Montag, 13. November 1955
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen)
Nr. 266 Zweites Blatt
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Reichspräsident von Hindenburg bei der Abgabe seiner Stimme.
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Zahlreiche deutsche Gelehrte und Universitäten die auf der Kundgebung nicht vertreten sem konnten, haben telegraphisch ihre Zustimmung zur Entschließung gegeben.
Frühere Zentrumsminister unter der Anklage des Betrugs
DüllelhDrf, 12. Rrw. (WTL.) s-uleit-r Florian gab in der letzten Wahlkundgebung in München-Gladbach bekannt, daß gegen verantwortliche Leiter und Angestellte des Volksvereins für das katholische Deutschland Anklage erhoben und auch bereits zu Verhaftungen und steckbrieflicher Verfolgung geschritten worden sei Wie der „Volksparole" hierzu mitgeteilt wird, wurde Anklage erhoben u. a. gegen den früheren Generaldirektor des Volksvereins Getstl. Rat Dr. S) o hn, den früheren Reichskanzler Dr. Marx, den früheren Reichstagsabgeordneten Lammers, die früheren R e i ch s m i n i ft e r Dr. Brauns und Steaerwald, den Universitatsprofestor und früheren Reichstagsabgeordneten Dr. Dessauer, den Generaldirektor des Volksverems Pfarrer van der Velden, den Rechtsanwalt Dr. Kohlen, den Buchhalter C o m m e r tz. Ihneni wird fortge- intitor « o t r ii (i iur Last gelegt. Rach der Anklage K K-HI-n in MÜnchen.Sladb°ch
Wre Firmen, borunter eine Mitte stan sban, um über 2 Millionen Mark betrügerisch geschädigt. Den übrigen Beschuldigten werde gemeinschaftlicher Betrug an einer großen Anzahl von Firmen im Gefamtbe rag von 350 000 Mark zur Last gelegt. Dr. D e s s a u e r, der sich unabhängig von diesen Verfahren auch nochwegen Landesverrats zu verantworten haben wird, und der Buchhalter C o m m e r tz, find m Untersuchungshaft genommen worden, wahrend gegen Dr. Hohn, der Deutschland verlassen hat, ein Steckbrief ergangen ist.
Aus aller Welt
Leipzig, 11. Rov. (ERB.) Der NS.-Lehrer- bunt) Sachsen veranstaltete in der Alberthalle eme machtvolle Kundgebung, in der deutsche Wlfsenschaft« ler voll Weltruf vor einem Forum aus deutschen Hochschulprofessoren, Vertretern der Erzieherschaft und der deutschen Studentenschaft einen Appel l an die Gebildeten der ganzen Welt
* *Der Sieftor der Berliner Universität, der Anthropologe Professor Dr. E u g e n F i s ch e r, führte aus, daß die deutsche Revolution, die m Gesittung, Ruhe und Ordnung durchgeführt worden fei, einen neüen Staat aufbaue, einen Staat aus Blut und Boden, aus der deutschen Volksverbundenheit heraus, fußend auf Volkstum, Raffe und Seele. Ein ganz Großer habe in das Rad der Geschichte gegriffen und das Steuer herurngerlsfen, um bos bcutfd), Volkstum äu retten Bu b.lben tragenden Säulen des neuen Staats feien der Rationalismus und der Sozialismus. Der^Aufbau un Ausbau sei nicht gekennzeichnet durch Klassenkampfe und Klassengegensätze, sondern er beruhe au s der G e m e i n s a m k e i t d e s B l u t s a 11 e r V o l k s- aenoffen. Wir wollen ein gerechtes, em gleiches ein Brudervolk fein. Zu diesem Bekenntnis hat Adolf Hitler aufgerufen. Das ganze deutsche Volk wird anworten: „3a". (Stürmischer Beifall.)
