Ausgabe 
11.11.1933 Drittes Blatt
 
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So sehen die Stimmzettel aus. wenn du richim gewählt hast.

Nein

Adolf Htiler

Stimmzettel in grüner §arbe

Alfred Hvgeaberg.

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Er will dem deutschen Volk das Lebensrecht nach innen

1UJ

Hermann Goring.

R. Walther Darrt,

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ner Junge wurde zur Seite gestoßen. Hierauf nah­men die Räuber die Kiste mit dem Gold aus dem Wagen, trugen sie in ihren Kraftwagen und rasten mit großer Geschwindigkeit davon. Bisher konnte noch keine Spur von den Räubern gefunden werden. Flugzeugunglück in USA. 4 Tote, 4 Verletzte.

Wie aus Portland (Oregon. USA.) gemeldet wird, ist in einer der letzten Nächte in dichtem Nebel ein Nerkehrsslugzeug abgestürzt. Vier Personen wurden getötet, vier schwer verletzt.

Nahezu 14 Millionen beschäftigte Arbeitnehmer Deutschland

Der Nationalsozialismus durch unermüdliche Arbeit

Steuerermäßigung -ei Aufwendungen für den zivilen Lustschuh.

Hitler baut auf Helft mit

reicht, daß wieder 14 Millio­nen Arbeitnehmer in Deutsch­land Beschäftigung erhalten haben. Daö sind fast 2Vs Mil­lionen mehr als zu Beginn der nationalsozialistischen Aufbau­arbeit in Deutschland. Unter der zielbewußten Führung Adolf Hitlers wurde nicht nur ein weiterer Absturz der wirt­schaftlichen Entwicklung verhin­dert, es konnte sogar ein neuer Aufstieg begonnen werden. Das Ziel des Nationalsozialismus bleibt unverrückbar: Jedem Volksgenossen Arbeit und Brot! Er will friedlichen Aufbau, keine kriegerische Zerstörung, und außen sichern.

Neichstagswahl

Wahlkreis lllitiilniii

Rudolf - e h, Dr. Wilhelm Frick, Dr.Joseph Goebbel», Ernst Röhm, Franz Selbte, Franz von Pape «,

Billigst Du, deutscher Munn, und Du, deutsche Fruu, diese Politik Deiner Reichsregierung, und bist Du bereit, sie a s den Ausdruck Deiner eigenen Auffassung und Deines eigenen Willens zu erklären und Dich feierlich zu ihr zu bekennen!

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

(Hitlerbewegung)

Begründetes Vertrauen.

Seit der Machtergreifung des Nationalsozialis­mus setzt deutlich sichtbar die wirtschaftliche Besse­rung in Deutschland ein. Dor allem wirkt sich auch im Wirtschaftsleben die Tatsache aus, daß nun Ruhe und Ordnung eingekehrt sind und eine starke und stabile Staatsgewalt die Wirtschaft vor Er­schütterungen bewahrt. Diese D e r t r a u e n s r u ck- kehr breitester Bevölkerungskreise kommt z. B deutlich zum Ausdruck in der Entwicklung der von den deutschen Sparkassen verwalteten Spareinlagen. Bom Februar die,-- Jahre- b August d^e- Jahres haben sich die Spareinlagen um 180 Mil­lionen auf 10,55 Milliarden erhöht^ herbei wird man daran erinnert, daß vor der Machtergreifung politische Gegner sich nicht scheuten, die deutsche Bevölkerung dadurch zu beeinflussen, daß sie immer wieder Währungsbeunruhigungen ausstreuten unö das Gespenst der Inflation an die Wand malten. Nichts davon ist eingetreten und wird jemals em- treten. Der Sparer kann, wie mehrmals von den höchsten und verantwortlichen Stellen zum Aus­druck gebracht worden ist, beruhigt seine Spar­groschen den berufenen Kreditinstituten, wie z. B. den Sparkassen, anvertrauen. Wie der National- sozialismus wirklich im Gegensatz zu den frühe­ren Unterstellungen der politischen Gegner über die Inflation denkt, das hat Ministerpräsident Göring erneut auf einer Wahlversammlung in Kiel vor einigen Tagen wie folgt ausgedruckt:

In den vergangenen Zeiten sahen wir als letzte Groteske der wirtschaftlichen Notlage das größte Verbrechen, das je eine Regierung an einem Volke begangen hat: die I n f l a t i o n , die den Wohlstand des ganzen Volkes vernichtet hat. Wenn man sagt, die Inflation fei ein Naturgesetz, so sage ich: nein, sie war ein gemeiner Gauner- t r i ck." .

