Der zehnte Jahrestag des 9. November wurde im nterbann 116/11 der Hitler-Jugend in Anwesenheit
Aus der Provinzialhauptstadt
s. November uer. Ilm diese u denken, dah n in ldlauben Kraft unb in
looember u
ooemberlog, Äinbet unä
Tage i uns davon ns noch selbst lolff, das den fteit, Hunger und das war ismachle. Die eil in ihrem
'■ UnM
“dstDajh ungilt St ot 29189,
1- NSDAP, immungt Mt.St.N7,
Unterbann---------,--------. -
des Oberbannführers und des Bannführers der HI.
lagsvnhlr ungülL St
1, Sa 38786,
dem Herzog etzlen Appell, lernehmungen ior die Front rt und verlieh
agswahl: üü. St 663. 24473, Ja
N
Erwähl, ungült ,®- 18928,
Flaggen zur Feier des Sieges!
WTV. Jur Feier des überwältigenden Bekennt- niffes des deutschen Volks zu Adolf Hitler und seiner Politik des Friedens und der Ehre hat die Reichsregierung für den heutigen 7N o n t a g die Veflagggung der Dienstgebäude angeordnet.
Das Reichspropagandamlnisterlum ersucht die gesamte Bevölkerung, dem großen Sieg der deutschen Einigkeit durch allgemeine Beflaggung festlichen Ausdruck zu verleihen.
„GeographifcheReisen undIorfchurrgen im Süden Chinas."
umfassenden Dortrages.
„Sowjet-Rußland."
Vortrag im Deutschen Techniker-Verband. Ortsgruppe Gießen.
Der Deutsche Techniker-Verband. Ortsgruppe Gießen, hielt dieser Tage eine Versammlung ab, in der Oberingenieur f)aa \ e, nach kurzer Begrüßung durch den Ortsgruppen- Führer Dr. Coburger, einen Lichtbildervortrag über Sowjet-Rußland hielt. Er ging von der Ost- land-Frage aus, die der Führer Adolf Hitler in seinem Buche „Mein Kampf" eingehend behandelte. Er führte sodann u. a. aus: Es könne kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß die Verhältnisse in der Sowjet-Union unaufhaltsam zum Zusammenbruch des Riesenreiches führen würden und daß die marxistisch-bolschewistische Weltanschauung kein Element des Aufbaues, sondern ein Ferment der Zersetzung sei. An Stelle der privatkapitalistischen Wirtschaftsweise sei nur die staatskapitalistische getreten, die alle bisherigen kapitalistischen Ausbeutungsmethoden bei weitem übertreffe. Es herrsche mehr Grausamkeit und Brutalität als zur Zeit „Iwan des Schrecklichen". Das Proletariat herrsche nicht etwa, sondern eine kaum einprozentige Schicht. Die Masse sei der Staatswirtschaft hörig. Jede Freizügigkeit sei aufgehoben. Der Brotkorb hänge dem russischen Arbeiter höher, als je zuvor. Jenen Betrieben, die ihre Plan-Soll-Leistung nicht erreichten, werde von der Staatsbank der Kredit gesperrt. Immer wieder werde vermehrte Arbeitsleistung gefordert, die Lohnzahlung erfolge aber nur in Raten und der Lohn reiche bestenfalls zu einer Hungerkur aus. Rußland fei heute eine Hölle. Großer Mangel herrsche an allen Ecken und Enden. Das Kennzeichnendste sei aber, daß wohl überall ein weitgehender Rückschritt, aber nirgends eine Verbesserung der Lebensbedingungen zu verspüren sei. An Hand von Preistabellen und Statistiken wies der Redner sodann nach, daß das Einkommen in denkbar größtem Mißverhältnis zur Kaufkraft des verdienten Geldes stehe. Ganz trostlos seien die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt. Ueberall herrsche fürchterlichste Enge und eine für deutsche Verhältnisse unvorstellbare Zusammendrängung der Menschenmassen. An Stelle des gesetzlich festgesetzten Wohnraumes von 4 Kubikmeter pro Kopf stünden nur 1,7 Kubikmeter zur Verfügung. Von menschenwürdigen Wohnverhältnissen könne keine Rede sein. Der Redner erhärtete seine Ausführungen durch
UM St t Sl 18139,
Jeden Abend! Jeden Morgen!
