Ausgabe 
15.2.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

SJL-fport

Handball der Sp.-Vg. 1900.

Tv. Kirchgöns I 1900 I 3:6.

Die 1900er, Die nicht in stärkster Aufstellung gefahren waren, trafen auf einen recht achtbaren Gegner. Immerhin hatten die Spielvereinigungs­leute jederzeit das Heft in der Hand und ge­wannen sicher. Die Flüssigkeit des Spieles wurde durch den stark aufgeweichten Boden etwas be­einträchtigt.

To. Kikchgöns II 1900 II 2:5.

Sn der zweiten Mannschaft der 1900er klappte es diesmal besser als seither. Die neu einge­stellten Leute liehen sich ebenso wie die in der ersten Mannschaft gut an. Beide Spiele nahmen einen harmonischen Verlauf.

Tisch-Tennis der Sp.-Vg. 1900.

1900 I TTL. Frankfurt-West I 9:5.

Der in stärkster Ausstellung erschienene Tisch­tennis-Club Frankfurt-West muhte sich den 1900ern abermals beugen. Der Sieg wurde aller­dings nicht leicht errungen. Ein groher Teil der Spiele konnte erst im fünften Sah mit gröhtem Energieaufwand entschieden werden. Das trug dazu bei, dah das Turnier auf hier in Giehen noch nicht gesehenem Niveau stand. Bei beiden Parteien war das Können der Leute sehr aus­geglichen. Die Frankfurter spielten zuweilen recht elegant, die Epielvereinigungsleute waren härter und erfolgreicher. Als Rahmenkonkurrenzen fanden Damen-Einzel- und gemischte Doppelspiele statt. Da sich die 1900er Damen in bestem Lichte zeigten, blieben die Gäste zumeist im Hinter­treffen. Nachstehend die Ergebnisse (Frank­furt jeweils zuerst genannt):

Einzel: SchäferDietrich 18:21, 21:3, 21:18, 21:10; Kleiner-Jung 16:21, 21:12, 21:18, 21:14; Cndner-Beil 17:21, 14:21, 16:21; RaithGeb- Hardt 18:21, 21:13, 18:21, 12:21; SungBerger 19:21, 21:19, 21:14, 18:21, 21:19; Kapphahn Petsch 20:22, 22:20, 21:11, 15:21, 20:22; Wied­mannNeichel 13:21, 3:21, 21:14, 21:12, 15:21; KurzArzbächer 19:21, 14:21, 21:15, 12:21; Schott Gros 6:21, 22:24, 21:23; Wetzel-Frau Hauser 10:21, 21:17, 12:21, 12:21.

Doppel: Naith-Kapphahn Reichel-Beil 15:21, 15:21, 15:21; Endner-Iung Iung-Geb- Hardt 21:10, 14:21, 19:21, 25:23, 21:18; Schäfer- Wetzel-Petsch-Gros 23:21, 17:21, 21:19, 17:21, 18:21; Schott-Kurz Frau Hauser-Arzbächer 21:19, 23:21, 12:21, 19:21, 21:16.

Damen-Einzel (auher Wertung): Frl. Specht-Frau Hauser 7:21, 12:21, 5:21; Frl. BleuelFrl. Loichinger 5:21, 9:21, 9:21; Frl. VornwaldFrl. T. Geilfus 17:21, 21:17, 21:18, 21:15.

GemischteDoppel "(außer Wertung): Frl. Specht-SchäferFrau Hauser-Beil 16:21, 9:21, 13:21; Frl. Bleuel-KapphahnFrl. Laichinger- Dietrich 9:21, 11:21, 14:21; Frl. Vormwald-Kurz Frl. Geilsus-Reichel 21:11, 13:21, 19:21, 17:21.

Tischtennis auf dem Lande.

Grohen-Vuseck Grohen-Linden 7:5.

Der Tischtennisclub Grohen-Buseck war am Sonntag vom TTC. Grohen-Linden zu dem fäl­ligen Rückspiel noch Grohen-Linden verpflichtet worden. Obwohl der Gastgeber sich in seiner stärksten Aufstellung zeigte, konnten die Gäste trotz verschiedener harter Kämpfe und nach sehr schö­nem Spiel als Sieger hervorgehen.