Der Rektor der Universität Leipzig Professor Dr. Golf führte aus, niemals in der Welt habe der Führer eines großen Volks °ufnchtlger und ehrlicher den Willen bekundet, mit anderen Volkern i n Frieden zu leben, als es Adolf Hitler getan habe. Lieber untergehen, als in Unehre und Schande leben, so denke er und so denken mir mit ihm. Solange dem deutschen Volk die Gleichberechtigung versagt werde, bleibe auch der Frieden gefährdet. Die Geschichte werde es dereinst lehren, daß die Tat Adolf Hitlers eine befreiende Tat für bie gan. Welt war. Er habe, so erklärte der Redner, gros.
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Ausstellung „Volk und Familie" in Dresden.
In Dresden wurde die Ausstellung „B o l k und Familie" durch den sächsischen Staatskommlssar iir das Gesundheitswesen, Dr. W e g n e r , eröffnet. Die Ausstellung zeigt Famil'enkunde m ihrer Verbundenheit mit der naturwifsenschaftlichen Erkennt nis von den erbbiologischen Bindungen des Men- chen und ferner die Stellung der Familie im ge- ellschaftlichen Geschichtsablauf. So Ww W Familienforschung nichts von Trockenheit u zweckloser Gelehrsamkeit an sich. Die geschichtliche mente Steuerbriefe und Privilegienbucher. Bei dem sttzt wachsenden Interesse für Ahnenfor chung wird auch die Arbeitstechnik der Familienforschung und ihre verschiedenen Hilfsmittel in weitesten Kreisen erhebliches Interesse wecken. Es ist zu hoffen. datz diese wichtige Ausstellung auch in anderen Städten des Deutschen Reiches bald gezeigt werden kann.
Kranzniederlegung am Grabe Karin Görings Auf dem alten Friedhof Lovo bei Schloß Drott ningholm fand am Sonntagnachmittag a m G r a b e ber Oattin des Ministerpräsidenten Göring eine schlichte Feier statt. Im Auftrage der Ehrenwache legte der 81,ahrlge Professor Alm- q ui ft, ber letzte Ueberlebende der Wega-Expedition, einen Kranz in schwedischen u n d de u t - s ch e n Farben nieder, wobei er ausfuhrte daß die Kranzniederlegung einen stillen Pro test g e - aen die Grabschändung Darstelle. Auf dem ^ranz stand in schwedischer Sprache: „Frau.Karin Göring, die mutig ihr Leben für &nn, Recht und Wahrheit gab, die Ehrenwache am Grabe .
Die Afrlka Lxpedition von Frobenius.
Bon der Expedition des Afrikaforschers Geheim- rat Leo F r o b e n i u s , dein Leiter des kulturmor- phologifchen Forschungsinstituts in Frankfurt am Main, der die libysche Wüste vom Nil aus nach Westen hin durchquert, etwa in der Hohe^des 25. Breitengrades, war längere Zeit keine Nachricht S pFnaetroffen. Rach einer Telegrammnachricht
Allerlei vom Hahnenschwanz.
Unserem Haushahn verleihen die schön geschwungenen Sichelfedern feine stolze Würde, und die Art, wie sie gingen werden, gibt der Raffe ihr charak- teristisches Gepräge. Es gibt aber auch einige Arten, wie die Gold- und Silberbantams und die Ham- burger Gold- und Silberfprenkel, bei denen die Hähne nicht mit Sichelfedern begabt fmb. Sie werden darum als hennenschwanzige Hahne be« widmet. Die Hähne der Cochinchina, Brahma und einiger anderer Raffen haben nur kurze Schwanz- fahnen; das Gegenstück zu ihnen bilder। die Yoko- Hama und Phönix, deren Schwanzfedern fick zu Schleppen auswachsen. Die ^.Schwanzfedern Men beim Huhn am äußersten Ende der Wirbelsäule, an den sogenannten Schwanzwirbeln. Der letzte von diesen macht einen leichten Knick aufwärts, während die vorhergehenden waagrecht liegen. Mit unter kommt es vor, daß die Schwanzknochen leicht nach einer Seite gebogen sind, so daß der Schwanz schief getragen wird. Steht der letzte Schwanzwirbel in einem rechten oder gar spitzen Winkel ,ur Wirbelsäule, dann sprechen wir vom Steil- schwänz. Die einzelnen Sichelfedern ruhen m einem Muskelbett, das bei Erregung oder auch m einem zu engen Käfig angezogen wird wodurch der Schwanz eine straffe, aufrechte Haltung einnimmt Sind diese Muskeln zu kurz oder sind sie bei