S.A.-'Sport
Neue Siege
der Gießener Hudergesellschast.
Mainz-Kastel im Achter zweimal geschlagen.
Die große mittelrheinische Jubiläums-Regatta in Mainz-Kastel stand sehr unter der Ungunst der Wit- terung. Die Vorrennen mußten bei strömendem Regen ausgetragen werden, während der Hauptrennen ging zeitweise ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Trotzdem sah mgn ausgezeichneten Sport. Die Gießener Rudergesellschaft reihte ihren bisherigen Erfolgen wieder sehr beachtliche Siege an. Der Große Achter am Samstag brachte einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf, den die Gießener mit 5:38,8 Minuten vor Mainz-Kastel mit 5:39,8 Minuten für sich entschieden. Im Gastvierer kottnte ebenfalls ein 1. Sieg errungen werden. „Rassovia"- Höchst und „Saar"-Soarbrücken landeten im geschlagenen Feld. Im Carmen-Sylva-Einer wurde Friedel I ö d t Zweiter. Der Sonntag brachte den Gießenern wieder einen eindrucksvollen 1. Sieg. Im Mittelrhein-Achter sah man sie abermals dem Achter von Mainz-Kastel gegenüber. Mit 5:50,4 Minuten behielten die GRG. den Sieg vor Mainz-Kastel mit 5:54,4 Minuten. Ausführlicher Bericht folgt.
Kußball auf dem Waldsportplatz.
Die beiden Begegnungen auf dem Waldsportplah wurden zu sehr torreichen Treffen. Die Spielvereinigung 1900 konnte das Spiel gegen eine
21m Samstagabend und am Sonntagmorgen wurde auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 erstklassiger Handballsport gezeigt. Die 1. Mannschaft des Polizeisportvereins «Darmstadt gab ein Gastspiel und trat gegen die 1. Elf der Spielverei- nigung 1900 und gegen den Dataillonsmeister, die 1. Mannschaft der 2. Kompanie an. Die zahlreichen Zuschauer bekamen großartigen Sport zu sehen. Sicherlich gastierte bisher in Gießen noch keine so ausgezeichnete Mannschaft wie die des Polizeisportvereins Darmstadt.
Dos Spiel der Gäste war beispielgebend. Dor allem war ihre körperliche Gewandtheit ebenso beachtenswert wie erstaunlich. Sie zeichneten sich vor allem durch schnellen Start, durch eine hervorragende Fangtechnik und durch glänzende Kombi- Nationsarbeit aus. Die Mannschaft hatte keinen schwachen Punkt aufzuweisen. Das Stellungsspiel, das sie pflegten, war vorbildlich: ihre Deckungs- arbeit nicht weniger gut. Das Verständnis, das sie untereinander bewiesen, war nicht zuletzt ausschlaggebend für die ziffernmäßig hohen Siege, die sie auf Gießener Boden erringen konnten. Wer sich schon nach fünf Spielminuten noch einer Hoffnung auf einen Sieg der Gießener Mannschaften hingegeben hätte, wäre einer groben Selbsttäuschung zum Opfer gefallen. Die beiden Spiele waren für die Hondballmonnschaften der Spielvereinigung 1900 sowohl wie für die Mannschaft der zweiten Kompanie sehr aufschlußreich, denn es wurde ersichtlich, welches Ausmaß an Spielkultur zu erreichen möglich ist.
1900 I — JJSU. Darmstadt I 5:14 (2:8).
Eine stattliche Zuschauermenge harrte des Spieles. Mit großem Beifall wurden die Mannschaften empfangen. Dr. G u y o t, der Borfitzende der Spielvereinigung, hielt eine kurze Begrüßungsansprache und überreichte einen Blumenst. .iuß. Der begleitende Offizier der Polizeimannschaft erwiderte mit herzlichen Worten.
