Ausgabe 
11.10.1933 Zweites Blatt
 
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Kreis Friedberg.

bad), 9. Oft. Am Samstag fand die ung des neuer ft anbenen F a -

pariser Automobil-Ausstellung.

llnsere Wagen sind die schönsten! Deutsche Qualitätsarbeit allen voran. Don Siegfried Ooerschlag.

brikgebäudes der Firma Louis Joutz KG. statt. Unter Dorantritt der Nieder-Weiseler Musik­kapelle marschierten die Betriebsleitung, die Ange­stellten, die Belegschaft, die Handwerksmeister und Gesellen, die das neue Gebäude erstellten, vom alten Betrieb zum neuen Werk. An der Fabrik be­grüßte der Chef, Louis Joutz, die Teilnehmer, Dankte allen, die dazu beigetragen haben, das Werk zu vollenden und gab einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Fabrik. Mit einem dreifachen Sieg-Heil!" beschloß der Redner seine Ansprache. Ein Vertreter der Gemeinde Nieder-Weisel, auf

deren Grund die neue Fabrik steht, Vertreter der Angestellten und der Belegschaft und der geladenen Gäste sprachen ebenfalls. Anschließend hielt ein Richtfest die Teilnehmer noch einige Stunden bei­sammen.

PreuSetL

Fähnleinausmarsch des Jungvolks in Erdhaufen.

ch Erdhausen, 9. Okt. Unser Ort war am Sonntag der Sammelpunkt bes Jung­volks im südwestlichen Kreise Bi e d e n - köpf. Schon morgens in aller Frühe wurden sie mit klingendem Spiel am Ortseingang feierlich be­grüßt und eingeholt. Trotz des regnerischen und nebligen Wetters waren sämtliche Scharen anwe­ckend. Es fand zunächst ein Appell statt, an­schließend wurden Geländespiele durchgeführt. Der Jungbannführer L:grüßte die Kämpfer und über­brachte die Grüße des Gebiets-Jungvolkführers. Seine Rede klang aus in einem dreifachenSieg- Heil!" auf den Bolkskanzler Adolf Hitler und den Reichspräsidenten v. Hindenburg. An­schließend fand ein Vorbeimarsch statt. Gegen Mit­tag wurden die Jungens verpflegt. Mit Abschieds- worten des Jungbannführers fand die Kundgebung ihr Ende. Am Nachmittag verließen die einzelnen Abteilungen unter dem Gesang unser Dorf, um den Heimweg anzutreten.

Kreis Biedenkopf.

< Weidenhausen, 9.Okt. Die Arbeiten am Ortsnetz sind dieser Tage abgeschlossen worden. Die jetzige Eigentümerin, die Ueberlandzentrale Ober­scheld G. m. b. H. hat das Ortsnetz vollständig über­holt. Bei der Spende für die NS.- Winter­hilfe wurden etwa 160 Mark Bargeld und 50 Zent­ner Kartoffeln und Gemüse gestiftet.

cxd Bottenhorn, 7. Okt. Die oon der Ge­meinde Bottenhorn auf der Hulshöfer Heide als Notstandsarbeiten ausgeführten Boden- kultivierungen machen rasche Fortschritte. Durch Sprengungen, Anlegen von Entwässerungs­gräben und Säen oon Grassamen hat man ein großes Stück des Sumpf- und Heidegebietes in Wiesen verwandelt, die schon im nächsten Jahre den aufgewandten Fleiß reichlich lohnen dürften.

«er, Tourenzähler und Tagesuhr zugleich, rt ist weder schön noch praktisch.

