Ausgabe 
14.7.1933 Erstes Blatt
 
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18. Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

SekWIiMiMA

Vornan von Helma von Hellennann.

flössen die Linien des schlanken, durchtrainierten Körpers. Der kleine, kokette Dreispitz kleidete das dunkle Lockenköpfchen gut. Es war eine Feststellung kein Gefühl.

War er der einzige, Li?"

Schweigen, von leisem Weinen durchzittert.

Maanus Steinherr starrte zum Fenster hinaus, an dessen Scheiben der Regen, non hartem Wind getrieben, herabfloß.

Es ist gut, daß du nicht leugnest..."

Sie hob das Gesicht, in Lessen Schmink- und Puderschicht die Tränen kleine Rinnsale gegraben.

Rein, ich kann dich nicht anlügen, Magnus du erfährst ja doch alles... Es war schon so!" Ein halb schluchzender Seufzer.Aber alles geschah bloß aus Sehnsucht nach dir!"

Und ein bißchen aus Vorsorge!" schloß er trocken. Blieb ich aus, war die Nachfolge gesichert! Laß nur, Li!" Sie wollte auffahren.Hast ja ganz recht: ein Scheckbuch ist so aut wie das andere. Der lustige Jimmy wird deine Tanzabende und Revuekostüme gewiß ebenso gern finanzieren wie seine verschie­denen Vorgänger."

Die schneidende Schärfe war aus seiner Stimme gewichen; er lächelte sogar, ein etwas müdes, halb belustigtes, halb bitteres Lächeln. Was wollte er denn mit seinen Vorwürfen, das hübsche Geschöpf- chen da handelte ja nur nach seiner Natur. Hatte er sic je für mehr gehalten, als einen reizenden Schmetterling, der Honig entnahm, wo er ihn fand?

Mm!" Li schüttelte den Kopf und sah zu ihm auf in kindlich-trotziger Hilflosigkeit.

Was, er hält seine Börse geschlossen? Wie un­galant!"

Er will mich dadurch zwingen, ihn zu heiraten!"

Aber so tue es doch, Li! Ich hindere dich ganz gewiß nicht daran!"

Das ist's ja gerade ich habe dich doch so lieb!" Sie wollte wieder weinen, besann sich aber, daß Wiederholung nur ab schwächte, und sah zag den Mann an, der, die Hände in die Taschen seines Jacketts vergraben, auf der Ecke des Tisches saß. Ein paar Tränen perlten noch an ihren Wimpern.

Ein Irrtum, meine Gnädige!" Steinherr hob die Brauen und schüttelte lächelnd den Kopf.Wäre Magnus Steinherr ein beliebiger Beamter mit viertausend Mark Jahreseinkommen, hättest du dich nicht groß um seine Neigung gekümmert! Wollen nur aufrichtig sein nicht wahr? Ich suchte Ab­lenkung nach angestrengter Arbeit, ein wenig Freude und Frohsinn, und du einen Gönner, der dich för­derte. Wir sind beide auf unsere Rechnung gekom­men! Aber jedes Ding hat seine Zeit, Li, die unsere ist vorbei!"

Du liebst die Maloreen!" rief die Frau und ballte die kleinen Hände.Diese Schlange mit den falschen Augen, die den armen Heinz Gebier zur Verzweiflung treibt die ist klüger als ich, aber nicht etwa besser; das sag' ich dir, nur vorsichtiger!"

Laß das!" Hart und befehlend übertönte des Mannes Stimme das erneut ausbrechende Weinen, das so jäh verstummte, wie es begonnen.Meiipe Bekanntschaft mit Frau Maloreen hat gar nichts mit dir zu tun. Sie ist eine kluge Frau, mit der ich mich gern unterhalte. Das ist alles. Nach England wäre sie auch ohne mich geflogen, wie sie auch ohne mich weiterreiste nach Belgien."

Li Kalesso schluckte und schwieg. Sie fühlte, daß Steinherr die Wahrheit sprach. Wenige Frauen zogen ihn an. Und sie Närrin hatte ihn betrogen, nicht nur diesmal... Und liebte ihn doch! Ein Seuf­zer voll tiefster Beklommenheit kam über ihre Lippen.

Steinherr sah auf die Uhr.Verzeihung, Li, aber ich habe noch zu tun!"