Das Spiel begann. 1900 hatte Anwurf. Die Poli- 3iften übernahmen aber schnell den Ball. Bald darauf siel das erste Tor. Der Ball sprang, der Tormann der 1900er warf sich, der Ball ging aber unter ihm hindurch. Die Blauweißen spielten zunächst reichlich nervös. In der 6. Minute hieß es schon 2:0. Verteidigung und Läuferreihe waren glatt überlaufen worden. Das 3. Tor fiel im Anschluß an einen Freiwurf. Ein Strafwurf von Betz wurde vom Darmstädter Tormann sicher gehalten. Rach glänzender Kombinationsarbeit und blitzschnellem Ab- spiel fiel das 4. Tor für PSD. Ein fcharf in die linke untere Ecke geschaffener Ball brachte den 5. Erfolg. Der Tormann war machtlos. Jetzt erst kamen die Gastgeber zum ersten Tor. Rach kurzem Geplänkel vor dem Gäftetor schoß Betz von links her aus ziemlicher Entfernung knapp unter die Latte 5:1. Die Polizisten schossen in kurzen Abständen Zwei weitere Ueberraschungstore. Wolf (1900) brachte einen schönen Wurf an, der aber gehalten wurde. Betz schoß im Strafwurf ein zweites Tor. Mit 2:8 wurden die Seiten gewechselt.
ersatzgeschwächte Mannschaft von DfD. Kurhessen--Marburg mit 6:0 (4:0) Toren gewinnen, die 1. Mannschaft des VfB. verlor gegen die Liga- Elf des VfB. Friedberg mit 1:5 (1:0) Toren.
Das Feldberg-Turnfest verregnet.
Das 80. Feldberg-Turnfest, das älteste und traditionellste der deutschen Bergfeste, ist am Sonntag ein Opfer des Wetters geworden. Zum ersten Male seit 1914 war der meist bei diesem Feste übliche Regen so stark, daß man sichzumAbbruchent- schließen mußte. Voraussichtlich wird das Fest am 2 7. A u g u st n a ch a e h o l t. Als einziger Wettbewerb wurde der Kampf um das „Völfungcn- horn" abgewickelt. Dieser Mannschaftskampf wurde allerdings bereits am Samstag bei gutem Wetter, aber schlechten Bodenverhältnissen durchgeführt. Sieger wurde der Turnverein Bieber bei Offenbach.
Um den Davispokal.
Deutschland von Japan endgültig besiegt.
Wie man es nach den Ergebnissen des ersten Tages vorausgesehen hatte, so wurde Deutschlands Niederlage im Kampf gegen Japan schon am zweiten Tag endgültig festgestellt. Das deutsche Doppel von Cramm Nourney kam in keiner Beziehung an die japanischen Spitzenspieler Sato/Nunoi heran und wurde glatt in vier Sätzen 6:2, 6:3, 3:6 61 besiegt.
I Bis dahin hatten sich die Blauweißen nicht sehr | gut gefunden. Nach der Pause wurde das Spiel ausgeglichener. Die 1900er kamen etwas auf, arbeiteten gute Torchancen heraus, vergaben aber manchen Ball selbst. Die Gäste erhöhten auf 2:10. Nun brachte Schott einen glänzend placierten Schuß an und verkürzte auf 3:10. Die Polizisten schufen bald wieder die alte Differenz. Wolf konnte nun feiner- feits auf 4:11 verkürzen, Schott war ebenfalls noch einmal erfolgreich, so daß die Tordifferenz nur noch 6 Tore betrug. Im Endspurt legten die Polizisten aber noch einmal mächtig los und schossen drei weitere Tore, so daß die Spielvereinigung mit 5:14 Toren geschlagen wurde. Bei den Gastgebern man-
Das Endspiel um die Deutsche Fußball-Meister- schast gestaltete sich in Köln zu einem Ereignis, wie man es im gleichen großen Ausmaß im deutschen Fußball wohl noch nicht erlebt hat. Es war ein magres Volksfest, dem leider nur das nötige schöne Wetter fehlte. Schon am Samstagabend fetzte ein starker Zustrom auswärtiger Besucher ein und am «onntagoormittag kamen Zehntausende aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein. Schon in der Mittagsstunde waren Zehntausende auf dem Weg jum Stadion und um 13 Uhr, eine Stunde vor Spielbeginn war bereits das Stadion mit 55 000 Personen dicht gefüllt. Jugendmannschaften und eine S«.-Kapelle unterhielten die Massen. Mit den Mannschaften erschien im Kreise des DFB.-Var- standes auch der Reichssportkommissar. Vom Jubel der Massen begrüßt, marschierten die Mannschaften mit dem Hitlergruß nebeneinander ins Stadion ein.
