriminalpolizei hat die Rach­forschungen ausgenommen.

sehen geben. Auf die heutige Anzeige sei hin» gewiesen.

"ESwirdweniger Fleischgegessen. Die endgültigen amtlichen Ziffern über die Schlacht- und Fleischbeschau im 4. Vierteljahr 1932 bestätigen die beunruhigende Tatsache, daß fast 600 000 Stück, also 10 Prozent weniger Schweine geschlachtet wurden, als im 4-Vierteljahr 1931. Im ganzen Iahr 1932 wurden 1 700 000 Stück weniger Schweine geschlachtet bei unverändertem Schlachtgewicht. Der Fleischanfall auS allen we­sentlichen Viehgattungen betrug 1932 1 074 000 Doppelzentner weniger als 1931. Damit ist der Fleischverbrauch pro Kopf der Bevölkerung mit 49.2 Kilogramm um 1,6 Kilogramm geringer gewesen als 1931 und um 2,5 Kilogramm geringer alS 1929.a,

Darmstadt, 14. März. (WSR.) 'In der heutigen Hauptversammlung der Hessischen Landwirtschaftskammer begrüßte

Präsident Hensel

folgende Herren als Regierungsvertreter: Mini- sterlaldireitor Pros. Dr. Röhler, die Mini­sterialräte Decker. Bauer, Heil, Oberregie­rungsrat Morneweg und Landstallmeister Hertel, und erklärte dann u. a.:

Mein besonderer Gruß gilt aber heute der gestern neu gewählten hessischen Regierung, an ihrer Spitze dem Staatspräsidenten Professor Dr- Werner. Der neue Staatspräsident ist unserer hessischen Landwirtschaft kein Anbekann­ter. Seit Jahrzehnten hat er im politischen Le­ben und auch außerhalb desselben jederzeit die Belange unserer hessischen Landwirtschaft ver­treten. Seit dieser langen Zeit steht er mit der Landwirtschaft in engster Fühlung Cr kennt ihre Röte, kennt ihre Sorgen, kennt ihre Bedeutung für Volk und Heimat. So glauben wir dec Hoffnung Ausdruck geben zu dürfen, daß

unsere hessische Landwirtschaft unter seiner Führung besseren Zeiten entgegengeführt werden kann.

Ferner begrüße ich unseren neuen Ressort­minister, Herrn Dr. Müller, dem nach Be­schluß des gestrigen Landtags nunmehr auch die Belange der Landwirtschaftskammer direkt unter­stellt sind.

Das hinter uns liegende Iahr unterscheidet sich in nichts von den vorhergehenden. Trotz aller Mühe, die sich die Kammer gab, konnte für die Belange der Landwirtschaft bei der Reichs­regierung nur wenig erreicht werden, was bei den uneffreulichen Kämpfen innerhalb der letzten Kabinette bekannt ist. Es wird allerdings aner­kannt, daß es der Landwirtschaft schlecht geht, aber jeder Desserungsvorschlag wurde von In­dustriellen- und Derbrauchcrkreisen, sowie einem Teil des Reichskabinetts auf das heftigste und rücksichtsloseste bekämpft. Es ist und bleibt ein Schandfleck in der Geschichte der deutschen Wirt­schaftspolitik, daß die Ausgleichung der Preise durch all die vielen Jahre hindurch nicht ge­lungen ist.

Endlich muh es einmal aufhören, dah die Handelsabmachungen auf dem Rücken der deutschen Landwirtschaft zugunsten der In­dustrie ausgetragen werden. Der gröhte Fehler war der Abschluh der unseligen Han­delsverträge von 1925. Dieselben wurden auf einer Grundlage getätigt, welche den Schuh der Landwirtschaft zugunsten der

Industrie preisgaben.

Der Einfuhr ausländrscher landwirtschaftlicher Produkte wurde in diesen Verträgen in Deutsch­land Tür und Tor geöffnet, während die deutsche Industrie durch hohe Zölle geschützt und dieser Schuh durch das System der Meistbegünstigung dieser Zölle verankert wurde.

Cs ist so weit das ist ein trauriges Zei­chen der heutigen Wirtschaftspolitik, daß ein großer Prozentsatz deutscher Bauern und Guts­besitzer nur durch Erlaß des Vollstreckungs­schutzes noch auf ihren Höfen sitzen. Wie lange noch?