Sie nickte gehorsam. Deffnete ihr silbernes Hand­täschchen und begann mit schnellen, geübten Stri­chen die Tränenspuren mit Puderquaste und Lip­penstift zu tilgen. Sie erhob sich dann, den großen Kragen ihres Mantels schließend, und stand zögernd, die Handschuhe nervös durch die Finger ziehend, vor ihm, der höflich, aber deutlich auf ihren Fort­gang wartete.

Kommst du nie mehr, Magnus?"

Unsere Wege haben sich geschieden, Li! Treffen wir uns je, so werden wir uns wie gute Freunde begrüßen. Mehr erwarte nicht!" erwiderte Stein­herr ruhig. Groß und aufrecht stand er vor ihr. Und wenn Johnston es ehrlich meint, so heirate ihn. Revueruhm ist von kurzer Dauer und das Leben meist lang!"

Auch das hatte sie gegen seinen Wunsch getan... Bedrückt nickte die Frau. Ließ den Blick noch einmal durch den großen Raum schweifen, der trotz seiner kostbaren Einrichtung kalt und unwohnlich wirkte, hob das Gesicht.

Ach, Magnus!"

Und wenn du etwa in finanziellen Nöten bist, so sage es getrost!" fügte er, ihr Zögern falsch deu­tend, hinzu, im Bestreben, dieser unerquicklichen Szene endlich ein Ende zu machen.

Aber sie wehrte heftig ab. Unter der Schmink» wallte es heiß auf in ihren Wangen.Nein, Mag­nus, jetzt doch nicht mehr!" Ein mattes Aufblitzen jener gassenbubenhaften Verschmitztheit, die ihn sooft belustigt hatte.Aber natürlich habe ich kein Gdldk Wann je hatte ich welches? Nun mag Jimmy bluten; er soll es büßen, daß er mich heiraten will!" Und

-Lhe der Mann es sich versah, hatte sie die Arme um seinen Hals geschlungen.

Noch einmal fühlte er ihre Küsse.Du Sieber* Goldiger wenn du Sehnsucht nach mir kriegst, komm du!" Fort war sie.

Stimmen im Flur. Unten begann der angekur­belte Motor des wartenden Wagen«, zu rattern. Es knirschten Räder auf dem Sande. £lLn paarmal rief befehlend die Helle Hupe. Li fuhr^s ff

( Fortsetzung fr

Ja, das ist schön!" sagte sie leise.

In dem kühnen, braunen Gesicht stand ein selt­sam spottendes Lächeln.Ich weiß nicht, ob das so sehr schön, ob es nicht vielmehr natürlich ist", meinte Steinherr, mit dankender Verneigung seine frisch gefüllte Teetasse von der jungen Hausfrau entgegennehmend.Wer aus dem Volke stammt, hat wohl mehr Verständnis dafür, als die oberen Gesellschaftsklassen, die den Arbeiter ihr Lebtag lang als untergeordnetes Geschöpf betrachten."

Ihr Herr Vater?" fragte Vandro, verwundert ob der Schärfe in des andern Stimme. Der alte Steinherr war doch einer rheinischen Jndustriefami- lie entsprossen.

Der Geheime Kommerzienrat Steinherr war nur mein Pflegevater", erwiderte der Gast und spürte eine böse Lust an den erftauntfti Gesichtern der beiden Menschen.Zwar adoptierte er mich als Sohn nach Gesetz und Recht, geboren bin ich aber in dem kleinen märkischen Dorf Wetternwalde, als Sohn des dortigen Schmiedes dessen altes Haus mit dem Storchnest auf dem Strohdach Ihnen viel­leicht erinnerlich ist, wenn Sie Ihre Verwandten auf dem Schloß besuchten, Frau von Vandro."

Ganz groß und rund, voll unverhohlenen Stau­nens waren jetzt die schwarzen Augen der Frau. Sie beugte sich über den Tisch.

Sie stammen aus Wetternwalde, Herr Stein­herr? Aber ja doch, ich kenne es gut wir waren öfters dort vor Jahren, als ich noch ein Kind war; auch auf die Schmiede entsinne ich mich!" Sie stockte plötzlich, dachte nach mit gerunzelter Stirn.Aber Sie wohnten Sie damals dort, Herr Stein­herr?"

Sie hatte vergessen, was ihm noch so deutlich in der Erinnerung lebte ...

