Aus aller Well.
65. Geburtstage sende ich Ihnen im Namen der j deutschen Luftfahrt herzliche Glückwunsch e". .
Reichsaußenminister Freiherr von Neurath hat an Dr. Eckener folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Zur Vollendung des 65. Lebensjahres spreche ich Ihnen meine besten Glückwünsche aus. Ich hoffe aufrichtig, daß Ihnen und dem Vaterland noch lange Jahre Ihr für die deutsche Luftschiffahrt und Weltgeltung so segensreiches Wirken beschieden sein möge."
Rumänische Germanisten in Neutschland.
Berlin, 10. Qlug. (WTB.) Das Außenpolitische Amt der NSDAP, empfing heute nachmittag im Hotel Adlon 25 Mitglieder desVerb a m- des rumänischer Germanisten, die sich unter Führung von Professor A i c u l i h a auf einer Studienreise durch Deutschland befinden. Sn zwangloser Unterhaltung hatten die rumänischen Gäste Gelegenheit, sich Aufklärung über die Probleme des neuen Deutschland und die Rich- tung seiner Politik zu verschaffen. Allgemein kam der Wunsch zum Ausdruck, daß die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Au- mänien zum Wohle beider Länder ausgebaut würden. 3n seiner Ansprache führte Professor Aiculitza etwa folgendes aus: „Ich habe die besondere Ehre, für das Glück au danken, von den Vertretern einer großen und mächtigen Partei empfangen zu werden, und ich verspreche, die Eindrücke von der Schönheit und der Ordnung Deutschlands in meiner Heimat zu verbreiten." — Als Vertreter der rumänischen Gesandtschaft war der Erste Legationssekretär Dr. Constantinids erschienen.
80 Hitlerjungen fahren nach Ungarn.
Berlin, 10. 2Iug. (SU.) Die Pressestelle der Aeichsjugendführung teilt mit:
Auf Einladung des Ministerpräsidenten der königlich-ungarischen Regierung werden sich am 18. August 80 Hitlerjungen zu einer Studienreise nach Ungarn begeben. Die Hitlerjungen sind während dieser Zeit Gäste des Ministerpräsidenten. Ministerpräsident ®öm* bös hat zugesagt, die Hitlerjungen in Budapest zu empfangen und zu begrüßen- Im Auftrage des Reichsjugendführers wird der Leiter der Abtlg. Ausland, Obergebietsführer Rabers- berg, die Begrüßungsworte des Ministerpräsidenten erwidern. Die Einladung bezeugt das herzliche Verhältnis, das zwischen der deutschen und der ungarischen Jugend besteht.
Neue Kredite
für Arbeitsbeschaffungszwecke.
Berlin, 10. Aug. (TU.) Für Arbeitsbeschaffungszwecke wurden, wie das Reichs- arbeitsminist'erium mitteilt, durch den Kreditaus- schuß der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. (Oessa) am Mittwoch Kredite von über 5 Millionen Mark bewilligt, davon über 3 Millionen Mark aus dem neuen Arbeitsbeschaffungsprogramm, dessen Durchführung also rasch fortschreitet. Besonders hervorzuheben ist, daß die Reichsbahn ourch ein Darlehen der Oeffa von einer Million Mark in die Lage versetzt wird, die Elektrisierung einer weiteren Strecke, und zwar der 49 Kilometer langen zweigleisigen Strecke Plochingen — Tübingen durchzuführen. Bisher war von der Strecke Stuttgart — Tübingen nur die Teilstrecke Stuttgart — Plochingen elektrifiziert worden, so daß die zwischen Stuttgart und Tübingen verkehrenden Züge in Plochingen die Lokomotiven wechseln oder auf der elektrifizierten Strecke Stuttgart — Plochingen mit Dampf befördert werden mußten.
Zwei weitere Darlehen von je rund einer Million Mark wurden für Instandsehungs- und Crgänzungsarbeiten an staatlichen Verwaltungsgebäuden und anderen Baulichkeiten des Landes Baden, sowie für Arbeitsbeschaffungsmahnahmen in Nürnberg gegeben.
