SJL-’fport
Handball der Sp.-Vg. 1900.
Tv. Kirchgöns I — 1900 I 3:6.
Die 1900er, Die nicht in stärkster Aufstellung gefahren waren, trafen auf einen recht achtbaren Gegner. Immerhin hatten die Spielvereinigungsleute jederzeit das Heft in der Hand und gewannen sicher. Die Flüssigkeit des Spieles wurde durch den stark aufgeweichten Boden etwas beeinträchtigt.
To. Kikchgöns II — 1900 II 2:5.
Sn der zweiten Mannschaft der 1900er klappte es diesmal besser als seither. Die neu eingestellten Leute liehen sich ebenso wie die in der ersten Mannschaft gut an. Beide Spiele nahmen einen harmonischen Verlauf.
Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.
1900 I — TTL. Frankfurt-West I 9:5.
Der in stärkster Ausstellung erschienene Tischtennis-Club Frankfurt-West muhte sich den 1900ern abermals beugen. Der Sieg wurde allerdings nicht leicht errungen. Ein groher Teil der Spiele konnte erst im fünften Sah mit gröhtem Energieaufwand entschieden werden. Das trug dazu bei, dah das Turnier auf hier in Giehen noch nicht gesehenem Niveau stand. Bei beiden Parteien war das Können der Leute sehr ausgeglichen. Die Frankfurter spielten zuweilen recht elegant, die Epielvereinigungsleute waren härter und erfolgreicher. — Als Rahmenkonkurrenzen fanden Damen-Einzel- und gemischte Doppelspiele statt. Da sich die 1900er Damen in bestem Lichte zeigten, blieben die Gäste zumeist im Hintertreffen. Nachstehend die Ergebnisse (Frankfurt jeweils zuerst genannt):
Einzel: Schäfer—Dietrich 18:21, 21:3, 21:18, 21:10; Kleiner-Jung 16:21, 21:12, 21:18, 21:14; Cndner-Beil 17:21, 14:21, 16:21; Raith—Geb- Hardt 18:21, 21:13, 18:21, 12:21; Sung—Berger 19:21, 21:19, 21:14, 18:21, 21:19; Kapphahn— Petsch 20:22, 22:20, 21:11, 15:21, 20:22; Wiedmann—Neichel 13:21, 3:21, 21:14, 21:12, 15:21; Kurz—Arzbächer 19:21, 14:21, 21:15, 12:21; Schott —Gros 6:21, 22:24, 21:23; Wetzel-Frau Hauser 10:21, 21:17, 12:21, 12:21.
Doppel: Naith-Kapphahn — Reichel-Beil 15:21, 15:21, 15:21; Endner-Iung — Iung-Geb- Hardt 21:10, 14:21, 19:21, 25:23, 21:18; Schäfer- Wetzel-Petsch-Gros 23:21, 17:21, 21:19, 17:21, 18:21; Schott-Kurz — Frau Hauser-Arzbächer 21:19, 23:21, 12:21, 19:21, 21:16.
Damen-Einzel (auher Wertung): Frl. Specht-Frau Hauser 7:21, 12:21, 5:21; Frl. Bleuel—Frl. Loichinger 5:21, 9:21, 9:21; Frl. Vornwald—Frl. T. Geilfus 17:21, 21:17, 21:18, 21:15.
GemischteDoppel "(außer Wertung): Frl. Specht-Schäfer—Frau Hauser-Beil 16:21, 9:21, 13:21; Frl. Bleuel-Kapphahn—Frl. Laichinger- Dietrich 9:21, 11:21, 14:21; Frl. Vormwald-Kurz —Frl. Geilsus-Reichel 21:11, 13:21, 19:21, 17:21.
Tischtennis auf dem Lande.
Grohen-Vuseck — Grohen-Linden 7:5.
Der Tischtennisclub Grohen-Buseck war am Sonntag vom TTC. Grohen-Linden zu dem fälligen Rückspiel noch Grohen-Linden verpflichtet worden. Obwohl der Gastgeber sich in seiner stärksten Aufstellung zeigte, konnten die Gäste trotz verschiedener harter Kämpfe und nach sehr schönem Spiel als Sieger hervorgehen.
Sportverein Grüningen.
