Ausgabe 
15.2.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Nr. so Lrühattssabe

183. Jahrgang

Mittwoch, 15. Zebruar 1935

Lricheini tdgltd), außer Sonntaas und ^tierioq» Beilagen: Die DDuftnerte (Bienenei Jamilienblätter Heimat >m Bild Dieöcholle monatsBeingspreis:

Mil 4Beilagen 1.95

Ohne Illustrierte , l 80 Zustellgebühr . . -.25

Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt

Hernsorechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift |ür Drahtnach­richten Anzeiger Kietzen postschecklonto: fironlfnn am Ifiain 11686.

GiehemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

knick vnb Verlag: vriihl'sche Univerfitäls-Vuch- und Zteindnickerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulitrahe 7.

Annahme von Mnjeige» für die Tagesnummer bi® zum Nachmittag vorher.

Preis itir I mm HSHe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfenrng; für R» klameanieigen von 70 1h Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr.

Chefredakteur

Dr Friedr. Wilh. Gange. Derantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Gange, für Feuilleton Dr H.Tdqr ot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und fflr fronAn­zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.

Oie Beisetzung der 62 Opfer von Neunkirchen.

Neunkirchen, 14. Febr. (TU.) Während schwere Wetterwolken am Tage der Katastrophe I die Stimmung der schwergeprüften Bevölkerung der Stadt noch mehr niederdrückten, lag am Tage : der Traucrfeicr strahlender Sonnenschein über Neunkirchen. Der Wiederaufbau wurde, nachdem t, I die allerschwerste Gefahr gebannt war, nur unter­brochen, um am Nachmittag den Todesopfern der furchtbaren Explosionskatastrophe ein stilles Gedenken zu widmen.

Nachdem am Vormittag in der Herz- I e s u k i r ch e ein feierlicher Gottesdienst abge­halten worden war, an dem Vizekanzler v. P a - pen, Ncichsarbeitsminister Seldte, der Ober- Präsident der Nheinprovinz Dr. Fuchs und der Präsident der Regierungskommission des Saar- gebicts, Knox, sowie zahlreiche Vertreter der Behörden, Organisationen und Vereine teilgcnom- men hatten, fand um 15 Uhr auf dem Unteren Markt die eigentliche Trauerfeier statt.

Die Trauerfeier.

Die Feier begann mit dem Glockengeläute aller Kirchen der Stadt. Auf dem Unteren Markt standen die Wagen mit den 62 Särgen und dahinter die Angehörigen der To - t e n. Links von der Kanzel sah man den Vize­kanzler v. Papen, den Reichsarbeitsminister S e l d te , Oberpräsidcnt Fuchs, den Präsiden­ten Knox an der Spitze der Saarregierung, Vertreter des Eisenwerks sowie sämtlicher Be­hörden des Saargebiets. Auch der französische I Arbeitsministcr Paganon nahm an der Feier teil. Auf dem Platz und in den Zugangsstraßen hatten Mitglieder der NSDAP., der Stahlhelm, die Krieger- und Arbeitervereine Aufstellung genommen. Den Hintergrund bildet die Chri- stuskirche, wo die Rcdnerkanzel aufgestellt ist. Um diese haben sich Bergknappen in ihrer Be­rufstracht gruppiert, hinter ihnen Reihen fran­zösischer Grubenarbeiter in Uniform. Eine lange Reihe von Kranzträgern von Vereinen und Kör­perschaften sowie die Fahnenabordnung schließen sich an. Wenige Minuten vor 15 Uhr kommt der katholische Klerus, in seiner Mitte Weihbischof Dr. Mönch, in feierlicher Pro­zession auf den Platz. Die evangelische Geistlichkeit hat sich auf der anderen Seite des Katafalks aufgestellt. Die Feuerwehrleute entzünden ihre Fackeln. An den Fenstern des Diltoria-Hospitals sieht man hie unD_ da wei­nende, schwarzgekleidete Frauen, Angehörige oder Krankenschwestern.