Erstmalig ist der Pariser Personenwagenausstel« luna auch eine La st kraftwagenschau ange­gliedert. Französischer Nutzwagenbau ist ein gutes Stück vorwärts gekommen in den letzten Jahren, besonders im Omnibusbau. Auch hier aber waren und sind noch deutsche Konstruktionen vorbildlich. Die französische FabrikUnique baut nach Mercedes-Benz Diesel-Patente, die Corn» pagnie Lille nach Junkers-Patenten; im Personen» wagenbau verwendet Rofengard (eine der leistungs­fähigsten französischen Automobilfabriken) deutsche Adler-Trumps-Lizenzen. Monocoupe nennt sich die Eindruckschmierung von Senator Willy Vogel, Bosch ist zwar selbst Aussteller, doch werden viele Bosch-Anlagen in Frankreich von Laoalette gebaut und unter dem Namen Lavalette-Bosch in den Han­del gebracht. Französische Kleinkrastradfabriken ver­wenden deutsche Sachs-Motoren der Fichtel 8t Sachs AG., Siemens ist mit seinen Sinteco- runb-Kerzen vertreten, bas vorzügliche Reifen-Ris- fel-System der Ingenieure Sommer und Eos» f a 11 e r wird hier unter französischer Flagge vor- iieführt, und in der riesigen Zubehör-Aus- t e l l u n g finden wir von deutschen Ausstellern ne Continental mit ihren Auto-, Motorrad- und Fahrradreifen, die im europäischen Getriebe­bau führende Zahnradfabrik AG. (Friedrichshafen) und einen Ausstellungsstand der größten Beschläge- fabrik des Kontinents, Rob. Tümmler (Döbeln, Sachsen). In der Kraftradausstellung ver­treten Z ü n d a p p und BMW. die deutsche Mo­torradindustrie.

Brennpunkt der Ausstellung aber ist wie immer die Personenwagenschau. Weil außer den schon er­wähnten Eigenheiten einiger Ausländsaussteller von den französischen, englischen, amerikanischen, belgi­schen Ausstellern nichts Sonderliches zu berichten ist, mag hier nur kurz auf Gesamteinbruck und Neu­arten der deutschen Automobilfabriken hingewiesen sein. Insgesamt ist Art und Aufmachung der deut­schen Stände diesmal alltagsmäßiger als bei früheren Ausstellungen. Luxustypen werben nicht gezeigt, weder bei Daimler dieGroßen Mer­cedes'^ ober SS. ober Nürburg-Wagen, noch bei ber Auto-Union bie Luxusausführungen von Horch.

Schön und preiswert.

Der schöne, gebiegene, preiswerte Alltagswagen herrscht vor. Adler unb Mercedes-Benz haben besonders günstig gelegene Ausstellungs­tände, unmittelbar am Haupteingang, Adler hat einen vergrößerten Standard 6 in mehrfacher Aus- ührung auf feinem Stand; das Zugstück ist ein 12/60er Adler-Kabriolet mit Karrnann-Karosserie, ein Meisterstück technischer unb Karosserie-Kultur! Der neue Adler Standarb 6 hat Dorderschwing- achse, in Gummi aufgehängten Motor, Tiefrahmen, Einzelradlenkung. Dem Geschmack ber Französin- nen entspricht zinnoberrotes Adler-Kabriolet, eins der wenigen durch seine Hellfarbe auffallenden Ausstellungsstücke.

Die Auto-Union bietet auch in Paris jedem Geschmack unb jeder Brieftasche das Gewünschte. Audi, DKW., Horch und Wanderer, mithin alle vier Fabrikate der Auto-Union, sind auf großem Ein- Sitsstand vereinigt. Schön unb originell ist be- ibers der neue Horch 8 mit V-förmigem 3-Liter- otor, dessen gediegene, in Linienführung wie Ausführung gleich erfreuliche Karosserie stromlinien- förmig verläuft. Das Armaturenbrett des neuen Horch ist besonders schön und praktisch, ist technisch- ästhetischer Genuß. Das DKW.-Werk der Auto- Union stellt neue viertürige Jnnensteuer-Limouiine des 700-ccm-TypsMeisterklasse" vor. Von Audi unb Wanderer sieht man tadellos karossierte, ge­schmackvolle Wagen.