Am Sonntag hatte der Neuling Grüningen eine kombinierte Mannschaft des Fuhballsportvereins Steinbach zu Gast. Der Platz war in schlechter Verfassung. Trotzdem lieferten sich die Gegner ein flottes Spiel. Viele Zuschauer folgten dem Kampf. Die Gastgeber ließen zunächst zwei Torchancen aus und gingen aber bald darauf durch einen Elfmeterball in Führung. Steinbach glich wenig später aus. Kurz darauf ging wiederum Grüningen durch den Mittelstürmer in Führung und erzielte sogar ein drittes Tor. Die Gäste bemühten sich zunächst vergeblich um den Ausgleich, sie verkürzten erst wenige Minuten vor Halbzeit auf 3:2. Zwanzig Minuten nach der Pause fiel der Ausgleich für Steinbach. Durch ein Selbsttor der Grüninger ging dann Steinbach in Führung und erst im Endspurt fiel das verdiente Tor zum Unentschieden. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Naunheim I — Dihenbach I 2:3.
Zuyr entscheidenden Spiele um die Kreismeister- schaft standen sich Raunheim I und Dihenbach I in Naunheim gegenüber. Wohl an die tausend Zuschauer hatten sich eingesunden. Die gehegten Erwartungen gingen jedoch nicht in Erfüllung. Naun
heim muhte mit Ersah antreten. Zu allem Tleber- sluh befand sich das Spielfeld in einer Verfassung, die technisches Spiel nicht auskommen lieh. Naunheim konnte sich diesmal gar nicht den Platz- Verhältnissen anpassen, während Dihenbach diese Schwäche schnell erkannt hatte und mit raumgreifenden Vorlagen seinen Sturm bediente. Der Spielbeginn sah wohl Naunheim im Angriff, doch lieh die zahlreiche Abwehr keine Erfolge zu. Erst nach einer Viertelstunde konnte der Halblinke der Gastgeber zum Führungstor einsendcn. Kurz daraus kam aber Dihenbach zum Ausgleich. Bei diesem Stande wurden die Seiten gewechselt.
Nach dem Wechsel lag Naunheim im Angriff, doch errang Dihenbach durch einen überraschenden Durchbruch das Führungstor. Naunheim drückte nun. stark, fast alle Spieler hielten sich im Strafraum der Gäste auf. Dabei konnte Naunheim durch Handelfmeter den Ausgleich herstellen. Schon neigte sich das Spiel dem Ende zu. Naunheim lieh nun den Endspurt vermissen, indes Dihenbach durch einen schönen Flankenlauf seines Linksauhen zum dritten und entscheidenden Tore kam und damit Kreismeister des 9. Kreises wurde.
Bockenheim I — Bornheim I 4:0.
Verlegung der Ski-Meisterschasten wahrscheinlich.
Wie man auf Anfrage bei der Kurverwaltung in Freudenstadt erfahren kann, ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dah die für das Wochenende dort angesehten Deutschen Ski- Meisterschaften um eine Woche verlegt werden. Zur Zeit ist in Freudenstadt nur wenig Schnee. Aus den Strahen liegt Schnee überhaupt nicht, im Gelände nur wenig. Es hat zwar den Anschein, als würde noch Schneefall eintreten, ob die Menge jedoch genügt, um die Meisterschaften durchführen zu können, ist noch zweifelhaft.
Or. pelher in Kiel geschlagen.
Beim Hallensportfest des Kieler Turnvereins muhte Dr. Pelher im 1000-Meter-Laufen eine überraschende Niederlage einstecken. Der Kieler Schnack ließ sich durch Peltzers gefürchteten Endspurt nicht beeinflussen und siegte in 2:51,2 sehr sicher. Siever t-Hamburg gewann einen aus Hochsprung, Kugelstoßen und 50-Meter-Lauf bestehenden Dreikampf mit 2769,9 Punkten. 3m Kugelstoßen erreichte er 15,29 Meter und sprang 1,75 Meter hoch.
Oie Ungarn wieder in Frankfurt?