- Tiefes SchweigenI Drei Schläge von Herz 3esu, von St. Paul, von den anderen Kirchen! Jetzt legt der Handwerker im ganzen Saargebiet sein Werkzeug aus der Hand, der Schreiber die Feder, der Chauffeur läßt den Volant zehn Minuten Schweigen im ganzen Saarland! Und dann erschallt der Choral der Feuerwehrkapelle. Der Gencralsupcrintendent der Rheinprovinz D. Stoltenhoff, Koblenz, betritt die Kanzel. Er erinnerte daran, daß kaum das Leid, daÄ die furchtbare Grubenkatastrophe im 3ahre 1930 über das Land an der Saar brachte, verblaßt sei. und schon wieder fahre lähmendes Entsetzen durch Herz und Glieder. 3 n eng ft er Ver­bundenheit mitfühlender und mit» tragender Liebe stehe die weite deutsche Heimat zu allen so schwer Heimgesuchten. 3c finsterer der Tag und je unbegreiflicher unser Erleben, desto sehnsüchtiger mühten wir unsere Hände durch die schier undurchdringlichen Wolken äußerer und innerer Bedrängnis emporheben. Alles sei zu überwinden durch die Kraft dessen, oer die Menschheit gebildet habe. Gott gebe, daß die Trauerstunde für alle ein tief eindringlicher Ruf sei hin zu dem. der das unerhört gewaltige Wort sprechen durfte: 3ch bin die Auferstehung und das Leben.

Das ergreifendeEs ist bestimmt in Gottes Rat" tont, gesungen vom Saar-Sängerbund, in weichen dunklen Klangen über den Platz, und dann spricht der Weihbischof von Trier Dr. Mönch, der früher 15 Jahre lang als Pfarrer in Neunkirchen Freud' und Leid mit seinen Pfarrkindern geteilt hat. Er wies darauf hin, wie viel furchtbarer die Wirklich­keit die Berichte übertroffen hat: Not, Leid und Zerrissenheit überall, wohin man sieht, wohin man hört. Aber die innigste Teilnahme des ganzen deutschen Volkes mit den Hinterbliebenen sei gewiß, Wenn die Frage nach dem Warum dieses Unglückes auftauchc, so gebe es keine Antwort. Aber vielleicht sollte es (ein, um in unserer Zeit des Eigennutzes und der kalten Selbstsucht die enge Verbun­denheit der Menschen in ein helles Licht zu rücken, die heldenmütige Treue der Feuerwehren, der Männer vom Roten Kreuz, der Polizei, der Behörden, der Aerzte und Krantenschwestern, der Opferwilligen im ganzen Lande. Vielleicht habe ^Gott eine Gelegenheit geben wollen, der ganzen fSßelt zu zeigen, daß dieses Pflichtbewußtsein, diese reine Menschenliebe, diese echt christliche Bruder- gcsinnung immer noch und unterschiedslos vor­handen feien.

Letzte Sofort.

Nach dem von der Feucrwehrkapelle gespielten ChoralWenn ich einmal soll scheiden", seht sich der Trauerzug nach dem Friedhof in Be­wegung. Dumpfes Glockenläuten setzt von allen Kirchen ein. Die Vereine, die sich auf der Haupt­straße formiert haben, setzen sich mit ihren Fah­nen in Bewegung, zuerst die weltlichen Vereine, dann die kirchlichen, dann die Beamten und An­gestellten des Eisenwerkes und der Stadt, an die

,ch

I« (in1 ticn an ab!. !l>.

jjsA

v.ov

TeIe!e6tebE5'^ SfSSS Veilerver

Stadttheater

Gießen- wf

^uLer.

w , 6h Uhr. £ 1933.

bigshöhe -

ho"

Hen-en^iomon

sich die Teilnehmer an der eigentlichen Trauer­feier auf dem Unteren Markt anschließen, deren Kernpunkt die lange traurige Reihe der zehn Leichenwagen mit den 40 evangelischen Toten bil­det, und alle Angehörigen. 3hnen folgt in ähnlicher Anordnung der Trauerzug der katholi­schen Toten. Zwischen beiden Trauerzügen ha­ben die offiziellen Persönlichkeiten, die Trauer­gäste aus dem Reiche usw. Aufstellung genom­men. Mehr als 20 000 Menschen bewegen sich hinter den Särgen durch die Stadt. Eine halbe Stunde lang währt der Zug unter dem ergriffe­nen Schweigen der Zuschauer. 3n dem um die Kapelle liegenden Teil des Friedhofes hat man das Ehrengrab gegraben, ein gemeinsames Grab für alle Katholiken auf der einen Seite und für die Evangelischen auf der anderen Seite des Weges. 3n der Mitte der Anlage wird bald ein Denkmal errichtet werden und ein gemein­samer Grabstein für alle.

