Ausgabe 
13.10.1933 Frühausgabe
 
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Wien

Zweifels-

* i oorliegen.

Staatsrats

zur Verfügung zu stellen.

bis 22.15 Uhr. h ^ph'sch prototolfir iirb in der Verhau' argefteHt werden. C Protokoll des Lote oufnahmn desRur^.

Vdinisterpräsident Göring faßte abschließend das Ligebnis der Staatsratssitzung zusammen und kün- dizie an, daß die in der Sitzung angeschnittenen ^obleme demnächst in einer Arbeitstagung des k.aalsrates in Berlin weiterberaten werden.

... 3u Staatsräten ernannt wurden der Oberpräsi- Irr der Rheinprovinz Freiherr von Lüninck und i)r Oberpräsident der Provinz Westfalen Freiherr B. Lüninck.

Honorargaranlien und Kolleggelder on Den preußischenHochschulen ermäßigt

Berlin, 12. Oft. (TU.) Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat in Hneni Erlaß angeordnet, daß vom Wintersemester mr die hohen Honorargarantien, die einer Aiihe von Professoren früher bewilligt worden wa- Ta, ms ein erträgliches Maß zurückgeführt werden. 2- verbleibende Summe unterliegt außerdem den gi glichen Kürzungen.

?m einem weiteren Erlaß hat der preußische Kul-

jitz von Ministerpräsident g die zweite große Staatsratssitzung am li Oktober unter Beteiligung des gesamten Staats-

ri irisier Graf Schwerin v. Krosigk und ke ldte in Potsdam statt.

2>er Staatsrat, der von 10.30 Uhr bis 19 Uhr lczl«, behandelte hierbei die Frage der Siche- ung der im Kampfe gegen d i e Ar- Pulslosigkeit bisher erzielten Er- fö19e sowie die Frage der Vorbereitung netterer Arbeitsbeschaffungsmaß. tuhmen im Frühjahr. Hierzu sprachen auf Auf- serdttung des Ministerpräsidenten insbesondere die 6:aatsräte Gauleiter Florian, Gauleiter Kar- Prift e i n, Gauleiter Wagner, stellvertretender Hiuleiter G ö r l i tz e r, Gauleiter Jordan, Gau-

in dem eingangs erwähnten allge- nei ne n Sinn gegen weibliche Beamte

hier Oberpräsident Kube, Gauleiter Oberpräsi- tent Lohse und Dr. Thyssen.

Ministerpräsident Göring nahm zu den Aus- füjnmgen der einzelnen Staatsräte Stellung, vordem äußerten sich weiterhin zu den ange- f^ntttenen Fragen Reichsminister Der Finanzen Crof Schwerin von Krosigk, Reichsar- b-ilsininister Seldte, Reichsminister für Ernäh- nng und Landwirtschaft Darr 6, Reichswirtschafts- untlter Dr. Schmitt, Staatsminister P o p i tz, :aatsminifter Rust und der Führer der Deutschen libeitsfront Dr. Ley.

ÜW ' von)'uad).

ion, die den Mir- W anerkennen.: 'nbiüfrer -es Re nbtn öestimn. !, da fie ten sescen Staate mtti\i

Drsyrechung unu > Reichs soll zu & , den Mitgliedern k Miigliedschast bei k trrsagt, erneut der Besprechung m e reibungslosi erkennbar. lieberer dah eine Mitgl's en einzelnen Äger. wirtschajtlich-l sei. Es soll ell

I werden, die efoai? Jen IugendverbliM

'en.ieien Un?9fh leamtentums, die im Falle eines dienstlichen n übrige Ssdürfnisses die Versetzung von Beamten in ein 'ft Oahin6,^' riedriaeres Amt oder die Ruhestandsoersetzung noch M* 9eW richt dienstunfähiger Beamter ermöglichen, nicht

. leilSiml ler Landesausschuß der Zentrumspartei des

21n'>uSJn wlLLLrgebiets am Donnerstag die Auflösung , Ll^.^ er Partei und ihre Ueberführung in die ' Mmfhe Front beschlossen. In einem Aufruf an

f.Lenober Xt W Wähler teilt die Partei mit, daß für dielen «n maßgebend gewesen sei der Wunsch, die