Sportverein Grüningen.

Am Sonntag hatte der Neuling Grüningen eine kombinierte Mannschaft des Fuhballsportvereins Steinbach zu Gast. Der Platz war in schlechter Ver­fassung. Trotzdem lieferten sich die Gegner ein flot­tes Spiel. Viele Zuschauer folgten dem Kampf. Die Gastgeber ließen zunächst zwei Torchancen aus und gingen aber bald darauf durch einen Elfmeterball in Führung. Steinbach glich wenig später aus. Kurz darauf ging wiederum Grüningen durch den Mittelstürmer in Führung und erzielte sogar ein drittes Tor. Die Gäste bemühten sich zunächst ver­geblich um den Ausgleich, sie verkürzten erst wenige Minuten vor Halbzeit auf 3:2. Zwanzig Minuten nach der Pause fiel der Ausgleich für Steinbach. Durch ein Selbsttor der Grüninger ging dann Steinbach in Führung und erst im Endspurt fiel das verdiente Tor zum Unentschieden. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Naunheim I Dihenbach I 2:3.

Zuyr entscheidenden Spiele um die Kreismeister- schaft standen sich Raunheim I und Dihenbach I in Naunheim gegenüber. Wohl an die tausend Zu­schauer hatten sich eingesunden. Die gehegten Er­wartungen gingen jedoch nicht in Erfüllung. Naun­

heim muhte mit Ersah antreten. Zu allem Tleber- sluh befand sich das Spielfeld in einer Verfas­sung, die technisches Spiel nicht auskommen lieh. Naunheim konnte sich diesmal gar nicht den Platz- Verhältnissen anpassen, während Dihenbach diese Schwäche schnell erkannt hatte und mit raumgrei­fenden Vorlagen seinen Sturm bediente. Der Spielbeginn sah wohl Naunheim im Angriff, doch lieh die zahlreiche Abwehr keine Erfolge zu. Erst nach einer Viertelstunde konnte der Halblinke der Gastgeber zum Führungstor einsendcn. Kurz dar­aus kam aber Dihenbach zum Ausgleich. Bei die­sem Stande wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel lag Naunheim im Angriff, doch errang Dihenbach durch einen überraschenden Durchbruch das Führungstor. Naunheim drückte nun. stark, fast alle Spieler hielten sich im Straf­raum der Gäste auf. Dabei konnte Naunheim durch Handelfmeter den Ausgleich herstellen. Schon neigte sich das Spiel dem Ende zu. Naunheim lieh nun den Endspurt vermissen, indes Dihenbach durch einen schönen Flankenlauf seines Linksauhen zum dritten und entscheidenden Tore kam und da­mit Kreismeister des 9. Kreises wurde.

Bockenheim I Bornheim I 4:0.

Verlegung der Ski-Meisterschasten wahrscheinlich.

Wie man auf Anfrage bei der Kurverwaltung in Freudenstadt erfahren kann, ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dah die für das Wochenende dort angesehten Deutschen Ski- Meisterschaften um eine Woche verlegt werden. Zur Zeit ist in Freudenstadt nur wenig Schnee. Aus den Strahen liegt Schnee überhaupt nicht, im Gelände nur wenig. Es hat zwar den An­schein, als würde noch Schneefall eintreten, ob die Menge jedoch genügt, um die Meisterschaften durchführen zu können, ist noch zweifelhaft.

Or. pelher in Kiel geschlagen.

Beim Hallensportfest des Kieler Turnvereins muhte Dr. Pelher im 1000-Meter-Laufen eine überraschende Niederlage einstecken. Der Kieler Schnack ließ sich durch Peltzers gefürchteten Endspurt nicht beeinflussen und siegte in 2:51,2 sehr sicher. Siever t-Hamburg gewann einen aus Hochsprung, Kugelstoßen und 50-Meter-Lauf be­stehenden Dreikampf mit 2769,9 Punkten. 3m Kugelstoßen erreichte er 15,29 Meter und sprang 1,75 Meter hoch.

Oie Ungarn wieder in Frankfurt?