iraendeiner Gelegenheit verletzt worden, dann bkibt die Schwanzhaltung dauernd still. Ein solches Tier befriedigt den Kenner der Rastenschonheit nicht, aber dem Nutzen des Tieres tut dieser Fehler keinen Abbruch. Ganz allgemein hat man als Regel ausgestellt, daß der Schwanz zum Rücken m einem Winkel von 90 bis 135 Grad stehen soll Bei mehr als 135 Grad ergibt sich die flache Schwar^lage die mir bei den Hamburgern antreffen. B.lven Schwanz und Rücken eine gerade Linie, dann yaven wir den eigentlichen Flachschwanz, wie er Den Yokohama, Sumatra und Phönix eigentümlich ist. Jeder Schwanz, dessen Neigungswinkel kleiner ist als ein rechter, wird als Steilschwanz bezeichnet. Seine höchste Steigerung ist der "^^dornchen- schwanz", bei dem die Sicheln den Kamm berühren Er kommt nur bei den japanischen FwttShuhnern regelmäßig vor und ist hier ,ols Rassenmerkma entschuldigt, während er sonst als schlimmer Schon heitsfehler gilt. Bei manchen Hühnern fehlt der Schwanz völlig. Es sind Ausnahmen die bei allen Rassen vorkommen. Sie entstehen dadurch, daß der letzte Schwanzwirbel nicht ausgebildet ist^Mitunter sind auch mehrere Schwanzwirbel verkümmert. Auch diese Eigenschaft vererbt sich.
Herrn Nieren, Herr„Förderer- mit gutem Ausdruck das Gedicht „Was uns bleib v°n Theodor Körner. Als Gast des Abends hatte sich die bekannte Tanzregisseurin Hanna Spohr zur Ber füaung gestellt, die das Publikum mit anmutigen Cben ’lbrer ftunft erfreut,. (Begleitung Sr« £eer mann, Gießen, und Konzertmeister Ker- z i s n i k.) Hanna Spohr begann mit einem graziösen Menuett von Händel, das allgemein lebhaften Anklang fand. Fräulein Erna e n z brachte zwei ber bekanntesten und schönsten deutschen Wie genlieber sehr reizvoll zu Gehör: '.Schlafe, mein Prinzchen" von Mozart (ober Mozart ^geschrieben) und „Guten Abend, gute Rocht' von Brahms. Herr M a r ck s erfreute mit dem schwungvollen Vortrage des Gedichts „Bruder Liederlich" von Liliencron. Hanna Spohr tanzte &l‘e/
res Intermezzo — einen ländlichen deutschen Wal zer von Weber. Die Klänge des Badenweiler Mar- ches beschlossen den ersten Teil des Programms. Inzwischen waren schon Wahlergebnilse (allerdings zunächst nur aus einigen kleinen Orten un ferer näheren Umgebung) bekannt geworden, die Herr W r e d e in SA.-Uniform dem gespannt tauschenden Auditorium übermittelte. Der zweite Test des Bunten Abends wurde mit dem Mstttarmarsch von Schubert eröffnet. Herr Nieren als Ansager, Herr Wrebe mit neuen Wahlresultaten. Hanna Spohr brachte drei weitere, überaus beifällig aust genommene Tänze: die „Kokette" von Strauß einen Walzer von Chopin und den „Gecken von Strauß, ber so luftig mimisch belebt exerziert wurde und den Leuten so gut gefiel daß °r alsbald wie^rhott werden mußte.. Als Neuling auf der Bunten Buhne führte sich Fräulein Wielander mit Zwei Alt wiener Balladen — „Die Himmelspfortnerln und „Der Basilisk" von Ginzkey — recht sympathisch ein. Die Hauskapette schloß sich mit Dem Radetzky mansch an. Dinen starken Erfolg hatte wiederum Herr M a rck s mit dem temperamentvollen Vortvag ber berühmten Ballade „Pidder Lima von Liliencron, währenb Herr Nieren das Programm ml besonders aktuellen Versen des nationalsozialistischen Dichters Heinrich Anacker bereicherte E neu tiefen Eindruck hinterließen die beiden berühmten Atttng Haufen-Szenen aus dem „Teil , die von den H ?en Kühne, Michel, Vo.ck, Neuhaus und Förderer vortrefflich gespiel wurden. Den Abschluß des in allen Teilen nut lebhaftem Beifall aufgenommenen Programms bildete ein Marsch- lieder-Potpourri „Seid einig! , das in bas gemeinsam gesungene Deutschlandlied ausHang. —y—
Die Entschließung soll mit den Unterschriften der deutschen Wissenschaftler und mit den auf ber Kundgebung gehaltenen Reden in drei Sprachen übersetzt und an sämtliche Unioer «taten L. wissenschaftliche Körperschaft Erde versandt werden.
