den Arm und sofort tritt lautlose Stille ein. Und der Führer beginnt seine Rede, in der er u. a. ausführte:
Der Führer spricht.
Deutsche Volksgenossen und Dolksgenossinnen, meine deutsche Arbeiter! Wenn ich heute zu Ihnen und damit zu Millionen anderer deutscher Arbeiter und Arbeiterinnen spreche, dann Wbe ich mehr Recht dazu als irgend ein anderer. Ich bin aus Euch selb ft herausgewachsen, habe einst selbst unter Euch gestanden, bin in 4*/» Jahren Krieg mitten unter Euch gewesen und spreche nun zu Euch, zu denen ich selbst gehöre und m i t denen i ch mich noch heute verbunden fühle und für die ich letzten Endes auch kämpfe. Denn um meinetwillen wäre der Kampf nicht notwendig. Ich würde ihn auch nicht führen für eine Klasse oder für eine besondere Gesellschaftsschicht. Ich führe den Kamvf für die Millionen Massen unseres braven, fleißigen, arbeitenden, schaffenden Volkes. (Stürmisches Bravo.) Ich wende mich In einer geschichtlichen Stunde an Euch. Einmal hat das deutsche Volk in einer solchen Stunde versagt; die Folgen sind furchtbare gewesen. Ich möchte nicht, daß zum zweiten Male das deutsche Volk in denselben Fehler verfällt. Die Folgen würden wieder für viele, viele Jahre trostlos sein. Ich war in meiner Jugend Arbeiter so wie Ihr, und icb habe mich dann durch Fleiß, durch Lernen, und ich kann jagen — auch durch Hungern, langsam emporgearbeitet In meinem innersten Wefen aber bin ich aber immer das geblieben, was ich vorher war.
Als ich nach dem Kriege in das politische Leben eintrat, tat ich das in der Ueberzeugung, daß un- (er Volk von feiner politischen Führung schlecht beraten war, in der Uebeneugung, daß das deutsche Volk als Ergebnis dieser schlechten Führung eine grauenhafte Zukunft vor sich sah.
3d; tat es damals mit innerster Berechtigung deshalb, weil ich ja nicht zu denen gehörte, die irgendwie verantwortlich für den Krieg waren.
3ch war so wenig für den Krieg o e r - antwortlichwie irgendeiner unter
euch, denn ich war damals genau so wie ihr ein Unbekannter, über den das Schicksal zur Tagesordnung überging. Allerdings habe ich mich nicht zu denen gerechnet die sich damals gegen die eigene Jlation stellten. 3ch war der Ueberzeugung, daß man für das Schickfal der Ration eintreten muh, wenn nicht da» ganze Volk früher oder später Furchtbares erleiden sollte. Da» ist es, was mich von den anderen getrennt hat, die sich in der kritischen Zeit gegen Deutschland wandten.
Als der Krieg zu Ende war, nahm ich mir als Frontsoldat das Recht, das, was ich als richtig erkannt hatte, nunmehr auch zu vertreten. Ich ging in das Volk hinein und habe mit sechs anderen kleinen Arbeitern gewirkt und eine Bewegung ge- gründet, aus der eigenen Ueberzeugung heraus, aß die Meinung, man könne durch den Kampf der Klaffen untereinander das Schicksal auch nur einer Klasse bessern, ein Irrtum ist. Wir haben diesen Irrtum im Großen gesehen, auch in der ganzen Welt erlebt, am deutlichsten im Friedenevertrag von Versailles.
Was im Großen vertreten wurde, zweierlei Recht der Rationen, die Theorie, daß es einem Volke wirtschaftlich schlecht gehen muß, damit das andere leben kann — diese Theorie haben wir ja unter uns genau s o gepredigt. Was ist denn für ein Unterschied zwischen der Theorie des Klassenkamofes und der Theorie dieses Völkerkampfes? Es ist dasselbe! Derselbe Wahnwitz zu meinen, einer Klasse könnte es besser gehen, wenn es der anderen schlechter geht. Ich war damals im Jahre 1919 überzeugt, daß über alle Klassen hinweg das Volk sich selb st wieder zusammenfinden muß, daß ein Volk deswegen zugrunde gehen soll, weil bestimmte Organisationen nur vom Bruder- kampf leben können, das sehe ich nicht ein. Dagegen habe i ch den Kampf begonnen. Das Volk als solches ist die ewige Quelle, die immer wieder neues Leben gibt. Und diese Quelle muß gesund erhalten werden.