Der Llngarische Fußball-Derband trägt am 5. März in Amsterdam ein Länderspiel gegen Holland aus. Die Ungarn, die kürzlich im Frankfurter Stadion eine sogenannte süddeutsche Mannschaft vernichtend (12:1) schlugen, sind nun bereit, auf der Rückreise am 8. März (Mittwoch) im Frankfurter Stadion Halt zu machen, um hier gegen eine Frankfurter Stadtmannschaft zu spielen. Das Anerbieten der Ungarn hat in Frankfurt bereits eine freundliche Aufnahme gefunden. Man ist der Ansicht daß eine kombinierte Mannschaft aus den beiden Vereinen Eintracht und Fuhballsportverein für die Ungarn einen Gegner abgcben würde, der dazu in der Lage wäre, sich die sehr erwünschte Revanche für die schwere Schlappe der süddeutschen Elf zu holen.
Kurze Sportnotizen.
G e ft o r b e n ist der amerikanische Schwergewichtler Ernie Schaaf, der im Kampf gegen den Italiener Carnera k. o. geschlagen wurde und dabei so unglücklich auf die Bretter fiel, daß er einen Bluterguß im Gehirn davontrug. Schaaf hat das Bewußtsein nicht mehr erlangt.
*
„Gemischte" Turniere zwischen Tennis- Prosis und 'Amateuren, eine bisher überall verbotene Einrichtung, sollen von jetzt ab in Amerika eingeführt werden.
*
Geschlagen wurde Cilly Außem beim internationalen Tennisturnier in Cannes. Die Kölnerin wurde im Finale von der Engländerin Hewitt 6:2, 6:8, 6:4 besiegt. Auch das Schlußspiel der Herren brachte eine Ueberraschung, da Aeschlimann den Franzosen Brugnon 7:5, 6:2, 6:4 schlug.
*
Zwei große Mannschaftsrennen gehen am Wochenende vor sich. Der Berliner Sportpalast veranstaltet ein Rennen „Die Nacht", während in Breslau die „1000 Runden" ausgefahren werden.
*
Die internationale B o d w o ch e in Schreiberhau, die am Samstag beginnen soll, ist durch die inzwischen im Riesengebirge eingetretenen
besseren Schneeverhältnisse und den Frost als gesichert anzusehen.
Bei den ?I8 - Rennen wurde jetzt noch ein Sieger in der „Dreier-Kombination" (Sprung-, Lang- und Abfahrtslauf) ermittelt und zwar in dem Schweizer Läufer Ernst F e u z.
Oberbeffen.
Sängertag d. Lumdatal-Sängerbundes
J N o r d e ck, 14. Febr. Der Lumdatal-Sängerbund hielt hier in der Gastwirtschaft „Zur Burg Nordeck" seinen ©ängertag ab, an dem zahlreiche Vertreter aller Bundesvereine teil- nahmen. Der Vorsitzende des Gaues „Gießen- Stadt und Land" des Hessischen Sängerbundes, Emil Koch (Giehen), war auf besondere Einladung zu der Tagung erschienen, um insbesondere die Wünsche und Ansichten der Bundesmitglieder inbezug auf die Einteilung des Gaues kennen zu lernen und Bericht über die Entwicklung und den Stand dieser Angelegenheit zu erstatten. Der erste Vorsitzende des Bundes, Berufsschullehrer Eberle (Lollar), berichtete, nachdem die Tagung mit dem Deutschen Sängergruh und einem Chor des hiesigen Gesangvereins „Teutonia" unter Leitung seines Vorsitzenden Grebe eingeleitet worden war, über die Sitzungen des Gauvorstandes in Giehen und die hierbei gefaßten Beschlüsse. Er machte Mitteilung von dem Vorschlag des Gauvorstandes über die Gaueinteilung, der nach reger Aussprache, und nachdem Herr Koch ihn nochmals eingehend begründet hatte, die Billigung des Sängertagcs fand. Sodann wurde beschlossen, daß sich der Bund an dem Wertungssingen des Gaues Gießen-Stadt und Land am 11. 3uni versuchsweise beteiligt. Eine Zusammenkunft der Bundesvereine soll am 7. Mai auf der Burg Staufenberg stattfinden, wobei die vom Hessischen Sängerbund gelieferten Chöre „Maienschein" und „Sonnenaufgang" als Massenchöre gelungen werden sollen. 3m übrigen soll die Zusammenkunft den Charakter eines Konzerts mit nachfolgendem gemütlichen Beisammensein tragen und der Pflege des Bundesgeöcuckens dienen. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt; O. Vorsitzender ist Eberle (Lollar), 2. Vorsitzender L u f t (Geilshausen), Rechner Latsch (Daub- ringen), 1. Schriftführer Hofmann (Geilshausen), 2. Schriftführer Dietz (Staufenberg); Bei- fiher die jeweiligen Vorsitzenden der Bundesvereine. Nach Beratung einiger Dundesangelegen- heiten schloß der Vorsitzende die Tagung.