Die Stadt Berlin erhielt aus Restmitteln des Sofortprogramms noch ein Darlehen von 800 000 Mark, das in der Hauptsache für einen dringend notwendigen Stratzendurchbruch zwischen Halensee und dem Meßgelände verwendet werden soll. Größere Kanalisationsarbeiten führt der Freistaat Lübeck mit einem Darlehen von 450 000 Mark aus. Für Ergänzungsbauarbeiten an Krankenhäusern und an Rostocker Universitätsinstituten erhielt Mecklenburg - Schwe - r i n Darlehen von annähernd 200 000 Mark, für Drückenbauarbeiten an der Angerapp der Provinzialverband Ostpreußen ein Darlehen von 230 000 Mark. Weitere Mittel entfielen auf Schlesien für Bauarbeiten an Schulen und für Umbauarbeiten im Breslauer Stadttheater.
Em Geparatistenbürgermeister kommt nach Osthofen.
Heidesheim, 10. Aug. (WSN.) Nachdem in den letzten Wochen verschiedentlich von Unbekannten Schüsse auf die Wohnung des Otto S w i d e r s k y abgegeben worden sind, hat er jetzt die Polizei g e - beten, ihn in Schutz haft zu nehmen. Er wurde in das Konzentrationslager nach Osthofen gebracht. Swidersky war derjenige, der während der 14tägigen Separatistenherrschaft, umgeben von einer Horde von Verbrechern, in Heidesheim als Bürgermeister fungiert und die Bevölkerung terrorisiert hat.
Kunst und Wissenschaft.
Gründung einer Reichsthealerkammer.
Die sieben Spihenverbände des deutschen Theaters haben sich mit Unterstellung unter den Herrn Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda zur Reichstheaterkammer vereinigt, der die einheitliche Pflege eines nationalen deutschen Theaters obliegt. Durch Beschluß ihrer Vorstände gehören der Reichstheaterkammer an: der Deutsche Dühnen- verein, die Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger, die Vereinigung der künstlerischen Bühnenvorstände, der Deutsche Chorsängerverband und Tänzerbund, die Vereinigung der Bühnenverleger, der Verband Deutscher Dühnenschrift- steiler und Bühnenkomponisten, der Cinheitsbund Deutscher Berufsmusiker. Reichsminister Dr. Goebbels hat zum Präsidenten der Reichstheaterkammer Ministerialrat Otto Laubinger ernannt und seinem lebhaften Wunsch Ausdruck gegeben, daß die Reichstheaterkammer die Unter- stühung und den gesetzmäßig festgelegten Schuh des Reiches baldigst finden werde.
Selbstmord Professor Aeudeckö.
Leipzig, 11. Aug. (WTB. Funkspruch.) Wie das Polizeipräsidium mitteilt, hat sich heute morgen Professor Dr. N e u d e ck , der frühere Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks, in der Gefängniszelle erhängt.
„Graf Zeppelin" zur Rückkehr ausgestiegen.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist gestern abend in Rio deIaneirozur Rückfahrt auf» gestiegen. Die Landung in Pernambuco ist heute gegen 7 Uhr zu erwarten.
Segelflugzeugunglück in Holland.
Innerhalb kurzer Zeit hat sich in Holland das zweite Segelflugzeugunglück mit tödlichem Ausgang ereignet lieber dem Flugplatz Sotsterber sollte ein gewisser Hus ginger eine Prüfungsfahrt zur Erlangung des 6-Brevits machen. Das Segelflugzeug wurde mit Autoschlepp hochgezogen. Aus unbekannter Ursache löste sich im gegebenen Augenblick die Verbindung mit dem Schleppkabel nicht. In etwa 20 Meter Höhe brachen plötzlich die Tragflächen des Flugzeuges und das Segelflugzeug stürzte zu Boden. Der Segelflieger war auf der Stelle t o t.
Der Schweizer Flieger Nauer verschollen.
Der Schweizer Flieger Karl Nauer, der von Kapstadt zu einem Fluge von Südafrika nach England gestartet war, ist verschollen. Er wurde zum letzten Male gesehen, als er von Mossamedes in Angola nach seinem ersten Zwischenlandungsplatz weiterflog.
Ein französisches Riesenwasserflugzeug.
