Ausgabe 
13.10.1933 Frühausgabe
 
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t Ne Dorwürfe erörtert, die zeitweilig kn der deut- Dresse aeaen das Fürstentum erhoben worden

Lokaltermin im ReichslagsbraniMerprozeß.

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Oer Völkerbundsrat arbeitet auf

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Ser ständische Versaffnngsnmbau in Oesterreich

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sich mit der Aufrechterhaltung von Dienst-

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einheitlicher und rascher Schutz gegen verbotene Agitation durch ausländische Zeitun­gen getroffen wird. (Eine andere Verordnung be­schäftigt fic T :-'t

Verhältnissen, der zur Dienstleistung in der bewaff­neten Macht (Einberufenen " E» handelt sich alfo um eine Verlängerung d e r Refervisten- cinberufung. Schließlich wird die Verordnung

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Juaendoerbände g der national-

verlängert, die d i e Ä u » Wahlen hinausschiedt.

Sitzung S

Abteilung Verbände in der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Habersberg, erschienen Don

Das Erziehungsideal der deuWenIngend

r(5ieg über das eigene Ich.^-Eine Unterredung mit Baldur von Schirach.

-astzoranttt'bk ' Berlin, 12-Dt ILA. «restedirnst t in eint

Amsterdam, 12. Oft. (TU.) DasAllgemeen Handelsblab^ fetzt feine Artifelreihe über das neue Deutschland mit der Veröffentlichung einer Unter- rebung seines Berliner Korrespondenten mit Reichs- jugendführer Baldur von Schirach fort.

Die erste Frage des Korrespondenten bezog sich auf Befürchtungen in der ausländischen Presse, daß durch die nationalsozialistische Erziehung das junge Geschlecht, das fein Krieg-elend mitgemacht habe, eher geneigt fein würde, nach Krieg zu ver­langen, anstatt ihn zu fürchten.

mit Vertretern der liechten- I den Leitern ttgefunben. Dabei wurden * wurde betont.

Das Ergebnis des Lokaltermins ist, wie wir hören, daß fich der Zeuge Thaler wahr­scheinlich getäuscht hat, als er annahm, zwei Personen seien durch da» Fenster ein­gestiegen. Der Zeuge erflärle bei dem Lofaltermin ausdrücklich, daß er nicht gleichzeitig zwei Personen auf dem Balkon gesehen hat, während man das bisher angenommen hatte. E» besteht alfo, wie der Vorsitzende feststellte, die Mög­lichkeit, daß der Einsteiaende sich bei seinen Be­mühungen, in das Fenster zu kommen, hinter die Balkonbrüstung geduckt und bann wieder a u f g e r i dj t e t hat, womit die Be­obachtung des Zeugen erklärt werden könnte. Das Gleiche gilt für den Fackelschein in den Parterre-Räumen des Reichstages. Auch hier hat fich ergeben, daß man manchmal der Meinung fein könnte, als bewegten sich z w e i Lichtquellen an den Fenstern vorbei, während tatsächlich nur eine Person mit dem Feuerbrand durch die Räume ging.

Der Lokaltermin bauerte bi» 22.15 Uhr. Die ganze Derhanblung ist stenographisch protokolliert worden, und das Ergebnis wird in der Derhand» lung am Freitag nochmals dargestellt werden. (Fs ist möglich, daß man für das Protokoll des Lokal­termins auch die Schallplattenaufnahmen des Rund­funks mit heranzieht.

Zuspitzung des japanisch-russischen Streits

E h a r b l n, 13. Oft (Reuter. Funkspruch.) paffa- glere der transfibirlschen Eisenbahn berichten, daß alle 45 Minuten russische Truppen- lüge die Dahn passieren, und daß die Truppen von rNandschukuo fichinderNSHevon Hai­lar konzentrieren. Das Geschäftsleben In Eharbin ruht völlig. Bankier» und Kaufleute war­fen auf eine Entscheidung, die der jetzigen Unsicherheit ein Ende machen und ihnen zeigen wird. In welcher Richtung sich die Dinge entwickeln wer­ben. Der hiesige Sowjetgeneralkonsul hat zum fünf­ten Male ohne Erfolg beim Außenministerium pro-

schen Presse gegen bas Fürstentum erhoben worden sind und die dahin gingen, daß Liechtenstein durch seine Gesetzgebung die Kapitalflucht begün- stige und sogar ein Zufluchtsort für Ver­brecher fei. 9n den Besprechungen wurde allsei- tig festgestellt, dah verschiedene von den erwähnten Veröffentlichungen in der Presie teils nicht den Tat­sachen entsprechen, teils übertrieben sind. Don liech-

