ßu arbeiten. Seine Arbeit Hal Form, inneren Gehalt und damit Würde. Er kann seiner Sache wieder froh werden. Da5 Schiff der Schule trieb müde in seichten Gewässern. Nun hat es die Flut der oölki- schen Bewegung mit fi<h gerissen zu hoher Fahrt. Aber das Steuer muß richtig geführt werden. Man wird sich nicht wundern, wenn die Männer der Bewegung selbst den Kurs bestimmen wollen. Nicht um zu herrschen, sondern um der Sache zu dienen, um die Schule wirklich der neuen Ordnung der Dinge gemäß zu gestalten und sie in Zusammenhang zu halten mit dem großen völkischen Geschehen.
Die Grundgedanken des Nationalsozialismus, die sich, wie im Dolksaanzen, so auch in der Schule durchsetzen sollen, sind bekannt. Auf den großen schulpolitischen Tagungen in Leipzig, Magdeburg, Darmstadt usw. haben sie ihre klassische Formulie- rung erfahren. Machtvoll drangen die Urworte: Blut, Nasse, Heimat, Volk, Wehr, Gott an unser Ohr. Sie hegen in sich unendlichen Gehalt. Auf einige der in ihnen beschlossenen Sinnkeime wollen wir hindeulen. , ,, _, ,
Es war der Mangel der liberalistischen schule, daß sie über kein Schaubild menschlichen seins verfügte, das verpflichtend vor der Seele aller, der Lehrer wie der Schüler stand und sie zu gemeinsamem Dienste berief. Die dhingegangene Schule besaß keinen Typus, von dem bezwingende Formkräfte ausgegangen wären. So fehlte aller Bildungsarbeit Nichte und Halt. Es ist mit das Größte an der völkischen Bewegung, daß aus dem von seelischer Glut umlohten Schmelztiegel der Revolution nicht nur der neue deutsche Staat, sondern auch der neue deutsche Mensch emporgestiegen ist. Zwar ahnen wir alle erst die Umrisse seiner Gestalt. Und doch wissen wir von seiner Geburt, wissen, daß er da ist und in uns allen, soweit wir ihm Organ und Mittel sein können, Wirklichkeit werden will. Noch kann er sich nicht rein in uns verkörpern. Aber die Jugend wird ganz in seine Form hineinwachsen und ihm willig dienen. Wir erahnen ihn erst, den deutschen Menschen. Und doch wissen wir Entscheidendes von ihm. Er wird nicht nur Bildungsmenjch sein. Höher als der allseitig Gebildete steht uns der Held. Neben dem Pol des Geistes bricht der Pol stahlharten Kampfeswillens glühend hindurch. Neben Weimar steht Potsdam. Und erst in dieser Doppelung findet der deutsche Mensch die Erfüllung seines weitgespannten Seins. Wie die Führer der völkischen Bewegung Ideen- träger und Kämpfer in einem gewesen sind, wie die Bewegung nicht nur Gedanken von unerhörter Fruchtbarkeit aus sich heroorgetrieden, sondern auch das scharfe Instrument der SA. geschaffen hat, so wird der deutsche Mensch der Zukunft beides in einem sein: Künder des Geistes und Mann der Tat. Diese doppelte Verpflichtung müssen wir den Schülern in die Seele legen — und es ist sicher: sie werden das heldische Ideal begieriger aufgreifen und in sich hineinziehen als das Ideal der formalen Allgemeinbildung oder einer ästhetisch-literarischen Gestaltung. Welche Mittel die Schule findet, um dem Bild des deutschen Menschen im jungen Herzen zur Verwirklichung zu verhelfen, wie sie zurück- greift auf das geschichtliche Gut des Urgermanen- tums, das uns die ragenbften Bilder heldischer Lebensführung bietet, wie sie den sachlichen Geist des Preußentums beschwört und die Beispiele männlichen Einsaßes aus der Heldenzeit der völkischen Bewegung selbst nimmt, wie sie Zuchtformen straffer Willensschulung in sich entwickelt und dem Geist der Wehrhaftigkeit Raum gibt — kurzum, wie sie durch Lehre, Ordnung, Führung und Zucht den deutschen Jungen wirklich innerlich ersaßt und zur Männnllchkeit strafft, das muß einer späteren Betrachtung Vorbehalten bleiben. Wir haben es hier nur mit den geistigen Grundlagen der neuen Schule zu tun. Diese sind vom Nationalsozialismus gelegt worden. Er will auch darüber wachen, daß auf dielen Grundlagen richtig weitergebaut werde ...