Beide Klubs traten in den vorgesehenen Aufstellungen an.
Jlad) anfänglich nervösem Spiel sah man schon bald, daß die Düsseldorfer Elf zu diesem Kampf die besseren Nerven mltgebracht hatte.
Sie spielte ruhig ihr gutes, flaches Kombinations- spiel. Ganz hervorragend arbeitete von Beginn bis Schluß die Läuferreihe der Fortuna mit ihrem überragenden Mittelpunkt Bender. Schalkes Spiel ging zu sehr in die Breite, ^zepan und Kuzorra wühlten mit allen Kräften, aber die übrigen Stürmer gingen viel zu oft nicht auf die Ideen der beiden Internationalen ein. Vor allem schoß Schalke zu wenig. Fortunas Führungstreffer fiel bereits in ber 11. Minute. Nach schönem Aufbau durch die Läuferreihe schloß Zwo la n ow ski den guten Kombinationsangriff mit einem präzisen Schuß ab. 3m weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sah man säst stets die produktiver arbeitenden Düsseldorfer mehr im Angriff.
gelte es etwas an der Aufbauarbeit, das Schlußdreieck war überlastet. Für die Blauweißen stellte der Kampf eine schwere Kraftprobe dar.
2. Kompanie I — PSD. Darmstadt I 2:10.
Geteiltes Leid ist halbes Leidl Es erging den Soldaten nicht viel besser als den 1900ern. Sie muhten eine Niederlage von 2:10 Toren hinneh- men, die allerdings in dieser Höhe nicht gerechtfertigt ist. Die Mannschaft der 2. Kompanie hatte sich sehr schnell gesunden und belagerte in den ersten Minuten das Tor der Gäste mit viel Geschick. Der Tormann der Polizisten mußte verschiedentlich eingreifen und hatte einige gefährliche Situationen zu meistern. Schon in der 4. Minute fiel, wohl zur großen äleberraschung der Gäste, das erste Tor für die Soldaten. Ein scharfer Wurf vom linken Flügel her war für den Gäste- tormann nicht zu halten. Bereits eine Minute später fiel der Ausgleich. Zwar mußte in der Folge der Gästetormonn noch einigemale eingreifen, er meisterte aber alle noch so gefährlichen Bälle. Die Polizisten liefen nun zu ihrer eigentlichen Form auf und nach jeweils hervorragender Kombinationsarbeit fielen, ohne daß die gegnerische Verteidigung ernsthaft eingreifen konnte, drei weitere Tore. Aber die Soldaten kämpften mit zähem Eifer. Sie hielten das Spiel offen, schufen auch noch manche kritische Situation vor dem Dann- städter Tor, aber sie konnten nicht verhindern, daß bis zur Halbzeit noch weitere drei Tore fielen. Mit 1:7 wurden die Seiten gewechselt. Die Polizisten schossen aus jeder Lage.
Llnverändert heftig ging der Kampf weiter. Die Soldaten boten äußersten Widerstand und waren im Feldspiel fast gleichwertig. Aber es schien, als wollte das Glück nicht mit ihnen sein. Mancher Ball, aus aussichtsreicher Position geschossen, ging knapp neben das Tor, an die Latte, oder wurde vorn Tormann der Gäste gehalten, der einer der besten seiner Mannschaft war. Er forderte oftmals den Beifall der Zuschauer heraus. Die Soldaten verkürzten noch auf 2:7 durch einen energisch geworfenen Ball in die linke untere Ecke, gleich darauf ging ein Schuß an die Latte, dabei sollte es für die Folge aber auch bleiben. Die Gäste reihten ihren bisherigen Erfolgen auf ihre unwiderstehliche Manier drei weitere an, so daß sich die Soldaten mit 2:10 geschlagen bekennen muhten.