Wenn ich noch einmal auf die vergangenen Reichskabinette zu sprechen komme, so tue ich es, um nicht daran vorüberzugehen, daß man unter der Aera Schleicher es fertiggebracht hat, in» teresfierte Gruppen, sogar das Ausland, gegen die deutschen Maßnahmen für die deutsche Land­wirtschaft mit Erfolg (das ist das Beschämende) mobil zu machen, und diese Menschen nennen sich Deutsche". Die Kontingentierungsmaßnahmen und der Vorstoß des Reichslandbundes dürsten wohl den Stein ins Rollen gebracht haben. Der 30. Januar 1933 wird als Wendepunkt dermal­einst verzeichnet sein. Der 5. März aber wird das Wahrzeichen Deutschlands politischer Wen­dung und der Anfang des Wiederaufstieges bedeuten. Das hoffen wir Bauern und alle national-denkenden deutschen Volksgenosten.

LandfriedenSbruch.

^Eschenrod (Kreis Schotten), 15. März. In der letzten Nacht kam es in unserem Orte zu U n r u h e n, die sich gegen eine Familie h. richteten. Politische Grunde sollen bei dem Vorfall nicht in Betracht kommen, vielmehr sollen wirtschaftliche Schädigungen von Einwohnern durch ein Glied der angegriffenen Familie die Ursache sein. Es spielt hier anscheinend eine Schädigung der Kasse der Spar- und Darlehns- genossenschast im vorigen Jahr eine Rolle, die mehr- fack die Gerichte beschäftigte und zur Verurteilung eines Familienmitgliedes führte, das aber bis jetzt die Freiheitsstrafe noch nicht verbüßt hat. Bei der nächtlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Menge scharf gegen das Haus der Familie vorging, wurden der Familienvater und der Sohn durch zwei Schüsse verletzt, ein weiteres Familienmitglied am Kops verwundet. Eine Person wurde als Täter verhaftet, drei weitere Personen sind als Täter bekannt. Die Gendarmerie und die Landeskriminalpolizeistelle Gießen sind mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt.

lasten. Die Landwirtschaftskammer fe.bft führte unter erschwerten, auch finanziellen Verhältnissen, die für die Förderung der Land­wirtschaft und damit unserer Volkswirtschaft wich­tigen Maßnahmen durch. Es darf hier nur auf die Arbeiten auf dem Gebiet deS Acker- unb Pflanzenbaues. Obst- und Gemüsebaues und der Tierzucht hingewiesen werden- Die Leistungs- Prüfungen bei Kühen ergaben auch im abgelaufe­nen Jahr hohe Durchschnittsleistungen unserer Rindviehrassen. 2m gesamten Durchschnitt wur­den 3500 Kilogramm Milch erzielt, wobei Tiere mit 7728 Kilogramm Milchleistung fcftgcftcllt werden konnten. Ebenso liegen die Verhältnisse auf dem Gebiet der Ziegenzucht. Auch In der Schweinezucht machen die Leistungsprüfungen wesentliche Fortschritte, und andere Maßnahmen dienen dazu, die Schweinezucht und -Haltung den Bedürf nisssn des Rid^' anzup^ssen und wirtschaftlicher zu gestalten. Auf dem Gebiet der Geflügelzucht werden zur Hebung der Lei- stungsfähigkctt der bäuerlichen Geflügelwirtschaf­ten besondere Maßnahmen gefördert. Der Lei­stungszucht und ihrer praktischen Anwendung in der Hühnerhaltung wird in großem Umfange Eingang zu verschaffen gesucht. Ferner werden die Leistungsprüfungen ausgebaut, die Rassen beschränkt auf wenige leistungsfähige, die Herd­buchzucht gleichsalls ausgebaut. Der Rückgang und die Aeberalteruna des Pferdebestandes bietet den Landwirten durch die Pferdezucht vielleicht den einzigen jetzt lohnenden Zweig der Land­wirtschaft. Die Landwirte in dieser Beziehung anzuregen, die Aufzucht und Pflege zu ver­bessern, gutes Zuchtmaterial zu beschaffen, hat die Ländwirtschaftskarnmer gefördert.

wir gehen mit neuen Hoffnungen an unsere Weiterarbeit im kommenden Jahr, getragen von dem Gedanken, daß nunmehr die GinheitaHerDerufsständeunterber neuen Führung erreicht wird und auf der Landwirtschaft als der Grundlage des Staates der Wiederaufbau unserer Wirtschaft zum Wohle des Volke- und des Vaterlandes erfolgt.