Die liberale Welt sprach vom Ideal der autonomen Persönlichkeit, das längst zum blassen Schemen geworden war, wenn es nicht als Deckmantel des massivsten Egoismus biente. Auch in der Schule trieb dieses Gedankengespenst sein Wesen, umgab die ABC-Schützen mit der Gloriole der Autonomie und ließ den Lehrer andächtig auf die Offenbarungen der Kindesseele lauschen, statt selbst w sichren. Der Nationalsozialismus hat dieses „Ideal" als Wahn erwiesen. Er hat uns gezeigt, daß es den selbständigen Einzelmenschen gar nicht gibt, sondern nur den Menschen als Glied seines Volkes. Nicht der einzelne ist höchster Wert, sondern das Volk. Der Mensch schöpft den Sinn feines Lebens nicht aus den Urtiefen der eigenen Persönlichkeit, sondern aus dem Volksgrund. Er verarmt, wenn er sich absondert. Der Liberalismus schuf ein Koordinatensystem, das auf das Ich aus- gerichtet mar; der Nationalsozialismus hat eine Bezugsordnung begründet, die sich um das Volk als Mittelpunkt aufbaut. Dieses Ordnungsgesetz muß auch über der Schule stehen. Auch die Schule kennt fortan kein anderes Maß als das des Volkes. Was sie tut und treibt, muß abgezweckt fein auf diese oberste Sinngestalt: das Volk. Wenn sie Wissen übermittelt, und sei es noch so sachlich — im Hintergrund steht der Gedanke: wie dient dieses Wissen dem Leben meines Volkes Wenn sie die Gemütskräfte des Kindes bildet, so muß es heißen: wie führe ich das Kind ein in Sitte und Brauchtum meines Volkes, wie lasse ich es teilnehmen am Datererbe, wie begäbe ich es mit dem Urschatz deutschen Seelcnlums. Wenn sie den Willen formt, [o gilt die Frage: wie wappne ich diesen jungen M-nAen zum Dienst am Volk. Dieser Gedanke des Volkes, des schaffenden Lebens, der völkischen Juilturgeftalt. der nationalen Machtordnung, der echten Volksgemeinschaft ist das geheime Gesetz, das “ber bie $bee des deutschen Menschen hinaus alle Arbeit der Schule bestimmen, die Auswahl des Stoffes leiten, den Gang des Unterrichts führen unb alle technischen Orbnungsformcn bedingen mnft. Dieses Geftaltgesetz ist ein Geschenk des Nationalsozialismus Es kommt daraus an baß es nicht falsch gehandhabt werde
Der Liberalismus war heimisch in den Bereichen der Vernunft. Er verweilte im Bezirk des formalen Denkens und endigte im Flachsand des Jntellek- hialismue Die völkilche Bewegung strebt bin zu den Kräften des Ursprungs, zu Blut, Boden Hei- mut. Volkstum. Sie bringt dem Menschen zü Bewußtsein, daß er kein bloßes Verstandeswesen ist sondern eingebettet ruht in der mütterlichen Erde in der lebendigen Geschichte seines Volks, in der schicksalhaft geschmiedeten Gesamtsorm der Nation, und ki6 er sein bestes Teil verrät und wesenlos wirb, wenn er bie Beziehung zu den Mächten des Ur- sprunas löst und sich vom Wesensgrund der Schöp. fung lostrennt Sie lehrt Ibn, daß er ein Bluterbe zu verwalten hat. daß rassisches Erbgut in ihm 'cdt unb ihm Verantwortung auferlegt, daß ihm gehem? Straft zuströmt aus dem Boden, her nut dem - chw , und Blut der -Ihnen getränkt ist. Die volki'che V> -ne< gung drängt bin nach neuer Bindung an die tragen.
Das Problem der Zweisprachigkeit.
