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Montag, fZ. November 1933
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
M. 266 Dritter Blatt
Oberheffens Bekenntnis zum Führer
Die Beseitigung der Grenzpfähle.
Das Ergebnis im Kreise Gießen
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war^r^noch Erheblich darüber Ununterbrochen ging aber der Zustrom weiter, und schließlich hatten um 18 Uhr. als der Wahlakt geschlossen war,
Allcndors a. d. Lda. Allertshausen . - . Alten-Buseck . . • Annerod.....
Bellersheim . . . Beltershain . . - Bersrod.....
Bettenhausen. .
Beuern . • • • Birklar • • • • Burkhardsfelden Climbach. • • • Daubringen . • Dorf-6>ill. . . . Eberstadt . . .
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Muschenheim - - Meder-Bessingen . . Ncnnenroth . . . . Obbornhofen . . . . Ober-Bessingen. . . Ober-Hörgern . - - Odenhausen . . . - Oppenrod.....
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Rabertshausen . . - Reinhardshain . . • Reiskirchen.....
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Rüddingshausen. . . Ruttershausen . . . Saasen......
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Et O ß.E
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in prächtiger Weise zum Ausdruck brachte. Reben den Flaggen waren in vielen Straßen von einer Seite zur anderen Spruchbänder gespannt, die den Sinn und Zweck der Wahl in eindrucksvollen, schlagkräftigen Worten zum Ausdruck brachten. Außerdem waren am Samstag und besonders auch am gestrigen Sonntag Sprechchöre auf Lastkraftwagen unterwegs, um durch die zusammengefaßte Kraft des ge- ' sprochenen Wortes aufzurütteln und zu werben für die große nationale Entscheidung.
Der gestrige Sonntag brachte von 7 bis 8 Uhr den Weckruf - Marsch des Sturmes I der S A. - R e s e r v e 116, der unter Borantritt der I SA.-Reserve-Kapelle vom Sturmlokal Soldan aus den Seltersweg hinauf durch die Frankfurter Straße, Wilhelm traße, Ludwigstraße, Ludwigsplatz, Gartenstraße Reuen Bäue, Schulstraße, Marktplatz, Marktstraße' Bahnhofstraße, Kaplaneigasse Seltersweg zum Sturmlokal Soldan zurückfuhrte. Trotz der frühen Stunde sah man an vielen Fenstern begeisterte Menschen stehen, die freudig ihren Gruß der Sturmfahne und damit dem nationalsozialistischen Deut|ch- land darbrachten. Zur gleichen Zeit waren wieder Sprechchöre des Jungvolkes auf Lastkraftwagen unterwegs, die ihre Werbearbeit vom Tage vorher fortsetzten. Bald danach begann auch der Verkehr in den Straßen immer reger zu werden. Schon von 9 Uhr, dem Beginn der Wahlhandlung, ab war der Anmarsch der wahlberechtigten zu den Wahllokalen sehr rege. Im Laufe der Vormittagsstunden wurde der Andrang immer stärker.
3n einer ganzen Reihe von Wahllokalen stauten sich an den Eingängen die TNenschenmasten, so daß ein richtiges Schlangenstehen sich entwickelte und die Stimmberechtigten nur schubweise die Wahllokale betreten konnten.
Dabei hatte zu dieser Zeit die Schlepparbeit noch gar nicht begonnen der starke Zustrom war led.g-
im Gesamtergebnis 96,8 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.
Dieser PwzentM stell'alles bisher Erlebte bei fcn früheren Wahlen in Gießen in den Schatten. In dieser Zahl kommt zum Ausdruck, daß auch unsere Bürgerschaft mit gewaltiger innerer Anteilnahme in dem großen Geschehen des nationalen Aufbruchs M'Das^rqebms der Abstimmung in Gießen hat i„ erfreulicher Weise denen recht gegeben, die aus den gesunden nationalen Kern und Sinn unserer i e ß e n e r Einwohnerschaft vertrauten Mit uns werden alle national- ge innten deutschen Volksgenossen dieses Ergebnis der
Deutschlands Einheit bekannt habe. Dazu stellt bie"® Zuleitung fest, daß ionstige Storungen der öffentlichen Ordnung und Zwischenfalle sich nicht ereignet haben.