Stabschef Uöhm an die deutschen (Studenten.
SOlündjen, 11. Noo. (IU.) In d°r „B a n e r I • schen Hvchschulzei 1 ung" wird ein Aufruf des Stabschefs Roehm an die deutschen Studenten veröftentlicht. DI- Nation |ord-r° oon^d-n Etud-n- ten, daß j e d e r g a nz f e i n e P f l l ch i er f uIle, die Pflicht den Eltern gegenüber die Pflicht dem ganzen Volke gegenüber und schließlich die Pflicht gegenüber dem Staate, der die Statten des Unter, riwts mit Hingabe geschaffen habe und mit Opfern unterhEe,nicht zusttztauch die Pflicht dem, eigenen Gewi sen gegenüber, verantwortlich zu bestehen, als Mann Im Lebenskampf des deutschen Bottes. Der Student, der vermeine, daß es genüge, die Horsale und Seminare fleißig 5" besuchen, 'w Laborato- rium und Anatomie gewissenhaft und eifria For- schungen zu betreiben und formt allen Grforder msfen unserer heutigen Zeit nach Berujung und Be- rechtigung zu entsprechen, werde seiner Aufgabe nicht gerecht. Er irre, weil er nicht begreife daß notwendiger als Forschen Erkennen und Wsisen für die wahre Gemeinfchaft des Bottes, die Ge
l:llnni^6embrit, n'Sm r=1etnVm jta am Reich, heiße ein ganzer Mann fein heiße, sich jederzeit durch Die Tat bewahren und ein braver und treuer Mann im Volke verbundener Deutscher sein und bleiben.
Rektor Professor Dr. Schmidt (Hamburg) begründete als Strasrechtslehrer die deutschen Forderungen vom Standpunkt der Gerechtigkeit aus. Adolf Hitler habe mit feinem Schritt die Abrustungstat an die Stelle des Ahrüstungsgeredes gefetzt. — Auch der letzte Redner, Professor Dr. Schumann (Halle, erklärte, daß die Gemeinschaft der Völker einer völligen Erneuerung ihrer sittlichen Grundlagen bedürfe. Der Führer des deutschen Volkes sei zu dieser Erneuerung nicht nur oereit, er habe vielmehr zum Bau einer neuen Völkerwelt den ersten schweren Hammerschlag getan. Bei diesem Werk stehe sein Volk zu ihm. (Beifall.)
Sodann wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Alle Wissenschaft ist unlösbar ver- bunben mit der geistigen Art des Volkes, aus dem sie erwächst. Voraussetzung erfolgreicher wissenschafl- lieber Arbeit ist daher die u n b e s ch r a n k t e g e i -
! st i g e E n t w i ck l u n g s m ö g l i ch k e i t u n d d i e kulturelle Freiheit der Volker Erst durch das Zusammenwirken der volksgebundenen Wissenschaftspflege der einzelnen Völker ersteht die völkerverbindende Macht der Wissenschaft. Unbeschränkte geistige Entwicklung und kulturelle Freiheit der Volker können nur gedeihen aufderG tun d -
| läge gleichen Rechts, gleicher Ehre gleicher Völkerfreiheit, also in Der Atmosphäre eines wirklichen allgemeine nF r i e« Ö e n s Aus dieser Ueberjeugung heraus richtet die deutsche Wissenschaft an die Gebildeten der ganzen Welt den Llppell, dem Ringen des durch Adolf Hitler geeinten deutschen Volkes um Freiheit, Ehre und Recht und Frieden das gleiche Verständnis entgegenzubringen, welches sie für it)r eigenes Volk erwarten.