Vortrag im Gau Ausland des AS.-Lehrerbundes
den Urfprungsmöchte alles Seins. -ie will rin en neuen Mythos schaffen. Sie entdeckt tief im Grunde der Dinge eine ewige Schäpfungsordnung, die kein Mensch und keine Kultur ungestraft durchbrechen kann Sie kettet uns im Letzten an den Ursprung aller Wirklichkeit, an Gott Wir alle haben diese Tiesenordnung der Dinge, die im Liberalismus verschüttet lag, erst wieder erkennen muffen. Die Schule soll -chon dem jungen Menschen den Sinn für die allen Wechsel überdauernden Grundgestalten der Welt wecken und sie in Ehrfurcht an sie binden. Die Volksschule hat ihre Aufgabe, bas Kinb in das Leben unb Weben der Heimat rinzuführen, schon früh begriffen. Aber auch die höhere Schule muß die Kruste des Intellektualismus durchbrechen unb wieder Anschluß gewinnen beim Wurzelgrunb bes Seins. In Biologie, Geschichte, Deutsch unb Religion sinb reiche Möglichkeiten hierzu gegeben. Der Schule harren unerhört neue Aufgaben. Daß sie biefe erkennen, lösen, unb ben jungen beutschen Menschen reicher hinabführen möge in bie Quell gebiete bes Gebens, wo bie ewigen Sinnbilder weben, bie Schicksalsmächte wirken unb bie göttliche Schäpfungsorb- nung fest gegrünbet ruht, ist ihre höchste Verpflichtung, bie nur aus nationalsozialistischem Geist heraus erfüllt werben kann.
Die Bilbung bes Kinbes ist bann kein Problem, wenn es wie von selbst in ein allumfaffenbes Formgesetz ber Nation hineinrvachsen kann, sich von einer Gesamtgestalt getragen weiß unb sich gliebhast in
Die Mitglieder des (Baues Ausland im NS - Lehrerbund des Kreises Gießen fanden sich gestern nachmittag zu einer Versammlung in der neuen Pestalozziichule ein. Der (Bauobmann, Kreisschul- rat Dr. S) e n ß, sprach zum Test an Hand eines umfangreichen Materials maßgebender Wissenschaftler und Pädagogen über „Das Problem der Zweisprachigkeit* unb setzte bamit einen seinerzeit von uns schon berichteten Vortrag fort, in bem ber große Fragenkomplex ber Schule unb Erziehung ber Ausländsdeutschen aufgeworfen worben war.
Zweisprachigkeit im Sinne unserer Arbeit sei, so führte ber Redner u. a. aus, etwas anberes als bas, was man im allgemeinen barunter verstehen könne Kernproblem ber Zweisprachigkeit sei bie psychologische Auswirkung auf bie Entwicklung bes Kinbes bzw einer ganzen Volksgruppe, bie in ein ihr an sich frembes Sprachgebiet eingeschlossen sei. Ein typisch mehrsprachiges Land sei die Schweiz, dabei aber doch im Sinne ber Schule ein einsprachiges Lanb. Eine zweite Sprache werbe in ber Schweiz erst im 12. Lebensjahre an bie Schul- tinber herangebracht. Eine Schulzweisprachigkeit
Don entscheibenber Bedeutung für die Erkenntnisse auf bem Gebiete der Zweisprachigkeit sei bie Luxemburger Tagung gewesen, bei der von rein pädagogischer Seite ber, unter Ausschluß politischer Rücksichten, das Problem der Zweisprachigkeit untersucht wurde. Auf dieser Tagung sei die Forderung einer gründlichen (Erhebung von Erfahrungen her- ausgestellt und deren wisfenschaftliche Auswertung angeregt worden. Wesentlichstes Ergebnis bes Äon- greües sei gewesen, baß mit Zustimmung beV meisten Teilnehmer empfohlen wurde, die Einführung einer zweiten Sprache in ber Schule nicht unter bem 10. Lebensjahr oorzunehmen.
Es gebe, so fuhr ber Vortragenbe fort, die verschiedensten Arten ber Zweisprachigkeit. Sie könne iowohl von den Eltern, von der Schule, der täglichen Umwelt, vom Spiel mit anderen fremdsprachigen Kindern und vom Völkischen her kommen Weiteres Problem im Fragenkomplex ber Zweisprachigkeit bebeute bie Jnbioibualität. Wenn ein Kinb einen natürlichen Reiz zur Erlernung zweier Sprachen verspüre, könne es möglich fein, daß Schädigungen nicht in Erscheinung träten. Solche Fälle bedeuteten aber Ausnahmen.