Lage mündlich Bericht 311 Erstatten. Die anderen Mächte verhandeln gegenwärtig über die Situation, die dadurch entstanden ist, baß Bot­schafter Radolny gestern der englischen Auffassung die deutsche entgegengestellt hat. Auch der heutige Tag hat den Eindruck bestätigt, daß England, Frankreich und

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Der Reichsjugendführer antwortete hierauf zu­nächst mit der Gegenfrage, ob es denn der Korre­spondent wirklich für möglich halte, daß ein ver­ständiger Mensch glaube, ein deutscherJunge, dessen Vater oder Bruder im Kriege gefallen sei und der die entsetzlichen Auswirkun- gen des Krieges noch täglich insbesondere im Wirt­schaftslebens des deutschen Volkes wahrneh­men könne, nach Kriea verlange. Ich-bestreite, so sagte Baldur v. Schirach, daß in Deuttchland junge Menschen leben, die das Elend des Krieges nicht durchgemacht haben. Sie dürfen nicht oeraeffen, daß für uns der Begriff Friede die Vorstel­lung von Ordnung, von ungehinderter Arbeit und langsamer Entwicklung zu besseren Zuständen e r st jetzt sichtbar wird, weil Adolf Hitler dem Streit, der in Deutschland mutete, ein Ende gemacht

Donnerstag fand bereite wieder unter dem Vorsitz de» Bundeskanzlers D 0 11 f u h ein M i n i st e r r a t statt, der sich mit dem Bunbesvoranschlag des Iah- re» 1934 beschäftigte und eine Reihe kleinerer Vor­lagen beschloß. Don besonderer Bedeutung sind Dar­unter weitere Maßnahmen gegen Miß- bräudje der Pressefreiheit, durch die ein

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Berlin, 12.0 P Wrnschafl, *1. Erlaß ang er bit hohen hc Äf'bf oon Präses 2" auf ein erträ

verbleibende Weichen Kürzu

fett eingelegt nnb die Freilassung der Sow­jetbeamten der Eisenbahn verlangt.

Sur russisch-japanischen Spannung schreibt das Darifer Journal: 3ft ein bewaffneter Konflikt zu befürchten? Aus verschiedenen Gründen darf man Daran zweifeln. Die Russen fürchten jetzt nichts fo sehr wie einen Rne& Der e r n ft e Rückwirkungen auf die Festig- leit des Sowjetregimes haben konnte. Man darf hinzufügen, daß eine militärische Opera­tion in Asien eine ungeheuer kostspielige An- gelegenheit ist wegen der Transport- und Derv'leaungsschwierigkeiten. Ferner ist es wenig wahrscheinlich, dah die Japaner, wenigstens vorläufig, sich in Abenteuer stürzen. Es wurde die Weltöffentlichkeit noch mehr gegen ihre Politik m Bewegung bringen. Praktisch gewährleistet Ihnen der Besitz des Mandschu-Gebietes die Beherrschung der ostchinesischen Bahn. Der Kauf Der Ostchinabahn würde lediglich eine tatsächlich bestehende Lage lega­lisieren.La Räpublique" meint, bie Japaner könnten nach einer gewaltsamen Regelung der Eisenbahnfrage ruhig die Entwicklung Der Dinge abwarten. Aber anDerseits fei Der A u1 g e n blick für sie äußerst Sonstig. Die Großmächte hätten in (Europa zu tun. Amerika befinde sich m schwerer Krise. Glaube man etwa daß Amerika Krieg führen würde, weil Jaoan ^n nördlichen Teil der Insel Sachalin und seine Petroleumvor- kommen beschlagnahme, oder Wladiwostok das nur durch die Armeekorps des Generals Blücher ver- teiöigt werde? Die Angelegenheit sei für bie Soro- jets von größter Bedeutung. Em Handftreich auf miabiroo ft ot sei burchaus möglich, Wla- biwostok sei ber natürliche Hafen ber transsibirischen Eisenbahn. Ohne ihn könne Sibirien nicht mehr atmen.