Der Llngarische Fußball-Derband trägt am 5. März in Amsterdam ein Länderspiel gegen Holland aus. Die Ungarn, die kürzlich im Frank­furter Stadion eine sogenannte süddeutsche Mann­schaft vernichtend (12:1) schlugen, sind nun bereit, auf der Rückreise am 8. März (Mittwoch) im Frankfurter Stadion Halt zu machen, um hier gegen eine Frankfurter Stadtmannschaft zu spie­len. Das Anerbieten der Ungarn hat in Frank­furt bereits eine freundliche Aufnahme gefunden. Man ist der Ansicht daß eine kombinierte Mann­schaft aus den beiden Vereinen Eintracht und Fuhballsportverein für die Ungarn einen Gegner abgcben würde, der dazu in der Lage wäre, sich die sehr erwünschte Revanche für die schwere Schlappe der süddeutschen Elf zu holen.

Kurze Sportnotizen.

G e ft o r b e n ist der amerikanische Schwer­gewichtler Ernie Schaaf, der im Kampf gegen den Italiener Carnera k. o. geschlagen wurde und dabei so unglücklich auf die Bretter fiel, daß er einen Bluterguß im Gehirn davontrug. Schaaf hat das Bewußtsein nicht mehr erlangt.

*

Gemischte" Turniere zwischen Tennis- Prosis und 'Amateuren, eine bisher überall ver­botene Einrichtung, sollen von jetzt ab in Amerika eingeführt werden.

*

Geschlagen wurde Cilly Außem beim inter­nationalen Tennisturnier in Cannes. Die Kölnerin wurde im Finale von der Engländerin Hewitt 6:2, 6:8, 6:4 besiegt. Auch das Schlußspiel der Herren brachte eine Ueberraschung, da Aeschlimann den Franzosen Brugnon 7:5, 6:2, 6:4 schlug.

*

Zwei große Mannschaftsrennen gehen am Wochenende vor sich. Der Berliner Sport­palast veranstaltet ein RennenDie Nacht", wäh­rend in Breslau die1000 Runden" ausgefahren werden.

*

Die internationale B o d w o ch e in Schreiberhau, die am Samstag beginnen soll, ist durch die inzwischen im Riesengebirge eingetretenen

besseren Schneeverhältnisse und den Frost als ge­sichert anzusehen.

Bei den ?I8 - Rennen wurde jetzt noch ein Sieger in derDreier-Kombination" (Sprung-, Lang- und Abfahrtslauf) ermittelt und zwar in dem Schweizer Läufer Ernst F e u z.

Oberbeffen.

Sängertag d. Lumdatal-Sängerbundes

J N o r d e ck, 14. Febr. Der Lumdatal-Sän­gerbund hielt hier in der GastwirtschaftZur Burg Nordeck" seinen ©ängertag ab, an dem zahlreiche Vertreter aller Bundesvereine teil- nahmen. Der Vorsitzende des GauesGießen- Stadt und Land" des Hessischen Sängerbundes, Emil Koch (Giehen), war auf besondere Einla­dung zu der Tagung erschienen, um insbesondere die Wünsche und Ansichten der Bundesmitglieder inbezug auf die Einteilung des Gaues kennen zu lernen und Bericht über die Entwicklung und den Stand dieser Angelegenheit zu erstatten. Der erste Vorsitzende des Bundes, Berufsschullehrer Eberle (Lollar), berichtete, nachdem die Ta­gung mit dem Deutschen Sängergruh und einem Chor des hiesigen GesangvereinsTeutonia" un­ter Leitung seines Vorsitzenden Grebe einge­leitet worden war, über die Sitzungen des Gau­vorstandes in Giehen und die hierbei gefaßten Be­schlüsse. Er machte Mitteilung von dem Vorschlag des Gauvorstandes über die Gaueinteilung, der nach reger Aussprache, und nachdem Herr Koch ihn nochmals eingehend begründet hatte, die Bil­ligung des Sängertagcs fand. Sodann wurde be­schlossen, daß sich der Bund an dem Wertungs­singen des Gaues Gießen-Stadt und Land am 11. 3uni versuchsweise beteiligt. Eine Zusammen­kunft der Bundesvereine soll am 7. Mai auf der Burg Staufenberg stattfinden, wobei die vom Hes­sischen Sängerbund gelieferten ChöreMaien­schein" undSonnenaufgang" als Massenchöre ge­lungen werden sollen. 3m übrigen soll die Zusam­menkunft den Charakter eines Konzerts mit nach­folgendem gemütlichen Beisammensein tragen und der Pflege des Bundesgeöcuckens dienen. Der seit­herige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt; O. Vorsitzender ist Eberle (Lollar), 2. Vorsitzen­der L u f t (Geilshausen), Rechner Latsch (Daub- ringen), 1. Schriftführer Hofmann (Geilshau­sen), 2. Schriftführer Dietz (Staufenberg); Bei- fiher die jeweiligen Vorsitzenden der Bundesver­eine. Nach Beratung einiger Dundesangelegen- heiten schloß der Vorsitzende die Tagung.