Ferner wies der Redner noch auf die praktischen Auswirkungen ber „Waliser These* hin, zeigt« gleichfalls ihre Gefahren auf unb nahm Bezug auf bie Konsequenzen für untere deutschen Minderheiten. Schließlich wurde noch die Frage
„Elternrecht oder kindesrecht".
soweit sie sich auf die Streitfrage: „Welche Sprache soll bas Kind lernen?" bezog, behanbelt. Mit der zusammenfassenden Betrachtung über die speziellen Verhältnisse in Ostoberschlesien, als einem typischen Beispiel für bie Probleme ber Zweisprachigkeit, fanb ber interessante Vortrag seinen Abschluß
Die Vortragsreihe übe biefes Thema soll voraussichtlich mit einem weiteren Vortrag über ba» Verhältnis ber Munbartsprache zur reinen Sprache fortgesetzt bzw. beschlosien werben.
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ein lebenbiges Ganzes einreiht. In allen organisch gewachsenen Kulturen gibt es keine pädagogische Frage. Der Staat ber Spartaner hat keine päba- gogischen Fachkünstler nötig gehabt, weil bie Lolks- ?eftalt ben Einzelnen wie eine Selbstverstänblich- eit umhegte unb wie selbstverstänblich nach ihrem Silbe prägte. In ben feftgegrünbeten Kulturen bes Mittelalters unb bes Astprotestanlismus war es genau so. Gelingt es bem Nationalsozialismus, reicher ein völkisches Gesamtleben von einheitlicher Prägung zu schaffen, so ist ber Schule bie Hauptlast ber Erziehung bereits abgenommen. Sie hat bann nur bie Aufgabe, in ihrer Art ein Abbilb bes völkischen Ganzen zu sein unb biefes in ihren Orbnun- gen unb Formen kinbesgemäß reiberzuspieaeln. Das Kinb atmet bann überall bie gleiche Lust, wächst von selbst in eine allgemeine Drbnung hinein unb wirb in Familie, Jugenbbunb, Schule unb Arbeitslager einheitlich erzogen. Was ber Schule als Hauptaufgabe bleibt, ist nur bies: bem heranwachsenben unb sich nach deutlicher Erkenntnis sehnenden Menschen die Volksgestalt zu Hellem Bewußtsein zu bringen unb ihm zu helfen, sich frei unb verantwortungsvoll für fein Volk zu entfdjeiben. Denn nicht durch pflanzenhaften Wuchs allein, erst durch bewußte Entscheidung wird ber Mensch wirklich (Blieb seiner Nation. Alle Lehrpläne, Stoffe, Me- thoben unb Formmitteln können zuletzt nur bem einen Ziel bienen: bas Kinb stufenweise unb feinem jeweiligen Scrftänbnis entsprechenb in bas nationale Leben mit seinen mannigfaltigen Sinnbezügen ein- zuführen unb es an ihm freubig unb entfliehen teilnehmen zu lassen.
Freilich, biefe ibeale völkische Schule, bie in sich ein Abbilb bes völkischen Gesamtorganismus ist, hoben wir noch nicht. Wir leben in einer Zeit bes Uebergangs Wir müssen noch mühsam sinnen unb ringen um Gestalt, Stoss, Methode unseres Unterrichts. Wir müssen uns erst einleben in bie neue Gedankenwelt, unb selbst mit ihr burdjbringen unb prüfen, roie wir sie im einzelnen ausroerten unb für ben Schulzweck nutzbar machen. Um biefe Fragen zu burchbenken, sinb bie Fachschaften bes NS - Cehrerbunbes gegrünbet worben. Er will bie Ver- binbung Herstellen zwischen ber machtvoll strömenden völkischen Bewegung unb unserer beruflichen Facharbeit, damit hü- Schule nicht rückständig werbe und das beutsche Kind nicht in zwei verschiebenen Westen aufwachse. Wir haben heute bie allgemeinen geistigen Grundlagen ber völkischen Schule an- gebeutet. Es bleibt nun noch übria, von hem technischen Aufbau ber Fach Organisation zu berichten. die sich bas hier umriffenc Ziel gesetzt hat. Späterhin werben wir bann in bie Facharbeit selbst eintreten.
Deutsche Mil,
von Anfang an gebe es nicht. Die Vermischung zweier Sprachen werbe abgelehnt. L o m b a r b, ein Schweizer Päbagoge, habe sich mit bem Problem ber Zweisprachigkeit ausführlich auseinandergesetzt unb insbefonbere bie schädliche Auswirkung einer Zweisprachigkeit für bie Kultur eines Volkes gekennzeichnet. Bcsonbers weise her Verfasser in einer Schrift auf bie Fragwürbigkeit von lieber- etzungen hin, benen immer bie eine ober bie an- bete Sprache zum Opfer fallen müsse, ßombarb zeige besonders bie Schäbigungen auf, bie burch bie Zweisprachigkeit in ber Westschweiz entftünben, unb forberc im Zusammenhang bamit bie Beibehaltung bes Charakters ber einzelnen Teile her Schweiz. Zweisprachigkeit bebeute Mittelmäßigkeit her Kultur.