Berlin, 12. Okt (END) 9n bufen lagen haben

Bersin Besprechungen 1 inschen Regierung siatt_,___________...

hat. Der Wille, guter Kcnnerab zu sein, Der heute Die Deutsche Jugenb vereint. Die FreuDe Dieser Jungen über Das Wesen Der neuen Zeit in DeutschlanD und Die Flaggen, Wimpel unD Abzeichen Dieser IugenD washatdasallesmitSolDatenleben zu tun? Ich bin bereit, jebem Journalisten ber Welt, ber einen objektiven Einbruck von Der neuen Deutschen JugenDerziehung bekommen will, Gelegen­heit zu geben, alle Einrichtungen Der Hitler jugcnb iu besuchen. Wir wollen ja nichts anberes als bies: Infere W eltanschauung in Der jungen Ge­neration s 0 zu verankern. Daß Die IugenD nach Diesen Gesetzen benkt u n b Han- beit unb wir haben bei bieser Arbeit beswegen solche Erfolge, weil wir mit biesem Weltanschauungs­unterricht ber Jugenb keine Konstruktion bringen, fonbern nur etwaswecken, was bereit s i n ihrfchlummerte. Wenn wir sie für bie heldische Idee erziehen, bann bebeutet Dies nicht. Daß wir sie in Begeisterung für neue Kriege versetzen wollen. Wir bezwecken Das Heldentum der Aufop- f e r u n g , die das Ideal der neuen deutschen Jugend DarfteUt. Es wir so oft verkehrt gegriffen und be­deutet in einer Formel zufammengefaßt doch nichts anderes, als: Verzicht des Einzelnen zu­gunsten der Gemeinschaft. Eine der größ­ten Figuren der Menschheit hat e» einst so formu­liert, daß man seinen Nächsten lieben solle wie sich selbst. Alles, was wirklich heldisch ist, wird aus dem Siege über das eigene Ich geboren. Wir erziehen das junge Deutschland zu diesem Sieg über sich selbst. Das nennen wir Dann Die Erziehung Des heldischen Menschen."

Oie konfessionellen Zugend­verbände.

Berlin, 12. Okt. (WTB.) Am 10. Oktober d. I. fand unter Dem Vorsitz von Ministerialdirektor Dr. Buttmann eine Besprechung mit Dem Führer Der evangelischen JugenDverbände Dr. Stange unD Dem Führer ber katholischen Jugenboerbänbe Prälat Walker statt. Als Vertreter bes Jugend- führers des Deutichen Reichs war der Leiter Der

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Frid'.kme bemnäi Staatsrates in 8i

Oesterreichs Finanzlage vor dem Völkerbund.

Gens, 12. Okt. (TU.) Der DölkerbunDsrat be- handelte in öffentlicher Sitzung den Bericht des Finanzausschusses über Die Finanzlage Oesterreichs. In Dem Bericht, Den Der Vertreter Australiens erstattete, heißt es, daß die im Lausanner Protokoll vorn Juli 1933 vorgesehene Außenanleihe Oesterreichs mit Erfolg in England, Frankreich, Italien und der Schweiz aufgelegt worden sei. Die österreichische Regierung fei somit in Stand gesetzt worden, ihren sämtlichen kurzfristigen Auslandsverpflichtungen und einem großen Teil ihrer schwebenden inneren Schuldverpflichtungen nachzukommen.