Die Kundgebung in Gießen.
Die Gießener Hitler-Jugend hatte gestern gegen 17 Uhr den Befehl erhalten auf der Rodheimer und auf der Krofdorfer «traße die hessischen Grenzpfahle zu holen und nach Gießen zu bringen. Außerdem wurden von verschiedenen staatlichen Gebäuden (Unioer tat I Kreisamt, Gymnasium, Botanisches Institut usw.) । bie hessischen Staatsflaggen samt den
Dom Oberbann IV Oberhessen wird uns ^Gestern um 17 Uhr stürzte die oberhessische Hitlerjugend die Grenzpfahle, die Hessen von Preußen trennen. Die Revolution, die öt Führer in der deutschen Jugend entfacht hat, brennt Sie marschiert solange, b,s alles, was der Führer fordert restlos erfüllt sein wird. Wir haben dafür zu sorgen, daß dereinst diese Revolution mch ,m Sande verläuft, denn für uns und unsere Zukunft hat der Führer sein großes Werk begonnen und ist an die Macht gelangt, um es restlos durchzusetzen. Wir, seine Äugend die einen Namen tragt wir wollen ihm dabei behilflich sein. Zu leder Stunde soll der Fr rer sich aus uns verlassen können Für uns und nicht für die Spießer sind vier- kundert SA.-Leute gefallen und 21 Httleriungen.
«nir wollen, daß für ewig die Zeiten vorbei sind, da der deutsche Bruder wider den deutschen Bruder kämokte Wir verstehen nicht, wofür es I) e l t e SäSaissansves M* srÄ'® ..■$$. Ä WWZGM
Ein Tag Der Freude.
unierer Stadt fein. Er unterschied sich von dem Verruf frührer Wahltage so vorteilhaft und so außer- IÜSJSa hn6 er mit Recht als ein besonderes Ereignis verzeichnet bleiben wird. Wie diesmal schon di? Vorbereitung der Wahl von hingebungsvoller Beaeisterung für das Werk unseres großen Führers und Dolkskanzlers Adolf Hitler und das deutsche Vaterland erfüllt war, so zeigte auch der Verlauf des Wahltages eine gewaltige Welle hoher nationaler Begeisterung, wie man sie bei früheren Wahlhandlungen nie erlebte.
Lchon seit Freitag sah man in den Straßen der Stadt reichen Flaggenschmuck in den Farben des Dritten Reiches, der
die nationale Signatur des bedeutsamen Wahl- ereignisses
der Mainlinie, das vor Monaten noch m Köpfen deutscher Kleinstaat-„Politiker" pukte. alten Parteien sind zerschlagen, es gibt nur D o 11 Ld "nachdem dk P^ar/eien^ zerschlagen sind, '°K n ° r M- wonen
ein Reich Wir wollen das heilige Deutsche^Reich.
* F r i e d b e r g, 12. Rov. Um 18.15 Uhr verteilte die Hitlerjugend bie ersten Flugblätter, die bereits die ersten Berichte enthielten. Die Nlederrelßung der Grenzpfähle durch die HI. wirkte wie eine
Villingen.....
Matzend orn-Steinberg Weickartshain.... Weitershain . . s • Wieseck......