Erziehung zur Volksgemeinschaft.
Es war klar, daß ein Programm, in dem sich der Rationalismus mit dem Sozialismus verbinden muh, nicht in wenigen Jahren verwirk- licht wird, daß eine grohe Erziehung notwendig ist und daß dieser zukünftige Staat die Menschen selbst erziehen muß. Mit sechs oder sieben Mann habe ich begonnen, heute ist es die größte deutsche Bewegung, nicht durch Zufall und nicht, weil mir der weg leicht gemacht wurde, sondern weil die Ideen, auf die ich baute, richtig sind. (Lebhafter Beifall.) Rur deshalb konnten sie sich durchsetzen.
Wenn ein Mann in Ihrer Lebenslage beginnt, eine Bewegung zu gründen, ihm nicht Die Erfolge zujliegen, ist selbstverständlich. Es gehört eine große Zähigkeit und ein unerhörter Wille dazu, überhaupt dieses Werk zu beginnen. Und das möchte ich Ihnen heute sagen: Wenn ich diesen Glauben hatte, habe ich ihn nur gehabt, weilichdasVolkkanntc und weil ich niemals an der Qualität des deutschen Volkes zweifelte. (Lebhafter Beifall.) Richt die intellektuellen Schichten haben mir den Mut gegeben, dieses gigantische Werk zu beginnen, sondern den Mut habe ich mir gefaßt, weil ich selbst den deutschen Arbeiter und den deutschen Bauern kannte. (Stürmischer Beifall.) Ich wußte, daß diese beiden Schichten einst die tragenden des neuen "Reiches werden und daß sich dann von selbst mit ihnen verbinden werden auch die Schicht der intellektuellen Arbeiter. Ein gigantisches ProgrammI Und als ich am 30. Januar nach 14jährigem erbitterten Kampf berufen wurde, da hatte ich nur den einen Wunsch, diese große Aufgabe zu erfüllen. Was heißt für mich ein Titel? Ich brauche keinen Titel! Mein Name, den ich mir aus eigener Kraft erwarb ist mein Titel. (Stürmischer Beifall.) Ich möchte nur, daß die Nachwelt mir einmal bestätigt, daß ich a n ft ä n • big und ehrlich mein Programm zu verwirklichen mich bemüht habe. Wir haben in diesen neun Monaten gearbeitet und Großes erreicht.
vielleicht wird mancher unter ihnen sein, der es mir nicht verzeihen kann, daß ich d i e m a r - xistischen Parteien vernichtet, ihnen sage ich: Meine Freunde, ich habe die anderen Parteien genau s o vernichtet. (Beifall.) 3d) habe nicht die Vertretung der Arbeiterschaft beseitigt, nein, ich habe die Vertretung aller Klassen beseitigt. (Beifall.) Ich habe nie gesagt, in diesem neuen Staat darf der Arbeiter keine Vertretung mehr besitzen. 3m Gegenteil, ich bin der Ueberzeugung, daß nur die gleiche Berechtigung alter einen erträglichen Zustand für alle schassen wird. Allerdings verstehe ich niemals darunter die Anmaßung der Stände, gegeneinander einen Dauerkrieg ju führen. Das ist nicht der Zweck unseres Daseins, jondern sein Zweck ist, daß wir mit gemein- jatnetn Denken, mit gemeinsamer Anstrengung
und mit gemeinsamer Arbeit ein möglichst erträgliches Leben für unsere Volksgenossen, nicht für eine Klasse und einen Stand, sondern für alle schassen.
Als Ich kam, hatte Deutschland über 6,2 Millionen Erwerbslose. Und jetzt sind es 3 710 000. Es ist das für neun Monate eine Leistung, die sich sehen lassen kann. (Stürmischer Beifall.) Wir haben die Hönde nicht in den Schoß gelegt, sondern uns abgernüht, lag für Tag. Und wenn einige sagen: Ja, aber unser Existenznioeau ist nicht besser geworden, dann antworte ich: Das erste war, daß ich die Menschen wieder in den Arbeitsprozeß eingliederte. Das nächste wird fein, die Konsumkraft zu ft e i g e r n. Das liegt ja in unserem eigenen Inter- esse. Dem deutschen Bürger muß ich sagen: Denke ja nicht, daß es dein Interesse rjt, wenn es dem Arbeiter schlecht geht. Je mehr er selbst an Konsumkraft besitzt, umso besser wird es dir auch gehen. Es ist nicht so, daß das Unglück des einen das Glück des anderen bedeutet. Im Gegenteil. Man hebe die Kraft eines Volkes insge- samt, und sie kommt allen wieder unmittelbar zugute. Es ist eine ungeheure Erziehungsarbeit, die wir begonnen haben, und ich weiß, daß sie noch lange nicht zu Ende ist. Und wenn links und rechts Verbockte dastehen und sagen: Aber uns bekommt ihr nie, bann sage ich: Das ist uns gleichgültig, aber di e Kinder bekommen wir dann! (Stürmischer Beifall.) Sie erziehen wir von vornherein zu einem anderen Ideal und erziehen sie zueinander.