Die Vertreter Englands, Frankreichs und Ita­liens benutzten die Gelegenheit, um in demonstra­tiver Weife Oesterreich ihr Vertrauen ausjufpre- chen. Sie betonten Übereinstimmend ihre Zuversicht, daß der eingeleitete wirtschaftliche und finanzielle Wiederaufbau Oesterreichs zum Erfolg führen werde. Staatssekretär Eden erklärte, die englische Regierung erhoffe einen vollen Erfolg des großen, von der österreichischen Regierung in Angriff ge­nommenen Werkes der Gesundung. Massigst beglückwünschte im Namen ber französischen Regie­rung Oesterreich zu ber finanziellen Dieberher­stellung unb gab ber Hoffnung Ausbruck, baß roeber im Inneren noch im Aeußeren etwas unternommen werbe, was ben Erfolg ber inneren Anleihe ge- fährben könne. Der italienische Vertreter Bin- ch e r i beglückwünschte gleichfalls bie österreichische Regierung und gab ber Hoffnung Ausbruck, bah Oesterreich alle Schwierigkeiten überroinben werbe. Der österreichische Gesanbte von Pf lüg! dankte für die Zeichen des Vertrauens der Großmächte. In einem schwierigen Augenblick sei jetzt Oesterreich die brüderlicye Hand gereicht worden.

Oie Bestellung eines Flüchtlings» tommiffars.

Genf, 12. Okt. (TU.) Der Völkerbunds- rat befaßte sich mit dem Beschluß der Völker- bundsversammlung auf Einsetzung eines Kommis­sars für die deutschen Flüchtlinge. Der Rat b e - (tätigte den Beschluß der Derfamm-

Berlin, 12. Okt. (WTB.) Für Den Lokaltermin im Reichstagsaebäube rourbe Das Reichstagsgebäude in Den frühen Abendstunden in weitem Umkreis Durch ein gewaltiges Aufgebot von Schutzpolizei mit Ka­rabinern abgesperrt. Vor Der großen Freitreppe des Reichstages am Königsplatz, wo van der L u b b e Damals in Den Restaurationssaal Des Reichstages eingestiegen ist, ist Durch ein Seil ein besonderer Raum für das Gericht und die Pro- ^beteiligten abgetrennt. Die breite Front des Hauptportals des Reichstags ist heute Verhältnis- mäßig aut beleuchtet, da im Gegensatz zu den nor­malen Tagen und auch am Brandabend auch die beiden großen elektrischen Bogenlampen vor dem Reichstag brennen und ihr starkes Licht auf die gewaltige Gebäudefront werfen. Außerdem steht in jeder Ecke der Auffahrtsrampe ein dreigliedriger Gaskandelaber.

Kurz nach 20 Uhr erscheint Der Senat, Diesmal in ZioilkleiDung, auf Der großen Freitreppe. Auch Die zahlreichen Zeugen unD Die übrigen Prozeß- beteiligten haben sich auf Der Rampe versammelt. Die Angeklagten sinD auf Der Rampe, jeweils zwischen je zwei Polizeibeamten, ausgestellt.

Der Zeuge Flöter zeigt zunächst Den Platz, von Dem er seine Beobachtung gemacht hat unD Den Platz, an Dem er Dem Zeugen Buwert Mit­teilung gemacht hat. Dann zeigt Der Zeuge Buroert seinen Weg von Dort bis zu Dem Platz, von Dem aus er beobachtet hat.

Der Zeuge Thaler zeigt weiter Den Platz, von dem aus er seine ersten Beobachtungen machte. Dann steigt ein Polizeibeamter durch Den unteren Teil des linken Restaurantfensters in Die Re­staurationsräume ein, zunächst ohne FeuerbranD, bann mit einem FeuerbranD in Der hanD. Der Zeuge Thaler zeigt seinen Weg die Rampe herunter und wieder zurück bis zum Stand­ort des Zeugen Buroert. Beide Zeugen gehen dann den Weg bei Beobachtung des Lichtscheines im Erd­geschoß von Fenster zu Fenster bis zum Schluß. Ein Polizeibeamter mit*Feuerbrand in Kopfhöhe bewegt s i ch hinter den Milchglas- scheiben des Erdgeschosses von links nach rechts, von Fenster zu Fenster. Die Zeugen Buroert unb Pöscher zeigen ben Ort ihres Zusammentreffens. Ebenso weisen Die Eheleute Kuhl unD