Maybach ist mit feinem 12 - Zylinder - Typ Zeppelin" vertreten. Maybach bringt nichts Neues, diesmal auch keinen Stromlinienwagen, sondern stellt eine Jnnensteuerlimousine und ein Kabriolet zur Schau, beides Wagen für höchste Ansprüche.

Mercedes-Benz kann seinen neuen 3,8-Liter-Sport- wagen mit ober ohne Kompressor jetzt serienmäßig und sofort liefern. Bekanntlich wurde dieser Typ schon auf der Berliner Ausstellung gezeigt; inzwi­schen ist er ausgereift, erprobt unb bewährt. Er wirb auch von der gewiß nicht deutschfreundlichen Pariser Presse als eins der Zugstücke des Auto- alons bezeichnet. Daimler-Benz erhofft gerade von diesem schnellen, formschönen, vorbildlich ausge- tatteten und doch so preiswerten Sportwagen gutes internationales Geschäft.

Alles in allem: im Pariser Salon gibt's diesmal keine Sensationen. Der Gebrauchswagen herrscht vor. Und ob es das Riesen-Fahrgestell de» deutschen MAdl-Lastwagens ist oder der schmucke kleine DKW., die 800er Zündapp ober Motorsahr- rab mit Sachsmotor ... sie alle finb Tatbeweise dafür, daß deutsche Kraftfahrzeuge überlegen sind in Technik, Aufmachung und (von den französischen Einfuhrzöllen abgesehen) Preiswürdigkeit!

stammt ober von ber Karosseriefabrik der Auto- Union ober vom Karosseriewerk Karmann (Osna­brück), dem Lieferanten ber schönen Abler-Karosse- rien, ist das schönste, bequemste, bestausgestattete bes Salons. Deutsches Schwingachssystem wird vom Auslanb kopiert. Deutsche Wagen haben ben Vigot - Wagenheber, der beauemen, schmutzlosen Reifenwechsel gestattet. Die anderen kopieren unsere Stromlinie nkarosserien; was davon auf französischen Ständen gezeigt wird, ist mißlunge­nes Plagiat, ist Kitsch. Der Ueberballon-Reifen (Voll-Aero) hat sich noch nicht eingebürgert. Man trifft ihn nur hier und da. Type Aero und Ballon- Reifen beherrschen das Feld. Die Unsitte schwarz- weißer Reifen wird nur von Amerikanern ge­pflegt; der gute Geschmack des Europäers lehnt sie ab. Das Scheibenrad ist große Mode; Sport­wagen haben nach wie vor Drahtfpeichenräder. Die Franzosen (und amerikanische Fabriken) verstecken die Reseroereifen in Metallhülsen, je blanker, desto besser. Deutscher Autobau lehnt das ab geschmack­lich wie technisch mit Recht. Eckiger Karosseriebau ist verpönt (nur Rolls-Royce und Lancia bilden Ausnahmen), die geschwungene Linie be­herrscht den Markt. Tiefrahmen-Bauart hat sich ein­gebürgert. Schwingachs-Systeme (nach Porsche-Art) sind auch in Frankreich im Aufkommen. Deutsche Kabriolets gestatten auch von den Rücksitzen freien Blick. Französischer Kabrioletbau will anscheinend die Wageninsassen ben Blicken ber Außenwelt ent­ziehen: Dafür sehen sie nichts von der Außenwelt. Was früher auf Wunsch geliefert wurde Autokoffer, gehört heute mit zum Reife­wagen. Und außer Spezial-Sportwagen und Stadt- Limousinen soll und will ja jedes Auto Reifewagen fein. In der Kofferfrage werden deutsche Fabriken noch umlernen müssen. Für den Viersitzer ist nicht bas Zweikoffer-System bas Beste, fonbern bie Vierkoffer-Art, selbst wenn bie vier Koffer kleiner finb, als die in Deutschland üblichen zwei über­großen Autokoffer. Französische Fabrikate sind zur Vereinheitlichung der Uhren unb Zäh- I e r am Armaturenbrett übergegangen. Man sieht französische Wagen, die nur einen einzigen Meß­apparat zeigen; er ist Tachometer, Oel- und Brenn-

Paris, im Oktober.