» ober ifl 1 eiNitzeitliche Zusammenfassung aller ^.verdeutschen V o l k s g e n o s s e n zu verwirk- sich dob'^-luichn. Die Zentrumspartei des Saargebiets habe , ui f)11'ötturi) erneut bewiesen, daß ihre ganze Kraft nur °r L btrartj Vaterlande gilt. Der Aufruf schließt mit

" e'!fi<W Aufforderung, alle Kräfte weiterhin der deut-

.-t 9^ (.»iiySei «sache durch Mitarbeit innerhalb der Deutschen M Sur Verfügung zu stellen.

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ciisge wertet werden.

Grundsätzlich ist bei gleicher Eignung riännlicher und weiblicher Kräfte für eine Ver­ve ndung im öffentlichen Dienst dem männ- Jiften Bewerber der Vorzug zu geben. Ünbererfeits erfordert auf bestimmten Gebieten, lamentlich im Bereich der Jugendfür- fo r g e und Jugendpflege, zum Teil auch n dem des Unterrichts das dienstliche Bedürf- lis die Verwendung weiblicherKräfte i Beamten- und Angestelltenstellen. Auch d e r heiratete w e i b l i ck> e Beamte und Leh- ic r sind nach den gesetzlichen Vorschriften nur lla n n zu entlassen, wenn ihre Wirtschaft- Versorgung dauernd gesichert

tLt,a^r uialjr. Frl*n die Frage des künftigen Aufbaues der körn- 1 T5 « minalen Selbstverwaltung eingehend durchberaten 5 d°s Htt Ä h-l, fand unter dem Vorfi ........

bem Lolalknv ,^i n^g die zweite groß

'Heilig j pj,1 L "»>««-. oiuunjuuy VC3 yc|unut;ii viuuip*

On gefehentz mifteriums und der als Gäste erschienenen Reichs- -"ommen hatte, r; *" /B"C Ä '£ ' : -------- v

feftfMtte, bie 7 be< feinen St< rommen, hinter U(^t unb bann . womit die »erben tonnte. Dv erschein in b

M hier k yer Meinung jt: Lichtquellen an de ächlich nur eint »d burch bie fe

iuiminifter im Einvernehmen mit dem Finanzmini- flir eine weitgehende E r m ä ß i g u n g der von den Miienten zu zahlenden Kolleggelder und !Pr«ktikumsgebühren für oas kommende Banefter angeordnet. Hiernach werden die Sätze für J/lUliv («genanntenVorlesungen mit besonderem Auf- rt eine kmderreiound für die ganz- und halbtägigen Praktika Hebungen bis zu 50 o. H. herabgesetzt. Bei der t- r#iQcqe der Staatsfinanzen war eine allgemeine Er-

Tor einem f. ixhtgung der Gebühren und Kolleggelder jetzt noch Mich em durchzuführen, es wäre dann zu befürchten ge-

ij um bie rii|en, daß sich der Andrang zum Studium wieder werbssährgre'steigern würde, daß die vom Ministerium u fjanbeite.>cei l5 getroffenen Maßnahmen gegen die Ueber- rung unb itiLuntg der Schulen und Hochschulen illusorisch wer- hieb her Richter i gj,e: {önnten. Durch diese neuerlichen Erlasse wird 71 erberin m« 0 emeidjt, daß die teuren S t u b i e n g ä n g e, vor 'r^ jie bemot..oiHirn Medizin und Naturwissenschaften, jetzt auch 'n c boten b01; Rüb jene möglich werden, die wirtschaftlich schlechter rtlich a Atsw® sind. Der Ausgleich zwischen den verschiede- Mischen ®'yiiui «vtudiengängen kann natürlich damit kein voll- ?Qft unb bie EWd-iger sein,^ wenn auch die Ermäßigungen immer- £ zu Mischen 30 und 50 v. H. betragen.