Die Bereinigten Staaten s i ch keineswegs über ihre Haltung einig finD, so Daß die Fertigstellung gemeinsamer Vorschläge für die Samstagsitzung des Büros der Abrüstungskonferenz unwahrscheinlich ist. Die deutsche Delegation steht nach wie vor auf Dem Standpunkt, daß bie Unter­zeichnung einer Konvention ober die Annahme von Vorschlägen nicht in Frage kommt, soicrn darin nicht vom Beginn Der Lauf zeit an Die praktische Verwirkli chu n g Der Deutschen ForDerung nach teibigungsroaffen enthalten ist.

Wien, 12. Oft. (WTB ) Aufsätze, ReDen unD Zeitungsartikel beschäftigen sich in letzter Zeit sehr lebhaft, wenn auch mehr in akaDemischer Weife mit Dem bevorstehenDen Verfassungswerk in Oesterreich, heute liegt nun ein Artikel berR e i ch s p 0 ft" über bie Verfassungspläne vor, ber auf bestimmtere Mit­teilungen von unterrichteter Seite zu beruhen scheint. Danach kommen vier Hauptprobleme in Betracht:

1. Die Gestaltung bes beruf st änbischen Aufbaus, ber im Stänbehaus, ber Kammer

ür bie wirtschaftliche Gesetzgebung, gipfeln soll:

2. die Neuformung des Wahlrechtes ür Das Volkshaus, Dem alle außerhalb Des Wirtfchastswefens ItegenDen Gefetzesakte anzu­vertrauen finb;

3. Der Einbau des föderalistischen Elements in die zentralen Einrichtungen in Gestalt eines Län­de r r a t s und

4. bie Ueberbachung dieser Körperschaften zu gemeinsamer Entscheidung in besonderen Staatsangelegenheiten.

Die Vorarbeiten für den berufsftänbifdjen Aus­bau find so weit gediehen, erklärt die Reichspost, daß zu erwarten ist, daß die Einrichtung der Be­rufsstande im ersten Halbjahr 1934 in Angriff ge­nommen werden kann Kostspielige Vielkopfigkeit der gesetzgebenden Körperschasten soll vermieden werden, zahlte der Nationalrat bisher 163 Sitze, jo werde man für Ständehaus und Volkshaus zu- fammen mit erheblich weniger auszukommen trach­ten.

Freudenberg den Standort an, von Dem aus sie ihre Beobachtungen gemacht haben.

Zum Schluß roirD nochmals Der Weg konstruiert. Den Die Zeugen Flöter, Thaler unD Buroert ge­nommen haben. Sämtliche ProzeßbeteUigten räumen Die Rampe unD nehmen unten vor Der großen Freitreppe Aufstellung Der Zeuge Flöter I ' . nachDem er feine Beobachtung gemacht hat, im Laufschritt an Der Freitreppe vorbei, um einen Schutzpolizeibeamten zu suchen. Den er Dann an Der Ecke in Buroert findet. Im gleichen Augen­blick läuft Der Zeuge Thaler, Der Das Klirre, Der Scheiben ebenfalls gehört hat. Die Rampe hoch unD sofort roieDer zurück, um ebenfalls nach Der Polizei zu suchen Als er zurückkornrnt, trifft er auf Den Wachtmeister Buroert, Der inzwischen ebenfalls auf Der Rampe eingetroffen ist. Der ganze Vorgang spielt sich in nicht mehr als einer Minute ab.

tensteinscher Seite wurde erklärt, daß schon seit einiger Zeit keine Einbürgerungen mehr vorgenommen worben seien unb Daß bie liechtensleinsche Regierung im übrigen Die Ge- setze über Die Staatsangehörigkeit dahingehend ändern wird, daß diese erst nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Liechten­stein gewährt werden kann.