In französischen Luftfahrtkreisen hat man mit wachsender Beunruhigung die Fortschritte verfolgt, die in anderen Ländern mit Wasserflugzeugen gemacht worden sind. Man befürchtete besonders einen starken Wettbewerb für den Luftpostverkehr auf der Strecke Dakar—Natal. Man hat deshalb alles getan, um hochwertige Wasserflugzeuge herzustellen, die sich mit ausländischen Maschinen messen können. Der erste dieser Apparate ist jetzt fertiggestellt worden und hat seine ersten Versuchsflüge durchgeführt. Es handelt sich um ein Großflugzeug von 14 Tonnen Leergewicht, das von vier Motoren zu je 650 Pb angetrieben wird. Der Apparat soll bei voller Belastung 22 Tonnen wiegen und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 bis 230 Kilometer erreichen können. Die Flügelspanne beträgt 43 Meter. Der Rumps ist 26 Meter lang und 4 Meter breit. Der Aktionsradius beträgt 5500 Kilometer bei einem Brennstoff-Fassungsvermögen von 13 000. Die Besatzung besteht aus vier Mann. Die ersten Versuchsflüge sollen angeblich sehr vielversprechend ausgefallen fein.
Die jüngsten Bürgermeister Deutschlands.
Die Stadt Villingen im Schwarzwald kann sich rühmen, in dem dieser Tage einstimmig gewählten Bürgermeister, dem bisherigen kommissarischen Bürgermeister SA.-Truppführer Hermann S ch n e id e r aus Schwetzingen, den jüngsten Bürgermei- st e r Deutschlands zu besitzen. Bürgermeister Schnei» oer ist knapp 27 Jahre alt, hat aber trotz seiner Jugend in den wenigen Wochen seiner kommissarischen Tätigkeit durch kluge und tatkräftige Arbeit sich das Vertrauen der Bevölkerung errungen.
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Zu der Meldung, daß Villingen im Schwarzwald die Ehre habe, den jüngsten Bürgermeister Deutschlands zu besitzen, wird uns mitgeteilt, daß der erste Bürgermeister der fränkischen Industriestadt Zirn-
Wandern - Marschieren.
Kurz vor dem Kriege und auch noch während des Krieges bestand eine seltsame Iungenfeind- schaft zwischen den Wandervogelbünden, den Trägern der Iugendbewegung im engeren Sinne und den aus Wchrhaftmachung eingestellten 3u- gendverbänden. Wer nach dem Grunde dieser Feindschaft geforscht hätte, würde wohl von den Wandervögeln die Antwort bekommen haben: „Mit den Pfadfindern und dem 3ungdeutfchland° bund wollen wir nichts zu tun haben. Das ist doch leine 3ugendbewegung. Diese Leute wandern ja nicht, die marschieren ja nur stumpfsinnig durch die Gegend!"
Wandern und marschieren. Beides ist doch mehr als eine bestimmte Art der Fortbewegung. Beides ist Ausdruck einer ganz bestimmten seelischen Haltung.
Diese Feindschaft zwischen der wandernden 3ugendbewegung und der marschierenden Wehrbewegung war auch ein kleines Zeichen für die innere Zerrissenheit und seelische Auflösung der Vorkriegszeit, die von uns überwunden werden muhte. Aus der einen Seite stand der Wandervogel, der frei vom Zwang, frei von Überwachung, frei Dun Ordnung, ganz auf sich selbst gestellt, nur sich allein verantwortlich, auf freier Fahrt sich selbst, seine Freundschaft, seine Heimat, Tiere und Pflanzen, Bauern und Dome erleben wollte. Er wollte nur sich bereichern, wollte seine Persönlichkeit bilden.
Erst der Krieg hat die Gegensätze in unserem Volke zusammengezwungen, hat die wahre Volksgemeinschaft geschaffen, hat aus den Stahlgewittern der Materialscylachten Menschen zurückkommen lassen, die das Grauen der Vereinzelung und Zersplitterung erlebt hatten, die aber den Willen mnbcachten, nun endlich die Zersplitterung zu überwinden und freiwillig, Gott, Blut und Boden verpflichtet, da wieder zusammenzufügen, wo Generationen vor uns auflösten, seitdem die französische Revolution von 1789 die Lüge von der Freiheit und Gleichheit in die Welt schleuderte.