n i<t65 lel' h ^Eser Erleichterung für die Studenten steht die die im Arbeit-swlprechende Einschränkung bei den Professoren ge- - 0' ftnb, ^g^iijjer. Eine Reihe von Sonderoer gütun- /°,,iglhlich na-gi'in, die über Gehalt und Kolleggelder hinaus ge- it -.oss^gen berQ-iuol.t wurden, ist bereits in den letzten Wochen ge- 1 6rTD B6er lleberzi'-Mch m worden. Die Kolleggeldgarantien, die nun- ind W ,3 Mutt'rnchr gekürzt werden, haben sich in den letzten Iah- irden" ° ggge ^ndig gesteigert. Freilich hat im Verhältnis cht i" ^gemeilUfim ein kleiner Bruchteil der Professoren daran teil» 1 aus Dem ptiommen. Um so mehr schien es erforderlich, diese /.aiin ein erträgliches Maß zurückzuführen. Eine ent)- , i<e Lösung dieser komplizierten Frage wird zum

Illg u1 Wpril 1934 angestrebt.

ih fehlet' Selbstauslösung der saarländischen Zentrumspartei.

fflem«iniie'La&nfl^ ^earbrürfen, 12. Oft. (TU.) Nachdem vor 21 bb°u,nnejri!rntgen Tagen zwischen dem Z auftragten der Zen- e o f f<nUen ^mspartei des Saargebiets und dem Führer der M7jjst.^MP., Staatsrat Spaniol, Sßeretnbarun- bin?!? en ü b er den Einbau des Zentrums in mürbes ihr-'Si, Deutsche Front getroffen worden sind, ' 5'clIen na ler Landesausschuß der Zentrumspartei des

r unbVnffruiert, p: » cor *

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^al- hn sche Persorgung dauernd einen ^scheint. Diese Voraussetzung muß Vtl1 er OQnn

i $$ sim Sitzung des preußischen Staaisrois.

t, °Sfin3* 3a Borantreiben der Arbeitsbeschaffung, "en ist. Der gl- -Berlin, 12. Oft. (WTB.) Der Amtliche Preu- iQr als einei Pressedienst teilt mit: Nachdem der preußische kinatsrat in einer Arbeitstagung am 10. und ist, wie wir * Oktober im preußischen Staatsministerium in wahr, ^riin die Frage des künftigen Aufbaues der körn-

Schwere HerbMrme an der Wasserkante

Von allen Seiten laufen Nachrichten über die Schäden ein, die der schwere Orkan am Mittwoch abend in ganz Dänemark verursacht hat. Infolge eines D a m m b r u ch e s hat der Schnellzug aus Oslo nicht weniger als 9 Stunden Verspätung ge­habt. Ebenso war die Verbindung mit Deutschland infolge des außerordentlich niedrigen Wasserstandes längere Zeit unterbrochen. Bei Nykoebing deckte der Sturm ein Dach ab, an dem ein Ziegenbock mit einer langen Leine angebunden war. Das Tier mußte eine Luftreise von etwa 100 Metern mit» machen, kam jedoch unverletzt wieder zu Boden.

Auch die Nachrichten von der See lauten be­unruhigend. Bei Stagen ist der eftländische Drei­masterWega" aus Pernau an Land getrieben und in wenigen Stunden vollkommen zertrüm­mert worden. Die Mannschaft konnte gerettet werden. Ein anderes, vermutlich dänisches Fahr­zeug, dessen Notsignale beobachtet wurden, ist im Sturm verschollen, während der Dampfer Vendia" von der dänischen Kohlenkompagnie Havarie erlitt und in den Hafen von Esbjerg eingeschleppt werden mußte.

Der deutsche DampferAnita Peters" lag fest- gemacht an Der Landungsbrücke des Lehmwerks Gul- lerup bei Nykoebing auf Mors. Während des Sturms befanden sich 13 Menschen, darunter 2 Knaben, auf der Brücke. Der Dampfer wurde durch die Gewalt des Sturms von den Tauen losgerissen, und die Landungsbrücke brach mitten durch. Einem Mann gelang es, sich an Land zu retten, die anderen 12 auf der losgerissenen Brücke wurden in die aufge­wühlte See hinausgetrieben. Draußen brach die Brücke nochmals in zwei Stücke. Auf jeder Hälfte befanden sich sechs Mann. Einige Stunden nach dem Unglück trieb ein Brückenstück an Land bei Han- düen. Es glückte, fünf Mann zu retten, während ein 13jähriger Knabe ertrank. Das andere Stück trieb einige Stunden später an Land. Sämt­liche Personen konnten gerettet werden. In Thisted wurde ein 17jähriges Mädchen unter einem herabstürzenden Dach begraben und erschlagen.