sozialistischen Jugendorganisation, die Den Namen des Führers trage, in jeder Weife anerkennen. Sie wünschten jedoch, daß der Jugendführer des Reichs auch Den konfessionellen BerbänDen be ft im mit Arbeitsgebiete zuweise, Da sie ben festen Wunsch hätten, am neuen Staate m 11 3 u«i arbeiten. In einer neuen Besprechung unter Leitung Des Jugendführers des Reichs soll zu Dem Verbot des Jugendführers, bas ben Mitgliedern ber Hitlerjugend eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei ben konfessionellen Berbänben untersagt, erneut Stel­lung genommen werben. Bei ber Besprechung war ber gemeinsame Wille reibungslos et Zusammenarbeit klar erkennbar. Uebercin- stimmend wurde festgestellt, daß eine Mitglie* berroerbung zwischen ben einzelnen Jugend- verbänden mit Mitteln wirtschaftlichen Drucks unerwünscht fei. Es soll eint Schiedsstelle eingerichtet werden, Die etwaige Unstimmigkeiten zwischen Den Jugcndverbände» schlichten roirD.

Schutz Der Mutter!

Ein deutsches Gericht ehrt eine kinderreich/ Mutter.

Berlin, 12. Okt. (TU.) Bor einem Ober» Versicherungsamt war kürzlich ein Streit­fall anhängig, bei hem cs sich um hie Frage ber Lelstungs - ober Erwerbsfähigkeit einer 58jährigen Frau handelte. Wie da» Zentralblatt für Reichsoersicherung unb Reichsve» lorgung Rr. 18 mitteilt, entfchieb ber Richter zt Gunsten her Rentenbewerberin mit bett ausdrücklichen Hinweis barauf, baß fic b e m b e u t- fchen Volk sechs Kinber geboren hat. I, Der Begründung heißt es wörtlich: . . durch die Gesetzgebung des nationalsozialistischen Staates wird beabsichtigt, die Mutterschaft und bie gewesene Mutterschaft in ganz anderem Maße zu schütze» al» das bisher her Fall gewesen ist ... es sei so gut wie unmöglich, ben Witwen, bie im Arbeit » und Lebenskampf verbraucht sind, di» erforderliche Arbeitsmöglichkeit tatsächlich nach- zuweifen ... Aus diefen Erwägungen heraus kam das Oberversicherungsamt zu Der lieber,3«, gung, daß die Bentenberoerberin als Muttet oon sechs Kindern nicht in der Lage fei das erforderliche Lohndrittel auf dem allgemeines Arbeitsmarkt zu verdienen.

Oie Beschäftigung weiblicher Beamter und Lehrer.

lung, daß der Kommissar und der ihm zur Seite stehende Verwaltungsrat eine vom Völkerbund un­abhängige autonome Organisation bilden solle. Die Wahl des Kommissars wurde dem Rats-Prasi- henten, der jedoch bei der endgültigen Ernennung den Berichterstatter, den Vertreter von Portugal, sowie die Vertreter Englands, Frankreichs, Italiens, Hollands, der Tschechoslowakei und Spanien an­hören soll. Der Berichterstatter betonte, daß der Flüchtlingskommissar die Zentralstelle der gesamten jetzt für Die deutschen Flüchtlinge emgeleiteten Ak- tionen zu bilden habe. Der Vertreter Frankreichs, Massigli, erklärte, bie französische Regierung wünsche, baß ber Flüchtlingskommissar feine Tä­tigten noch vor Beginn bes Winters aufnehme.

Oie Ernennung Des Oanziger DölkerbunDskommiftars erneut vertagt.