Glückwünsche an dieneuenRegierungen

Präsident Hensel dankte anschließend dem Kammerdirektor unb allen Kammerbeamten für ihre aufopferungsvolle und segensreiche Arbeit für die hessische Landwirtschaft.

Kammermitglied Glaser gab seiner Freude über die Entwicklung der polltischen Lage Aus­druck und schlug die Absendung eines Glück­wunschtelegramms an die neue hessische Regierung vor. Die Versamm-

Oie Beschlüsse der Tagung.

Nach der einhelligen Billigung des aus der Ver­sammlung gemachten Vorschlages, alle Varia- genohneAussprachezu verabschieden, wurden Anträge und Entschließungen zur Sozial­versicherung, zur allgemeinen Loge der Landwirt­schaft, zu den Steuern und Abgaben, zur Frischmilch­versorgung der Städte des Rhein Main-Wirtschafts­gebietes, zur Vereinheitlichung der im Dienste der Landwirtschast arbeitenden Einrichtungen und Or­ganisationen in der gesetzlichen Berufsvertretung und zur Niederschlagung der Winzerkredite ohne Aus- spräche einstimmig gebilligt.

Ebenso wurden die Jahresrechnung 1931, die Rech­nung über die Landesausstellung 1927, die Berichte der Rechnungsprüfer, sowie der Haushaltsvoran­schlag der Landwirtschaftskammer 1933 einstimmig gebilligt. Der Kammeretat balanciert mit 2197294,26 Mark (im Vorjahr 2 031204,12 Mark) und sieht bei der Kammerumlage den gleichen Einnahmeansatz vor. Der Voranschlag der Landwirtschaftlichen Haus- Haltsschule in Michelstadt und der hessischen Land­wirtschaftlichen Zeitschrift wurden gebilligt.

Der Kammerpräsident dankte der Versammlung für die einmütige unb geschlossene Zusammenarbeit und schloß mit dem Wunsch nach einem nun endlich einsetzenden Aufblühen der hessischen und deutschen Landwirtschaft.

den Huntzevesitzer für den verursachten Schaden noch ersatzpflichtig machen.

In den benachbarten preußischen Gebieten kann jeder Hund, der sich nicht unter der unmittelbaren Einwirkung feine« Herren befindet unb ben öffent­lichen Weg verlassen hat, ohne weiteres erschossen werden (Ausnahme: Jagd-, Hirten-, Blinden- unb Polizeihunde).

Es läge doch wohl Im Interesse deiber Telle, ber Hunbebes.her unb bet Jäger, wenn durch richtige Deaufs.chtigung und Führung des Hun­des derartige Konflikte vermieden würden. Ga. mancher Hund verdankt sein Leben tatsächlich nur der Tierliebe des Jäger«, der selbst in dem Hund seinen besten Weidaesellen hat und dem der Schuh auf einen Hund oft nicht leicht fällt. Aber d.e Verhältnisse haben sich durch das Aeber- handnehmen jagelustiger Hunderassen so ent­wickelt, daß derartige Regungen Preisgabe des WildeS bedeuten würden.

Bezüglich der Katze als ber größten Feinbin bes IungwildeS unb ber Dogclwelt haben bi« Raturschutzgesehe klare Verhältnisse geschaffen. Jeder Jagdberechtigte ist zum Abschuß einet Katze berechtigt, wenn sie weiter wie 200 Meter vom nächsten bewohnten Hause entfernt ist (in Preußen 300 Meter). Das Feld- unb Jagd- schutzpetfonal ist ausdrücklich angewiesen, der­artige Katzen, die keine Hauskatzen im Sinne ihres Ramens mehr sind, abzuschiehen. Wer seine Katze richtig pflegt und füttert, wirb sie biefer Gefahr n.cht aus>etzen. Daß ber Gartenbesitzer sich bie Rcfträubcreienv frember Katzen nicht ge­fallen zu lassen braucht unb bie Räuber fangen bars, ist klar.