Äeberschwemmungen in Schleswig-Holstein.

Der schwere Sturm hat in Schleswig-Holstein große Verheerungen angerichtet. Das Wasser der Eider wurde so rasch hochgetriebqn, daß es drei Meter über normal stand und die ganzen Dor- länbereien überschwemmt wurden. Der neu­erbaute Ringdeich wurde fünfmal durchbrochen. Das eingedeichte Gebiet ist vollgelaufen. Der schwere Nordweststurm brachte am Dammbau nach Nordstrand viele Arbeiter in höchste Lebensgefahr. Ein mit Arbeitern besetzter Zug konnte auf dem Damm nicht mehr weiterkommen und blieb auf der Strecke liegen. Die Wellen schlugen unaus­gesetzt über den Zug hinweg, der hin- und her- aeschleudert wurde. Man sah keine Möglichkeit, den Arbeitern zu Hilfe zu kommen. Durch das Wasser wurde auch das Feuer der Lokomotive gelöscht, so daß die Maschine betriebsunfähig wurde. Mit vieler Mühe gelang es einigen Maschinisten, mit mehre­ren Lokomotiven über Die tief unter Wasser stehen- Den Schienen zu Dem beDrohten Zug zu kommen, unD ihn zum FestlanD zurückzuführen. In Dagebüll wurde ein Motorsegler, Der mit Steinen unD anDe- ren für Uferschutzbauten bestimmten Material voll belaDen war, bei Der hochsteigenDen Sturmflut über Die Steinböschung hinweg auf Den Deich gesetzt. Personen sinD nicht zu Schaden gekommen.

Wie aus Oldenburg gemeldet wird, ist bei Dem orkanartigen Sturm am Mittwoch ein sechs Jahre altes KinD, Das am Ufer Des Küstenkanals gespielt hatte, von einem WinDstoß erfaßt unD i n Den Kanal geweht roorDen. Obwohl Dieser Vorfall von einigen in Der Nähe roeilenDen An­wohnern gesehen wurDe, kam jeDe Hilfe zu spät. Das Kind war bereits ertrunken.

VorbereikungenzumFeffderdeukschenKunst

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Am Sonntag erfolgt die feierliche Grundsteinlegung zum Hause der deutschen Kunst in München, wobei der Reichskanzler Adolf Hitler selbst den ersten Spatenstich vornehmen wird. Unser Bild zeigt oben Den Münchner Glaspalast, der am 5. Mai 1931 einem Großfeuer zum Opfer fiel. Unten: MoDell- entwurf Des Hauses Der Deutschen Kunst, Das auf Anregung Des Volkskanzlers in schönerer und reprä­sentativerer Weise den abgebrannten Glaspalast ersetzen wird.

(Sm Aufruf

des Reichsstatthaliers.

München, 12. Oft. (WTB.) Der Reichsftatt- Halter in Bayern, Franz von Epp, hat folgende Kundgebung erlassen:

Die deutschen Menschen haben in diesen Tagen nach tausendjähriger völkischer Zerrissenheit das Wunder ihrer Volkwerdung erlebt. Im­mer neue Sinnbilder sind gefunden worden, unter denen alle Deutschen sich vereinigt haben, um zu zeigen, daß sie schicksalsverbundene Glie­der eines Volkes sind: Am Tage der Arbeit reckte das deutsche Volk seine Muskeln und spannte seine Verstandeskräfte an: Hirn und Faust sanden sich zusammen. So legte das deutsche Volk ein überwältigendes, jubelndes Bekenntnis zur Einheit der deutschen Arbeit ab. Eine Wallfahrt zu den Heiligtümern Blut und Boden war der Tag der Ernte Zu gleicher Zeit war er ein Bekenntnis zum Urquell deutscher Rasse und zur Arbeit für das deutsche Brot. Arbeit und Brot­erwerb, die Kräfte des Blutes und des Bodens, erhalten ihren letzten endgültigen Sinn, wenn sich aus ihnen die Blüte einer neuen deutschen Kultur, ein neues geistiges Leben der Nation entfaltet Dieses sich Hinwenden zum Geistigen, Seelischen offenbart den faustischen Grundzug Des Deutschen Geisteslebens: Suchen, sehnen, kämpfen, streben. Die Deutsche K u n ft soll AusDruck dieses Stre­bens sein.