Chlorodont
die beliebte Qualitäts-Zahnpaste
ichen mußte, nfteundlichen wirb wieder aus den Tag Nacht wieder
?,99Ö)Qbl.
471 41375,
m es i u s. .. ~ ,
Nach weiteren Ausführungen über die Fachgruppenarbeit wurden folgende Herren als D i e Leiter der einzelnen Fachgruppen be- timm: Steine und Erden: Architekt Breither. Metall-Industrie: Ober-Ingenieur Haase; Chemische Industrie: Dr. K ö h l e r ; Baugewerbe: Ober- Ingenieur Fuchs: Dentisten und
Zahntechniker Bart elf. Behörden: Dr. Schott ; Bergbau: Steiger Georg. Zum Schluß der 23er-- ommlung wurde darauf hingewiesen, daß es Die Pflicht eines jeden deutschen angestellten Technikers ei, dem Deutschen Techniker-Verband anzugehoren. Zwangsinnung für das Maler- und
Wrißb nderhandwerk.
In den Kreisen der Maler- und Weißbinde rm e i st e r in der Stadt (Sieben ist die Frage der Errichtung einer Pflicht-(Zwangs-) Innung seit einiger Zeit ernsthaft erörtert worden. Nachdem festgestellt worden war, daß alle Voraussetzungen zur Bildung einer leistungsfähigen Innung ausreichend gegeben waren, ist von der Hessischen Handwerkskammernebenstelle Gießen ein Antrag aus Genehmigung einer Maler- und Weißbinder- Zwangsinnung im Stadtbezirk Gießen den amtlichen Stellen unterbreitet worden. Da von Seiten der Behörden Bedenken gegen die Errichtung nicht bestanden, ist die Satzung von dem Hessischen Kreisamt Gießen genehmigt worden. Die konstituierende Versammlung fand im Gewerkschaftshaus statt. Gesetzlicher Vorschrift entsprechend hatte ein Beauftragter der Aufsichtsbehörde die erste Versammlung zu leiten. Als Vertreter der Bürgermeisterei Gießen, als der Aufsichtsbehörde, war Verwaltungs- amtmann Keitzer anwesend. Nach einigen einleitenden Worten führte Verwaltungsamtmann
1
•iS»,
18-^50-
Sftf und leine
00 w*
Keitzer etwa folgendes aus:
Der Tag der Errichtung einer Zwangsinnung für das Maler- und Weißbinderhandwerk werde in der Geschichte dieses Berufsstandes nach zweierlei Richtung von besonderer Bedeutung fein, einmal in wirtschaftlicher Beziehung und zum andern in politischer. Es sei bekannt, daß die Reichsregle- rung unter Führung des Kanzlers Adolf Hitler unermüdlich bestrebt sei, die Ursache einer Massen- not, die das deutsche Volk schon seit Jahren heim- suche, nämlich die Arbeitslosigkeit, ernsthaft zu bekämpfen. Wenn das ganze Volk als solches diese Maßnahmen der Regierungsstellen freudig begrüße, so müsse das Handwerk ganz besonders aber diese Maßnahmen schätzen und mit allen Kräften und mit bestem Willen fördern, denn gerade das Handwerk kenne ja die Folgen der Arbeitslosigkeit von zwei Seiten her, sowohl als Arbeitgeber als auch als Arbeitnehmer. Es sei zu hoffen, daß es zum Segen des ganzen Volkes weiter auf bauend vorwärts gehe. Damit dies gelinge, fei es auch notwendig, daß sich das deutsche Volk auch außenpolitisch dem Willen des Kanzlers, als Führer des deutschen Volkes, einmütig unterstelle.
Hierauf wurde die Wahlhandlung für den Vorstand der Innung vorgenommen. Da sämtliche Anwesenden einmütig der Auffassung waren, daß man von einer Wahl durch Stimmzettel abfehen solle, wurde auf Vorschlag des Jnnungsmitglieds L a u n - spach der Maler- und Weißbindermeister Ludwig Stühler, Wolfstraße 26, einstimmig als Jnnungs- führer gewählt.
In den Gesellenprüfungs-Ausschuß wurden berufen: Arbeitgeber: Karl Wagner, 1. Vorsitzender; Karl Rau, Stellvertreter; Ersatzmann: Ludwig Stühler; Arbeitnehmer: Georg Hofmann, Anstreicher bei E. Schmoll; Karl Fink, Tüncher bei I. Fink: Ersatzmann: Fritz Möhr, Maler (Meister) bei G. Schmidt.