Repräsentative Schau.

In Deutschland ward das Automobil geboren. Benz, Daimler, Maybach waren die Er­finder des Automobils. Jahre des Weltkriegs und Der Inflation hatten einen Stillstand in ber Weiter­entwickelung des deutschen Autos geschaffen. Jegt aber jetzt sind wir wieder allen Automobil- inbuftrien der Welt sieghaft voran! Der Pariser Autosalon" liefert überzeugenben Beweis.

Die deutschen Wagen sind die schön st en der Autoausstellung. Die französische Presse er­kennt bas freimütig an. Die deutschen Wagen aber sind auch die technisch am fortschrittlichsten entwickel­ten! Französische Personen- und Nutzlastwagen wer­den nach deutschen Lizenzen gebaut. Deutsche Wa­gen haben Schwingachsen, haben die weitaus schön­sten und bequemsten Karosserien. Was andere Länder kopieren, ist bei uns schon bis zur Voll- endung gereift.

Wenn eben nur bie Zollgrenzen nicht wären! Sie Hinbern bie Ausfuhr. In Frankreich x. B. ist es fast unmöglich, deutsche Wagen zu kaufen. Und wenn die deutschen Automobilfabriken Adler, Auto-Union, Daimler-Benz, May­bach, das Lastkraftwagenwerk MAN, die Mo­torradfabriken Zündapv, BM W., Sachs-Motor der Fichtel 8c Sachs AG., in Der Pariser Aus­stellungshalle vertreten finD, so eben fast nur aus repräsentativen OrünDen: im Pariser Salon" trifft sich weit mehr als in ber Berliner Autoausstellung die ganze am Automobilismus in­teressierte Welt. Man sieht hier den Maharadscha neben Dem Autohändler aus Juaoslawien, neben Dem Einkäufer aus Spanien, und man begegnet Dem Amerikaner, der Drüben eben keinen Amerika­ner fahren will, fonbern europäischen Luxuswagen. Der PariserSalon" er ist das Stelldichein der am Fortschritt der Kraftsahrt interessierten Kreise aller Herren Länder. Direktes Verkaussgeschäst aber das ist er nicht.

Das deutsche Kabriolet, gleich obs aus dem Daimler - Benz - Karosseriewerk Sindelfingen

Hungen, 10. Okt. Auch ht unserer Stadt wurde eine Listensammlung für die NS.-Volke- Wohlfahrt durchgeführt. Die Einwohnerschaft bewies mit einer Speyde von insgesamt 371,65 Mark ihren Opfersinn.

! Aus dem südlichen Kreis Gießen, 9. Okt. Die Kartoffelernte ist nun überall beendet. Der Ertrag war sehr gut. Nur einzelne Landwirte klagten über frühzeitiges Absterben der Stöcke durch sog.Schwarzbeinigkeit". In der Hauptsache wurden die SortenIndustrie" und Ackersegen" gezogen. An den Bahnhöfen werben täglich viele Waggons mit Kartoffeln eingelaben. Zur Zeit werben 2 Mark für ben Zentner be­zahlt. Auch bie reiche Zwetschenernte geht dem Enbe zu. Von einzelnen Hänblern werden immer noch Früchte aufgekauft, ber Zentner kostet 4 Mark. Dys Geschäft in Birnen und Aepfeln »st sehr gering, ba bie Ernte sehr knapp war. Die Bauern beginnen mit dem Säen des Roggen, der durch Das anhaltend gute Wetter schön in die Erde kommt. Auch die Dickwurz sind zum großen Teil im Keller. Leider nimmt die Mäuseplage bei ber Trockenheit sehr rasch überhand. Besonders die Kleeäcker, sowohl die vorjährigen als auch die neu eingesäten, werden stark zerstört. Wenn da nicht bald von den Gemeinden aus mit der Ver­giftung begonnen wird, kann großer Schaben ent­stehen. Die Arbeit bes einzelnen hilft ba nicht viel. Auch bie Arbeit der Dreschmaschinen in ben einzelnen Höfen ist in ber Hauptsache beenbet. Der Ertrag bes Brotgetreides, befonbers ber bes Wei­zen, war sehr befriebigenb.