Der Künstler ist der Erfüllet Der tiefsten Sehnsucht Des gotisch-norDischen Menschen. Er, Der mit allen Kräften Der Seele, nicht mit Der nüchter­nen Vernunft allein arbeitet, bänDigt Zugleich mit Der Kraft Des künstlerischen VerstanDes Den Wirr­warr menschlicher Gefühle zu innerer Einheit unD Klarheit. Selbst gläubig, weist er seinen Mitmen- fchen den Weg zu den höchsten Zielen des mensch­lichen Lebens: zur kulturellen, völkischen, seelischen Entfaltung. So ist er E r - zieher und Wegbereiter Der Nati on, ist er ein Mensch geroorDener, aus bisher unerfüll­ter Sehnsucht gestalteter herrlicher GeDanke Der neugeborenen EinheitDeutsches Volk".

SinnbilD der deutschen Kunst, Heim Des deutschen Künstlers wird das Haus fein, dessen ®runD» ft e i n am kommenden Sonntag gelegt werden soll. München ist stolz Darauf, Das Haus Der Deutschen Kunst in seinen Mauern zu bergen. Mit Der Haupt­stadt gelobt ganz Bayern alles zu tun, um den in seinen Boden gesenkten Keim zu köstlicher Reife zu bringen. In diesem Sinnen und Hoffen rufen

wir das Bayernvolk in seiner Gesamtheit auf zu treuer Mitarbeit an der Neugestaltung deutscher Kunst. Heil dir, deutsche Kunst, Heil Deutschland und seinem Führer.

Oer Rundfunk amTag Der Deutschen Kunst"

Berlin, 11. Oft. (TU.) AmTag der deutschen Kunst" soll das gesamte deutsche Volk teilnehmen können und darüoer hinaus alle interessierten Kreise des Auslandes. Deshalb wird Der Deutsche RunDfunk in großen ReichssenDungen zu vermitteln versuchen, was amTaa Der Deutschen Kunst" be­sonders in München, jener Stadt, wo deutsche Kunst unb deutsche Kultur am tiefsten verwurzelt find, gestaltet wird:

Am Samstag, 14. Oktober, 18.15 bis 19 Uhr: [Übertragung der Empfangsfeierlichkeiten aus der Tonhalle. 19 bis 20 Uhr:Stunde der Nation": Krone der Städte", Münchener Festspiel zum Tag der deutschen Kunst", von Josef Magnus Wehner. Ab 21.30 Uhr: Aus dem Staatstheater: 2. Akt aus Beethovens OperFidelio".

Am Sonntag, 15. Oktober, ab 6.35 Uhr: Früh- konzert aus dem Nymphenburger Schloß. 10.20 bis 11.45 Uhr: Grundsteinlegung zumHaus Der Deutschen Kunst". Der Führer spricht. 19 bis 20 Uhr:Künstlerfestzug in Isar-Athen". Salutschießen Münchener Künstlerkanonen und Schnappschüsse vom Festzug der Künstler. 20 bis 20.30 Uhr aus Leipzig: 1. Ouvertüre zur Zauberflöte, Oper von Mozart; 2. Eine Ballett-Suite, Werk 130, von Reger. Es spielt bas Leipziger Symphonie- Orchester, unter Generalmusikbirektor Fritz Mels­bach. 20.30 bis 21 Uhr aus Breslau: Schubcrt- Konzert. 21 bis 21.30 Uhr aus München: Richard Wagner: Vorspiel zuTristan und Isolde",Isol­dens Verklärung", eine Faust-Ouvertüre. Es spielt das Reichs-Symphonie-Orchester, unter Leitung von Franz Adam. 21.30 bis 22 Uhr aus Köln: Ein Richard-Strauß-Konzert.