Landkreis Gictzen.
g. Klein-Linden, 14. Febr. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. D er Vorsitzende des Aufsichtsrats, Hermann 3 u n g , begrüßte die Teilnehmer. Direktor Wilhelm Feh gab sodann einen eingehenden Bericht über die
Entwicklung der Kasse seit ihrem Bestehen und erwähnte hierbei, daß das 3nstitut in diesem 3ahre 10 3ahre bestehe. Gegründet wurde die Kasse am 5. Mai 1923 mit 26 Mitgliedern, der heutige Mitgliederbestand beträgt 163. Der Rechner der Kasse 3ulius 3 u n g verlas die Sahres- rechnung und Bilanz, die in Aktiva und Passiva mit 215 742,91 Mk. abschließt. Der Reingewinn betrug im verflossenen 3ahre 1764,05 Mk. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Aus dem Reingewinn sollen der Kleinkinderschule 30 Mk. und der Volksbücherei Klein- Linden 10 Mk. zugewiesen werden. Außerdem wurde noch beschlossen, den Hinterbliebenen der Opfer bei dem Explosionsunglück in Neunkirchen eine Spende zu überweisen. An Dividenden werden 6 Prozent für das vergangene 3ahr vergütet. Statutengemäß schied das Mitglied August Langsdorf aus dem Vorstand aus. An dessen Stelle wurde das Mitglied Friedrich 3 u n g 1V, neu in den Vorstand gewählt. Die beiden Auf- sichtsratsmitglieder Ludwig V i e h m a n n und Heinrich Weigel wurden einstimmig wiedergewählt. Zum Schluß referierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Hermann 3 u n g über das Steuergutscheinverfahren.
00 Klein-Linden, 11. Febr. Der kirchlichen Statistik unserer evangelischen Kirchengemeinde für 1932 ist zu entnehmen: Die Zahl der Angehörigen beträgt 1905, Kirchenaustritte erfolgten vier. Es wurden 61 Hauptgottesdienste, 9 Nebengottesdienste und 46 Kindergottesdienste abgehalten. Die Durchschnittszahlen der Besucher der Hauptgottesdienste beliefen sich pro Woche auf 131 Männer, 159 Frauen und 32 Kinder, die der Nebengottesdienste auf 7 Männer, 20 Frauen und vier Kinder; die Gesamtdurchichnittszahl aller Gottesdienstbesucher der Gemeinde in einer Woche betrug 146 Männer, 184 Frauen und 130 Kinder. Am heiligen Abendmahl beteiligten sich 895 Männer und 1049 Frauen. Es wurde 14 Ehepaare getraut, 12 Kinder getauft, 23 konfirmiert und 12 Gemeindemitglieder beerdigt. Für Krankenpflege wurden 1390 Mark und für die Kinderschule 1505 Mark auf» gebracht. An Kirchenkollekten gingen 252 Mark und am Gaben für die Ortsarmen 60 Mark ein. Die Gesamtsumme aller Liebesgaben betrug 5419 Mark, ober rund 2,80 Mark auf den Kops der evangelischen Bevölkerung.
Kühe durch elektrischen Strom getötet.
WSN. Erlenbach, (Odenwald), 14. Febr. Der Landwirt Ludwig.L ö w von hier schaltete am Sams- taoabenb beim Betreten seines Viehstalles das elektrische Licht ein, wobei plötzlich feine zehn Kühe um- fielen. Es war zweifellos ein Kurzschluß in der Lichtleitung vorhanden; dadurch bestand ein Kontakt der ßeituiTg mit der eisernen Krippe und den daran befindlichen Ketten der Kühe. Zwei Kühe blieben tot liegen.