In den Ausschuß für L eh r l i n g s ftr e i- ti gleiten wurden berufen: Arbeitgeber: Karl Wagner; Karl Rau; Ersatzmann: Ludwig Stühler; Arbeitnehmer: Georg Sommer, Anstreicher bei Gebr. Nikolaus; Heinrich Haas 4., Anstreicher bei G. Schmidt: Altgeselle: Fritz Mohr, Maler (Meister) bei G. Schmi! t;
Beauftragter für das Lehrlings- wesen wurde Ludwig Thome.
In Anerkennung feiner großen und aufopfernden Verdienste für den Berufsstand wurde Weißbinder- meister Karl Wagner, Stephanstraße 17, zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
„Oie oberhessischen Mineralquellen."
Vortrag im KDAJ.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß dis Versammlungs und Vortragsabende des KDAJ. keine internen Derbandsversammlungen sind, son- dem gerade Interesse in den breitesten Bevölkerungskreisen finden möchten, und jeder Volksgenosse zum Besuche auf das herzlichste eingeladen wird. Der morgen Dienstag, 14., 20.30 Uhr im CafD Ebel stattfindende Vortrag von Dberbaurat 23 e r rt (Bad-Nauheim) bringt Ausführungen über die „Oberhesfifchen Mineralquellen", die sicherlich für weiteste Kreise von Interesse sind.
Der Vortrag behandelt das Vorkommen von Mi- neralquellen in Oberhessen und die Nutzung ihrer wässer" und die rechtlichen Grundlagen des Hessischen Schüttungen. Einleitend werdender Begriff „Mineral-
sind ihnen gläubig gefolgt. So war es zur Zeit der . Bauernkriege, als die Bauern den Rittern ihre | schwarze Fahnen entgegentrugen, so war es 1914, als sich ein ganzes Volk geschlossen um eine Fahne scharte, so war es 1923, als Adolf Hitler uns seine Fahne vorantrug. Und hinter dieser Fahne zog die deutsche Jugend, hinter der blutroten Hakenkreuz- fahne, der Fahne der deutschen Revolution, zum Kampf für Deutschland.
Jugend ist revolutionär, und solange es Jugend gibt, wird es Revolutionen geben, wird neues geschaffen werden.
Unb wenn ich euch nun eure neuen Fahnen gebe, so sollt ihr immer daran denken: die Ehre eurer Fahne ist eure Ehre, wer sie schändet, der verdient es von euch nieder- getnüppelt zu werden, mit eurer Fahne fallt ihr.
Jedem einzelnen Fähnrich gab er die Fahne m die Hand und verpflichtete ihn durch Handschlag. Sodann begrüßte er die alten Kämpfer der Hitler-
werden. . t ,
In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner sodann dem Vegetationsbild zu, das durch die Kultivierung von feiten der Bevölkerung einen ganz anderen Charakter erhalten habe, als er ihm ursprünglich zu eigen gewesen sein mag. Er kennzeichnete besonders die Veränderung, die sich mit dem anfangs vorhandenen Baumbestand vollzogen habe. Der Wald sei bis auf geringe Reste in der Umgebung der Menschen ausgerottet wor- Dcn, weil der Chinese und die alten Volker des Landes den Wald als die Zufluchtsstätten der Geister betrachteten und deshalb fürchteten. So eien allenthalben nur kleine Baumgruppen und kleine Haine übriggeblieben bzw. besonders angelegt worden. In Südchina werde übrigens eine sehr intensive Landwirtschaft mit mehreren Ernten im Jahre betrieben. Trotzdem reichten die Erträgnisse nicht aus, um die Existenz des Volkes zu sichern. Die Ursache bissen seien aber die uralten Methoden des Landbaues einerseits und die besonders gelagerten Besitzverhältnisse, die eine fortschrittliche Entwicklung der Landwirtschaft verhinderten. Nachdem sich der Redner noch mit verschiedenen Problemen der Bevölkerung des Landes beschäftigt batte und dabei den Spuren der zum Teil noch in Resten bestehenden Urvölker nachgegangen war, wandte er sich den wirtschaftlichen und politischen Fragen Chinas in der Gegenwart HU und sprach hier besonders von den nationalen Zielen des im Jahre 1925 verstorbenen Sun-yat-sen, und den kriegerischen Wirren der folgenden Jahre. Gleichzeitig umriß er das Wirken des Kommunismus in China, dem die Verhältnisie in diesem Lande besonders entgegenkommen. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß der Süden Chinas schon immer der Ausgangspunkt politischer, geistiger und kultureller Bewegungen in China gewesen sei. Gegenwärtig müsse es den Anschein erwecken, als sei die Provinz Jün-nan der Ausgangspunkt für ein erneutes Aufleben der Bewegung „Asien den Asiaten'.", eine Bewegung, die vielleicht sogar die Kluft zwischen Japan und China zu überbrücken vermöge. Der vielseitige und von ernstester wissenschaftlicher Arbeit zeugende Vortrag wurde mit leb- baftem Beifall ausgenommen. Zahlreiche vorzügliche Lichtbilder unterstützten bas Verständnis des
Glauben an bas gesamte deutsche Volk 16 Helden tn feen Tob gegangen sind. Und mit diesen gingen noch Hunderte den Weg des Dpfertobes für unser geliebtes Vaterland. ,
Diese Hunderte von Toten, sie werden weiterleben. Wir geloben in dieser Stunde, daß sie roeiterleben; mir geloben, baß wir diesen Geist vorn 9. November in alle Zukunft weitertragen werden.