Aus aller TBett

Ueberfall auf einen Goldlransporl in London.

Ein frecher Raubüberfall auf einen Goldtransport wurde am Hellen Tage im Zentrum von London ausgeführt. Den Tätern, die unerkannt entkamen, fiel ein Zentner Barrengold im Werte von 240 000 Mark in die Hände. Das Gold sollte mit einem Pferdegespann von einem Bahnhof zu einer Schmelzerei befördert werden. Als sich der Kutscher an einer Stelle für einige Mi­nuten entfernt hatte, fuhr plötzlich ein Kraftwagen heran, dem vier Männer entfliegen. Sie nahmen das Pferd beim Zügel und führten den Wagen in eine ab­gelegene Straße. Ein zur Bewachung zurückgelasse-

Der deutsche Sparer weiß seiner Regierung Dank | für diese klaren Worte, und er wird diesen Dank | praktisch dadurch betätigen, daß er mit dazu bei­trägt, die heimische Kapitalbildung zu starken und den Generalangriff gegen die Arbeitslosigkeit zum siegreichen Ende zu bringen.

Kirche und Schule.

Lanvkreis Rieften

Luftschutzes (Beispiel: Imprägnieren von Holz­bauten und hölzernen Bauteilen).

2. Aufwendungen für die Anschaffung oder Her- fteUung von Gegenständen zum Zwecke des zivilen Luftschutzes, deren Verwendung oder Nutzung sich bestimmungsgemäß über einen längeren Zeitraum erstreckt. Hierzu gehören insbesondere die Aufwen­dungen für

a) bauliche Anlagen, z. B. Schutzraume gegen Spreng-, Gas- und Brandbomben, Einziehen von massiven Betondecken an Stelle hölzerner Decken, Ersatz hölzerner Dachkonstruktionen durch eiserne, Ersatz von Holzdächern durch Dächer aus Beton ober Stahl, Verstärkung von Fundamenten und aus­gehendem Mauerwerk,

b) für Anschaffung oder Herstellung von sonsti­gen Geräten oder Gegenständen, deren Nutzung sich bestimmungsgemäß über einen längeren Zeitraum erstreckt. Äls Beispiel kommen hier in Betracht: Sirenen, Alarmvorrichtungen, Scheinwerfer, Ver­nebelungsapparate, Feuerlöfchpumpen.

Werden zu Aufwendungen für den Ausbau ober Umbau von Gebäuden zu Zwecken des zivilen Luft­schutzes

Reichszufchüffe und Zinsvergütungsscheine

nach den Vorschriften des Gebäudeinstandsetzungs- gesetzes vom 21. 9. 1933 gewährt, so gilt das fol­gende: , . .

1. Der Reichszuschuß, der in bar gegeben wird, ist als durchlaufender Posten zu behandeln. Er ist also weder als Einnahme, noch als Ausgabe anzu- Icfic n

2. Der Betrag, den der Steuerpflichtige über den Reichszuschuß hinaus aus eigenen Mitteln auf­wendet (Selbftaufbringungsbetrag), ist in vollem Umfange abzugsfähig. Als Selbftaufbringungsbetrag im Sinne dieser Abzugsfähigkeit gilt auch derjenige Betrag, den der Steuerpflichtige durch Veräußerung der Zinsvergütungsscheine erlöst.

Bei dieser Wahl erhält jeder Wahlberechtigte einen grünen und einen weißen Stimmaettel. Der nriine TOahhettel ist für die Volksabstimmung, und y - ~ -v -

her weike Für die Reichstagswahl bestimmt. Der dem Namen der Nationalsozialistischen Deutschen Ar- Wäkler hat bei der Volksabstimmung auf beiterpartei ein Kreuz eingezeichnet. Beide Stimm- ben grünen Stimmzettel in den Kreis unter dem zettel werden in einem Umschlag abgegeben.