Wirtschaft.
ließen Zusammenhänge gelten. Eine wirkliche Hilfe für die landwirtschaftliche Deredelungswirt? haft hänge unlösbar mit einer Steigerung der Kaufkraft der Bevölkerung durch Besserung der Arbeitslage zusammen, deren Förderung die Regierung in erster Linie alle Sorge zuwenden sollte.
* Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat 3anuar folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert: 79 350 Tonnen, davon wurden 72 615 Tonnen zu Schwelereiprodukten weiter verarbeitet. Aus den verschwelten Kohlen wurden gewonnen: 4556,350 Tonnen Rohteer, 577,260 Tonnen Leichtöl aus Schwelgasen, 11 889 Tonnen Koks, ohne die Schwelrückstände des Messeler Kohlenschiefers.
* Der Einzelhandel gegen Fleisch- und Schmalz-Zollerhöhung. Die Haupt- gemeinschast des deutschen Einzelhandels e. V., Berlin, hat in einem Schreiben an den Reichs- emährungsminister darauf hingewiesen, dah der Einzelhandel die .erneuten Zollerhöhungen, insbesondere die Heraufsetzung des Schmalzzolles, als eine neue schwere Belastung ansehen müsse, die nicht zu einer Abnahme von Fett zu erhöhtem Preise führen dürfte, sondern zur Abwanderung der Verbrauchernachfrage zu noch billigeren z. B. künstlichen Fettsorten (Margarine). Die Landwirtschaft werde sich also kaum einer erhöhten Nachfrage nach inländischen Erzeugnissen gegenübersehen. Darüber hinaus könne die Zollmaßnahme indirekt zu einer höchst unerwünschten Erweiterung der Schweinezucht führen. Da aber zur Zeit die deutsche Produktion' an Schweinefleisch völlig für die 3nlandversorgung ausreiche, so könnte der dadurch sinkende Schweinepreis mit irgendwelchen anderen Zollmaßnahmen gar nicht mehr gestützt werden. Schließlich wird darauf hingewiesen, daß der Leidtragende bei inländischen Preissteigerungen immer der Lebensmittelhändler sei, dem die Vorwürfe der Bevölkerung in Verkennung der Wirtschaft
Frankfurter Abendbörse sehr still.
Frankfurt a. M.» 14. Febr. An der Abend- börse herrschte weitgehendste Geschäftsstille. Unter dem Eindruck schwächerer Eröffnungskurse aus Neuhork und auf angebliche Schwierigkeiten einer amerikanischen Großbank neigte die Tendenz zur Schwäche, nachdem bereits an der Berliner Nachbörse wieder eine Abschwächung Platz gegriffen hatte. Die wenigen Umsätze, die getätigt wurden, wickelten sich nur innerhalb der Kulisse ab, da das Publikum nach wie vor fehlte. SG.-Farben eröffneten 0,91 Prozent niedriger, und auch auf den übrigen Marktgebieten gaben die Kurse von 0,25 bis 0,75 Prozent unter Öen Berliner Schluß nach.
Am Renten markt stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Auch hier neigten die Kurse zur Schwäche. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Altbesih verloren bis zu 0,65 Prozent.
3m Verlause bröckelten die Kurse bei anhaltender Geschäftslosigkeit erneut bis zu 0,5 Prozent ab. — Neubesihanleihe 9,13, Altbesitzanleihe 66,91, Schutzgebiete 6,40, Reichsbank 148, Gelsenkirchen 58,25, Harpener 89, Stahlverein 35,25, AEG. 26,50, Dekula 119,65, Scheideanstalt 155, Licht & Kraft 92,50, 3G.°Farben 107,25 bis 106,91, Gesfürel 79, Holzmann 48, Lahmeher 118, Siemens 132, Hapag 17,25.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren Angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. JJl.
25enm
Schlußkurs
Schluß!. Abend, börf.?
Schluß« lurs
Schluß!. Mittag« börse
Saturn
13.2. 1
14-2-
13.2. 14.2.
6% Deursche Reichsanleihe v. 1921
78,75
79
79,13
79.25
6% c6em.7% Tt. Reichsanl. v. 1929
93.75
94
93,9
94
Boung-Anleihe von 1930 ..