Die Gefolgschaften 1 und 2 des Unterbanns 116/1 erhalten heute ihre Fahnen. . , ..
Dir müssen uns darüber klar fein, daß die Fahnen der sichtbare Ausdruck unseres wesens, willens und Seins sind.
Die Hitler-Jugend ist die Jugend des neuen Staates, unsere Fahnen sind für uns das Werkzeug das wir >um Ausbau des neuen Reiches brauchen. Wir werden den Staat edel und rein ausbauen. Wir werden rücksichtslos gegen Spießer vorgehen, die uns bei unterem Werke entgegenstehen sollten. Wir werden an den Ausbau unseres Reiches gehen angesichts der Toten des 9. November und angesichts unserer Fahnen. Wo unsere Fahne steht, da werden auch wir stehen, und dort, wo unsere Fahne fällt, werden auch wir fallen!
Unter bann 116/11
Keine Obstbäume und Sträucher auf dem Wochenmarkt
Von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II, in Darmstadt wird uns geschrieben:
„In den letzten Jahren hatte sich die Unsitte eingebürgert, auf Wochenmärkten Dbftbaume und ähnliche Geholze zum Verkauf zu bringen. Da diese Verkaufsart für die Verbraucher mit erheblichen Gefahren verbunden war, ist durch Reichsge etz dieser Verkauf von Dbftbäumen, Sträuchern usw. auf Wochenmärkten verboten worden. Dieses erst vor kurzem ergangene Verbot ist in den Kreisen der Interessenten noch nicht genügend bekannt.
Zweck dieser Veröffentlichung ist, die Gartenbe- fitzer darauf hinzuweifen, daß der Ankauf von Obstbäumen, Sträuchern usw. nur noch bei Den hierfür in Frage kommenden Baumschulen und Gärtnereien möglich ist. Es sei weiter betont, daß hierdurch die Gewähr für hochwertige Erzeugnisse und vor allen Dingen auch für Sortenechtheit geboten ist, was bisher bei dem Verkauf auf Wochenmarkten nicht der Fall war. Um die jeweils gewünschten Sorten zu bekommen, ist es allerdings erforderlich, rechtzeitig den Bedarf zu decken. Es empfiehlt sich daher, nicht erst bis zum Frühjahr mit Dem Ankauf ober Der Bestellung zu warten, sondern diese schon jetzt zu tätigen und nicht etwa auf Die Möglichkeit zu warten, auf Dem Wochenmarkt, wie in früheren Jahren, diese Erzeugnisse zu kaufen."
Bereinigung für koloniale Wiedergewinnung.