Selbst Mundartsprache unb Hochdeutsch ergäben oft erhebliche Differenzen im Verstänhnis.
Der volksschullehrer auch In unserer (Degenb habe auf ben Dörfern manche derartige Erfahrung machen können. Manche In ihrer TITunb- artssprache von Natur aus gesprächigen Kinder würden häufig, wenn sie sich hochdeutsch ausdrücken sollten, bas, was man „mundtot ' nenne. Zweisprachigkeit in deutschen Landen herrsche in Ost-Oberschlesien unb im Elsaß. Auch in blefen bei- ben Gebieten seien jeweils erhebliche Schwierigkeiten in ben Schulen erwachsen, und sie bestünden auch heute noch, weil die Schulen, besonders in den börslichen Gemeinden, nicht zweckentsprechend ausgebaut werben könnten. Vielfach seien aber auch wie besonders aus ben Aufzeichnungen eines ostobcrschlesi- schen Schulmannes hervorgehe, wesentliche psycho- logische Momente nicht berücksichtigt worben.
lieber bie Zweisprachigkeit lägen auch exakte Forschungen vor. Bei methobischer Behanblung Im Einzelfalle fei festgestellt worben, baß bei gleichzeitiger Erlernung zweier Sprachen an sich kein Zeitverlust entstehe. Versuche in biefer Hinsicht könnten aber für uns nicht rnaßgebcnb fein, ba sic praktisch für eine größere Volksgemeinschaft keine Auswertung zuließen.
Interessant sei bie Tatsache, baß für die Kinder von Eltern verschiedener Nationalität und Sprache die Sprache der Mutter die Sprache des Gefühls sei, während die des Vaters im Dienste des Intellekts stehe.
Festzuhalten sei, baß bie Sprache überhaupt eine Angelegenheit des Gefühls ist.
Die verhängnisvollen Auswirkungen ber Zweisprachigkeit seien sehr mannigfaltig. Zweisprachig- feit bebeute eine fast SOprozentige Wortschatz- beschränkung. Eine zweite Sprache könne sich nur auf bie Muttersprache grünben unb verlause stets im Denken ber Muttersprache Man könne zwar in verschiebenen Sprachen benken, gegenseitige Störungen, Hemmungen, Verlangsamung her Sprache, falsche Ausbrücke unb unterschiebliche begriffliche Bestimmungen seien aber die unbebingte Folge. Das Nedene-nanber zweier Sprachen bebeute eine Fessel bes Denkens Die Erlernung einer fremden Sprache bedeute überhaupt ein notwendiges liebel. Es müsse auf bas Nottoenbigste beschränkt werben. Waliser Forscher hätten festgestellt, baß sich zwei Sprachen, nebeneinander gelernt, gegenseitig zu verdrängen suchten.
Kinder, die nur eine Sprache sprechen, seien, was den Schulerfolg anbetreffe, hinsichtlich der Intelligenz den Kindern zweier Sprachen weitaus überlegen Diese Benachteiligung reich« weit über das Kindesaster hinaus. Festgestellt sei ferner, daß zweisprachige Kinder unsicher in der Unterscheidung von links unb rechts feien.
Die Verwirrung Im Sprachzentrum rufe also auch Störungen im Bewegungszentrum hervor.
Neue Gesetze in Hessen.
Vereinfachung des Verfahrens zur Enteignung von ttrundeiaentum zugunsten der N2TAP.