Insgesamt
lief) darauf zurückzusühren, daß die Wahlberechttgten sich in verantwortungsvoller Weise kuhzeitlg zur Abstimmung begaben, um dadurch die Ueberficht über den Verlauf der Abstimmung zu erleichtern. Bis zur Mittagsstunde hatten in Gießen etwa 7 5 Prozent der Wahlberechtigten bereits abgestimmt. Stellt man dazu in Vergleich, daß bel früheren Wahlen der Prozentsatz bis zur Mitta^ltun^ im günstigsten Falle sich auf 25 bis.30 Prozent belief so wird ohne weiteres klar, wie stark sich diesmal die Wählerschaft in die Verantwortung hin- eingestellt fühlte und wie gewaltig der rmtwriale Schwung war, der von diesem Berantwortlichkeits bewußtsein aus den Entschluß zur Fruhwahl zeitigte. Die gewaltig gesteigerte Anteilnahme der Wahlberechtigten kam auch in dem Straßenbilb eindrucksvoll zur Geltung. Trotz des mcht gerade angenehmen Spätherbstwetters herrschte allenthalben in den Straßen ein Fußgänger- und Kraftfahrze"^ verkehr, wie man ihn bei irgendeiner früheren Wahl nie zu verzeichnen hatte. Alles war aus den Beinen und strebte den Wahllokalen zu, und viele kehrten von dort, das Wahlabzeichen an sichtbarer Stelle angelegt, zurück. Selbst während der Mittagspause, in welcher der Verkehr vaturgemaß etwas nachließ, war der Betrieb noch erheblich starker als früher in den Hauptzeiten der Abstimmung. Am Nachmittag kam bald wieder Großverkehr in Gang, da nunmehr in anerkennenswerter Weise -
auch die bis zur Mittagsstunde säumigen Wähler Sensation, und Wählerinnen sich auf den Weg machten, um ihrer höchsten Staotsbürgerpflicht zu genügen. Bereits gegen 15 Uhr belief sich der Absttmmungs- iviia _____ . smnh nPnfer
(Eigenbericht der Pressestelle der Hitlerjugend.)
* Butzbach, 12. Nov. Um 17.30 Uhr beseitigte hie Hitlerjugend Butzbachs die preußischen und die hessischen Grenzpfähle. Sämtliche Pfahle wurden von der preußischen Hitler.ugend ubenommem Unter dem Gesang des Deutschland-Liedes wurde dasi fallen der Grenzpfähle von der Httler,ugend begrüßt.
* Homberg, 12. Nov. Um 17 Uhr zerschlug die Hitlerjugend des Unterbannes 5 etwa 200 Grenzsteine. H Die Gefolgschaften veranstalteten in der Stadthalle eine Kundgebung, bei welcher Student Kratz auf die Bedeutung dieses Tages hmwles.
* Allendorf a. d. Lda., 12. Nov. Die Gefolgschaft Allendorf legte bei Lollar die Grenzpfahle um. Die Aktion verlief in Ruhe.
* Frankfurt a. M., Nov. Hier werden heute abend sämtliche Grenzpfahle die längs der hessisch-preußischen Grenze von der H'tleiiugend gestürzt worden sind, auf dem Romerberg öffentlich | verbrannt.
Jugend! cher ileberschwang.
l3 unr ,.u, ... ............ , Unter biefer Ueberfd)rift geht uns die nachstehende
f 85 5Wnt. in manchen Wadtwtalen | Meldung ,u^D. Ste. „„ @ü6.
westdeutsche Rundfunk verbreitete am Sonntag die Nachricht, daß hessische und sonstige G r enz p fahle d u r ch I u g e n d b e s e i t i g t worden sind, und daß , die Jugend in begeistertem Ueberjchwang sich zu I
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1530
1550
1569
1481
1328
1151
1079
1460
1203
1012
1118
1103
343
303
46
56
54
38
53
52
19
18
26
33
11
24
13
29
41
37
52
36
7
2
1233
1305
1394
1336
1251
1383
1549
1568
1595
1514
1339
1175
1092
1489
1244
1049
1170
1139
350
305
18
27
17
16
15
28
15
18
3
15
20
18
21
15
16
12
12
15
8 2
1251
1332
1411
1352
1266
1411
1564
1586
1598
1529
1359
1193
1113
1504
1260
1061
1182
1154
358
307
4265 1342
1434
1355
1271
1372
1497 1579
1570
1489
1373
1206
1120 1486
1263
1155 1195
1168
35
25
24
29
33
100
145
58
96
89
47
43
33
35
39
51
22
41
357
307
1254
1332
1414
1352
1268
1414
1564
1586
1606
1529
1363
1193
1115
1505
1263
1163 1183
1157
358 307
Insgesamt .
22863
1762
24625
23833
647
124480
1 311
(24791
24140
| 1610
|24924
11
162
163
5
1
330
330
10
3
732
730
12
30
1671
1682
16
272
271
6
—
382
| 375
7
92
2634
2681
19