Die Bereinigung für koloniale Wiedergewinnung hielt dieser Tage im Vereinslokal Dippel ihre Monatsversammlung ab. Der Vereinsführer T e tz - n e r begrüßte die zahlreichen Mitglieder und Gaste und führte u. a. folgendes aus: Das Hauptziel der Bereinigung bestehe xirin, den Kolonialgedanken >um Allgemeingut des deutschen Volkes zu machen. Die meisten der Anwesenden hätten den Aufstieg der deutschen kolonialen Politik miterlebt und wußten langst daß Kolonialland ein Bestandteil des Mutterlandes sei und beide sich zum Lebensraum eines Volkes ergänzen müßten. Die Vortragsserie, Die Die Bereinigung vorgesehen habe, wolle ausklaren über die Frage: „Warum brauchen wir Kolonien? und behanDle Die verschiedensten Koloma-Probleme A s die Mitglieder des Bundes Der Kolonialfreunde in den Jahren 1924/25 In Gießen begannen, für den kolonialen Gedanken zu werben, seien sie von Den linkspolitischen Kreisen unserer Stadt nahezu als staatsfeindlich betrachtet worden. Kolonialpolitik habe als eine Aeußerung reaktionärer Expanfionsgelufte gegolten. Man habe versucht. Den Gedanken an die
Jugend.
Darauf erfolgte die feierliche Ueberführung einer Schar Hitlerjugnd in die SA. Sturmbannführer Hoebel würdigte in kurzer Rede die Verdienste । der Hitlerjugend im Kampf um Deutschland, und forderte die nunmehr zur SA. gehörigen Hitlersun- qen auf, daß sie auch in den Reichen der SA. Den Geist weitertragen sollten, in Dem sie all Die Jahre gekämpft hätten. ,
Dann wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen, während die Flammen mehr und mehr in sich 3U= fammenfanten.
Unterbann 116/111.
Der Unterbann 116/III Hungen trat auf einem Hügel nahe dem Kloster Arnsburg an. Nach einer Ansprache des Unterbannsührers Schreiber, der auf die Bedeutung des 9. Novembers tn der deutschen Geschichte hinwies, ergriff der
Dannführer Buß
das Wort.
Er führte aus: „Wir, die junge Generation, stehen heute geschloffen hinter unserem Führer, um mit ihm das dritte Reich, ein einiges Großdeutschland zu schassen. Das erste Reich, das „Heilige Römische Reich", mit seinem inneren Hader und seiner Zerrissenheit in einzelne Stämme und Konfessionen, konnte nur dann wirksam nach außen auftreten, wenn ein überragender Führer an der Spitze des Reiches stand. Aber die Tragik der deutschen Geschichte wollte es, daß auf diese überragenden Führer immer wieder schwache Äaiser folgten und das Reich wieder in seine Ohnmacht verfiel. Taufende der besten Deutschen zogen nach Italien, vergossen dmt ihr Blut, um die fremden Bestandteile dem Reiche zu erhalten. Während andere Völker ihre innere Geschlossenheit schufen, tobten in Deutschland blutige Religionskriege. Das zweite Reich, bas uns Bismarck schuf, führte wohl das deutsche Volk zu ungeahnter Blüte empor, aber ihm fehlte noch die innere Einheit, und ihm fehlte bas, was wir heute verwirklicht haben, bie Volksgemeinschaft. Wenn wir heute unsere Fahnen weihen und ihnen treue Gefolgschaft geloben, bann geloben wir Damit Treue unsrem Führer unb geloben mit ihm für em groß- deutsches Reich zu kämpfen. Wir gedenken unserer toten Kameraden und gedenken der Volksgenossen, die heute noch durch Grenzen von uns getrennt sind wir gedenken der Brüder m Oesterreich, m Oberschlesien, im polnischen Korridor, im Saargebiet. Es folgte bann die
Weihe der neuen Fahnen
durch den Bannführer. Mit einem gemeinsamen Lied unb dem Treuschwur auf den Führer unb bas Vaterland fand bie erhebende Kundgebung ihren
D^ Feiern im UMnterbann 11 6 /1V Alsfeld unb 116/V Nieder-Ohmen fanben am Morgen bes 9. November um 5 Uhr, in ben einzelnen Scharvrten in derselben würdigen Weise statt.
Kolonien zu ersticken. Deshalb müsse man heute unter einer ganz anders denkenden und handelnden Regierung den Kampf um Die Kolonien wieder mit ganzer Kraft aufnehmen und besonders die Jugend für den Kolonialgedanken gewinnen. Die Methode, mit der an diese Arbeit herangegangen werden solle, müsse aus dem innersten Wesen Der neuen deutschen Weltanschauung geboren sein. Kolonien seien aber nicht dazu da, um persönliche Reichtümer zu erwerben ober kriegerischen Zwecken zu Dienen, sondern sie seien Da, um nichts anderes zu sein, denn zweites Heimat- und Vaterland.