Wenn ich dem deutschen Volk wieder Arbeit und Brot erschließen, wenn ich es wieder in Ordnung bringen will, dann kann ich das nur tun, wenn es Ruhe und Frieden besitzt. Man sollte mir nicht zumuten, daß ich so wahnsinnig sei, einen Krieg zu wollen.
3d) weiß nicht, wie viele von den fremden Staatsmännern den Krieg überhaupt als Soldaten rnitgc- m a ch t haben. Jchhabe ihn mitgemach tl (Tosender Beifall.) 3ch kenne ihn. von denen aber, die heute gegen Deutschland Hetzen und das deutsche Volk verleumden — das weiß ich — von denen hat keiner jema's auch nur eine Kugel pfeifen hören. (Stürmische Zustimmung.) wir haben in diesen neun Monaten uns nur mit unserem Volk beschäftigt, nur unsere Aufgaben studiert, wollten nur sie losen, und ich bin der Meinung, andere Staatsmänner täten gut, wenn sie auch sich ihren eigenen Aufgaben widmen wollten. (Lebhafter Beifall,) wenn überhaupt in der wett sich jemand bedroht fühlen kann, dann sind wir da» doch nur allein, wir wollen Frieden und Verständigung, nicht» änderest wir wollen unseren früheren Gegnern die Hand geben? Ls muß wieder ein Strich gezogen werden unter die traurigste Zeit der Weltgeschichte.
Vertrauensmann des ganzen Volkes.
Man sagt: Ihr meint es nicht ehrlich. Ich sage. Was soll ich denn tun, daß ihr uns glaubt? Meine Volksgenossen, ich glaube, in einer solchen Zeit muß man sehr hart sein und darf vor allem von feinem Recht keinen Zentimeter abweichen. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Ich bin der Ueberzeugung, daß alle Probleme des Lebens, wenn verschiedene Partner in die Erscheinung treten, nur aelöft werden können, wenn diese Partner gleichberech- t i g t sind Es i[t ja auch im Wirtschaftsprozeß so. Stellt euch vor, daß im Wirtschaftsprozeß ein Partner — ob Unternehmer oder Arbeiter — ohne jedes Recht ist, und der andere besitzt alles Recht und alle Macht. Ihr wißt selbst, daß bann kein ertrag- llcher Vertrag und kein erträglicher Zustand möglich ist. Im Völkerleben ist es genau so. Es geht nicht an, baß ein Volk alle Rechte hat und bas andere Volk hat überhaupt kein Recht. Das geht nicht! (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Wir protestieren Dagegen, daß man den Charakter eines Volks nach feinen Emigranten beurteilen will. Wir beurteilen auch nicht die anderen Völker nach denen, die bei uns über ihren Staat schimpfen. Viele Jahrhunderte hindurch hat bas Auslaird bann* gerechnet, in Deutschland Verbündete zu haben. Erst waren es
charakterlose Fürsten, die eiskalt ihre Völker verrieten, dann sind es Parteien gewesen, Weltanschauungen. Immer haben sie Verbündete gehabt. (Pfuirufe.)
3eht will ich den Gegnern zeigen, daß sie heute keineverbündetenmehrinveulsch- land haben. (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) was heute sich verbunden fühlt, ist da, deutsche Volk selbst. 3ahrhundertelaug Hal es sein Schickjal versucht in Uneinigkeit und hat grauenhafte Erlebnisse geerntet. 3ch denke, daß wir jetzt da» Schicksal versuchen in Einigkeit, daß wir jetzt den versuch unternehmen, unser Schicksal zu gestalten in einer unzertrennlichen Gemeinschaft. 3d) bin Dafür in Deutschland der Garant, daß diese Ge- meinschaft nicht zugunsten einer Seite unsere, Volke, ausschlägt. 3hr könnt mich al, den Mann ansehen, der keiner Klasse angehört, der keinem Stand angehörl, Der über alle- D e m steht. 3d) habe nicht», als Die verblnDung jum Deutschen Volk. (LanganhaUende Hellruse.)