Nach der Ankunft auf dem Friedhof vollzog die katholische Geistlichkeit die Einsegnung ihrer Toten nach dem üblichen Ritus, und dann sprach Pfarrer Teske für die evangelischen Toten und ihre Hinterbliebenen die Worte der Einsegnung. Unter den Kränzen sah man zwei große Kränze aus Rosen mit weißen Nelken, die im Namen des Reichspräsidenten niedergelegt wor­den waren, daneben Kränze der Reichsregierung, des Reichskommissars, der Saarregierung und der Familie Stumm. Feierliche Choräle beschlos­sen die Seiet.

Oie Ausräumungsarbeiten.

Neunkirchen, 14. Febr. (TU.) Die Aufräu­mungsarbeiten wurden auch am Dienstag mit aller Energie weitergeführt. Von den zwölf Vermißten konnten noch am Vormittag fünf als Leichen geborgen werden, die zusammen mit den übrigen Toten am Nachmittag im Rahmen der großen Trauerfeier beerdigt wurden. Die Saarbrückener Straße ist nahezu vollständig geräumt. Man ist zur Zeil mit dem Abbruch der am schwersten beschädigten Häuser beschäftigt. In phantastischen Formen ragen nur iwd) die Ueberreste der Benzol- bebälter und (9a fo triller hervor. Der ausgeglühte Kondensator droht einzustürzen, so daß gewisse Ab­sperrungen unvermeidlich sind.

Oer BOA. sorgt für die Kinder der Neunkirchener Opfer.

Berlin, 14. Febr. (TU.) Der Hauptvorstand des Vereins für das Deutschtum im Ausland hat be­schlossen, in seinen Heimen Plätze für Kinder der Neunkirchener Opfer zur Verfügung zu stellen. Wenn das Saargebiet erfreu­licherweise auch kein deutsches Auslandsgebiet ist und in kurzer Zeit auch äußerlich wieder zum Reich zu­rückkehrt, so handelt es fidf doch um ein im natio­nalen Kampf und unter fremder Verwaltung'stehen­des Grenzland, dessen Schicksal auch vom VDA. immer mit besonderer Anteilnahme verfolgt wird.

r

4

Vr

Die Beisetzung des Grasen Apponyi.

Die Menschenmenge strömt in den Kuppelsaal des Budapester Parlamentsgebäudes, um von dem großen ungarischen Staatsmann Graf Apponyi Abschied zu nehmen. Im Hintergrund am oberen Ende der Treppe ist der Sarg aufgebahrt.

Unter riesiger Beteiligung des ganzen unga­rischen Volkes wurden die sterblichen Ueberreste des Grafen Aponnyi zu Grabe getragen. Tau­sende von Trauernden standen auf dem riesigen Platz vor dem Parlament. 3m Kuppet- saal selbst hatte nur ein Teil der Trauergäste Platz nehmen können. Die Familienangel, ör gen, der Reichsverweser Admiral Hort Hy, die Vertreter der fremden Regierungen und Mon­archen, Darunter der deutsche Gesandte Baron von Schön. Die riesigen Kranzspenden waren im Erdgeschoß des Parlamentsgebäudes längs der Säulen und Wände untergebracht worden, unter

ihnen die Kränze des Reichspräsidenten von Hindenburg, Mussolinis, des Kö­nigs von Bulgarien, des Prälidenten der öster­reichischen Republik usw., auch ein Kranz des Nationalverbandes deutscher Offiziere mit schwarz-weiß-roter Schleife.

Der Fürsterzbischof von Gran, Kardinal S z e - redy zelebrierte das feierliche Requiem. Mi­nisterpräsident G ö m b ö s feierte danach mit einem Rückblick auf das lange erfolgreiche Wir­ken des Verstorbenen seine Verdienste um sein Land und den Weltfrieden.

Braucht Hessen einen Reichskommissar?

Staatspräsident Or. Adelung erklärt: Ruhe und Ordnung sind in Hessen nicht gefährdet.