Durch Gesetz bes Herrn Staatsministers vom 11. Dezember 1933, bas am 13. Dezember in Kraft trat, wirb „zur Vereinfachung bes Verfahrens zur Enteignung von (Brunbeigentum zugunsten der NSDAP." in § 1 bestimmt: „Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, hie SA. unb SS, ber angeschlosfene Stahlhelm unb bie sonstigen Neben- unb Unterglieberungen ber NSDAP. (Hit- lerjugenb, Jungvolk, BdM usw.) sinb zum öffentlichen Nutzen bienenbe Unternehmen im Sinne bes Art 1 bes Gesetzes über bie (Enteignung von Grund- eiqentum in ber Fassung her Bekanntmachung onm 30. September 1R99. Zu ihren 3ro<*cff,n kann bie Enteignung (Entziehung ober Beschränkung) von Grundeigentum gegen ooUftänblge Entschädigung ftattfinben." In den folgenden Barographen werden bie Vorschriften bes Enteignungsgesetzes vom 30. September 1899 vereinfacht unb bem Staatsminister erweiterte Vollmachten übertragen.
Acndcrunq detzBrandvcrfichcrunqsgefetzcS
Durch Gesetz bes Herrn Staatsministers vom 30. November 1933 werben Art. 55 Abs 2 bes Gesetzes bie Brandversicherungsanstalten betreffend vom 28. September 1890 unb Art. 9 Satz 1 bes Abänberungsgefetzes vom 11. September 1924 tu bem Brandversicherungsgesetz wie folgt ersetzt .Die Branboersicherunasbeiträge sinb in ganzen Reichs» Pfennigen ober Bruchteilen davon auf ie 100 NM. Umlagekapital auszufchlaaen unb zu erheben.* Dieses Gesetz gilt erstmals für bie Umlage des Rechnungsjahres 1933.
Oberbeffen
KreiS'(-?flüge1sckau, Saninchenschau und Nauernlundgebuna.
Die Vorbereitungen für die 1 Kreisgeflügelfchau vom 15. bis 17. Dezember in Watzenborn- Steinberg find nunmehr abgeschlossen, lieber 400 Nummern Geflügel sind gemeldet, ein Melde» ergebnes, bas bas anberer Kreisfchauen weit übertrifft. Für bie gleichzeitig ftattflnbenbe AUg. Äa- ninchenlchau sinb annähernd 100 Nummern gemeldet. Die Bewertung her Tiere erfolat gm Freitag. Hierfür stehen den Preisrichtern reichlich Ehren- und Geldpreise zur Verfügung, die von ber Hessischen Bauernkammer, non ber Fachschaft II. Rossegetsü- aelzucht (Bau Hessen unb Kreis Gießen, von ben Kreisv-reinen und non Privaten gestiftet mürben. Das Tierseucheninstitut unb bas Tierzuchtinstirut her Universität Gießen zeigen auf einer Sonber- schau Ausschnitte aus ihren Arbeitsgebieten, bie bei ben Züchtern unb Besuchern sicherlich großen Anklang und Anerkennung finden werden
Die Eröffnung her Ausstellung erfolgt Samstag nachmittag durch den Schirmherr ber 1 Kreisgc» flügelfchau, Herrn Qanbesbauernführer Dr Wagner (Darmstadt!, her auch anfchließenh auf einer großen Vauernkundgebuna sprechen mied. Ferner hat her Gaumalter für Geflüa-stwirtschast und Kleintierzucht, Herr Eckard t ((Beffügelhof Deidenmühle) (ein Erscheinen zuaesagt Die Bauern» funbgebuna findet unter Mitwirkung der Stanbar» tenkapelle R 116 statt Sonntag nachmittag kommen bie Mitalieber ber Geflügelzuchtvereine zu einer Rreisoerfammfung zusammen, bei welcher ber Kreisfachherater für Geflügelzucht, Herr Dr. Lang fGi.'ßen) unb voraussichtlich auch der (Bau- fgchlchgftsführer, Herr Ackermann (Sprendlingens sprechen werden.
Werbeabend der sondorf
im Llnierbonn 116/11.
• Londorf, 13 Dez Trotzdem erst vor einigen Tagen in her Bolkshalle zu Londorf ein M'li'är- konzert der Reichsw'hr stattgefunden hatte, war die (tinmohnerirfiaft Londorfs am vorigen Sonntag wieder lehr zahlreich erschienen, um auch vom Leben und Treiben ber Hitler-Jugenb etwas zu hören und zu sehen.
Unter den Klangen eines flotten Marsches zog bie HI unb bas Jungvolk ein unb nahm guf der Sühne Aufstellung Scharführer 0 lemotz begrüßte In kurzen Dorten die Anwesenden und besonders unteren Oberbannführer R. Hainer und Unterbannführer Wilhelm Schneider Sodann erteilte er bem Hauptredner R. Hainer das Wort. Dieser sprach in eindringlichen Dorten von bem Willen