Was du iusi, das tue ganz!
können, wenn er
nicht mehr gegen alle
sondern mit allen arbeiten darf, wo er für alle arbeiten will, wie zu erkennen Ist. Wenn Hiller mit Der Ausschreibung der Wahl dem ganzen Volk vertraut, wer will soviel Vertrauen mit klein- lidjem Mißtrauen begegnen? Außerdem gilt auch xum 12. November Das Wort: „Wa» Du tust, Das tue ganz!"
ein bekannter nichtnationalsozialistischer Reichstagskandidat öffentlich feststellte.
Was soll es also mit Dem lächerlichen „Aber"? Daß nicht jede Partei so viel haben kann wie früher, ist selbstverständlich, weil ohne Späne nicht gehobelt werden kann, daß die Erfolge für alle gewaltig größer sind, al» Nachteile für einzelne, bas ist doch allein ent- jcheidenD. Wenn wir sehen, wie eng sich Die Partei Aböls Hillers tn Volk unD Staat eingebaut hat, Dann müssen wir auch zugestehen, daß eine Trennung vom Genfer Ja und Reichstczgswahl nur durch gefährlichen Unverstand in Erwägung gezogen werden kann Der Klügere war immer der Gläubigere. Darum zweifeln auch in Der Tat zur Wahl nur bie Menschen. Die selbst bi» heute noch nicht begriffen haben, daß sie zu Dumm gewesen sind m i t ihrer Partei Das zu erreichen, bas Hiller mit Der NSDAP, gegen alle erreicht hat.
Was aber wirb der Nationalsozialismus erreichen
Auf zur gewaltigsten Friedens' demonstration amll Jtot>ember mit Adolf Hitler!
UnD doch, das parlamentarische System fiegt noch zu kurz hinter uns. um schon allgemein verstehen zu lasten, daß ein Parlament auch durch eine Liste gebildet, größte Erfolge für alle bringen könnte. Für die machtvolle NSDAP, wäre es doch in Der Tat ein Leichtes gewesen, irgend eine kleine Oppositionspartei zu dulden. Auch diese Meinung wird einfach beschämt. Die Nationalsozialisten scheuen sich nicht, ehemalige Gegner bjs zu ehemaligen Abgeordneten der Zentrums Partei auf ihre neue fiifte zu stellen. Ohne Zwang „als freier Bauer auf freier Scholle", wie
3a und Reichstagswahl
Von Sonifaeius
Wer obige Ueberschrift lieft, kann Daraus oerschie- bene Aufsagungen ableiten. Die nächstliegende ist Dabei natürlich, das Genfer Ja und Das Ja zur Reichstagswahl als ein unlösbares Ganzes zu betrachten. Tatfächlich gibt es jedoch unter Denen, welche die nationalsoizalistlfche Bewegung noch am wenigsten kennen, eine Auffassung, nach der man in Der Ueberschrift statt Des „u n d" lieber ein „A ber" sehen möchte. Wie Peit Diese Auftastung von gewissen Stellen künstlich verstärkt worden ist, soll hier gar nicht untersucht werden. Wir wollen hier nur in nüchternster Sachlichkeit und mit Dem Recht der freien Meinung einmal untersuchen, ob sich bas „Und' ober Das „Aber" verantworten läßt. Zunächst bas „Aber". Hat es nicht eine Berechtigung für alle bie, welche sich noch vor einem Jahre von ber NSDAP heftig bekämpft sahen? Die politisch in schärfster Gegensätzlichkeit einanber gegenübe rf tauben?