Reichsbauerntag in Weimar.

Berlin, 12. Oft. (WTB.) Wie die Pressestelle des Reichsbauernführers mitteilt, findet in der Zeit vom 20. bis 23. Oktober d. I. der Erste Reichsbauerntag" in Weimar statt. Das Programm sieht zunächst für Freitag, 20. Oktober, eine Begrüßung Des Reichsbauernführers, die Einweihung des Darr6-Hauses sow>e abends eine LGF.-Sitzung und eine Festaufführung vor. Am Samstag, 21. Oktober, vormittags, wird

der Landwirtschaftsminister D a r r 6 über die Agrarpolitik im Dritten Reich", bann Wilhelm Meinberg über denBauern im Dritten Reich" unb Walter Granzow überNeubilbung des Deutschen Bauernstanbes" sprechen. Nachmittags sinb weitere Vorträge von Karl Motz, Freiherrn v. Wangenheim, Erwin M e tz n e r und Dr. Haupt vorgesehen. Der Sonntagvormittag ist gleichfalls mit Vorträgen namhafter Persönlichkei­ten ausgefüllt. Bei der bann für Sonntagnachmit­tag anberaumten großen Bauernkunbgebung werben Ministerpräsibent M a r s ch l e r, Laubes- bauernführer P e u ck e r t, Staatsrat Meinberg und Reichbauernführer D a r r 6 das Wort ergreifen.

Deutscher Luthertaq 1933.

Der 450. Geburtstag Martin Luthers, des deut­schen Reformators, wird in diesem Jahr am 10. No­vember in besonders festlicher Weise begangen wer­den. Es steht zu erwarten, baß ber Tag zu einem staatlich anerkannten Feiertag erhoben werben wirb. Zum kirchlichen Feiertag ist er bereits burch bie Leitung ber Deutschen Evangelischen Kirche erklärt worben. An biesem Tage werben überall Festgot- tesbienfte abgehalten werben. Es hat sich ein Reichsarbeitsausschuß für ben beutkhen Luthertag gebilbet, an bem alle großen evangelischen Verbänbe beteiligt sinb. Die Schirmherrschaft haben Reichspräsibent von Hindenburg und Reichsbischof Müller übernommen. Einem Ehrenpräsidium sind die Herren Reichs­minister Frhr. von Blomberg, Dr. Frick, Göring, Freiherr von Neurath und Seldte beigetreten. Für einen Ehrenausschuß haben die besten Män- ner des kirchlichen unb staatlichen Lebens ber Kunst unb Wissenschaft bereitwillig ihre Namen zur Ver- ügung gestellt. Eine Reihe Sonberausschüsle st in Tätigkeit getreten, namentlich auch Ausschüsse ür Runbfunk, Theater unb Film. Ein einheitliches Festabzeichen unb ein Luther-Festbüchlein Martin Luther, beutscher Kämpfer" werben zur Verbreitung kommen. Es ergeht bie Aufforberung, überall befonbere Festausschüsse zu bil- ben, bie bie kirchlichen unb weltlichen Feiern vor­bereiten. Nähere Auskunft erteilt ber Ausschuß für ben beutschen Luthertag, Berlin SW. 11, Strese- mannstraße 12.

Keine Anprangerung in der preffe.

München, 12. Oft. (TU.) Der Chef ber bayerischen Staatskanzlei, Staatsmini- ster Hermann Esser, gibt folgenbes bekannt:

In manchen Zeitungen bes rechtsrheinischen Bayern und der Pfalz sind wiederholt einzelne Personen mit Namen und vollstandi- ger Anschrift genannt worden in der Ab­sicht, ihr Anseben und ihre wirtschaftlichen Verhält­nisse zu schädigen, ober verhüllt z u Gewalt­tätigkeiten gegen sie aufzuforbern. Veranlassung hierzu war z. B., baß sich biese Per­sonen entroeber zur Beisteuerung für Sammlungen angeblich nicht in dem Maße bereit erklärten, wie Dies die Leiter der Sammlungen für richtig hielten, oder auch weil jene Personen in ihrer amtlichen oder beruflichen Tätigkeit ober sogar in Fragen bes geschäftlichen Wettbewerbs nicht bie Haltung ein­nahmen, bie ber Schriftleitung wünschenswert er­schien. In einzelnen Zeitungen finben sich förm­lichePrangertafel n", auf benen mißliebige Leute öffentlich gebranbmarft unb ber allgemeinen Verachtung preisgeaeben werben sollen.