Die Soldaten stellten für die Polizisten einen schwereren Gegner dar, als die Mannschaft der Spielvereinigung. Sie war von viel Schußpech verfolgt. Die Polizei spielte hart, und der Schiedsrichter wartete mit einer sehr mäßigen Leistung auf. Das Spiel litt unter dem schweren Boden. Die Leistungen standen aber trotzdem auf sehr beachtenswerter Höhe. Die Zuschauer konnten den Platz jeweils sehr befriedigt verlassen.
Nach der Pause legte sich Schalke mit mehr Energie ins Zeug, aber Fortuna lieh nicht locker. Während die Düsseldorfer unbeirrt bei ihrem Spiel blieben, hieß sich Schalke von seinem System abbringen, es spielte plötzlich viel zu hoch.
Die Entscheidung fiel in der 25. Minute, als
D i g o l d eine Flanke von kobierskl zum zweiten Treffer verwandelte.
Schalke hatte in Gegenangriffen manche gute Ehance, aber einmal schossen die Knappen schlecht und zum anderen war Fortunas Abwehr voll auf dem Posten. Pesch im Tor machte manchen gutgemeinten Schuß der Knappen unschädlich. Sechs Minuten vor Schluß machte Fortuna mit einem Treffer von Hochgesang seinen Sieg noch eindrucksvoller. Schalke war schwer geschlagen und deprimiert zogen seine zahlreichen Anhänger ab, während Fortuna von den Massen mit einer hellen Begeisterung gefeiert wurde. Reichssportkommissar v. Tscharmer-Osten beglückwünschte den Sieger in einer kurzen Ansprache, in der er auch die unterlegenen Knappen mit den Worten tröstete, daß sie sich ritterlich geschlagen hätten und ehren- voll unterlegen seien.
Der Sieg des neuen Deutschen Meisters ist verdient,
denn Fortunas Spiel war viel systemvoller und mehr auf Erfolg eingestellt. Die Mannschaft des Siegers war auch die ausgeglichenere. Besonders um den Sieg machten sich die gesamte Läuferreihe, bann aber auch der intelligente Sturmführer Hochgefang und Pesch im Tor verdient. Bei Schalke überragten nur Czepan und Kuzorra. Sonst gab es viele Schwächen. Birlem - Berlin leitete bas recht gute und faire Spiel befricbigenb.
PSD. Darmstadt zeigt Klasse-Handball.
Spielvereinigung 1900 und 2. Kompanie hoch geschlagen.
Fortuna Deutscher Fußball-Meister
Schalke04 wurde im Kölner Stadion mit 3:0 (1:0) geschlagen.
Wirtschaft.
* Die 2ndexziffer des Großhandels. Die vom Statistischen Reichsamt für den 7. 3uni berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 93,0, sie ist gegenüber der Vorwoche (92,4) um 0,6 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 85,6 (+ 1,3 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,1 (+ 0,5 Prozent), industrielle Fertigwaren 112,0 (+ 0,2 Prozent).