Darmstadt, 14. Febr. (WSN.) Zu den Ge­rüchten über die Ernennung eines Reichskommissars für Hessen erklärte Staatspräsident Dr. Adelung imDarmstädter Tagblatt" u. a.: Die Reichsregie­rung hat erklären lassen, daß ihr von der Absicht, einen Reichskomm.ssar nach Hessen zu entsenden, nichts bekannt sei. Bei einer Rücksprache mit Mitgliedern des Reichskabinetts in Berlin fand ich diesen Eindruck bestätigt. Ein solches Vorgehen stände auch nicht im Einklang mit Wortlaut und Sinn der Reichsverfassung, die in Artikel 48 vor- sieht, daß der Reichspräsident erforderlichenfalls mit Hilfe der bewaffneten Macht einschreiten kann, wenn die öffentliche Sicherheit und Ord­nung des Landes gestört ober gefährdet wird". Es muß aber immer wieder betont werden, daß die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Hessen nir­gends gestört oder gesä-hrdet ist. Keines­

wegs können die wenigen Zusammenstöße links- und rechtsradikaler Gruppen in Hessen alserheblich" bezeichnet werden, besonders dann nicht, wenn man die Nachrichten über derartige Zusammenstöße i m kommissarisch regierten Preußen zum Vergleich heranzieht.

Die hessische Polizei hat es bisher in vorzüglicher Weise verstanden, Sicherheit und Ordnung zu ge­währleisten und ist auch in Zukunst imstande, sich restlos durchzusetzen. Es würde allerdings die Arbeit der Polizei sehr erleichtern, wenn sich alle Volks­genossen unterschiedslos zur Richtschnur nähmen, daß die Polizei allein berechtigt und in der Lage ist, etwaige Störungen des öffentlichen Lebens zu unterbinden, und es wäre besser um die Form des politischen Kampfes unserer Tage bestellt, wenn nicht immer wieder dasRecht auf die Straße" von den verschiedensten Seiten so ein­

seitig betont würde. Der Grundsatz der Gesin­nungsfreiheit ist im Dolksstaat Hessen stets gewahrt worden. Das gilt auch für d i e Be­amten und deren politische Tätigkeit, die nur an die durch das Dienstverhältnis gezogenen Schranken gebunden ist. Nach wie vor ist für die Landesregie­rung oberster Pflichtfatz die Beobachtung der Reichs- oerfaffung und der Verfassung des Volksstaats Hessen. Darin wird sie sich auch nicht beirren lassen durch die planvoll organisierten Alarmruse nach Berlin. Jeder Schrift gegen die Selbständigkeit Hes­sens und seine verfassungsmäßigen Rechte wäre Bruch der Reichsverfassung.

Oos 'Zentrum erwartet Leuschners Rücktritt.

Stirn beiger doll daS Fnncnmin stcrinm kommissarisch verwalten.

Bingen, 14. Febr. (Lpd.) Das Bingener Zentrumsorgan, Die ..M ittelrheinische Volkszeitung", schreibt heute u. a.: Minister Leuschner hat bei einigen in Der Letzten Zeit ab­gerollten Prozessen nicht . günstig bestanden. Die Verhandlungen haben nicht Dazu beigetragen, das Ansehen das eine Quelle Der Autorität ist, zu heben. Daraus Folgerungen zu ziehen, ist Leuschners eigene Angelegenheit Aber er weiß auch. Daß seine Person Der hessischen Regierung politische Angelegenheiten bereitet, er weiß, Daß Die Prozesse seine politische Stellung nicht g e ft ä r f t haben, sonDern Der Opposition ganz empfindliche Angriffsflächen boten. 3st es da zu viel verlangt, wenn man Minister Leuschner bittet, fein Ausscheiden aus Der hessischen Regierung zu vollziehen? Wir halten es nicht nur für politisch klug sondern sogar für politisch notwendig, Daß Leuschner aus Der nunmehr ge­gebenen Situation Die Konsequenzen zieht. Die beste und begrüßenswerteste Lösung wäre Die Bildung einer geordneten Mehrheitsregierung. Die Nationalsozia­listen als stärkste Fraktion haben hier eine Pflicht, die schon über ein 3ahr alt ist. Solange eine ge­ordnete Mehrheitsregicrung nicht zustandekommt, bleibt nur eine Möglichleit: Das 3nnenminifte- rium muh Minister Kirnberger in kom­missarische Verwaltung nehmen. Mi­nister Kirnberger ist nicht nur ein persönlich unt tabeiiger Mann, er hat obendrein das Kunst­stück fertiggebracht, trotz der politisch bewegten und erregten Zeit außerhalb des Kampfes yl bleiben. Die hessische Regierung müßte nur die Entschlußkraft haben, drohenden Gefahren vorzu» beugen. Das ist gar nicht schwer, nur ein mutiger Entschluß von Minister Leuschner ist notwendig.