Witte und Wahl

Von Eberhard Altendorf

Der Reichsminister der Finanzen hat zur Unter* ! stutzung und Anregung des zivilen Luftschutzes in I einem Erlaß S 2119 vom 10. Oktober 1933 für Aufwendungen, die im Interesse des zivilen Luft- s schutzes gemacht werden, weitgehend steuerliche Er­leichterungen zugebilligt. In diesem von Staats- I fefretär Fritz Reinhardt unterzeichneten Erlaß < wird u. a. folgendes ausgeführt: '

Durch den Versailler Vertrag ist es Deutschland verboten, Militärflugzeuge zu halten. Die wirk- - famste Abwehr von Luftangriffen, nämlich die Ab­wehr durch eigene Kampfflugzeuge, ist uns versagt. Um so größere Bedeutung kommt daher dem zivi­len Luftschutz zu, der durch geeignete Maß? nahmen die Bevölkerung gegen die Gefahren, die ihr aus etwaigen Luftangriffen drohen können, schützen will. Da der zivile Luftschutz im Interesse der Landesverteidigung und im Interesse der ge­samten Bevölkerung arbeitet, ist es erforderlich, die Maßnahmen des zivilen Luftschutzes weitmdglichst zu fördern, insbesondere auch dadurch, daß den Steuerpflichtigen, die Mittel für den zivilen Luft- schütz aufwenden, auf dem Gebiete der Einkommen­steuer (Körperschaftssteuer) Vergünstigung gewahrt wird.

Aufwendungen für den Luftschutz kommen unter den gegenwärtigen Verhältnissen in erster Linie bei industriellen Unternehmen (sog. Werkluftschutz), bei sonstigen Unternehmen mit großem Personalbestand und bei Hausbesitzern in Betracht. Hier handelt es sich im wesentlichen um Vorkehrungen zum Schutze des Personals, der Hausbewohner, der Werksanla­gen, der Häuser usw. Es kommen beispielsweise tn Betracht: Bau von Schutzräumem Ausbau ober Herrichtung von vorhandenen Gebäuden oder Ge­bäudeteilen zu Schutzräumen, Beschaffung von Schutzgeräten (z. B. Gasschutz- und Feuerschutz­geräten), Alarmvorrichtungen, Vernebelungsvorrich- tungen, Sanitätsmaterial u. bergt, Anschaffung ober Herstellung von Fernmelbe- unb Verbunke- lungsanlagen, Aufstellung unb Ausbilbung beson­derer Gasschutz-, Feuerwehr-, Entgiftungs- unb Sanitätstrupps in den einzelnen Werken

Alle Aufwendungen, die Zwecken des zivilen Luftschutzes dienen, können bei Ermittlung des Einkommens aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft und aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem vermögen (einschließlich des Mietwerts der Wohnung im eigenen House) für Zwecke der Einkornrnen- nnd körperschaftssteuer im Steuerabfchnitt der Ausgabe voll abgefeht werden.

Durch biefe Anorbnung wirb ben Steuerpflichtigen für Aufwenbungen auf bem Gebiete bes zivilen Luftschutzes eine wesentliche steuerliche Vergünstig gunq gewährt, wenn es sich um Anschaffung ober Herstellung von Gegenstänben hanbelt, beren Der- wenbung ober Nutzung sich bestimmungsgemäß auf einen längeren Zeitraum erstreckt. Die Anschaffungs­ober Herstellungskosten brauchen nicht auf eine Reihe von Jahre mit ber Maßgabe, baß jährlich eine Abschreibung erfolgt, verteilt zu werben, son- bern sie können für bie Zwecke ber Einkommen- steuer ober Körperschaftssteuer im Steuerabfchnitt ber Anschaffung ober Herstellung ber Gegenstänbe voll abgefetzt werben Die Zulässigkeit bes vollen Abzugs im Steuerabfchnitt ber Ausgabe wirkt sich, ähnlich wie bei ber Steuerfreiheit für Ersatzbe­schaffungen (Gesetz zur Derminberung ber Arbeits- losigkeit vom 1 6. 1933), als Vorwegnahme fünf- tiger Abschreibungen aus

Die folqenben Aufwenbungen für ben zivilen Luftschutz finb im Steuerabschnitt ber Ausgabe

voll abzugsfähig:

1. Saufende Unkosten, j. SS. Ausgaben sür Werk- luWchuhangefleUle, für Entalftungsstoffe (Chlor- kalk, Chlaranun und Sodas, für Medikamente usw. unb Ausgaben für Jnstanbsetzung unb Instandhal­tung von Gebäuden und Geräten für Zwecke bes

Das Volk würbe zur Entscheidung gerufen, Nach feinem Willen hat es die Wahl. Und vor uns brennt auf ber ?ukunft Stufen Der Freiheit leuchtendes Siegesfanal.