* Deutscher Herold, Volks- und Le- b e n s v e r s i ch e r u n g s - AG. In der ordentlichen Generalversammlung berichtete der Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr 1932. Wegen der Verarmung unseres Volkes besteht das Bedürfnis nach einer kleinen Lebens- oder Sterbegeldversicherung unvermindert weiter. Im Jahre 1932 wurden 273 471 Versicherungen über 113 894 662 Mark Versicherungssumme (i. V. 237 270 Versicherungen über 118 543 356 Mark) beantragt. Der Bestand an laufenden Versicherungen einschließlich der in Rückdeckung übernommenen betrug am 31. Dezember 1932 1 652 548 über 576 269 119 Mark (i. V. 1661612 über 601 356 256 Mark), wozu noch In- validitätszusatzversicherungen mit einer versicherten Jahresrente von 107 829 Mark (i. V. 122 462 Mark) kommen. Die Prämieneinnahme bezifferte sich auf 33 503 996 Mark (i. V. 35 475 740 Mark). Die Kapitalerträge stiegen trotz des durch die Notverordnung vom 8. Dezember 1931 verursachten Ausfalles an Mieten und Zinsen von 773 300 Mark um 457 944 Mark auf 4 625 247 Mark. Der Gewinn aus Kapitalanlagen belief sich auf 367 858 Mark. Für die fällig gewordenen Versicherungssummen und Versicherungsleistungen wurden 8 143 595 Mark gegenüber 8 038 926 Mark im Vorjahre gezahlt bzw. zurückgestellt. Damit erreichen die seit dem 1. Januar 1924 bis zum Schluß des Berichtsjahres an die Hinterbliebenen verstorbener Versicherten gezahlten Summen den Betrag von 45 300 799 Mark. Als Gewinnanteile wurden den Versicherungsnehmern im Jahre 1932 3 719 763 Mark gezahlt ober gutgeschrieben. Außerbem würben ben Gewinnreserven der Versicherten aus der laufenden Jahresrechnung noch 352 174 als Zinsen überwiesen. Der Sterblichkeitsgewinn beziffert sich im Jahre 1932 auf 1 423 024 Mark. Es verblieb ein Ueberfchuß von 3 448 714 Mark. Aus ihm würben an bie Gewinnrücklage ber Versicherten zur Verteilung als Dividende an die Versicherten 3 238 220 Mark, das sind 93,90 Prozent des Ueberfchuffes überwiesen. Als Aktionärdividende gelangen 7 Prozent des eingezahlten Aktienkapitals (42 000 Mark) zur Verteilung. Die Aktiven beliefen sich am Schluffe des Geschäftsjahres auf 89306131 Mark. An Reserven wies die Gesellschaft am Scblusse des Geschäftsjahres nach Vornahme der Ueberweifungen aus dem Ueberfchuß aus: Prämienreserven und Prämienüberträge einschließlich der Reserven für schwebende Versicherungsfälle 62 069 070 Mark (53 118 354 Mark i. V.), Gewinnrücklaaen der Versicherten 7 171889 Mark (7 149 307 Mark t. V.), Aktienkapital und freie Reserven 3 515 470 Mark (3 115 470 Mark i. V). Außerdem finden sich unter den Verpflichtungen der Gesellschaft die gutgeschriebenen Gewinnanteile der Versicherten in Höhe von 12 252 569 Mark (10 440 191 Mark i. 23.). Im Jahre 1933 hielt die Wandlung zum besseren an. Im ersten Kalenderoierteljahr des laufenden Geschäftsjahres war daher eine nicht unbeträchtliche Steigerung des Versicherungsbestandes zu verzeichnen.
Frankfurter Butterrrrarkt.
Frankfurt a. M., 10. Juni. Der Dutter- markt zeigte zu Beginn ber Woche einen stetigen Charakter. Es ist dies u. a. eine Folge des Eintritts der sommerlichen Witterung, die zu einem stärkeren Trinkmilchverbrauch und damit zu einer Entlastung des Buttermarktes führte. Trotzdem war das Angebot noch stark, besonders wenn man die schwache Rachfrage seitens der Verarbeiter berücksichtigt. Wahrend holländische Butter mit 126 bis 130 Mk. gegenüber der Vorwoche unverändert blieb, wurde die Rotiz für deutsche Butter gegen Wochenschluh erneut um etwa 5 bis 8 Mk. per Zentner zurück- genommen.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 10. Juni. Das anhaltende Angebot drückte auch nach den Feiertagen auf die Stimmung, zumal die Kauflust des Publikums keine Besserung erfahren hat. Dia Preise waren jedoch widerstandsfähiger und blieben meist unverändert. Die flaue Tendenz in Arnheim kam in den Rotierungen für holländische Eier am hiesigen Markt nicht zum Ausdruck, da wegen der beschränkten Einfuhrmöglichkeiten kein größeres Angebot vorlag. Es notierten: Bayern 7,50 bis 8, Norddeutsche 7,50 bis 8, deutsche Frischeier Sonderklasse 8,75, Kl. A 8,25, KI. B 7,75, Kl. C 7,25. Holländer Sonderklasse 8,75, Kl. B 7.75. Kleine in- und ausländische Eier 6,75, Enteneier 7,50 Pf. per Stück franko Frankfurt a. M. im GroßhandÄs- verkehr.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o H . Lombardzinsfuß 5 o. H.