Die Gesellschaft für Erd - und Völkerkunde vereinigte am Donnerstagabend eine stattliche Anzahl von Mitgliedern und Gälten zu einem hochinteressanten Vortragsabend. Pros. Dr. Wilhelm C r e d n e r (München) sprach über Das Thema: „Geographische Reisen und Forschungen in Südchina". Er ging zunächst von seiner freien Forscher- tätigteit in Hinterindien aus, sprach von seiner Versetzung an Die Universität in Kanton und seiner Expedition nach der Provinz Jün-nan, deren besondere geographische Verhältnisse zu erforschen er sich zur Ausgabe gemacht habe. Diese Expedition sei in Die Regenzeit gefallen, die es den Teilnehmern sehr schwer machte, in das Innere des Landes vorzudringen. In feinen weiteren Ausführungen schilderte Der Redner zunächst die merkwürdigen geographischen Landschaftserscheinungen des südlichen China, insbesondere aber in Der Provinz Jün-nan, deren Landschaftsdild er nicht als Teil Des gesamten China, sondern als Dem Lanbschaftsbild Hinterindiens eng verwandt und verbunden darstellte. In vielen Lichtbildern sah man die immer wieder aus den zum Teil weiten 2lbtragungsebenen steil und plötzlich aufragenden Kalkgebrrge, durch bie sich Die Flüsse ihren Weg gebahnt und in den Gebirgen elb t tiefe Schluchten gegraben hatten. An Hand einer graphischen Darstellung ließ der Redner den Zuhörern Das in jahrtausendelanger Entwickln! « zustande gekommene Landschaftsbild verständlich
in würdigster Weise begangen.
Auf Den Wiesen oberhalb des Bahnhofs irt Gro- hen-Buseck hatte sich Die gesamte Hitler-JugenD des Unterbannes 116/11 um einen mächtigen Holzstoß im Viereck aufgestellt. Auf Der einen Seite Die neu zu weihenden Fahnen unb auf Den anDeren Seiten Die langen Reihen der Hitlerjugend. Auch eine große Abordnung der SA. unter Führung Des Sturmbannführers Hoebel war erschienen.
Vor Der Front aller fianDep Die alten Hitler- Jungen, (eine besonDere Ehre für sie) unb bie nunmehr in Die SA. überzuführenben Hitler-Jungen.
Tiefe Nacht lag über ben Feldern, als
Unterbannführer Schneider
sprach:
„Der 9. November 1918 bedeutet für uns auf der einen Seite einen Tag der beispiellosen Schmach, ein Xag, an Dem Gemeinheit unD Niedertracht das Deutsche Volk um Den erhofften Lohn bes endgültigen Sieges gebracht haben, auf Der anderen Seite aber ist Der 9. November fünf Jahre später zum leuchtenden Symbol der deutschen Einheit und bes leuchtenben Aufstiegs geworden.
Als vor nunmehr zehn Jahren unser Führer Adolf Hitler mit feinen Getreuen durch München 30g, bereit zum Kampf gegen Marxismus unb Reaktion, unb als bann an der Feldhermhalle bie Schüsse Der Reaktion 16 Deutsche Helden auf bas Pflaster streck- ten, ba erst wurde der Keim gelegt zu dem heutigen neuen Deutschland. Denn das Opfer dieser ersten Märtyrer der Bewegung ist uns immer der Ansporn gewesen, weiter zu kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht hatten.
24 f)itlerjungen sind gefallen im Glauben an Deutschland und die Idee unseres Führers, und ihr Dpfertob soll uns immer wieder anspornen weiter zu kämpfen, bis bas, was wir durch all die Jahre ersehnt haben, vollste Wirklichkeit geworden ist: bas neue Dritte Reich. Deshalb seid einig, wie zuvor. Dann kann uns niemand überwinden."
Hochauf loderten die Flammen, und kündeten weithin, daß hier deutsche Jugend versammelt war, geeinigt im Glauben an Deutschland, bereit zu kämpfen für Deutschland.