Wir stehen mitten in dem neuen Werden, das in den Schlachten des Weltkrieges angefangen hat. Wir tragen wohl das Erbe des Vorkriegswandervogels in uns, das, was wir das Wandervogelerlebnis nennen: wir wandern, wir erleben auf froher Fahrt Volk und Heimat, und niemand ist ein rechter Deutscher, der sich nicht sein Vaterland erwandert hat.
Aber wir marschieren auch! Wenn die Hörner rufen und die Trommel klingt, wenn wir marschieren. ausgerichtet in Reih und Glied, dann sind wir alle, die wir Schulter an Schulter stehen, nur ein Herz und ein Wille, dann ist dieses Marschieren höchster Ausdruck dessen, daß wir eins in der jungen Ration sind.
dorf, Julius Eichler, der jüngste Bürgermeister Deutschlands sein dürfte. Er steht im 26. Lebensjahr.
Brand in einer bremischen Irrenanstalt.
3n der bremischen Heil- und Pflegeanstalt Ellen entstand ein Brand, der von einem dort untergebrachten Epileptiker verursacht worden war. Mehrere Stunden lang vermißte man in der Anstalt einen Epileptiker, den man schließlich auf dem Dach einer Scheune des Gutsbetriebes der Heil- und Pflegeanstalt entdeckte. Man versuchte, ihn mit Wasser herunterzuholen und alarmierte zu diesem Zweck die Anstaltsfeuerwehr. Der Kranke begann jedoch nunmehr das Dach abzudecken und mit Dachziegeln zu werfen. Schließlich steckte er das Dach an, und im Nu stand die mit Getreide gefüllte Scheune in hellen Flammen. Die bremische Feuerwehr rückte mit zehn Fahrzeugen an und bekämpste das Feuer mit etwa 15 Schlauchleitungen. Die Scheune konnte aber nicht mehr gerettet werden und brannte vollständig nieder. Weiterer Gebäudeschaden entstand nicht. Verbrannt sind 35 Fuder Heu und 31 Fuder Roggen, sowie wertvolle landwirtschaftliche Maschinen. Den vereinten Bemühungen des Pflegepersonals und des SA.-Sturms gelang es, des flüchtigen Kranken unverletzt habhaft zu werden.
Frecher Raubüberfall im Saargebiet.
In Merzig (Saar) wurde der Angestellte Peter Engel der Firma Villeroy & Boch auf offener Straße überfallen und seines Koffers mit etwa 260000 Franken Lohngeldern beraubt. Der Vorfall spielte sich folgendermaßen ab: Enael war, nachdem er das Geld auf einer Saarbrücker Bank in Empfang genommen hatte, nach Merzig zurückgefahren. In der Nahe des Bahnhofs stürzten drei Männer, die mit einem Auto herangekommen waren, auf ihn zu. Einer von ihnen würgte ihn am Halse, während die beiden anderen ihm den Koffer entrissen. Darauf stiegen die Räuber wieder in den Wagen und fuhren davon. Die Polizei und die Landjägerei machten sich sogleich auf die Suche, dach konnte bisher keine Spur von den Räubern entdeckt werden.
Drei Todesopfer einer kurzschluhkatastrophe
Auf dem Rittergut Tornow (Kreis West-Sternberg in Brandenburg) wurden durch einen Kurzschluß in dem fahrbaren Transformator der 56jährige Brennermeister K ä n k e und die Arbeiter Großmann und Steinicke getötet.
200 Schafe verbrannt.
Auf dem Vorwerk Schönau des Rittergutes Quit- tainen bei Preußisch-Holland brach ein Feuer aus, bei dem mit einem 60 Meter langen Stall 200 Schafe und 100 Fuder Heu verbrannt sind.
Die eigene Mutter ins Feuer geworfen.
3n der rumänischen Gemeinde Negresci kam es zwischen einer Frau namens P e t r i 11 a und ihren Söhnen zu einem Streit. Die Söhne verprügelten die Mutter und warfen sie dann ins Feuer. Die Frau erlitt so schwere Brandwunden, daß sie bald darauf starb. Die entmenschten Söhne wurden verhaftet.
Geld zum Fenster hinausgeworfen.