\ 1
:<Tonliun o. M.
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Schluß« kurS
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10.6.
9.6.
10.6.
6% Deunche NeldjoanietDe o. 1921
84,5
84.5
84,5
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6% ef)cm.7% Dt.ReichSanI. v. 1929
91,5
91.25
91,5
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6’/i% Doung-Anlethe von 1930 .. $eut|d)e Anl -Ablöl.-Schuld ml: AuSlos.-Rechten ............
78,5
77,65
78
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®e£fll. ohne A»Slos.-Rechte......
6% ehern. 8% Hell. Volksstaat 1929
12,65
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Oberhellen Provinz-Anleihe ml
85,5
83
82
83
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69
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—
GoldR. 12....... .
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82
82,5
82.5
82,5
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Deutsche Komm. Sammelab I.An
leihe Seriel mit AuSIos.-Rechten
71,4
70,5
71,25
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Goldpse. 16 unkündbar 6le 198'- 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban:
84,75
84,75
—
—
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84,5
84,5
—
67i% ehem. 4'/,% Franks. Hyp Bonk-Liau.-Pfandoriese .....
86,5
86
6^1% ehem. 4/,% Rheinische
Hyp.«Bank-Liqu..Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand
87
87
—
—
brlesanstalt, Pfandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand
84
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84,75
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briefanstall. Psandbriese 9L lf
84,5
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84
84
Verrechnungskurs..... . .
85,5
85,5
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4% Oesterretchstche Koldrente...
_
_
18,25
18
4,20% Oesterrelchische Silberrente
1.15
4% Ungarische Wolbrenfe.......
_
4% Ungarische Slaatsrente v. 1910
—-
_
_
47i% desgi. von 1913.......
_
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10,65
10,5
11
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4% Türkische Zollanleihe von 1911
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6,45
6,4
6.45
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—
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6,4
iZrankluri a. Hl.
Berlin
Schluß» kurS
Schluß!. Abend» börse
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10.6.
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10.6.
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6 10,95 5,025 29,65
18,25
19 52,5
51
58,5 50 135,75
24,75
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93.9
99 112,5 165,25
125
76 118,5 64,5 107,65
164
123 60,5 71,75
-
6 10,8 5,025 28,8
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58
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76,25
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124,25 59,75 70,75
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,A>Rumän.vereinh.ReiUev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 3%% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Pakei .....c
Hamburg-Südam. Dampfschiff. (i Hansa Dampfschiff...........o
Norddeutscher Lloyd .........o
AG. für Verkehrswesen Akt. .. 0 BerlinerHandelSgelettschast.... 4 Commerz« und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Dtsronto»
Gesellschaft................<
Dresdner Bant..............r
Reichsbank .................
V.S.G.......................
Cteftr. LieserungSgeselllchaft... 6
Licht und Kraft .............p
Fetten & Guilleaume ........0
Gesellschaft für Elektrische Unter
nehmungen ............... 4
Rheinische Elektrizität ........6
Schultert & ($0.............0
Siemens & Halske ........... <
Lahmeyer L Eo .............10
Buderu» ...................<
Deutsche Erddk ............. 4
Gellenkirchen«..............0
Harpener...................0
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Alse Bergbau ...............7
alle Bergbau Genüsse........7
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Frantturi 0.2)1.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend« börse
Schlußkurs
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Votum
9-6.