So bie Frage. Unb bie Antwort? Wir wollen sie am Verhalten der NSDAP, finden. Daß ihr Sieg eine gewaltige Revolution war, ist klar und bekannt. Haben die Nationalsozialisten nun die Gegnerschaft über ihren Sieg hinaus verlängert? Haben sie den Sieg in blutigem Racherausch errungen, getreu dem historischen Vorbilde aller feitherigen Revolutionen? Haben nicht alle nallonalsoizalisttschen Bürgermeister unb Canbräte seit Monaten ihren größten Ehrengeiz herein gesetzt, ihr Gebiet völlig frei werden zu lassen von Arbeitslosen, ganz gleichgültig. ob diese Arbeitslosen früher in Der Mehrzahl Kommunisten und Soziawemokraten waren? Geben sie nicht allen Arbeit? Hat nicht ber Führer Des Nationalsozialismus ein Konto rb a t geschloffen, welches bie maßlose und gefährliche Erbitterung mancher Anhänger der NSDAP gegen alle Führer der Zentrumspartei einfach unterdrückte, besonders zugunsten ber geistlichen Mitglieder des Zentrums? Sind Die Konsumvereine, Warenhäuser, Filialbetriebe und nichtarischen Geschäfte einfach vernichtet worden, wie wir alle es noch vor einem Jahr von einem Sieg Des Nationalsozialismus erwartet hätten? Statt besten auch in ber Wirtschaft weise Mäßi- gung und sichtliches Bemühen alles Alte nur dann zu beseitigen, wenn bas Neue tatsächlich besser ist. Es soll sich nicht in Einzelheiten verloren werben, bem klaren Menschenverstanb müßte obige Tatfachenreihe schon vollauf genügen, sein negatives „Aber" zu entkräften.
Mobilmachung Sonntag, den 12. November für den Aufbau Deutschlands und für den Frieden Europas!
Von Wilhelm Müller-Schelt).
Gestern sprach Abolf Hitler in Berlin im Siernens-Werk zu den Arbeitern. Diese Rede wurde im Gau Hessen-Nassau in 5748 Betrieben durch 5828 Lautsprecher 308 000 Volksgenossen zu Gehör R. Da laut Stand vom 1. Oktober im Gebiet
ues rund 200 000 Rundfunkgeräte in Gebrauch sind, war es möglich, am Freitag bie Rebe Abolf Hitlers auf alle wahlberechtigten Volksgenos- sinnen und Volksgenossen zu übertragen.
Die durch den Führer persönlich durchgeführte Propaganba würbe allein schon genügen, ein ganzes Volk in freubige Erregung zu versehen. Aber trotzdem würbe noch in einigen tausend Versammlungen außerdem durch Zehntausende von Plakaten, durch Tausende von gemalten Tuchtransparenten, burcy Millionen von Broschüren dafür gesorgt, daß kein Volksgenosse ohne Aufklärung blieb, um was es geht.
vom größten Hau» bis zur kleinsten Hütte, von ber reichsten Wohnung bis in bie bürftigste Dachstube und die einfachste Kellerwohnung ist diesmal stärker Denn je Der Ruf unD Der Wille Des Führer» eingedrungen.
Die Saat dieser Aufklärungsarbeit wird am Sonntag aufgehen unb am Sonntag abenb wird jebem Deutschen, der mit „Ja" gestimmt unb bie NSDAP, gewählt hat, bas Herz höher schlagen in dem Bewußtsein, an bem ungeheuersten Ereignis ber Geschichte persönlich mitgewirkt zu haben, benn nichts mehr unb nichts weniger bebeutet der 12. November als den Willensausdruck eines 65-Millio- nen-Volkes und gleichzeitig als das Bekenntnis dieses Volkes zum F r i eb e n, zur Abrüstung
unb zu einer vernünftigen Völkerverständigung. Kein Volk hat so wie bas deutsche Volk em Recht zu dieser Demonstration. Da» deutsche Volk hat in Treue zu feinen Führern 4Vi Jahre an allen Fronten der Welt gekämpft, ohne selbst auf den Ausbruch des Krieges irgendwelchen Einfluß gehabt zu haben. Das deutsche Volk hat 2 Millionen Tote verloren. Mehr als 700 000 Kriegskrüppel le- leben in Deutschland. Ganze Generationen wuchsen während des Krieges unterernährt heran. Durch die Auswirkungen des Versailler Vertrages Haden große Teile des deutschen Volkes fast ihr gesamte» Vermögen verloren. Das deutsche Volk hat an den Präsidenten ber Vereinigten Staaten Wilson g e • glaubt. Das deutsche Volk hat mit einer Hingabe, die beispiellos in der Geschichte aller Zeiten ist, alle Vorträge erfüllt. 224 000 deutsche Menschen nahmen sich unter den entsetzlichen Auswirkungen des Versailler Vertrages das Leben. Es würde Bände füllen, all' das aufzuzählen, was da» deutsche Volk geleistet, geduldet, erlitten unb verloren hat. Dieses Volk, schwer geprüft, furchtbar heirngesucht von allen Nöten unb Leiben wird morgen antreten und den anderen Völkern ein kategorisches Halt zurufen. Diese Demonstration, hinter Der bas Recht steht, kann von niemanden in der Welt überhört werden.