Nein, wohl kaum, ich kam sehr früh fort in die Lehre, hierher in die Steinherrschen Werke."

Aha, und da wurde der alte Herr gewiß auf Sie aufmerksam!" Georg von Vandro betrachtete seinen Chef tief interessiert.Manchmal ist das Leben doch gerecht."

Seine Bewunderung für diesen Mann war eher gestiegen als vermindert. So gar nichts Parvenü- Haftes war an ihm. Der geborene Herrenmensch.

SteinHerr lachte. Aber sein Blick war voller Herz­lichkeit, als er dem des blonden Mannes begegnete. Danke! Möchte sich das Wort bald bei Ihnen be­wahrheiten, lieber Vandro! Aber es ist spät ge­worden Ihre Schuld, meine Herrschaften! Warum ist es so gemütlich bei Ihnen."

Er erhob sich, stand groß und ragend in dem kleinen Zimmer, das der Frau plötzlich voll be­

engender Schwüle war. Der Tabak, die Wärme Luft, Fenster aufgerissen! Man erstickte ja... Das dunkle Gesicht neigte sich über sie.

Gute Nacht! Vielen Dank, Frau von Vandro!" Wie sellsam seine Augen sie anblitzten, fragend, ein wenig soöttisch.

Sie richtete sich sehr gerade auf, lächelte, ganz in Förmlichkeit getaucht.Gute Nacht, Herr Stein­herr!"

Aber es wurde nur für den einen, Ahnungslosen eine gute Nacht, denn Magnus Steinherrs Gedan­ken tanzten einen tollen Wirbel im Traum. Und Wera von Vandro sann aufgewühlt und erregt den Worten des Mannes nach, die taufend Erinnerun­gen wachgerufen, von seliger Kinderzeit und glück­loser Vereinsamung und von jener kleinen Szene vor der alten Schmiede, die sie noch lange nachher mit Entrüstuna und Angst erfüllt hatte. Sie setzte sich auf, voll herzklopfender Unruhe. Jener Jüng­ling mit dem harten Gesicht und den brennenden Augen, der sie so plötzlich an sich gezogen, war Magnus Steinherr gewesen...

21. Kapitel.

Wozu das, Li?"

Mit gefurchten Brauen stand Steinherr auf der Schwelle des Empfangszimmers, auf dessen Perser­teppich die Kalesso ruhelos hin und her schritt.

Sie fuhr herum, eilte zu ihm.

Du kommst nicht mehr, Magnus, beantwortest meine Briefe nicht, läßt den Diener für dich am Telephon sprechen was blieb mir weiter übrig, als zu dir zu kommen!" Flehend hingen ihre Au­gen an dem dunklen Gesicht, das kühl und ernst auf sie herabsah. Sie hob die Hände in bittender Demut; Üer reizende Mund wölbte sich zärtlich.

Theater!, dachte der Mann angewidert. Alles Pose!Tat ich das, so wollte ich es wohl", erwiderte er ruhig.Wozu also deine Bemühungen?"

Sie ergriff seinen Arm.Magnus ich ertrage die Trennung nicht! Du mußt mir verzeihen! Höre doch, wie alles kam! Du wirst doch auf dies eine dies eine Mißverständnis hin nicht gleich unser Ver­hältnis lösen..." Jetzt war die Angst in ihrer Stimme echt.

Aber des Mannes Miene blieb unbewegt.Ja, ja, hast es mir ja schon ein gutes dutzendmal vor­gebetet. Nur um mich eifersüchtig zu machen, be­gannst du das Spiel mit Johnston. Ein kleiner Flirt mit einem anderen sollte mich strafen für die Reise ohne dich." Er sah sie fest an. ,Hch aber weiß, daß es mehr war. Du warst reichlich geschmacklos in der Wahl deiner Mittel, liebe Li, das Opfer war zu groß!"

Die schöne Frau schluchzte auf.Elende Verleum­dung! Und du glaubst sie! Oh, dieser Lump, dieser Schuft!" Sie sank auf den nächstbesten Stuhl, schlug die Hände vor das Gesicht.