Aus dem Schnellzug Prag—Wien wurden während der Fahrt durch die Station Dürnkrut aus einem Abteil erster Klaffe zerri st ene Hundert- s ch i l l i n g n o t e n in großer Anzahl hinausgeworfen. Die Stücke wurden vom Bahnpersonal gesammelt, und es stellte sich heraus, daß die zerrissenen Banknoten echt waren. Wer der Fahrgast war, der sich der Banknoten entledigt hat, ist noch unbekannt.
Marschieren heißt sich einordnen und unterordnen, heißt den Eigenwillen unter den Willen der Nation beugen, heißt Gemeinnutz vor Eigennutz stellen, heißt opfern können, marschieren heißt dienen!
Aufmarsch der Standarte^ 6 in Gießen
Aus Anlaß des 120jährigen Bestehens des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 findet am Sonntag, 20. August, ein großer Aufmarsch der Standarte 116 in Gießen statt. Die Standarte 116 ruft die Bevölkerung unserer Stadt dazu auf, für die SA.-Männer an diesem Tage Mittagessen zur Verfügung zu stellen. Es wird gebeten, den Quartiermachern bereitwilligst Quartiere zu geben. Anmeldungen sind an Sturmfllhrer S o l d a n , Seltersweg 50, Fernsprecher 3786, zu richten.
Sichere Llebernniilung der Spenden für die Ruhlanbdeuischen.
Auf zahlreiche Anfragen aus den Kreisen der Spender teilt der Reichsausschuß „Brüder in Rot" mit, daß für die Hilfeleistung an die hungernden deutschen Volksgenossen in Rußland amtlich konzessionierte und unbedingt sichere Wege zur Verfügung stehen. Der Reichsausschuß schickt das Geld in Form von Gutscheinen an die Torgsin-Valuta- läden, die von den Sowjets in zahlreichen Punkten des Landes für den Einkauf von Lebensmitteln eingerichtet worden find. Ein Betrag von zehn Reichsmark im Monat reicht im allgemeinen aus, um eineFamilie ö u r d) j u - sähliche Nahrung vor dem Hungertode zu bewahren und die Ersatznahrung aus Krautern mit Mehl zu strecken. Die schwersten Hunger-Erscheinungen, wie z. D. die Schwellungen des Unterleibes, pflegen Dabei nach kurzer Zeit wieder zu verschwinden.
Die in den Derbannungsorten Lebenden erhalten statt dessen Lebensmittelpakete. 3 n j e - dem Falle ist volle Gewähr für die Ankunft der einzelnen Sendungen gegeben. Eine Berliner Großbank garantiert für jede einzelne Zahlung, bis die Empfangsbestätigung der bedachten Familie vorliegt. Das dauert bei Geldsendungen gewöhnlich acht bis vierzehn Tage, bei Paketen bis zu drei Wochen.
Der Reichsausschuß „Brüder in Rot", der mit seinem Aufruf auf den Widerhall breitester Volks- kreise gestoßen ist, bittet alle Volksgenossen, die durch das Bewußtsein der Volksgemeinschaft mit den Brüdern in Rußland verbunden sind, ihre Spenden auch weiterhin auf das Postscheckkonto „Brüder in Rot", Berlin 85 000, zu richten. Bedarfsdeckungsscheine erst zum Winter
Das Reichsgesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1.3uni 1933, das sogenannte 1 Reinhardt-Programm, sieht vor, daß an Be
Aus der Provinzialhauptstadt.
im 81. LebenSj
Gott dem All gervater, Gr
Oberheffen.
Zungvolk-Zübrer treffen sich ...
Der Führer rief, und alle, alle kamen ...
Da kamen sie aus allen Gegenden, aus RoÜ und West und Süd und Ost, dem Rufe folgert,
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das Gederner Schulungslager zu Fuß. V Gedern bis Nidda sind immerhin gut drei Stuft den zu marschieren. Und das bei der grofii Hitze!
te ist W- 1, En Führer muhst M sonst ist er/em Am Rachmütag.
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Stabt, w tedem Si tuppe ... Dam ^gen Kolonnen^ Rainer spricht - loölkcrung, dann |r ; i m Aathaus, gegr 3 n& der Bevölkert - „Die Iungzugfu.