ftmtmlung der SängernereinigUng Gin» tracht-Harmonie Klein-Linden im Saal der WirtschaftZur Burg" statt. Der Führer, Kauf- mann Fritz Jung, berief in den Vorstand: zum stellvertretenden Führer den seitherigen Führer des Gesangvereins Eintracht, Verwaltungsangestellter Wilhelm R i n n , zum Schriftwart Bürgermeisterei- lchreibgehilfe Rudolf Jung, zum Kassenwart Schlosser Wilhelm Jung, zu Beisitzern Reichs- bahnassistent Friedrich Jung, Kaufmann Wilhelm Germer, Reichsbahnzugführer i. R. Philipp Jung, Metzgermeister Karl Hinter! ang II., Schlosser Richard Luh und Installateur Wilhelm Jung. Die monatliche Beitragszahlung wurde wie folgt geregelt: Für Sänger unter 25jähriger Der- einszugohörigkeit 30 Pf., arbeitslose Sänger sind beitragsfret. Unterstützende Mitglieder unter 25jäh- riger Vereinszugehörigkeit 20 Pf., arbeitslose 10 Pf. Mitglieder mit über 25jähriger Vereinszugehörig­keit gelten als Ehrenmitglieder und zahlen nur 10 Pf. Die noch lebenden Mitgründer der Gesang­vereineEintracht" undHarmonie", Altveteran Landwirt Philipp Jung, ftäbt. Angestellter i. R. Wilhelm Jung unb Burgwirt Philipp Jung sollen beitragsfrei bleiben. Als Dereinsvermögen yaben beide Vereine je 25 Mark in bie neue Kasse einzuzahlen. Die Sängeroereinigung zählt 252 Mit- glieber. Wegen ber neuen Vereinssatzung unb ber Ausgestaltung ber biesjährigen Weihnachtsfeier sollen in ber nächsten Mitglieberversammlung nähere Beschlüsse gefaßt werben. Mit einem breifachen Sieg-Heil!" auf ben Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler unb bem Gesang bes Horst-Wessel- ßiebes schloß bie Versammlung.

oo Klein-Linden, 9. Okt. Im Caf6 Lutz wurde am Samstagabend die Gleichschaltung im hiesigen Geflügelzuchtverein oor- genommen. Zellenleiter der NSDAP. Dr. C r ö ß - mann ernannte Georg Lutz zum Vereinsführer und Theodor Leib und August Lenz zu Bei- iitzern. Dr. Crößmann bankte bem Verein für .feine Beteiligung am Erntefest bes 1. Oktober unb brachte basSieg Heil!" auf ben obersten Führer unb Volkskanzler Abolf Hitler aus. Der neue Vereinsführer Lutz bestimmte zu seinen Mit­arbeitern: Otto Lippert als Kassenwart, Fritz Klingelhöfer unb Wilhelm Schlosser als weitere Beisitzer, Wilhelm Lenz als Zeugwart unb Walter Müller als Vereinsbiener. Ferner würbe beschlossen, am 28. Januar 1934 eine lokale Werbe- fchau abzuhalten.