81
80,5
81
81
Deutsche Anl.-Ablöj.-Schuld mH
Ausios.-Rechten ............
67,13
67
66,8
67,9
Desgl. ohne Anslos.-Rechte......
9,55
9,13
9,65
9,2
6% ebcm.8% Hess. Vollsstaa» 1922
irückzehlb. 102%) ...........
Oberhcssen Provinz-Anleihe mit
76
76,25
75,5
77
Auslof.-Rechten ............
Deutsche Komm. Cammelab l.An
—
—
—
—
leihe Seriel mir Auslos.-Rechten
61,3
61,75
61
61,75
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl
Goldvse. 15 unkündbar bis 1935
84,65
84,25
_
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban!
Goldvse. 16 unkündbar bis 1936
——
84
_
6'/2% ehem. 4%% Franks. Hup.
Bank-Liqu.-Pfandbriese ..
86,4
85,75
v'/r% ehem. 4>/r% Rheinische Hhp.-Bank°Ltqu..Goldpfe. ....
86
86
6% ehem. 8% Pr. Landespfand
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
83,5
_
83,5
84,9
6% ehem. 7% Pr. Landespsand
brtefanstali, PsandlKiese R. in
83,5
84
—
—
4% Oesterreichische (Bolbrente...
—.
__
_
4,20% Oesterreichische Eilberrente
—
_
—
1,3
4% Ungarische Goldrenke.......
—
_
_
4% Ungarische Siaatsrente v. 1910
—
—
__
_
4yt% deSgl. von 1913 . w.....
5% abgesl. Goldmexikaner'von 99
6,5
6,4
6,7
6,5
4% Türkische Zollanleihe von 1911
5,5
5,45
5,4
5,4
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1 ....................
—
—
5,7
5.95
4% vesgl. Serie II .............
—
5,9
5,9
5,95
6% Suman, vereinh. Rente v. 1903
6,9
6,9
6,8
4'/,%Rumän.vereinh.Nenkev.l913
10.9
10.9
10,9
10,9
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,75
5.75
5,75
5,75
8%% Anatolier ...............
24,75
25,25
25.25
25.6
.rraniiun a. jji.
Berlin
Schluß» kurs
Schluß!. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag» börse
Datum
13-2.
14.2.
13.2-
14-2-
Hamdurg-Amerika-Pakei .....
i
17.5
17,25
17,5
17,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
39
37
Hansa Tampfschifs...........
0
—
—
32
32
Norddeutscher Llovd .........
0
17.9
17,65
17,65
17,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
42
41
41,9
40,5
Berliner Handelsgesellschaft....
4
97
97
97,5
97,75
Commerz- und Prioal-Bank ...
O
53
53
53,5
53,5
Deutsche Bank und Dtsronto-
Gesellschaft................
0
79 95
79 5
79 95
79 95
t, Dresdner Bank..............
0
61,5
61,5
61,5
61,5
Reichsbank .................
1
151
148
150,9
148,65
A.E.G......................
0
27,4
26,5
27,75
26,65
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
6
81,5
80
81,75
81,75
Licht und Kraft .............
6
93
92,5
93
92,5
Felten & Guilleaume ........
0
53
52
53,13
52,25
Gesellschaft für Elektrische Unter-
nehmungen...............
4
79,4
79
79,65
80
Rheinische Elektrizität ........
6
99,75
99
——
99
Schuckeri & Co..............
0
83
87,5
88,5
87,4
Siemens & Halste...........
9
134
132
134,25
132,75
Lahmeher L Co..............
10
117,5
118
117,5
118
Buderus ...................
48,5
47,5
48.75
48
Deutsche Erdöl .............
4
91,5
91,25
91*75
91
Gelsenkirchener..............
O
60
58,25
59,65
59. B
Harpener...................
O
89
88.9
88 5
Hoelch Eisen—Köln-Neuessen..
0
—
54,4
53^9
Ilse Bergbau ............
7
152
151,5
159
Ilse Bergbau Genüsse........
Klöcknerwerke ...............
7 O
106
46,5
106,25
46
105
46,5
106,5
46,13
Mannesmann-Röhren........