Da gibt es kein Wägen, da gibt es kein Wählen, Da steht nur ein Wille auf Leden unb Tob.

Das Volk wirb gerufen unb keiner darf fehlen, Mit Hitler für Freiheit und Frieden und Brotl

Wir haben die Wahl zwischen Ehre unb Schande, Wir haben die Wahl zwischen Unrecht unb Recht. Wir haben bie Wahl, ob im eigenen ßanbe Der Deutsche Herr sein soll ober Knecht.

Wir haben bie Wahl zwischen Nehmen unb Bieten, Wir haben bie Wahl zwischen Schwäche unb Kraft. Wir haben bie Wahl, ob ber Deutsche in Frieden Zukünftig als freier Arbeiter schafft.

vorgedrucktenJa" sein Kreuz einzufetzeu. .uei xu. unterNein" bleibt frei. Auf dem Stimmzettel für die Reichstagswahl wird in den Kreis hinter

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 12. November. 22. Sonntag nach Trinitatis.

Siavtorcye. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr; 11: Kinderurche für die Matthausgemeinde, Psr. Mahr; 17: Kandidat Schmidt. ^ohannescircye. 9.30: Pfr. Bechiolshei- mer; 11: Kindernrche für die üuEasgememoe; Pfr. Bechtolsheims 17: Pfr. Ausfeld, 20: Sibelbe|pre- djung im Iohannesjaal, Pfr. Müller. - Kapelle des Alten Frieohozs. 9.30: Kandidat North; 11: Kinder- kirche für die Luthergemeinde, Pfr. Lenz. peirus- tapede. 9.45: Pfr. Trapp, Einführung durch Dekan Gußmann. Saal der Neuen Krippe. 11: Kinder- kirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. D.eieck. 9.30: Beichte, 10: Predigtgottesdlenst, im AmHiuß Feier des hl. Abendmahls. Alien-Bufeck. 1g- Gottesdienst. Großen-Bujeck. 10.30: Gottes­dienst, 11: Beichte und hl. Abendmahl. Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. Steinbach. 10. Albach. 12.30. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: 11: Abend­mahl der Mädchen: 13: I.Kindergottesdienst; 13.45: 2 Kindergottesdienst. Klein-Linden. 9: Gottes­dienst und hl. Abendmahl für die weibliche Jugend; 11: Kindergottesdienst. Kirchberg. 10; 11: hl- Abendmahl für die Jugend von Lollar. Mainzlar. 13.30. Haufen. 13. Garbenteich. 10.45. Watzenborn-Sternberg. 9.30: Pfr. Steiner (Hausen). Grüningen. 13.30: Pfr. Reujch (Leihgestern). Langsdorf. 10: Kindergottesdienst, 11: Hauptgottes­dienst. Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, 11. November.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 12. November. 23. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt, 16.30: Versammlung der Jungfrauen-Kongre- gation; 17.30: Andacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. Cid). 7.30: Hochamt mit Pre­digt; 20: Christenlehre und Andacht. Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, 13. November.

Laubach. 7.30 Uhr: Messe.

Mittwoch, 15. November.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe.

Oeffentticher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244.45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

S t a d t p o st a m t: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

21 e r 3 t e: Dr. Mehl, Dr. Schäffer. Zahnarzt: Dr. med. dent. Breuning. Apotheke: Pelikanapotheke.

Grünberg, 7. Nov. Heute fand hier eine Konferenz der evangelischen Gei st- lichen des Dekanats. Grünberg statt, zu der auch der Superintendent von Oberhessen, Ober­kirchenrat D. Wagner, erschienen war Nach einer Andacht, die von Pfarrer Georgi (Ermen­rod) gehalten wurde, eröffnete Dekan Schmidt (Grünberg) die Konferenz. Es wurden alsdann eine Anzahl geschäftlicher und kirchlicher Angelegenheiten besprochen Das vorgesehene Referat mußte wegen der vorgeschrittenen Zeit auf die nächste Konferenz verschoben werden

MILLIONEN

^%eit Jan.1933neu eingestellt

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