Landkreis Gictzen.

g. Klein-Linden, 14. Febr. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. D er Vor­sitzende des Aufsichtsrats, Hermann 3 u n g , be­grüßte die Teilnehmer. Direktor Wilhelm Feh gab sodann einen eingehenden Bericht über die

Entwicklung der Kasse seit ihrem Bestehen und erwähnte hierbei, daß das 3nstitut in diesem 3ahre 10 3ahre bestehe. Gegründet wurde die Kasse am 5. Mai 1923 mit 26 Mitgliedern, der heutige Mitgliederbestand beträgt 163. Der Rech­ner der Kasse 3ulius 3 u n g verlas die Sahres- rechnung und Bilanz, die in Aktiva und Passiva mit 215 742,91 Mk. abschließt. Der Reingewinn betrug im verflossenen 3ahre 1764,05 Mk. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Aus dem Reingewinn sollen der Klein­kinderschule 30 Mk. und der Volksbücherei Klein- Linden 10 Mk. zugewiesen werden. Außerdem wurde noch beschlossen, den Hinterbliebenen der Opfer bei dem Explosionsunglück in Neunkirchen eine Spende zu überweisen. An Dividenden wer­den 6 Prozent für das vergangene 3ahr vergü­tet. Statutengemäß schied das Mitglied August Langsdorf aus dem Vorstand aus. An dessen Stelle wurde das Mitglied Friedrich 3 u n g 1V, neu in den Vorstand gewählt. Die beiden Auf- sichtsratsmitglieder Ludwig V i e h m a n n und Heinrich Weigel wurden einstimmig wiederge­wählt. Zum Schluß referierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Hermann 3 u n g über das Steuer­gutscheinverfahren.

00 Klein-Linden, 11. Febr. Der kirchli­chen Statistik unserer evangelischen Kirchengemeinde für 1932 ist zu entneh­men: Die Zahl der Angehörigen beträgt 1905, Kir­chenaustritte erfolgten vier. Es wurden 61 Haupt­gottesdienste, 9 Nebengottesdienste und 46 Kinder­gottesdienste abgehalten. Die Durchschnittszahlen der Besucher der Hauptgottesdienste beliefen sich pro Woche auf 131 Männer, 159 Frauen und 32 Kinder, die der Nebengottesdienste auf 7 Männer, 20 Frauen und vier Kinder; die Gesamtdurchichnittszahl aller Gottesdienstbesucher der Gemeinde in einer Woche betrug 146 Männer, 184 Frauen und 130 Kinder. Am heiligen Abendmahl beteiligten sich 895 Männer und 1049 Frauen. Es wurde 14 Ehepaare getraut, 12 Kinder getauft, 23 konfirmiert und 12 Gemeinde­mitglieder beerdigt. Für Krankenpflege wurden 1390 Mark und für die Kinderschule 1505 Mark auf» gebracht. An Kirchenkollekten gingen 252 Mark und am Gaben für die Ortsarmen 60 Mark ein. Die Ge­samtsumme aller Liebesgaben betrug 5419 Mark, ober rund 2,80 Mark auf den Kops der evangelischen Bevölkerung.

Kühe durch elektrischen Strom getötet.