O
62
60,4
62
60^25
Mansselber Bergbau.........
O
26
23,5
25,75
24
Obcrschlej. Kokswerke.........
0
70,5
70
Phönir Bergbau......
0
36,5
_
36,5
35,65
Rheinische Braunkohlen ......10
194,75
194,5
196
195
Rvemnahi ..................
0
75,75
74,65
76
74,25
Frankfurt a.M.
Berlin *
Schluß» kurs
Schluß!. Abend- börs-
Schluß» kurs
Schlußk. Mi-Iag- bdfic
Datum
13-2.
14.2.
13.2.
14-2.
Beretnigie Stahlwerke........o
36,75
35,25
36.75
35.9
Otaot Minen ...............0
16
15,75
15,9
15,75
Kaliwerke Aschersleben........6
115,5
114,5
115,5
115
Kaliwerke Westeregeln........ 6
117
117,5
118
117
Kaliwerke Salzdetfurth.......9
171
171
171,5
171,5
5 G. Farben.Jndustrie.......7
Scheideanstalt...............10
Goldschmidt ................0
RütgerSrverke...............0
Metallgesellschast............. o
109,25
157
106,9
155
110
108,13
38,75
38
38,5
38
44.13
43,25
44,25
43,75
36
35,25
35,13
35,13
Philipp Holz in arm...........0
Zementmerl Heidelberg ......4
Lementwerl Karlstadt.........0
Wayß & Freytag............0
Schultheis Patzenhofer........0
Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0
Bemberg...................o
Zellstoff Waldhos ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......o
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............o
Deutsche Linoleum ..........o
Orensteln & Koppel ..........o
Leonhard Tietz..............6
Lhade......................12
Gritzner....................o|
MainkraftwerleHöchsta.«. ... 4
Süddeutscher Zucker ......... 8|
48,75 1
48 1
48,9
48,25
50
50
—
—— 1
—
4,65 \
4,65 1
4,5
4,9
—
—
103
101,75
39,5
38,25
39,25
38,5
47,5
47
46,65
46,13
51
50,5
51
50,5
—
27
26,25
—
—-
——
114,5
114
24
23
24
23
—
37
37.75
38
——
—
42
41,5
38,5
37
38,25
37
140
—
140
141
-I
28,75 1
28
—
70 1
I
■ - .
— |
142 1
142,5
142,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a
13- Februar
14.Februar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
I »rie
Geld
<8rlc
Helstngfors..
6,384
6,396
6,394
6,406
Wien.......
48,45
48,55
48,45
48,55
Prag.......
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest ...
Sofia.....
3,057
3.063
3,057
3,063
Holland ....
169,03
169,37
168,93
169,27
Oslo.......
73,88
74,02
73,93
74 ny
Kopenhagen.
64,29
64,41
64,34
64*4»
Stockholm...
76,97
77,13
76,87
77,03
London .....
14,45
14,49
14,46
14,50
Buenos Aires
0,833
0,837
0,833
0,837
Neunork....
4,209
4,217
4,209
4,217
Brüssel-----
58,55
58,67
58,56
58,68
Italien.....
21,51
21,55
21,505
21,545
Poris.....
16,43
16,47
16,43
16,47
Schweiz...
81,19
81,35
81,14
81,30
Spanten....
34,52
34 58
34,52
34,58
Danzig....
81,72
81,88
81,67
81,83
Japan.....
0,889
0,891
0,879
0,881
Rio de Jan.
0,239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien
5,554
5,566
5,554
5,566
Lissabon...
13,13
13,15
13,15
13,17
Banknoten.
Serlin, J4.$ebruar
Geld
»rief
Amerikanische Noten..............
4,20
4,22
Belgische Noten..................
58,40
Dänische Noten ..............___
83.97
Englische Noten .................
14,42
14.48
Frantösische Noten ...............
16,39
16,45
Holländische Noten...............
168,56
1A9 94
Italienische Noten................
21.465
21.545
Norwegische Noten ..............
73,75
74,05
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
2.48
schwedische Noten...............
76,70
77,00
Schweizer Noten.................
80.96
81.28
Spanische Noten.................
34,38
34,52
Ungarische Noten................