• wer sich an dieser Rlodilmachung für Den Frieden und für eine vernünftige Neuordnung In Europa nicht beteiligt und wer Der RSDAP. nicht seine Stimme gibt, müßte au» Der Deutschen volksgemeinschast ausgerottet werden!
Für mich ist hier jeder ganz gleich. Was interessieren mich die Intellektuellen, was interessieren mich die Bürgerlichen, was die Proletarier. Mich interessiert nur das deutsche Volk. Ganz allein dem ge- höre ich, und Dafür setze ich mich ein. Und dieses deutsche Volk will ich am 12. November ber Welt vorführen, so wie es ist. (Oebhaster Beifall.) Sie soll sehen, baß bas, was ich erkläre, nicht die Sprache eines Einzelnen ist, sondern daß das fl a n ,3 e Volk rote ein Mann dahinter teht. Ihr werdet jetzt vor die Welt treten mit mir und hinter mir unb feierlich erklären: W i r wollen nichts anberes als Frieben. Wir wollen nichts als Ruhe, wir wollen nichts anberes, als uns unseren Aufgaben widmen. Wir wollen unser gleiches Recht unb lassen uns nicht unsere Ehre non irgend jemand nehmen. (Beifall.) Wenn wir das am 12. November tun, uqb wenn bie ganze Nation hier ihre Pflicht erfüllt. Dann wirb bamit zum ersten Male vielleicht in der deutschen Geschichte der ganzen Welt klar, daß sie nun andersmit uns verkehren muß, daß sie nicht mehr hoffen kann auf unsere Uneinigkeit und Zersplitterung, baß sie sich abfinben muß mit dem, was ist, nämlich m i t Dem deutschen Volk.
Stürmische Huldigungen der Arbeiterschaft für den Führer.
Als ber Führer geenbet hat, sind es Jubelrufe des Dankes, die ihm am Schluß ber Rede entgegen- brausen und mit Denen er auch die Halle verläßt. Draußen auf dem (Bang zwischen den Werksanlagen besteigt er Den Wagen unb fährt stehend langsam an dem Spalier entlang, das sich schnell wieder aus den herauseilenden Männern und Frauen ber Belegschaft gebildet hat. Gerührt dankt er für die Ehrung und reicht bann unb wann einer schwieligen Faust Die Hand. Mit ihm haben im Wagen u. a. ber Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley unb der Reichsprestechef ber NSDAP. Dr. Dietrich Platz genommen. Auf der Straße
vor Dem Werk bildet Die SS -Stabswache Spalier. Dann geht Die Fahrt bes Führers burch kilometerlange TlenJdjentetten hinburch in bie Stadt zurück. Bald danach sieht man auch unter Den vielen anderen Führern Staats- kommistar Engel zu Fuß bas Werk verlassen. Der als bewährter Vertreter der Interessen der Berliner Arbeiterschaft besonders herzlich begrüßt wurde. Damit hat diese gewaltige Kundgebung für Frieden, Arbeit und Brot in Den Siemenswerken ihr Ende gefunden. Sie hat eigentlich für Berlin Die Entscheidung des 12. November schon vorweg- genommen. Die Berliner Bevölkerung hat sich schon heute eindeutig und überwältigend zu Adolf Hitler oekannt.
Nie Minute des (Schweigens.
Wie die Reichshauptstadl die Feierstunde erlebte.
Berlin, 10. Roo. (TU) Berlins Straßen und Plätze trugen am Freitag besonders reichen Fahnenschmuck. Riesige über die Straßen gespannte Transparente und große Aufschriften an Den Häusern verkündeten die Parole für Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung de» deutschen Volke». Dor zahlreichen Prioathäusern, Gaststätten unb vor allem vor Rundfunkgeschästen waren große Lautsprecher ausgestellt worben, vor benen sich schon lange vor Beginn ber Kundgebung große Menschenmengen versammelten, bie die Rede des Führers zuhause ober in den Betrieben nicht anhören konnten. Auf den Hauotverkehrsstraßen unb Plätzen ft a n b e n Tausenoe von Menschen, um hier in ber Minute ber Besinnung, die sich in bem lebenbigen Strom bes Grobstabtverkehrs besonders eindrucksvoll auswirkte, im Schweigen zu verharren. Al» am Potsdamer Platz, den Verkehrsmittel- punkt der Reichshauptstadt greller Sirenenklang den Beginn dieser Gedenkminute anzeigte, und der Der- kehrsturm seine Signallichter ausschaltete, ertönten von allen Fahrzeugen Die verschiedensten Lautzei-