WSN. Erlenbach, (Odenwald), 14. Febr. Der Landwirt Ludwig.L ö w von hier schaltete am Sams- taoabenb beim Betreten seines Viehstalles das elek­trische Licht ein, wobei plötzlich feine zehn Kühe um- fielen. Es war zweifellos ein Kurzschluß in der Lichtleitung vorhanden; dadurch bestand ein Kon­takt der ßeituiTg mit der eisernen Krippe und den daran befindlichen Ketten der Kühe. Zwei Kühe blieben tot liegen.

Wirtschaft.

ließen Zusammenhänge gelten. Eine wirkliche Hilfe für die landwirtschaftliche Deredelungswirt? haft hänge unlösbar mit einer Steigerung der Kauf­kraft der Bevölkerung durch Besserung der Ar­beitslage zusammen, deren Förderung die Re­gierung in erster Linie alle Sorge zuwenden sollte.

* Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat 3anuar folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wur­den gefördert: 79 350 Tonnen, davon wurden 72 615 Tonnen zu Schwelereiprodukten weiter ver­arbeitet. Aus den verschwelten Kohlen wurden gewonnen: 4556,350 Tonnen Rohteer, 577,260 Tonnen Leichtöl aus Schwelgasen, 11 889 Tonnen Koks, ohne die Schwelrückstände des Messeler Kohlenschiefers.

* Der Einzelhandel gegen Fleisch- und Schmalz-Zollerhöhung. Die Haupt- gemeinschast des deutschen Einzelhandels e. V., Berlin, hat in einem Schreiben an den Reichs- emährungsminister darauf hingewiesen, dah der Einzelhandel die .erneuten Zollerhöhungen, ins­besondere die Heraufsetzung des Schmalzzolles, als eine neue schwere Belastung ansehen müsse, die nicht zu einer Abnahme von Fett zu erhöh­tem Preise führen dürfte, sondern zur Abwan­derung der Verbrauchernachfrage zu noch bil­ligeren z. B. künstlichen Fettsorten (Margarine). Die Landwirtschaft werde sich also kaum einer erhöhten Nachfrage nach inländischen Erzeug­nissen gegenübersehen. Darüber hinaus könne die Zollmaßnahme indirekt zu einer höchst uner­wünschten Erweiterung der Schweinezucht führen. Da aber zur Zeit die deutsche Produktion' an Schweinefleisch völlig für die 3nlandversorgung ausreiche, so könnte der dadurch sinkende Schwei­nepreis mit irgendwelchen anderen Zollmaßnah­men gar nicht mehr gestützt werden. Schließ­lich wird darauf hingewiesen, daß der Leidtra­gende bei inländischen Preissteigerungen immer der Lebensmittelhändler sei, dem die Vorwürfe der Bevölkerung in Verkennung der Wirtschaft­

Frankfurter Abendbörse sehr still.

Frankfurt a. M.» 14. Febr. An der Abend- börse herrschte weitgehendste Geschäftsstille. Unter dem Eindruck schwächerer Eröffnungskurse aus Neuhork und auf angebliche Schwierigkeiten einer amerikanischen Großbank neigte die Tendenz zur Schwäche, nachdem bereits an der Berliner Nach­börse wieder eine Abschwächung Platz gegriffen hatte. Die wenigen Umsätze, die getätigt wurden, wickelten sich nur innerhalb der Kulisse ab, da das Publikum nach wie vor fehlte. SG.-Farben eröffneten 0,91 Prozent niedriger, und auch auf den übrigen Marktgebieten gaben die Kurse von 0,25 bis 0,75 Prozent unter Öen Berliner Schluß nach.

Am Renten markt stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Auch hier neigten die Kurse zur Schwäche. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Altbesih verloren bis zu 0,65 Prozent.

3m Verlause bröckelten die Kurse bei anhal­tender Geschäftslosigkeit erneut bis zu 0,5 Pro­zent ab. Neubesihanleihe 9,13, Altbesitzanleihe 66,91, Schutzgebiete 6,40, Reichsbank 148, Gelsen­kirchen 58,25, Harpener 89, Stahlverein 35,25, AEG. 26,50, Dekula 119,65, Scheideanstalt 155, Licht & Kraft 92,50, 3G.°Farben 107,25 bis 106,91, Gesfürel 79, Holzmann 48, Lahmeher 118, Siemens 132, Hapag 17,25.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren Angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. JJl.