Drum achte jeder auf Hund unb Katze, wenn er sie lieb hatl

öfubienrof Or. Blank in das Kultus­ministerium berufen.

Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, ist Studienrat Dr. B l a n k (Gießen) von dem hessischen Kultusminister und Staatspräsidenten Professor Dr. W e r n e r als Referent in das Hessische Kultusmini­sterium berufen morbenÄStubienrat Dr. Blank hat seinen Dienst im Ministerium heute vormittag bereits angetreten.

** Eine Polizeiwache an ber Klär- a n 1 a g e. Vorn Polizeiamt Gießen wirb uns mit­geteilt: Seit gestern nachmittag ist für bas Stabt« gebiet an ber Kläranlage eine besondere Polizeiwache zum Schutze der dortigen Gegend durch das Polizei­amt eingerichtet worden. Die Wache, die sich auf dem Weimerschen Lagerplatz befindet, ist mit einem Po­lizeihauptwachtmeister als Führer und acht Hilfs­polizeibeamten zur Tag- unb Nachtzeit besetzt. Je vier Beamte versehen abwechselnd zweistündlich ben Dienst unb halten sich in dieser Zeit an den Wohn- barocken unb bei ben Benzintanks auf.

I n ben Ruhestanb verseht. Ober­baurat Otto Derth von bet staatlichen Hoch­bauverwaltung Gießen wurde auf fein Rach» suchen mit Wirkung vom 1. April ab in den Ruhestand verseht.

E i n Fünsundachtzigjähriger. Am morgigen Donnerstag kann Herr Kunz im Katholischen Schwesternhaus seinen 85. Geburts- tag feiern. Der Jubilar war 44 «Jahre lang im Bahndienst tätig. Seine Laufbahn begann cr in Bad Ems, nahezu ein Jahrzehnt war er Stationsvorsteher in Abendstem und im Bahn­hof Kinzenbach. Zuletzt war er bei der Stations­kasse des Bahnhofes Gießen bedienstet. Der Hoch- betagte Mann lebt seit seiner Versetzung in dem Ruhestand im hiesigen Katholischen Schwestern­haus.

Schwerer Unfall auf der Land­straße. In der Rähe des Dorfes Climbach ereignete sich gestern abend ein schwerer Anfall. Der 24zährige Emanuel Benner aus Elimbach fuhr gegen 21 Ahr mit seinem Fahrrad auf der Landstraße so heftig gegen ein unbeleuchtetes, mit Pferden bespanntes Fuhrwerk, daß ihm die Deichsel in den Leib drang unb ben unglücklichen jungen Mann schwer verletzte. Die Freiwillige SanitLtskolonne vom Roten Kreuz Gießen brachte ben Verunglückten, bem zuvor erste Hilfe burch Dr. Kunz von Allenborf zuteil würbe, nach ber Chirurgischen Klinik. Der bedauernswerte junge Mann wurde noch im Lause des Abends operiert. Dein Befinden ist sehr ernst.

Der Bund Hessischer ßeibgarbi- sten veranstaltet am kommenden Sonntag, 15 Ahr, im großen Saale des Cafe Leib einen Leib- aardistentag, zu dem bie Kameraben aus allen deutschen Gauen ihre Teilnahme zugesagt haben. Die musllalische Ausgestaltung der Feier ist bem Obermufifmeifter Krautze mit bem Musikkorps bes hiesigen Bataillons übertragen worden. Auherdem wird bie Veranstaltung Ge- sangsbarbietungen unb turnerische Aufführun­gen bringen, so bah bie Teilnehmer gut unter­halten werben bürsten Der Leibgarbistentag soll allen Kameraben, bie ben Waffenrock bes Hessischen Leibgarberegiments getragen haben, Gelegenheit zu einem kamerabschaftlichen Wieber-

Die Zeppelin-Serie von 264 gestochen scharfen Bromsilber-Fotos in Groß-Format enthält: Historische Aufnahmen der ersten Luftschiffe, nie veröffentlichte Kriegs-Bilder, Innen-Auf- nahmen und herrliche Bilder der weltumspannenden Fahrten des »LZ 127« gve ITD Deutschlands weitaus CLUJS beste 3/j Pfg-Ziga rette

Tauschzentrale: Bild erstelle Lohse, Dresden-A. 24, Nossener StraBe % 1666v