Drumpriife,wersich ewigbmdel..
Was bei der Gattenwahl am häufigsten vergesten wird. Mit Erlaubnis des Verlages I. F. Leh- mann, München, entnehmen wir den folgen- den Abschnitt dem Büchlein „Von Deut- scben Abnen für Deutsche Enkel (geh. 1 Mk.) von Pros. Dr. med. Ph. K u h n und Dr. med. H. W. Kranz m Gießen. Diese Schrift will jeden Deutschen rnitver. antwortlich machen für die Zukunft feines Volkes und in ihm die Liebe und den Stolz zu seiner Rasse wecken.
Bevor der Viehzüchter, ganz gleich, ob er nun Pferde, Rinder, Hunde oder andere Haustiere züchtet feine Tiere paart, prüft er auf das Sorgfältigste bie Eigenschaften und Die Stammbäume der einzelnen Raffen und sondert sie nach dem Ergebnis dieser züchterischen Prüfungen. Er verhütet ängstlich daß sich die einzelnen Rassen wahllos kreuzen denn er weiß genau, daß eine sorgfältige Auswahl der Zuchttiere sich auf die Dauer lohnen, und daß eine wahllose Paarung dagegen sich m den spateren Geschlechterfolgen rächen wird.
Während er somit die Fortpflanzung seiner Tiere nicht nur auf das Peinlichste beobachtet, sondern auch ein Zuchtziel nach feinen züchterischen Erfahrungen aufstellt, ist er bei seiner eigenen Rasst nicht so empfindlich. Meist kümmert er sich herzlich wenig um Die For Pflanzung feiner eigenen Sippe im Sinne einer Gesunderhaltung Der Rachfahren, einer Höherentwicklung unD Vervollkommnung feiner Gntel und Enkelkinder. Anstatt an die körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen seiner.Nachkommen ^u denken, achtet er nur auf das äußere Wohl seiner Kinder und ist stolz und zufrieden, wenn es ihm ^gelungen ist, seine Kinder in Eh^. unter- Singen Die Wohlhabenheit und Fortkommen vermitteln Werden doch vor der Eheschließung meist reichliche Erkundigungen Darüber eingezogen, miontef fflplö Die junge Frau Mitbekommt oder E Sal JU erben bat. Doggen wirb In ber Regel nie danach gefragt, toelttje geiftlgen unö körperlichen Eigenschaften sie ihren Ettern verdankt und an ihre Kinder weitervererben wird.
So sehen wir, daß oft gesunde kräftige Mmer mit verheißungsvollen (Erbanlagen "' wohlhabende, aber erblich minderwertige Fawilien sinnlos hinein- heiralen und daß andererseits erblich hervorragend veranlagte ^Frauen. die geborenen Stammutter
herrlicher Geschlechter vielfach an entartete, erblich minDerroertige Männer, mit Geld, Titel und Einfluß verkauft werden. Kurzsichtige Ettern denken nicht Daran, daß Reichtum sehr leicht zerrinnt und ich manchmal nur auf eine Geschlechterfolge be- chränkt. Vor allem aber vergessen sie Daß eine ge- unde, hochwertige Erbanlage sich in den Blutlmien von Geschlecht zu Geschlecht fortpflanzt, zum Segen der Familien unsterblich sein kann und schließlich für Die Zukunft des ganzen Volkes eme entscheidende Bedeutung hat. Durch eine unglückliche Wahl Des Ehegenosfen wird eine derartige hochwertige Erbanlage verdorben oder ausgemerzt. _>
Weiterhin besteht die Schwierigkeit daß man sich wohl bei den Rassen unjjrer^austiere oor Der Paarung durch weit zuruckreichenDe und forgfalt 0 geführte Stammbäume mit peinlich genauen Angaben über alle oererbbaren Eigenschaften und An- Pagen unterrichten kann. Daß Dagegen bei unserer eigenen Rasse sich solche wichtigen Kenntnisie me.st kaum über zwei ober Drei Geschlechter erstrecken. Die Folge ist Die traurige Beobachtung, Daß mit her Seit Die hochwertigen Volksgenossen zahlen- mäßia^urückgehen Durch minDerioerhge ersetzt wer- Den und schließlich verschwinden. Was nutzt aber einem Volke eine Millionenzahl von Menscheii, wenn^ ein übergroßer Teil oon ihnen körperlich und geistig minderwertig ist?!