25enm

Schluß­kurs

Schluß!. Abend, börf.?

Schluß« lurs

Schluß!. Mittag« börse

Saturn

13.2. 1

14-2-

13.2. 14.2.

6% Deursche Reichsanleihe v. 1921

78,75

79

79,13

79.25

6% c6em.7% Tt. Reichsanl. v. 1929

93.75

94

93,9

94

Boung-Anleihe von 1930 ..

81

80,5

81

81

Deutsche Anl.-Ablöj.-Schuld mH

Ausios.-Rechten ............

67,13

67

66,8

67,9

Desgl. ohne Anslos.-Rechte......

9,55

9,13

9,65

9,2

6% ebcm.8% Hess. Vollsstaa» 1922

irückzehlb. 102%) ...........

Oberhcssen Provinz-Anleihe mit

76

76,25

75,5

77

Auslof.-Rechten ............

Deutsche Komm. Cammelab l.An

leihe Seriel mir Auslos.-Rechten

61,3

61,75

61

61,75

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl

Goldvse. 15 unkündbar bis 1935

84,65

84,25

_

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban!

Goldvse. 16 unkündbar bis 1936

84

_

6'/2% ehem. 4%% Franks. Hup.

Bank-Liqu.-Pfandbriese ..

86,4

85,75

v'/r% ehem. 4>/r% Rheinische Hhp.-Bank°Ltqu..Goldpfe. ....

86

86

6% ehem. 8% Pr. Landespfand

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

83,5

_

83,5

84,9

6% ehem. 7% Pr. Landespsand

brtefanstali, PsandlKiese R. in

83,5

84

4% Oesterreichische (Bolbrente...

.

__

_

4,20% Oesterreichische Eilberrente

_

1,3

4% Ungarische Goldrenke.......

_

_

4% Ungarische Siaatsrente v. 1910

__

_

4yt% deSgl. von 1913 . w.....

5% abgesl. Goldmexikaner'von 99

6,5

6,4

6,7

6,5

4% Türkische Zollanleihe von 1911

5,5

5,45

5,4

5,4

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1 ....................

5,7

5.95

4% vesgl. Serie II .............

5,9

5,9

5,95

6% Suman, vereinh. Rente v. 1903

6,9

6,9

6,8

4'/,%Rumän.vereinh.Nenkev.l913

10.9

10.9

10,9

10,9

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,75

5.75

5,75

5,75

8%% Anatolier ...............

24,75

25,25

25.25

25.6

.rraniiun a. jji.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag» börse

Datum

13-2.

14.2.

13.2-

14-2-

Hamdurg-Amerika-Pakei .....

i

17.5

17,25

17,5

17,25

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

39

37

Hansa Tampfschifs...........

0

32

32

Norddeutscher Llovd .........

0

17.9

17,65

17,65

17,5

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

42

41

41,9

40,5

Berliner Handelsgesellschaft....

4

97

97

97,5

97,75

Commerz- und Prioal-Bank ...

O

53

53

53,5

53,5

Deutsche Bank und Dtsronto-

Gesellschaft................

0

79 95

79 5

79 95

79 95

t, Dresdner Bank..............

0

61,5

61,5

61,5

61,5

Reichsbank .................

1

151

148

150,9

148,65

A.E.G......................

0

27,4

26,5

27,75

26,65

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

81,5

80

81,75

81,75

Licht und Kraft .............

6

93

92,5

93

92,5

Felten & Guilleaume ........

0

53

52

53,13

52,25

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmungen...............

4

79,4

79

79,65

80

Rheinische Elektrizität ........

6

99,75

99

99

Schuckeri & Co..............

0

83

87,5

88,5

87,4

Siemens & Halste...........

9

134

132

134,25

132,75

Lahmeher L Co..............

10

117,5

118

117,5

118

Buderus ...................

48,5

47,5

48.75

48

Deutsche Erdöl .............

4

91,5

91,25

91*75

91

Gelsenkirchener..............

O

60

58,25

59,65

59. B

Harpener...................