Dann sprach
Oberbannführer Rupprecht Hainer:
, Es hat tm Leben Deutschlands immer Zeiten gegeben zu Denen Nacht unb Not über dem Volke gelüstet haben. Aber auf Die Nacht ist immer wieder der Sonnenschein gefolgt. Männer sind aufgestanden unb haben ihre Fahne vorangetragen unb Tausende
Sodann gab der Redner des Abends, Kolonial- freund E. Schmidt einen ausführlichen geschichtlichen Ueberblick über Die Entwicklung in Sudwest- Afrika. Es sei eine feststehende Tatsache, so führte er u. a. aus, daß der Erwerb kolonialer Besitzungen stets eine Folge der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des kolonisierenden Landes sei. Deutschland sei im Jahr 1884 in die Reihe der kolonisierenden Länder getreten, als es dem Mutterlands an eigenen Rohstoffquellen und an eigenen Absatzgebieten fehlte. 1882 habe der Bremer Kaufmann Lu- deritz den Entschluß gefaßt, im Großen Nama- Lande, dem Gebiete nördlich der Oranjemundung, eigene Hanbesniederlafsungen zu gründen. Als dem Unternehmen von englischer Seitk-Schwierigkeiten drohten, habe Bismarck am 24. April 1884 Die e NieDerlasiungen und Unternehmungen unter Deutschen Schutz gestellt. Schritt auf Schritt sei bann die Flaggenhisiung in Togo (Mai 1884), in Karne- r u n (Juli 1884), auf einigen Inseln Des Ozeans und ein Jahr später in Deutsch - Ostafr 1 k a erfolgt Rege kolonisatorische Aufbauarbeit habe überall eingesetzt. Eine Schutztruppe sei geschaffen worden, Die aber nicht so ausgerüstet wurde, wie es zum Schutze bes Laubes und Der deutschen Siedler notwendig gewesen wäre. Bismarck habe bie Ansicht vertreten, daß das Schicksal Der Kolon ialland«r auf Den Schlachtfeldern Europas entschieden werde.
Im Weltkrieg habe die Schutztruppe, jene 5000 Mann starke Streitkraft, Dem heldenhaften Bingen Des Mutterlandes nicht nachgestanden, sie wußte aber doch der feindlichen Uebermacht der 60 000 erliegen und das bittere Ende der Uebergabc bei Khorab am 6. Juli 1915 hinnehmen. In feinen weiteren Ausführungen ging Der Redner auf den Ver- jailer Friedensvertrag ein, Der uns wit folgenden Begründungen die Kolonien raubte: 1. Deutschland habe Die Eingeborenen schlecht behandelt und sei deshalb nicht würdig, eigene Kolonien zu verwalten; 2. bie deutschen Kolonien seien als Ausgangspunkt für Raubzüge auf ben Handel der Erde benutzt worden; 3. Deutschland sei Darauf ausgegangen, die Kolonien zu militarisieren und von ihnen aus andere Völker zu bedrohen! Der Redner widerlegte diese drei „Begründungen". (Lebhafter Beifall.)
eine stattliche Anzahl von Lichtbildern, Die oom Redner in der Zeit vom September 1931 bis Marz 1932 ausgenommen worden sind. In r«ilistischer Deutlichkeit zeigten sich auf Der Leinwand all die Not und Das Elend einer bolschewistischen „Besser- gestaltung" der Daseinsbobingungen. Zum Schluß wies Der Redner auf Die Gefahr hin, Die unserem Baterlanbe noch vor einem Jahre gedroht habe unb die abgewandt worden sei Durch Den einen Mann, dessen jahrelanger Kampf Deutschland allein gerettet habe. Mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler schloß Der Redner seinen aufschlußreichen Vortrag.
Bei Der Erledigung des geschäftlichen Teiles Der Versammlung wies der Führer Der Ortsgruppe Darauf hin, daß in der nächsten Versammlung Dr. Kranz über das Thema „Rassefragen" sprechen wird; auch seien weitere Betriebsbesichtigungen vor- qesehen.
Der organisatorische Aufbau der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Techniker-Verbandes ist vollzogen. Die Verwaltung setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Ortsgruopenvorsteher: Dr. C.0 - bürg er- Schriftwart: P. Gärtner; Kassen- wart: L. Pauly. Zu weiteren Mitarbeitern mürben ernannt: Werde- und Vresseobmann: Dr E. G 0 e r e s ; Ortsgruppen-Schulungs-Obmann Jng. E Gräf; Stellungslosen-Obmann Jng. Malko-
chen 3-"' ey, Münchens ]5 Besondere Äthers W°* inbWen j Besonderen e anHiitznr. t5“ im neuen )er deuM »’S -'S Borgänge
M Die > ,n Beitrag
)■ von tNlNs anderes mehr