Steinherr stand dabei, ohne sich vom Fleck zu rühren. Selbst in der Erregung wirkte sie, weich

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Die Trauernden:

Friedrich Vogt, Pfarrer i. R., und Kinder

Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche;

mir ist ein schön Erbteil geworden. Psalm 16. 6

Am 12. Juli nahm der Herr über Leben und Tod meine liebe Frau, unsere unvergeßliche gute Mutter

Frau Else Vogt, geb. Galonske

nach langem Leiden im Alter von 44 Jahren zu sich in die ewigen Hütten des Friedens

Todes-Anzeige.

Heute morgen 6.20 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden mein lieber, unvergeßlicher Latte, der treusorgendeVater seiner Kinder, unser herzensguter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Berg, Krankenpfleger

im blühenden Alter von 32 Jahren.

In tiefer Trauer:

Frau Berta Martha Berg, geb. Klappert und Kinder nebst allen Angehörigen.

Gießen CMühlstr. 10 p.) Hausen, Lieh, Watzenborn- Steinberg, Trohe, Schwelm i. W., 13. Juh 1933.

Die Beerdigung findet Samstagvormittag 11 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt.

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Mittwoch, den 19. Juli, vormittags 10 Uhr, findet imDeutschen Haus" die dies­jährige Lohholzversteigerung statt. Es kom­men zum Ausgebot 7970 Stück prima Loh­wellen und 241 rm Lohholzknüppel.

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Brandoberndorf, den 12. Juli 1933.

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Betr.: Fettverbilligungsscheine.

Durch Erlaß der Reichsregierung vorn 3. 7.1933 ist der Kreis der bezugsberech­tigten minderbemittelten Bevölkerung um folgende Personengruppen erweitert wor­den: 4538D

1. Empfänger von Krankengeld nach § 117

ADAVG. für sich und ihre Familien­angehörigen, die während des Bezugs von Alu oder Kru Zuschlagsempfänger waren.

2. Notstandsarbeiter (für die auf Grund d. § 139 AVAVG. die sog. Grundförderung gezahlt wird) ihre Ehefrauen und unter­haltsberechtigten minderjährigen Kinder.

3. Empfänger von Vorzugsrente, ihre Ehe­frauen und unterhaltsberechtigten min­derjährigen Kinder.

4. Personen, deren Lohn und sonstiges Ein­kommen den Richtsatz der öffentlichen Fürsorge nicht wesentlich übersteigt, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder.

5. Kinderreiche Familien mit 4 (bei Wit­wen mit 3) oder mehr unterhaltsberech­tigten minderjährigen Kindern für jeden Elternteil und jedes unterhaltsberech­tigte minderjährige Kind.

6. Anstalten der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege für die in ihnen in geschlossener Fürsorge untergebrachten Personen, bei denen die sonstigen Vor­aussetzungen für den Bezug des Reichs­oerbilligungsscheins nach den vorstehen­den Bestimmungen erfüllt sind;

sowie für Anstalten und Einrichtungen der öffentlichen und der freien Wohl­fahrtspflege, die in halboffener oder offener Fürsorge Minderbemittelte be­köstigen, jedoch nur für K der von ihnen beköstigten Personen.

Die Ausgabe erfolgt ab sofort täglich während der Dienststunden:

für die unter Nr. 1 und 2 Genannten durch das Arbeitsamt;

für die unter Nr. 3 Genannten durch das Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 11;

für die unter Nr. 4, 5 und 6 Genannten durch das Wohlfahrtsamt, Lonystr. 2, Zimmer Nr. 3.

Gießen, den 13. Juli 1933.

Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt).

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Unsere Mitglieder werden gebeten, ihren Bedarf in der Samenhandlung bis zum 25. Juli anzumelden. Daselbst auch

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Konkursverfahren.

lieber das Vermögen des Friedrich IBil- helm Schmidt in Gießen, Bahnhofstr. 33, wird heute am 11. Juli 1933, 17 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Schuld­ner glaubhaft seine Zahlungsunfähigkeit behauptet hat. 4539D

Der Rechtsanwalt Lngifch II. in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt.

Konkursforderungen find dis zum 3. August 1933 bei dem Gerichte anzu­melden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus­schusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der ange­meldeten Forderungen auf

Donnerstag, den 10. August 1933, vormittags 10 Ahr

vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 201, Termin anberaumt.

Allen Personen, welche eine zur Kon­kursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein­schuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderun­gen, für welche sie aus der Sache abgeson­derte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 7. August 1933 Anzeige zu machen.

Hessisches Amtsgericht zu Gießen.

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