Genf, 12. Okt. (TU.) Die auf ber Tagesorb- nung ber geheimen Sitzung bes Völkerbunbsrals am Donnerstag stehenbe Beschlußfassung über bie (Ernennung bes Danziger Völker-- bunbskommifsars mußte in letzter Stunbe roieberum vertagt werben. Seit brei Wochen schleppen sich jetzt bie Verhanblungen hin, ohne baß es bisher gelungen ist, einen geeigneten Ranbibaten ür ben Posten bes Danziger Völkerbunbskommis. ars zu finben, obwohl bas Völkerbunbssekretariat eit bem Tobe bes Grafen Gravina ein Jahr lang Zeit gehabt hatte, bie (Ernennung eines neuen Völkerbunbskommissars genügen!) vorzubereiten. Es besteht ber Einbruch baß in französischen Kreisen bie gegenwärtigen Schwierigkeiten in der Auffindung einer geeigneten Persönlichkeit durchaus begrüßt werden und sogar Bestrebun­gen im Gange sind, in dieser Frage eine Span­nung zwischen Danzig und Polen zu schaffen, um den Eindruck zu erwecken, als ob die Schwierigkeiten nur auf die Gegensätze zwischen Danzig und ben polnischen Wünschen beruhen. Je­doch entspricht dies keineswegs den Tatsachen. Auf Danziger Seite wird jetzt mit großer Entschieden- heit auf eine baldige Entscheidung gedrängt, da das Mandat des geaenroärtigen Danziger Völkerbunds- tommiffars Rafting am Sonntag abläuft.

Berlin, 12. Okt. (WTB) Die von verschiede­nen Reichs-, Landes- und (BemeinhefteUen durch» geführten weitgehenden Abbaumahnah- men gegen weibliche Beamten, Lehret und Ange st eilte haben zu zahlreichen Ein­gaben und Vorschlägen beim R e i ch s m i n i st et des Innern geführt. Ls wurde darauf hing«,.>>, vtg wiesen, daß sich verschiedene Stellen bet ihrcelL tr D e n ff Vorgehen offenbar von ber Anschauung leit«!2,. putsch. » lassen, im nationalsozialistischen Staat seien weit' Jb*.?, liche Beamte und Angestellte grundsätzlich au* U. /tu Qm dem öffentlichen Dienst zu entfernen ober aus be< bisher innegehabten Amt in ein solches von ringerem Rang und Einkommen ober in eine '

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Oie Persönlichkeit Des Oollfuß-Attentäters.

München, 12. Okt. (ERB.) Wie bie 2anbes­te i t u n g Oesterreich ber NSDAP, mit- teilt, haben bie Erhebungen über bie Persönlichkeit Rudolf Dertils, der das Attentat gegen Dr. Doll­fuß verübte, ergeben, dah Dertil in den Jahren 1929 bis 1930 Mitglied der Leibwache des Für st en Starhemberg gewesen sei. Auf Empfehlung der Wiener Heimwehrführung fei er in das Bundesheer aufgenommen worden. Nebenbei fei er bei ben Wiener Hetrnwehrverbänben als Schießlehrer be­schäftigt gewesen. Diese ber NSDAP barnals un­bekannte Tätigkeit habe Dertil nicht gehindert, am 2. Februar 1932 der NSDAP, beizutreten. Jrn September 1932 aber sei er bereits au» der NSDAP, wieder ausgetreten. Während feiner ganzen Mitgliedschaft in der Partei fei er in keiner Weise aktiv oder führend tätig gewesen. Er habe in dieser Zeit sogar häufig in Heirnwehrkrelsen verkehrt. Dieser Verkehr sei nach feinem Austritt aus der NSDAP. Immer reger geworden.

Oer österreichische Heimatschuh in die Vaterländische Front eingegliedert.

Wien, 12.Oll (1VIV.) Bundeskanzler Dr.Doll- f u h hatte mit dem vundessührer be» österreichischen Heimatschüße», Starhemberg, eine längere Aussprache über die oon Starhemberg seinerzeit angekündigte Mitarbeit de» heimatschutze» In der vaterländischen Front. Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat Dabei als Führer Der vaterlänDischen Front Den Eintritt Dee gesamten Heimat- fchnhesinDievalerländlfcheFrontzur ftenntnl» genommen unD BunDeesührer Star­hemberg zu seinem Stellvertreter al» Füh­rer Der VaterlänDischen Front bestimmt.

Liechtenstein erschwert dieEinbürgerung

gestelltenscelle abzudränaen.

Der Rcichsinnenministcr sieht sich daher oeran* laßt, nachdrücklich st darauf hinzuwei* s e n, daß die Gcsetzeslage zu einem Derartigen ao- gemeinen Vorgehen gegen weibliche Beamte un» Lehrer keine Handhabe bietet. Insbesondere können auch bie Bestimmungen Des Gesetze* n 6

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