* Allenb orf (Lahn), 10. Okt. Die in unserem Orte veranstaltete Listensammlung für die NS. - Volkswohlfahrt ergab ben Betrag von 85,10 Mark.

tn. Lang-Göns, 9. Okt. Bei ber am Sonntag ItattgefunDenen Haussammlung für bie NS. - Wohlfahrt gingen 170,25 Mark ein. Die Straßen-Büchsensammluna ergab 44,40 Mark, zusammen 214,65 Mark. Bis jetzt haben sich schon über 100 Ortseinwohner als Mitglied Der NS.-Wohlfahrt eingezeichnet.

> Holzheim, 9. Okt. Am Sonntag sammelte lie hiesige SA. und SA.-Reseroe bie Erspar­nisse des Eintopfgerichtes vom Ernte­dankfest, wobei sich die Einwohnerschaft durch großen Opfersinn hervortat. Die Haussammlung brachte den statttichen Betrag von 128,60 Mark. Der BDM. suhrte eine Straßensammlung durch, die 29,60 Mark «inbrachte.

! Grüningen, 9. Okt. Die am Sonntag ver­anstaltete Haussammlung für Das Winter- hilfswerk Der NS. -Wohlfahrt ergab in unserer Gemeinde Die Summe von 49,30 Mark. Der Betrag Der Büchsensammlung steht noch aus.

* Steinbach, 10. Okt. Dem Bericht über bie Crntebankfest feier in Steinbach (Nr. 235 desGießener Anzeigers" vom Samstag, 7. Oktober) ist nachzutragen, baß nach ber Rebe Des Bürger­meisters Krämer ber GeianavereinEin­tracht" Durch zwei Chöre (Die Himmel rühmen" von Beethoven undFreiheit" von Schenkenborff) zur Verschönerung der Kunbgebung beitrug.

ch. Göbelnrod, 9. Okt. Am Sonntag hielt der hiesige Kriegerverein sein diesjähriges Hreis-Abfchluß-Schießen ab. Bei nicht allzu starker Beteiligung wurden folgende Ergeb- niste erzielt: 1. Preis Wilhelm Scharmann, 35 Ringe; 2. Heinrich Wilhelm Weber 33 R.; 3. Heinrich Velten VIII. 33 R.; 4. Heinrich Weber V. 32 R.; 5. Heinrich Kühn II. 31 R.; 6. Emil Schultheiß 31 R.; 7. Karl'Schulz fen. 31 R.; 8. Wilhelm Erb 31 R.; 9. Heinrich Selten I. 31 R.; 10. Heinrich Kühn I. 30 R.; 11. Lehrer Allendörfer 29 R.; 12. Wilhelm Decker jun. 29 R.; 13. Otto Lipp 28 R.; 14. Wilhelm Becker fen. 28 R.; 15. Karl Schulz jun. 27 R.; 16. Wilhelm Fuchs 27 R. Das Schie- feen fand bei schlechtem, dunstigem Wetter statt. Mancher jugendliche Schütze erreichte eine beachtliche Ringzahl. Abends wurde die Preisverteilung durch den 1. Vorsitzenden, Bürgermeister Weber, bei Kamerad B e ck e r vorgenommen.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über bas Vermögen bes Johann Otto Schneider, alleinigen Inhabers der Firma Birken- flock & Schneider in Gießen, ist zur Ab­nahme ber Schlußrechnung bes Vermal- ters, zur Erhebung oon Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei ber Verteilung zu berücksichtigenden Forde- rungen unb zur Beschlußfassung ber Gläubiger über bie nick verwertbaren Bermögensstücke sowie zur Anhörung der Gläubiger über bie Erstattung ber Auslagen unb bie Gewährung einer Ver­gütung an bie Mitglieber bes Gläubiger- cmsfchustes sowie zur Prüfung ber nach- kläglich angemelbeten Forberungen ber Schlußtermin auf 6281D

Freitag, den 27. Oktober 1933

vormittags 9 Ahr

oor dem Hessischen Amtsgericht hierfelbst, Zimmer 107, bestimmt.

Gießen, den 5. Oktober 1933.

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