Ein Staatssekretär««! für den Mittelstand.

Erklärungen Minister Hugcnbcrgs.

Berlin, 14. Febr. (TU.) 3n einer Bespre^ chung des Reichswirtschaftsministers Dr. Hu- g e n b e r g mit Abordnungen des Mittelstandes, besonders auch des Handwerks und des Einzelhan­dels, wurde u. a. auch die Frage der Einrichtung eines Staatssekretariats für Den Mittelstand erörtert. Dr. Hugenberg erklärt, daß er die Einrichtung einer solchen Stelle beim Reichs­wirtschaftsministerium für den neuenHaus- ha11 beantragen werde. Gelegentlich der Kabinettsbildung fei bereits klargestellt, daß im Rahmen der einheitlichen Behandlung aller Wirt­schaftsfragen von Reich und Preußen, wie sie durch die Zusammenfassung der Ministerien er­strebt werde, eine unmittelbar dem Minister un­terstehende neue Stelle geschaffen werden solle, de­ren Aufgabe es sei, dafür zu sorgen, daß die Gesichtspunkte mittelständischer Wtrlschaftsauffas- fung praktische Berücksichtigung finden. Cs wurde dann auch die Frage des m i 11 e I ft ä n- dischen Kredites besprochen. Dr. Hugenberg erklärte, es werde die Aufgabe der nächsten Zeit fein, die ungesunde Zentralisierung des inittelständischen und ländlichen Kredites, die mit Kriegsbeginn eingesetzt habe, wieder abzu­bauen und zugleich auch solche Härten und Schä­den zu beseitigen, wie sie z. B. durch die seinen Auffassungen nicht entsprechende Gestaltung der O st h i l s e zu Lasten des Handwerks, Einzelhan­dels usw. entwickelt habe. Selbstverständlich dürfe man auf diesem Gebiete nicht voreilig expe­rimentieren. Er sei aber mit den zu treffenden neuen Maßregeln beschäftigt und werde sie ent­sprechend der großen Wichtigkeit der Sache be­schleunigen.

Oie Neuregelung des Bollstreckungsschuhes.

Berlin, 14. Febr. (ENB.) Wie wir erfahren, hat das Reichskabinett die Beratungen über die Neuregelung des Vollftreckungs- f ch u tz e s beendet. Die Verordnung, die verabschie­det wurde, wird nunmehr dem Herrn Reichs- Präsidenten zur Unterzeichnung oorgelegt. Ihre Veröffentlichung ist für morgen zu erwarten. Der wesentliche Unterschied gegenüber dem bisherigen Vollstreckungsschutz besteht darin, daß der Voll- streckungsschutz nunmehr vollkommen gleich- mäßigausdasganze Reich Anwendung findet. Bis zum 31. Oktober wird durch die neue Verordnung allgemein die Zwangsvollstreckung in landwirtschaftliche Grundstücke und in alle Ge­genstände des festen und beweglichen Inventars ein­schließlich des Hausrats aller Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaues unter­sagt. Räumungsklagen gegen Siedler find hiernach nicht mehr möglich.

trat und Jta»

gust. um ftlich da«

S er

Die idas hnell zur

Dort i rum- t aus

Zau- if ein war. vurde

Man gegen I übet

De» eifrig jenem kohlen Steu­er zur Schluß dschie-

kN.

ager m. Die lUgcnd- aorben. räume, oa 200 i wirb. Isachsen i Haus , eburge» lager | c eben- i ing sin- nahen, >cn Ar- kochen, | für|orgc sozialen n junge i iben sich nächsten - tlich er-

hiesige | jt buid)

n g mit

der weit t hinaus onwerke, | , urtS - mfte um ha cr- 925. be- )eS Ver- nig zum ehörl seit Lahntal- deS Ge- ' )ie(- aber, Der

1 Sanges- bend da» inhe für

» hat hier , ib leider rrt. Zwei

' en Man- Gebend­er ft er­bau f e n

( a Huf - . an dessen

> and Wei- * erc Wet-

und nach t. Durch illerdings { Die über ergiebige südlichen . rben ob­

en Druck wolkigem ichen lich S, später-

Rieder-

aftig und » trocken.

Vielfach Tag und jen mild,

10,8 Grad morgens Minimum

. in 10 cm

9. März: e 0,0 mm.