Und jeht rücken l*gau|e. Das aber, icufgenommen, tvirc triftige Arbeit! -
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der vorn Oberjungbannführer an sie ergangen tna Fähnleinführer, 3ungzugführer, 3ungenschafti führet, Amtswalter, Wimpelträger ... Aus ga> Oberheffen find sie da. Spannung auf allen G
fichtern! 3mmer mehr Gruppen rücken an, jefj sind es schon hundert 3ungen, bald sind es zwei-« hindert, dreihundert, immer noch kommen welchr Vierhundert ... Noch sind nicht alle da!
Mannigfach die Möglichkeiten, wie sie n4 Ridda kamen: mit der Bahn die einen, mit bdl Rad die andern, wieder andere mit dem Aul»
Mitternacht ist nahe, als die einzelnen Grupps mit Musik und Gesang in ihre Quartiere rüdio Sie sind müde. Bald schlafen sie.
Land [ £ Wieseck, 10. iene außerordentli Freiwilligen : dnnt Adolf Schä [: mmlung und begr Wehr erschienenen S A-elanntgabe der ( mannte er den seiche Muni Führer der Wc Mitarbeiter. Mit eil k-nzler Adolf Hitl ? ocst-Wessel-Liedes □ Lollar, 11. getretenen Bürgerin oröneter Ludwig M JÄnrtin Taubert feien Ministerium ei Führer der Gemeind vorgesetzten Behörde, de r ganzen Bevölkern gr-oher Fackelzug, der tordjabenb durch das tritt der Feuerwehrkapi b: f übrigen fyirteimitc u i ■ bir beiden Gesangr Mihrmristm und I Mite WchMe und ii mtsantnlt SchaM if m im Acnnrn dn Lv d-r Hoffnung Ausdru sein aerantwortungsv in ei.-ide im Sinne u h tlerzu führen, i nrue Beigeordnete, 1 in einberat zum Wohl Ernennung beglücku
zirksfürsorgeverbände Dedarssdeckungsscheine hingegeben werden, die zum Erwerb von Kleidung. Wäsche und Haushaltungsgegenständen berechtigen. Wie das DDZ.-Bureau meldet, erklärt nun Staatssekretär Reinhardt in einem Schreiben an die Länder:
„Wann und in welcher Höhe Bedarfsdeckungsscheine ausgegeben werden, ist noch nicht bestimmt. Der Hauptbedarf der Hilfsbedürftigen an Kleidung, Wäsche und Haushaltungsgegenständen pflegt im Winter aufzutreten. 3n der gleichen Zeit nimmt die Arbeitslosigkeit erfahrungsgemäß zu. Eine Vermehrung der Nachfrage nach den genannten Gegenständen werde demnach gerade dann erwünscht. Zu einem früheren Zeitpunkt wird eine Ausgabe von Bedarfsdeckungsscheinen nicht erfolgen."
Oer Uhu wieder im Vogelsberg.
Es fei Dorausgefagt: hier handelt es sich nur um einen Versuch, den Uhr, den König der Nacht, wieder im Vogelsberg einzubürgern. Seit Jahrzehnten ist diese Eulenart in unseren Wäldern ausgerottet, teils aus Unverstand, teils aus der Sucht, ein aus- gestopftes Exemplar dieses Riesenvageis zu besitzen. Dank der Bemühungen des Vogelsachverständigen Dr. Karl Rudolf Fischer von der Universität. Gießen ist es gelungen, Se. Erlaucht den Grasen Georg zu Solms-Laubach für die Wieder- einbürgerung des Uhus zu gewinnen. Seit vielen Monaten wurden in der Nähe des Jägerhauses zwischen Laubach und Schotten drei Uhus :n einem Drahtkäfig von Rauminhalt eines mittleren einstöckigen Hauses gefangen gehalten und mit Tieren unserer einheimischen Wälder ernährt, um sie einzugewöhnen. Gestern gegen Abend wurden diese Tiere der Freiheit übergeben. Nur wenige Gäste waren anwesend, weil Ort und Zeit nicht bekannt: geworden war. Der Südwestdeutsche Rundfunk hat die Freilassung der Uhus als Reportage auf Wachsplatten ausgenommen und wird, wie wir hören, die Aufnahme den Rundfunk- Hörern am Sonntag, 20. August 1933, 11 Uhr, übermitteln Alle Freunde der Vögel und des mächtigen Uhus haben Gelegenheit, am Radio am genannten Tage die Reportage zu Horen. Es sprechen am Mikrophon als Vertreter der hessischen Negierung Oberschulrat Dr. B l a n k, ein Reporter der Frankfurter Rundfunkgesellschaft, außerdem die Herren Dr. Karl Rudolf Fischer, Gießen, Se. Erlaucht Graf Georg zu Solms-Laubach, Professor Henneberg, Gießen, und für die Jäger unserer Gegend Studiendirektor Professor Hahn, Schotten.