10.6.
9.6.
10.6.
Manotelver Bergbau........
. 0
25,5
25
25,5
25,25
KokSwerke .................
. 0
<—
—
85,5
84,75
Phonir Bergbau............
. 0
42,5
42,25
42,5
41,9
Rheinische Braunkohlen .....
.10
212
210
212,5
212.75
Rbelnstabl ....... ......
95,5
95,25
95,9
95,75
Bereinigte Stahlwerke.......
Otavi Minen ..............
41
41
41,25
40,65
. 0
18
18
18
17,9
Kaliwerke Aschersleben.......
6
135,5
133
134,5
Kaliwerke Westeregeln.......
Kaliwerke Salzdetfurth......
6
138
179
136
179
135,65
178
139,25
179,75
®. Farben-Industrie......
134,5
135
135,4
135
Scheldeanstalt..............
.10
172,5
173
Goldschmidt ...............
RütgerSwerke ..............
0
0
53,65
61,25
53,5
61,5
53,75
61,65
53
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Metallgelellichasl............
39,75
39,5
39,5
39,25
Philipp Holzmann..........
Zementwerk Heidelberg .....
Cemenrwert Karlstadt........
0
60,25
60
60,25
59,75
t
83,5 •82
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Schultheis Patzenhoser.......
0
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129,25
128,13
Mu (Allgemeine Kunstseide) ..
0
40
39,25
40,25
39,9
Bemberg..................
0
49
49,5
49,75
49,75
Zellstofi Waldhos...........
0
51,5
51,25
51
51
Zellstoss Aschaffenburg ......
0
24
24
24,5
24
Dessauer Gas ..............
Daimler Motoren...........
Deutsche Linoleum ........
7
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31,5
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31,75
52
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31,5
52,25
48,4
25,4
115,5
31,75
Crenflefn & Koppel ........
Leonhard Dietz...........
0
6
25,5
25
48,13
25
Chade.....................
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167,75
167,75
Grißner...................
Mainkraftwerte Höchst a.M. ..
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26,5
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1561
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159
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
9-Zunl
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Amtliche Dotierung
Seid | Sri c-
Amtliche Notierung
Geld
25rie
Hetsingior».
6,334
6,346
6,324
6,336
Wien......
46,95
47,05
12,66
46,95
47,05
12,66
Prag......
12,64
12,64
Budapest ...
—
—
—
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ...
170,53
170,87
170,33
170,67
LSIo......
72,13
72,27
72,18
72,32
Kopenhagen
63,89
64,01
63,84
63,96
Stockholm..
73,68
73,82
73,68
73,82
London .....
14,315
14,355
14,295
14,335
Buenos Atree
0,893
0,897
0,898
0,902
Neuyork ....
3,506
3,514
3,467
3,473
Brüste!.....
59,04
59,16
58,99
59,11
Italien.....
22,04
22,08
22,04
22,08
Paris.....
16,62
16,66
16,62
16.66
Schweiz ...
81,77
81,93
81,57
81,73
Spanten....
36,21
36,29
36,16
36,24
Danzig....
82,72
82,88
82,67
82,83
Japan.....
0,884
0,886
0,884
0,886
Rio de Ian.
0,239
0,241
0,229
0,231
Jugoslawien
Lissabon ...
5,195
13,04
5,205
13,06
5,195
13,02
5,205
13,04
Banknoten.
Serlln, 10.Juni
Geld
Ärlcs -
Amerikanische Noten..........
3,43
3,45
Belgische Noten.................
58,85
59,07
Dänische Noten ..............
63,47
63,73
Englische Noten ................
14,25'
14,31
Französische Noten............
Holländische Noten............ ..
169'96
170,64
Italienische Noten................
21,92
22,00
Norwegische Noten ..............
72,01
72,29
Deutsch Oesterreich, M 100 Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
7 48
Schwedische Noten.............
73,50
73,80
-chwelzer Noten...............
Spanische Noten..............
Ungarische Roten .............