O

89

88.9

88 5

Hoelch EisenKöln-Neuessen..

0

54,4

53^9

Ilse Bergbau ............

7

152

151,5

159

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

7 O

106

46,5

106,25

46

105

46,5

106,5

46,13

Mannesmann-Röhren........

O

62

60,4

62

60^25

Mansselber Bergbau.........

O

26

23,5

25,75

24

Obcrschlej. Kokswerke.........

0

70,5

70

Phönir Bergbau......

0

36,5

_

36,5

35,65

Rheinische Braunkohlen ......10

194,75

194,5

196

195

Rvemnahi ..................

0

75,75

74,65

76

74,25

Frankfurt a.M.

Berlin *

Schluß» kurs

Schluß!. Abend- börs-

Schluß» kurs

Schlußk. Mi-Iag- bdfic

Datum

13-2.

14.2.

13.2.

14-2.

Beretnigie Stahlwerke........o

36,75

35,25

36.75

35.9

Otaot Minen ...............0

16

15,75

15,9

15,75

Kaliwerke Aschersleben........6

115,5

114,5

115,5

115

Kaliwerke Westeregeln........ 6

117

117,5

118

117

Kaliwerke Salzdetfurth.......9

171

171

171,5

171,5

5 G. Farben.Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............10

Goldschmidt ................0

RütgerSrverke...............0

Metallgesellschast............. o

109,25

157

106,9

155

110

108,13

38,75

38

38,5

38

44.13

43,25

44,25

43,75

36

35,25

35,13

35,13

Philipp Holz in arm...........0

Zementmerl Heidelberg ......4

Lementwerl Karlstadt.........0

Wayß & Freytag............0

Schultheis Patzenhofer........0

Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0

Bemberg...................o

Zellstoff Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......o

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............o

Deutsche Linoleum ..........o

Orensteln & Koppel ..........o

Leonhard Tietz..............6

Lhade......................12

Gritzner....................o|

MainkraftwerleHöchsta.«. ... 4

Süddeutscher Zucker ......... 8|

48,75 1

48 1

48,9

48,25

50

50

1

4,65 \

4,65 1

4,5

4,9

103

101,75

39,5

38,25

39,25

38,5

47,5

47

46,65

46,13

51

50,5

51

50,5

27

26,25

-

114,5

114

24

23

24

23

37

37.75

38

42

41,5

38,5

37

38,25

37

140

140

141

-I

28,75 1

28

70 1

I

- .

|

142 1

142,5

142,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a

13- Februar

14.Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

I »rie

Geld

<8rlc

Helstngfors..

6,384

6,396

6,394

6,406

Wien.......

48,45

48,55

48,45

48,55

Prag.......

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3.063

3,057

3,063

Holland ....

169,03

169,37

168,93

169,27

Oslo.......

73,88

74,02

73,93

74 ny

Kopenhagen.

64,29

64,41

64,34

64*4»

Stockholm...

76,97

77,13

76,87

77,03

London .....

14,45

14,49

14,46

14,50

Buenos Aires

0,833

0,837

0,833

0,837

Neunork....

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel-----

58,55

58,67

58,56

58,68

Italien.....

21,51

21,55

21,505

21,545

Poris.....

16,43

16,47

16,43

16,47

Schweiz...

81,19

81,35

81,14

81,30

Spanten....

34,52

34 58

34,52

34,58

Danzig....

81,72

81,88

81,67

81,83

Japan.....

0,889

0,891

0,879

0,881

Rio de Jan.

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien

5,554

5,566

5,554

5,566

Lissabon...

13,13

13,15

13,15

13,17

Banknoten.

Serlin, J4.$ebruar

Geld

»rief

Amerikanische Noten..............

4,20

4,22

Belgische Noten..................

58,40

Dänische Noten ..............___

83.97

Englische Noten .................

14,42

14.48

Frantösische Noten ...............

16,39

16,45

Holländische Noten...............

168,56

1A9 94

Italienische Noten................

21.465

21.545

Norwegische Noten ..............

73,75

74,05

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2.48

schwedische Noten...............

76,70

77,00

Schweizer Noten.................

80.96

81.28

Spanische Noten.................

34,38

34,52

Ungarische Noten................