Auslese zu treiben mit dem Ziel, die uberDura) schnitiliche Vermehrung der körperlich und stettsch aelunDen Vottsgenofsen zu fordern, die Fortpfian zung der körperlich und seelifch Minderwertigen dagegen au hemmen und zielbewußt zu verhinde n. durchführen, wenn jeder über bie^ notigen Kennt niste in der Vererbungslehre verfugt.
„Bunter Abend" im Stadttheater.
Zum Abschluß des gestrigen Wahlsonntages hatte das Stadttheater zu einem „Bunten Abend echge laden. Unter der künstlerischen Leitung von Paul Nieren, ber auch als Ansager wirkte und die verschiedenen Darbietungen jeweils mit tunen Worten einleitete, wickelte sich ein vielseitiges Pr gramm ab, Das dem Ernst und der Wurde des Tages stimmungsvoll angepaßt war. Die B 9- folge wurde von Der Hauskapelle mtt der Ouver । türe zu Den „Lustigen Weibern" von Ni.olai einge ■ leitet. Hieraus sprach, nach Begrüßungsworten oon
Teile von vier Kontinenten bereift. Den Männern ber Wissenschaft unb der Wirtschaft, mit Denen ihn Das Geschick zusammengesührt habe, rufe er zu. Bemüht Euch, an Deutschland ohne d o r g e - faßte Meinung heranzutreten und glaubt es, wenn wir Deutschen Euch sagen: Deutschland will arbeiten, will aufbauen, dazu braucht und oer- langt es Den ^rieben. (Stürmischer Beifall)
Der Freiburger Univerfitätsreftor Professor Heidegger erklärte: Der W i l l e z u r S e l b st v er- antwortung sei nicht nur bas Grundgesetz des Daseins unseres Volks, sondern zugleich das GrunD- geschehnis der Verwirklichung seines uationalsozia ?istischen Staats. Der Austritt aus dem Völkerbund bedeute nicht die Abkehr von ber Gemeinschaft der Völker, sondern diene dazu, dieser Gemeinschaft einen neuen Sinn zu geben.
Den Standpunkt des christlichen Gelehrten und ErAiehers legte Professor Dr. Hirsch- Gattingen Dar. Der Münchener Kunsthistoriker Professor Dr. Pinder wies nach, daß Deutschland durch den Notlonollozluttomuo wl-d-r einen NE Lebens« bekommen habe, wie er in Dieser Vollendung seit der Zeit hoher deutscher Kultur im Mittelalter nicht wieder erreicht worden sei. Als Vertreter der med.- zinischen Wissenschaft, die wie kein anberer Stand volksgebunben sei, sprach Geheimrat Professor Dr Sau erbruch-Berlin. Er betonte d>e Geaen- scitigkeit Der ärztlichen Kunst bei ihrer >) ohen)R isst on an Der ganzen Menschheit. FneDen unD Gleichberechtigung seien das Tor, das aufgetan merben müsse, um unserer letzten menschlichen Sendung willen. Durch Dieses Tor müsse Der deutsche Arzt der deutsche Hochschulvertreter und Der deutsche Wis chastler mit erhobenem Huupte ichreiten m die Ge ellschast Der Rationen, in Die wahre Votteryennnn- at | chaft hinein, Die wir brauchen, zu Der wir aber ne nur' gehören können frei offen, stark und mit >ße | Würde. (Rauschender Beifall.)
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