Derartige Angriffe gegen einzelne Personen sind nicht Aufgabe einer Presse, bie ver­antwortungsbewußt am Aufbau bes neuen Deutschlanb Mitarbeiten will. Herabwürbigenbe Angriffe gegen Beamte wegen ihrer amtlichen Tätigkeit, Boykottierung unb Strei­tigkeiten zwischen einzelnen Unternehmungen in persönlichen unb geschäftlichen Fragen gehören nicht in bie Zeitung. Wenn m vergangenen Zeiten öfters berechtigter Anlaß beftanb, Das oolks- fchäDliche Verhalten einzelner Personen in Der Presse aufzugreifen, so kann heute Die nationale Regie­rung auf Grund ihres Programms und ihrer wiederholten Erklärungen verlangen, Daß ihr solche Tatsachen unmittelbar unD nicht Durch Die Presse mitgeteilt werDen. Die Regierung hat Die Machtmittel zum Einschreiten gegen Volksschäblinge unD wird sie rücksichtslos gebrauchen."

Kleine politische Nachrichten.

Die Beamtenabteilung der NSDAP, hat bis jetzt bereits eine halbe Million für bie Opfer Der Arbeit gespendet.

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Im September ist die Zahl der Arbeits­losen im Bezirk Des ßanDesarbeitsamts Pom­mern um runD 11 000 auf 40 580 zurückgegangen, so Daß große Teile Pommerns jetzt frei von Arbeitslosen sinD. Im Februar hatte Die Ar­beitslosigkeit mit 142 000 ihren Diesjährigen Höchst­stand erreicht. Ende Juni waren noch immer 85 700 Arbeitslose bei den Arbeitsämtern gemeldet.

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Auf seiner Besichtigungsreise durch eine große Anzayl deutscher Unternehmen im ganzen Reich traf der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Staats­rat Dr. Ley in Bresben ein. Es fand eine Besichtigung der Z e i ß - I k o n - W e r k e statt.

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In den Ruhestand versetzt wurde u. a. Land­rat i. e. R. von Kardorff in Lissa, ber frühere volksparteiliche Abgeorbnete. Auf Grunb bes Ge­setzes zur Wieberherstellung bes Berufsbeamten­tums sinb entlassen ober in ben Ruhestanb ver­setzt worben: Dberpräfibent i. e. R. Noske in Hannover und Regierungspräsident i. e. R. Dr. Friedensburg, früher in Kassel; Vizepräsident bes Oberpräfibiums i. e. R. Dr. (Buffe in Kob­lenz; ßanbrat i. e. R. Apel, früher in Frankfurt am Main-Höchst.

Wettervoraussage.

Von Westen her baut sich ber hohe Druck weiter auf. Durch ihn wirb vorübergehenb unsere Wetter­lage berührt, so daß leichte Besserung eintritt. Sie bürste aber sehr halb roieber burch Staffeln ozeani­scher ßuft von ber im Norben von neuem vorüber- ziehenben Störung berührt werben, so baß wechsel­haftes unb zu Nieberschlägen neigenbes Wetter folgt.

Aussichten für Samstag: Neblig-wolkig mit Aufheiterung, nachts frisch, tagsüber sehr mild, trocken.

Aussichten für Sonntag: Anfangs Fort­dauer der Wetterlage, dann wieder Anzeichen für Wetterverschlechterung.

ßufttemperaturen am 12. Oktober: mittags 15,2 Grad Celsius, abends 8,8 Grad; am 13. Oktober: morgens 6,9 Grad. Maximum 15,8 Grad, Minimum 6,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Oktober: abends 12,3 Grab, am 13. Oktober; morgens 10,2 Grab. Niederschläge 4,4 mm., Sonnenscheindauer VA Stunden.