Vorsicht bei Finanzierungsangeboten!
Don zuständiger Seite wird dem WTB. mitgeteilt: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, daß verschiedene Vereine und Verbände (insbesondere im Bereiche der Bauwirtschaft), die oorgeben, Finanzierungen von Unternehmungen und Bauten mittels neuartiger Methoden vornehmen zu können (durch Ausgabe von Arbeitsbeschaffungsschecks, Zabel-Wechseln usw.) sich darauf berufen, daß ihre Methoden von Herrn Staatssekretär Feder gebilligt würden. Diese Vereine und Verbände stützen sich sämtlich mehr oder weniger auf die törichten Gedanken Silvio Gesells. — Herr Staatssekretär Feder hat von jeher in schärfstem Gegensatz zu den Jdeengängen Silvio Gesells gestanden und lehnt sie
Daten für Freitag, ll.Angust.
490: Theoderichs Sieg über Odoakar an der Adda; — 843: Vertrag von Verdun, Teilung des fräntij^e.t l Reiches: — 1656: der Heerführer Octavio Piccolomini in Wien gestorben (geboren 1599); — 1778: der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in Lanz geboren (gestorben 1852); — 1919: der amerikanische : Großindustrielle Andrew Carnegie in Stockbridge । gestorben (geboren 1837).
Bornotrzen
— Tageskalender für Freitag. R. O. i Baumeister: 20.30 Uhr, außerordentliche Hauptver- 1 sammlung. — Hessischer Jagdklub Gießen: 20.30 Uhr, 1 Vereinslokal, Neuenweg 5, Mitgliederversammlung. 1 — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kind, ich freu I mich auf dein Kommen". :
— Kraftpo st fahrt in den Taunus Am kommenden Sonntag findet, veranstaltet vorn Postamt Gießen, wieder eine Kraftpost-Ausflugs' fahrt statt, die diesmal in den Taunus führt. Aufenthalte sind vorgesehen in Usingen, Saalburg, Königstein, Falkenstein, Bad-Homburg uni Bad-Nauheim. Die Abfahrt erfolgt um 8 Uhr vom Postamt i (Bahnhofstraße) aus. Der Fahrpreis beträgt 4 Mark. Aus die heutige Anzeige se besonders hingewiesen.
— Der Kriegerverein Gießen veranslol- tet am kommenden Sonntag, 13. August, 15.30 Ubr, im Philosophenwald ein Sommerfest. Preisschießen I Kinderspiele mit Brezelverteilung sowie Tanz finb I vorgesehen. Auf die heutige Anzeige sei besonder I aufmerksam gemacht.
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Abends ein großer Fackelzug durch die Straff von Nidda. Kurzer Aufenthalt am Marktplck Begrüßung, Dankesworte — und weiter nach i>f Bismarckstein. Die Niddaer Bevölkerung will gebeten, uns heute abend allein zu lassen. Go» unter sich sind dann die Führer. Der Holzs» wird entzündet, bei loderndem Feuer sprÄl Rupprecht Hainer, der neue Führer des neu« IL Oberjungbannes. Don den Anfängen des 3urg w lpiM- volks spricht er, von seinem Wachsen und löte den, von seinem Verbot und von seinem fit® haften Glauben an den Führer und seine Misst« einem Glauben, der stärker ist als alle Verb« und der dann auch den Sieg davontrug. den Aufgaben spricht er und der Haltung & oberhessischen 3ungvolkführers, gerade in diesff und der kommenden Zeit ...


